Dr. Walter Lutz

Neuoffenbarung

 

Band 3

 

 

 

Am Aufgang des dritten Jahrtausends.

Ein Lehr- und Nachschlagewerk der Neuoffenbarung,

gegeben durch Jakob Lorber

 

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08. Erlösung und Vollendung

08.01. Die Willensfreiheit im neuen Lichte

 

Jesus: „Wenn Gott Puppen und Automaten haben will, so ist dazu ein Augenblick hinreichend, um damit den ganzen sichtbaren Raum auszufüllen. Aber alle diese Wesen würden keinen eigenen freien Willen haben und kein eigenes, für sich dastehendes, selbsttätiges Leben. Sie würden sich regen und bewegen nur nach dem sie durchströmenden Willen Gottes. Ihre Sehe wäre die Sehe Gottes, und ihre Gedanken wären die Gedanken Gottes. Solche Geschöpfe wären gleich den einzelnen Gliedern deines Leibes, die sich ohne dein Erkennen und Wollen durchaus nicht für sich bewegen und tätig sein könnten. — Ganz anders verhält es sich mit deinen Kindern, die aus deinem Fleisch und Blut hervorgegangen sind. Diese warten nicht mehr auf deinen Willen; sie haben ein völlig eigenes Leben, Wollen und Erkennen. Sie werden wohl Lehre und Gebote von dir annehmen, aber dennoch nicht nach deinem, sondern stets nur nach ihrem eigenen Willen. — Und siehe, Geschöpfe mit freiem Erkennen und Wollen, die sich selbst zu bestimmen und zu vervollkommnen haben, um dadurch für ewig freie, sich selbst bestimmende Wesen zu bleiben, müssen von Gott auch so geschaffen sein, daß ihnen solches zu erreichen möglich ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 71, 10-13]

 

Jesus: „Erschaffen ist leicht, aber die aus Gott hinausgestellten Geschöpfe zu einem freien, ungerichteten und selbständigen Sein hinleiten, das ist sogar für die göttliche Allmacht keine leichte Sache. Doch mit Geduld und Langmut kann man dennoch alles erreichen, und ist eine Sache in zweckvoller Hinsicht gelungen, dann gedenkt man nicht mehr der Zeit, die dazu vonnöten war. Es geht dabei zu wie bei einem Weibe, das in seiner Schwangerschaft viel Furcht und Wehen zu bestehen hat, aber wenn das Kind zur Welt geboren ist, dann hat bei dem Weibe alle Furcht aufgehört, und es gedenkt nicht mehr der Schmerzen; denn es sieht vor sich die lebendige Frucht, die aus ihm in ein freies, selbständiges Leben hervorgegangen ist. — Wäre es aber mit der freiesten Selbständigmachung eines Geschöpfes eine leichtere Sache, dann hätte Ich als der Schöpfer aller Dinge und alles Seins wahrlich nicht nötig gehabt, nun selbst als ein Mensch in die Welt zu kommen, um die völlige Freigestaltung des Menschen durch Lehre und Tat zu bewirken.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 63, 1-3]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola: „Welten erschaffen ist für Mich ein leichtes, aber freie Menschen ins Dasein zu rufen und sie aus sich selbst vollenden zu lassen, wobei die göttliche Allmacht vermöge ihrer Liebe, Weisheit und Ordnung schweigen und untätig sein mußt das bleibt auch für Mich keine leichte Sache! Da hilft Mir nichts als Meine unbegrenzte Geduld und Meine übergroße Sanftmut.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 14, 16]

 

Ein fremder, weiser Gast am Tische König Lamechs: „Bei der Erschaffung der Dinge kommt es nur auf den Willen Gottes an, und es wird da sein, was Gott haben will. Ein von Ihm ausgesprochenes allmächtiges ‚Werde’ genügt, und zahllose Sonnen und Welten drehen sich in übergroßen Kreisen vor dem Auge des allmächtigen Werkmeisters! — Aber beim freien Geiste ist das allmächtige ‚Werde!‘ ein Gericht, welches ist des Geistes Tod. Da muß an die Stelle der Allmacht große Liebe, Erbarmung, Geduld, Sanftmut und endlos weise Führung Gottes treten und muß den Geist (die Seele) des Menschen wie einen zweiten Gott führen und lehren damit dieser dann durch die Selbsterkenntnis das werde was er sein soll nach der göttlichen Ordnung. Und das ist mehr als Welten und Sonnen erschaffen.“

[H. Bd. 3, Kap. 42, 11-12]

 

Jesus: „Ich will es, daß jeder Mensch auf dem von Mir vorgezeichneten Wege fortschreitet und sich mit eigener Mühe und Aufopferung das erwirbt, dessen er hier und jenseits bedarf, um selbsttätig und dadurch (vollkommen) selbständig werden zu können. Denn die volle Selbständigkeit ist zur höchsten Seligkeit eines der allernötigsten Erfordernisse.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 177, 14-15]

 

Jesus: „Wenn Ich vermöge Meiner Allmacht wollte, da kein Mensch je eine Sünde begehe, so würde auch kein Mensch mehr sündigen; denn er würde sich nicht um eine Linie über Meinen Willen hinausbewegen können. Wer aber hätte dann ein Verdienst ob des sündenfreier Lebens eines Menschen, den allein Gottes Allmacht leitete, wie sie das Wachstum der Bäume und ihrer Früchte leitet und die Welten durch den endlosen Raum führt? Niemand als Gott allein, weil der Mensch dann nur eine Spielpuppe in den Händen Gottes wäre. Die Menschen aber sind bestimmt, freie und völlig selbständige Kinder Gottes zu werden; darum müssen sie so geleitet werden, daß dabei ihr freier Wille nicht die geringste Nötigung von einem mächtigeren Geiste erfahre, sondern allein durch Offenbarung und Lehre und durch äußere Gesetze dahin geleitet werde, aus sich selbst das Wahre und Gute zu ergreifen und aus eigener Bestimmung danach tätig zu werden.“ [Ev. Bd. 6, Kap. 225, 6-7]

 

Der Erzengel Raphael: „Die Seele prüfe sich selbst, inwieweit sie in aller Selbstverleugnung, was die Lustreizdinge dieser Welt betrifft, vorgedrungen ist, und wieweit sie völlig eins mit dem Willen Gottes geworden ist, ob in ihr wohl schon Meisterhaftes sich regt, — und Gott, der Herr, wird nicht säumen, in ihr Seines Willens Macht offenkundig werden zu lassen. Die Macht des göttlichen Willens aber wird dem Menschen nicht etwa wie einem Kinde die Milch eingegossen, sondern er muß sie selbst durch seine eigene Willenskraft, die bei jedem Menschen völlig frei ist, wie mit Gewalt an sich ziehen. — Daß diese Sache sich so und nicht anders verhält, ist daraus ersichtlich, daß der Herr, dem doch alle Dinge möglich sind, Seine Jünger selbst gleichfort lehrt, erzieht und ihnen zeigt, was sie zu tun haben, um sich Seinen Willen für ewig zu eigen zu machen. Was aber die eigens vom Herrn erwählten Jünger zu tun haben, das hat auch jeder andere Mensch zu tun, um zu der Macht des göttlichen Willens in seiner Seele zu gelangen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 17, 11, 13-15]

 

Jesus zu einem hohen römischen Richter: „Bestrebe dich, dir Meinen Willen so anzueignen, wie du dir des Kaisers Willen zu eigen gemacht hast, und du wirst dann bald vollkommen eins werden mit deinem jenseitigen Geiste aus Mir, welcher ist Meine Liebe, Weisheit und Macht, und du wirst dann auch so wirken können wie dieser Engelsgeist Raphael zu wirken imstande ist.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 200, 4]

 

Der Herr zu den Vätern der Urzeit, die ihre Lauheit in der Liebe beklagen: „Alles kann Ich euch geben, allein die freie Liebe eures Herzens zu Mir, diese kann Ich niemandem geben! Und wenn Ich solches täte, was wäre da eure Liebe?! Sie wäre nur ein fremder Trieb in euch, der euch nötigen möchte, wider euren Willen Mich zu lieben und anzubeten. Ich aber habe euch zu freien Menschen und Kindern erschaffen und habe einem jeden gegeben einen eigenen guten Anteil der Liebe, die da bewirkt das Leben in euch. Mit dieser freien, eigenen Liebe müßt ihr Mich ergreifen, so werdet ihr das Leben in euch erfassen!“

H. Bd. 1, Kap. 142, 4-6

 

Jesus, der Herr, zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Würde Gott mit Seiner Allmacht aus Seiner Weisheit heraus den Willen des Menschen leiten, so wäre der Mensch um nichts besser als ein Tier, ja, er stünde sogar noch unter dem Tier, weil sogar dem Tier schon eine kleine Willensfreiheit insoweit verliehen ist als es auch Verständnis und Gedächtnis hat, Hunger, Durst und Schmerz fühlt und darum etwas denken, urteilen und durch seine Stimme, Miene und Gebärde kundgeben kann, was es für sein Bedürfnis will.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 214, 9]

 

Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Würde die Gottheit sich durch Ihre Macht eines Wesens bemächtigen, das aus seinem eigenen freien Willen Ihr aufs entschiedenste und hartnäckigste widerstrebt, so würde das solch ein Wesen augenblicklich vernichten, was wider alle göttliche Ordnung wäre. — Wenn aber die Gottheit Ihre Ordnung für ewig unwandelbar dahin feststellt, daß kein Wesen, möge es sich gestalten, wie es wolle, vernichtet werden kann, so wird dadurch allen Wesen die ewige Fortdauer gesichert und zugleich auch jedem Wesen die freie Möglichkeit gegeben, ein überaus glückliches zu werden, aber auch ein unglückliches zu verbleiben, solange es dies selbst will!“

[Rbl. Kap. 30, 9-10]

 

Jesus schildert den unumgänglichen Weg der Erschaffung und Gestaltung freier Menschen, wobei die Anwendung der göttlichen Allmacht bald in den Hintergrund treten muß.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 3-7]

 

Jesus im Jenseits zu übereifrigen Geistern: „Es ist leicht gesagt: ‚Herr, richte die bösen Völker! Vertilge alle, die eines hochmütigen und herrschgierigen Herzens sind! Tue Wunder! Laß durch eine allgemeine Pest das ganz arge Menschengesindel zugrundegehen!‘ — Aber bedenket, daß Ich dann umsonst gearbeitet hätte! — Wir müssen vielmehr größte Geduld üben und sogar verkehrtesten Handlungen mit derselben Ruhe betrachten wie die guten und gerechten! Denn die erste Hauptbedingung zur Gestaltung freier Menschen ist, daß sie in der Trennung von Mir ihrer selbst bewußt werde und aus sich selbst heraus zu handeln anfangen — ob gut oder schlecht, ob gesetzlich oder ungesetzlich, das muß für den Anfang eines jeden werdenden Menschen völlig eins sein!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 8-9]

 

Jesus zu einer gutwilligen Seele im Jenseits: „Du verlangtest Gutes — und verlangtest Mich selbst und siehe, so steht nun vor dir wahr und lebendig, was du in deinem Herzen wolltest! — Von nun an wird dir Mein besonderer Wille kundgetan werden. Wirst du diesen zu deinem eigenen machen, so wirst du leben ein wahres, seligstes Leben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 130, 8]

 

Jesus: „Jeder Mensch trägt gewisse Schwächen in sich, welche die gewöhnlichen Fesseln des Geistes sind, durch die er wie in einer festen Hülse eingeschlossen ist. Die Fesseln aber können erst dann gesprengt werden, wenn die mit dem Fleisch verbundene Seele sich durch die gerechte Selbstverleugnung so gestärkt hat, daß sie fest genug ist, den freien Geist zu fassen und zu halten. Aus diesem Grunde kann der Mensch auch nur durch allerlei Versuchungen seine Schwächen gewahren und erfahren, wie und worin sein Geist geknebelt ist. Wenn er dann gerade in diesen Punkten sich in seiner Seele selbst verleugnet, so löst er dadurch dem Geiste die Fesseln und bindet damit die Seele. — Ist in der notwendigen Zeit die Seele mit allen den ehemaligen Geistesbanden gefestet, so geht dann der entfesselte Geist in die stark gewordene Seele über, und diese gelangt dadurch in alle himmlische Machtvollkommenheit des Geistes und wird für ewig vollkommen eins mit ihm.“

[Jug. Kap. 298, 8-15]

 

Jesus zu dem Mägdlein Jarah: „Höre, Meine liebe Jarah, Ich sehe wohl in dein Herz und lese darin, wie sehr du Mich liebst, und kenne auch deine Treue; aber du bist nun noch ein Kind. Bis jetzt warst du unter dem Schutze Meiner Engel, und die bösen Geister der Welt konnten sich dir nicht nahen. Wenn aber deine Jahre reifer werden, dann wirst du aus eigener Kraft der argen Welt und ihren Gelüsten widerstehen müssen, um dadurch nach Meiner für alle Wesen gestellten unwandelbaren Ordnung aus dir selbst den festen Boden zu gewinnen, auf dem du dich Mir im Geiste und in aller Wahrheit wirst nahen können. Die Welt hat eine starke Macht über den Menschen, weil sie zum größten Teil von der Hölle beherrscht wird, und die Seele muß mit ihrem Fleisch und Blut manch harten Kampf bestehen, um nicht von der Welt verschlungen zu werden. — Wenn aber solche Kampfzeit über dich kommen wird, dann gedenke in deinem Herzen Meiner und alles dessen, was du von Mir gehört und gesehen hast, und der Sieg über die Welt wird dir ein leichter werden!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 137, 13-14]

 

Jesus: „Warum ist denn die langsame, stufenweise Entwicklung eines Menschen vom Embryo im Mutterleibe bis zum erwachsenen, erfahrenen Manne nötig, wenn Gott doch mit Seiner Allmacht sogleich völlig weise und kräftige Menschen herstellen könnte? — Ja, das kann Gott allerdings, aber was wären solche Menschen? Ich sage es euch: Nichts als Maschinen, die nie einen eigenen freien Willen, ein eigenes Selbstbewußtsein und nie ein selbständiges, freies Denken, Fühlen und Handeln haben könnten, sondern Gottes allmächtiger Wille müßte sie in jedem Augenblick aus sich neu beleben, in ihnen denken, wollen und ihre Glieder zur Tätigkeit anregen. — Daher ward von Gott von Ewigkeit her eine Ordnung gestellt, derzufolge die aus Gott hinausgestellten Ideen sich selbst immer mehr von Gott lösen, endlich sich als ein von Gott getrenntes Sein und Leben finden und erkennen müssen und nach ihren eigenen Gedanken frei wollend und frei tätig zu werden haben, auf daß sie dadurch als völlig lebensgefestet dann durch äußere Lehre zur Lebensvollendung wie auf eigenem Grund und Boden gebrach werden können. Dazu aber bedarf es einer sehr langen Zeit, die von Gott aus wohl berechnet und in viele Abschnitte eingeteilt ist, in denen dies und jenes fortschreitend vorgenommen werden kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 63, 4-11]

 

Jesus: „Es ist dem Menschen schon auf dieser Erde — etwa als hoher Amtsinhaber — die höchste Seligkeit von seinem freien Willen Gebrauch zu machen. Wieviel größer aber ist jene Seligkeit, die aus der Einigung des Menschenwillens mit dem Willen Gottes für die ganze Unendlichkeit und Ewigkeit hervorgeht! Aber bevor dies erfolgen kann, ist eine ernstliche Grund- und Hauptbildung des menschlichen Willens durch alle Lebensstadien erforderlich, sonst wäre es höchst gefährlich, des Menschen freien Willen mit großer Machtvollkommenheit auszustatten. Der Mensch muß belehrt und so geführt werden, daß er sich freiwillig auf die Wege des Lichts begibt und sich auf ihnen so lange in aller Liebe und Selbstverleugnung übt, bis er das rechte Ziel durch seine eigene Tätigkeit und Selbstbestimmun erreicht.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 78, 4-7]

 

Jesus: „Alle Geschöpfe bestehen unter Meinen Mußgesetzen, auch der Mensch seinem Leibe nach, — nur des Menschen Seele und Geist nicht, d.h. was da betriff den Willen und das freie Erkennen. Die Form und die Lebenseinrichtung der Seele in allen ihren Teilen ist natürlich auch ein Mußwerk, von Mir ausgehend, doch nur so, daß sie durch den freien Willen im Menschen entweder sehr veredelt und befestigt oder auch sehr verunstaltet und geschwächt werden kann.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 121, 4]

 

Der Herr: „Wer als Sünder nicht reumütig zu Mir kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirn geschrieben; denn Ich halte niemanden wider seinen freien Willen und ziehe niemanden wider solchen Willen! Alles aber, was Ich, der Allmächtige, tue, ist, daß Ich Meine Kinder rufe, zu Mir zu kommen, als ein ewiger, wahrer Vater! Wohl denen, die den Ruf nicht überhören und, so sie ihn hören, sich danach kehren!“

[H. Bd. 3, Kap. 355, 4-5]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Wenn es für die werdenden Menschen dieser Erde gut und zu ihrem Seelenheile notwendig wäre, so wären wir auch beständig sichtbar unter ihnen; da aber das nicht der Fall ist, so dürfen wir die Menschen nur ungesehen leiten, auf daß ihr freier Wille keine Nötigung erleide.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 3]

 

Abedam-Jehova zu den Kindern der Höhe: „Wenn Ich stets sichtbar bei euch bliebe, so könnte niemand zum wahren, selbständigen, freiesten Leben gelangen, weil schon die Sünde die Welt in harte Knechtschaft nahm und eben darum Zwang und Nötigung auf der Erde ohnehin in Fülle vorhanden sind. Würde nun Ich als die allerhöchste Urmacht beständig sichtbar unter euch verweilen, so hättet ihr eine weitere Nötigung auf der Erde, sodaß sich niemand auch nur im geringsten frei bewegen könnte. — Wenn Ich jedoch fremd bleibe euren Augen, aber — so es jemand ernstlich will — desto bekannter und vertrauter seinem Herzen, da ist dennoch jeder vollkommen frei. Er kann die Knechtschaft der Sünde verachten, mit Füßen treten und sich zu Mir wenden, Mich in der Liebe seines Herzens suchen und frei erfassen, wo er dann sogleich nach dem Maße seiner Liebe von Mir aufgenommen und nach seinem Liebewillen behalten und erhalten wird, welches alles dann erst die Gewinnung des ewigen Lebens ist!“

[H. Bd. 1, Kap. 185, 33-34]

 

Jesus, der Herr, zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „So plötzlich, wie Ich den Meeressturm bändigte, geht es mit der geistigen Hilfe für die blinde Menschheit nicht; denn bei der Stillung des Sturmes hatte Ich nur mit Geistern und Kräften zu tun, die noch lange keinen eigenen freien Willen haben und Mir sonach unbedingt gehorchen müssen. Jeder Mensch aber hat einen freien Willen, demnach er tun kann, was er will, und sein Gehorchen ist darum ein bedingtes. Gott selbst kann und darf den Menschen mit Seiner Allmacht niemals zwingen, sondern kann ihn nur in solche Lagen führen, durch die er zu einer reineren Erkenntnis auf dem Wege der Erfahrung wie aus sich selbst gelangt und dann seinen Willen durch seinen eigenen Verstand leiten kann.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 214, 7-8]

 

Jesus, der Herr, zu einem römischen Ratsherrn, der eine schnelle, durch Wunder bekräftigte Belehrung der Völker wünscht: „Gott hat die Menschen nicht zu Spielpuppen, sondern zu Ihm völlig ähnlichen Ebenbildern erschaffen, die Er nicht als Geschöpfe Seiner allmächtigen Laune, sondern als wahre Kinder Seiner ewigen Vaterliebe aus sich ins Dasein gestellt und mit der Ihm ähnlichen schöpferischen Eigenschaft begabt hat, sich ganz frei aus der eigenen Lebenskraft nach dem eigenen freiesten Willen zur völligen Gottähnlichkeit heranzubilden. Und siehe, daher geht es bei der Bildung der Menschen nicht an, daß man ihren freiesten Willen durch ein göttliches Muß hemme!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 215, 8]

 

Jesus: „Ich sehe, wenn Ich ein Volk drei- bis siebenmal ermahnt habe, nicht mehr darauf, was es will und tut; das Volk oder auch jeder Mensch für sich kann dann wollen und tun, was ihm beliebt, und Ich nehme von nichts Kenntnis bis entweder zu seiner Besserung oder bis zu seinem Sündenvollmaße. Wie dann das Volk oder ein Mensch will und handelt, so wird es ihm auch werden. Denn Ich habe es auf der Erde so eingerichtet, daß auf jede Handlungsweise der Menschen der sichere Erfolg von selbst kommen muß!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 99, 17]

 

Der Evangelist Markus: „Die Erde ist ein Ort der Prüfung des freien Willens, und da ist denn auch alles frei: Guter Sinn und Unsinn, Satan und Engel! Denn damit der Wille des Menschen in seiner Freiheit sich üben kann, so müssen auf einem Weltkörper auch allerlei Reizungen vorhanden sein, welche unablässig dahin wirken, den Menschen von der Wahrheit abzuziehen und ihn ins Falsche zu leiten, wodurch dann jeder Mensch einen ständigen Kampf zu bestehen hat, durch welchen die Lebenskraft geübt wird und die Freiheit des Willens eine bestimmte Richtung annehme muß.“

[GS. Bd. 1, Kap. 84, 6-7]

 

Der Herr: „Hat eure Liebe Mich erfaßt, der Ich das freieste Leben selbst bin, so hat sie dadurch auch die höchste Freiheit erfaßt und hat sich frei gemacht durch die allergrößte Freiheit Meines ewigen, allein wahren Lebens!“

[Hi. Bd. 1, S. 207, 22]

 

Der Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, Ich gebiete nicht und sage nicht: ‚Also tue!‘ — Willst du aber frei sein, so mache dir aus Meinem Rate selbst ein Gebot!“

[Hi. Bd. 2, S. 54, 6]

 

Jesus zu Lazarus von Bethanien: „Soll der Mensch zur vollen Gottähnlichkeit gelangen, dann muß sein Wille so völlig frei gestellt sein, daß er sich — verkehrten Sinnes — sogar an seinem Gott und Schöpfer vergreifen kann. Hätte der Mensch nicht die Fähigkeit, ein Erzteufel zu werden, so könnte er auch nie zur vollen Gottähnlichkeit gelangen! Der Mensch hat also den freiesten Willen, den er durch die gegebenen Gesetze in sich erkennt. Was wäre aber der freie Wille ohne den Reiz, die Gesetze zu übertreten, wie und wann der Mensch es will!? Ohne solchen Reiz wäre der Mensch nur ein Tier, das stets so handeln muß, wie das ihm gegebene Mußgesetz es antreibt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 169, 6-9]

 

Jesus: „Gott gab dem Menschen den freien Willen, damit er frei aus sich tätig sein kann; Gott gab dem Menschen aber auch die Vernunft und den Verstand, damit er die Ratschläge und Gesetze Gottes begreifen und verstehen kann, und dazu auch die Kraft, danach zu handeln. Wenn ein Mensch sich dennoch aus freiem Willen von der Welt beherrschen läßt und den Rat Gottes nicht beachtet, ist er da nicht selbst daran schuld, wenn er von einem Elend ins andere fällt?!

[Ev. Bd. 6, Kap. 221,7]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola, der eine völlige Vernichtung arger Seelen für geraten hält: „Alle Seelen, gute und, böse, sind aus Mir, und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also auch die böseste Seele nicht, sondern jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 240, 10]

 

Jesus: „Eine Menschenseele kann niemals ihr Dasein völlig verlieren, aber sie kann höchst unglücklich und unselig werden durch ihren eigenen, freien Willen und kann, wenn sie es ernstlich will, durch ihren eigenen freien Willen auch wieder glücklich und völlig selig werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 17, 7]

 

Jesus zeigt die Nutzlosigkeit einer gewaltsamen Wesensänderung durch Gottes Allmacht am Beispiel eines Raubmörders und fährt fort: „Ein solcher Mensch kann gebessert werden, und das zunächst durch den höchst schlimmen Zustand, in den er sich selbst durch seine böse Liebe versetzt hat. Denn des Menschen Seele fängt erst dann an, über den Grund ihres argen und unglückseligen Zustandes nachzudenken, wenn sie sich im selbstverschuldeten schweren Gericht befindet. Beginnt die Seele den Grund zu erkennen, dann wird sie auch bald den Wunsch in sich wahrnehmen, ihres argen Zustandes loszuwerden und sinnt auf Mittel und Wege, wie sie aus dem harten Gericht kommen könnte. Hat die Seele solchen Willen in sich, so ist sie schon fähig, ein Licht in sich aufzunehmen, das ihr von oben her durch geeignete Mittel geboten wird. Ergreift die Seele diese Mittel, so fängt ihre ehedem böse Liebe an, sich in eine bessere umzugestalten. Es wird lichter in ihr, und sie geht von Stufe zu Stufe zu einer höheren Lebensvollendung über.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 52, 8-11]

 

Ein erleuchteter Oberägypter zu einigen Pharisäern: „Der Herr will auch dem Tempel keinen Zwang antun und läßt ihn frei walten; wenn aber der Tempel von seiner Bosheit nicht läßt, so wird er samt seinem Anhang dem Gericht und dem Untergang überlassen. Das merket euch wohl und schreibet es euch hinter die Ohren! Denn Gott, der ist, war und ewig sein wird, läßt mit sich nicht scherzen, da Er selbst in Seinem höchsten göttlichen Ernst die Menschen für eine wahre ewige Seligkeit bestimmt hat.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 147, 8]

 

Der Herr: „Wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig. Es muß aber auch so sein; denn sonst wäre keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polen denkbar.“

[Ed. Kap. 39, 13]

 

Jesus zu dem Jünger Andreas, der den Judas aus der Gesellschaft des Herrn entfernt sehen will: „Ihr habt gesehen, daß Ich sogar den Teufeln nach ihrem Willen gestattete, in die Säue zu fahren, und so gestatte Ich auch diesem Menschen (Judas), der unter euch auch ein Teufel ist, zu bleiben oder zu gehen. Denn von Mir aus ist jeder Mensch und Geist, gleich ob er ein Engel oder ein Teufel werden will, vollkommen frei.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 75, 4-5]

 

Jesus: „Wenn Ich die Menschen ihrer großen Bosheit wegen züchtige, so muß die Züchtigung so gestellt sein, daß sie soviel wie möglich als eine natürliche Folge der Böswilligkeit erscheint, damit durch sie die Freiheit des Geistes und der Seele nicht untergraben wird.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 7]

 

Auf Satans Fangfrage: ‚Hat der eine, gute Gott aus sich heraus wohl Gutes und Böses erschaffen können?‘ erwidert der Apostel Johannes: „Da Gott allein der Schöpfer aller Dinge ist, da es außer Ihm keinen Gott gibt, ist es auch klar, daß alles, was aus Seiner Hand hervorging nur gut sein konnte. Alle Geister gingen von ihm aus so rein und gut, wie Er es selbst ist; aber da Er den Geistern die volle Freiheit des Willens gab, derzufolge sie alles tun konnten, was sie wollten, und da Er, um sie den Gebrauch dieser Gabe zu lehren, ihnen mit dem freiesten Willen auch durch Ihn selbst geheiligte Gesetze gab, konnten sie diese entweder beachten oder nicht. — Und siehe, alle beachteten diese Gesetze Gottes bis auf einen; dieser Eine, mit dem hellsten Erkenntnislichte begabt, verschmähte die Gesetze Gottes aus seinem freien Willen heraus. Dieser Geist verkehrte sonach in sich die göttliche Ordnung durch seinen freien, ihm von Gott eingehauchten Willen. Auf diese Weise ist er widerordentlich geworden, also durch sich selbst böse, und mußte sich sodann von der Gesellschaft der reinen Geister entfernen auf so lange, bis er freiwillig umkehren wird in jene Ordnung, die der Herr allen Geistern gleich gegeben hat, nämlich die Ordnung der Liebe. — Gott und uns himmlischen Geistern gegenüber aber kannst du als der widerordentlich gewordene Geist unmöglich böse sein, da du uns ewig nie schaden kannst. Böse und schlecht bist du nur gegen dich selbst, weil du dir nur schadest, solange du in deiner Widerordnung verharrst. — — — Du hast mich fangen wollen, da du meintest, ich werde genötigt sein zu sagen, daß Gott auch Böses erschaffen habe, weil du als ein böser Geist auch ein Geschöpf Gottes bist. — Gott wäre dann unvollkommen, wenn Er den geschaffenen Geistern nur einen gerichteten und keinen freien Willen eingehaucht hätte, wovon aber du selbst (Satan) den mächtigsten Gegenbeweis lieferst. Denn wie ungeheuer frei und vollkommen Gott alle Geister, also auch dich, erschaffen hat, ist ja eben daraus am hellsten zu ersehen, daß du, obschon dem Äußeren nach hart gerichtet, doch dich dem Schöpfer trotzigst entgegenstemmen kannst, solange du es nur willst, — aber auch ebensogut wie wir alle vollkommen frei nach dem Willen des Herrn handeln kannst!“

[BM. Kap. 198, 4, 7-12 und 14]

 

Jesus: „Wenn der Mensch wider den erkannten Willen Gottes Böses tut, so ist die Tat des Menschen völlig eigenes Werk; denn da hat der Mensch seinen eigenen freien Willen nicht dem erkannten Willen Gottes untergeordnet, sondern ihm widerstrebt, und es kann von ihm füglich gesagt werden, daß seine bösen Taten völlig sein eigen sind!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 19, 5]

 

08.02. »Adams Fall« und die »Erbsünde«

 

Der Herr zu Adam auf dessen Bitte, ihn, den müden, 930 Jahre alten Greis, in derselben geistigen Weise wie Sehel, Zuriel und Pura von der Erde abzurufen: „Adam, Ich will dein Gebet erhören und dich von der Erde nehmen! Aber also wie die drei von dir Genannten kannst du die Erde nicht verlassen, da du gesündigt hast in deinem Fleische. Daher soll dein Leib der Erde wiedergegeben werden, von der er genommen ward, auf daß der Schlange von dir ihr Teil werde! Aber deine Seele mit dem Geiste aus Mir will Ich von deinem Leibe lösen und sie führen auf den gerechten Ort, an dem du Meine Erbarmungen schauen sollst in aller Ruhe deines Herzens. Einen Engel werde Ich zu dir senden, der dich vom Leibe erlösen wird! Wie aber du das Zeitliche verlassen wirst, also werden es alle verlassen müssen, die in ihrem Leibe gesündigt haben. Denn wie durch dich gekommen ist die Sünde in die Welt der Kinder aus dir, so soll auch kommen der Tod des Fleisches!“

[H. Bd. 3, Kap. 115, 11-17]

 

Der Herr schildert sinnbildlich die starke, listige Versuchung des ersten Menschenpaares durch die Schlange, sowie den Sündenfall durch vorzeitige Stillung ihrer von Gott ungesegneten wollüstigen Begierde und ihre nachfolgende bittere Reue.

[H. Bd. 1, Kap. 8, 2-12, Kap. 9, 1-7]

 

Der Herr schildert den zweiten Sündenfall Adams, der durch seine zunehmende Weltfreude und sein Vergessen der Liebe zu Jehova verursacht wurde. Adam bereitet aus dem Saft einer ungesegneten Frucht ein berauschendes Getränk, läßt die Seinen alle, bis auf Ahbel, davon trinken und verführt sie zu grober Unzucht.

[H. Bd. 1, Kap. 13, 1-14]

 

Der Herr berichtet: Adam verliert durch den zweiten Sündenfall seine große Macht über die Naturwelt und sein Verstehen ihrer Stimmen und wird mit den Seinen aus dem Paradiese verstoßen. Der schuldlose Ahbel wird vom Engel des Herrn zum brüderlichen Führer der Vertriebenen bestimmt.

[H. Bd. 1, Kap. 13, 15-30, Kap. 14, 9-12]

 

Jesus belehrt die Seinen über den Unterschied zwischen dem Fall der urgeschaffenen Geister und dem Fall Adams hinsichtlich der Willensfreiheit.

[Ev. Bd. 2, Kap. 224, 2-3]

 

Jesus gibt den Seinen eine tief geistige Erklärung der Erbsünde als in den Nachkommen fortwirkende Folge der ersten Gebotsübertretung Adams.

[Ev. Bd. 2, Kap. 224, 5-8]

 

Jesus: Adams, Henochs und anderer Urväter Heilung von der Erbsünde konnte den Rückfall ihrer Nachkommen in die Erbsünde nicht verhüten.

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 3]

 

Jesus: Schmerzhafte Geburten und schweres, qualvolle Sterben sind üble Folgen der Erbsünde.

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 4-5]

 

Endgültige Heilung der Erbsündenfolgen ist nur möglich durch den göttlichen Vater in Jesus.

[Ev. Bd. 2, Kap. 225, 3-4]

 

Jesus: „Die vielfache Sorge um das Fleisch ist bei Adam und allen seinen Nachkommen die sogenannte Erbsünde.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 10]

 

Adams Fall ließ den Sündenkeim zum Baum wachsen. Sein Gehorsam hätte den Sündenfall vermieden.

[Ev. Bd. 10, Kap. 75, 6 ff]

 

Jesus erläutert einem Schriftgelehrten den geistigen Sinn des Sündenfalles und des Buches Hiob.

[Ev. Bd. 8, Kap. 34, 13-20]

 

08.03. Die Sünden und ihre Folgen

 

Jesus in der großen Morgenrede im Tempel zum Volk: „So ihr bleiben werdet an Meiner Rede, wird die darin liegende Wahrheit euch frei machen!“ Der ungläubige Teil der Juden erwidert: „Wir sind Abrahams Samen und nie jemandes Knechte gewesen! Wie sollen wir denn als freie Herren und Bürger noch freier werden?!“ Darauf Jesus: „Wahrlich, Ich sage euch: Wer da Sünde tut, der ist der Sünde Knecht! Der Knecht aber ist kein Freier, da er stets den Gelüsten und Leidenschaften seines Fleisches gehorchen muß. So aber nun Ich als der wahre Sohn Gottes euch frei mache, so seid ihr denn auch wahrhaft frei! — Ich weiß es wohl, daß ihr Nachkommen Abrahams seid, — Ich bin es dem Leibe nach ja auch! Doch davon rede Ich nicht, sondern von dem inneren Lebensverhältnis, und demnach waret ihr allezeit Knechte eurer Leidenschaften und ließet euch von ihnen beherrschen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 199, 2-6]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Du mußt die Fähigkeit des Menschen zu sündigen nicht zu niedrig und nicht als lediglich verbrecherisch anschlagen; denn ohne die Fähigkeit, den gegebenen Ordnungs-Gesetzen zuwiderzuhandeln, wäre der Mensch kein wahrer Mensch, sondern ein willengebundenes Tier.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 28, 13-14]

 

Jesus zu reuigen Tempelpriestern: „Die Sünde ist des Menschen eigenes Werk, weil sie hervorgeht aus seinem Fleische und aus dem Willen seiner Seele.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 10, 14]

 

Jesus: „Wenn der Mensch wider den erkannten Willen Gottes Böses tut, so ist die Tat des Menschen völlig eigenes Werk; denn da hat der Mensch seinen freien Willen nicht dem erkannten Willen Gottes untergeordnet, sondern ihm widerstrebt, und es kann füglich gesagt werden, daß des Menschen böse Tat völlig sein eigen ist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 19, 5]

 

Das Jesuskindlein zu dem Fischer Jonatha, der sich für sehr sündig hält: „Eines jeden Menschen Fleisch ist eine Sünde in sich, darum muß es auch sterben. — Sogar das Fleisch Meines Leibes ist unter der Sünde Sold und wird darum auch gleich dem deinigen sterben müssen. Aber diese Sünde ist ja keine freiwillige, sondern nur eine gerichtete und steht für deinen freien Geist in keiner Rechnung. Darum wird dein Wert nicht nach deinem Fleische, sondern lediglich nach deiner freien Liebe bestimmt.“

[Jug. Kap. 219, 13-16]

 

Der Herr: „Sünde ist, die Wege der göttlichen Ordnung — soweit sie geoffenbart sind — erkennen und dann dem guten, inneren Urteil freiwillig zuwiderhandeln.“

[H. Bd. 2, Kap. 151, 20]

 

Der Jünger Johannes enthüllt und verwirft den Sklavenhandel des Zorel als schweres Verbrechen gegen die Nächstenliebe.

[Ev. Bd. 4, Kap. 64]

 

Jesus zu einem nach Wahrheit suchenden Zöllner: „Daß ihr Zöllner den Tempel nicht besuchtet, wäre eure größte Sünde nicht, aber ihr bedrücktet oft zu sehr die Armen, die euer Zollhaus passieren mußten, und habt auch oft denen, die für euch arbeiteten, den Gesindelohn vorenthalten! Seht, das ist wahrhaft Sünde, und wer sie tut, kommt nicht in den Himmel, sondern ins Gericht und in den Tod!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 206, 7-8]

 

Jesus: „Eine Wahrheit notfalls zu verhüllen, ist keine Sünde, aber eine offenbare Lüge oder einen Betrug in das Kleid der Wahrheit stecken, das ist Sünde und von Mir für ewig verworfen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 139, 8]

 

Der Gottesbote Kisehel zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch: „Nur eines kann dein Herz und deinen Geist von dem Druck deiner Sünden frei machen, und dieses Eine ist die Wahrheit. Diese muß du suchen in allem, so wird ihr Feuer den Unflat in dir verzehren und du wirst dann freien Geistes einhergehen und in diesem freien Geiste erst völlig erkennen, was eigentlich die Sünde ist, und wie es dem Herrn ein leichtes ist, dich endlich aller deiner Sünden zu entheben!“

[H. Bd. 2, Kap. 196, 17]

 

Der Evangelist Markus auf die Frage lichtsuchender Seelen: ‚Warum wird die Sünde wider den Heiligen Geist nicht vergeben?‘ „Wer da kämpft gegen die göttliche Liebe, den wird die göttliche Liebe ergreifen und ihn zurechtbringen, und wer da kämpfet wider die göttliche Weisheit, dem wird die göttliche Weisheit dasselbe tun. Sagt mir aber, welcher Tor möchte gegen die unendliche Macht und Kraft Gottes sich im Ernste auflehnen, was kann wohl dessen Los sein, als daß ihn die göttliche unendliche Kraft ergreife und ihn verwehe hinaus in die Unendlichkeit!“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 24]

 

Robert Blum im Jenseits zu einem hartnäckigen Sünder: „So gut sonst unser Herr Jesus-Jehova-Zebaoth ist gegen die, welche sich reuigen Herzens Ihm nahen, ebenso unerbittlich streng ist Er gegen jene, die Seine Güte, Langmut, Geduld und Liebe zu lange und schmählich auf die Probe stellen! — Noch ist Er gut und wartet auf dich! Aber diese Seine Geduld dürfte von keiner langen Dauer mehr sein! Ist Seine Geduld mit einem Sünder aber zu Ende, dann kommt der alte biblische Mahnspruch in Anwendung: ‚Erschreckend ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!‘.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 98, 5-6]

 

Ein erleuchteter Geist im Jenseits: „Sünde ist, was ein Mensch tut wider die Stimme seines Gewissens; denn das Gewissen ist Gottes Stimme im Menschen!“

[BM. Kap. 115, 5]

 

Jesus zu einer Schar Geheilter: „Behaftet Mich fortan in euren Herzen durch die Liebe zu Gott und zu euren Nächsten, dann wird Meine Gnade auch bei euch verbleiben! Solltet ihr aber in der Liebe schwach oder gar lau und kalt werden, so wird auch Meine Liebe schwach, lau und kalt. — Hütet euch vor Fraß und Völlerei; denn dadurch wird die Liebe zu Gott vermindert und die Welt- und Selbstliebe, mit ihr das Gericht der Materie, gestärkt. Also hütet euch auch vor der Unkeuschheit; denn Unzüchtige und Ehebrecher werden in Mein Lebensreich nicht eingehen! — Die ihr nun von euren Leibesübeln geheilt wurdet, zu euch sage Ich, daß ihr euch hinfort zu keiner Sünde mehr verleiten lasset; denn dann würdet ihr in noch größere Übel verfallen! Hütet euch aber auch vor dem Müßiggange; denn der ist die Wurzel von allen Lastern der Menschen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 215, 5-8]

 

Jesus: „Lasset den Ärger von eurer Seele, denn dieser verunreinigt des Menschen Herz.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 124, 9]

 

Jesus: Die üblen Folgen einer ordnungswidrigen Bergentwaldung werden die Menschen gar bald bitter verspüren, da die ihrer Wohn- und Tätigkeitsstätten beraubten Naturgeister durch ihre Unruhe, ihren Hunger und Durst verheerende Stürme, Trockenheit und andere Naturkatastrophen verursachen.

[Ev. Bd. 5, Kap. 109, 1]

 

Jesus: „Viele Menschen, die keinen Glauben haben, helfen sich selbst und machen sich auf Kosten der anderen ihre Lebensbürde so leicht wie möglich. Diese brauchen von uns wahrlich keine Hilfe! Wer einmal des Satans sein will, der sei es; denn einem Selbstwollenden geschieht kein Unrecht!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 169, 9]

 

Leichtfertige Zweifel an der Wahrheit göttlicher 0ffenbarungen entfesseln alle argen, höllischen Leidenschaft im Menschen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 11, 2-3]

 

Jesus: „Ehrsucht und Hochmut erzeugen Mißmut, Verachtung, Groll, Zorn, Rache und am Ende Krieg und sein böses Gefolge. Der Hochmütige und Ehrgierige ist stets voll Selbstsucht und Habgier; und weil er alle nur für sich zur Erhöhung seiner Weltehre gewinnen will, so ist davon die traurige Folge, daß Tausende um ihn in Armut und Not leben. — Die übergroße Zahl der Armen und Gedrückten wird sich aber endlich erheben und ihren hochmütigen Bedrückern den Garaus machen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 51, 2 und 3]

 

Jesus: „Alle Naturkatastrophen sind Folgen von gottordnungswidrigen Handlungen der Menschen. Die Erdenmenschheit brauchte nur fünfzig Jahre lang in der Natur- und Gottesordnung zu leben, so hätte sie keinerlei Unbill zu erleiden. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 144, 1-3]

 

Hartherzigen Schriftgelehrten, die sich darüber beklagen, von Gott keine Glaubenshilfe zu haben, erwidert Jesus: „Ihr habt euch schon lange kein Gewissen daraus gemacht, die Menschen zu eurem Weltvorteil zu belügen und zu betrügen. Ihr hattet deshalb in euren Herzen keine Lebenswahrheit mehr und darin liegt der Grund, aus dem ihr Mich nicht erkennen und an Mich nicht glauben könnt. Denn wo keine Wahrheit und kein Leben ist, da kann sich auch keine noch so helle Wahrheit mit ihrem Leben eine Aufnahme und bleibende Wohnung verschaffen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 77, 5-6]

 

Jesus: „Es gibt bei den jungen Frauen eine oft auftauchende Unart, und diese heißt Eitelkeit, welche ein Samenkorn des Hochmuts ist. Läßt ein junges Weib solches in sich aufschießen, so hat es schon seine himmlische Weiblichkeit verwirkt und sich der Gestalt des Satans sehr genaht. Ein eitles Weib ist kaum des Auslachens wert, ein stolzes, hochmütiges Weib aber ist ein Aas unter den Menschen und wird darum von jedermann verachtet. Daher, ihr Frauen, seid weder eitel und noch weniger je stolz und hochmütig, so werdet ihr unter vielen glänzen wie die Sterne am hohen Himmel!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 10, 12-13]

 

Henoch, der erste Hohepriester der Urzeit, zu einem Furchtsamen: „Fürchtest du dich vor Gott, so wird dir die Furcht bleiben zur Untergrabung deiner Liebe zu Gott, und der Vater wird sich, deine Schwachheit schonend, dir nicht zu zeigen vermögen. Glaube mir, mein Bruder Kisehel, nicht der Herr straft den Ungerechten, sondern solches tut der Ungerechte selbst; denn seine Tat hat sein Herz erfüllt mit großer Furcht vor Gott, und die Furcht ist dann der Schöpfer des Gerichtes und der Strafe im eigenen Herzen. Mit dem Herzen, mit dem sich jemand durch seine mächtige Liebe zum Vater das ewige himmlische Leben bereiten kann, mit demselben Herzen kann er auch der Schöpfer seines eigenen Todeskerkers sein!“

[H. Bd. 2, Kap. 276, 11-13]

 

Der Evangelist Johannes: „Jede Handlung hat eine von Gott bestimmte Folge. Diese Folge ist das unabänderliche Gericht; denn so ist es vom Herrn gestellt, daß sich jede Handlung am Ende selbst richtet.“

[GS. Bd. 2, Kap. 106, 8]

 

Von der menschlichen Rangsucht, ihren schädlichen Folgen und von ihrer wirksamen Bekämpfung.

[Ed. Kap. 63]

 

Jesus zu einer Schar gadarenischer Juden und Griechen, die Er von den Folgen arger Unzuchtslaster geheilt hat und die Ihm mit lautem, aufdringlichem Lobgeschrei danken wollen: „Ein Lob und Dank der Lippen hat keinen Wert bei Mir! Wer sich Mir nahen will, der nahe sich Mir mit seinem Herzen, so werde Ich ihn ansehen. Doch solches kennet ihr nicht. Darum begebet euch nach Hause! — Hütet euch aber vor Unzucht und Völlerei, sonst fallet ihr ehest wieder in noch ärgere Krankheiten, als von welchen ihr bisher geplagt waret!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 154, 8]

 

Jesus: „Wo unter den Menschen die Unzucht als eine wahre Seelenpest eingerissen ist, da kann das Evangelium nicht gepredigt werden, da solche Menschen keine aufnahmefähige Außenlebenssphäre mehr besitzen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 231, 1-2]

 

Jesus: Die Sünde der Unzucht ist eine Hauptquelle, aus welcher die ärgsten Krankheiten in die Welt kommen. — Häufige Krankheitsursachen sind auch Völlerei, Zorn und Ärger.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 56, 2-3]

 

Jesus: „Der sinnliche, träge Mensch läßt sich von seinen wachsenden Leidenschaften so fest wie nur möglich umstricken — aber was ist davon die arge Folge? Die Seele, statt sich aus den Banden der Materie auf dem Wege der von Gott ihr angeratenen rechten Tätigkeit loszumachen und am Ende sogar ihr Materielles zu vergeistigen, begibt sich immer tiefer in den Tod ihren Materie.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 193, 3-4]

 

Jesus: „Satan hätte keine Gewalt über des Moses Leib gehabt, wenn Moses in seiner früheren Zeit in seinem Fleische nie eine Sünde begangen hätte. Da er aber auch gesündigt hatte dem Fleische nach, obgleich seine Seele und sein Geist aus den Himmeln stammten, so wollte Satan von dem Seinen an Moses Besitz ergreifen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 178, 15]

 

Mahnung eines einsichtigen, reumütigen Sünders im Jenseits: „O Menschen, die ihr wie ich fleischsüchtig seid, lasset ab von eurer großen, bösen Fleischteufelei! Ihr werdet bald, mir gleich, vor euren Richtern stehen! Diese werden euch euer Herz öffnen, und dieses wird, euch verdammen! Kein Gott, sondern euer eigenes Herz wird euch richten und verdammen, und das mit Recht! Denn ihr selbst habt euch dafür zubereitet!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 98, 12]

 

Jesus im Jenseits: „Salomo war, solange er liebte, auch weise dem wahren Sinne des Wortes nach; als er aber dann seine Liebe auf das Fleisch der Weiber richtete, ward er bald dumm und schwach in Wort und Tat.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 245, 1]

 

Jesus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „So lange du der fleischlichen Weibersucht nicht entsagen wirst, so lange auch wird dir die nähere Anschauung Meiner schönsten Schöpfungswunder verborgen bleiben müssen, weil du sonst darin Meiner leicht vergäßest. Meiner vergessen aber heißt soviel als: das Leben und die himmlische Freiheit verlieren und dafür das Gericht, den Tod und die Hölle anziehen, wovor ein Mensch so lange nicht sicher ist, ehe er nicht völlig aus Meinem Geiste wiedergeboren ist.“

[BM. Kap. 51, 9-10]

 

Der Herr warnt eindringlich vor den Gefahren oberflächlicher, weltlicher Geselligkeit und Unterhaltung.“

[Hi. Bd. , S. 238, 1 ff]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Mit einem eisernen Muß soll niemand von der Sünde abgehalten werden. Denn Mir ist ein Sünder, der frei aus sich Buße tut, lieber als neunundneunzig Gerechte, die der Buße nie bedurften. Damit will Ich aber nicht sagen, daß Mir jeder Sünder lieber ist als ein Gerechter. Es ist hier vielmehr von einem Sünder die Rede, der das Unrecht in sich frei erkennt, sich nach der erkannten Ordnung Gottes neu bestimmt und zu einem Menschen wird, dem keine Schule des Lebens fremd geblieben ist.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 29, 1-2]

 

Jesus: „Wer seine Sünde als Sünde erkennt, sie tatsächlich verabscheut, Gott über alles liebt und seinen Nächsten wie sich selbst, der ist vor Mir kein Sünder mehr.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 218, 4]

 

Auf die Frage des Tempelältesten Nikodemus über das zum Gericht führende Maß des Bösen erwidert Jesus: „Ein Mensch, der sich nie Mühe gibt, die Lebensgesetze Gottes näher kennenzulernen, und der sich von einem Sinnentaumel in den anderen stürzt, vergißt Gott. Sowie er aber des Glaubens an einen Gott bar wird, achtet er auch seine Mitmenschen nicht mehr. Und so macht sich dieser Mensch endlich aller Lebensgesetze ledig, handelt nur nach den Gesetzen seiner argen, bösen Natur und versündigt sich so am ganzen Gesetz Gottes. Dadurch aber hat er auch das Maß des Bösen erfüllt, ist ein Teufel geworden und hat dann in und aus sich das Gericht über sich selbst gebracht.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 53, 3]

 

Der Herr: „Bleibet ihr Menschen in der von Mir, dem Schöpfer, euch vorgezeichneten Ordnung, so wird auch die ganze euch vorangehende Schöpfung in der schönsten Ordnung verbleiben; bleibet ihr aber nicht in dieser Ordnung, sondern bildet und schaffet euch eine andere eigenmächtig, so bin Ich als Schöpfer und euer aller heiliger Vater ja doch gänzlich außer Schuld, wenn die ganze Vorschöpfung hinter euch sich verkehrt in ihrem gerichteten Wirken, euch dann ergreift und in ihr notwendiges Gericht reißt! — Die Liebe zu Mir aber ist der Inbegriff aller Meiner Ordnung. Darum haltet euch allzeit lebendig an diese Liebe, so werdet ihr nimmer in ein Gericht sinken; werdet ihr aber diese verlassen, so werdet ihr dem Gericht die Schleusen öffnen, und dieses wird dann notwendig über euch herfallen und euch begraben!“

[H. Bd. 3, Kap. 13, 7 und 12]

 

Die in den Schulen des jenseitigen Kinderreiches in der geistigen Sonne gereiften Kinderseelen haben an der Hand vollendeter, mächtiger Geister alle Höllengrade zu durchwandern, um Wesen, Grund und Folgen aller Laster gründlichst kennenzulernen.

[GS. Bd. 2, Kap. 106, 3]

 

08.04. Sündenbekenntnis und Sündenvergebung

 

Jesus zu zwei schuldbeladenen, reuigen Pharisäern: „Es ist für euch gut, daß ihr euer Gewissen genau durchforschet und so die ganze Größe eurer Sünden und Laster erschauet. Damit habt ihr euch fürs erste der Sünden entäußert, werdet einen Abscheu vor ihnen bekommen und sie wahrhaft im Herzen bereuen. Dann werdet ihr auch den festen Vorsatz fassen, keine Sünde mehr zu begehen und den lebendigen Wunsch in euch fühlen, jeden Schaden, den ihr jemandem zugefügt habt, nach allen Kräften gutzumachen. Ihr werdet dies zwar nicht vollauf zu tun imstande sein, besonders bei denen, die sich schon jenseits befinden; aber da werde Ich euern festen Willen fürs Werk annehmen und für euch alles gutmachen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 163, 17-18]

 

Jesus: „Die Sündenbekenntnisse vor den Priestern, so wie sie jetzt bestehen, sind schlecht und verwerflich, weil sie die Menschen nicht bessern, sondern in ihren Sünden verharren machen. Aber Ich bin nicht dawider, daß ein schwacher, seelenkranker Mensch in gutem Willen einem stärkeren, seelengesunden Menschen seine Schwächen und Gebrechen treu bekennt, weil dann der gesunde, lichtstarke Mensch ihm aus wahrer Nächstenliebe Mittel an die Hand geben kann, durch die des schwachen Nächsten Seele erstarkt und gesund wird. Auf diese Weise wird ein Mensch dem andern ein rechter Seelenheiland. Aber Ich mache daraus kein Gesetz, sondern gebe euch damit nur einen guten Rat.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 3]

 

Jesu Rat an bekehrte und erleuchtete Essäer: „Ihr könnet als rechte Seelenärzte von jenen Menschen, die bei euch Hilfe suchen, wohl ernstlich verlangen, daß sie euch ihre Sünden und Gebrechen bekennen, auf daß ihr ihnen dann einen rechten Rat fürs fernere Leben und mit dessen genauer Befolgung auch die gewünschte Heilung der Seele und des Leibes verschaffen könnet. Doch auch in diesem Falle seid ihr keine sündenvergebenden Stellvertreter Gottes, sondern nur helfende Brüder und Freunde der an Leib und Seele leidenden Mitmenschen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 194, 7]

 

Auf die Frage einiger Jünger: „Wie kann ein schuldbewußter, reuiger Sünder zum vollen Glauben an die Erhörung seiner Bitten kommen?“ antwortet Jesus: „Ein solcher Sünder soll wissen, daß Ich kein zorniger, rachgieriger, sondern ein geduldiger, liebevollst sanftmütiger Gott bin, wie das schon durch den Mund der Propheten gesagt wurde, und wie Ich nun allen Sündern zurufe: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und mit Sünden beladen seid, Ich will euch erquicken.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 87, 1-3]

 

Auf die Frage des Petrus nach dem Wert der Beschneidung und anderer Reinigungsmittel erklärt Jesus: „Die Beschneidung an sich hat für niemand einen heiligenden Wert. Den Menschen heiligt nichts als der lebendige Glaube und die tätige Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wer aber gesündigt hat gegen Gott und gegen seinen Nächsten, der erkenne wahrhaftig reuig seine Sünden, bitte Gott ernstlich um Vergebung, mache am Nächsten die ihm zugefügten Unbilden gut und sündige fürder nicht mehr, so ist er dann schon völlig gereinigt; denn darum, weil er die Übel gutgemacht hat und keine Sünde mehr begeht, werden ihm selbstverständlich die Sünden nachgelassen. — Wer aber das nicht tut, der bleibt in den Sünden und in ihren argen Folgen auch dann, wenn für ihn tausend Böcke geschlachtet und in den Jordan geworfen würden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 40, 11-16]

 

Der Herr: „Wenn Jakobus aus Meinem Geiste ein gegenseitiges Sündenbekennen empfiehlt, so ist darunter keine (kirchliche) Beichte zu verstehen, sondern nur eine vertrauliche Mitteilung eigener Gebrechen und Schwächen, um dafür von dem stärkeren Bruder ein wirksames Gegenmittel im Geist und in der Wahrheit zu bekommen. Sehet, dazu braucht man keine priesterlichen Weihen, und sogar das Apostelamt ist nur ein brüderliches Lehramt.“

[Ed. Kap. 71, 24]

 

Das Jesuskindlein zu einer um ihre verlorene Weltherrlichkeit trauernden schönen Griechin: „Eudokia, seufze nicht der Welt wegen! Sondern seufze deiner Sünden wegen, so wirst du besser fahren! Denn siehe, Ich bin mehr als Cyrenius und Rom; hast du Mich, dann hast du mehr, als besäßest du die ganze Welt! Willst du aber Mich vollkommen haben, dann mußt du bereuen deine Sünde, derzufolge du unfruchtbar wurdest. Wirst du aber in Liebe zu Mir deine Sünden bereuen, dann erst wirst du nach dem Maße deiner Liebe zu Mir erkennen, wer Ich eigentlich bin. Wenn du Mich aber erkennst, dann wirst du glücklicher sein, als wärest du die Gemahlin des Kaisers!“

[Jug. Kap. 110, 6-12]

 

Auf die Frage einiger Jünger: ‚Sind bei der strengen Buße Sack und Asche notwendig?‘ erwidert Jesus: „Ebensowenig wie es von eurer Seite noch notwendig war, Mich darum zu fragen, da Ich doch hinreichend klar gezeigt habe, worin die wahre und bei Mir allein gültige Buße eines Sünders besteht. Was sollen denn Sack und Asche dem Menschen zur Heilung seiner Seele dienen? Sack und Asche galten bei den Alten nur als Entsprechungsbilder für die äußere und die innere Demut der Seele.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 42, 1-2]

 

Joseph zu Bewohnern von Nazareth, die aus Furcht vor dem Erbeben der Erde, ihrer Sünden gedenkend, ihre Kleider zerreißen wollen: „O Brüder, wenn ihr schon Buße tun wollet, da tut sie lieber in euren Herzen als in euren Kleidern! Denn der Herr sieht weder auf die Farbe des Kleides noch ob es ganz oder zerrissen ist, sondern allein auf das Herz. Denn im Herzen kann stecken Schlechtes, wie arge Gedanken, Begierden, ein schlechter Wille, Unzucht, Hurerei, Ehebruch und dergleichen mehr. Solches schafft aus euren Herzen, so es darinnen ist, da werdet ihr besser tun, als wenn ihr eure Kleider zerreißet und euer Haupt mit Asche bestreuet!“

[Jug. Kap. 270, 5-10]

 

Die im Erdenleben von unnatürlichen fleischlichen Begierden schwer gepeinigte Gräfin Mathilde bekennt im Jenseits vor Jesus: „Mein Geist blieb stets hell und voll der besten Vorsätze, aber diese waren leider zu ohnmächtig, um den Stürmen des Fleisches Widerstand zu leisten. Ich weinte oft über meine Unnatur. Aber das half alles nichts!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 242, 6]

 

Der Evangelist Johannes: „Fürwahr, ein reumütiger Blick zum guten Vater genügt, um der Hölle für alle Ewigkeit zu entrinnen! — Sehet an den Missetäter am Kreuz, er war ein Räuber und Mörder, aber da blickte er zum Herrn empor und sprach in großer, schmerzlicher Zerknirschung seines Herzens: ‚O Herr, wenn Du in Dein Reich kommst und wider uns Missetäter zu Gerichte ziehen wirst, da gedenke meiner und strafe mich nicht zu hart für meine großen Missetaten, die ich verübt habe!‘ Und sehet, der allgütige Richter sprach zu ihm: Wahrlich, heute noch sollst du bei Mir im Paradiese sein!‘

[GS. Bd. 2, Kap. 117, 14-15]

 

Der Evangelist Markus: „Im Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt der Herr deutlichst, welches das allergültigste Mittel ist, um zur Vergebung seiner Sünden zu gelangen, nämlich: die wahre, liebtätige, demütige und liebeerfüllte Umkehr zu Gott, dem besten und allerliebevollsten Vater aller Menschen!“

[GS. Bd. 1, Kap. 84, 23]

 

Der demütige Fischer Jonatha zu dem Jesuskindlein: „Mein Gott und mein Herr! Ich bin ein grober Sünder am Gesetze! “— Das Kindlein erwidert freundlich: „Weißt du, wer ein Sünder ist? — Ich sage dir: Der ist ein Sünder, der keine Liebe hat! — Du aber hast Liebe, und so bist du kein Sünder vor Mir. Denn Ich habe deine Sünden dir vergeben, weil 1 mehr als Moses bin, ein Herr von Ewigkeit!“

[Jug. Kap. 172, 19-22]

 

Jesus zu einem reuigen Schriftgelehrten: „Wenn ein Mensch, der sein Unrecht erkennt und bereut, es unmöglich mehr an seinem Mitmenschen gut machen kann, so bekenne er sein Unrecht reuig und wahr im Herzen vor Gott und bitte Ihn um Vergebung und darum, daß Er, dem alle Dinge möglich sind, an dem Geschädigten den ihm zugefügten Schaden gutmachen möge, so wird Gott solch eine aufrichtige Bitte auch allezeit erhören und dem ernst-gutwilligen Bittsteller die Sünde vergeben, besonders wenn dieser durch Liebewerke an anderen sein Unrecht sühnt. Wer aber auch das nicht mehr könnte, dem soll durch eine rechte Reue und durch seinen wahrhaft guten Willen von Gott aus geholfen sein.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 66, 8-9]

 

Jesus: „Wenn dein Bruder dich beleidigt und dir Übles zufügt, so hast du durch die Liebe in deinem Herzen das Recht, deinem Bruder zu vergeben. Wenn er dann freundlich zu dir kommt, dir dankt für deine Liebe und dir Gutes zu tun ernstlich verspricht, so sind ihm seine an dir begangenen Sünden auch im Himmel vergeben. — Sieht der Bruder sein an dir begangenes Unrecht aber nicht ein und verharrt in seiner Bosheit, da wird wohl deine Liebe und Geduld im Himmel hoch angerechnet, aber dem Bruder werden seine Sünden bleiben, solange er sie nicht erkennt und ablegt.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 194, 4-5]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Hast du das belehrende Engelswort im Herzen und sündigst deinem Außenwesen nach dennoch von Zeit zu Zeit, so ist dein Herz dabei nicht einstimmig und zwingt dich bald zur Erkenntnis der Sünde und zur Reue, und du bist dadurch kein Sünder mehr.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 39, 7]

 

Jesus verlangt vor der Vergebung Widerruf böswilliger Verleumdung.

[Ev. Bd. 1, Kap. 53, 29]

 

Der Herr zu dem tief gedemütigten, reuigen König Lamech von Hanoch: „Lange hast du Meine Ordnung mit Füßen getreten; da du dich aber in der Reue gedemütigt hast vor Mir und deinen Brüdern, so habe Ich alle deine Missetaten von dir hinweggenommen und dir vergeben alle deine Schuld! Darum erhebe dich und mache durch die Liebe zu Mir und deinen Brüdern gut, was du in deiner Abtrünnigkeit Böses getan hast!“

[H. Bd. 2, Kap. 183, 27-28]

 

Der Herr zu dem geläuterten, vor Ehrfurcht bebenden Volk von Hanoch, das vor Ihm seine Sündhaftigkeit bekennt: „Kindlein, stehet auf; denn Ich, euer Gott, Schöpfer und Vater, bin ja nicht zu euch gekommen, um euch zu richten und zu strafen, sondern um euch die rechten Führer zu erwecken, die euch in eurer Schwäche leiten sollen auf den Wegen, welche ins wahre Reich des ewigen Lebens führen! Daher steht auf und fürchtet euch nicht vor Mir, eurem guten Vater, der euch über alles liebt!“

[H. Bd. 3, Kap. 80,4]

 

Der Jünger Empörung über die kniefällige Umarmung der Füße Jesu durch die reuige Maria Magdalena; des Herrn Zurechtweisung der Jünger und Seine gnadenvolle Verheißung an die in reiner Liebe entbrannte Büßerin: „Diese Maid hat viel gesündigt, — aber sie liebt Mich mehr denn ihr alle, darum wird ihr auch vieles vergeben! — Und noch sage Ich euch, daß allenthalben, wo Mein Evangelium gepredigt wird, auch dieses Vorfalles und dieser Maid Erwähnung getan wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 185, 13-14]

 

Auf die Frage der Maria von Magdalon: ‚Herr und Meister, kann auch ich noch selig werden und das ewige Leben ernten? Ich bin eine große Sünderin und Deiner geringsten Gnade unwürdig?!‘ antwortet Jesus: „Bleibe nur in der reinen Liebe und sündige nicht mehr! Das sei deine Sorge. Um alles andere werde schon Ich für dich Sorge tragen! Ich habe dich befreit von den unreinen Geistern und zu dir gesagt: Deine Sünden sind dir vergeben, weil du den Armen viel Liebe erwiesen hast und nun auch Mich liebst über alles. Zu wem Ich aber sage: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!‘, dem sind sie auch wahrhaft vergeben!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 52, 1-2]

 

Jesus über Maria von Magdalon: „Jene Maid hat stet der Armut gedacht, wozu ihr, die als eine irdische Schönheit durch ihren unkeuschen Lebenswandel zu großen Schätzen gekommen war, bedeutende Mittel zu Gebote standen; auch war sie von ihren Eltern aus mit allem reich ausgestattet. Auf jenem Hügel siehst du ein Schloß, genannt Magdalon, dort ist die Maid geboren, und das Schloß mit vielen Ländereien ist nun nach dem Tode ihrer Eltern ihr Eigentum. Sie hätte mehrere Male ehelichen können, aber die Templer hielten sie aus arger Gewinn- und Vergnügungssucht davon ab. Doch als sie Mich kennenlernte und Meine Worte hörte, wurde es anders in ihrem Hause, Verstande und Herzen. Und weil sie die Armen viel geliebt hat, so wurden ihr auch ihre Sünden vergeben.

[Ev. Bd. 8, Kap. 45, 5-7]

 

Joseph zu dem Fischer Jonatha, der sich als Sünder unwürdig fühlt, in des Jesuskindleins Nähe zu verbleiben: „Lieber Freund und Bruder, du weißt ja, was das Hauptgesetz ist; warum willst du denn liebe nach Hause ziehen, als dieses Gesetz lebendig beachten? Liebe den Herrn aus allen deinen Kräften und gedenke nicht beständig deiner Sünden, so wirst dem Herrn angenehmer sein als durch deine beständigen Ausrufe!“

[Jug. Kap. 172, 12-13]

 

Jesus zu einem bekehrten und erleuchteten Herbergswirt zu Kapernaum: „Wohl haben dir deine Jugendsünden manchen Schaden gebracht für Leib und Seele; aber da du das erkannt und dich ganz abgewendet hast von der Sünde, so bin Ich denn auch zu dir in dein Haus gekommen, um dich von allen Übeln zu heilen. Wo aber Ich einmal eingezogen bin, da ist auch volle Vergebung aller Sünden, Licht und ewiges Leben eingezogen. Ich kann dir darum sagen, daß deinem Hause und dir selbst ein großes Heil widerfahren ist.

[Ev. Bd. 6, Kap. 68, 12-13]

 

Jesus: Ich bin wohl ein Feind der Sünde, aber nicht des reuigen Sünders, der demütig zum Guten zurückkehrt.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 18, 4]

 

Jesus, der Herr, entlarvt den diebischen Knecht eines Nachbars in Nazareth, der bereut, alles entwendete Gut zurückgibt, auf Anordnung Jesu von seinem Herrn Verzeihung erlangt und im Dienst behalten wird.

[Ev. Bd. 7, Kap. 229, 13-24]

 

Auf das reumütige Bekenntnis der Tullia, Gemahlin des römischen Statthalters Cyrenius, auf Befehl des Kaisers in Rom einem Götzen geopfert zu haben, erwidert das Jesuskindlein freundlich: „Diese Sünde habe Ich dir schon lange vergeben. Aber du warst Mir um die Liebe des Cyrenius neidisch, siehe, das war grobe Sünde! Doch du hast nun keine Sünde mehr, weil du Mich wieder liebst. Daher sei ruhig und heiter!“

[Jug. Kap. 205, 21-22]

 

Der Herr: „Ein in der Demut und Liebe vollendeter Mensch kann wohl zu seinem reuigen Bruder sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!‘, und sie werden ihm vergeben sein, aber da vergibt nicht der Mensch die Sünden, sondern nur die göttliche Kraft, der es allein möglich ist, die Herzen derjenigen, die gegeneinander gesündigt haben und in Feindschaft geraten sind, auszusöhnen, d.h. die Herzen mit dem göttlichen Feuer zu durchglühen, zu durchleuchten und dadurch zu ersticken Zorn, Hochmut und Neid. Darum kann ein Mensch auch nur zu Gott sagen: ‚Herr, vergib mir meine Sünde!‘.“

[Ed. Kap. 72, 5-6]

 

Robert Blum, nach eindringlichen Belehrungen im Jenseits das wahre Wesen Jesu Christi erkennend: „Nun erst fängt es in mir an — ganz gewaltig zu tagen! O Herr! — O Herr! — O Herr! — Wie kannst Du bei mir verweilen?! — Ich bin doch ein Sünder! — Wohl sagte mir meine starke Liebe zu Dir, daß Du mehr sein mußt, als wofür Dich mein Weltverstand hielt. Nun aber erkenne ich die endlose Kluft zwischen mir und Dir! Und ich kann nichts anderes sagen als: O Du mein großer Herr und Gott! Sei gnädig und barmherzig mir ärmstem, törichtstem Sünder!“ Darauf Jesus: „Liebster Freund und Bruder! Ich sage dir: Deine Sünden sind dir vergeben, weil du dich so gedemütigt hast, daß du deinen Weltverstand gänzlich hintan gabst und dafür den Verstand des Herzens annahmst. Daher soll von nun an von allen deinen irdischen Gebrechen ewig keine Rede mehr sein!

[Rbl. Bd. 1, Kap. 39, 15-16, Kap. 40, 1]

 

Auf das im Jenseits abgelegte, demütige Sündenbekenntnis des Revolutionärs Jellinek erwidert Jesus: „Was sprichst du von deinen Sünden? — Bruder, vor Mir bist du rein, deine Liebe zu Mir bedecket die Menge deiner irdischen Sünden! — Was du aber noch irgend der Welt schuldig warst, — Ich müßte dir ein schlechter Freund sein, wenn Ich dir diese Schuld nicht abnähme und sie an deiner Statt nicht berichtigte! — Also trinke nun, Bruder Jellinek, — auf unsere ewige Freundschaft!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 56, 11]

 

Auf die Frage Jesu: „Was soll der sündigen Erde geschehen? Welche Sühne verlangst du von ihr und ihren Mächtigen, die dich gerichtet haben?“ erwidert der im paradiesischen Lichte geläuterte Robert Blum: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen alle nicht, was sie tun! Aber in ihre Herzen senke Frieden, Demut und Liebe!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 81, 33 und Kap. 82, 1]

 

Jesus im Jenseits zu einer erwachenden Seele: „Wenn du in deinem Herzen in Ordnung bist, dann bist du es auch mit Gott. Und hast du allen deinen Feinden vom innersten Grunde deines Herzens vergeben, so ist dadurch auch deine Schuldtafel vor Gott gereinigt. Und du kannst ganz ruhigen Herzens zu Gott beten: ‚Vater, vergib mir meine Sünden, so wie ich nun allen vergebe, die an mir gesündigt haben!‘ Und der Vater wird dir alles vergeben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 142, 20]

 

Der Apostel Petrus im Jenseits zu einer hartherzigen, vor den Qualen der Hölle bebenden Priesterschar: „Eine Reue, die von der Furcht vor der Strafe erzeugt wird, hat keinen Wert vor Gott! — Die vor Gott gültige Reue muß der Liebe zu Gott, nicht aber der Furcht vor der Hölle entstammen! Ebenso steht es mit der Buße. Vor Gott hat nur die freie Buße, die da entspringt aus dem lebendigen Glauben und der wahren Liebe zu Gott und zu allen Menschen, einen Wert.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 14-15]

 

Das Jesuskindlein zu dem über den Kindermörder Herodes ergrimmten römischen Statthalter Cyrenius: „Kümmere dich nicht vergeblich um den Herodes; denn Mein Arm reicht weiter als der deinige! Herodes hat seinen Lohn! Du aber vergib ihm, wie Ich ihm vergeben habe. Denn auch er ist ein blinder Erdensohn!“

[Jug. Kap. 60, 18-24]

 

Jesus: „Einem Bruder, der sich euch in seiner Schwäche enthüllt hat, sollt ihr ja nicht mit einer richterlich drohenden Miene begegnen, sondern ihm stets mit aller Liebe und Freundlichkeit die Wahrheit offen kundtun und ihm auch die Mittel an die Hand geben, durch die er geheilt werden kann, so wird er den Mut nicht sinken lassen und ein dankbarer Jünger der freien, heilsamen Wahrheit werden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 9]

 

Der endlich zum vollen Licht erwachte einstige Bischof Martin: „O Herr, o Vater, wie gut mußt Du sein, daß Du einen Sünder wie mich so endlos mild und gnädig ansehen kannst! O Jesus, ich halte es nimmer aus! Mein Herz brennt vor lauter Liebe zu Dir! Sünde hin, Sünde her! Ich muß wenigstens Deine Füße umklammern und an ihnen meiner großen Liebe Luft machen! — Herr, tue mit mir, was Du willst, aber nur diesmal laß meiner Liebe freien Lauf?“ Jesus gewährte mit den Worten: „Komme her, du Mein hartnäckiger Bruder; deine Sünden sind dir vergeben! Und nicht zu Meinen Füßen, sondern hier an Meiner Brust mache deiner Liebe Luft! Deiner Liebe wegen, die Ich in dir sah, hatte Ich so große Geduld mit dir und habe selbst Hand an dich gelegt.“

[BM. Kap. 34, 13-15 und 20]

 

Ein Tischgebet des Dorfvorstehers Barnabe voll echter Demut: „O Herr, Du Wunderbarer! Vergib uns unsere Sünden, auf daß wir würdiger werden, mit Dir zu Tische zu sitzen!“ — Darauf Jesus: „Ich bin ein Arzt und heile Seele und Leib. Ich habe auch euch völlig geheilt, und ihr seid nun keine Sünder mehr. Darum setzet euch wohlgemut zu Tische und esset und trinket nach Herzenslust!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 270, 21-22]

 

Jesus auf eines Bekehrten Bitte um Sündenvergebung und Reinigung: „Stehe auf, Mein Bruder! Deine Sünden sind von Mir hinweggetan; denn dein Herz kannte Ich schon lange und ließ es endlich zu Mir kommen. Sei in Meinem Namen voll heiteren Mutes und werde Mir ein gutes, brauchbares Rüstzeug!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 29, 8]

 

Jesus: „Denen, die an euch gesündigt haben, könnet ihr die Sünden vergeben, und dann sollen sie ihnen auch im Himmel vergeben sein! Solltet ihr aber wegen ihrer Unverbesserlichkeit guten Grund haben, ihnen die an euch begangenen Sünden vorzuenthalten, so werden sie auch im Himmel vorenthalten sein. Aber ihr habt erst dann das Recht dazu, wenn ihr euren Schuldnern zuvor schon siebenmal 77 Male vergeben habt. — Wenn ihr aber als Meine Jünger von Mir nur das Recht habt, gegen euch selbst begangene Sünden zu vergeben oder vorzuenthalten, so ist es klar, daß kein Priester je von Gott aus das Recht haben kann, auch fremde Sünden zu vergeben oder vorzuenthalten!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 12-14]

 

Der Herr: „Ich will nicht viel dagegen sagen, wenn ein Mensch seine Fehler und Gebrechen einem Seelenfreunde unter vier Augen kundgibt, um von ihm den Trost zu bekommen, daß ihm die Sünden nachgelassen werden, wenn er sich an Mich wendet mit dem ernstlichen Vorsatz, solche Sünden nicht mehr zu begehen und die begangenen womöglich gutzumachen durch aufrichtige Reue und durch eine liebfreundliche Genugtuung. Ein solcher Beichtvater wird Mir allezeit recht lieb, wert und köstlich sein. Freilich braucht es dazu gerade keines Geistlichen, aber wenn schon ein Geistlicher der Ausspender des Abendmahls sein will, so kann er wohl auch des ungerechten Haushalters Amt auf obbeschriebene Weise auf sich nehmen.“

[Ed. Kap. 72, 8-9]

 

Der Evangelist Markus gibt in der geistigen Welt eine auch im Himmel gültige Erklärung einiger Bibeltexte über die Vollmacht der Sündenvergebung.

[GS. Bd. 1, Kap. 84, 16-20, Kap. 85, 1]

 

Das Jesuskind zu dem Fischer Jonatha nach erneutem und nun leichtem Tragen des Kindleins: „Meine große Last liegt nicht in Mir, sondern im Gesetze Mosis! Als du Mich nicht kanntest, sondern nur das Gesetz, und hattest Mich auf deiner Achsel, da drückte nicht Meine, sondern des Gesetzes Last deine Schultern weltenschwer. Nun aber hast du Mich, den Herrn über Moses und über das Gesetz, in deinem Herzen erkannt, und siehe, des Gesetzes Last ist nicht mehr mit Mir, dem Herrn des Gesetzes!“

[Jug. Kap. 173, 7-9]

 

Jesus über das Leben des Täufers Johannes: „Wohl hat vor ihm nie ein Mensch ein so strenges Leben geführt wie er — denn tagelang, so er ein (sinnliches) Begehren in seinem Fleische verspürte, aß und trank er nichts und war so der Erde größter Büßer, ohne je gesündigt zu haben. Aber dennoch sage Ich euch allen: Ein Sünder, so er sich bessert und voll Liebe in seinem Herzen zu Mir kommt, steht höher als Johannes. — Denn der zu Mir sagt: ‚Herr, ich bin ein Sünder und bin nicht wert, daß Du eingehest unter meines Hauses Dach!‘ ist Mir lieber als 99 Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 145, 9-10]

 

Der Herr: „Wenn ein Tiefgefallener völlig zurückkehrt, dann sollet ihr mehr Freude haben über ihn als über neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen! Denn wer da im Lichte ist, dem ist eine Irrung nicht leicht möglich. Der Schwachen Los aber ist es, nur Geringes zu tragen auf wohlerleuchteten Wegen. Wenn Ich jedoch einem Starken eine größere Last zu tragen gebe in der Nacht, er verfehlt aber den Weg, hört nicht euern Ruf und gelangt an kein Ziel, sondern er gewahrt nur die Nähe des Unterganges und des Todes und kehrt dann doch von selbst weinend zu euch zurück, und ihr habt dadurch einen für ewig verloren geglaubten Bruder wiedergefunden, wie Ich einen verlorenen Sohn, — saget: ist das nicht mehr als neunundneunzig Gerechte?!“

[H. Bd. 2, Kap. 26, 10-13]

 

08.05. Gnadenerlösung oder Selbstgestaltung?

 

Jesus: „Des Menschen Werk zu seinem Heile ist nur das, daß er aus Liebe und Ehrfurcht vor Gott den erkannten Willen Gottes völlig zu seinem eigenen Willen macht und danach handelt. Von da an wirkt der Wille Gottes alles Gute im Menschen, und so ist denn das Gute im Menschen ein Werk Gottes, was der gerechte, wahre Mensch in Demut anzuerkennen hat. Schreibt sich aber ein Mensch ein gutes Werk als sein eigenes Verdienst zu, so zeigt er dadurch, daß er weder sich noch Gott je wahrhaft erkannt hat und noch ferne vom Reiche Gottes ist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 19, 3]

 

Der Herr: „Meine Gnade ist ein reicher Schatz; wem sie zuteil wird, der wird keinen Mangel haben an allem jemals, zeitlich und ewig. Daher soll sich jeder bemühen, sich diese ja zu eigen zu machen; Ich gebe sie jedem, der sie nur immer haben will!“

[H. Bd. 1, Kap. 4, 1]

 

Jesus: „Mehr kann der heilige Vater nicht tun, als daß er sich in Mir, Seinem Sohne, selbst leibhaftig offenbart, aus euch gerichteten Geschöpfen freieste Gotteskinder zeugt und euch Seine Freunde und Brüder nennt.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 83, 4]

 

Jesus zu Sarah, der Tochter des Jairus: „Um den willensfreigestellten Menschen die Selbsterkenntnis leichter zu machen, hat der Schöpfer zu allen Zeiten 0ffenbarungen, Gesetze und Lehren aus den Himmeln herab den Menschen gegeben und ist nun sogar im Fleische selbst zur Erde gekommen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 40, 16]

 

Der Erzengel Raphael: „Wenn ein Mensch frei aus sich ruft in seinem Herzen: ‚Herr, ich bin zu schwach, mir mit den von Dir dargereichten Mitteln zu helfen; hilf Du mir mit Deinem Arm!‘, — da hat der Mensch die höhere Hilfe begehrt mit dem eigenen Willen und aus der Erkenntnis der unzulänglichen eigenen Kraft. Da kann der Herr auch sogleich mit aller erforderlichen Macht einwirken und einer schwachen Seele helfen. Aber es muß dabei des Menschen Erkenntnis, Wille und Vertrauen von größter Entschiedenheit sein!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 97, 7-8]

 

Jesus: „Die guten Werke nach dem Willen und Worte Gottes sind und bleiben, auch wenn der Mensch sie tut aus freier Selbstbestimmung — eine Gnade von oben, ein Verdienst des Geistes Gottes im Menschenherzen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 10, 14]

 

Einigen Jüngern, die sich als „blinde Werkzeuge Gottes“ verdienstlos und unwert fühlen, erwidert Jesus: „Ein blindes Werkzeug — etwa ein Webstuhl — hat keinen freien Willen, ihr aber habt einen solchen und könnt ganz frei tun, was ihr wollt. So ihr euch Meinem erkannten Willen frei unterwerfet und danach handelt, so handelt ja nicht ihr selbst, sondern Mein Wille in euch, der allein gut und weise ist. Wie habt ihr dann ein Verdienst des Handelns wegen? — Aber wohl darin, daß ihr euren bösen Weltwillen Meinem allein guten Willen untergeordnet habt und dadurch mit Mir eins geworden seid mit Hilfe eures Glaubens. Wahrlich, Ich sage euch: Ohne Mich könnet ihr nichts Verdienstliches tun zum ewigen Leben! So ihr das anerkennt in euren Herzen, dann erst seid ihr Meine wahren Jünger — und noch mehr: dadurch seid ihr auch Meine rechten Brüder im Geiste Gottes!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 143, 9-11]

 

Jesus zu Johannes und anderen reifen Jüngern: „Auch den Weltmenschen ist Gelegenheit gegeben, in die Reihen der Kinder Gottes zu treten, wenn sie das ernstlich wollen. Wollen sie es nicht, so habt ihr euch um sie dann nicht weiter zu kümmern. — Denn Ich bin nicht etwa gekommen, um die trotzige Welt von ihren alten Gerichtsfesseln zu erlösen, sondern nur, um Meine Kinder von der Welt und ihrem Gericht frei zu machen. Und wie Ich es nun tue, also werdet auch ihr und eure Nachfolger es tun. Was auf dieser Erde in und nach Meiner Ordnung zu lösen ist, das löset auch, und was ihr also lösen werdet, das wird auch bei Mir im Himmel gelöst sein. Was aber nicht zu lösen ist, das lasset gebunden, oder — so jemand eure Lösung nicht achtet — lasset ihn in seinen Fesseln — und wahrlich, er wird auch vor Mir gebunden sein und gar lange ein Sklave seines finsteren Weltwillens verbleiben!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 151, 4-6]

 

Der Jüngling Jesus zu reichen, hochgestellten Römern: „Wer einmal ernstlich den Weg der Vergeistigung betreten hat, dem wird auch ohne sein Wissen von Gott aus geholfen, daß er weiter und endlich sicher ans Ziel kommt. Gott wird die Einung der Seele mit dem Geiste freilich nicht mit Seiner Allmacht erzwingen, aber Er wird des Menschen Herz stets mehr erleuchten und es erfüllen mit wahrer Weisheit aus den Himmeln !“

[Ev. Bd. 7, Kap. 223, 8-9]

 

Jesus: „Ich hebe das durch Moses gegebene Gesetz nicht auf, sondern gebe es euch in seiner ursprünglichen Reinheit wieder. Nur das alte ‚Muß‘ hebe Ich auf und gebe euch die volle Freiheit. Und darin besteht hauptsächlich das Werk der Erlösung eurer Seelen aus dem harten Joch des Gerichtes und Satans, des Fürsten der Finsternis, daß ihr von nun an in Meinem Namen unter keinem Mußgesetz mehr stehen sollt!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 20, 15]

 

Abedam-Jehovas große Verheißung an Pura, einer Jungfrau aus der Tiefe: „Du, Mein Kindlein, sollst fürder nimmerdar weichen von Meiner Brust; du allein wirst Mich allzeit durch dein ganzes Erdenleben schauen und haben wie jetzt! Du sollst keines Mannes Weib werden eher als in der Zeit der Zeiten (als Jungfrau Maria), da du erfüllt wirst mit aller Macht der Liebe Meines unendlichen Geistes!“

[H. Bd. 2, Kap. 122, 24-25]

 

Kisehel, ein Erleuchteter der Urzeit: „Als ich meine große Schuld vor Ihm, dem liebevollsten Vater, bekannt hatte, nachdem Er mir mit seiner endlosen Gnade und Erbarmung zuvorgekommen war, da ergriff mich der allerheiligste Vater mit Seinen allmächtigen Händen, richtete den Wurm im Staube vor sich auf, vergab ihm seine große Schuld gänzlich und erfüllte ihn dafür mit der Kraft des ewigen Lebens!“

[H. Bd. 2, Kap. 198, 24]

 

Der Herr in einer lichten Wolke zu dem reumütigen, gottsuchenden Erzmeister Thubalkain aus Hanoch: „Höre, Ich habe dein Herz angesehen und es gereinigt befunden. Darum sollst du auch erweckt werden für ewig aus deiner Nacht; und einen Geist aus Mir will Ich in dein Herz legen, dieser wird dich in alle Weisheit leiten!“

[H. Bd. 2, Kap. 194, 24]

 

Glaubensgerechte Christen, die auf Erden ein strenges, sehr reines Leben führten, werden von dem Evangelisten Markus über den höchsten Wert der demütigen Liebe zum himmlischen Vater belehrt und in den ewigen Morgen geleitet, nachdem sie sich als Sünder erkannt und vor dem göttlichen Vater gebeugt hatten.

[GS. Bd. 1, Kap. 44, 8-20, Kap. 45, 16-27, Kap. 46, 1-3]

 

Der Evangelist Markus zu einem ratlosen Prior im Jenseits: „Weißt du, was das alleinige Erlösungsmittel und somit auch die einzige Brücke vom Tode zum Leben ist? Blicke hin auf den Herrn! Was hat Ihn wohl bewogen, das gefallene Menschengeschlecht der Erde zu erlösen und somit jeglichem Bewohner der Erde eine ewig haltbare Brücke vom Tode zum Leben zu bauen? War es nicht Seine ewige, göttliche, barmherzige Vaterliebe? — So gehe denn hin zu deinen hinter der höllischen Kluft angstbebenden Brüdern und baue ihnen eine himmlische Brücke aus dem Stoffe der wahren Gottes- und barmherzigen Nächstenliebe!“

[GS. Bd. 1, Kap. 88, 9-14]

 

Der Herr: Wenn ein Mensch zu der inneren Ansicht kommt, daß er nichts ist und nichts vermag, sondern daß der Herr ist alles in allem, der Erste und der Letzte, dann erst gibt er sich dem Herrn freiwillig ganz hin, und der Herr ergreift ihn und führt ihn auf den gerechten Weg. Darum lege alle deine Liebe zu deinen Brüdern und alle deine Sorge um sie vor die Füße des Herrn, umfasse diese mit Ihn über alles heißliebendem Herzen, und du wirst dich sicher überzeugen, daß der Herr gerade da tätig zu werden beginnt, wo der Mensch aus seiner demütigen inneren Erkenntnis seine nichtige Tatkraft und schwache Willensmacht dem Herrn hebend übertrug.“

[GS. Bd. 1, Kap. 91, 2-3]

 

Inschrift auf der siebenten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Dein irdisch Wohnhaus ist voll Unflates; wer wird es reinigen? Wer hat die Kraft und die Macht allein!? — Siehe, Christus, der ewige Hohepriester vor Gott, Seinem ewigen Vater! Denn Christus und der Vater sind eins von Ewigkeit. In Christo allein wohnt alle Fülle der Gottheit körperlich. Und diese Fülle ist der Vater, als die reinste Gottliebe. Diese ergreife mit deiner Liebe, und sie wird dein Fleisch reinigen und erwecken, wie sie erwecket hat das Fleisch Christi, das sie selbst in sich barg.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 10]

 

Der einstige Bischof Martin im Jenseits: „Ein einziger für die Ewigkeit wertvoller Wunschgedanke, daß Jesus das ewige höchste Gottwesen sein möge, mit dem ewig in Gemeinschaft zu leben und zu wirken mich zum glücklichsten Wesen in der ganzen Unendlichkeit machen würde, war meine Rettung vor dem ewigen Verderben und ist nun meine größte Seligkeit! — Ich bin nun wirklich bei Jesus, dem alleinigen Herrn der Geister- und Körperwelt, und bin auf diese Weise seligst für die ganze Ewigkeit versorgt!“

[BM. Kap. 36, 21-22]

 

Der geläuterte einstige Bischof Martin im Jenseits zu asketischen, werkgerechten ehemaligen Klosterfrauen: „Ihr habt zwar viel getan an frommen Werken, aber nicht des Herrn, sondern des Himmels wegen, — und das ist noch lange nicht evangelisch! Man muß alles tun und dann ausrufen: Herr, siehe, ich war ein fauler, nutzloser Knecht! O Herr, sei mir gnädig und barmherzig! Denn Paulus spricht: ‚Du wirst nicht aus deinem Verdienste (durch äußere Werkgerechtigkeit), sondern durch die Gnade des Herrn selig werden!‘ — Beherziget das, werfet all euer vermeintliches Verdienst dem Herrn zu Füßen und bekennet vor Ihm die volle Nichtigkeit alles dessen, das ihr bisher als etwas Verdienstliches zum ewigen Leben angesehen habt, so wird die Gnade des Herrn sogleich über euch ersichtlich werden!“

[BM. Kap. 60, 2-3]

 

Ein seliger Geist: „Ich weiß, daß ich vor Gott ein sündiger Mensch bin, daher bin ich demütig und erhoffe von Gott, dem Herrn, nichts von irgendeinem Verdienste, sondern alles von Seiner Gnade und Erbarmung! Ich weiß auch wirklich nicht, was sich Geschöpfe vor dem allmächtigen Gott, der allein alles vermag und unserer Hilfe noch nie benötigt hat, für belohnende Verdienste hätten sammeln können!“

[St.-Sz. 10. 39]

 

Der Herr: „Habt ihr alles Übel in euch gefunden und mit Meiner kräftigen Beihilfe aus euch geschafft, da werde Ich, als euer heiliger Vater, der Ich schon über den halben Weg euch entgegengekommen bin, vollends zu euch kommen, euch gänzlich von euren ‚Lumpen‘ (dem Erzbösen) befreien und euch dann aufnehmen in das große Vaterhaus Meiner ewigen Liebe.“

[Hi. Bd. 1, S. 318, 14]

 

Auf die Bitte des Judas, sein Herz zum Guten umzugestalten, sagt Jesus: „Das große Geheimnis der Selbstgestaltung des Menschen liegt darin: Alles kann Ich dem Menschen tun und er bleibt Mensch, aber das Herz ist sein eigen, und dieses muß er selbst bearbeiten, wenn er sich das ewige Leben bereiten will. Denn würde Ich selbst zuerst die Feile an des Menschen Herz legen, so würde der Mensch zur Maschine und gelangte nie zur freien Selbständigkeit. Wenn aber der Mensch Meine Lehre bekommt, so muß er diese freiwillig befolgen und sein Herz nach ihr bilden. Hat er sein Herz danach gebildet und gereinigt, dann erst ziehe Ich im Geiste ein und nehme Wohnung darin; der ganze Mensch ist dann im Geiste wiedergeboren und kann ewig nimmer verlorengehen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 75, 7-8]

 

Jesus zu einem Jünger, der wegen seiner zeitweiligen Schwäche die göttliche Hilfe wünscht: „Ohne Mich könnet ihr niemals etwas wahrhaft Verdienstliches zum ewigen Leben eurer Seele wirken. Dennoch muß zuvor jeder so viel tun, wie er aus seinem freien Willen heraus kann. Du mußt zuvor ernstlich deine Augen von den Lockungen und Reizungen der Welt abwenden, und so auch deine anderen Fleischessinne, und mußt ein Meister deiner Weltbegierden werden; wirst du das nicht, so werde Ich dich darum nicht blind, taub und stumm an deinen Leibessinnen machen, und du wirst mit ihnen gleichfort zu kämpfen haben. Aber wenn du es darin einmal zu einer halben Meisterschaft gebracht hast, so werde Ich dich dann schon ehest in die ganze setzen, dessen kannst du versichert sein!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 151, 3-4]

 

Der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch muß sich selbst, ganz unabhängig von der Allmacht des göttlichen Willens, frei aus sich nach der erkannten göttlichen Ordnung ausbilden, um auf diese Weise ein freies Gotteskind zu werden. Das wirksamste Mittel dazu ist die Liebe zu Gott und zum Nächsten. Der Liebe zur Seite steht die wahre Demut, Sanftmut und Geduld.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 241, 2-4]

 

Der Erzengel Raphael: „Ein durch die Sünde seelenverkrüppelter Mensch muß durch eine lange, eifrige Selbstverleugnung aller seiner alten Leidenschaften die erstorbenen Lebenskräfte in sich neu beleben und so nach und nach in die möglichst höchste Liebe zu Gott übergehen, was natürlich für einen sehr verweltlichten Menschen keine leichte Aufgabe ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 83, 5]

 

Der römische Hauptmann Julius zu der erleuchteten Jüngerin Jarah: „Der Mensch kann sich Gott erst dann vollkommen nähern, wenn er sich mit den ihm verliehenen Kräften selbst gereinigt, gebildet und gefestet hat, während welcher Selbstbildungszeit er von Gott scheinbar unbeachtet gelassen wird. — Wenn solches später auch bei dir stattfinden wird, was dann?“ — Jarah: „Da glaube und vertraue ich fest, daß Gott mich auch dann nicht völlig verlassen wird!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 146, 23-24]

 

Der Erzengel Raphael: „Im ganzen, unermeßlichen Schöpfungsraum kann keine Seele durch ein unvermitteltes, unbedingtes Erbarmen Gottes zu einer Lebensvollendung gelangen, sondern nur durch ihren eigenen Willen. Des Herrn Liebe und Gnade läßt dem Menschen wohl allerlei Hilfsmittel zukommen; aber dann heißt es beim Menschen, diese als solche erkennen, sie mit dem eigenen Willen ergreifen und weise gebrauchen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 97, 6]

 

Jesu Antwort auf die Bitte des Jüngers Philippus um Befreiung von seiner zeitweisen Glaubensschwäche: „Wenn Ich dir das täte durch die Mir innewohnende Kraft, dann wärest du kein freier Mensch mehr und gerietest in eine große seelische Trägheit. Darum übe sich jeder gleichfort in allen guten Dingen des inneren Lebens.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 52, 8-9]

 

Jesus: „Ich trage als ein rechter Führer und Lehrer Meine Jünger nicht über alle schroffen und holperigen Wege auf den Händen, sondern Ich lasse sie selber gehen, auf daß sie stark werden, auf noch so knorrigen Wegen zu wandeln.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 52, 12]

 

Jesus: „Zur Besiegung eines gar zu großen Hindernisses auf dem Lebensweg werde Ich jedem Licht und Kraft geben. Aber vor allem muß jeder Mensch selbst so viel tun, wie in seinen Kräften steht.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 52, 13]

 

Jesus: „Wer es versteht, recht viel des Lichtes aus der Gnadensonne Gottes im Herzen seiner Seele aufzunehmen und zu behalten durch die Macht der Liebe zu Gott, der bildet in sich selbst eine Gnadensonne, die der Urgnadensonne in allem völlig ähnlich ist, und kommt dadurch zur allein wahren Lebensmeisterschaft.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 88, 5]

 

Jesus: „Wird der Einfluß des Guten aus den Himmeln durch des Menschen eigenen Willen so kräftig, daß die Seele ganz darin übergeht, so wird der göttliche Geist der Liebe in ihr wach und durchdringt die Seele ganz. Damit ist die Seele in die erste Stufe ihrer Vollendung getreten, ist dann für immer frei und kann, wenn sie auch noch im Fleische ist, Gesichte und Offenbarungen sogar von höchsten Engeln empfangen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 225, 17]

 

Der Erzengel Raphael: „Bevor ein Mensch zur vollkommenen Beherrschung der Naturkräfte gelangt, muß er sich durch die genaueste Befolgung des Willens Gottes diesen so sehr zu eigen machen, daß er dann frei aus sich nicht anders handeln kann, als es ihm der Wille Gottes in seinem Herzen weist. Dies ist für den, der Gott erkannt hat und über alles liebt, nichts Schweres, weil ihm die Liebe zu Gott dazu die Kraft stets in dem Maße erteilt, als er im Herzen in der Liebe zu Gott wächst und dadurch auch in der Liebe zum Nächsten. — Hat sich ein Mensch auf diese Weise mit Gott geeint, so ist er auch schon erfüllt mit dem Geiste aus Gott; denn die Liebe zu Gott und die Erfüllung Seines heiligen Willens ist ja schon der vollauf tätige Geist Gottes im Menschen; was der Mensch dann will, das will auch Gott in ihm.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 150, 2-4]

 

Jesus: „Eine Menschenseele kann niemals ihr Dasein völlig verlieren, aber sie kann höchst unglücklich und unselig werden durch ihren eigenen Willen und sie kann, wenn sie es nur ernstlich will, auch wieder durch ihren eigenen freien Willen glücklich und selig werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 17, 7]

 

Jesus vergleicht die geistige Entwicklung der Menschen mit dem irdischen Tagesablauf und fährt fort: „Ließe Ich den vollen geistigen Tag allen Menschen plötzlich werden, so würden sie träge und gäben sich nicht mehr viel mit Suchen und Forschen ab. Sie würden wohl die Gebote halten und nach der in ihnen leuchtenden Wahrheit handeln, aber das auf eine mehr mechanische als lebendige Art; und so ist es besser, daß die Menschen erst von Stufe zu Stufe durch ihr eigenes Suchen, Forschen und Handeln den geistigen Tag in sich gewahren.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 22, 2]

 

Jesus: „Mir darf beim Menschen nicht alles möglich sein sonst hätte Ich es niemals nötig gehabt, zu euch in diese Welt als Mensch zu kommen und euch zu belehren. — Ich habe darum dem Menschen den freien Willen gegeben und seinem Verstande Wahres und Gutes und daneben Falsches und Böses gezeigt, auf daß er sich selbst prüfe, richte und bilde, damit er ein Mensch und kein von Meiner Macht gehaltenes und gerichtetes Tier sei, das nach Meinem ihm gegebenen Mußgesetz handelt und somit in sich keine Freiheit, Selbstbestimmung und Selbständigkeit hat. Der Mensch hat außer in seinem Leibe kein Mußgesetz von Mir, sondern ein freies Gesetz in seinem Willen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 109, 4-6]

 

Jesus: „Auf daß der Mensch zur höchsten Seligkeit gelange, muß er mit seinem freien Willen, seinem Verstande und seiner Vernunft sich nach Meinem ihm bekanntgegebenen Willen richten, bestimmen und selbst bilden. Ich aber kann und darf dabei mit Meiner Allmacht seinen freien Willen nicht ergreifen und ihn wie eine gerichtete Kreatur zum Handeln zwingen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 109, 9]

 

Paulus an die Gemeinde zu Laodizea: „Also ziehet allein Christus an durch den lebendigen Glauben, durch die Liebe, durch herzliches Erbarmen über eure Brüder, durch Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld!“

[Lao. Kap. 3, 19]

 

Ein Himmelsbote zu einer im Traumerleben sich läuternden Seele im Jenseits: „Niemand kommt in den Himmel durch vermeintliche gottwohlgefällige Verdienste oder durch ein vermitteltes oder unvermitteltes Erbarmen des Herrn, sondern allein durch die eigene Liebe zum Herrn und die daraus hervorgehende Gnade des Herrn Jesus Christus, der da ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und Welten! Denn es gibt nirgends einen Himmel außer in euch; diesen müsset ihr selbst öffnen (durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten), wollt ihr in ihn eingehen!“

[BM. Kap. 80, 18-19]

 

Jesus, der Herr, zu dem vollendeten einstigen Bischof Martin, der alles in einem guten Werk der göttlichen Gnade zuschreibt: „Das Zukommenlassen Meiner Gnade ist freilich Mein Werk, das da niemandem vorenthalten wird, aber das Ergreifen dieser Meiner Gnade und das Handeln danach ist das eigene Werk eines jeden freien Geistes.“

[BM. Kap. 144, 11]

 

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „Der Herr tut Großes an dir, um aus dir einen rechten Engel zu machen; aber du selbst mußt auch etwas tun, da der Herr so viel tut, sonst wirst du dir ein höchst widriges Los bereiten! Darum, wenn dich eine zu große Schönheit beirren will, blicke zum Herrn hin, und du wirst alsbald Ruhe finden.“

[BM. Kap. 159, 10 und 11]

 

Jesus zu drei vollerlösten Gotteskindern auf unserer Sonne: „Ihr habt euch nun durch alle schweren Prüfungen durchgewunden und seid siegreich aus manchen heißen Kämpfen hervorgegangen. Dadurch habt ihr euch völlig tauglich gemacht für Mein Reich und seid nun zu tüchtigen Arbeitern in Meinem Weinberge geworden!“

[BM. Kap. 202, 1-2]

 

Des Herrn Rat an einen lichtsuchenden Lebemann: „Überlege dir, was da besser ist: Entweder ein braves Mädchen zu ehelichen, — oder ob du aus reiner Liebe zu Mir verzichten möchtest auf alles!? — Siehe, das kannst du auch tun! — Aber dann bedenke wohl, daß Mir mit einem halben Dienste durchaus nicht gedient ist, — so du etwa dabei glauben möchtest, dadurch deine Freiheit zu retten. Denn siehe, in deiner vermeinten Freiheit bist du nur ein Sklave deines Fleisches, deiner Begierden und deiner freien Weltlust. Darum muß allein dein Fleisch, müssen alle deine Begierden wie Sklaven dir untertänig werden, und du mußt allen deinen tollen Gewohnheiten den vollen Abschied geben und dich sogleich in allem zu Mir wenden! — Höre! — Ich sage: allsogleich!“

[Hi. Bd. 1, S. 194, 32-34]

 

Jesus zu den Schwachen, aber Gutwilligen: „Wer da mit ernstem Willen selbst soviel tut als er kann und seine Schwäche Mir übergibt im Geiste, dem wird der Sieg über den Satan ein leichter sein — aber, wohlgemerkt, nur unter lebendig gläubiger Anrufung Meines Namens!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 217, 8]

 

Der Herr: „Wer da kämpfet in seiner Schwäche und sieget, ist Mir ums Tausendfache lieber als ein Starker, dem der Sieg ein Leichtes ist. — Wenn der Schwache (Demütige) fällt, da will Ich ihn aufrichten, wie oft er auch immer fällt. Aber der Starke mag sich selbst aufrichten, wenn er gefallen ist!“

[Hi. Bd. 2, S. 191, 18]

 

Engelslehre: „Solange ein Mensch nicht in allen möglichen Verhältnissen den Satan mit eigener Macht aus dem Kampffelde treiben kann, hat er die volle Kindschaft Gottes noch nicht. Wie sollte er aber je dieses Feindes Herr werden, wenn er nie mit ihm in Berührung käme? Das Reich Gottes kostet der Freiheit des ewigen Lebens wegen einen großen Kampf, und so muß euch auch Gelegenheit zum Kampfe zwischen Himmel und Hölle gegeben werden!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 59, 14]

 

Jesus: „Der Mensch muß sich gleichfort in einem Kampfe befinden, ansonst er einschliefe, und sein Lebe muß stets neue Gelegenheit bekommen, sich als solches zu üben und dadurch aus sich selbst zu erhalten, zu stärken und so seine Vollendung zu erreichen.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 168, 4]

 

Jesus: „Ohne äußeren und inneren Kampf wird sich Mein Reich auf dieser Erde nicht gewinnen lassen. Denn da schon das diesirdische Leben Kampf ist, um wieviel mehr das wahre, geistige Leben, besonders wenn es schon in dieser Welt sich äußern soll. Aber der Kampf wird dennoch für jeden, der Gott wahrhaft liebt, ein leichter sein. Denn dies sei jedem Meiner wahren Freunde gesagt: Mein Joch ist sanft und Meine Bürde leicht!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 90, 3]

 

Jesus: „Den Stürmen auf dem Meere gleich sind beim Menschen die zugelassenen geistigen Proben und Kämpfe. Sie muß jeder Mensch auf dieser Erde bestehen und sich durch sie zum wahren Leben emporkämpfen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 162, 10]

 

Jesus: „Gott hat jedem Menschen einen freien Willen gegeben, einen Verstand und ein ihn mahnendes Gewissen, ohne welche drei Gaben der Mensch nur ein Tier wäre. Dem Menschen sind zur Probe seines freien Willens auch Trägheit und Eigenliebe in seinem Fleische angeboren. Der Mensch aber soll aus eigener Kraft das als ein Übel für seine Seele erkennen und es mit den von Gott ihm gegebenen Mitteln so lange bekämpfen, bis er ein vollendeter Meister über alle seine leiblichen Leidenschaften geworden ist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 193, 1-3]

 

Jesus zu einem bekehrten Römer: „Wie sich in der Naturwelt alles aus zarten Anfängen durch Kämpfe zu höherem Werden und Sein gestaltet, so steht es nach Meiner Ordnung auch mit der Gewinnung der Lebensmeisterschaft des Menschen. Er muß anfangs selbsttätig auftreten und gegen die ihn bestürmenden Leidenschaften mit den ihm verliehenen Waffen zu kämpfen beginnen. Tut er das, so wird ihm nach dem Maße seiner Siege auch die Hilfe von Mir für weitere, ernstere Kämpfe und Siege verliehen werden, und er wird endlich trotz aller Stürme das Lebensziel erreichen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 152, 14]

 

Einen römischen Hauptmann, den der grausame Kampf in der Tier- und Menschenwelt bedrückt, belehrt Jesus: „Siehe, auf dieser Erde, auf welcher die Menschen die Bestimmung haben, ihrer Seele und ihrem Geiste nach vollendete Gotteskinder zu werden, muß zum Kampf der gegensätzlichen Kräfte alles so eingerichtet sein, wie es nun ist. — Stelle dir diese Erde als eine eintönige, ebene Welt mit nur je einer Art von Metall, Pflanzen, Bäumen und Tieren vor, sage: wie weit sollen es auf einer solchen Welt die Menschen mit der Erweiterung ihrer Begriffe, Ideen und Phantasie bringen!? Wie mager wäre es da mit dem Verstand und der höheren Vernunft bestellt? Dagegen wirst du in einer mit reichster Mannigfaltigkeit ausgestatteten Welt gebildete Menschen finden, wenn schon nicht in der Sphäre des innersten Seelen- und Geistlebens, so doch in der Sphäre des äußeren Verstandes, der Vernunft und der Phantasie, was bei einem Menschen doch da sein muß, wenn er zur höheren Bildung des inneren Seelen- und Geistlebens übergehen will.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 19, 4 und Kap. 20, 2-11]

 

Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „In dieser Zeit, in der die Macht der Hölle auf Erden übergroß geworden ist, braucht Mein Reich Gewalt und ernste Mühe, und nur die werden es besitzen, die es mit Gewalt an sich reißen. — Es werden auch über euch allerlei Prüfungen und Versuchungen kommen, dann aber denket daran, daß Ich es euch zum voraus verkündet habe. Seid dann mutig und kämpfet weise und stets mit aller Liebe gegen das Heranstürmen der Welt in und außer euch, so werdet ihr mit Meiner Hilfe für eure Arbeit des Himmels goldene Früchte im reichsten Maße ernten, und eure Freude darob wird eine große und unvergängliche sein!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 117, 12-14]

 

08.06. Die göttlichen Gnadenmittel Abendmahl, Geistes- und Wassertaufe

 

Jesus zu Lazarus von Bethanien, zu Seinen Jüngern und Freunden: „Alles Gute und Wahre findet im Brot und im Wein seine Entsprechung. Darum werdet ihr beim mäßigen Genusse des Brotes und des Weines zu Meinem Gedächtnis stets versichert sein können, daß Ich Mich im Geiste — so wie nun im Leibe — bis ans Ende aller Zeiten unter euch, Meinen Kindern, Brüdern und Freunden, persönlich befinden werde. Werdet ihr Mich mit euren Fleischesaugen auch nicht allezeit erschauen, so wird es euch dennoch euer Herz sagen: ‚Freuet euch, denn euer Herr, Gott und Vater ist unter euch und segnet euer Brot und Wein. — Seid dann fröhlich und heiter in Seinem Namen!‘.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 40, 2]

 

Jesus: „Wenn ihr Brot und Wein im liebevollen Gedenken an Mich genießet, dann glaubet allezeit, daß Ich Mich persönlich unter euch befinde. Und um was Gutes und Wahres für das Leben der Seele ihr Mich da bitten werdet, das werde Ich auch allezeit bereitwillig und wohlverständlich geben. Die Mich aber mit großer Liebe ihrer Herzen begrüßen werden, dürfen sich bald mit ihren Augen überzeugen, daß Ich wahrhaft persönlich unter euch bin! Was Ich hier euch sage und beteuere, das gilt ganz gleich allen euren wahren und getreuen Nachfolgern.“

Im Hause des Lazarus von Bethanien wurde nach diesen Worten Jesu bester Wein gereicht. Jesus trank, und auch alle anderen tranken den Wein, der durch des Herrn Willen gewürzt und gesüßt war.

[Ev. Bd. 8, Kap. 40, 3-5]

 

Jesus zu bekehrten Heiden: „Es genügt, daß ihr den, der Meine Lehre im Herzen angenommen hat, in Meinem Namen taufet und ihm der Ordnung wegen einen Namen gebt, und Ich werde ihn stärken. — Denen, die an Mich lebendig glauben und Meine Gebote halten, möget ihr in Meinem Namen und in Meiner Liebe von Zeit zu Zeit, wenn ihr es habt, auch Brot und Wein geben zu Meinem Gedächtnis. Wo ihr ein solches Liebesmahl haltet, da werde auch Ich unter, bei und in euch sein. Denn das Brot, das eure Liebe zu Mir bieten wird, ist gleich Meinem Fleisch und der Wein wie Mein Blut, das bald für viele vergossen wird. Das allein genüge als äußeres Zeichen, das aber nur durch die Liebe vor Mir Wert hat.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 166, 11-13]

 

Der Herr hält im Liebehimmel mit geistig Vollendeten — einstigen Katholiken — ein himmlisches Abendmahl, teilt ihnen in schlichter, ganz natürlicher Weise Brot und gebratenes Lammfleisch zu und läßt einen großen Kelch voll Wein unter ihnen kreisen.

[GS. Bd. 1, Kap. 61, 3-5]

 

Der Herr beim himmlischen Liebesmahl zu seligsten Engeln: „Gebet den Kindern der Erde eine lebendige Erleuchtung, helfet ihnen reinigen ihr Gemach, damit auch Ich bei ihnen einziehen kann und sie dann selbst frage: Kindlein, habt ihr nichts zu essen? Und wenn sie dann sagen werden: O Herr, Du liebevollster Vater! Siehe, ein wenig Brot und einige Fischlein haben wir, so werde Ich zu ihnen sagen: Bringet alles her, was ihr habt, und Ich will es segnen mit Meiner Liebe, Gnade und Erbarmung und will euch geben nun ein lebendiges, inneres, geistiges Brot! So ihr dieses Brot essen werdet und trinken von Meinem Weine, so werden dadurch euer hart gewordenes Brot und eure versalzenen Fische (die starren Dogmen) erweicht und gereinigt und euch zu einer lebendigen Speise werden, an welcher ihr euch sättigen werdet zum ewigen Leben.

(Zu den vollendeten Geistern:) Esset also nun mit Mir und trinket und seid dabei in aller Liebe eingedenk derjenigen, die noch in der Tiefe ihres Fleisches wohnen und nicht erschauen können Mein Reich, Meine Gnade, Meine Liebe und Erbarmung!“

[GS. Bd. 2, Kap. 8, 9, 10 und 12]

 

Großes Liebesmahl auf unserer Sonne, an welchem auch der Herr mit Seinen seligsten Kindern essend und trinkend teilnimmt.

[BM. Kap. 187, 26, Kap. 188, 1]

 

Der Herr offenbart Jakob Lorber eine wichtige Lehre des nordischen Religionsphilosophen Heinrich Steffens, eines Zeitgenossen Lorbers, welche gekürzt lautet: „Das Abendmahl ist der höchste individualisierende Prozeß des Christentums. Denn dadurch versenkt sich das ganze Geheimnis der Erlösung in seiner reichen Fülle in die empfängliche Persönlichkeit. Der fruchtbringende Strom der Gnade nimmt die Gestalt des Heilandes an, damit alles in allem für das Herz des Empfängers sei. Daher das Abwenden vom Bösen, die vereinigende Vergebung, die gänzliche Hingebung! — Diese eben ist die Liebe!“

[Hi. Bd. 2, S. 280, 17-18]

 

Der Herr: „Paulus hat gleich Mir das alleinige Liebesgebot mit dem Liebesmahl bekräftigt und hat Abendmahl, Wasser- und Geistestaufe noch dazu dieses Mahl dadurch wohl unterschieden von einer anderen gewöhnlichen Mahlzeit, daß er alle teilnehmenden Gemeinden darauf aufmerksam machte, daß sie Meinen Leib, das ist Meine endlos große Liebe, wohl unterscheiden sollen von der Weltliebe der Menschen!“

[Hi. Bd. 2, S. 227, 14]

 

Der Herr: „Meine Liebe ist das wahre, große Abendmahl! Wer Meine Gebote hält, welche lauter Liebe sind, der ist es, der Mich wahrhaft liebt! Wer Mich aber liebt in der Tat, der isset wahrhaft Mein Fleisch und trinket im rechten Sinne Mein Blut, welches ist das wahre Brot und der wahre Wein der Himmel! — Wahrlich, wer von dem Brote essen und von dem Blute trinken wird, den wird nimmerdar hungern und dürsten in Ewigkeit!“

[Hi. Bd. 2, S. 3, 13-14]

 

Auf die Frage, ob auch ein Laie das heilige Abendmahl spenden darf, antwortet der Herr: „In der Heiligen Schrift steht nur: ‚Dies tuet zu Meinem Gedächtnis!‘ — Wer aber das tun solle im besonderen Sinne, davon steht nichts geschrieben. Daß dies ein jeder, der wiedergeboren ist, d.h. getauft aus dem Wasser und dem Heiligen Geiste in Meinem Namen, tun kann, zeigt ja die Schrift klar, die es allen und nicht einzelnen anrät. Wie jeder gute Christ taufen kann, wenn ein Mensch für die Taufe des Geistes fähig ist, also ist es auch eine noch größere Pflicht für jeden wahrhaft evangelischen Christen, so er es tun kann, den Brüdern und Schwestern zu Meinem Gedächtnis ein rechtes Liebesmahl, bestehend aus Brot und Wein, zu reichen. — Wahrlich, so oft ihr, die ihr Mich liebet, esset und euch dabei Meiner erinnert, und besonders, so oft ihr arme Brüder in Meinem Namen speiset und tränket, so oft nehmet ihr das rechte Liebesmahl in euch auf und spendet es auch würdigst aus. Denn was ihr den Armen tut, das tut ihr Mir selbst! — Jedoch wo Ich nicht bin in der Liebe der Menschen und in Meinem Worte, da sind Brot und Wein nichts wert! — Wo ich aber bin in der Liebe und im Worte, da bin Ich auch fortwährendes ewiges Abendmahl in jedes Menschen Herz, Seele und Geist — ohne alle priesterliche Konsekration.“

[Hi. Bd. 2, S. 319, 1, 4-6; 10]

 

Der Herr vor Seiner Himmelfahrt zu Seinen Jüngern und Aposteln: „Wenn ihr den Geist aus Mir überkommen habet, dann ziehet aus nach allen Landen der Erde und lehret alle Völker, was Ich euch gelehrt habe und was ihr gesehen habt und taufet sie dann im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! — Und die eure Lehre annehmen und von euch getauft werden, wie Ich getauft ward im Flusse Jordan von Johannes, über die wird auch alsbald der Heilige Geist aus Mir kommen und in ihren Herzen zeugen von Mir vor euren Augen.“

[Hi. Bd. 2, 5. 210, 16-17]

 

Jesus: Alle die vollgläubig Meine Lehre annahmen, wurden von Mir mit Wasser, insgeheim aber mit dem Geiste Meiner ewigen Liebe und Weisheit getauft und erlangten dadurch die Macht, „Gottes Kinder“ zu heißen.

[Ev. Bd. 1, Kap. 23, 3]

 

Johannes der Täufer auf die Frage nach Jesu Wasser- und Geistestaufe: „Er ist der Herr und kann sonach tun, was Er will. Er kann taufen mit Wasser, Feuer und Geist, denn Sein ist alles. — Die Wassertaufe aber ist nichts nütze dem Menschen, so er darauf nicht getauft würde mit dem Geiste Gottes.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 24, 4-6]

 

Jesus zu dem von Ihm vermählten Paar Joram und Irhael in Sichar: „Wenn euch Kinder werden, dann erziehet sie in Meiner Lehre, taufet sie in Meinem Namen auf die Weise, wie da tauft ein Johannes am Jordan, und wie morgen Meine Jünger viele taufen werden.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 36, 17]

 

Jesus: „Wer sich im ernsten Besserungsvorsatz mit Wasser taufen läßt, soll nicht glauben, das Wasser reinige sein Herz und stärke seine Seele. Dies bewirkt nur der eigene freie Wille. Das Wasser ist nur ein Zeichen dafür, daß der Wille, als des Geistes lebendige Wasser, nun die Seele ebenso gereinigt hat von den Sünden, wie das natürliche Wasser den Leib reinigt von Schmutze. Wer die Wassertaufe im wahren, geistigen Sinne genommen hat, der ist vollkommen getauft, wenn vor der Taufhandlung der Wille im Herzen des Getauften seine Wirkung getan hat. Ist diese nicht erfolgt, so hat die Wassertaufe nicht den geringsten Wert und erwirkt weder Segnung noch eine Heiligung.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 4-5]

 

Jesus: Die Kindertaufe hat nur einen äußeren Wert für die Aufnahme in eine Gemeinschaft und für die Namensgebung. Der Täufer Johannes taufte auch Kinder, die man ihm brachte, wenn sich für sie gewissenhafte Stellvertreter anboten, die für eine geistige, religiöse Erziehung der Kinder zu sorgen gelobten.

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 6-7]

 

Jesus: „Es ist besser, die Wassertaufe erfolgt erst dann, wenn ein Mensch bereit und fähig ist, alle Bedingungen zur Heiligung seiner Seele und seines Leibes aus seiner Erkenntnis und aus freiwilliger Selbstbestimmung zu erfüllen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 8]

 

Jesus: „Wenn ihr dereinst als vollendete Jünger und Verkünder Meiner Lehre in einem Hause wohl aufgenommen werdet, so bleibet dort, unterrichtet die Menschen gut und taufet sie dann in Meinem Namen mit Wasser, wie es Johannes getan hat. Ich selbst werde sie dann taufen mit Meinem Geiste von oben.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 59, 7]

 

Jesus: „Wie Ich nun euch allen die volle Freiheit des Glaubens und Handelns gebe, so tuet in Meinem Namen euren Brüdern dasselbe! Taufet sie im Namen Meiner ewigen Liebe, welche da ist der Vater — des Wortes, das da ist des Vaters fleischgewordener Sohn — und des Geistes aller Wahrheit!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 20, 16]

 

Einen bekehrten Pharisäer, der es nicht für ratsam hält, die Menschen auf die drei Begriffsnamen der göttlichen Wesenheit ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ zu taufen, weil daraus Verwirrung oder gar der Glaube an drei verschiedene Götter entstehen könnte, belehrt Jesus: „Ich kann dennoch nicht umhin, euch allen ans Herz zu legen, das zu tun; denn unter diesen drei Begriffsnamen ist das Wesen Gottes den Menschen vollständig dargestellt und erklärt.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 24, 1-4]

 

Jesus auf die Frage des römischen Oberstatthalters Cyrenius: „Getauft bist du zwar noch nicht, aber wer da glaubt (voll Liebe) wie du, der ist im Geiste so gut wie getauft, und zwar mit aller Segnung der Taufe!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 2]

 

Jesus: „Auch die Kindlein sollen, wenn sie auf Mein Wort und Meinen Namen getauft werden, den Geistesfunken Meiner Liebe ins Herz ihrer Seele gelegt bekommen, aber dieser wird nur wachsen bei einer Erziehung nach Meiner euch bekannten Ordnung, nach der vor allem das Gemüt und von dem aus erst entsprechend der Verstand gebildet werden soll.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 220, 11]

 

Jesus: „Die wahre und bei Mir allein gültige Taufe ist die mit dem Feuer der Liebe zu Mir und zum Nächsten, mit dem lebendigen Eifer des Willens und mit dem heiligen Geiste der Wahrheit aus Gott.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 9]

 

Jesus: „Wenn Ich werde auferstanden sein, dann erst werde Ich selbst euch taufen mit dem heiligen Geiste aus Mir, und der wird euch dann führen in alle Weisheit und Macht, und ihr werdet dann, so ihr in Meiner Lehre verblieben seid, alles das als Meine wahren Kinder vermögen, was Ich nun vermag.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 221, 1]

 

Jesus zu neuen Jüngern, die eine Wassertaufe wünschen: „Es genügt vorderhand, daß ihr die Taufe der Wahrheit (Meiner Lehre) angenommen habt. Wenn ihr aber bei Meiner Lehre verbleibet, danach lebt und handelt und die wahre, lebendige Taufe (des Geistes) über euch kommt, dann könnet ihr auch die (Wasser-) Taufe des Johannes nehmen. Es wird aber eine Zeit kommen, in der viele Mensche eher die Lebensfeuertaufe des Heiligen Geistes erhalten werden als die Wassertaufe.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 25, 10]

 

Jesus zu indischen Weisen: „Wenn ihr nach Meinem Worte lebt, so werdet ihr in euch die Taufe des Geistes überkommen, welche da ist die wahre Wiedergeburt des Geistes in eurer Seele. Dieser lebendigste Geist alles Lichtes wird euch dann in alle Wahrheit leiten, und es wird alles hell werden in euch.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 17, 1]

 

Jesus zu einem Araber, der um Sündenvergebung auch für sein Volk bittet: „Jeder Mensch kann die Taufe des Geistes aus Gott überkommen, wenn er den allein wahren und ewigen Gott erkennt, an Ihn lebendig glaubt, Ihn über alles liebt und den Mitmenschen wie sich selbst und so handelt, wie ihm das aus dem Munde Gottes geoffenbart ist. Aber wer die Weiber mehr liebt als Gott, der bleibt in seinen Sünden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 195, 1-2]

 

Jesus: „Wer Mich sieht und hört, der glaubt und kann auch leicht nach Meinem Worte leben und handeln. Aber wer Mich künftighin nicht mehr in Meinem Fleische sieht, der wird es schwerer haben, in das wahre, lebendige Reich Gottes zu gelangen; denn er wird es nur glauben müssen, was ihm die Boten von Mir erzählen. Wenn er aber das Vernommene willig in sein Herz aufnimmt und eine rechte Freude daran hat, dann wird alsbald die Taufe des Geistes aus Mir über ihn kommen, und er wird in ihr das geöffnete Tor ins Gottesreich erschauen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 58, 2-3]

 

Antwortbrief des Herrn Jesus an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Wenn Mein Jünger zu dir kommen wird, der wird dich in alles leiten. Und so du durch ihn auf Meinen Namen getauft wirst, dann wird der Geist Gottes über dich kommen und selbst dich in allen Dingen unterweisen.“

[Bw. Antw. 5, 5]

 

Paulus an die Gemeinde in Laodizea: „Ihr seid beschnitten worden ohne Hand und Messer durch den Heiligen Geist, indem ihr abgelegt habt euer sündiges Leben, welches war eine mächtige Wurzel in eures Leibes Fleisch; und das war eine wahre, lebendige Beschneidung in Christo! Denn da seid ihr in eurem sündigen Fleische mit Christus für die Welt begraben worden durch die Taufe mit dem Heiligen Geiste und seid dann wieder durch Christus neu auferstanden durch den lebendigen Glauben und durch die Liebe zu Ihm!“

[Lao. Kap. 1, 24-25]

 

08.07. Die geistige Neu- oder Wiedergeburt

 

Jesus: „Jeder Mensch, der sich selbst und Gott wahrhaft erkennen will, muß in sein Herzlebenskämmerlein auf dem Wege der äußersten Demut und Fügsamkeit eingehen und das aus ihm empfangene Leben geistig zurückgeben. Wenn ein Mensch das tut, so erweitert er das Lebenskämmerlein und erleuchtet es durch und durch. In diesem Kämmerlein wohnt der eigentliche Geist aus Gott, und wenn die Seele des Menschen in dies Kämmerlein durch die rechte Demut, Fügsamkeit und die Liebe zur ewigen Liebe Gottes eingeht, so einigt sich dadurch die Seele mit dem ewigen Geiste aus Gott und dieser mit der Seele, und das ist dann die Wiedergeburt der Seele im Geiste aus Gott.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 11-12]

 

Jesus: „Wenn der Mensch in diese Welt kommt, wird ei der Seele nach völlig von der Allmacht Gottes getrennt und ist in allem seinem eigenen Wollen und Erkennen anheimgestellt. Erst wenn er durch den Unterricht seiner Eltern und weiser Lehrer zur Erkenntnis Gottes gelangt, sich dann gläubig an Ihn wendet und Ihn um Seinen Beistand anfleht, fängt von der göttlichen Seite das Einfließen an, und die Seele des Menschen geht in ein klareres Erkennen über und daraus immer mehr in die Liebe zu Gott; sie ordnet dann ihren Willen dem erkannten Willen Gottes unter und einigt sich so mit dem Geiste Gottes und wird dadurch nach und nach ebenso vollkommen durch den Geist Gottes in ihr, wie dieser Geist selbst vollkommen ist, bleibt aber dabei doch in allem völlig frei und selbständig, wie Gott an und für sich ewig vollkommen frei und selbständig ist.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 171, 4]

 

Jesus: „Je tätiger es in einer Seele zugeht, desto heller wird es in ihr; denn das Grundelement des Seelenlebens ist das Feuer der Liebe. Je heftiger dieses Element zu wirken beginnt, desto mehr Licht verbreitet es, und die Seele erkennt in solchem erhöhten Lebenslichte immer mehr die inneren Lebensgeheimnisse. Dieses tiefere Schauen und Begreifen verschafft der Seele einen neuen Mut, Gott noch viel inniger zu bewundern und zu lieben, und diese Liebe ist schon ein erster Funke des Gottesgeistes in der Seele, der wächst und sich gewaltig mehrt (durch erhöhte Liebestätigkeit), und bald werden Seele und Geist völlig eins; die Seele wird dann durch den Geist Gottes in alle Wahrheit und Weisheit geleitet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 124, 10]

 

Jesus: „Solange der Mensch auf dieser Erde in Zeit und Raum lebt, kann er das Ewige und Unendliche des Geistes niemals weder mit seinem Verstande noch mit einem äußeren Leibessinn erfassen und begreifen. Aber wenn der Geist Gottes, der die reinste Liebe ist, des Menschen geläuterte Seele völlig durchdringt, durchleuchtet und mit dem ewigen Leben erfüllt, dann wird sie mit Gott eins und dringt auch in die endlosen, ewigen Tiefen Gottes und kann sie begreifen. Und das ist die Bedeutung der Verheißung, daß ein vollkommener Mensch in seinem Geiste Gott schauen wird von Angesicht zu Angesicht!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 144, 11]

 

Jesus: „Ihr sollet vollkommen sein, aber nicht durch Wissen und Erfahrung allein, sondern durch die lebendige Liebe zu Gott und zum Nächsten; dies ist das große Geheimnis eurer Wiedergeburt im Geiste. Doch muß jeder zuvor durch die enge Pforte der Selbstverleugnung gehen, jeder muß aufhören, für sich etwas zu sein, um in Mir alles werden zu können!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 1, 4-5]

 

Jesus: „Die Hauptsache ist und bleibt das unablässige Streben nach der vollen Wiedergeburt des Geistes in der Seele; denn durch sie allein erst wird der Mensch in alle Wahrheit und Weisheit gehoben und hat dann ein vollkommenes, zusammenhängendes Licht vom Irdischen bis ins reingeistig Himmlische und mit dem Lichte auch das ewige Leben, was doch endlos mehr ist als alle Wissenschaft in den Dingen der Natur.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 183, 13]

 

Jesus: „Gott ist für den Menschen so lange nicht vorhanden, bis der Mensch durch Meine Lehre Gott erkennt und durch den lebendigen Willenseifer der Liebe all sein Handeln und Lassen nach Gottes allerhöchstem Willen einrichtet. Dadurch wird Gottes Ebenbild im Menschen lebendig und durchdringt bald sein ganzes Wesen. Dann erst geschieht es, daß der Mensch in alle Tiefen der Gottheit dringt; denn das Ebenbild Gottes im Menschen ist ein vollkommenes Ebenmaß Gottes. Dann ist alles im Menschen geheiligt und die wahre Taufe der Wiedergeburt des Geistes erlangt.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 110, 10-11]

 

Jesus: Es wird durch des Geistes Wiedergeburt in die Seele hinein nicht der Seele ihr eigener freier Wille genommen, und auch ihr äußeres Erkennen verbleibt ihr.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 225, 8]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wird eine Seele schon von Jugend an vernünftig so geleitet und geübt, daß sie stets mehr Herr ihres Fleisches wird und ihm nicht mehr gewährt, als was ihm von Natur aus nach Meiner Ordnung gebührt, so wird solch einer Seele alle Welt mit ihren Schätzen und Lustreizen gleichgültig, und die nun im Geiste starke Seele ist dadurch nicht nur Herr ihres Leibes und seiner Leidenschaften, sondern auch ein Herr über die gesamte Natur der Welt und über die Mächte der Hölle!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 12, 16]

 

Jesus: „Sieht der Mensch auch mit seinem Verstande all das Gute und Wahre klar ein, sein Herz ist aber dabei noch voll von allerlei weltlichen Dingen, so kostet es den Menschen noch manchen harten Kampf mit seiner Welt, bis sie aus dem Herzen und dessen Willen geschafft wird und der Mensch dann nur das liebt und will, was er als gut und wahr erkennt. Wenn erst die Liebe, der Wille und der von göttlichem Wahrheitslicht erfüllte Verstand in allen Taten eins geworden sind, so ist der Mensch in die Wiedergeburt seiner Seele im Geiste aus Gott eingegangen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 103, 5-6]

 

Jesus, der Herr, zu hochgestellten Römern: „Je mehr Liebe ein Mensch zu Gott und zum Nächsten in sich lebendig zu fühlen anfängt, und je barmherziger in seinem Gemüte er wird, desto größer und stärker ist auch der Geist Gottes in seiner Seele geworden. Denn die Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten ist ja eben der Geist Gottes in der Seele des Menschen. Wie diese zunimmt und wächst, also auch der Geist Gottes in ihr. Ist endlich der ganze Mensch zur reinen und wohltätigsten Liebe geworden, dann ist auch die völlige Einung der Seele mit dem Geiste aus Gott erfolgt, und der Mensch hat für ewig das von Gott ihm gestellte höchste Ziel des Lebens erreicht. Gott selbst ist in sich ja die allerhöchste und reinste Liebe, und so ist es auch der in jedem Menschen wohnende Geist aus Gott.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 223, 10-11]

 

Jesus, der Herr, zu vornehmen Römern: „Wird die Seele durch ihr freies Wollen ganz ähnlich der Liebe des Geistes aus Gott, so ist es klar, daß sie mit dem Geiste aus Gott in ihr eins wird und dann auch vollendet ist. Die wahre, reine und lebendige Liebe ist höchst uneigennützig, tätig, voll Demut, Geduld und Erbarmen; sie fällt niemals jemandem unnötig zur Last und duldet alles gern; sie hat kein Wohlgefallen an der Not ihres Nächsten, sondern sie hilft unermüdlich jedem, der einer Hilfe bedarf. — So ist die reine Liebe auch im höchsten Grade keusch und hat keine Freude an der Begierde des Fleisches, aber eine desto größere Lust an der Gesittung des Herzens. Wenn des Menschen Seele also beschaffen sein wird durch ihr freiwilliges Streben, dann ist sie schon gleich ihrem Geiste und in Gott vollendet.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 223, 12-15]

 

Jesus zu einem liebreichen Mägdlein: „Du wirst eher noch, als du denkst, in den Zustand, den Ich dir als den vollkommenen und gottähnlichen gezeigt habe, gelangen; denn du hast schon die rechte Liebe zu Mir und zum Nächsten. Diese Liebe ist das einzige und sicherste Vereinigungsmittel des Geistes mit der Seele, weil solche Liebe in der Seele eigentlich schon der Geist Gottes ist. Laß ihn durch gute Taten in dir stark werden, und du wirst dich bald von seiner wunderbaren Macht und Kraft überzeugen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 108, 9]

 

Der Erzengel Raphael: Der Weg zur Wiedergeburt ist ein Kampf des inneren geistigen gegen den äußeren fleischlichen Menschen.

[Ev. Bd. 3, Kap. 61, 5-8]

 

Jesus: „Wenn eine Seele von ihrem Hochmut absteht und sich demütigt, dann löst sie sich stets mehr von ihres Leibes grobem Fleische und steht mit ihm nur noch durch den mit ihr verwandten Nervengeist im Verbande. Ist dieser Zustand eingetreten, dann wird die Seele in sich lebenfühlend. Nimmt sie zu in der Nächstenliebe, und dadurch auch in der reinen Liebe zu Gott, den sie in ihrer Demut leicht findet, so ruft sie dadurch auch ihren jenseitigen Geist aus Gott wach (im Bewußtsein der Seele) und fängt an, sich mit ihm zu einen. Wenn aber das geschieht, dann geht die Seele schon in das vollkommene ewige Leben ein, das in ihr zur vollen Klarheit wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 111, 5]

 

Jesus: „Wer nach Meiner Lehre eine baldige, volle Wiedergeburt seiner Seele im Geiste wünscht, der führe ein möglichst keusches Leben und lasse sich nicht betören vom Fleische der Weiber; denn dieses zieht den Lebenssinn der Seele nach außen und verhindert dadurch gewaltig die Wachwerdung (Wirksamkeit) des Geistes in der Seele, ohne die keine volle Wiedergeburt der Seele in ihrem Geiste denkbar ist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 41, 7]

 

Der erleuchtete Seher Philopold: „Wenn ein Mensch die Liebesgebote Jesu tatkräftig befolgt, vermag der Geist als Gott im Menschen die Seele zu durchdringen und diese sich ebenbürtig zu machen. So wird der naturmäßige Mensch zum Gotteskinde, das sich aller Vollkommenheit erfreut, wie sie in Gott selbst vorhanden ist.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 221, 8-9]

 

Jesus: „Die Neu- oder Wiedergeburt werdet ihr erst dann völlig verstehen, wenn Ich als der Menschensohn gleich dem Elias von dieser Erde entrückt sein werde! Darauf erst werde Ich aus den Himmeln Meinen Geist voll Wahrheit und Kraft über die Meinen ausgießen, wodurch die volle Wiedergeburt im Geiste ermöglicht wird.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 171, 4-5]

 

Jesus: „Um Rückfälle einer sich läuternden Seele zu verhüten, habe Ich nun den neuen Weg angebahnt, daß Mein Geist, den Ich nun als einen Funken Meiner Vaterliebe in das Herz einer jeden Seele lege und gelegt habe, durch eure Liebe zu Mir und daraus um Nächsten genährt werde, in eurer Seele wachse und nach Erreichung der rechten Kraft sich völlig mit der gebesserten Seele vereine, welcher Akt dann die Wiedergeburt des Geistes heißen soll und wird.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 220, 8]

 

Jesus: „Der Funke Meiner Liebe wird in das Herz einer Menschenseele erst dann gelegt in aller Fülle, wenn ein Mensch Mein Wort vernommen und es in seinem Gemüte gläubig mit aller Liebe zur Wahrheit angenommen hat. Solange dies nicht der Fall ist, kann kein noch so seelenvollkommener Mensch zur Wiedergeburt des Geistes gelangen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 220, 10]

 

Die Wiedergeburt der Seele ist die Vereinigung von Seele- und Geistmensch.

[Ev. Bd. 11, Kap. 50, 10; 52, 1 ff]

 

Die Wiedergeburt des Geistes (Vereinigung von Gottes- und Menschengeist) ist erst seit der Himmelfahrt des Herrn in Seinem Reiche möglich.

[Ev. Bd. 11, Kap. 50, 13; 52, 3 f.]

 

Jesus: „Durch die Ausgießung des heiligen Geistes werden von Adam an alle an der vollen Wiedergeburt im Geiste teilnehmen, die auf Erden geboren wurden und in ihrem Leibesleben wenigstens eines guten Willens waren.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 171, 7]

 

Der Erzengel Raphael: „Wer nur seinen Verstand zu Rate zieht, ohne sein Herz zu erwecken und zu befragen, wird die Erfüllung der verheißenen geistigen Wiedergeburt auf Erden nie und im Jenseits nur schwer erleben.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 243, 7 und 9]

 

Der Herr zu dem frommen Ahbel: „Sei den Deinen ein wahres Bild dessen, der einst kommen wird in der großen Zeit der Zeiten, welcher sein wird der Weg, das Licht, die Wahrheit und das ewige Leben als alleiniger Überwinder des Todes. Du aber bist frei als ein Engel und wirst aufgenommen werden, nachdem das Bild des großen Kommenden in kurzer Zeit (in dir) ganz vollendet wird, dessen du dich aber erst durch deine steigende Demut, Liebe und große Frömmigkeit ganz fähig und tauglich machen mußt trotz aller Verfolgungen und Mißhandlungen, die dich noch treffen werden von deinen Brüdern und Schwestern um der Verherrlichung Meines Namens willen.“

[H. Bd. 1, Kap. 14, 5]

 

Henoch, der liebeweise Künder der Urzeit: „Wenden wir unser Herz der Welt zu, dann ist es bei uns Winter, und das zu kurz dauernde Gnadenlicht vermag da die Geisteswärme in uns nicht zu lösen; wenn wir aber unsere Herzen beständig zum Herrn kehren, da wird das lange, ja fortwährende Gnadenlicht die geistige Lebenswärme in uns bald entbinden, und wir selbst werden dann uns erheben zum ewigen Wachsein im Lichte des Herrn!“

[H. Bd. 1. Kap. 64, 13 und 17]

 

Jesus fordert den einstigen Bischof Martin im Jenseits auf: „Ich will, daß du diese großen, reinen Schönheiten der Sonnenmenschen schauest, damit du in ihrem Lichte deine eigene seelische Häßlichkeit erkennest, auf daß sie dadurch zerbreche, mürbe und reif werde, damit dann dein Geist in ihr erstehe und dich zu einem neuen Geschöpf umgestalte! Denn siehe, du bist noch lange nicht wiedergeboren aus dem Geiste!“

[BM. Kap. 47, 35-36]

 

Der Herr: „Die erste Bedingung alles Seins ist und bleibt ewig die Liebe! — Aber wohlgemerkt, die rechte Liebe nur, wie Ich als die Ewige Liebe selbst sie alle Menschen gelehrt und uranfänglich jedem Menschen ins Herz gelegt habe. So jemand diese wahre Liebe in seinem Herzen auszubilden sucht nach Meiner Lehre, dann wandelt er den vollkommen rechten Weg zur wahren Wiedergeburt.“

[Hi. Bd. 2, S. 403, 1]

 

Der Herr zum Geburtstag eines Freundes: „Es ist Mir lieb, daß du von deinem Geburtstage nichts weiter hältst, als daß du um ein Jahr älter geworden bist. — Freilich wäre es Mir sehr lieb, wenn du auch schon einen vollen geistigen Geburtstag hättest! Aber da hapert es bei dir nun noch ein wenig. — Wenn es auf der Welt keine schönen Mägde gäbe, da hättest du schon lange einen vollen geistigen Geburtstag, aber wegen der schönen Töchter Evas bleibst du noch immer beim halben. Dennoch gratuliere Ich dir immerhin auch zu diesem halben; denn der halbe geistige ist besser als tausend irdische. — Trachte aber nun danach, daß du bald zu einem ganzen geistigen Geburtstag gelangest! Der wird dir alles geben, wonach der bessere Teil deiner Seele dürstet!“

[Hi. Bd. 2, S. 434, 3-6]

 

Jesus im Paradies: „Es hat wohl jeder vollendete Geist eine eigene große Kraft, mit der er vieles wirken kann. Aber was er tut wie aus sich selbst heraus, das gereicht ihm vor Mir zu keinem Verdienste, da er dadurch nur ein Arbeiter für sein eigenes Haus ist. Wenn er aber, Meine Kraft in sein Werk aufnimmt, so arbeitet er in Meinem Hause, und diese Arbeit wird ihm zu einem rechten Verdienst angerechnet!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 103, 9]

 

Der Herr: „Ihr müßt zuerst gesichtet werden im Fleische und dann befreit werden in eurer Seele von den bösen Kröpfen (= Weltsinn), die vom Fleisch in sie eingewachsen sind; und darauf soll der Geist frei werden zur vollen Inbesitznahme der Seele und durch diese des Fleisches, damit dann Raum werde in eurem Herzen für Mich, und daß Ich dort — in diesem Jerusalem — durch das Werk der Erlösung Mich selbst vollende im Menschen, damit der Mensch dadurch vollendet werde in sich durch Mich und wiedergeboren durch Meine Vollendung in ihm.“

[Hi. Bd. 1, S. 239, 3]

 

Jesus: „Wer durch den festen, lebendigen Glauben, durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten die argen Leidenschaften seines Fleisches bekämpft und völlig Herr über sie wird, der befindet sich dadurch im ersten Grade der wahren, inneren Lebensvollendung. Macht dann der Mensch mit seinen Sinnen einen festen Bund, daß sie sich von allen irdischen Anreizungen abwenden und sich ganz dem reingeistigen Wesen zukehren, so ist das schon ein sicheres Zeichen, daß der innere Geist aus Gott die Seele ganz durchdrungen hat, und der Mensch befindet sich jetzt im zweiten Grade der inneren, wahren Lebensvollendung. In diesem Grade ist dem Menschen jene Stärke und Lebensfreiheit zu eigen, daß er, weil erfüllt vom Geiste Gottes, keine Sünde mehr begehen kann.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 155, 6-8]

 

Jesus: „Ein dritter und allerhöchster Grad der Lebensvollendung besteht darin, daß der Mensch, wohl wissend, daß er nun als ein mächtiger Herr der ganzen Natur ohne Sünde tun kann, was er nur immer will, dennoch seine Willenskraft und Macht demütig und sanftmütig im Zaume hält und nicht eher etwas tut, als bis er unmittelbar von Gott aus dazu berufen wird. Denn ein hochvollendeter Geist erkennt, daß zwischen dem sonderheitlichen Willen Gottes in ihm und dem freiesten, endlos allgemeinen Willen in Gott ein großer Unterschied besteht, weshalb er dann seinen sonderheitlichen Willen ganz dem allgemeinen göttlichen Willen unterordnet. Wer das tut, der ist in sich zur innersten, allerhöchsten Lebensvollendung, dem dritten Grade, gelangt, ist völlig eins mit Gott und besitzt gleich Ihm die höchste Macht und Gewalt über alles im Himmel und auf Erden! — In diesem höchsten Grade der Lebensvollendung befinden sich die Erzengel.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 155, 10-15]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola über das Wesen des Erzengels Raphael: „Siehe, dieser Jüngling ist schon lange ein reiner Geist, er hat bereits einmal als Mensch im Fleische dieser Erde gelebt. Sein Name war Henoch, und er war ein Prophet und Gotteslehrer der ersten Nachkommen Adams. Da seine Seele in jener Urzeit der ersten Menschen dieser Erde in der höchsten, reinsten Liebe zu Gott entbrannte, so löste solche Liebe seinen Leib in eine ätherische Substanz auf, mit der die freie Seele bekleidet ward, und sie wurde sofort für immer ein Erzengel der Himmel Gottes, d.h. der höchsten göttlichen Freiheit.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 67, 6 und 7]

 

Jesus: „Ist ein Mensch von vollendet guter Art und in seiner Seele vom göttlichen Geiste erfüllt, so wird seine Außenlebenssphäre auch stets kräftiger und in weite Fernen reichend. Wenn sich einem solchen Menschen reißende Tiere nahen, so werden sie von seiner Außenlebenssphäre durchdrungen und gesänftigt, sind voll Freundlichkeit und tun ihm nichts zuleide. Der Mensch wird ihnen sogar mit seinem Willen gebieten, und sie werden sich ihm gehorsam erweisen. Beispiele davon findet ihr bei den Urvätern und Propheten, und nun habt ihr das schon an Meiner Seite selbst vielfach erfahren. Denn Ich habe die am weitesten reichende Außenlebenssphäre von höchster Kraft, Güte und Vollkommenheit — und ihr durch Mich!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 102, 5-7]

 

Der Herr: „Als Folge der Wiedergeburt darf man nicht irgend läppische Wunderdinge erwarten, sondern ganz natürliche Früchte eines gesunden Geistes und einer durch ihn gesund gewordenen Seele. Wer aber die Wiedergeburt erreichen möchte wegen allerlei Wundereigenschaften, der darf versichert sein, daß ihm solche Gnade nicht zuteil wird.“

[Ed. Kap. 70, 22 und 24]

 

Der Herr: „Ohne Sünde sein heißt: sich im höchsten Grade der Demut und Liebe befinden. Das Gesetz Gottes muß zur eigenen Natur eines solchen Menschen werden und es immerdar sein.“

[Ed. Kap. 72, 5]

 

Jesus: „Wer sich prüfen will, ob er in der Demut ganz vollendet ist, der frage sein Herz, ob er noch durch irgend etwas beleidigt werden kann und ob er seinen Beleidigern und Verfolgern aus vollem Herzen vergeben kann und Gutes tun denen, die ihm Arges zugefügt haben; ob er keine Sehnsucht nach Weltherrlichkeit fühlt, ob es ihm angenehm ist, als der Geringste unter den Geringen jedermann zu dienen. Wer das alles ohne Trauer und Wehmut vermag, der ist schon hier ein Einwohner der höchsten Himmel Gottes und wird es bleiben in Ewigkeit; denn durch solch eine gerechte Demut wird nicht nur die Seele völlig eins mit ihrem Geiste, sondern auch zum größten Teil der Leib, und solch ein Mensch wird den Tod nie fühlen und schmecken!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 83, 8-9]

 

Jesus: „Prüfet euch sorgfältig, ob nicht noch starke weltliche Vorteilsgedanken euer Herz beschleichen, ob nicht zeitweiliger Hochmut, eine zu überspannte Sparsamkeit, Ehrsucht, richterlicher Sinn, Rechthabelust, fleischliches Gelüst und dergleichen euer Herz und eure Seele gefangenhalten?! — — So lange das der Fall ist, werdet ihr nicht zur Erfüllung Meiner Verheißungen gelangen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 125, 2]

 

Jesus: „Eine lebensvollkommene Seele hat neben der wunderbaren Kraft, über alle Kreatur zu gebieten, auch die besondere Eigenschaft, die Gedanken der Menschen zu erkennen und sogar zu sehen, was in jemandes Herzen vorgeht. Sie erkennt mit ihrer höchst intensiven Außenlebenssphäre oft schon auf weite Entfernung, was ein Mensch denkt oder will.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 221, 8]

 

Jesus: „Hätte Moses zu seiner höchst vollendeten Seele auch des Geistes Eingeburt erreichen können — die ihm erst dann zuteil wird, wenn Ich aufgefahren sein werde —‚ so hätte der größte Prophet der Erde allen Sternen neue Bahnen bestimmen können, so wie er dem Granitfelsen gebot, eine reiche Wasserquelle springen zu lassen. Er befahl es den gebannten Geistern, und diese verstanden wohl die Sprache Mosis und wurden tätig nach seinem Willen. Ich sage euch noch hinzu, daß solches bei den Menschen auch jetzt stattfindet und fürderhin stattfinden wird.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 262, 2 und 4]

 

Jesus: „Ist eine Menschenseele ganz rein, gesund und kräftig, so fängt sie an, den Überfluß ihrer Außenlebenssphäre über die Grenzen ihres Leibes hinauszustrahlen und das umso weiter, je lebensgediegener sie wird. Hat es eine Seele einmal zum höchstmöglichen Lichte gebracht, so wird ihre Außenlebenssphäre auch die weiteste und stärkste Auswirkung erreichen, wodurch sie dann als Beherrscherin aller Kreatur dasteht und sich mit allen in rechter Nähe stehenden Wesen verständigen kann.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 261, 1 und 7]

 

Jesus: „Ihr brauchet eure Seele nicht darum zu vollenden, um die wunderbaren Fähigkeiten der alten Väter zu erlangen — denn das gibt keiner Seele ein wahres, seligstes, ewiges Leben — sondern von nun an hat jeder von euch die neue Möglichkeit, durch die Befolgung Meines Wortes zur Wiedergeburt des Geistes in seine Seele (hinein) zu gelangen. Wer diese erreicht hat, wird in einem Augenblicke leichter alle Sternenwelten durchschauen und sogar deren Sprache hören und verstehen, als die alten Seher und Wundertäter ihre nahe Umgebung zu durchschauen und zu beurteilen vermochten.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 263, 3]

 

Der Erzengel Raphael: „Wie kann ein Mensch es erfahren, ob seine Seele eins geworden ist mit dem Geiste Gottes in ihr? — Wenn du in dir keinen Hochmut, keinen unnötigen Ehrgeiz, keine Ruhmsucht, keinen Neid, keine Hab- und Glanzsucht, keine unbillige Eigenliebe, aber dafür desto mehr Liebe zum Nächsten und zu Gott lebendig fühlst und es dir eine wahre Herzensfreude macht, dein Hab und Gut an notleidende Brüder und Schwestern zu verteilen, ja, wenn du ein aufrichtiges Leid in deinem Herzen fühlst, irgendeinem Armen nicht helfen zu können, wenn dir Gott alles und die ganze Erde mit ihren Schätzen nichts ist, dann ist deine Seele völlig eins mit dem Geiste Gottes in ihr, hat das vollkommene ewige Leben erreicht, ist weise und, wo nötig, wundertatkräftig.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 51, 4]

 

Der Erzengel Raphael: „Erst wenn der Geist mit seinem mächtigen Licht in der Seele zur vollen Tat wird, dann kehrt alle Erinnerung in die Seele zurück, jedoch in einem verklärten Lichte. Da gibt es keinen Trug und keine Täuschung mehr, sondern nur eine hellste, himmlische Wahrheit, und die Seele ist dann eins mit ihrem göttlichen Geiste, alles in und außer ihr wird zur höchsten Wonne und Seligkeit.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 120, 19]

 

Jesus: „Mit der Kraft Meines Namens werdet ihr nach Meinem in eurem Herzen sich klar offenbarenden Willen wahrhaft Wunder zu wirken imstande sein. Daher machet vor allem Meinen göttlichen Willen vollkommen zu dem euren, und es wird euch unmöglich etwas mißlingen, das ihr aus Meiner ewigen Ordnung heraus wollet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 75, 7]

 

Jesus zu einem eifrig forschenden römischen Oberstadtrichter: „Wenn du in deiner Seele in dem wahren Geiste Gottes wiedergeboren wirst, so wird dir klar werden, wie die Liebe Gottes durch die Liebe ihrer Kinder zu Ihm in sich stets mächtiger wird und ebenso auch die Liebe Gottes (zu Gott) in den Kindern.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 171, 7]

 

Jesus: „Wer Gott und den Nächsten eines anderen Beweggrundes wegen als Gott um Gottes und den Nächsten um des Nächsten willen liebt, der kommt nicht zur völligen Wiedergeburt, weil diese eine unmittelbare Verbindung zwischen Gott und dem Menschen ist. Durch seine eigenliebige Absicht setzt der Mensch stets eine das geistige Licht nicht durchlassende Scheidewand zwischen sich und Gott und kann darum nicht völlig eins werden mit dem Geiste Gottes.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 160, 5-6]

 

Jesus zu einem römischen Hauptmann: „Es versteht sich von selbst, daß ein Mensch, der seinen Willen vollkommen mit dem Willen Gottes geeint hat, teilweise auch die göttliche Weisheit zu der seinen gemacht hat. Ein solcher Mensch wird dann auch einsehen, ob das, was er will, gut und weise ist. Und so wird er mit Gott nur etwas Rechtes wollen, und was er also will, das wird auch geschehen, wenn der Mensch nicht daran zweifelt. Zweifelt aber ein Mensch daran, so ist solcher Zweifel eine Folge der noch nicht völligen Einigung seines Willens mit dem Willen Gottes.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 135, 8]

 

Jesus: „Sehr viel liegt daran, die Gedanken im Herzen eines Menschen zu prüfen. Wer das kann, der ist gleich Gott allwissend, allsehend und allfühlend. Die nach Meiner Lehre leben und dadurch die Wiedergeburt des Geistes in ihrer Seele erreichen, werden auch das vermögen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 158, 11]

 

Der Herr: „Liebe zu Mir, große Herzensgüte, Liebe zu allen Menschen, das ist in einem Bündel beisammen das echte Zeichen der Wiedergeburt. Wo aber dieses fehlt, und wo die Demut noch nicht für jeden Stoß stark genug ist, da nützen weder Heiligenschein noch Kutte, noch Geistervisionen etwas, und derartige Menschen sind dem Reiche Gottes oft ferner als andere mit einem sehr weltlich aussehenden Gesicht.“

[Ed. Kap. 70, 25]

 

Der Herr: „Die echten Zeichen der Wiedergeburt sind inwendig im Menschen und werden nur dann außen sichtbar, wenn es vonnöten ist. Die Gabe der Weissagung hat der Wiedergeborene nur dann, wenn er sie braucht und Mich darum bittet; denn niemand kann weissagen als Ich allein!“

[Ed. Kap. 70, 15-16]

 

Gleichnis Jesu von dem Kaufmann und der unschätzbaren Perle. Ober dessen Bedeutung sagt der Herr: „Ist die Wiedergeburt der Menschenseele in ihrem Urlebensgeiste aus Gott nicht wert, daß ein Mensch auf alle Weltschätze verzichtet und aus allen seinen Kräften nur nach dieser größten Lebensperle trachtet!?“

[Ev. Bd. 8, Kap. 61, 9-10]

 

Der Herr: „Das Hauptziel der Saturnbewohner ist die vollkommene Einswerdung mit dem ‚Großen Geiste‘ und Seinem Willen. Dabei haben die Saturnmenschen das unerschütterliche Verlangen, dem göttlichen Willen ewig treu zu verbleiben. Und dieser überaus bestimmte und feste Wunsch ist dann der innerste Gottesdienst von der vollkommenst geistigen Art eines jeden wiedergeborenen Saturnbewohners. — Diesen Zustand können auf dem Saturn Menschen jeden Geschlechts und Alters erreichen.“

[Sa. Kap. 45, 12-14]

 

08.08. Kreuzesopfer, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi

 

Ein Engel erklärt dem Mägdlein Jarah die Bedeutung ihrer Träume von der Kreuzigung und Auferstehung des Herrn. Er sagt: „Was du vor drei Tagen, als du von der Kreuzigung Jesu träumtest, gesehen hast, muß also geschehen nach dem Ratschlusse Gottes, da sonst nie ein Mensch selig werden und zur Anschauung Gottes gelangen könnte. Der da gekreuzigt wird, ist Gottes Sohn, und Gott ist in Ihm. Aber am dritten Tage wird dieser Sohn Gottes aus höchst eigener Macht wieder vom Tode Seines göttlichen Fleisches auferstehen und herrschen fortan über die ganze Unendlichkeit, Seines Reiches und Seiner Herrschaft wird ewig kein Ende sein, und vor Seinem Namen werden sich beugen alle Mächte!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 120, 9]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola, der mit römischer Gewalt die Tempelpriesterschaft zu Jerusalem vernichten will, um Jesu Kreuzigung zu verhindern: „Mein sehr lieber Freund, es kostet Mich nur einen Wink, und zahllose Scharen der mächtigsten Engel stünden Mir zu Gebote, von denen einer hinreichen würde, diese Erde und den sichtbaren Himmel in einem Augenblick zu vernichten! Aber darum bin Ich ja nicht in diese Welt gekommen, daß Ich sie richte und verderbe, sondern darum, daß sie durch Mich vom Untergang errettet werde. Und so muß Ich den Menschen, wie sie auch sind, ihren freien Willen lassen, selbst dann, wenn sie sich an Meinem Leibe vergreifen wollen; denn wirke Ich da mit Meiner göttlichen, Mir vom Vater gegebenen Willensmacht entgegen, so tötete dies jedes Menschen Seele, und niemand könnte an ein ewiges Leben nach dem Abfall des Fleisches denken und darauf hoffen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 51, 2]

 

Jesus zu scheidenden römischen Freunden: „Ich werde es in nicht gar ferner Zeit selbst zulassen — zum Gericht aller Frevler und zum Heil der Meinen —‚ daß Mich die Menschen ergreifen und Meinen Leib töten, und zwar am Kreuze wie einen gemeinen Verbrecher. Wenn ihr davon hören werdet, dann ärgert euch nicht über Mich, sondern bleibet im Glauben an Mich und in der Liebe zu Mir, und ihr werdet dadurch teilhaben an dem Werke der Erlösung aus den harten Banden der Sünde und des Todes. Obschon dieser Mein Leib von den Frevlern getötet wird, so werde Ich aber dennoch schon am dritten Tage den getöteten Leib wieder beleben und auferstehen als ein ewiger Sieger über den Tod und alles Gericht. — Dann werde Ich auch zu euch nach Rom kommen und euch selbst überzeugen von dem, was Ich nun zu euch geredet habe.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 149, 5, 6 und 10]

 

Jesus zu Seiner Mutter Maria: „Weib, du wirst wohl nach Jerusalem kommen und Mein letztes größtes Zeichen schauen; aber du wirst darob keine Freude, sondern große Trauer in deinem reinen Herzen haben! Ich werde verraten, von den Pharisäern ergriffen, dem Gericht überantwortet und am Kreuze dem Leibe nach wie ein gemeiner Verbrecher getötet werden. Aber am dritten Tage werde Ich aus Meiner eigenen Macht wieder auferstehen, zu all Meinen Freunden und Brüdern kommen und ihnen die Macht erteilen, den Menschen die Sünden zu vergeben in Meinem Namen und die Toten zum Leben zu erwecken.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 149, 11-19]

 

Aus dem letzten Antwortbrief des Herrn Jesus an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Es muß mit Mir alles so geschehen (Kreuzigung), weil sonst kein Mensch je das ewige Leben erreichen könnte —‚ welches große Geheimnis du erst in Kürze einsehen wirst. Daher unterlasse deine Mir freundlichst dargebotenen Schritte für Meine Rechtfertigung. Den sie würden da wenig fruchten, wo des Vaters ewige Macht waltet. — Mein Kreuz, an das Ich geheftet werde, erschrecke dich ja nicht! — Denn siehe, gerade dieses Kreuz soll für alle künftigen Zeiten der Grundstein zum Reiche Gottes und zugleich dessen Pforte werden. — Ich aber werde am dritten Tage nach Meinem Kreuzestode als ein ewiger Überwinder des Todes und der Hölle vom Tode auferstehen und Mein allmächtiges Gericht wird alle Täter des Übels treffen. Für die aber, die Meines Herzens sind, werde Ich dann die Pforte der Himmel weit auftun vor ihren Augen!“

[Bw. Antw. 7, 1-5]

 

Der Herr in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Du schriebst Mir, daß Ich solle zu dir kommen, da Ich hier im Judenlande verfolgt werde; Ich aber sage dir: Es ist nötig, daß alles das, um dessentwillen Ich in die Welt gekommen bin, an diesem Orte an Mir erfüllt werde, und daß Ich, nachdem dies alles in der Kürze an Mir erfüllt sein wird, zu dem aufsteigen werde, von dem Ich ausgegangen bin von Ewigkeit!“

[Bw. 1, 2]

 

Jesus auf die Frage bestürzter Jünger: „Ich hätte der Mittel und Wege genug, Meine Kinder auch ohne die Erduldung der Kreuzigung zu erlösen und selig zu machen. Aber die argen Menschen wollen es so, und darum lasse Ich es denn zu, auf daß sich eben dadurch auch viele Frevler zur Reue, Buße und zum wahren Glauben an Mich bekehren! Denn die Brut im Tempel schreit es ja in einem fort: ‚Lasset uns Ihn nur ergreifen und töten! Wenn Er vom Grabe auferstehen wird, dann wollen auch wir an Ihn glauben!‘ Sie wollen also diese letzte Probe an Mir machen. Und so sei es denn auch zugelassen! — Es werden dadurch viele, die jetzt noch stockblind sind, sehend und an Mich gläubig werden. Doch die Grundbösen werden eben dadurch ihr Sündenmaß voll machen und in ihr Gericht fallen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 149, 9]

 

Jesus: „So weit ist es also gekommen, daß viele Menschen (durch ihre große Sinnenlust) völlig verloren wären, wenn nicht Ich, der Herr selbst, in diese Welt gekommen wäre, um sie zu erlösen aus dem Joche des Satans und dessen ewigem Verderben. Und Ich werde das Äußerste tun müssen, um anfangs nur den kleinsten Teil der Menschheit ins Licht der Himmel zu erheben.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 166, 10]

 

Die große Frage des Petrus: „Die menschliche Vernunft wird zu allen Zeiten die Frage stellen: ‚Warum mußte denn der Allmächtige von Seinen Geschöpfen gerichtet werden, um ihnen die Seligkeit und das ewige Leben geben zu können? Genügte die reine Lehre und das nur Gott mögliche Wundertun nicht? Bessert das die Menschen nicht, wie wird sie dann Sein Leiden und Sterben bessern?“ Darauf Jesu Antwort: „Ich als der alleinige Träger alles Seins und Lebens muß auch das, was von Ewigkeiten her durch die Festigkeit Meines Willens dem Gericht und dem Tode verfallen war, erlösen und muß eben durch das Gericht und durch den Tod dieses Meines Fleisches und Blutes in das alte Gericht und in den alten Tod eindringen, um so Meinem eigenen Gottwillen jene Bande zu lockern und zu lösen, auf daß darauf alle Kreatur aus dem ewigen Tode zum freien und selbständigen Leben übergehe. — Und es ist des Menschen Sohn also darum in diese Welt gekommen, um das, was von Ewigkeit her verloren war, aufzusuchen, es zu erlösen und so für die Seligkeit fähig zu machen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 247, 2, 4-6]

 

Jesus: „Durch Meinen Leib habe Ich alles Gericht und den Tod auf Mich genommen, und es muß dieser Leib dem Tode auf kurze Zeit gegeben werden, damit eure Seelen das ewige Leben haben mögen! Denn Mein Leib ist der Stellvertreter eurer Seelen; auf daß eure Seelen leben, muß er das Leben lassen, und das von ihm gelassene Leben wird ewig zugutekommen euren Seelen.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 226, 6-7]

 

Inschrift auf der sechsten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Christus ist allein der Mittler zwischen Gott und der Menschennatur. Durch den Tod Seines Fleisches und durch Sein vergossenes Blut hat Er allem Fleische, das da ist die alte Sünde Satans, den Weg gebahnt zur Auferstehung und Rückkehr zu Gott! — Sein Fleisch nahm freiwillig alle Sünde der Welt auf sich und reinigte sie vor Gott durch Sein heilig Blut. — Mache dich teilhaftig dieses größten Erlösungswerkes Gottes durch das Fleisch und durch das Blut Christi, so wirst du rein sein vor Gott! Denn kein Wesen und kein Ding kann rein werden durch sich, sondern allein durch die Verdienste Christi, die da sind die höchste Gnade und Erbarmung Gottes. — Du allein vermagst nichts, alles aber vermag Christus!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 9]

 

Jesus: „Unter Meiner ‚Erhöhung‘ ist nicht die Begründung einer Weltmachtstellung zu verstehen, sondern eine ganz andere Erhöhung und Krönung; denn Ich bin nun da, um all das Gericht, das über diese Erde beschlossen war, auf Mich zu nehmen, damit alle Menschen dadurch die volle Erlösung vom ewigen Tode finden.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 16, 5-10 und 12]

 

Der Seher Mathael in prophetischem Geist: „Meine Seele sieht und erkennt nun recht wohl: Jesus, als die urewige Zentralmacht alles Seins und Lebens, will Sein Leben und dadurch das Leben aller Menschen durch Sein (Erden-) Leben noch mehr festigen. Aber solches wird Er nur erreichen durch eine unerhörte Selbstverleugnung. Er wird Sein Fleischesleben lassen, um in die ewige Herrlichkeit alles Lebens für sich und auch für alle Menschen einzugehen. Dann erst wird alle Kreatur ein anderes Gesicht und eine andere innere Ordnung bekommen. Dennoch wird es heißen: Jeder nehme die Bürde des äußeren Elends auf sich und folge Mir nach!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 31, 10-11]

 

Der erleuchtete Seher Mathael: „Es ist im Grundleben Gottes für ewig so beschlossen, daß diese winzige Erde der Schauplatz der größten göttlichen Erbarmung werden soll, und daß die ganze Unendlichkeit sich in diese heilige neue Ordnung begeben muß, wenn sie an der endlosen Seligkeit des einigen Gotteslebens teilhaben will.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 32, 11]

 

Jesus: „Dem Leibe nach bin auch Ich, wie ihr alle, ein sterblicher Mensch und werde diesen Leib ablegen, und zwar am Kreuze zu Jerusalem zum Zeugnisse wider die argen Juden, Hohenpriester und Pharisäer und zu ihrem Gerichte. Denn Mein Kreuzestod wird für immer ihre Macht brechen, und der Fürst der geistigen Finsternis, der nun die Menschenwelt beherrscht, wird machtlos werden und die Menschen nicht mehr so sehr wie bis jetzt verführen und ins Verderben stürzen können. — Der höchste Hochmut Satans kann nur durch Meine tiefste Demut zugrundegerichtet werden, und es ist demnach notwendig, daß an Mir solches verübt werde.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 220, 1 und 3]

 

Vergebliche Bemühungen der Pharisäer beim Laubhüttenfest, den Herrn im Tempel gefangenzunehmen; Jesus entweicht ihnen mit den Worten: „Bevor Meine Zeit da ist, wird Mich niemand zu greifen vermögen!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 147, 17-21]

 

Jesus: „Ich werde nicht im Grabe verweilen und verwesen, sondern am dritten Tage wieder auferstehen, und wie Ich nun bei euch bin, also werde Ich wieder zu euch kommen! Und erst das wird euch allen das größte und wirksamste Zeugnis Meiner göttlichen Sendung in eure Seelen geben und vollends euren Glauben stark machen!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 220, 3]

 

Jesus zu Jüngern und Freunden: „Die arge Tempelbrut kann wohl Meinen Leib töten, aber nicht Den, der in Mir lebt und ewig wirkt. Ich werde aber auch den Leib wahrlich nicht im Grabe lassen; denn schon am dritten Tage werde Ich diesen Leib erwecken und werde dann wieder bis ans Ende der Zeiten mit denen umgehen, die an Mich glauben, Mich lieben und Mein Wort halten. Und ihr, Meine Brüder, werdet Mich sehen und sprechen können so wie jetzt, da Ich noch im unverklärten Fleische unter euch wandle.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 50, 5]

 

Jesus zu den Töchtern des bekehrten Oberpriesters Jonael: „Wenn ihr von Meiner ‚Erhöhung‘ hören werdet, so werden eure Herzen wohl sehr traurig sein. Aber dann tröstet euch mit dem, daß Ich darauf nach drei Tagen Mich wieder in eurer Mitte befinden und euch selbst überbringen werde die große Bestätigung des Neuen Testaments (Bundes) und die Schlüssel zu Meinem ewigen Reiche. Sehet aber zu, daß Ich euch dann so rein, wie ihr jetzt seid, antreffe, ansonst ihr nicht Meine Bräute für ewig werden könnet.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 72, 8]

 

Jesus: „Ich werde Mich von den Menschen gefangennehmen und sogar dem Leibe nach töten lassen, um dadurch den Menschen den freiesten Spielraum ihres Willens zu geben; denn erst aus dieser höchsten, unbeschränkten Freiheit heraus sind die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu wahren, Gott in allem ähnlichen Kindern zu erheben.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 177, 7]

 

Jesus: „Meine Kreuzigung wird für Meine Widersacher ein ärgstes Gericht und für die Meinen der Höhepunkt Meiner Liebe sein, und Meine Auferstehung wird auch eine Auferstehung für alle sein, die Meines Sinnes und Willens sind.“

[Ev. Bd. 5, Kap 220, 8]

 

Jesus auf eine bange Frage des Petrus: „Es wird geschehen, daß Ich als ein Menschensohn überantwortet werde in der Menschen Hände. Sie werden an Mir zwar das, was des Menschensohnes ist, töten — aber am dritten Tage wird der getötete Menschensohn wieder auferstehen und mehr denn jetzt lebendig hervorgehen aus dem Grabe als ein ewiger Sieger über Tod und Hölle, und ihr werdet Mich wieder so wie nun in eurer Mitte haben.“

[Ev. Bd. 5, Kap 242, 5]

 

Jesus: Wer nicht selbst durch und durch geistig lebendig ist, der kann dem andern nicht das volle ewige Leben sichern. Ich aber bin darum in diese Welt gekommen, um das zu bewirken durch Wort und Tat. Und so muß auch geschehen, daß Mein Leib, der nun noch sterblich ist wie der eurige, durch Mein Kreuzesleiden unsterblich werde, und Ich werde danach auch euch das volle ewige Leben vollkommen sichern können.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 242, 7]

 

Jesus: „Diese Meine Materie (Mein Leib) muß in der möglich größten Erniedrigung und Demütigung gebrochen und gelöst werden, und der Geist Gottes, der in all Seiner Fülle in Mir wohnt und eins ist mit Meiner Seele, muß diese gebrochene Materie, als durch Sein Liebefeuer geläutert, erwecken und beleben, und sie wird dann auferstehen als ein Sieger über alles Gericht und über allen Tod.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 247, 10]

 

Jesus: „Ich weiß, daß Mich das Volk der Templer zu Jerusalem über alles haßt und verfolgt, und dennoch werde Ich dahin ziehen müssen und Mich ihrem großen Haß und Zorn nimmer entziehen können und wollen, und das Opfer, welches durch Mich dargebracht werden muß, wird für alle Menschen der Erde das Tor in das Reich Gottes auftun!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 234, 5]

 

Die über die Ankündigung Seines Kreuzestodes betrübten Jünger und Freunde tröstet Jesus: „Meinet ihr denn, daß Ich euch nach Meines Leibes Tode verlassen werde? O mitnichten! Ich werde dann erst recht bei den Meinen verbleiben bis ans Ende der Zeiten dieser Erde und für jeden, der an Mich glaubt, offenhalten die Tore zum ewigen Leben in Meinen Himmeln. Es werden zwar sich Meine Schafe zerstreuen, wenn Ich als ihr Hirte geschlagen werde, — aber Ich selbst werde sie wieder sammeln, und es wird dann nur eine Herde und ein Hirte sein für immerdar!“ — Nach dieser Eröffnung des Herrn ertönt eine Stimme in der Luft des Saales: „Dieser Jesus mit Fleisch und Blut ist Mein geliebter Sohn, den sollen loben alle Geschlechter der Erde! Er ist der verkörperte Ausdruck Meiner Liebe, Meiner Weisheit und Meines Willens. Ich bin in Ihm und Er in Mir! Wir sind völlig eins. Wer Ihn sieht und hört, der sieht und hört auch Mich, und wer Meinen Willen tut, der hat in sich das ewige Leben!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 149, 18-19]

 

Der erleuchtete römische Hauptmann Pellagius zu den über den angekündigten Kreuzestod des Herrn tiefbetrübten Jüngern: „Freunde, auch ich weiß um das, was eure Herzen traurig stimmt. Aber wenn dies das einzige Mittel ist, die alte Halsstarrigkeit vieler Ungläubigen zu brechen und sie sehend und gläubig zu machen, so kann ich nicht umhin, unsern Herrn, Meister und Gott darob zu preisen und umsomehr zu lieben; denn so etwas kann nur die höchste, reinste Liebe Gottes sich von ihren Geschöpfen gefallen lassen — unserer menschlichen Liebe wäre das nie möglich! — Zudem wird der Herr ja am dritten Tage wieder unter uns sein, uns erfüllen mit Seinem Geiste und bleiben bei den Seinen bis ans Ende dieser Erde. Und so meine ich, daß wir uns über alles zu freuen Ursache haben, was Er zum Heil aller Menschen verordnet und über sich kommen läßt! —Die blinden Narren Jerusalems können sich in ihrer tollen Wut wohl am Leibe des Herrn vergreifen und ihn töten, wenn Er das selbst, durch Seine Liebe zu uns Menschen genötigt, zur Besserung der Blinden zuläßt; aber wer wird denn die ewige, allmächtige Gottheit in Seinem Leibe zu töten vermögen?! Diese wird ihren erhabenen Leib wieder beleben, und am dritten Tage wird Er so wie jetzt, wieder bei uns sein, so daß wir alle uns über alle Maßen zu freuen haben!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 42, 1-2]

 

Der Herr: „Ich bin die Liebe selbst und bin um keinen anderen Preis als nur wieder um die Liebe zu haben. Durch Liebe habe Ich euch alle erkauft, daher fordere Ich von euch allen wieder Liebe. Wer Mir daher dienen will, der diene Mir in der Liebe, in der Ich für ihn am Kreuz gestorben bin; und wer zu Mir kommen will, der komme in der Liebe zu Mir, die am Kreuze für ihn blutete.“

[H. Bd. 1, Kap. 2, 11]

 

Paulus an die Gemeinde zu Laodizea: „Liebe Brüder, gebt allezeit im Geiste und in der Wahrheit Gott, dem Vater in dem Sohne, dadurch die Ehre, daß ihr Ihn allezeit liebet über alles in Seinem Sohne, der für uns alle aus Liebe am Kreuze gestorben ist, um uns zu bringen die Kindschaft wieder, die unsere Väter von Adam her verwirkt haben!“

[Lao. Kap. 3, 42]

 

Paulus an die Gemeinde in Laodizea: „Christus hat eure Schmach, eure Sünde, euer Gericht und euern Tod auf sich genommen und ließ sich für euch ans Kreuz heften, um euch allen die volle Freiheit zu verschaffen vor Gott; damit ihr in Ehren wandeln sollet, nahm Er alle eure Schande und Schmach mit ans Kreuz!“

[Lao. Kap. 1, 45]

 

Einweihung der Sonnenbewohner in das Geheimnis der Menschwerdung Gottes in Jesus und Seines Kreuzestodes auf unserer Erde, sowie in die Bedingungen der Gotteskindschaft, oft durch den Herrn selbst.

[NS. Kap. 21-22]

 

Der Herr: „Die Saturnbewohner werden von den Geistern darüber unterrichtet, daß der Große Geist auf einem kleinen Weltkörper nahe der Sonne Mensch geworden ist, Fleisch und Blut getragen hat und von dieses Weltkörpers Menschen verkannt und leiblich getötet wurde.

[Sa. Kap. 39, 6]

 

Der Herr schildert Jakob Lorber und seinen Freunden die Bedeutung Seines göttlichen Leidens am Kreuz auf Golgatha für die ganze Schöpfung.

[Hi. Bd. 1, 5. 327, 8-15]

 

Bekenntnis eines erweckten, reumütigen Sünders im Jenseits: „Wir stehen hier als Nichtigkeiten vor Dir, o Herr der Unendlichkeit, der Du allein alles in allem bist, und erwarten von Dir Gnade und Barmherzigkeit, nicht aber so, als hätten wir irgendein auch nur scheinbares Recht darauf, da wir alle größtenteils schwache und sogar grobe Sünder sind, — sondern weil Du, Gott, die größte, reinste und vollkommenste Liebe bist, die sich nicht für die Engel, sondern für die gefallenen Sünder hat an das Kreuz schlagen lassen! — Du allein bist die Stärke der Schwachen, der Heiland der Elenden, die Hilfe der Notleidenden! Du selbst offenbartest Dich als das und sagtest zu den Sündern: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!“

[Rbl., Bd. 1, Kap. 106, 1]

 

Jesus im Geisterreich: „Ich, als der allerhöchste und größte Geist von Ewigkeit, nahm das Kreuz auf Mich und ging den Weg der Demut auf eurer kleinen Erde als Erster allen voran und zeigte, wie dieser Weg, den der größte und allmächtige Geist Gottes gehen konnte, auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und auf ihm erreicht werden kann das wahre, freieste, ewige Leben!“

[BM. Kap. 43, 7]

 

Jesus im Geisterreich: „Ich war endlos seliger am Kreuze als dereinst, da Ich durch Mein allmächtiges Wort Himmel und Erde zu gestalten begann! Denn als Schöpfer stand Ich wie ein unerbittlicher Richter in der Mitte Meiner ewig unzugänglichen Gottheit; aber am Kreuze hing Ich als ein zugänglicher Vater voll der höchsten Liebe, umgeben schon von manchen Kindlein, die in Mir den Vater zwar noch nicht völlig erkannt hatten, aber Mich dennoch aus allen ihren Kräften als den Sohn des allerhöchsten Vaters über alles liebten.“

[BM. Kap. 186, 9]

 

Jesus belehrt den Ältesten der gereinigten, armen Judengemeinde in der Bergstadt Abila über Seine Auferstehung und Himmelfahrt: „Meine geistige Auffahrt hat eine doppelte Bedeutung: Die erste wird von nun an kein Jahr auf sich warten lassen. — Die zweite aber wird in jedem Menschen, der an Mich lebendig glaubt, dadurch bewirkt, daß der Geist Meiner Liebe in seinem Herzen auferstehen und des Menschen Verstand in alle Weisheit der Himmel leiten wird. — Meine persönliche Auffahrt aber wird bald nachdem geschehen, wenn dieser Mein Leib am dritten Tage nach der Tötung durch die Hände der Feinde Gottes aus dem Grabe auferstehen und in Mein Gottwesen übergehen wird. Wie einst Elias sichtbar wie in einem feurigen Wagen sich gen Himmel erhoben hat, ebenso werde Ich Mich — sichtbar vielen Meiner Freunde — vom festen Boden dieser Erde zum Himmel erheben.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 60, 5-7]

 

Der Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Höret, Gott, der Allmächtige, läßt sich sogar verfolgen, gefangennehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Saget mir, könnt ihr euch eine größere Liebe, eine tiefere Herablassung denken als diese, die ihr an Jesus kennt?! — Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels anders gestaltet. Wohnt Er auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist, als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern gegenwärtig. Er gibt Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie selbst persönlich wesenhaft, endlos mächtig zu wirken in Seiner Ordnung!“

[GS. Bd. 2, Kap. 13, 11-12]

 

Der Herr verkündet durch Jakob Lorber ein bis dahin unbekanntes Evangelium über die Himmelfahrt Jesu Christi.

[Hi. Bd. 2, S. 208, 1 ff]

 

08.09. Zorn und Gerichte Gottes

 

Jesus: „Der Zorn Gottes ist nur ein besonderer Eifer Seiner Liebe, dem eine heilsame Kraft innewohnt. Mit ihm wirkt Gott, wenn es irgend nottut. Hätte die Liebe Gottes solchen Eifer nicht, so wäre die Unendlichkeit völlig wesenleer; nur dem großen Eifer der Liebe Gottes verdankt alle Kreatur ihr Dasein.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 155, 4]

 

Das Jesuskindlein zu Maria, die um des Herrn Liebe bangt: „Siehe, so du Mich liebtest mit der Glut aller Sonnen, so wäre dennoch solche deine Liebe nichts gegen Meine Liebe, mit der Ich den ärgsten Menschen sogar noch in Meinem Zorne liebe. Und Mein Zorn ist mehr Liebe als deine größte Liebe!“

[Jug. Kap. 203, 6-9]

 

Der zwölfjährige Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem: „Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott werden Mich lieben und das über alle Maßen; aber Menschen, welche die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und weltsüchtige Gottesleugner sollen Mich kennenlernen, daß Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken, denn Ich allein habe ewig die vollkommenste Macht dazu!“

[Dr. T. Kap. 29, 23]

 

Durch harte, strenge Lehren Adams und anderer Urväter wurden in vielen schwachen Kindern der Höhe falsche Vorstellungen von Jehova — als einem Gott des Zornes und Gerichtes — erweckt.

[H. Bd. 2, Kap. 120, 1-4]

 

Der Herr belehrt den bekehrten König Lamech von Hanoch, der sich vor Seinem Zorn fürchtet: „Wie kannst du dir wohl einen zornigen Gott vorstellen?! — Was du bei Mir als ‚Zorn‘ ansiehst, das ist Mein göttlicher, allerlebendigster Liebeseifer oder Meine Erbarmung.“

[H. Bd. 2, Kap. 231, 22 und 35]

 

Der Herr: „Solange eine Stadt in der Tiefe haben wird zwei Gerechte, da will Ich sie verschonen um der Gerechtigkeit der zwei willen. Solange ein Land wird haben sieben Gerechte, da will Ich es nicht heimsuchen in Meinem Zorn. Und solange ein Volk wird haben zehn Gerechte, da will Ich es verschonen vor dem Ausbruche Meines Feuers!“

[H. Bd. 2, Kap. 266, 4]

 

Auf die Frage des Erzvaters Mahal: ‚Warum reut es Dich, Herr, den Menschen geschaffen zu haben?‘ erwidert Jehova: „Meinst du denn, Meine Reue ist wie die eines Menschen, der gesündigt hat? 0 siehe, da bist du in großer Irre! Meine Reue ist ein Schmerz in Meiner Liebe, die zusehen muß, wie die von Mir in ihrer Freiheit so vollkommen gestellten Menschen sich selbst zugrunde richten und verderben! Meinst du denn, Ich hatte je den Plan, einen Menschen zu richten und zu verderben?! — Nein, im Gegenteil! — Aber um die Menschen nicht zu richten in Meiner Allmacht, muß Ich es nun leider zulassen, daß die Menschen selbst die Schleusen der Erde gewaltsam öffnen, aus denen mächtige Fluten hervortreten und alles ersäufen werden, was da atmet in diesem größten Wohnbezirke der Erde!“

[H. Bd. 3, Kap. 338, 11-13]

 

Auf das letzte, erbittertste Hadern des Erzvaters Mahal mit Gott antwortet der Herr aus einer Feuerwolke: „Mahal, du Ungeratener! Ich bin satt deines Lästerns geworden! Hältst du Mich, deinen Gott und Herrn, keiner Ehre wert, so halte auch Ich dich nicht wert der Rettung! Und so bleibe denn hier und sei ein Zeuge Meines Zornes über die Erde und über dich; aber deine Kinder, da sie nicht in dein Lied gestimmt haben, will Ich von dir nehmen, und so sollst du Mich nun in Meinem Zorne kennenlernen, weil du Mich in Meiner Liebe nicht erkennen wolltest! — Es geschehe!“ Hier ergriff das Feuer die drei Kinder (Mahals) und verzehrte sie im Augenblick. Mahal blieb nun allein und ward stumm vor Entsetzen.

[H. Bd. 3, Kap. 350, 11-13]

 

Der Herr zu einem Reuigen, sich für straf würdig Haltenden: „Erhebe dich, Mein Sohn! Meinst du denn, Ich, dein heiliger, liebevollster Vater, habe eine Lust und Freude am Strafen Meiner Kinder?! Siehe, jeder Streich, den Ich dir geben möchte, würde Mich im Herzen bei weitem mehr schmerzen als dich auf deiner Haut!“

[H. Bd. 3, Kap. 121, 7-8]

 

Ein Erleuchteter in der geistigen Welt zu dem einstigen Bischof Martin: „Meinst du, Gott ist ein Gott des Zornes und des Gerichtes?! — 0 nein! Siehe, Gott ist die reinste und höchste Liebe, der von sich aussagte: Ich komme nicht zu richten die Welt, sondern selig zu machen jeden, der an Mich glaubt und Mich liebt!“

[BM. Kap. 53, 18]

 

Ein Engel im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Meinst du, die Hölle mit ihren Schrecknissen sei eine Rache des Herrn, gegründet auf Seinem Zorn von Ewigkeit?! 0 mitnichten! Ich sage dir, der Herr ist auch in der Hölle nur Liebe. Denn die ewige, göttliche Liebe kennt weder Zorn noch Rache!“

[BM. Kap. 73, 7]

 

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Siehe, als mich der Herr zu einem Pfeiler Seiner Kirche stellte, da redete Er zu mir aus Seiner Weisheit; als Er mich aber einen Satan nannte, da redete Er aus Seiner unermeßlichen Liebe zu mir, weil Er da mein Welttümliches mit aller Gewalt wie mit einem Hiebe aus mir wies, welches Welttümliche in mir der eigentliche Satan selbst war. Bruder, verstehst du nun diese Sentenz?“

[BM. Kap. 158, 15]

 

Der Herr: „Da Mein Wort ausgegangen ist von Meiner Liebe, wie sollte es vergehen, solange die Liebe besteht? — Jedoch ganz anders verhält es sich mit allem Geschaffenen, das da hervorgegangen ist aus Meinen Gerichten und daher vergänglich ist wie die Gerichte, aus denen es hervorging. — Das Gericht dauert nur eine Zeit; die Liebe aber besteht ewig! Denn die Ewigkeit ist ja die Liebe selbst, und in ihr ist alles voll Liebe. — In der Zeit wirkt die Liebe durch das Gericht und sänftet in ihm den Zorneifer Gottes. In der Ewigkeit aber ist die Liebe Siegerin über den Zorneifer und somit auch über alles Gericht.“

[Hi. Bd. 1, S. 228, 14-17]

 

Jesus: „Jede Gefangenschaft und auch jedes Sklaventum ist ein von Gott zugelassenes Strafgericht. Ein Gericht aber ist stets nur eine äußerste Nötigung zur Besserung und hat darum gewöhnlich für die Seelen der Menschen eine mehr schlechte als gute Wirkung; denn wer das Schlechte nur meidet der üblen Folgen wegen, der ist noch fern dem Reiche Gottes. Nur wer das Gute darum tut, weil es gut ist und das Schlechte meidet des Schlechten wegen, ist ein wahrhaft guter Mensch. Denn solange sich der Mensch nicht aus eigenem Antrieb ans Licht drängt, bleibt er ein Sklave im Geiste!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 207, 12]

 

Jesus: „Die äußere, sichtbare Natur und der Leib des Menschen haben von Gott aus ihre notwendigen, unwandelbaren Mußgesetze. Wenn der Mensch sich Zorn und Gerichte Gottes wider diese Ordnung auflehnt und sie umgestalten will, dann wird er nicht von einem ‚Zorne Gottes‘, sondern von der strengen, beleidigten Gottesordnung in der äußeren Natur gestraft.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 143, 2]

 

Jesus mißt der Sichtung der Menschen und Völker durch große Erdkatastrophen wenig Wert für die Menschheitsentwicklung bei und verweist auf die Sintflut und ihre kurzdauernde Läuterungswirkung.

[Ev. Bd. 5, Kap. 204, 1-6]

 

Jesus im himmlischen Jerusalem zu eben vollendeten Engeln: „Daß Ich auf Erden angedrohte Strafen und Gerichte oft nicht erfolgen lasse, hat hauptsächlich darin seinen Grund, weil Strafen die Menschheit selten bessern. Und so lasse Ich denn, wenn sich nur einige wenige Gerechtere gläubig an Mich wenden, die Drohungen recht gern in Segnungen umwandeln. Deshalb aber lasse Ich auch Strafen und Gerichte allezeit nur bedingungsweise ankündigen und androhen. Finden Meine Mahnungen Ohren, die sie hören, und Herzen, welche die Bedingungen nur einigermaßen erfüllen, dann segne Ich für wenige Gute auch viele Schlechte mit. Denn ein Vater bleibt doch stets der sanfteste Richter seiner leider oft nur zu strafwürdigen Kinder und schlägt nicht sogleich drein, wenn er auch schon die Zuchtrute drohend erhebt.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 294, 11 und 12]

 

Jesus in der Paradieseswelt zu den alten Propheten und zu Seinen Aposteln, die ein scharfes Weltgericht fordern: „Soll Ich denn alle Hierarchien durch ein Feuer vom Himmel mit einem Schlage vertilgen? — Oh, das geht im allgemeinen nach dem großen Werke der Erlösung nicht mehr! Keine allgemeine Sündflut und kein Untergang Sodoms und Gomorrhas mehr!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 190, 5]

 

Der Herr: „Alle Propheten haben geweissagt, aber nur bedingungsweise, damit durch eine solche Weissagung niemand gerichtet werde, sondern jeder die Freiheit habe, das Gebotene zu tun, um dem angedrohten Gericht zu entgehen, oder das Gebotene zu unterlassen, um gerichtet zu werden. Wenn Menschen ein Gericht angedroht wird, sie sich aber bessern — wenigstens einige —‚ so wird das Gericht aufgehoben. Würden unter hunderttausend Menschen nur zehn gerecht, so will Ich dieser zehn wegen auch die hunderttausend mit dem Gericht verschonen.“

[Ed. Kap. 71, 4, 6, 7, 9-12]

 

Jesus: „Wenn einmal gar zu viele Menschen sich im Vollmaße des Gerichtes befinden, dann wird von Mir der noch wenigen Guten und Auserwählten wegen, die Zeit ihres ungestraften argen Waltens abgekürzt, und ihr Gericht und ihr Tod verschlingt sie vor den Augen der wenigen Gerechten, wie dies zu Noahs Zeit geschah und von nun an auch fürderhin öfter der Fall sein wird. — Den Anfang werden die Juden bald erleben und später andere Reiche mit ihren Fürsten und Völkern; nach nicht völlig 2000 Jahren aber wird abermals ein größtes allgemeines Gericht kommen zum Heil der Guten und zum Verderben der Weltgroßen und völlig Lieblosen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 30, 5-6]

 

Jesus: „Muß Gott die Menschen mit der Zuchtrute in der Hand heimsuchen, so trägt Er ihnen dabei in der anderen Hand, wenn schon verhüllt, auch Sein Herz entgegen, auf daß sie erkennen mögen, daß Gott, der Vater, auch mit der Zuchtrute in der Hand ihnen dennoch mit aller Liebe entgegenkommt.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 129, 11]

 

Jesus: „Eine weise Regierung, die auf eine gute Ordnung durch ihre Gesetze hält, wird den mutwilligen Übertreter des Gesetzes sicher zur Rechtenschaft ziehen. Soll denn die Gottheit, wenn auch noch so gut und langmütig ist, ein zu sehr entartetes Volk nicht auch züchtigen und es mit der gerechten Rute aufwecken aus der zu großen Trägheit und es hinlenken zur Tätigkeit?!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 238, 7]

 

Der Herr: „Meine Ordnung hat gar viele Wege, von denen viele besser sind denn einige darunter. Das Gericht aber ist schon von allen allzeit der letzte, da es dabei um Leben und Tod geht! Hütet euch daher vor jeglichem Gericht!“

[H. Bd. 3, Kap. 31, 18]

 

Gewaltiges Feuergericht über die rückfälligen Gottesverächter und Götzenanbeter des Reiches Hanoch.

[H. Bd. 3, Kap. 163, 6-12]

 

Der Herr trat aus dem neu eröffneten Tempel vor das durch ein gewaltiges Feuergericht erschütterte Volk von Hanoch, erhob Seine allmächtige Hand und sprach: „Erde, nun sollst du schweigen, wenn Ich rede zu Meinen Kindern! Weiche zurück alles Ungetüm, und du, Sonne, laß wieder deine Strahlen auf der Erde Boden fallen ganz ungetrübt! Amen!“ — Und als der Herr solches geredet hatte, da verstummte plötzlich aller Sturm in, auf und über der Erde. Und alles Volk fiel plötzlich nieder und lobte und pries Gott für diese Errettung.

[H. Bd. 3, Kap. 167, 10-12]

 

Die Engel Gottes zu dem Erzvater Noah: „Der Herr selbst wird es dir anzeigen, wann du die Arche schließen mußt. Wenn vor dem Regen die Menschen bei dir Schutz suchen, so sollst du sie aufnehmen; wenn es aber zu regnen anfängt, dann soll niemand mehr in die Arche gelassen werden!“

[H. Bd. 3, Kap. 347, 8-9]

 

Der Evangelist Markus zu ungeläuterten Seelen in der Geisterwelt: „Nicht der Herr wird euch richten, sondern das Wort, das der Herr geredet hat, das wird euch in euch selbst richten!“

[GS. Bd. 1, Kap. 85, 12]

 

Jesus zu übereifrigen Geistern im Jenseits: „Wenn unter den werdenden Menschen derart schroffe Ordnungswidrigkeiten entstehen, daß dadurch die zu gewinnende absolute Lebensfreiheit in Gefahr gerät, dann müssen wir hie und da kleine, aber nur äußere Schreckgerichte auftauchen lassen, als da sind Kriege, Teuerung, Hunger und Pest. Aber jedes Strafgericht darf nie mehr als höchstens ein Zehntel der Menschen ergreifen, weil es bei einer größeren Verschärfung leicht die Wirkung eines tödlichen Gerichtes annähme!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 95, 10]

 

08.10. Die Gabe des heiligen Geistes

Jesus: „Wenn Ich jüngst diese Erde werde verlassen haben, dann werde Ich den heiligen Geist aller Wahrheit über Meine getreuen Jünger und Brüder ausgießen. Dieser Geist wird sie dann in alle Wahrheit, Weisheit und Macht leiten und ihre Seele mit ihrem jenseitigen Geist der Liebe aus Gott einen und so die Wiedergeburt des Geistes in ihnen zustandebringen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 142, 8]

 

Der Herr vor Seiner Himmelfahrt zu Seinen Jüngern: „Verwahret euch noch zehn Tage lang, dann werde Ich euch den Heiligen Geist senden und geben, nicht einen fremden Geist, sondern Meinen Geist der Liebe und Weisheit, auf daß ihr mächtig werdet durch Ihn, wie Ich mächtig war unter euch durch den Vater, der Mich in Seiner Fülle zu euch gesandt hat!“

[Hi. Bd. 2, S. 209, 11]

 

Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich hätte euch noch gar vieles zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht ertragen; wenn aber der Geist der Wahrheit kommen wird über euch, dann wird er euch in alle Wahrheit leiten. Und so werdet ihr dann für diese Erde in aller Wahrheit sein und in ihr auch den Schlüssel bekommen zu den endlos vielen Wahrheiten der Himmel.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 168, 13]

 

Jesus zu Seinen Jüngern: „Am dritten Tage (nach der Kreuzigung) wird Mein Leib sein Leben verwandelt wiedererhalten. Danach wird die Überfülle Meines ewigen Geistes auch in euch dringen und wird euch leiten in alle Wahrheit. In solcher Wahrheit erst werdet ihr verwandelt in euren Herzen und Seelen, und ihr werdet euch selbst nehmen das ewige Leben aus der Überfülle Meines Geistes frei und unabhängig und also erst wahrhaft Gottes Kinder sein und bleiben für ewig!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 226, 8-9]

 

Jesus: „Wenn der Heilige Geist über euch kommt, den Ich einst aus den Himmeln über euch ausgießen werde, der wird euch erst in alle Wahrheit leiten! Das wird sein der Geist der Liebe!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 1, 3]

 

Jesus: „Wenn ihr bleibet im Glauben an mich und tuet nach Meiner Lehre, so werdet ihr in eurer Glaubens- und Liebereife getauft werden vom Heiligen Geiste, den Ich allen senden werde, die lebendig an Mich und an den glauben, der Mich aus sich im Fleische als einen Menschensohn in diese Welt sandte.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 13, 7]

 

Jesus: „Wenn Ich später nicht mehr im Fleische so wie jetzt, sondern nur im Geiste unter euch sein werde, dann werde Ich euch erteilen können alle Kraft und Macht Meines Geistes. Im Geiste und seiner Kraft werde Ich bei euch bleiben bis ans Ende der Zeiten, die diese Erde noch bestehen wird, und bis sie den letzten gerichteten Geist ausgereift haben wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 174, 13]

 

Jesus zu gereiften Jüngern und Freunden: „Denen ihr die Hände auflegen, und die ihr taufen werdet in Meinem Namen, diese sollen erfüllt werden mit Meinem Geiste; sie sind es, die Ich selbst zu allen Zeiten als eure Nachfolger erwähle und die Ich durch die wahrhafte Erteilung Meines Geistes bestätige.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 150, 26]

 

Jesus: „Ich selbst muß zuvor völlig in Gott, dem Vater von Ewigkeit, sein, damit Ich euch Meinen Geist geben kann. Wenn dieser Geist kommen wird, so wird er euch erst in alle für euch jetzt noch unbegreiflichen Wahrheiten leiten, und ihr werdet dann das und noch Größeres tun, als Ich selbst nun tue. Wie aber das möglich ist, das wird euch Mein Geist, der eure Seelen verklären wird, lehren.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 129, 10]

 

Jesus zu berufenen Verkündern Seiner Lehre: „Wenn ihr das Volk in Meiner Lehre und in Meinem Namen getreu unterwiesen habt, dann werde Ich einen größeren Apostel zu euch senden, der wird dann den Gläubigen in Meinem Namen die Hände auflegen und sie taufen in Meiner Liebe, in Meiner Weisheit und in Meiner Kraft! Sie werden dadurch empfangen den Heiligen Geist aus Gott und durch ihn erreichen die volle Geburt ihres Geistes in ihrer Seele, und damit auch das ewige Leben und seine Kraft.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 165, 7]

 

Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu dem Ratsherrn Nikodemus, der Ihn über die Beschaffenheit der Erde um Aufschluß bittet: „Jene, die in Meiner Lehre einst sein werden, denen werde Ich geben Meinen Geist, der sie zu wahren Kindern Gottes machen und sie leiten wird in alle Wahrheit und Weisheit, und es soll ihnen die Unendlichkeit naturmäßig und geistig nicht fremd bleiben. Wirst du etwa ein Jünger Meiner Lehre werden, so sollst auch du von den Gaben des Geistes Gottes etwas zum Verkosten bekommen!“

[Dr. T. Kap. 30, 1-4]

 

Der Herr: „Mein Wort bedurfte der Blutzeugen nicht; denn Ich habe ja den einen ewig gültigen Zeugen, Meinen Heiligen Geist, selbst allen denen verheißen, die Meine Lehre annehmen und danach leben. Dieser Zeuge ist der bleibende, während das Blut der ersten Märtyrer schon lange wirkungslos geworden ist.“

[Schrft. Kap. 35, 11]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes zu dem lichthungrigen Fischer Hiram: „In der Folgezeit wird alles, was der Herr gelehrt hat, durch den Heiligen Geist Gottes vielen Menschen noch besser geoffenbart werden, als ich es nun euch offenbaren konnte. Wenn da auch über euch der Geist Gottes kommt, dann wird er euch in alle Tiefen seiner urgöttlichen Weisheit leiten, und dann erst werdet ihr das vollkommen klar einsehen, was ihr jetzt erst ganz schwach zu glauben angefangen habt. Bis dahin glaubet und forschet in den Schriften und in der Natur; sie werden es euch sagen, daß es so und nicht anders ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 189, 3]

 

Jesus: „Niemand kann wissen, was in Gott ist, als allein der Geist. Wer aber Gottes Gebote hält und Ihn über alles liebt, der bekommt den Geist Gottes in sein Herz, und dieser sieht in die Tiefen der Gottheit!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 12, 9]

 

Der Apostel Paulus verkündet armen, lichtlosen Seelen im Mittelreich: „Nun ist wieder eine Zeit der besonderen Gnade Gottes, des Herrn, da Boten aus den höchsten Himmeln durchziehen die unteren Sphären der finsteren Geisterwelt! Ja, der Herr selbst tut dasselbe, um die Unglücklichen glücklich zu machen! Auf der Erde und in allen Weltkörpern werden nun besondere Propheten und Knechte des Herrn erweckt und geben den anderen Menschen Licht und Wort aus den Himmeln. Aber diese Zeit wird bald wieder vergehen, und die besondere große Gnadenpforte Gottes wird wieder auf langehin verschlossen werden den Kindern der Welt und des Gerichts. Und wenn ihr dann rufen werdet in eurer großen Not, da wird euch keine Antwort werden!“

[Rbl. Bd. 2, Kap 203, 12-13]

 

Der Herr zu Seinen getreuen Nachfolgern: „Wenn ich sage: ‚Nehmet Hin den Heiligen Geist’, so heißt das soviel wie: ‚Nehmet hin die höchste Kraft Meiner Göttlichen Liebe! Was ihr löset auf Erden, das soll gelöst sein, und es bedarf da keines Opfers und Hohenpriesters mehr; und was ihr bindet an euer Herz, und was ihr bindet in der Welt, das soll auch im Himmel gebunden sein!

[Ed. Kap. 71, 19]

 

Der Herr: „Jede Vollkommenheit kommt von Mir und ist als eine Gabe Meines Geistes zu betrachten. Wer sie demütig und zum Nutzen seiner Brüder verwendet und nicht damit gieret nach Geld und Ehre der Welt, dem soll sie ein rechter Segen sein zeitlich und ewig. Wer aber damit das Gegenteil tut, der ist wie ein Sünder gegen den Heiligen Geist und somit buchstäblich ein Greuel vor Mir, der Ich ihm solche Gabe verliehen habe!“

[Hi. Bd. 2, S. 335, 9]

 

Der Apostel Paulus im Mittelreich zu armen, lichtlosen Seelen: „Nun ist geöffnet die Pforte zum Reiche Gottes! Wer da hinein will, der wird auch hineinkommen. Wer aber nun nicht will, der wird dann, so die große Pforte der besonderen Gnade wieder geschlossen wird, schwer hineinkommen! — Denn obschon der Herr stets unveränderlich ist in Seiner Liebe und großen Erbarmung für alle Seine Geschöpfe und Kinder, so ist Er dennoch in der Gabe Seiner besonderen Gnade nicht allezeit gleich, und nicht jeder bekommt sie, sondern nur wenige, die da von Anfang an erwählt und dazu schon geschaffen und zugerichtet sind, die besondere Gnade in sich ohne Nachteil für ihr Sein lassen und ertragen zu können. — Auch sind nicht zu allen Zeiten Propheten da, sondern es gibt nur alle hundert Erdjahre Propheten, die da erweckt sind nach dem Willen des Herrn durch Seine besondere Gnade, auf daß sie schauen Dinge des Geistes und hören das Wort Gottes und dann beides verkünden den Schwachen und den Blinden der Erde, — damit dann auch diese selig werden und eingehen mögen in die Gnadenhimmel Gottes.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 203, 11]

 

08.11. Prädestination? (Vorherbestimmung)

 

Jesus: „Denket ja nicht, Gott habe schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem Erdenleben zu gewärtigen hat! Etwas derartiges zu denken und zu glauben, kann der Seele den Tod bringen, weil diese Lehre eine Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren Lebensgrundsätzen aus Gott den schroffsten Gegensatz darstellt. Die Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres freien Willens und dadurch, daß sie nicht in sich erwecken wollen alle sieben Lebensgeister Gottes, wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres inneren, unvergänglichen Lebensschatzes gelangen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 52, 1]

 

Jesus: „Wenn eine Seele so recht in der tiefsten Nacht ihres selbstgeschaffenen Weltdünkels steckt, so können ihr bei Belassung ihrer inneren Willensfreiheit auch alle Engel der Himmel keine andere Richtung geben, und es kann dann niemand sagen: ‚Siehe, das war schon also die Bestimmung für diesen Menschen.‘ Ja, es war allerdings eine Bestimmung, aber nicht von Gott ausgehend, sondern vom Menschen selbst. — Gott darf beim Menschen in bezug auf seine innere geistige Entwicklung nicht mit Seiner Allmacht lenkend einwirken! — Denn täte Gott das, dann würde der Mensch zur Maschine und käme nie zur freien Lebensselbständigkeit.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 52, 2 und 7]

 

Jesus: „Wenn Ich sagen würde: ‚Du magst erkennen, wollen und handeln, wie du willst, so wird dennoch bestimmt nur das geschehen, was Ich will und dir verkünde!‘, dann wäre Ich ganz zwecklos zu euch Menschen von den Himmeln herabgekommen, und alle Meine Lehren wären eitel! Denn wenn in sittlicher und staatlicher Hinsicht nur das geschehen müßte, was Ich euch verkünde, und zwar unabänderlich, so hättet ihr Menschen keine höhere Bestimmung als die Tiere; und wozu hättet ihr dann eure Vernunft, euren Verstand, eure Liebe und aus ihr den vollkommen freien Willen? Ich kann euch nur das bestimmt voraussagen, daß über euch dies oder jenes kommen wird, wenn ihr so oder so handelt. Aber wenn Ich einem Volke oder auch nur einem Menschen als ganz sicher zum voraus anzeigen würde, daß dies oder jenes geschehen werde, so wäret ihr nicht bestimmt und fähig, Kinder Gottes zu werden, und Ich wäre in Meinem Geiste nicht euer Vater!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 99, 8-9]

 

Der Herr zu einigen zukunftsbangen Freunden, die das Kommen eines Krieges befürchten: „Glaubet denn auch ihr noch an eine Vorherbestimmung der Völkerschicksale? — Sollte Ich etwa fest bestimmen, so und so wird es diesem oder jenem Volke ergehen?! — Wenn Ich das täte, wären dann wohl Liebe, Geduld und Erbarmung in Mir? — Sehet, auf der Welt lasse Ich alles frei walten, was nur immer den Namen Mensch hat. Wäre es wohl recht von Mir, wenn Ich nun ganz fest bestimmen möchte: Am 21. März 1847 wird ein überaus blutiger Krieg seinen Anfang nehmen und sich, zehn Jahre dauernd, über ganz Europa erstrecken? — Würden sich aber die Menschen bessern, und Ich ließe dennoch diese Geißel über sie kommen, — wäre Ich da wohl ein rechter Richter und ein Vater aller Menschen?!“

[Hi. Bd. 2. S. 295, 8-10]

 

Jesus: „Es ist für den Menschen nicht gut, wenn er zuviel von der Zukunft voraus weiß; denn das würde viele Menschen entweder zur Verzweiflung bringen oder sie lau und untätig machen. — Auf dieser Erde, auf der die Gotteskinder erzogen werden, ist ein bestimmtes Weissagen über die Zukunft auch unmöglich; denn bei der vollen Willensfreiheit der Menschen dieser Erde kommt es zunächst darauf an, was die Menschen selbst wollen, und wie sie nach ihrem Erkennen und Willen handeln.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 99, 6-7]

 

Jesus: „Nur Meine Fleischwerdung ist von den Propheten als ganz bestimmt und unabhängig vom Wollen und Handeln der Menschen geweissagt worden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 99, 10]

 

Jesus erwähnt die Geschichte des Propheten Jonas als Beispiel für die Bedingtheit aller wahren Prophezeiungen, ebenso die sich durch die Unverbesserlichkeit des Judenvolkes erfüllende unheildrohende Weissagung des Propheten Jeremias.

[Ev. Bd. 8, Kap. 99, 11-13]

 

Jesus: „Nicht nur der einzelne Mensch, sondern auch ein ganzes Volk ist und bleibt der Selbstschöpfer seiner zeitlichen und ewigen Schicksale. So wäre es ganz irrig, anzunehmen, Gott habe schon von Ewigkeit her bestimmt, daß alles, was Ich euch über das künftige Schicksal des jüdischen Volkes vorausgesagt habe, also geschehen müsse. 0 nein, durchaus nicht! Aber es wird dennoch alles geschehen, weil das Volk sogar auf Meinen gewaltigsten Ruf seine Nacht des Todes nicht verlassen will! Denn solche Blindheit und eherne Verstocktheit des Herzens heilt kein sanftes Mittel mehr. Da muß dann das Gericht kommen und als letztes Mittel wirken. Damit das Gericht losbreche, muß aber erst das Maß (des bösen Willens) voll werden.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 52, 3-5]

 

Ein frommer Altjude bedauert das arge Treiben dieser Welt und fragt: „Sind denn im Ernst die meisten Menschen vor Dir, Herr, bestimmt zum Falle und nur ganz wenige zur Auferstehung?“ Ihm erklärt Jesus: „Das sei ferne, — auch nicht ein Mensch ist von Mir zum Fall bestimmt! Aber da jeder Mensch erst durch seinen von Mir ihm gegebenen völlig freien Willen ein wahrer Mensch ist und sich selbst in dem ihm von Mir aus allzeit treu geoffenbarten Guten und Wahren zu üben, zu prüfen und zu bestimmen hat, so geschieht es, daß die Menschen sich von den Anreizungen der Welt, in der das Reich des Satans verborgen waltet, gefangennehmen lassen, Mich trotz Meiner Mahnungen vergessen, Meine Gebote in den Wind schlagen, von der Nächstenliebe in alle Selbstsucht übergehen und in allem Guten träge werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 147, 6-7]

 

Jesus zu einem frommen Altjuden: „Nun bin Ich (der alte Jehova) selbst persönlich in dieser Welt, lehre die blinden Menschen und wirke Zeichen, die außer Mir niemandem möglich sind! Gehe aber hin nach Jerusalem und in viele andere Städte und frage die Großjuden, was sie von Mir halten! Siehe, fangen und töten wollen sie Mich, weil Ich ihnen ihre vielen großen Sünden vorhalte! Sie wollen ihren Weltsinn, ihre Weltehre und ihr unbegrenztes Wohlleben nicht fahren lassen. Sage, bin Ich daran schuld, daß diese Großjuden unverbesserlich sind?! Du meinst freilich, daß Ich sie alle in einem Augenblicke vernichten könnte. Das könnte Ich wohl, aber auch die Abtrünnigen sind Meine Kinder, und Meine Liebe hat Geduld mit ihnen und wartet gleichfort, ob sich von ihnen am Ende doch noch einer und der andere zur Mir zurückwendet.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 148, 3-5]

 

Der Herr: „Wenn ein Wiedergeborener spricht: ‚Das tuet!‘, so tut es! Wenn er aber spräche: ‚Dies oder jenes wird geschehen!‘ und hätte kein wenn dazu gesetzt, so glaubet es ihm nicht; denn da wäre er schon kein echter Wiedergeborener. Denn alles, was geschehen soll, (geschieht bedingungsweise, daher auch hinsichtlich des Geschehens niemals eine feste, unabänderliche Voraussage erfolgen kann. Würde nämlich etwas bestimmt vorausgesagt werden, was geschehen müßte, so wäre die Welt ganz im Gerichte, und alle Freiheit wäre verloren!“

[Ed. Kap. 71, 1]

 

Der Herr zu einem Freunde des Neuen Wortes: „Was Ich dir gebe, das ist ein Leben des Lebens! Und du wirst leben ewig, und den Abfall deines Fleisches wirst du weder fühlen noch schmecken. Denn Meine Brüder sind frei! Frei wählten sie in Meinem Lichte aus großer Liebe zu Mir des Fleisches harten Weg. Und wieder frei werden sie das Fleisch ablegen und ihre alten und dennoch ewig neuen Burgen in Meinem ewigen Jerusalem beziehen und allda mit Mir herrschen über die Unendlichkeit!“

[Hi. Bd. 2, S. 436, 4]

 

Der Evangelist Johannes: „In der Geisterwelt ist der Geist (= Geist und Seele) vollkommen frei und kann tun, was er will. Seine guten Taten aber sind seine Richter: denn wie seine Liebe ist, so sind seine Taten, und so ist auch sein Leben. — Nur das Einzige ist vom Herrn von Ewigkeit fest bestimmt, daß ein jedes Leben seine bestimmten Wege hat, über die es ewig nimmer hinaus kann. Diese Wege aber sind so eng mit der Natur des Lebens verflochten, daß sie mit dem Leben selbst das Leben ausmachen. Würde man jemandem einen solchen Weg abschneiden, so schnitte man ihm seine Freiheit und somit auch sein Leben ab. Ein solches Abschneiden wäre ein derart hartes Gericht, das jedem Geistwesen (= Geist und Seele) den geistigen Tod brächte!“

[GS. Bd. 2, Kap. 121, 7 und 8]

 

Der Evangelist Markus zu einem die Hölle fürchtenden Prior im Jenseits: „Glaube mir, der Herr ist auch in der Hölle nur Liebe, und nicht ein arger Geist ist darinnen, der nicht, wenn er nur will, berechtigt wäre, als ein verlorener Sohn zum Vater zurückzukehren.“

[GS. Bd. 1, Kap. 86, 16]

 

Jesus zu einer lichtverlangenden Seele im Paradiese: „Sieh, Ich lasse niemanden verschmachten und zugrundegehen, selbst den Satan und die Teufel nicht! Aber so belassen kann Ich sie nicht, wie sie — wider Meine Ordnung, von der die Erhaltung aller Dinge abhängt — es in ihrer eigensüchtigen Blindheit wollen. Ich muß vielmehr auf jede mögliche Weise sorgen, daß sie alle am Ende doch jenes Ziel erreichen, das ihnen in Meiner Ordnung von Ewigkeit her gestellt ist.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 153, 6]

 

Ein Engel im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Siehe, der Herr weiß es, wie weit Er einem Wesen den Kreis seiner Freiheit spannt. In diesem Kreise kann jedes Wesen, das einen freien Willen hat, tun, was es will, zur Übung seiner Freiheit; aber über diesen Kreis hinaus vermag kein Wesen zu handeln. In einem Wassertropfen leben zahllose Infusorien und bewegen sich frei darin, können sie aber auch über den Tropfen hinaus ihre Lebensfreiheit ausüben?

[BM. Kap. 74, 12-13]

 

09. Vom Sterben und Hinübergehen

09.01. Das Rätsel des Todes

 

Jesus: „Zu den harten Weltmenschen werden weder Ich noch Meine Jünger kommen und ihnen der Zweifel Nacht aus ihren Herzen nehmen. Wann aber über ihr Fleisch das Ende kommen wird, so sollen sie das Übel ihres Unglaubens und die Folgen der Nichtbeachtung Meiner Lehre fühlen, während jene, die an Mich tatkräftig glauben, des Fleisches Tod weder fühlen noch schmecken sollen! — Denn wenn Ich diesen die Türe ihres Fleisches öffne, werden sie aus ihrem Fleische wie die Gefangenen aus ihren Kerkern heraustreten.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 48, 8 f]

 

Der von Tod und Verwesung erweckte, erleuchtete Knabe Josoe: „Wenn der Mensch von Gott gerufen wird, diese Welt zu verlassen, dann wird ein Engel Gottes in einem Augenblick alles dem Geiste Gottes Angehörige aus der Materie frei machen, die Materie der vollen Auflösung übergeben, die Seele aber und ihren Lichtgeist, sowie alles, was der Seele angehört, in vollkommener Menschengestalt vereinigen und in die reine Welt der Geister hinüberführen nach dem unwandelbaren Willen Gottes.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 195, 2]

 

Jesus: Einen leichten Tod haben solche Menschen, die sich von allen Weltsorgen durch die Verbindung der Seele mit ihrem göttlichen Geiste befreit haben.

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 5-9]

 

Jesus: „Hat eine Seele durch ihre Tätigkeit nach Meiner Lehre die Lebensreife (in einem klaren Seelenlebensbewußtsein) erreicht, dann ist ihr jeder weitere Beweis für ihre Unsterblichkeit ganz unnötig. Oder bedarfst du wohl dafür eines Beweises, daß du nun naturmäßig in deinem Leibe lebst?“

[Ev. Bd. 6, Kap. 67, 9]

 

Jesus zu einem verstandesstolzen Schriftgelehrten, der Beweise für ein ewiges Fortleben der Seele nach dem Leibestode wünscht: „Jetzt bin Ich mit dem allerhöchsten Geiste Gottes da und zeige euch durch Worte und Taten, daß es so ist, und dennoch zweifelt ihr an der Wahrheit Meiner Lehre! Saget nun selbst: Was für noch größere und haltbarere Bürgschaften über ein jenseitiges Leben sollte Ich euch dann noch geben?!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 107, 7]

 

Ein erleuchteter Schriftgelehrter: „Es kommt hie und da wohl vor, daß auch recht fromme, gerechte Menschen mit unsanfter Todesart von dieser Welt scheiden, aber da können wir annehmen, daß Gott so einem Menschen eine größere Geduldsprobe zukommen läßt, damit seine Seele fürs Jenseits eine umso größere Gediegenheit erlange. — Oder aber: es kann der im Alter fromm und gerecht gewordene Mensch durch manche Jugendsünden seines Leibes Natur in Unordnung gebracht haben, was ihm dann die letzten Stunden nicht angenehm macht. — Aber das können wir als sicher annehmen, daß von der Wurzel an ganz nach der Ordnung Gottes lebende Menschen sanft dahinsterben.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 4, 11-12]

 

Jesus zu einem römischen Hauptmann: „Du meinst, daß von jetzt an nur jene Seelen ein ewiges Leben nach des Leibes Tode haben, die nun Mein Wort hören, an Mich glauben und nach Meiner Lehre handeln, daß aber alle anderen Seelen für ewig vernichtet würden. Dagegen kann Ich dir vorerst nur das sagen, daß eines jeden Menschen Leben eine Kraft aus Gott ist, die Gott mit all Seiner Allmacht ebensowenig vernichten kann wie sich selbst, weil im Grunde Er selbst ja alles in allem von Ewigkeit her ist. Gott kann wohl jegliche Materie, die nur Seine durch Seinen Willen festgehaltene Idee ist, auflösen und sie in Geistiges und Unwandelbares zurücktreten lassen, aber vernichten kann Er sie ewig nicht, weil Er sich selbst und Seine klaren Gedanken und Ideen nicht vernichten kann.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 128, 8-9]

 

Der Herr Jesus in einem Schreiben an den für seinen todkranken Sohn um Hilfe flehenden Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Glaube ja nicht, daß dein Sohn, so er stirbt, im Ernste sterben wird! — Nein, nein! Sondern wenn er stirbt, dann erst wird er erwachen vom Todesschlaf dieser Welt zum wahren, ewigen Leben in Meinem Reiche, welches ist geistig und nicht leiblich!“

[Bw. 2, Antw. 3]

 

Eigenhändiger Antwortbrief des Herrn Jesus in griechischer Sprache an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Mein geliebter Sohn und Bruder! Was deinen Sohn betrifft, so weiß Ich alles. Und es ist Mir überaus lieb, daß es mit ihm ein schönes Ende für di Welt, jedoch einen bei weitem schöneren Anfang in Meinem Reich genommen hat. — Du aber tust wohl daran, so du um ihn ein wenig trauerst. Denn siehe, der Guten gibt es wenige auf der Welt. Die aber sind wie dein Sohn, die sind wohl einer Nachtrauer wert. — Behalte diese Trauer noch eine Zeit, bis du Mir nachtrauern wirst eine Kürze!“

[Bw. 4, Antw. 1-2 und 5]

 

Fürst Abgarus Ukkama in einem Brief an den Herrn Jesus: „Was wußte ich früher von einem Leben nach dem Tode? Alle Weisen der Welt hätten mir dieses Rätsel nicht enthüllt. — Du, o Herr, aber hast es mir im Worte und in der Tat gezeigt, wie nach dem Tode dieses unseres gebrechlichen Leibes erst ein vollkommenes, wahrhaftes, freiestes Geistesleben seinen Anfang nimmt!“

[Bw. 5, 6 und 7]

 

Jesus zu Robert Blum im Jenseits: „Das Sterben der Menschen auf der Erde ist wohl für die äußeren Sinne eine sehr traurige, schmerzliche Erscheinung, und der Weltverstand findet sie sehr hart und grausam seitens der allmächtigen Gottheit. Aber der freie Geist im Menschen kann unmöglich anders von jedem seine wahre Freiheit hemmenden Gericht ledig werden als durch die Hinwegnahme seiner gerichteten leiblichen Umhüllung, die dem Geiste nur so lange belassen werden darf, bis er zur völligen Selbständigkeit gediehen ist.“

[Rbl. Kap. 28, 1-2]

 

Der Herr: „Die Menschen der Sonne werden nie krank. Wenn aber ihr Geist (Seele) die gehörige Reife erreicht hat, dann zerstört er im Augenblick seine Hülle durch einen flammenden Ausbruch seines Wesens und geht dann in eine höhere Welt über. Ein solches Verschwinden wird von den Sonnenbewohnern mit einer innersten, geistigen Andacht gefeiert, und es wird dem Herrn ein Lob dargebracht, da Er wieder einen Bruder von den irdischen Banden befreit und ihn in das Urreich des Lichtes und Lebens zurückgeführt hat!“

[NS. Kap. 24, 18 und 20]

 

Der Herr: „Warum trauerst du, weil Ich deine Schwester zu Mir nahm? Ist ihr denn etwas Arges begegnet? — O ihr Kleingläubigen! — Meinet ihr, der Verlust eurer Schwester drücke euer Herz? — O nein, sage Ich, euer schwacher Glaube ist noch immer eure größte Not! — — Denn wer da glaubt und liebt im Geiste und in der Wahrheit, der wird allezeit voll Freude und Dankbarkeit sein im Herzen, da er im hellsten Lichte erkennt, daß Ich, sein ewiger, liebevollster Vater, allezeit nur das Beste tue! — Danket Mir mit freudigem Herzen, daß Ich eurer Schwester umsonst das ewige Leben im Reiche der Kinder gab und ihr von da einen hellen Weg ins große Heiligtum Meiner ewigen Vaterliebe bahne!“

[Hi. Bd. 1, S. 345, 8. 9 und 11]

 

Der Herr zu einem Freunde, der um den Verlust eines Kindes trauert: „Wenn zu dir ein Weltfürst gesagt hätte: Möchtest du mir nicht dein Kindlein überlassen, damit ich es erziehe, zu einer großen Fürstin mache und es belehne mit vieler Länder Kronen, wärest du da nicht vor Freuden außer dir?! — Oder es käme ein regierender Prinz und begehrte zur künftigen Kaiserin die Hand einer deiner Töchter —‚ würdest du einen solchen Brautwerber wohl vom Hause weisen?! — Jedoch was ist dies alles im Vergleich zu dem, wenn Ich komme und tue alles das im lebendigen, ewigen, unendlichen Sinne?! Und da kannst, da magst du klagen, weinen und trauern?!“

[Hi. Bd. 1, S. 415, 2-4]

 

Jesus: „Wer noch eine große Furcht vor dem Tode des Leibes hat, dessen Seele steht noch in einem starken Verbande mit dem Fleisch und in einem äußerst schwachen mit dem Geiste; denn eine große Liebe zum Leben auf dieser Welt ist ein sicheres Kennzeichen, daß die Seele sich noch sehr wenig bekümmert hat um das ewige Leben ihres Geistes in ihr.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 2]

 

Ein bekehrter Judgrieche fragt: „Wer trägt wohl die Schuld an einem Schiffsuntergang mit Mann und Maus?“ Darauf Jesus: Solch ein Geschehen ist ganz gewiß eine bestbegründete Zulassung von oben, und es bedeutet ungefähr dasselbe, wie wenn jemand an einer unheilbaren Krankheit leidet und zugrunde geht. Denn kein Mensch auf Erden bleibt ewig am Leibesleben.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 155, 5-6]

 

Jesus zu Sadduzäern, die an keine Auferstehung glauben: „Es steht geschrieben, daß Gott also geredet hat: ‚Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs!‘. Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen, und so müssen Abraham, Isaak und Jakob auch jetzt noch fortleben und seit langem auferstanden sein zum wahren, ewigen Leben!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 197, 4]

 

Jesus zu verstockten, irrgläubigen Pharisäern und Tempeljuden: „Siehe, du und dein ganzes Kollegium seid der Seele nach schon lange völlig tot; seid ihr aber darum vernichtet!? Ihr werdet niemals vernichtet werden, aber bleiben, wie ihr nun seid, werdet ihr in euren Sünden, die da sind der Seele Tod darum, weil eine Seele in solch einem Zustande nimmerdar zu einer höheren und reineren Erkenntnis emporsteigen kann, sondern in ihrer Finsternis bleiben muß. Wenn eure Seelen im Jenseits bald ohne ihre irdischen Leiber sich in der eigenen, aus ihnen hervorgehenden geistigen Weltsphäre befinden werden — ohne Liebe und ohne Licht, — wie wird es ihnen dann ergehen?!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 190, 5-6]

 

Abedam-Jehova zu dem Erzvater Enos, den die Vergänglichkeit der irdischen Dinge und Wesen bedrückt: „Alle Dinge sind nur Meine durch die Liebe festgehaltenen Gedanken, die Geister aber freigestellte Ideen Meiner Liebe, darum haben sie alle einen freien Willen und ein freies, für sich selbst abgeschlossenes Leben. Wenn Ich nun einen von Mir festgehaltenen Gedanken wieder freilasse, sage: ist er denn darum wirklich vergangen, wenn Ich ihn von den Banden Meiner Liebe befreit habe und er nun wieder aufsteigt in den großen Kreis Meiner Geister, welche da gleich geformten Feuerflammen alle Unendlichkeit erfüllen?! Oh, Ich sage es dir: Auch das Moospflänzchen, das der Meeresklippe entsproßte, besteht und lebt sogar in diesem Meinem großen Kreise noch fort! Nichts wird vernichtet, und umso weniger dereinst dieser dein Leib des Geistes! Wie er aber jetzt ist, kann er nicht bleiben, wohl aber wird er nach und nach dem vollendeten Geiste gereinigt wiedergegeben werden, wenn auch nicht in dieser Form, so aber doch als ein ewig unzerstörbares, geistiges Kleid. Darum sollte auch niemand Frevel und Sünde treiben mit seinem Leibe; denn wer solches tut, der wird dereinst auch mit zerrissenen Kleidern im Geiste einhergehen müssen. Und somit gibt es keine Vergänglichkeit (= Vernichtung) der Dinge, wohl aber eine Löse für sie alle!“

[H. Bd. 2, Kap. 132, 14-22]

 

Der Erzengel Zuriel: „Als tot ist nur das zu betrachten, was zufolge der vom Herrn erhaltenen Willensfreiheit sich von Gott eigenwillig getrennt hat und fortbestehen will ohne Gott aus eigener Kraft!“

[H. Bd. 3, Kap. 10, 3]

 

Der Evangelist Johannes: „Gott tötet tagtäglich der Menschen Leiber, aber zur rechten Zeit, wenn der Geist (die Seele?) seine bestimmte Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels, als Diener Gottes, zerstören in einem fort der Menschen Leiber auf Erden, aber nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf die Weise, wie es der Herr haben will.“

[GS. Bd. 2, Kap. 78, 12]

 

Letzte, qualvolle Stunden eines hochgestellten, berühmten, ungläubigen Mannes, der im Sterben allen Mut verliert und nur die Schrecken der Hölle, der Verwesung und Vernichtung vor sich sieht.

[St.-Sz. 1. 1-6]

 

Der Herr: „Da der Heilige Geist Mein ewiger Zeuge ist, wozu sollte Ich die Blutzeugenschaft Meiner Nachfolger verlangen?! Wer selbst ein Blutzeuge werden will, der soll es auch werden; aber es glaube ja niemand, daß er dadurch Mir einen Dienst erweist. Ich habe jedem Menschen aus Meiner Ordnung ein bestimmtes Lebensziel gesetzt, und dieses besteht nicht im Schwerte noch im Feuer; denn der Tod durch Schwert und Feuer ist ein Gericht. Wer aber Meiner Ordnung eigenwillig vorgreift, der muß sich dann auch ein kleines Gericht gefallen lassen.“

[Schrft. Kap. 35, 12 und 14]

 

09.02. Bestattung und Verwesung der Leibeshülle

 

Jesus sagt zu einem seiner Jünger: Laß die Toten ihre Toten begraben und folge Mir nach!“

Ev. Bd. 1, Kap. 103, 1

 

Jesus verwirft eitles Begräbnisgepränge als Ausdruck der Selbstsucht, des Hochmuts und des geistigen Todes.

[Ev. Bd. 1, Kap. 103, 1-2]

 

Auf die Frage des Römers Agrikola: ‚Herr und Meister, was sagst Du zu dem bei uns üblichen Verbrennen und Einbalsamieren der Leichname?‘ erwidert Jesus: „Wenn ihr es nicht ändern könnt, dann belasset es beim alten Gebrauch! Aber das Verbrennen ist besser als das Einbalsamieren, wodurch die Verwesung sehr verzögert wird. Ein rechtes Beerdigen des Leichnams jedoch ist das Beste. Nur soll ein Leichnam erst dann beerdigt werden, wenn er völlig tot ist, was ein Arzt gar wohl beurteilen kann; denn bei Scheintoten stellen sich die eigentlichen Todeszeichen nicht ein.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 84, 1-2]

 

Jesus: „Es gehört zur Nächstenliebe, daß kein Scheintoter begraben oder verbrannt wird. Wenn ihr es aber merket, daß jemand im Scheintode liegt, dann bringet ihn in ein Gemach mit guter, frischer Luft, betet über ihm und leget ihm die Hände auf, und es wird mit ihm besser werden! Sollte eines Menschen Scheintod hartnäckiger sein, so habt Geduld und haltet ihn nicht eher für tot, als bis sich die wahren Todeszeichen wohlerkennbar an ihm zeigen! Denn was ihr wünschet, daß euch die Menschen in solchem Falle tun, das tuet auch ihnen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 84, 3-4]

 

Der im Jenseits zum Bewußtsein seiner Unsterblichkeit erwachende einstige Bischof Martin entrüstet sich über das prunkvolle Leichenbegängnis seiner sterblichen Fleischeshülle mit den Worten: „Ich weiß mir vor Hunger und Lichtmangel kaum zu helfen, und diese Narren vergöttern meinen Fleischrock!“

[BM. Kap. 3, 10-11]

 

Jesus: „Die Seele als ein Zusammengesetzes und Gemengtes ist durch und durch ätherisch-substantieller Beschaffenheit. Da aber auch der Leib in seinem Wesensgrunde Ätherisch-Substantielles in sich faßt, so ist solches verwandt mit der substantiellen Wesenheit der Seele. Dieses Verwandte ist das Eigentliche, das die Seele mit dem Leibe verbindet. Geht es mit der Zeit zu sehr in das rein Materielle über, so muß es durch den Verwesungsprozeß aus dem Körper geschieden und jenseits der gewissermaßen nackten Seele zugeführt werden. — Hat aber die Seele selbst am Ende zuviel Materielles aus ihrem Leibe in sich aufgenommen, so erreicht der Leibestod auch sie, und sie muß mit dem Leibe verwesen und kann erst nach mehreren Erdenjahren als ein unvollkommenes, finsteres Wesen erwachen, wo es ihr dann sehr schwer wird, sich in eine höhere, lichtere Sphäre emporzuschwingen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 90, 6-7]

 

Jesus: „Auch des Menschen äußere Form, sein Leib, hat nur so lange einen Wert, wie sie von der lebendigen Seele bewohnt wird. Ist die Seele reif geworden, dann verläßt sie für ewig den Leib, und dieser wird verzehrt. Was in ihm noch substantiell der Seele Angehöriges ist, das wird der Seele auch wiedergegeben; alles übrige geht als Nährstoff in tausend andere geschöpfliche Lebensformen über.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 53, 11]

 

Jesus: „Es ist wahr, daß während des Lebens auf dieser Erde die Seele sich aus ihrem Fleische das ihr Verwandte aneignet, es in ihr Wesen verkehrt und nach dem gänzlichen Abfall des Leibes aus dem Verwesungsäther nach und nach auch noch das ihr Entsprechende zu ihrer Bekleidung an sich zieht. Aber das ist kein Verdienst, sondern nur eine in meiner Ordnung begründete Lebenseigentümlichkeit jeder Seele. Hat jedoch eine Seele rein und nach Meinem Willen gelebt, dann geht von ihrem irdischen Leibe mehr in sie über als bei einer unreinen, sündigen Seele; denn war ein keuscher Leib hier schon eine Zierde der Seele, so wird er es in einem verklärten, geistigen Zustande noch umso mehr sein!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 61, 11-12]

 

Jesus: „Es liegt in Meiner Ordnung, daß der Leichnam aus verschiedenen, sehr weisen Gründen nur langsam verwest und sich verwandelt. Würde Ich einen Leichnam, der voll unreiner Geister ist, plötzlich auflösen, so würden die dadurch in großer Masse freigewordenen unreinen Geister sich in Blitzesschnelle auf die Leiber der nächsten Menschen stürzen und sie verderben. — Beim langsamen Verwesen aber werden die unreinen Geister zu einer Unzahl von Würmern, diese verzehren den Leichnam und endlich auch einander, verwesen dann selbst, steigen in Feuchtigkeiten auf die Oberfläche der Erde, wo sie in allerlei Kräuter übergehen und dann zu reineren Insekten werden. Also will es Meine Weisheit und Ordnung.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 83, 5-6]

 

Der Herr: „Der Engel löst die Seele vom Leib mit den Worten: ‚Hephata!‘, d.h. Tue dich auf, du Seele, und du, Staub, aber sinke zurück in deine Verwesung und zur Löse durch das Reich der Würmer des Moders! Amen!“

[BM. Kap. 1, 8]

 

Der Herr: „Auch der menschliche Leib besteht aus Seelenpartikeln, aber diese Partikel sind noch grob und unlauter, daher sie auch wieder in die Erde kommen, dort verwesen müssen und dann erst aus der Verwesung aufsteigen, um das Wesen, dem sie einst angehörten, zu vervollständigen, was sich in der dritten oder obersten Erdgeistersphäre begibt.“

[Ed. Kap. 40, 6]

 

Der Herr: „Viele Seelen, deren Herz sehr stark an der Welt hing, verweilen noch gar lange nach dem Hinscheiden auf der materiellen Erde und meist an dem Ort, wo ihr Leib verwest. Und manche bleiben so lange auf den Friedhöfen über ihrem Grabe, bis durch den Akt der Verwesung von ihrem Leibe nicht ein Atom mehr übrig ist. Die Hauptursache, daß sich die Seelen so lange auf den Friedhöfen aufhalten, ist die falsche Lehre von der Auferstehung des Fleisches. Die Seelen werden zwar allezeit (von himmlischen Boten) belehrt, daß der verstorbene Körper sie gar nichts mehr angehe, daß er für sie nicht mehr zu beachten ist als ein gänzlich zerrissener Leibrock! Allein solche Lehre nützt bei diesen Wesen vorerst nichts.“

[Hi. Bd. 1, S. 362, 3-6]

 

09.03. Übergang der Seele ins Geisterreich

 

Der Jüngling Jesus zu einem lichtsuchenden römischen Ratsherrn: „Siehe, wenn Gott die Menschen nur für die Erde bestimmt hätte, dann wäre es wohl eine sonderbare Liebhaberei von Ihm, sie erst zu erschaffen und dann zu zerstören! Aber weil Gott die Menschen für ein höheres, ewiges Leben erschaffen hat und sie nur so lange auf dieser Erde bestehen läßt, bis sie die nötige Willensfreiheitsprobe im Fleische durchgemacht haben, so ist das ein Beweis für die wahre, lebendige Liebe Gottes zu Seinen Menschen. Verläßt der Mensch diese Erde, so wird er jenseits in solche Schulhäuser geführt, die für ihn zur Erlangung einer höheren und wahren Lebensvollendung geeignet sind.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 217, 2]

 

Jesus, der Herr: „Ob du als Kaiser oder Bettler stirbst, ist für das Jenseits einerlei. Wer hier viel hatte, wird jenseits viel entbehren müssen; wer aber hier wenig oder nichts hatte, der wird jenseits auch wenig oder nichts entbehren und umso leichter und eher zu den inneren, allein wahren, lebendigen Geistesschätzen gelangen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 222, 10]

 

Der Seher Mathael schildert den Austritt der Seele aus dem Leibe einer Sterbenden: Aus der Brustgrube erhebt sich ein weißer Dunst, der sich allmählich in die Gestalt einer ihm bekannten Nachbarin umwandelt, eines schönen, jungen Weibes, das sich freudig umschaut und über ihre jetzige anmutige Umgebung sehr verwundert.

[Ev. Bd. 4, Kap. 128, 6-8]

 

Jesus erklärt die von dem Seher Mathael in dessen Jugend erschauten Vorgänge bei einer Sterbenden: „Die Seele eines Sterbenden befindet sich bei ihrem Austritt aus dem Leibe in einer stark bebenden Erregung, so daß sie von einem geistigen Seher zunächst nur als Dunstwolke erschaut werden kann. Erst nachdem sich die Seele allmählich beruhigt hat, wird sie als menschliche Form sichtbar. Kehrt sie ganz in den Zustand der Ruhe zurück, die gleich nach der völligen Ablösung vom Leibe eintritt, so ist sie in klarer Menschenform zu erschauen, vorausgesetzt, daß sie sich zuvor nicht durch allerlei Sünden zu sehr entstellt hat.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 129, 1-5]

 

Der Evangelist Johannes erklärt: „Niemand kommt sogleich in den Himmel oder in die Hölle, außer es müßte im ersten Falle jemand schon auf der Erde vollkommen wiedergeboren sein aus der reinen Liebe zum Herrn, — oder er müßte im zweiten Falle ein böswilligster Frevler gegen den Heiligen Geist sein.“

[GS. Bd. 2, Kap. 120, 4]

 

Der Herr: „Solange noch eine Wärme im Herzen ist, löst der Engel die Seele nicht vom Leibe. Denn diese Wärme ist der Nervengeist, der zuvor von der Seele ganz aufgenommen werden muß, bis die volle Löse durch den Engel vorgenommen werden kann!“

[BM. Kap. 1, 7]

 

Der einstige Bischof Martin über seine Seelengestalt im Jenseits: „Ich habe Füße, Hände, Kopf, Augen, Nase, Mund, — kurz, alles, was ich auf der Erde hatte, einen Magen auch, aber der hat schon lange einen wahren Kardinalfasttag!“

[BM. Kap. 2, 18]

 

Der Herr: „Da die Seele nach dem Tode immerdar mit ihrem freien Geiste vereint bleibt, dessen Leib sie ausmacht, so wird auch in Hinsicht der ewig zu achtenden Freiheit des Willens diesen Wesen durchaus kein Zwang angetan. Sondern sie werden nur von Zeit zu Zeit belehrt, können aber im übrigen tun, was sie wollen, geradeso, als wenn sie noch leiblich auf der Welt lebten.“

[Hi. Bd. 1, S. 363, 4]

 

Jesus zu der bekehrten, liebeglühenden Heidin Helena, Tochter des Königs von Pontus: „Herzen, die so lieben wie du, haben ewig keinen Tod zu befürchten, Ich bin ja die Auferstehung und das Leben, und die an Mich glauben, werden den Tod nicht sehen, noch fühlen oder schmecken! — Wohl wird dir dereinst der schwere Leib genommen, doch ohne Schmerzen wirst du verwandelt werden in einem Augenblick von diesem unfreien Leben in das hellste Leben deiner Seele durch Meinen Geist der Liebe, der in dir ist und wächst bis zur Vollähnlichkeit mit Meinem ewigen Geiste!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 110, 3-5]

 

Ein bekehrter Pharisäer: „Was nützen dem Menschen alle Schätze der Erde, die er nicht mitnehmen kann, wenn er von hier scheidet?! Gottes Schätze aber, die Gott geschaffen hat für Seele und Geist, nehmen wir mit hinüber ins große Jenseits, und sie werden uns alles in allem sein: Speise, Trank, Wohnung und Kleidung und das vollkommene ewige Leben voll Licht und Wonne!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 155, 6]

 

Der Jüngling Jesus zu dem Pflegevater Joseph, der an einen langen Seelenschlaf bis zur Auferstehung am „Jüngsten Tage“ glaubt: „So Ich nun bei euch bin, — warum fraget ihr denn Mich nicht, wie sich die Sache mit dem Leben der Seele nach dem Abfalle des Leibes verhält? — Ich weiß nichts von einer beinahe ewiglangen Todesnacht der Seele nach dem Abfalle des Leibes, sondern in dem Augenblick, in dem der schwere Leib von dir abfällt, wirst du dich auch schon in der Auferstehung befinden, fortleben und wirken in Ewigkeit, d.h. wenn du als ein Gerechter vor Gott diese Welt verlassen wirst.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 209, 12]

 

Jesus, der Herr, in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Wahrlich, Ich sage dir: Die da glauben Meiner Lehre, daß sie von Gott ausgegangen ist, die sollen auferweckt werden am jüngsten Tage, allda jeder sein rechtes Gericht finden wird. Aber die Mich wie du lieben, die werden den Tod nimmer schmecken! Sondern wie der schnellste Gedanke werden sie aus diesem Leben des Leibes in das allerhellste, ewige Leben verklärt werden und Wohnung nehmen bei Mir, ihrem Vater von Ewigkeit.“

[Bw. 3, 6]

 

Dreißig Jahre nach dem Tode Adams wurde Evas Geistwesenheit (Geist und Seele) durch den seligen Geist Adams aus ihrem Leibe gelöst mit den Worten: „Eva, es ist des Herrn Wille, daß auch du heimkehrest, und so komme denn in meine Arme im Namen des Herrn!“ Hier sank die Eva tot darnieder, und ihr Geist und ihre Seele entschwanden alsbald mit dem Geiste Adams und wurden forthin nimmer gesehen.

[H. Bd. 3, Kap. 116, 19-20]

 

Der Herr tröstet Henoch, den Hohenpriester der Urzeit, nahm ihn zu sich mit dem Leibe, und Henoch ward forthin nicht mehr gesehen auf der Erde. Zu König Lamech, der Henoch suchen wollte, sprach der Herr: „Mache dir nicht vergebliche Mühe; denn siehe, Ich habe den Henoch, wie Ich ihm verheißen habe, zu Mir mit Leib, Seele und Geist genommen.“

[H. Bd. 3, Kap. 117, 20, Kap. 118, 8]

 

Der Erzengel Raphael zu lichtsuchenden Pharisäern: „Ich bin nicht wie ihr ein irdischer Mensch, sondern ein Bote des Herrn! Mein Name ist Henoch; Raphael bin ich aber nun genannt, weil ich auf dieser Welt, da ich in der Urzeit als Mensch das Fleisch trug, gleich dem Propheten Elias keinen Tod des Leibes genossen habe. Denn Gott der Herr hat mich in einem Augenblick verwandelt. Doch solche Gnade hat der Herr nicht mir allein erwiesen, sondern auch anderen, die Ihn über alles liebten.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 10, 4]

 

Jesus: „Die Seele eines Wiedergeborenen wird selig und hellsehend der morschen Leibeshülle entschweben und sogleich von vielen Freunden in die unbeschreibbaren Freuden der Himmel eingeführt werden und endlos froh und heiter sein, daß sie von dieser Welt und ihrem Jammer erlöst ist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 82, 11]

 

Das Jesuskindlein zu dem wohltätigen römischen Statthalter Cyrenius: „Mein lieber Cyrenius Quirinus! Du hast mehrere hundert Arme nun in kurzer Zeit versorgt, und was du den Armen tust, das tust du Mir! Aber nicht hier auf Erden werde Ich dich belohnen, sondern, wenn du sterben wirst, da werde Ich alsbald deine Seele erwecken und dich Meinen Engeln gleich machen!“

[Jug. Kap. 150, 18, 19, 21]

 

Der Hohepriester Henoch zu Sehel (Michael): „Bruder, der Herr bedarf deiner. Daher gehe hin zu Ihm, aber verrate Ihn nicht vor der Zeit. Der Herr aber wird dich nun verklären und ermächtigen zu Seinem großen Weltendienst. Gedenke aber in deiner großen Klarheit meiner; denn auch mich wird der Herr dereinst verklären also, wie Er nun dich verklären und endlos bevollmächtigen wird.“

[H. Bd. 2, Kap. 280, 27-29]

 

Der Herr zu erweckten Kindern der Höhe: „Wird dieser jetzt geschlossene heilige Bund von euch, Meinen wahrhaftigen Kindern, nicht zerrissen durch ein Übergehen zur toten Äußerlichkeit der Welt, so werde Ich verbleiben bei euch wie ihr bei Mir, und es wird sein auf der Erde, wie es ist in den Himmeln, und es wird auch kein Tod mehr sein unter euch, sondern — wie ihr alle gesehen habet, daß Ich den Sehel zu Mir nahm —‚ also will Ich euch alle zu Mir nehmen und euch dann im Geiste machen zu gar mächtigen Liebetätern aller Wesen und aller Kreatur in Meinen endlosen Schöpfungsgebieten! — Wenn Ich aber jemanden abrufen werde, so wird der Ruf ihn enthüllen; er wird der schweren Fleischesbürde enthoben und dann alsbald eingehen in die große Herrlichkeit des ewigen Lebens im Geiste der unvergänglichen Liebe!“

[H. Bd. 3, Kap. 8, 9 und 12]

 

Nach dem glühenden Bekenntnis Mahals seiner neuerwachten, mächtigen Dankbarkeit und Liebe zu dem göttlichen Vater rührte der Herr den Mahal mit einem Finger an, und im Augenblick sank der sterbliche Leib in Staub und Asche zusammen; aber der verklärte Geist Mahals stand als ein leuchtender Seraph neben dem Herrn und pries mit unsterblichen Lippen die ewige Liebe des Vaters, die noch im Gericht von gleicher endloser Fülle ist wie im Frieden der ewigen Ordnung.

[H. Bd. 3, Kap. 356, 10]

 

Ein erleuchteter Schriftgelehrter: „Es kommt hie und da vor, daß recht fromme, gerechte Menschen mit einer unsanften Todesart von dieser Welt scheiden, aber da können wir annehmen, daß Gott solch einem Menschen eine größere Geduldsprobe zukommen läßt, damit seine Seele für das Jenseits eine umso größere Gediegenheit erlange. — Oder aber: es kann der im Alter fromm und gerecht gewordene Mensch durch manche Jugendsünden seines Leibes Natur in Unordnung gebracht haben, was ihm die letzten Stunden nicht angenehm macht. — Aber das können wir als sicher annehmen, daß von der Wurzel an ganz nach der Ordnung Gottes lebende Menschen sanft dahinsterben.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 4, 11-12]

 

Jesus in verhüllter Gestalt im Jenseits zu einer erwachenden Seele, welche um die Fürsorge Gottes für ihre hinterlassene Familie bittet: „Sorge dich um nichts mehr, was auf der Erde ist und geschieht! Denn dafür sorgt schon der Herr, der euch allen hier um sehr vieles näher ist, als ihr meinet. Was deine adelsstolze Familie betrifft, so tut ihr eine tüchtige irdische Demütigung überaus not; denn dadurch lernt sie die Nichtigkeit aller irdischen Güter kennen und verabscheuen. Und so wird es ihr nach der Ablegung des Leibes leichter werden, in das Reich des Lichtes zu gelangen.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 142, 14]

 

Ein frommer, vom Tode aus irdischer Not und Pein erlöster Vater zu den Seinen: „In einem mir kaum bewußten, wunderbaren Augenblick bin ich von meiner beschwerlichen Leibeslast frei gemacht worden! Und sehet, ich lebe dennoch und rede mit euch, und zwar viel vollkommener, als ich je geredet habe. Der Grund davon aber ist, daß ich stets an Jesum, den Gekreuzigten, glaubte und, soviel es mir möglich war, nach Seinen Geboten handelte.“

[St.-Sz. 10. 17 und 18]

 

Überführung eines in der Welt hochgestellten, ungläubigen Mannes durch drei Engel Gottes in die Geisterwelt.

[St.-Sz. 1, 7-13]

 

Übergang eines reichen, gutherzigen, den Herrn Jesus hochverehrenden und liebenden, jedoch mit fleischlichen Schwächen behafteten Mannes. Nach einem Festmahl wird er vom Schlage tödlich getroffen, gelangt unvermerkt ins Jenseits und findet dort zunächst alles genauso vor wie in seinem irdischen Hause.

[St.-Sz. 3. 1-8]

 

Ein weltbekannter, sehr stolzer Feldherr gelangt durch eine schmerzvolle Krankheit verzweifelt und herrisch fluchend ins Geisterreich. Dort naht, ihm unsichtbar, ein Engel mit flammendem Schwert, löst die Seele von ihrem hochmütigsten Fleische und sagt folgende Worte: „Erhebe dich, du matte Seele, und du, stolzer Staub, falle in das Meer deiner bodenlosen Nichtigkeit zurück!“

[St.-Sz. 6. 1-9]

 

09.04. Jüngster Tag und jüngster Gericht

 

Jesus zu Nathanael: „Wer so lebt und handelt wie du (in der göttlichen Liebeordnung), der wird erweckt werden jenseits, wie auch schon diesseits, zum ewigen Leben. Und es wird so jedermanns jüngster Tag sein, wenn er von Mir erweckt wird zum ewigen Leben, sei es schon hier oder jenseits. Bestrebe sich daher ein jeder, daß er schon hier erweckt werde. Denn wer schon hier im Fleische erweckt wird, der wird den Tod des Fleisches weder sehen noch fühlen und schmecken, und seine Seele wird nicht geängstigt werden.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 149, 2-3]

 

Jesus: „Wer an Mich glaubt, Meine Lehre hört und danach tut, den werde Ich selbst auferwecken an seinem „Jüngsten Tage“, der sogleich nach dem Austritt der Seele aus ihrem irdischen Leibe erfolgen wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 54, 11]

 

Jesus zu den verständnislosen Bürgern von Tiberias: „Wenn ihr Mich erkennen und an Mich glauben werdet, dann wird ein wahrer „jüngster Tag“ in eurer Seele werden, an dem Ich euch durch die Wahrheit Meiner Lehre auferwecken werde. So ihr aber an Mich nicht glaubt und Mich nicht erkennt, dann wird in eurer Seele schwerlich je ein jüngster Tag werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap 44, 7]

 

Jesus: „Wer Meine Lehre diesseits vollernstlich annimmt, der wird die Brücke (zur himmlischen Welt) schon im Leibe überschreiten. Wer aber auf der Erde Meine Lehre nur lau, unvollständig oder gar nicht annimmt, der wird in großer Nacht in jener Welt anlangen, und es wird ihm sehr schwer werden, diese Brücke zu finden. Den Menschen aber, die diesseits von Meiner Lehre nie etwas erfahren, werden jenseits Führer gegeben, die sie zu dieser Brücke leiten. Folgen die Unwissenden ihren himmlischen Führern, so sollen auch sie über diese Brücke zum wahren, ewigen Leben kommen. Verbleiben sie jedoch hartnäckig bei ihrer (heidnischen) Lehre, so werden sie aus ihrem Lebenswandel nach ihrer alten Lehre nur geschöpflich gerichtet und können zur Kindschaft Gottes nicht gelangen.“

[Ev. Bd. 1, Kap 81, 11-12]

 

Jesus verwirft den unsinnigen Glauben an eine Auferstehung der Seelen nach vielen tausend Jahren: an einem Jüngsten Tage.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 194. 10]

 

Auf Jesu Wort: „Ich werde euch erwecken am jüngsten Tage“ sagt der Grieche Kado: ‚0 Herr und Meister! Das geschähe dann schon morgen? Denn jeder neue Tag ist für uns ein jüngster!‘ Darauf Jesus: „Ich meine damit keinen diesirdischen Tag, sondern einen geistigen im Jenseits. Wenn du den Leib verlassen und in das Reich der Geister eintreten wirst, dann wird das dein jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gerichte der Materie erlösen, und dies ist das Erwecken am „Jüngsten Tage“.

[Ev. Bd. 8, Kap. 187, 6-8]

 

Jesus zu Jüngern und Freunden: „Daß Ich mit euch noch nie von einem allgemeinen Erweckungs- und Gerichtstage gesprochen habe, werdet ihr alle wohl wissen. — Wohl aber war die Rede von einem besonderen ‚jüngsten Tage‘, der für jeden Menschen kommt und das in dem Augenblick, in dem seine Seele die fleischlich-irdische Probehülle verläßt. Aber freilich wird diese Erweckung nicht jedem sofort zum ewigen Leben verhelfen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 155, 1]

 

Jesus: „Jenseits wird des Guten Lohn Gutes sein, des Bösen aber Böses, und ein jeder wird nach der Ablegung seines Leibes sich befinden in seinem „jüngsten Tage“, und Ich werde jeden auferwecken und ihm den Lohn geben aus ihm selbst, wie er war: gut oder böse!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 176, 10]

 

Der Herr zu einer hartnäckig in irrigen Dogmen verharrenden Klostervorsteherin im Jenseits: „Auf deinen ‚Jüngsten Tag‘ wirst du vergeblich warten; denn dieser ist und dauert für alle Menschen fortwährend. Er ist für die Liebegerechten ein Tag der Auferstehung zum ewigen Leben, welches ist die vollkommene Wiedergeburt im Geiste. Er ist aber auch ein Tag des Gerichtes für alle jene, die Mich nicht im Geiste und in der Wahrheit und somit in aller Liebe in sich aufnehmen wollten.“

[GS. Bd. 1, Kap. 64, 15]

 

Ein Erweckter im erscheinlichen Wien zu einer Schar blinder Seelen: „Glaubet ihr denn, daß der ‚Jüngste Tag‘ geradeso aussehen muß, wie er euch vorgemalt wurde? Es ist jetzt allerdings ein ‚Jüngster Tag‘ hier für uns alle angebrochen, weil wir bisher in stockfinsterer Nacht gelebt haben. Aber Gott der Herr selbst hat uns aufgeweckt an diesem Tage, sonst wir in der Nacht der Weltirrtümer geblieben wären. Und sehet, das ist ein rechter jüngster Tag, an dem uns Heil für ewig widerfahren ist! — Heißt es denn nicht in der Schrift: ‚Ich, der Herr, werde ihn am jüngsten Tage erwecken!‘ und nicht: Ich werde ihn am jüngsten Tage verdammen!?‘

[Rbl. Bd. 2, Kap. 238, 2]

 

Ein Erleuchteter in der geistigen Welt zu dem einstigen Bischof Martin: „Wohl spricht der Herr von einer Erweckung am jüngsten Tage, der — wohl verstanden — bei jedem gleich nach seines Leibes Tode anfängt; aber von einem Gericht spricht Er nur also: Jeder hat in sich schon, das ihn richten wird, nämlich Mein Wort!“

[BM. Kap. 53, 19]

 

09.05. Todesfurcht und Sterbensfreude

 

Auf die bange Frage eines Schriftgelehrten: ‚Werde ich der begangenen Sünden wegen am Ende das Herbe des Todes fühlen und schmecken müssen?‘ erwidert Jesus: „Wenn du so leben wirst, daß deine Seele in ihrem Geiste völlig wiedergeboren wird, so wird der Geist mit allen deinen unreinen Fleischesgeistern bald und leicht fertig werden, und du wirst eines seligen Todes sterben auch dem Leibe nach. Aber wenn jemand im allgemeinen zwar nach Meiner Lehre ganz ernstlich lebt und handelt, jedoch insgeheim noch in seine alten Gewohnheiten verfällt, da wird er diesseits nicht die völlige Wiedergeburt der Seele im Geiste erlangen können und sich‘s am Ende in aller Demut und Geduld schon gefallen lassen müssen, wenn er beim Scheiden noch mit manchen Leiden zu kämpfen hat. Denn da werden die Leiden das Feuer sein, durch das des Menschen Lebensgold völlig geläutert wird.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 82, 10]

 

Jesus: „Solange eine Seele an den Besitz- und Reichtümern dieser Welt hängt, wird sie des Gefühls der Todesfurcht weder in dieser noch in der anderen Welt je völlig ledig. Denn alle Materie ist gerichtet und somit gegenüber dem freien Geiste tot. Wenn also eine Seele an der toten Materie klebt, so kann sie auch kein anderes Gefühl haben als das des Todes. — Kehrt sich aber eine Seele von der Materie ab durch den wahren, lebendigen Glauben an den einen Gott und durch die tätige Liebe zu Ihm und zum Nächsten, dann wird sie des Gefühles der Todesfurcht bald ledig, und das ist für jeden Menschen dann ein sicheres Zeichen, daß Gericht und Tod aus seiner Seele entwichen sind.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 183, 3-4]

 

Jesus: „Den ungeläuterten Seelen wird es im Sterben nicht leicht ergehen. Sie werden fürs erste in ihrem Fleische zumeist große Schmerzen verspüren; außerdem werden in der Seele Furcht, Angst und sogar Verzweiflung sich kundtun. Und wird die Seele frei von ihrem Fleische, so wird sie jenseits viele Jahre nach der Zeitrechnung dieser Welt zu tun haben, um zu einem helleren Bewußtsein zu gelangen. Von einer völligen Vergeistigung aber ist noch lange Zeiten hindurch keine Rede.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 90, 6]

 

Jesus: „Die Furcht vor des Leibes Tode ist nicht so sehr in dem mangelnden Bewußtsein der Seele von ihrem Fortbestehen nach dem Abfalle des Leibes begründet, als vielmehr in der Liebe zur Welt und in der Selbstliebe. Durch diese beiden Liebearten wird die Seele stets mehr in ihr Fleisch gedrängt. Die Folge davon ist, daß sie dadurch das Gefühl des Sterbens, Vergehens und Aufhörens immer mehr zu ihrem eigenen macht und in Angst und Furcht übergehen muß.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 68, 1]

 

Jesus zu weltklugen, hochmütigen heidnischen Priesterweibern: „Daß ihr nicht an das Fortleben der Seele nach dem Leibestode glaubt, daran schulden euer Hochmut, eure Selbstliebe und die Gier, vor den Menschen als Vielwisser zu glänzen und jeden andern mit euren alten Weisheitsbrocken in den Staub zu reden. Solange ihr in diesem Hochmut verharret, werdet ihr anstatt des Lebens nur den ewigen Tod in euch fühlen; denn der Hochmut treibt die Seele in ihres Leibes Fleisch, in welchem sie dann nichts anderes fühlen kann als des Fleisches Tod.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 111, 2-4]

 

Jesus: „Um vieles ärger als ein heftiger Wettersturm ist der innere Sturm eines großen Sünders, wenn sein Ende naht und er den ewigen Tod vor sich und Gottes Zorn über seinem Haupte sieht. Wird bei Gott der Mensch noch Gnade und Erbarmung erhoffen können, der nie einem Armen auch nur die kleinste Barmherzigkeit erwiesen, wohl aber gar viele Menschen ins Elend gestürzt hat? Siehe, Freund, ein solcher Seelensturm ist ums unaussprechbare schrecklicher als ein Natursturm!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 75, 6-7]

 

Jesus: „Wer das Leben des Leibes liebhat und es um jeden Preis zu erhalten strebt, der wird mit dem Leben des Leibes auch das ewige Leben der Seele verlieren. Wer aber das Leibesleben um Meiner Lehre willen dahingibt, der wird das ewige Leben der Seele dafür gewinnen!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 116, 4-5]

 

Jesus zu der ihn über alles liebenden Jarah: „Nein, du Mein Herz, dich verlasse Ich ewig nimmer. Du wirst den Tod weder sehen noch fühlen; Meine Engel werden dich von dieser Welt dereinst holen und zu Mir, deinem Vater von Ewigkeit bringen. Denn sieh, du Meine allerliebste Jarah, zu dem du um Meine Hierherkunft gar so herzlich gebetet hast, der sitzt nun in Meiner Person bei dir und liebt dich mit der reinsten göttlichen Flamme aller Himmel, und du hast recht zu sagen, daß du seliger bist als die vollkommensten Engel!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 114, 11]

 

Jesus: „Ein Mensch, dessen Seele sich schon (in ihrem Erdendasein) in ihren Geist hineingelebt hat, sieht (vor seinem Leibestode) keine Vernichtung vor sich. Das Gefühl einer solchen Seele ist gleich dem ihres ewig unvernichtbaren Geistes; sie wird keinen Tod mehr sehen und fühlen, da ihr jede Todesfurcht ferne ist.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 132, 10]

 

Jesus: „Ein in guter Ordnung lebender Mensch wird bis in sein hohes Alter im ganzen wenig von Schmerzen zu erzählen wissen. Sein Fleisch wird bis zur letzten Stunde noch fügsam und geschmeidig verbleiben, und die Seele wird sich nach und nach ganz sachte ihrem Fleische entwinden können in der besten, wahren Ordnung Gottes.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 75, 6]

 

Jesus: „Solange ein Mensch auf dieser Erde lebt und einen ernsten Willen hat, ist es ihm möglich, zum inneren Lebensgefühl zu gelangen, wovon dir David ein lebendiges Beispiel gibt; denn auch er hatte viel gesündigt in der Fleischeslust. Aber er hat sich dann zur rechten Zeit ermannt, sündigte aus Liebe zu Gott nicht mehr und ward darum ein Mann nach dem Herzen Gottes. Denn wahrlich, es ist im Himmel mehr Freude über einen Sünder, der seine Sünden verabscheut, wahrhaft bereut, eine rechte Buße übt und sich vom Grunde aus bessert, als über 99 Gerechte, die der Buße nie bedurften.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 68, 11]

 

Jesus: „Wie sich ein Gefangener über seine Befreiung freut, so und noch mehr wird sich ein im Geist wiedergeborener Mensch freuen, wenn Mein Engel zu ihm kommt und sagt: ‚Unsterblicher Bruder, erhebe dich aus deinem Kerker, ziehe an das Lichtgewand der Ehre in Gott und wandle hinfort frei und selbständig in der Fülle des ewigen Lebens im Angesichte Gottes, dessen große Liebe dir solche hohe Gnade erweist!‘.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 1, 7]

 

Jesus belehrt einen Schriftgelehrten: „Dem Leibe nach wird jeder Mensch sterben, und die Seele eines Sünders wird den Tod gar wohl sehen, fühlen und schmecken, wenn er sich nicht nach Meiner Lehre bessert und rechte Buße tut. Eine Seele aber, die nach Meiner Lehre in ihrem Geiste völlig wiedergeboren ist, wird einen Tod ewig nie sehen, fühlen und schmecken, weil sie mit vollem, hellstem Lebensbewußtsein fern von aller Qual aus dem Leibe scheiden wird, wenn Ich sie für ewig zu Mir berufe. Ich sage euch Es werden von euch viele, welche die geistige Wiedergeburt erreicht haben, Mich bitten: ‚Herr, wie lange wirst Du uns noch die schwere Bürde des Fleisches auf dieser Erde tragen lassen?‘ Und Ich werde zu ihnen in aller Liebe sagen: ‚Geduldet euch noch eine kurze Zeit, und Ich werde euch eurer Bürde entledigen!‘ Und wenn einer von euch von den Heiden um Meines Namens willen zum Tode geführt wird, so wird er frohlocken, daß er als Blutzeuge seines Fleisches entledigt wird, und wird Seligkeit und Wonne empfinden selbst in des Fleisches Schmerzen und Qualen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 81, 3 und 5]

 

Jesus: „Ein hier schon völlig im Geiste wiedergeborener Mensch, der sein künftiges Leben in aller Klarheit in sich hat und lebendig fühlt, kann seines Erdenlebens Ende schon genau zum voraus wissen; denn die Abnahme der Leibesbürde wird ihn nur mit höchster Freude erfüllen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 30, 7]

 

Der hellsehende Knabe Mathael beobachtet wunderbare Vorgänge beim Tode des seelisch hoch entwickelten alten Vaters des Lazarus in Bethanien. Mathael schaut auch dessen strahlend verklärte Seele und ihr Empfang im Jenseits durch himmlische Geister.

[Ev. Bd. 4, Kap. 134 und 135]

 

Der Erzengel Raphael schildert einem römischen Oberrichter sein Erdenleben als Henoch in der Urzeit der Menschheit, das ihn zur machtvollen Kindschaft gereift hat, und sagt von seinem seligsten Hinübergehen: „Ich bin nicht in der Weise dem Leibe nach gestorben, wie nun alle Menschen sterben, sondern die Macht des göttlichen Geistes in mir löste meinen Leib plötzlich völlig auf, sodaß von ihm auch nicht ein Sonnenstäubchen groß auf dieser Erde zurückblieb. Alles Leibliche ist zu meinem ewigen, unverwüstbaren Kleide geworden, und du siehst mich nun mit Leib, Seele und Geist.“

[Ev. Bd. 9,Kap. 174, 9-11]

 

Jesus schildert das Sterben des Moses auf dem Berge Nebo: „Moses mußte auf diesem Berge den Tod noch sehen, fühlen und schmecken und rief in seinen letzten Zügen: ‚Herr, Du hast einen Bund mit uns gemacht wider Tod und Sünde und siehe, ich muß hier sterben, ohne das Gelobte Land des Lebens mit meinen Füßen betreten zu dürfen!‘ — Und eine Stimme erscholl über ihm: ‚Du wirst leben, aber nicht aus dem Gesetze des alten, sondern aus der Gnade Meines neuen Bundes den Ich mit den Völkern der Erde schließen werde!‘ — Da ward Moses aufgelöst und aufgenommen, nicht durch sein Verdienst, sondern durch Meine Gnade!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 179, 11-13]

 

Jesus: „Siehe, die Menschen der Urzeit, die in der ihnen vom Geiste Gottes gezeigten Ordnung und Einfachheit blieben, erreichten zumeist ein sehr hohes Alter, wurden nie krank und schliefen am Ende ganz ruhig ein, und ihre Seele empfand dabei keine Schmerzen und keine Todesangst.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 182, 2]

 

Fürst Abgarus Ukkama in Edessa über das selige Ende seines Sohnes: „0 Du mein guter Heiland Jesus! Nun ist in Wirklichkeit geschehen an meinem lieben Sohne, was Du, o Herr, vorhergesagt hast. Er ist vor einigen Tagen gestorben und hat mich auf dem Totenbette noch angelegentlichst mit Tränen im Auge gebeten, ich möchte Dir mit diesem Schreiben seinen innigsten Dank ausdrücken dafür, daß Du ihn wirklich so ganz ohne Schmerzen und ganz ohne Furcht vor dem Tode des Leibes hast gnädigst dahinscheiden lassen! Sein letztes Wort war: 0 Du mein guter Vater Jesus, Du ewige Liebe, der Du allein das wahre Leben bist von Ewigkeit! Du, der Du jetzt wie eines Menschen Sohn wandelst unter denen, die Deine Allmacht ins Dasein rief und denen sie Gestalt und Leben gab, — Du allein bist meine Liebe in Ewigkeit! — Ich lebe, lebe, — lebe durch Dich — in Dir — ewig!!“

[Bw. 4, Abs. 2-3]

 

Der Herr: „Menschen, die schon in ihrem Leibesleben ihr Leben durch Selbstverleugnung, Demut und Liebe zu Mir mit Mir vereinigt haben, wahrlich, diese werden von des Leibestodes Angst nicht viel verspüren!“

[Hi. Bd. 1, S. 336, 7]

 

Ein seliger Geist: „Als ich noch auf Erden wandelte, hat mich oft der Gedanke an den einstigen Tod des Leibes erschüttert. Doch glaubt es mir, meine Furcht war eitel; denn als der Tod über meinen Leib kam und ich der Meinung war, für ewig zugrunde zu gehen, da erwachte ich wie aus einem tiefen Traum und ging sogleich in das wahre Leben über.“

[GS. Bd. 1, Kap. 7, 12]

 

Der Herr: „Meine lieben Freunde, seid heiter und fröhlich in eurem Herzen! Denn Ich bin bei euch und freue Mich mit euch, so ihr Freude an Mir habt. Und diese Freude wird euch ein heller Stern sein, wenn ihr die Welt verlassen werdet. Sie wird euch treu geleiten auf der weiten Reise in Meine Himmel!“

[Hi. Bd. 1, S. 43, 7]

 

10. Fragen des Jenseitslebens

10.01. Ewige Verdammnis?

 

Jesus zu einem Schriftgelehrten, der es nicht für geraten hält, von der möglichen Erlösung eines Sünders aus der Hölle zu sprechen: „Gibt es wohl einen Vater von nur einiger Liebe zu seinen Kindern, der ein Kind, das gegen sein Gebot einen Fehler beging, auf lebenslänglich in einen Kerker stieße und es da noch züchtigen lassen möchte alle Tage, solange es lebt?! Wenn aber das ein irdischer Vater nicht tut, um wieviel weniger wird das der Vater im Himmel tun, der die ewige, reinste Liebe und Güte ist!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 243, 9]

 

Floran, ein von Jesus bekehrter, erleuchteter Pharisäer, verwirft die Lehre von ewiger Verdammnis und Pein, preist Gottes Liebe und Weisheit in der Seelenführung durch bittere Erfahrungsschulen hier und jenseits und fährt fort: „Du kannst Gott nicht ärger beschimpfen, als wenn du Ihn dir als einen ewigen Tyrannen vorstellst! — Ich kann Gott nur über alles lieben und Ihn als das heiligst beste und weiseste Wesen anbeten, aber als grausamen Tyrannen fürchten ewig nimmer!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 157, 12-16]

 

Der Erzengel Raphael: „Der Herr hat keine Seele fürs Verderben, sondern alle Seelen für eine möglichst hohe Lebensvollendung erschaffen!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 97, 6]

 

Ein römischer Oberrichter, erschüttert durch die höllische Erscheinung seines herrschsüchtigen, grausamen Vaters aus dem Jenseits, fragt: „0 Herr und Meister alles Seins und Lebens, wird es denn mit solch einer Seele ewig nimmer besser werden? Wird sie nimmerdar zum Lichte kommen?“ Ihn belehrt Jesus mit freundlicher Miene: „Bei Gott sind alle Dinge möglich, wenn sie dem Menschen noch so unmöglich vorkommen. Doch das Wie und Wann wirst du erst dann einsehen, wenn es dir Mein Geist der ewigen Liebe und Wahrheit in deiner Seele verkünden wird.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 169, 25-26]

 

Der Evangelist Markus zu einem die ewige Verdammnis fürchtenden Prior im Jenseits: „Wenn du dich selbst nicht verdammst durch deinen unbeugsamen Sinn und wenn du, wie ich es sehe, Liebe zum Herrn in dir empfindest, wer hätte da wohl die Macht, dich zur Hölle zu verdammen? Meinst du, der Herr sendet Seine Boten der Verdammnis wegen? Oh, da bist du doch in einer großen Irre! Der Herr sendet Boten nur der Erlösung, aber nie der Verdammnis wegen. Daher mache deine Liebe zum Herrn hell auflodern, gehe hin in solcher Liebe zu deinen Brüdern und führe sie alle aus ihren Gefängnissen hierher, und du wirst dann erst erfahren, wie der Herr Seine Kinder richtet!

[GS. Bd. 1, Kap. 86, 14-15]

 

Ein weiser Ältester einer Zentralsonne: „Solches wissen wir auch von Gottes Engeln, daß der Herr eher eine ganze Schöpfung zerstören würde, ehe Er ein Kind vollkommen verloren gäbe!“

[GS. Bd. 2, Kap. 17, 14]

 

Jesus zu Robert Blum in der Geisterwelt: „Was die von dir gerügte ‚ewige Verdammnis‘ der durch schlechte Regenten verdorbenen Menschenseelen anlangt, da muß Ich dir offen gestehen: Die ganze Ewigkeit kann dir in Wahrheit nicht einen Fall vorweisen, wo ein Geist von Gott aus verdammt worden wäre! Aber zahllose Fälle kann Ich dir vorführen, wo Geister nur zufolge ihrer vollen Freiheit die Gottheit verabscheuen und verfluchen und um keinen Preis von Ihrer endlosen Liebe abhängen wollen, da sie selbst Herren, sogar über die Gottheit, zu sein sich dünken! Kann da wohl die Gottheit an solch einer Selbstverdammnis schuld sein?!“

[Rbl. Kap. 24, 5 u. 8]

 

Jesus zu Robert Blum im Jenseits: „Hätte die Gottheit die abtrünnigen Geister mit Ihrer Allmacht ergreifen sollen, wenn sie Ihrer Liebe kein Gehör schenken wollten? Siehe, das hieße: solche Geister für ewig verderben! — Was kann die ewige Liebe anderes tun, als aus Ihrer Liebe und Weisheit zu sagen: Weichet von Mir, die ihr euch selber gänzlich von Mir abgeflucht oder abgelöst habt, und gehet in eine andere Erfahrungsschule, die euch zu eurer möglichen Wiederlöse bereitet ist! — Wie kannst du da noch glauben, daß die Gottheit Ihre Geschöpfe, die Sie aus sich zeugt und schafft, — verfluchen, verdammen und elend machen solle für ewig?! Was hätte Sie wohl davon?!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 28, 7-9]

 

Jesus: „Die Kluft zwischen Himmel und Hölle bedeutet den nie übersteigbaren Unterschied zwischen Meiner freiesten Ordnung in den Himmeln und der ihr in allem äußerst widerstrebenden Unordnung in der Hölle. Dieser Bibeltext (in Meinem Gleichnis vom reichen Mann und von dem armen Lazarus) bezeichnet also nur die Unvereinbarkeit der Ordnung und der Unordnung, nicht aber eine ewige Torsperre für denjenigen, der sich in der Unordnung befindet.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 227, 2]

 

Der Apostel Petrus im Geisterreich zu hartherzigen, verstockten kirchlichen Würdenträgern: „Wenn der Herr selbst von sich aussagt, daß Er nicht gekommen sei, um die Welt zu richten, sondern selig zu machen alle, die durch den Glauben an Ihn selig werden wollen, — woher habt denn ihr euch das Recht genommen, eure schwachen Brüder zu richten und für ewig in die Hölle zu verdammen?!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 12]

 

Jesus, im Jenseits von einem forschenden Geist befragt über die ‚ewige Verdammnis‘, erwidert mit Nachdruck: „Da Ich selbst das ewige Leben bin, so kann Ich doch nie Wesen für den ewigen Tod erschaffen haben! — Es steht wohl geschrieben von einem ewigen Tode und einem ewigen Gericht, dieses Gericht geht hervor aus Meiner ewig unwandelbaren Ordnung und ist das ‚Zorn- und Eiferfeuer Meines Willens‘, der für ewig und wandelbar verbleiben muß, ansonst es mit allem Geschaffenen völlig aus wäre! — Es muß also der Geschaffenen wegen ein ewiges Gericht, ein ewiges Feuer und einen ewigen Tod geben. Aber das hat nicht zur Folge, daß ein im Gericht gefangener Geist so lange gefangen verbleiben muß, wie dieses Gericht an und für sich dauern kann, — so wenig wie auf Erden die Gefangenen auf die ganze mögliche Dauer ihres festen Gefängnisses verurteilt werden können. Sind denn nicht ‚Gefängnis‘ und ‚Gefangenschaft‘ zweierlei? — Das Laster als Unordnung oder Widerordnung ist wahrlich auf ewig verdammt, jedoch der Lasterhafte nur so lange, wie er sich im Laster befindet. Also gibt es in Wahrheit eine ewige Hölle, aber keinen Geist, der seiner Laster wegen ewig zur Hölle verdammt wäre, sondern nur bis zu seiner Besserung.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 226, 6-12]

 

Der Herr: „Was dereinst mit den in Gottesfeindschaft verharrenden Verdammten nach der Wiederbringung aller Dinge geschehen wird, ist niemandem zu wissen gestattet. Solches weiß auch der höchste Engel nicht. Nur die Gottheit des ewigen Vaters in ihrer Heiligkeit sieht vorher die Schicksale aller Kreatur durch alle Ewigkeiten der Ewigkeiten — jeder nach dem heiligen Willen Gottes Erleuchtete in dieser überaus geheimnisvollen Sache aber erst in künftigen Zeiten!“

[Hi. Bd. 2, S. 18]

 

10.02. Selbstmord und dessen Folgen im Jenseits

 

Jesus erläutert und beleuchtet die Jenseitszustände und -schicksale eines tödlich verunglückten Knaben und eines vom Tempel verfluchten, darob verzweifelten Selbstmörders.

[Ev. Bd. 4, Kap. 151, 7-16]

 

Jesus schildert verschiedene Arten von Selbstmord, ihre Beweggründe und entsprechenden Folgen, sowie die Erscheinungsformen der Selbstmörder im Jenseits.

[Ev. Bd. 4, Kap. 152]

 

Jesus: „Eine Seele, die schon im Erdenleben nur Liebe war, sieht jenseits sogleich sehr reizend, üppig und der Form nach vollendet aus. — Eine geizige und sehr eigenliebige Seele dagegen sieht im Jenseits sehr mager aus, aber etwas Fleisch ist immer noch da, weil eine solche Seele doch wenigstens die Liebe zu sich selbst hat. Ein Selbstmörder aber ist auch dieser Liebe bar, und seine Seele muß daher im Jenseits als ein dürres Gerippe erscheinen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 152, 4]

 

Jesus: „Einer Selbstmörderseele bleibt durch ihre selbst vernichtende Tat ein Leck für immer, das darin besteht, daß sie nahezu nie zur vollen Kindschaft Gottes gelangen kann. Denn über die Seligen des untersten Himmels hinaus kommt eine selbstmörderische Seele kaum jemals.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 152, 13]

 

Jesus auf die Frage nach dem jenseitigen Schicksal der Selbstmörder: „Das Leben des Leibes ist das dem Menschen von Gott gegebene Mittel, durch welches er das Leben der Seele für ewig gewinnen soll und kann. Wenn der Mensch aber dieses Mittel vernichtet, womit soll er dann das Leben der Seele gewinnen!? Wenn ein Weber seinen Webstuhl zerstört, wo und wie wird er danach seine Leinwand weben?! Ich sage dir: Die Selbstmörder — wenn sie nicht Irrsinnige sind — werden schwerlich je oder auch nie das Reich des ewigen Lebens besitzen! Denn wer einmal ein solcher Feind seines Lebens ist, in dem ist keine Liebe zum Leben; ein Leben ohne Liebe aber ist kein Leben, sondern der Tod!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 163, 2]

 

Aus dem Dunkel der Seelennot des Selbstmordes zeigt Jesus den rechten Weg mit den Worten: „Ich werde jedes ernsten Strebens Hilfe, Kraft und Stütze sein. In der Zeit der Not werde Ich niemanden verlassen, der treugläubig und Mich hebend auf Meinen Wegen gewandelt ist. — Ist er aber durch allerlei Lockungen der Welt von Meinen Wegen abgewichen, dann muß er es sich schon selbst zuschreiben, wenn für ihn Meine Hilfe zur Zeit der Not unterm Wege verbleibt und das so lange, bis der Gefallene (also auch der Selbstmörder) sich reuig an Mich wendet. — Ich werde zwar ewig ein und derselbe treue Hirte verbleiben und nachgehen den Schafen, die sich verloren haben. Aber das Schaf muß zu blöken anfangen und sich finden lassen nach seinem unantastbaren freien Willen!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 169, 2-3]

 

Jesus: „Es ist gut, für lichtlose, unselige Seelen im Jenseits (also auch für Selbstmörder) zu beten. Denn das Gebet eines mit wahrer Liebe und Erbarmung erfüllten Menschen im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute Wirkung auf arme Seelen im Jenseits. Es bildet um sie einen gewissen Lebensätherstoff, in dem sie wie in einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen erkennen, sich bessern und dadurch zum Lebenslichte empor- kommen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 38, 1]

 

10.03. Wiedereinzeugung (Reinkarnation) und Rückerinnerung

 

Jesus: „Sollte eine Seele im Jenseits wegen zu großer Verstocktheit völlig vom Gegenpol verschlungen werden, so wird sie nach langen Zeiten es sich gefallen lassen müssen, entweder auf dieser Erde oder auf einer andern Welt, deren es ja zahllos viele gibt, eine abermalige Fleischlebensprobe durchzumachen, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, daß sie schon eine solche durchgemacht hat.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 232, 2]

 

Jesus: „Ist die Besserung einer verdorbenen Seele im jenseitigen Mittelreich bis zu einem gewissen Grade er folgt, über den es mangels höherer Befähigung nicht hinausgeht, so kann solch eine Seele in eine bloß geschöpfliche Beseligung in der geistigen Sphäre irgendeines anderen Weltkörpers übergehen oder aber auch, wenn sie es will, noch einmal ins Fleisch dieser Erde treten, auf welchem Wege sie höhere Befähigungen erwerben und mit deren Hilfe sogar die Gotteskindschaft erreichen kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 61, 4]

 

Jesus: Wiedereinzeugung eines früheren stolzen hinterasiatischen Königs als Sohn einer armen Mutter, seine Demutsschule als ehrlicher, tüchtiger Tagelöhner und volle Umkehr zu Gott nach vollbrachtem arbeitsamem Erdenleben.

[Ev. Bd. 5, Kap. 232, 8-21]

 

Auf die Frage des Petrus: ‚Was wird mit jenen Menschen geschehen, die vor dieser Deiner Herniederkunft gelebt haben? — Können auch sie noch zu einer wahren Lebensvollendung gelangen, und wie?‘ erwidert Jesus: „Ich habe nun die Tore zum Leben nicht nur für die auf der Erde Lebenden geöffnet, sondern auch für alle, die schon lange hinübergegangen sind. Und viele der alten Sünder werden noch eine neue, kurze Fleischlebensprobe durchzumachen bekommen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 65, 1-2]

 

Ein Engel zeigt dem Römer Agrikola durch das dritte geistige Gesicht eine herrliche Sonnenwelt und sagt: „Auf dieser Lichtwelt hast du der Seele nach 4 000 Erdenjahre hindurch in einem Leibe gelebt. Dort siehst du deine frühere Behausung, und die Menschen, die da ein- und ausgehen, waren dem Leibe nach deine nächsten Anverwandten. — Als du von einem Weisen belehrt wurdest, daß es eine Welt gibt, auf der die Menschen Großkinder des allmächtigen Gottes werden können, wenn sie sich dazu entschließen, auf jener Gotteserde nochmals im Leibe eine Liebe-lebens-freiheitsprobe durchzumachen, doch ohne Rückerinnerung an diese schöne Welt, da warst du damit einverstanden, wurdest sogleich verwandelt, und deine freigewordene Seele wurde in einen Mutterleib eingezeugt, und zwar in der prachtvollsten Stadt dieser Gotteserde.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 192, 10-11]

 

Jesus: „Mancher Menschen Seelen sind vormalige Engel der Himmel gewesen; bei ihnen kann nichts so leicht verdorben werden. Johannes der Täufer, Moses, Elias, Jesajas und andere Propheten können als Beispiele dienen, und es gibt noch jetzt mehrere Engel auf dieser Erde, die mit Mir den schweren Weg des Fleisches durchmachen. Solche Menschen sind einer gar starken Fleischlebensprobe fähig und ertragen sie mit der größten Aufopferung.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 34, 9]

 

Ein Zentralsonnen-Bewohner liest aus einer Flammenschrift am Altar: „Du wirst auf jener Welt, da die Kinder Gottes gezeugt werden, mit voller Blindheit geschlagen sein, und nichts wird dir von alledem, was du nun hier erfährst, zur Hilfe deines ferneren Verhaltens im Bewußtsein bleiben; denn du wirst da genötigt sein, ein ganz neues, mühevolles und beschwerliches Leben zu beginnen. Nichts wird dir somit bleiben, nur allein als deine größte Gefahr die Begierde des Lebens in dieser (Sonnen-) Welt.“

[GS. Bd. 2, Kap. 16, 17]

 

Ein Zentralsonnenbewohner vor seinem Übertritt auf die Erde zur Erwerbung der Gotteskindschaft: „Herr, Du Allmächtiger in Deiner Liebe, Gnade und Erbarmung! Aus Liebe nur will ich zu Dir! Daher verlaß mich nicht in der Zeit meiner Schwäche und sei Du allein alle meine Kraft und Stärke! In welcher Gestalt immer ich in der neuen Welt auftreten werde, sei Deine Liebe mir das alleinige, ewige, mächtige Vorbild meines Lebens, nach welchem ich trachten will aus all meiner mir von Dir verliehenen eigenen Lebenskraft! Diesen Grund (der demütigen Liebe) laß allzeit auftauchen in mir, auf daß ich stets kräftiger werde in der Liebe zu Dir! — Und so denn übergebe ich mich, o Herr, Deiner unendlichen Liebe, Erbarmung und Gnade!“

[GS. Bd. 2 Kap. 17, 20]

 

Der Herr: „Es leben Menschen auf dieser Erde bereits das siebente Mal, und es geht ihnen nun besser. Sie werden aber noch einige Weltkörper mit einem leichten leiblichen Überwurf durchzumachen haben, bis sie in eine reingeistige Sphäre des unteren Paradieses aufgenommen werden, aus der es noch viele Stufen gibt bis in das innere, wahre Himmelreich, in welchem die Liebe des Vaters, das Licht des Sohnes und die Kraft des Heiligen Geistes walten und jeden Geist durch und durch beleben.“

[Hi. Bd. 2, S. 446, 8]

 

Jesus: „Es ist irrig zu glauben, daß die Menschenseelen wieder in das Tierreich zurückkehren. Wohl sammeln sich nach und nach in der gefesteten Ordnung Gottes die Seelenfunken aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich und bilden sich dann zur Menschenseele empor, aber rückwärts ins Tierreich wandert keine noch so unvollendete Menschenseele außer im jenseitigen Mittelreich der (flüchtigen) Erscheinlichkeit nach zu ihrer Demütigung und Besserung.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 61, 3-4]

 

Johannes der Täufer, in welchem der Geist des Propheten Elias wohnte, war ebenderselbe Engelsgeist (Michael), der im Urbeginne den abtrünnigen Erzengel Luzifer besiegte und später auf dem bekannten Berge mit diesem um den Leichnam des großen Propheten Moses vergeblich rang.

[Ev. Bd. 1, Kap. 2, 1-4]

 

Der Seher Philopold berichtet von seinem früheren Leben auf einer fernen, großen Lichtwelt, in welche er auf Jesu Geheiß mit geöffnetem geistigem Auge zurückblicken darf.

Ev. Bd. 3, Kap. 222, 5-9

 

Jesus auf dem Berge Tabor zu dem Geist Elias (Johannes der Täufer): „Du warst ja in jüngster Zeit auch mit Mir auf der Erde! Hat dir des Herodes Werk an deinem Fleische wohlgetan?“ — Darauf Elias-Johannes: „Auf Erden nicht aber umso wohler hier! Dennoch möchte ich trotz der größten Seligkeit, die nun für ewig mein Teil ist, Dir zuliebe noch oft den Fleischesweg durchwandeln, so elend und dornig er auch ist!“ Jesus: „Am Ende der Zeiten dieser Erde wirst du noch einmal im Fleische zu den Menschen der Erde gesandt werden, aber nicht mehr mit verdeckter Geistessehe, sondern noch heller als einst unter den Namen Sehel und Elias.“

Ev. Bd. 5, Kap. 235, 6-9

 

Jesus: „Johannes der Täufer war dreimal im Fleische auf dieser Erde; die ersten zwei Male als Sehel und später als Elias ist er nicht gestorben, sondern mit dem verklärten Leibe in die Himmel aufgefahren, obwohl er ebenso wie das letzte Mal (als Johannes der Täufer) aus einem Weibe zur Welt geboren worden war.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 237, 8]

 

Der vom Herrn berufene Geist des Moses bezeugt, daß er in Zacharias war, und klagt die Tempeljuden des Mordes an Zacharias an.

[Ev. Bd. 6, Kap. 8, 7]

 

Jesus zu dem in Nahim vom Tode erweckten Jüngling, der glaubt, nach dem Sterben nichts erlebt zu haben: „Daß du nun keine Rückerinnerung daran hast, was deiner Seele in ihrer Abwesenheit vom Leibe begegnet ist, das habe Ich ganz weise angeordnet; denn wäre deiner Seele die Rückerinnerung geblieben an das, wie sie im Paradiese sich wohl und selig unter vielen Engeln befand, so würdest du dich, als nun wieder mit dem Leib vereint, nicht so heiter wie jetzt befinden. Ich könnte dir die volle Rückerinnerung gleich wieder verschaffen, wenn Ich das wollte, d Ich würde dir damit nichts Gutes erweisen, wei1- du dadurch für diese Welt, in der du noch vieles zu wirken bekommst, auf langehin völlig untüchtig würdest.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 36, 11]

 

Der Erzengel Raphael beantwortet die Frage eines griechischen Wahrheitssuchers nach dessen früheren Daseinszuständen: „Würdest du dir aller Vorzustände bis zu deinem gegenwärtigen Leben klar bewußt werden, so würdest du dadurch in deinem Denken, Urteilen und Wollen derart zerteilt und zerrissen werden, daß es dir unmöglich wäre, die sittliche Einheit, Kraft und Stärke aus dem Geiste der Liebe Gottes in deiner Seele aufzunehmen, daß sie eins würde mit ihm. Wird die Seele aber eins mit ihm, dann wird sie in der Beschauung ihrer selbst schon in jene klare Rückerinnerung gelangen, aus der sie die endlose Liebe und Weisheit des einen großen Baumeisters im seligsten Dankgefühl erkennen und ewig bewundern wird; dann wird ihr eine solche von dir schon jetzt verlangte Rückbeschauung zum ewigen Lebensnutzen dienlich sein, während sie dir jetzt gar gewaltig schaden würde! Werde daher nach dem Willen des Herrn eins mit dem göttlichen Geiste in dir, werde ein vollkommener Baumeister deiner selbst, dann wird es dir auch zu einem hellen Bewußtsein werden, warum der weise und wohlkundige Erbauer einer großen, festen Burg sein früher unzusammenhängendes Baumaterial so sinnvoll geordnet und zu einem großen, ewig dauernden Ganzen zusammengefügt hat.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 178, 2, 3, 9]

 

Jesus belehrt einen lichtsuchenden römischen Hauptmann: „Wenn ein Mensch in diese Welt geboren wird und zu seiner vollen Freiwerdung einen Leib zu tragen bekommt, da ist das höchst weise von Gott so eingerichtet, daß er als eine vollständige Seele sich aller notwendigen Vorzustände in ihren übergänglichen, aber immer noch gesonderten Beständen ebensowenig erinnert, wie dein Auge die Einzeltropfen des Meeres, aus denen es besteht, unterscheiden kann. Denn wäre einer Menschenseele das gegeben, so würde sie diese Einung aus so zahllos verschiedenen Seelensubstanz und Intelligenzteilen nicht ertragen, sondern sich schnellstens aufzulösen trachten, gleichwie sich ein Wassertropfen auf glühendem Eisen auflöst. Um die Seele des Menschen zu erhalten, muß ihr daher jede Rückerinnerung genommen werden bis zur Zeit ihrer vollen inneren Einung mit ihrem Geiste der Liebe aus Gott; denn dieser Geist ist das Verbindende, durch das alle die endlos verschiedenen Seelenintelligenzteile zu einem ewig unzerstörbaren Ganzwesen gefestet werden, sich in aller Klarheit durchleuchten, erkennen, begreifen und als ein vollendetes gottähnliches Wesen Gottes Liebe, Weisheit und Macht loben und preisen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 21, 5-6]

 

10.04. Wiedersehen und Verkehr mit den Jenseitigen

 

Ein Engel zu dem Griechen Philopold: „Es darf keiner Seele eine Rückerinnerung an ein früheres Körperleben verbleiben, da sie auf unserer Erde ein ganz neues Geschöpf aus und in Gott werden soll. Erst wenn der Mensch ein völlig neues Geschöpf geworden ist und die volle Gotteskindschaft erreicht hat, wird ihm alles (an Rückerinnerung) wieder gegeben.“

[Ev. Bd. 1, 214, 9]

 

Jesus belehrt die drei Weisen aus dem Morgenlande: „Alle von Natur aus besseren Menschen werden von Geistern auf eine mehr oder weniger fühlbare Art unterwiesen in allerlei geistiger und natürlicher Wissenschaft. — Je naturgemäßer, einfacher und in sich gekehrter die Menschen leben, desto mehr und lebhafter stehen sie auch mit den besseren Geistern aus dem Jenseits in Verbindung.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 40, 4-5]

 

Der Evangelist Johannes enthüllt aus dem Geiste die Herkunft und Berufung der ‚drei Weisen aus dem Morgenlande’, sowie ihre Führung und Erleuchtung durch die seligen Geister des Adam, Kain und Abraham. Dem ihnen nur bekannten ‚Stern von Bethlehem‘ folgen sie zum göttlichen Kinde in der Krippe.

[GS. Bd. 2, Kap. 15, 11-20]

 

Jesus: „Daß aller Menschen Seelen, gleich ob gut oder böse, nach des Leibes Tod fortleben, davon haben bei allen Völkern der Erde gewisse in sich gekehrte Menschen viele Tausende von überzeugendsten Beispielen erlebt, indem sie mit den Seelen der leiblich Verstorbenen oft sogar jahrelangen Verkehr und belehrenden Umgang hatten. — Wenn aber materiell gesinnte Weltmenschen daran nicht glauben, weil ihnen noch nie etwas ähnliches zu Gesicht gekommen ist, kann daran etwa Gott die Schuld gegeben werden?! Diese Weltmenschen suchen das ja nie, und so finden sie es auch nicht; die es aber suchen, die finden es auch unter allen Völkern der Erde!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 1-2]

 

Ein gläubiger Bootsmann fragt: ‚0 lieber Herr und Meister, warum wird es nicht zugelassen, daß die Seelen der Verstorbenen zu ihren Verwandten sichtbar kommen, sie vor der Welt warnen und ihnen das Jenseits zeigen?‘ — Ihn belehrt Jesus: „Was du Wiedersehen und Verkehr mit den Jenseitigen wünschest, ist allzeit zugelassen worden, und die einfachen, in ihren Sitten noch reinen, unverdorbenen Menschen der Urzeit sind in allen Dingen von reinen Geistern belehrt worden, da sie im beständigen Verkehr mit ihnen standen. Aber die Menschen wurden gewahr, daß sie weise und verständig geworden, und wurden darum eitel, hochmütig, weltsinnig und selbstsüchtig. Sie benötigten des Unterrichts aus den Himmeln nicht mehr und fingen an, sich dessen sogar zu schämen! — Wenn nun der Weltmensch an nichts Reingeistiges mehr glaubt, ist es dann zu verwundern, daß die reinen Geister sich stets seltener bei den Weltsinnigen einfinden?! 0 Freund, die Zulassung ist noch immer die alte, — nur die Menschen sind nicht mehr jene alten, die mit den Geistern der Himmel im stetigen Verkehr standen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 138, 1, 8, 12 und 14]

 

Der Erzengel Raphael verwirft die heidnischen Geisterbeschwörungen als Betrug gauklerischer Magier und erklärt dann einem Lichtsuchenden: „Zum wahren Geistersehen ist es nötig, dein verborgenes Inneres, das geistig ist, zu stärken und es über deine Leibessinne sehfähig zu machen, und du wirst dann nicht nur einen Geist, sondern gar viele Geister sehen, hören und auch sprechen können.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 132, 2-8]

 

Der Römer Agrikola berichtet zum Beweise für das Fortleben der Seele nach dem Leibestode, daß ihm und seinen Gefährten auf einer Reise durch Spanien der Geist seines verstorbenen Vaters erschienen sei und sie vor einem bevorstehenden Erdbeben mit lauter Stimme gewarnt habe.

[Ev. Bd. 6, Kap. 215, 9-13]

 

Der erleuchtete Römer Agrikola berichtet als Beweis für das Fortleben der Seele nach dem Tode, daß die Seele seines verstorbenen Urgroßvaters ihn vor dem Antritt einer Seereise vor einem nahen, vernichtenden Sturme gewarnt habe, und fährt fort: „Das war nun die von mir und allen meinen Reisegefährten gesehene fortlebende Seele eines schon lange gestorbenen und zerstörten Leibes, hatte vollkommene Menschengestalt, sprach wohlvernehmliche Worte zu meinem Heile und bewies durch das Festhalten unseres Schiffes am Ufer eine Willenskraft, gegen die alle unsere physische Kraft zu nichts wurde.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 218, 6-12]

 

Der Römer Agrikola schildert eine in Memphis erlebte Begegnung mit der Seele einer längst verstorbenen Tochter des Sesostris, die ihm als junges Mädchen in altägyptischer Tracht erschien und ihn um Kunde von dem einen, wahren Gott bat, der allein sie von langer Qual erlösen könne. Agrikola riet ihr: „So kehre dich an den Gott der Juden!“. Darauf ward die Gestalt ganz weiß und verschwand.

[Ev. Bd. 6, Kap. 219, 1-7]

 

Jesus: „Menschen, deren Seele mit ihrem göttlichen Geiste verbunden ist, haben häufig Gesichte, können mit den Seelen im Jenseits sprechen, sich von ihnen belehren lassen und davon auch anderen Menschen wahre Kunde geben. Wer ihnen glaubt, tut wohl daran, doch darf er nicht auch gleich verlangen, solches selbst zu erleben; denn das kann nicht eher geschehen, bis er die erforderliche geistige Seelenreife erlangt hat.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 225, 18]

 

Jesus zu einem Pharisäer, der Belehrung über das Wesen der Seele und das Jenseitsleben wünscht: „Das Leben der Seele nach dem Leibestode kann dir weder ein Mensch noch ein abgeschiedener Geist beweisen. Das mußt du in dir selbst finden durch die wahre Liebe zu Gott und zum Nächsten. — Du meinst, daß die Rückkunft einer abgeschiedenen Seele den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele und an Gott am meisten stärken würde. Doch darin irrst du! Fürs erste hat eine abgeschiedene Seele im Jenseits für sich und ihre dortigen Nächsten zur Übergenüge zu tun und hat nicht viel Muße, zu öfteren Malen in einem aus der Luft der Erde geschaffenen Leibe den Fleischmenschen zu erscheinen und sie zu lehren, wie es drüben steht; und fürs zweite kann jeder vollkommene Geist auf die Menschen ohne Beschränkung ihres freien Willens einwirken, und solch unsichtbares Einwirken ist dem Menschen um vieles heilsamer als die Sicht- und Hörbarkeit eines abgeschiedenen Geistes.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 225, 2-3]

 

Jesus, der Herr, öffnet einem römischen Ratsherrn das zweite Gesicht, um ihn vom Fortleben der Menschenseele nach dem Leibestode zu überzeugen. Es erscheinen dem Ratsherrn verstorbene Verwandte und Freunde, — zuletzt auch der römische Herrscher Julius Cäsar —‚ und erklären ihm: „Du könntest uns zu öfteren Malen sehen und sprechen, wenn deine Seele nicht so geblendet wäre von der Sinnenlust der materiellen Welt. Die einfachen Urmenschen dieser Erde konnten die Seelen der Verstorbenen sehen und sprechen; als aber dann ihre Nachkommen stets mehr und mehr in die Materie der Welt versanken, da verloren sie diese Fähigkeit und gerieten in die Nacht der Zweifel über das Fortleben der unsterblichen Seele nach dem Tode des Leibes.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 217, 9 — Kap. 218, 5]

 

Die Seele des verstorbenen Vaters eines vielbeschäftigten römischen Richters zu seinem irdischen Sohn: „Wie hätte ich dir denn erscheinen können?! Wie oft ich auch zu dir kam, nie warst du zu Hause und hattest immer zu tun in der Außenwelt und ihrem Lichte, und da ist es für uns unmöglich, jemandem zu erscheinen und ihn zu belehren.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 173, 9]

 

Jesus: „Die Hexe von Endor war in einer hellsehenden Ekstase, als Saul sie zwang, für ihn den Geist Samuels zu beschwören, obschon sie sonst nur mit argen Geistern im Verbande stand.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 167, 14]

 

Jesus erwähnt biblische Beispiele für Botschaften höchsten Ranges aus der Geisterwelt und für deren böswillige Verwerfung durch die herrschsüchtigen Tempelpriester.

[Ev. Bd. 6, Kap. 107, 3-6]

 

Jesus zu den durch die Seele ihres einstigen Mentors derb belehrten Minerva-Priesterinnen: „Verlanget in der Folge nicht mehr einen Geist zu eurer Belehrung, sondern lebet nach Meiner Lehre, auf daß ihr dadurch fähig werdet, mit Meinem Geiste in den vollen Lebensverband zu treten, — dann werdet ihr solcher Geister harte Belehrung leicht entbehren können!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 125, 11]

 

Oubratouvishar, der weise Führer einer nubischen Karawane: „Wir als einfach lebende Menschen können die Seelen verstorbener Menschen und auch Naturseelen, die noch nie inkarniert waren, sehen. Diese Naturseelen können ihre Form plötzlich ändern, sich in allerlei andere kleine Wesen auflösen und sich wieder in die Menschenform zusammenziehen, was wir bei Seelen verstorbener Menschen noch nie entdeckt haben.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 186, 4]

 

Auf den Vorwurf des mit Gott hadernden Erzvaters Mahal wegen der Vergänglichkeit aller sichtbaren Formen, auch des menschlichen Leibes, erwidert der Herr: „Es muß dein irdischer Leib in die Erde gelegt werden, auf daß dein geistiger, unzerstörbarer Leib frei in der Fülle zum ewigen Leben erstehe. Daß sich aber die Sache also verhält, davon hast du in deinem Leben die vielfachsten Beweise erhalten, da du schon mit gar vielen Abgeschiedenen geredet hast, deren Leib in die Erde gelegt worden ist.“

[H. Bd. 3, Kap. 339, 9-10]

 

Der Herr: „In früheren Zeiten, in denen die Menschen viel einfacher lebten als jetzt, gab es häufig solche, die das sogenannte ‚doppelte Gesicht‘ hatten und ganz naturgemäß in den beiden Welten lebten.“

[Ed. Kap. 35, 3]

 

Der Herr: „Es könnten auch Menschen in dieser Zeit leicht zu dem ‚zweiten Gesicht‘ gelangen, wenn ihre Kost einfacher wäre; aber zumeist schadet ihnen die heute übliche üppige Kost. Damit verderben sie ihre Natur so, daß ihrer Seele ein freier Auf- und Ausflug in die Geisterwelt unmöglich wird.“

[Ed. Kap. 35, 3]

 

Der Herr: „Viele einfache Menschen, besonders solche, die an Bergen wohnten, hatten früher das ‚zweite Gesicht‘ und bei Tag und Nacht einen natürlichen Umgang mit Geistern, die sie in den mannigfachsten Dingen belehrten. Sie zeigten den Menschen die Wirkungen der Kräuter, sowie die edlen und unedlen Metalle in den Bergen, lehrten sie auch, das Metall aus den Bergen zu gewinnen und durch Schmelzen und Schmieden zu allerlei nützlichen Dingen brauchbar zu machen.“

[Ed. Kap. 35, 9, Kap. 36, 1]

 

Der Herr: „In früheren Zeiten gab es selten ein Haus auf den Bergen, das nicht seine eigenen Hausgeister gehabt hätte, die wie ein anderes Hausgesinde zum Hause gehörten. Dadurch aber gab es denn auch eine Menge Weiser, namentlich auf den Bergen, welche mit den geheimen Kräften der Natur, mit unseren Geistern nämlich, in größter Vertrautheit lebten.“

[Ed. Kap. 35, 10]

 

Der Herr: „So gefehlt es auch ist, sich als natürlicher Mensch nur mit Geistern zu beschäftigen, so und noch mehr gefehlt ist es, das ganze Geisterreich als null und nichtig zu erklären.“

[Ed. Kap. 35, 15]

 

Der Geist des verstorbenen alten Lazarus in Bethanien, ein Engel Gottes, kehrt in das Sterbezimmer zurück und verkündet, den Anwesenden sichtbar, das Kommen des Messias.

[Ev. Bd. 4, Kap. 136, 15-17]

 

Jesus: „Zur Zeit der Wiederkunft des lebendigen Lichtes in vielen Herzen werden die Menschen vielfach Umgang haben mit den reinen Geistern Meines Himmels. Diese werden ihre Lehrer sein und sie in allen Geheimnissen des Lebens in Gott unterweisen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 54, 7]

 

Jesus läßt zur Ermahnung bekehrter hoher Pharisäer die Geister von Moses und Elias erscheinen; in Elias erkennen die Pharisäer mit Entsetzen Johannes den Täufer, an dessen Tötung sie sich mitschuldig wissen.

[Ev. Bd. 7, Kap. 163, 1-7]

 

Jesus, der Herr, zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius, der zu seiner Belehrung Geister sehen und sprechen möchte: „Der Glaube an das, was Ich sage, ist für die Seele heilsamer als das Schauen, weil sich die Seele im Glauben freier bewegt, als im Schauen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 220, 9]

 

Der Erzengel Raphael öffnet mehreren Lichtsuchenden zu ihrer Belehrung über die Geisterwelt die innere Sehe. Den Jüngern des Täufers Johannes erscheint die Seele ihres verstorbenen Meisters und belehrt sie über Jesus, ihnen ihren Unglauben verweisend. — Einem römischen Hauptmann erscheint sein verstorbener Vater und preist ihn glücklich, daß er schon auf der materiellen Erde das höchste, ewige Lebensglück durch Jesus für seine Seele gefunden habe, und ermahnt ihn, dieses Glück niemals einem vergänglichen Erdenglück zu opfern.

[Ev. Bd. 8, Kap. 133, 1-2]

 

Jesus beruft am Meeresufer bei Kis zur Glaubensstärkung Seiner Jünger und Freunde die drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, die, ihr Licht dämpfend, in irdischer Gestalt erscheinen.

[Ev. Bd. 9, Kap. 119, 1-5]

 

Die drei von Jesus berufenen sichtbaren Erzengel Michael, Raphael und Gabriel belehren die Jünger und Freunde des Herrn über die Schöpfung Gottes und ihre geistige Bedeutung.

[Ev. Bd. 9, Kap. 125, 12-15]

 

Nach dem Willen Jesu erschienen auf dem Berge Tabor die seligen Geister der Propheten Moses und Elias und belehrten die Jünger über das Fortleben der Seelen nach dem leiblichen Tode. In lichtvollem Traume erfahren die Jünger von vielen Propheten der Vorzeit mancherlei über die Zustände des Jenseits und von den Geheimnissen Gottes.

[Ev. Bd. 5, Kap. 235, 2-4, Kap. 236, 1-2]

 

Jesus weist hochmütige, das Fortleben der Seele leugnende Priesterweiber darauf hin, daß ihnen ihr Mentor zu ihrer Belehrung siebenmal vergebens im Traume erschienen war und fährt fort: „Eure weltsinnlichen Seelen vergruben sich jedoch zu sehr ins Fleisch, dadurch verloret ihr die zum Geistersehen notwendige Außenlebensäthersphäre. Denn nur wer durch die Fülle seines inneren Lebens außerhalb seines Leibes eine kräftige Lebenssphäre bekommt, der kann die Seelen verstorbener Menschen sehen und sich mit ihnen über die wichtigsten Lebensdinge besprechen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 11, 15-17]

 

Jesus: „Es sind dem Menschen darum Traumgesichte gegeben, damit er durch sie in einem Verkehr mit der Welt der Geister niederer oder höherer Art während seines irdischen Lebens verbleiben kann, je nachdem er in sich mehr oder weniger des wahren Himmels durch seine guten Werke nach dem Willen Gottes erbaut hat.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 18, 8]

 

Der Evangelist Johannes zu den Eltern verstorbener Kinder: „Im Geisterreich zeigen die Kinder keine Ähnlichkeit mehr mit der Gestalt ihrer irdischen Eltern, sondern in entsprechendem Maße Ähnlichkeit mit dem Herrn je nach ihrer Aufnahmefähigkeit für das Liebegute und das Glaubenswahre aus dem Herrn. Dessenungeachtet aber können sie auch bei gewissen Gelegenheiten das irdisch Anähnelnde, welches in ihrer Seele haftet, annehmen und sich dadurch der Form nach denjenigen erkennbar machen, welche von der Erde im Jenseits anlangen und von den geistigen Verhältnissen noch nicht viel wissen.“

[GS. Bd. 2, Kap. 73, 2]

 

Bekenntnis und Ermahnung einer seligen Mutter aus dem Jenseits: „Wenn der Herr bei euch ist, da bin auch ich bei euch. Denn ich bin nun stets beim Herrn, und mein Glück ist unendlich, meine Seligkeit unaussprechlich! — Meine Tochter (vom Herrn ‚Martha‘ genannt), bereichere immer mehr dein Herz mit der Liebe zum himmlischen Vater, so wirst du ebenso glücklich und selig sein wie ich nun im Himmel. Aber tue auch alles, was dir der heilige, liebevollste Vater schon so oft angeraten! Dann kannst du eine wahre Braut Seines innersten Herzensgrundes werden. Und das ist der Seligkeiten höchste, die nur sehr wenigen zu teil wird.“

[Hi. Bd. 2, S. 423, 6-7]

 

10.05. Fürbitte für Abgeschiedene

 

Jesus: „Bei euren Gebeten für die abgeschiedenen Seelen sollt ihr nicht etwa der Meinung sein, als möchtet ihr Mich dadurch zu einer größeren Erbarmung bewegen, da Ich wahrlich endlos barmherziger bin als alle besten, liebevollsten Menschen der Welt! — Traget vielmehr den armen Seelen gläubig und aus dem wahren Liebegrunde eures Herzens im Herzen das Evangelium vor; sie werden es vernehmen und sich danach richten!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 38, 4]

 

Jesus: „Es ist gut, für lichtlose, unselige Seelen im Jenseits zu beten. Denn das Gebet eines mit wahrer Liebe und Erbarmung erfüllten Menschen im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute Wirkung auf arme Seelen im Jenseits. Es bildet um sie einen gewissen Lebensätherstoff, in dem sie wie in einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen erkennen, sich bessern und dadurch leichter zum Lebenslichte emporkommen. — Durch solche Fürbitte schaffet ihr euch wahre, mächtige und sehr dankbare Freunde im Jenseits, die euch, so ihr in irgendeine Not gerietet, nicht verlassen werden, weder dies- noch jenseits Freunde werden eure Schutzgeister sein und sich allezeit um das Wohl ihrer Wohltäter kümmern.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 38, 1 und 7]

 

Jesus: „Um für jenseitige arme Seelen zu beten, braucht ihr nicht auf alte Burgen und Meierhöfe zu gehen, sondern das könnt ihr allezeit und überall im Herzen tun; denn euer Glaube, eure Liebe und Erbarmung und die Wahrheit aus Mir reichen endlos weit.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 38, 8]

 

Der Evangelist Markus zu einem einstigen Prior in der geistigen Welt: „Du hast auf der Welt zwar viele Messen gelesen und andere kirchliche Funktionen zur Wohlfahrt der verstorbenen Menschen verrichtet. Aber du bautest überall auf Sand, da du bei all diesen Funktionen nicht die Liebe zum Grunde hattest, sondern nur den kirchlichen Erwerb.“

[GS. Bd. 1, Kap. 88, 15]

 

Jesus zu einer reiferen Seele, die für ihre Verwandten und Freunde im Jenseits um Gnade fleht: „Mein geliebter Freund und Bruder, gehe hin und bringe sie alle zu Mir! Denn wo ist wohl ein Vater, der dem Ohr und Herz verschlösse, der ihn um Gnade für seine Kinder anfleht?! Sieh, das würde sogar ein harter Vater auf Erden nicht tun, um wieviel weniger Ich, da doch in Mir alle Liebesfülle des himmlischen Vaters wohnt!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 75, 2]

 

Der im Jenseits gereifte, demütige Mönch Thomas bittet: „0 Herr, Du liebevollster, heiliger Vater! Da sieh dieses Elend einer großen Schar unglücklicher Seelen! Könnte denn nicht auch ihnen geholfen werden? Sie sind beinahe alle im Grunde besser als ich, weshalb sie mich ehedem auch als den Schlechtesten gebührlichermaßen aus ihrer Gesellschaft hinausgeworfen haben, was ich ihnen schon lange gänzlich verziehen habe. Vergib ihnen auch Du, o allerbester Vater, und laß sie alle an unserem überreichlichen Mahl teilnehmen!“ Darauf Jesus: „Ja, du Mein liebster Bruder Thomas, wenn du Mir mit solchen Angelegenheiten deines Herzens kommst, da wirst du bald ausrufen müssen: ‚Vater, höre auf zu segnen!‘ Siehe, mit diesem deinem Herzenswunsch hast du selbst mit einem Zuge alle deine Schuld vor Mir getilgt!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 128, 5-6]

 

Ein im Jenseits zum Licht gelangter und an die göttliche Vaterbrust geführter einstiger Offizier bittet in herzlicher Erbarmung für seine Truppe und für eine Schar armer Seelen. Jesus erhört seine Bitte und bestellt ihn zum Führer und Lehrer dieser Seelen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 237, 11-14]

 

Der Herr auf die Frage, ob und wie man für Abgeschiedene beten soll: „Ihr wißt zwar nicht, in welchem Zustand sich jenseits die Abgeschiedenen befinden. Allein daran liegt auch nichts, sondern es liegt alles daran zu wissen, daß Ich ein gar großer Freund der Liebe bin, und daß die Liebe jedermann wohltut. Und somit wird es auch eure Abgeschiedenen freuen, wenn sie erfahren, daß ihre Zurückgelassenen in wahrer Liebe ihrer gedenken.“

[Hi. Bd. 1, S. 166, 18-19]

 

Der Herr: „Betet für euren unbußfertigen Freund im Jenseits, so werdet ihr ihm dadurch mehr nützen, als wenn ihr euch ferner nach seinem Zustand erkundigt.“

[Hi. Bd. 2, S. 222, 12]

 

Der Herr: „Wer für die Verstorbenen beten will, der muß zuerst recht wissen, wer eigentlich die ‚Verstorbenen‘ sind, und dann aber auch, wie und warum er beten soll. — Es werden aber unter den ‚Verstorbenen‘ nicht nur gemeint die von der Welt Abgeschiedenen, sondern vorzüglich auch die noch in der Welt Lebenden, die aber gestorben sind in ihrem Herzen und haben keinen Glauben und keine Liebe und daher wahrhaft tot sind. Für solche sollet ihr zunächst beten mit Rat und Tat, leuchtend vor ihnen wie eine Sonne dem müden Wanderer durch Sand und Wüsten. — Es soll eure Liebe zu Mir und euren Brüdern allezeit das vornehmste Gebet sein!“

[Hi. Bd. 1, S. 163, 11-14]

 

11. Das große Jenseits

11.01. Das Wesen der Geisterwelt

 

Der Arzt Borus, ein glühender Freund Jesu, zu dem noch in Weltsorgen befangenen Synagogenobersten Jairus: „Denke dir einen ewigen, gerechten Gott, der das Licht und die unwandelbare Wahrheit ist und nicht mit sich handeln läßt: was wird dieser dereinst zu solchen Dienern sagen, wie du einer bist? Wahrlich, keiner von euch wird Ihm auskommen!

— — Es gibt ein großes Jenseits über der Pforte des Grabes, wo einem jeden genau vergolten wird nach seinem Tun und Handeln. Mir ist es nicht unbekannt; denn ich habe es gesucht und gefunden. Ich habe mein ewiges Leben in meiner Hand und gäbe tausend Leibesleben darum, so ich‘s nicht anders haben könnte als um diesen Preis! Das ewige Leben hat mich gelehrt, auf das Leben des Fleisches nur soviel Wert zu legen, als es dienlich ist, mir das ewige Leben der Seele zu verschaffen. Und daß ich solches in aller Wahrheit erreicht habe, verdanke ich niemandem als allein Jesus, der mir dahin den verborgenen Weg gewiesen hat.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 229, 11-14]

 

Die abgeschiedene Seele des römischen Herrschers Julius Cäsar belehrt einen lichtsuchenden römischen Ratsherrn: „Der Unterschied zwischen unserer und eurer Welt besteht darin: Wir Geister wohnen in unserer eigenen Welt, ihr Menschen im Fleische aber wohnet in Gottes Welt. Denn unsere Welt ist das Werk unserer Gedanken, Begierden und unseres Willens; diese Erdenwelt aber ist das Werk der Liebe, der Gedanken, der Ideen und des Willens Gottes. — Der Mensch hat als Ebenmaß Gottes schöpferische Kraft und kann im geistigen Zustande seine Welt selbst erschaffen und sonach in seinem völligen Eigentume wohnen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 219, 10-11]

 

Jesus zu Irhael, dem bekehrten Weib am Jakobsbrunnen: „Die endlos vielen Wohnungen im Hause Meines Vaters sind voll der höchsten Zierden, was du schon daraus recht wohl entnehmen kannst, wenn du aufmerksam die Blumen der Felder betrachtest, deren einfachste herrlicher geschmückt ist als Salomo in all seiner Königspracht.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 34, 7]

 

Jesus zu einem lichtsuchenden römischen Oberstadtrichter: „Wenn deine Seele (vom Leibe) frei wird durch Meinen Geist in ihr, so wird diese dir nun sichtbare Welt für dich vergehen, d.h. du wirst sie allzeit noch schauen können, wenn du es willst, aber ihre für dich jetzt allenthalben harte Materie und die in ihr wohnenden Kräfte werden dir nach keiner Seite hin den geringsten Widerstand mehr bieten können. Du aber wirst im Jenseits aus deinem Innern dir selbst eine Welt erschaffen können, die für dich, solange du sie erhalten willst, eine ebenso vollkommene Wohnunterlage bilden wird, wie nun diese Meine Erde für deinen Leib eine Wohn- und Tätigkeitsunterlage bildet.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 195, 5]

 

Auf die Frage, warum denn auch Geister essen und trinken, antwortet der Evangelist Markus: „Die Formen sind die Träger des Lebendigen. Da aber das Lebendige pur Göttliches ist und somit das Allerinwendigste und sonach allerreinst Geistige daher kann es auch von keinem äußeren Geiste ganz rein für sich aufgenommen werden. Darum erschafft der Herr entsprechende Liebformen, welche da Träger sind Seines Lebens. Wollen wir demnach dieses Leben in uns aufnehmen, so müssen wir es samt der Form aufnehmen. In uns erst wird die Form als Lebensträger zerstört; das Leben wird dadurch frei und vereinigt sich sobald mit dem ebenfalls göttlichen Leben in uns, dasselbe lebendig stärkend und erhaltend.“

[GS. Bd. 1, Kap. 45, 14]

 

Der Herr: „Die Dinge in der Geisterwelt gestalten sich in der Sphäre jedes einzelnen seligen Geistes ganz verschieden und sind dann in der anderen Gestaltung wieder ebenso gut und wahr wie in der Sphäre eines anderen Geistes. — Solches muß auch im vollkommensten Reiche der Engel stattfinden, sonst wäre ja ein Geist dem anderen entbehrlich, und keiner würde dem anderen eine neue, große Seligkeit bereiten können! — Sehet, wie die Gedanken über denselben Gegenstand in vielen Menschen verschieden sind, so sind auch die Sphären der Engelsgeister verschieden, aber im Grunde gehen sie doch alle auf eine und dieselbe Wahrheit hinaus.“

[GS. Bd. 2, Kap. 9, 2, 6, und 14]

 

Zu der wirklichkeitsgetreuen, derben Enthüllungsszene um ein Wiener Straßenmädchen gibt Jesus die Erklärung: Diese Szene wird hier so wörtlich wieder gegeben, wie sie in der Geisterwelt in Wirklichkeit vor sich ging, und wie es Sitte, Sprache, Wesensart und die verschiedenen Bildungsgrade der Beteiligten mit sich brachten. Das soll beweisen, daß der Mensch nach der Ablegung des Leibes zunächst ganz so Mensch ist und bleibt mit seiner Sprache, seinen Ansichten, Gewohnheiten, Sitten, Gebräuchen, Neigungen, Leidenschaften und daraus hervorgehenden Handlungen, wie er es auf der Welt in seinem Leibesleben war.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 67, 1]

 

Eine geweckte Seele urteilt über die Art und Weise des jenseitigen Erlebens im Geisterreich: „Ich habe auf Erden oft sehr lebhaft geträumt, aber welch ein Unterschied zwischen einem Traum und dieser einleuchtend hellen Wirklichkeit! — In meinen Träumen verhielt ich mich stets passiv, und hier (in der Geisterwelt) bin ich meinem klarsten Bewußtsein nach vollkommen aktiv. Im Traume hatte ich kaum eine Rückerinnerung, hier aber ist auch sie von vollendeter Klarheit — wie die Bilder einer Camera lucida. Die Gestalten der mir im (irdischen) Traume vorkommenden Wesen waren stets sehr flüchtig und wandelbar und verdrängten einander in schneller Folge, von einer logischen Ordnung war nie eine Spur zu entdecken. — Hier hingegen geht alles, wenn schon das Gepräge des Wunderbaren unleugbar an sich tragend, in einer logischen Konsequenz seinen bestimmten Weg. Welch weise Logik durchweht jede Rede der erleuchteten Geister! Wie formbeständig und architektonisch richtig ist dieser Saal erbaut! Freunde, das alles ist kein Traum, keine Phantasie, sondern eine große, heilige Wirklichkeit!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 69, 5-9]

 

Bedeutsame geistige und naturgemäße Vorgänge am Berge Reinerkogel bei Graz anläßlich der Ankunft des Herrn Jesus und Seiner Gesellschaft zur Zeit der ‚besonderen Gnade‘ im Jahre 1850.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 260, 1-12]

 

Der Herr im Mittelreich zu dem einstigen Bischof Martin: „Hier im Geisterreich ist es nichts mit deinem ‚Requiescant in pace!‘, sondern das Gottesreich ist ein Arbeitsreich!“

[BM. Kap. 18, 19]

 

Ein Funke wahrer, reiner Liebe verwandelt die bisherige trübe Vorstellungswelt des einstigen Bischofs Martin in eine herrliche Landschaft, in deren Gärten jedoch noch die Früchte fehlen; denn wie auf der Erdenwelt alles im Lichte und in der Wärme der Sonne wächst und reift, ebenso wächst und reift in der geistigen Welt alles im Lichte und in der Liebe des Menschenherzens.

[BM. Kap. 22, 2-5]

 

Jesus der Herr: „Hier in der ewigen Geisterwelt ist das Denken ein ganz anderes als auf Erden! Auf der Erdenwelt besteht das Denken aus Ideen und Bildern, welche den Dingen der Welt entnommen sind; hier im Geisterreich aber entsteht das Denken aus den Fähigkeiten des Geistes, die von Gott in ihn gelegt sind und durch die Werktätigkeit der Liebe zu Gott und zum Nächsten mit dem Lichte aus Gott erleuchtet werden!“

[BM. Kap. 25, 5]

 

Gestalten, Gesichtszüge und Gewänder veredeln und verwandeln sich im Jenseits bei geistig fortschreitenden Seelen.

[BM. Kap. 30, 2]

 

Der Herr: „Der Schlaf ist den Geistern fremd. Sie haben wohl auch einen entsprechenden Zustand, der Ruhe heißt, aber dennoch nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem irdischen Schlafe hat.“

[St.-Sz. 3. Expl. Abs. 9]

 

Der Herr: „Jeder Geist nimmt die Sprache derjenigen Welt ins Jenseits mit hinüber, auf welcher er im Leibe gewandelt ist. Bei den Geistern eurer Erde ist ein Verständnis fremder Sprachen so lange nicht vorhanden, bis sie völlig im Geiste wiedergeboren und für den Himmel geeignet sind. — Es geschieht öfter, daß Geister eurer Erde mit den Geistern des Saturn nach dem Tode zusammenkommen. Alsdann verstehen die Saturngeister die Geister eurer Erde augenblicklich. Umgekehrt aber ist solches gar selten, bei unreiferen Geistern der Erde nie der Fall. Auch sehen die Geister eurer Erde die Saturngeister nicht eher, als bis diese sich ihnen zeigen wollen. Der Grund dieser Überlegenheit liegt in der großen, inneren Weisheit der Saturngeister.“

[Sa. Kap. 42, Abs. 21-22]

 

11.02. Die Örtlichkeit der Geisterwelt

 

Auf die Frage eines bekehrten Pharisäers, ob wohl für alle erlösten Seelen in der Schöpfung Raum sei, schildert Jesus die Größe der materiellen und geistigen Welten: „Weißt du noch nicht, was diese dir sichtbaren Sterne in ihrer Unzahl sind? Siehe, wenn aus jedem Atom dieser Erde Tausende von Seelen würden — was eine für euch unvorstellbare Zahl ergäbe —‚ so käme kaum eine Seele auf eine Sonnenwelt im großen Schöpfungsraume, geschweige auf die viel zahlreicheren Erdweiten, die sich nicht selten zu Tausenden um eine riesige Sonnenwelt bewegen. — Nun aber denke dir noch dazu die endlos größere Räumlichkeit der Himmel Gottes und die ebenso endlose Anzahl ihrer Engelsvereine, — dann wird es dir wohl ein wenig klarer werden, ob eine noch so große Anzahl von wahren Kindern Gottes einst für die ewigen, endlosen Himmel zu sehr anwachsen wird. Meinst denn du, daß für den ewigen Gott eine dem Menschenverstand faßbare Anzahl ewighin genügen würde?“

[Ev. Bd. 6, Kap. 226, 2, 3 und 4]

 

Jesus zu einem indischen Weisen, der nach der Örtlichkeit des Himmelreiches forscht: „Wenn du zur wahren, inneren Vollendung des Lebens gelangt bist und dir der Leib abgenommen wird, dann wirst du dir gleich Mir alles aus dir erschaffen können und wirst gleich Mir in der Örtlichkeit und Welt leben und sein, die du aus dir selbst erschaffen haben wirst. — Daß sogar in deiner noch sehr materiellen Seele schöpferische Kraft wohnt, das kannst du deinen Träumen entnehmen. Wo ist denn die Welt, die du in lebhaften Träumen bewohnst? Sie besteht nur in deiner Seele, die auch im Traume will und schafft.“

[Ev. Bd. 7, Kap 128, 8-9]

 

Jesus zu Jungen, reinen Menschen: „Meine Himmel befinden sich überall, wo es fromme, reine und gute Menschen und Geister gibt. Dieser ganze sichtbare Raum, der nirgends ein Ende hat, ist der Himmel ohne Ende und Anfang, aber nur für gute Menschen und Geister. Wo aber böse Menschen und Geister hausen, da ist dieser Raum kein Himmel, sondern die Hölle, welche da ist das Gericht und der ewige Tod, den in dieser Welt die Materie darstellt, die in sich auch ein Gericht und somit tot ist. Wer daher nur nach den Schätzen dieser Welt giert, geht dadurch auch mit seiner Seele in den Tod. Es halten sich denn auch alle bösen Geister zumeist in der Materie dieser Erde auf, die guten und reinen Geister aber bewohnen die reinen Lichträume des freien Äthers.“

[Ev. Bd. 7, Kap 169, 8-9]

 

Auf die Frage des Römers Agrippa nach der Örtlichkeit der Geisterwelt belehrt ihn Jesus: „Es hat zwar alle Geisterwelt mit dem Raum und der Zeit dieser Welt nichts zu tun, aber der Raum ist — als äußerste Hülle — auch der Träger aller Himmel und Geisterwelten, weil diese sich außerhalb des unendlichen Schöpfungsraumes nirgends befinden können. Und so muß es auch gewisse Räumlichkeiten geben, in denen sich die Geisterwelten örtlich befinden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 33, 2]

 

Auf die weitere Frage des Römers Agrippa nach der Örtlichkeit der Geisterwelt sagt Jesus: „Du willst von Mir die eigentliche Örtlichkeit kennenlernen, in der sich besonders die lebensunvollendeten Seelen nach dem Tode des Fleisches befinden, und so höre Mich denn: Wenn ein Mensch in seinem Leibesleben eine besondere Liebe für einen bestimmten Ort auf Erden hatte, so bleibt er dort auch als abgeschiedene Seele, oft viele hundert Jahre lang, und wird dessen zuweilen inne. Wo du demnach auf dieser Erde einen Ort hast, da besteht auch eine Örtlichkeit für die Welt der Geister, die in sich aber keine materielle, sondern eine geistige ist, weil sie aus der Phantasie und dem Willen der Geister entsteht. Du kannst eine von dir selbst geschaffene Welt kreuz und quer durchreisen, bleibst aber als Individuum dennoch fest in ein und derselben materiellen Örtlichkeit.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 33, 4-7]

 

Jesus: „Wenn die Seele eines Menschen, der eine große Sehnsucht hat, andere Gestirne kennenzulernen, entleibt wird, so ist ihre materielle Örtlichkeit auch schon dort, wohin sie ihre Liebe zieht. Dort wird sie bald mit den Geistern jener Welten in Verkehr treten und ihre Weltkörper studieren.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 33, 8]

 

Jesus: „Sehr materiell gewordene Seelen halten sich nach dem Abfalle des Leibes in jenen Örtlichkeiten auf, die ihnen in ihren Leibeslebzeiten lieb und teuer waren, und das oft so lange, bis von ihrem einstigen irdischen Besitz jede Spur verweht ist. Dann erst fangen sie jenseits an, mehr und mehr in sich zu gehen, weil sie in sich selbst gewahren, daß aller irdische und zeitliche Besitz ein eitler Wahn ist. Doch solche Seelen können nie in eine gar zu fühlbare Bosheit ausarten, und ihr ganz machtloses Dasein kann keinem Menschen schaden, im Gegenteil wirkt ihr Sichkundgeben oft ganz gut auf den Unglauben manches Weltmenschen, der dann gläubig wird und sein Weltleben ändert, weil er von einem Fortleben der Menschenseelen nach dem Leibestode erfährt.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 37, 14-15]

 

Jesus: „Es versteht sich von selbst, daß vollendete Seelen nicht nur diese Erde, sondern auch die ganze Schöpfung, wenn sie es wünschen, sehen und beobachten können. — Unvollendete, böse und finstere Seelen dagegen werden das nicht vermögen; denn das wäre nicht gut, weil sie in ihrer großen Schadenfreude und Rachgier der Erde und allen Geschöpfen großen Schaden zufügen würden. Sie halten sich zwar in den Niederungen sowie auch in manchen Höhlen und Löchern der Erde auf, aber sie sehen dennoch den von ihnen besessenen Ort nicht, sondern nur das haltlose, lockere Gebilde ihrer Phantasie. Nur zuweilen wird es einem Abgeschiedenen gestattet, des materiellen Ortes, den er bewohnt, inne zu werden. Und dann weiß er auch, was ein (von ihm beobachteter) Mensch auf der Erde tut, wie es ihm geht und noch so manches andere, — aber alles nur auf einige Augenblicke. Dann kehrt er wieder in seinen nichtigen Phantasieort zurück.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 83, 7-8]

 

Auf die Frage eines gläubigen Bootsmannes: „0 Du lieber Herr und Meister, wo befindet sich das große, herrliche Jenseits, in das nach des Leibes Tode eine vollkommene Seele aufgenommen wird?“ antwortet Jesus: „Siehe, das große, allerseligste Jenseits ist vor allem, als das wahre Gottesreich, im Innersten der Seele des Menschen. Von da aus aber ist es auch überall über den Sternen, den ganzen endlosen Raum nach allen Richtungen hin umfassend, also auch in und unter den Sternen, im freien Luftraume, auf und in dieser Erde, also überall, wo du es dir nur immer denken magst. Denn alles, was du schaust auf dieser Welt, ist entsprechend auch in der Geisterwelt vorhanden. Wenn du im Geiste Gottes in deiner Seele vollendet bist, dann wirst auch du alles das in einem verjüngten Maße in dir selbst zur Beschauung und zum Gebrauche haben, was Gott von Ewigkeit her im endlos größten Maße in sich hat.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 141, 4, 5 und 7]

 

Der Herr zu einer Ihn nicht erkennenden abgeschiedenen Seele: „Wenn du hier im Jenseits etwas finden willst, dann mußt du es nicht so anstellen wie auf der materiellen Welt, in der man alles nur außer sich sucht. Wer hier das tut, der findet ewig nichts! Du mußt mit deinen Sinnen, deinem Denken und Wollen in dich selbst zurückgehen und in dir suchen, denken und formen. Dann wirst du einen Ort finden, der deinem Denken, Formen, Wollen und deiner Liebe entspricht.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 174, 7-8]

 

Der Herr: „Wo ihr am Firmament mit euren leiblichen Augen nur ein Schöpfungsgebiet sehet, da schwimmen in Meiner ewigen Allmacht zahllose Welten, alle Träger eurer Art, und hinter den Welten sind die endlosen Wohnstätten im Geiste, geistig den Geistern, von denen eine mehr faßt, als der ganze äußere, sichtbare Raum bietet!“

[H. Bd. 3, Kap. 8, 10]

 

Der Herr: „In der Erde gibt es allenthalben gefangene Geister, die entweder schon den Weg des Fleisches durchgemacht, oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister (Naturgeistwesenheiten) manifestiert haben, nämlich die Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister.“

[Ed. Kap. 40, 4]

 

Der Evangelist Johannes: „Es gibt Wesen, die nur im Äther, nicht mehr in der Luft und noch weniger in einer dichteren Materie leben können. Sie haben für euch (verkörperte Menschen) nicht sichtbare Leiber; aber deswegen existieren sie dennoch und zwar in einer so unendlichen Zahlenfülle, daß ihr euch davon keinen Begriff machen könnt.“

[GS. Bd. 2, Kap. 57, 13]

 

Der Evangelist Johannes schildert Beschaffenheit und Aufenthaltsorte der verschiedenen Geisterarten vom Inneren der materiellen Gestirne an bis zu den reinsten Ätherregionen.

[GS. Bd. 2, Kap. 57, 15-16]

 

Der Evangelist Johannes: „In einem sehr anmutigen Gebiet der geistigen Sonne wohnen die Seelen der jüngsten Kinder, welche auf der Erde bald nach ihrer Geburt dem Leibe nach gestorben sind. Diese Kinderchen können unmöglich schon geordnete Begriffe und Vorstellungen vom Herrn und Seinem Worte haben; daher sehet ihr hier (in der Pflanzenwelt dieses geistigen Sonnengebietes) auch alles (der entsprechungsmäßigen Bedeutung nach) jung, klein und bunt durcheinander.“

[GS. Bd. 2, Kap. 67, 3]

 

Der Herr: „Die Geister eines jeden Erdkörpers, besonders wenn sie noch nicht völlig geläutert sind, halten sich zumeist auf dem Gebiete ihrer früher körperlich bewohnten Erdenwelt auf.“

[Sa. Kap. 10, Abs. 16]

 

11.03. Die Stufung der Geisterwelt

 

Jesus: „Des Menschen Seelenleben nach dem Abfalle des Leibes ist ein stufenweise fortschreitendes, da die Vollendung der Seele unmöglich das Werk eines Augenblicks sein kann, und das aus dem Grunde, weil die Seele als ein begrenztes Wesen das Unendliche und Ewige des Gottgeistes und Seiner Werke nur nach und nach in sich aufnehmen und fassen kann.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 225, 8]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Wenn schon den Menschen auf der Erde die völlige Einförmigkeit in allem eine entsetzliche Langeweile bereiten würde und ihn nur die zahlreichen Unterschiede und Veränderungen vergnügen, so muß es doch auch in Gottes unendlichem Geisterreich Unterschiede geben und unzählbar viele, ansonst ja ein vollendeteres Wesen nie eine Seligkeit und Wonne über die Wunder Gottes haben könnte!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 188, 11-12]

 

Jesus: „Unvollendete arge, unter sich gleichgesinnte Seelen schließen sich jenseits in Vereine zusammen, aber freilich in keine guten; denn in gute Vereine bünden sich nur die guten, seligen Geister!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 83, 8]

 

Jesus gewährt auf einem Berge gereifteren Anhängern einen Einblick in die Geisterwelt und ihre verschiedenen Sphären.

[Ev. Bd. 1, Kap. 152, 4-6]

 

Patriarchen, Propheten und fromme Könige des alten Bundes waren zu Jesu Erdenzeit in der „Vorhölle“ und warteten auf die Freimachung durch den siegreichen, göttlichen Erlöser Jesus Christus und die Einführung in Seine Himmel, was nach Jesu Auferstehung auch geschah. Bis dahin bildeten sie eine Schutzwehr zwischen Hölle und Geisterwelt.

[Ev. Bd. 1, Kap. 152, 9-10]

 

Der Herr: „Bei einer abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich eine Hauptleidenschaft auf, welche die Seele mehr und mehr beherrscht, — was aber nicht sagen will, daß eine abgeschiedene Seele unverbesserlich ist, sondern nur, daß sie in ihrer Hauptleidenschaft gefangenbleibt, bis diese alle anderen Seelenfunken aufgezehrt hat, wodurch die Seele in einen Abödungszustand übergeht. In dieser Abödung kann der Geist erst frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das bewirkt dann den Übergang von der zweiten in die dritte, oberste Luftregion eurer Erde.“

[Ed. Kap. 30, Abs. 12]

 

Böse Menschenseelen, bei denen viele Besserungsversuche fruchtlos blieben, werden ins Innerste der Erde gebannt.

[Ed. Kap. 40, 2]

 

Der Herr: „Eines jeden Verstorbenen Seele mit ihrem Geist kommt gleich nach dem Leibestode zunächst in die mittlere Luftregion eurer Erde, in welcher sie geradeso fortlebt, wie sie auf Erden gelebt hatte; denn diese Region ist der Platz, wo die Geistwesenheiten entweder für den Himmel oder für die Hölle vorbereitet werden.“

[Ed. Kap. 31, 4]

 

In der zweiten (mittleren) Luftregion unserer Erde wohnen Seelen, die ihr Geist noch nicht völlig durchdrungen hat, und die darum noch von verschiedenartigen Leidenschaften und Begierden erfüllt sind.

[Ed. Kap. 30, Abs. 3-4]

 

Der Herr: „In der zweiten (mittleren) Luftregion eurer Erde kämpfen die unlauteren Menschenseelen miteinander, werden aber vom mächtigen Friedensgeistern besiegt, gefangen und gedemütigt.“

[Ed, Kap. 31, 5]

 

Der Herr: „Wenn die von den Friedensgeistern gedemütigten unlauteren Menschenseelen der zweiten Luftregion eurer Erde in den Stand gebracht werden, Meinen Namen aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und Heil zu suchen, so werden solche Seelen alsbald von den Friedensgeistern in die dritte, oberste Luftregion eurer Erde geleitet und dort, freilich im Anfange zu unterst, einquartiert, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung mit diesen reinen Geistwesenheiten leben.“

[Ed, Kap. 31, Abs. 5]

 

Der Herr: „Die von der Erde ankommenden reineren Seelen halten sich in der dritten obersten Luftregion zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie aber vollkommener geworden sind, dann dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Gebiete der Erde aus; die stärksten bewachen die Polargegenden, die sanfteren und schwächeren die Tropengegenden der Erde, die sehr regsamen bewachen das Meer, die Seen und Flüsse, und den Anfängern werden die Gebirge zur Überwachung anvertraut. Die weiblichen Seelen aber beaufsichtigen zumeist das Pflanzenleben der Erde.“

[Ed. Kap. 29, 10-11]

 

Der Herr: „Die Geistwesenheiten der zweiten Luftregion eurer Erde können in die dritte Region übergehen, wenn ihre Seelen sich immer mehr vergeistigen und endlich mit dem Geiste völlig eins werden.“

[Ed. Kap. 30, 2]

 

Der Herr: In der obersten, dritten Luftregion der Erde wohnen vollkommene Geister und solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem Erdkörper waren.

[Ed. Kap. 28, 2]

 

Jesus: „In den ersten (untersten) Weisheitshimmel kommen zumeist Seelen von anderen Weltkörpern und von dieser Erde die Seelen jener weisen Heiden, die nach ihrer Erkenntnis zwar sehr gewissenhaft und gerecht gelebt haben, aber von Meiner Person auch jenseits nichts vernehmen wollen. Nehmen sie mit der Zeit Meine Lehre an, so können sie wohl in den höheren, zweiten Himmel aufgenommen werden, aber in den dritten, innersten und höchsten, den eigentlichen Liebehimmel, kommen sie nie. Dahin gelangen nur jene, welche den Weg des Fleisches auf Erden durchgemacht und diesseits oder jenseits die volle Kindschaft Gottes erworben haben.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 152, 14]

 

Der Herr im himmlischen Kleinhügelland zu einer wißbegierigen Seele: „Siehe, in jener prächtigen Ebene da unten wohnen zumeist Menschen, welche durch den alleinigen Glauben an Mich ein vollkommen gerechtes Leben geführt haben. Darunter sind die Protestanten und einige christliche Sekten. In dem weiteren Hintergrunde aber wohnen Heiden, die auf der Welt ihrem Glauben zufolge ein gerechtes Leben geführt und erst hier den Glauben an Mich angenommen haben. Dort noch mehr im Hintergrunde zwischen Mittag und Abend wohnen teils römische, teils griechische Katholiken, die sich aber hier ohne Beschädigung ihres Lebens und ihrer Freiheit nicht völlig von ihren Irrtümern zu reinigen vermochten. Diese sind darum nicht etwa unselig, sondern sie genießen eine große Seligkeit; auch sind sie nicht etwa an ihre Gegend gebannt, sondern können nach einer tieferen Innewerdung des eigentlichen Grundwahren weiter vorwärts gelangen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 59, 9]

 

Der Evangelist Markus erklärt die Örtlichkeit, Wesenheit und Beschaffenheit der drei Himmelsstufen.

[GS. Bd. 2, Kap. 4, 1-20]

 

Petrus in der Geisterwelt zu dem Gott lästernden Räuberfürsten Cado: „Damit du weißt, wer Jesus der Gekreuzigte ist, so sage ich es dir als einer Seiner getreusten Zeugen: Er ist Gott, der Einige und Alleinige, der Ewige, ein Herr und Meister, heilig in der ewigen Unendlichkeit! Er allein kann dich erhalten, aber auch fallen lassen für ewig! — Sieh gen Morgen hin den Himmel offen! Siehe aber auch gen Mitternacht der Hölle Rachen weit aufgetan! — Wohin willst du ziehen? — Kein Gott wird dich richten, kein Engel und ich auch nicht! Aber dein Wille sei dein Richter!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 163, 12]

 

Der einstigen großen Sünderin Helena erklärt Jesus in der geistigen Welt: „Ja, es gibt eine Hölle, die in drei Grade geschieden ist. Und da ist die unterste die allerschlimmste.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 162, 9]

 

Jesus: „Jeder Engel muß auch die Hölle kennen, wie sie beschaffen ist, und was da für Früchte aus ihrer bösen Liebe erwachsen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 165, 6]

 

Der Evangelist Johannes: „Wer den lutherischen Glauben völlig angenommen hat, der wohnt geistig genommen schon in der allgemeinen geistigen Form des Luther, oder — er ist ein Bewohner des lutherischen Vereines (in der Geisterwelt). Solch ein Verein ist schon ein großer, der in sich wieder eine Menge kleinerer Vereine hat, welche alle ihre Vorsteher haben.“

[GS. Bd. 2, Kap. 65, 12]

 

11.04. Das Mittelreich

 

Jesus: „Es ist jedem Menschen die Gelegenheit gegeben, welchen ‘Glaubens er auch immer sei, sich mehr dem Geistigen als dem Materiellen zuzuwenden. Tut er das, so kann seine Seele jenseits nicht mehr zu stark vom materiellen Pol angezogen werden, sondern bleibt mit ihrem freien Willen in der Schwebe. Dieser Seelenzustand kennzeichnet sich daher als ein „Mittelreich“, in welchem die Seelen von vollendeteren Geistern geleitet und dem geistigen Pol zugeführt werden.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 232, 1]

 

Der Evangelist Johannes: „Das große Mittelreich ist die Hauptwerkstätte für alle himmlischen Geister; dort bekommen sie vollauf zu tun. Denn denket euch diesen Ort, der jede Stunde eures Tages tausende neuer Ankömmlinge erhält, die sogleich durchgeprüft werden und an den ihnen entsprechenden Ort gebracht werden müssen. Mit anderen Worten: die ankommenden Seelen müssen sofort in einen solchen Zustand geleitet werden, der mit ihrer Grundliebe zusammenfällt. Daher müssen sie in allen ihren Neigungen erforscht und erprobt werden.“

[GS. Bd. 2, Kap. 120, 5]

 

Die im Mittelreich ankommenden Seelen werden von den führenden Engeisgeistern ihren irdischen Hauptleidenschaften bis zum Ekel und zur Abödung — auch Abtötung genannt — überlassen. So werden alle bösen Triebe, auch starke künstlerische Fähigkeiten, die Hochmut und Gewinnsucht erzeugen, aus der Seele hinausgeschafft.

[GS. Bd. 2, Kap. 120, 11-15, Kap. 121, 1-7]

 

Jenseitiges elendes Schicksal auf Erden berühmter und reicher Tänzerinnen, die den von ihnen nicht erkannten Herrn Jesus um Unterkunft und ein Stückchen Brot bitten, um ihren brennenden Hunger zu stillen.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 49, 11-13]

 

Ansicht eines unerleuchteten Gottsuchers im geistigen Mittelreich über Jesus: „Was den Glauben betrifft, daß der gewisse Jesus die Fülle der Gottheit in sich fassen soll, da muß ich euch, meinen Freunden, ganz offen bekennen, daß ich darin ein reinster Atheist war und bin. — Es hat zwar die reine Lehre Jesu, natürlich getrennt von den ihr beigemischten Wundermärchen, wahrhaftig die edelsten und richtigsten, mit der Natur der Menschen vollkommen übereinstimmenden Grundsätze, gegen die sich gar nichts einwenden läßt. Aber daß der Erfinder solcher Grundsätze darum ein Gott sein solle, das geht über den Horizont meines Wissens und Glaubens.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 54, 9-10]

 

Ein geläuterter Geist zu einer hadernden Gesellschaft im Geisterreich: „Lasset ab von eurem Hader und werdet sanft in euren Herzen, so wird euch bald und leicht zu helfen sein! Aber wenn ihr so untereinander forthadert, dann werdet ihr noch lange leiden müssen. Und wenn euch auch geholfen wird, da wird die Hilfe ebenso karg wie eure gegenseitige Liebe und Freundschaft bemessen sein! Bedenket doch, daß wir vor Gott alle gleich sind und niemand einen anderen Vorzug hat als den seiner Demut und seiner Liebe zu Gott und allen Brüdern!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 65, 6]

 

In der naturmäßigen Sphäre der Geisterwelt gibt es eine Erscheinlichkeit gleich der irdischen Zeit; doch oft erweckt der führende Engel in einer ungeläuterten Seele ein Gefühl, als seien während weniger Stunden ihres Verweilens im niederen Geisterreich bereits Millionen Erdenjahre vergangen.

[BM. Kap. 2, 1 und 11, sowie Kap. 72, 1]

 

Jesus im jenseitigen Mittelreich zu dem einstigen Bischof Martin, der Gott, weil ihm unvorstellbar, nicht lieben kann: „Es steht geschrieben: ‚Suchet, so werdet ihr finden; bittet, so wird euch gegeben, und klopfet an, so wird euch aufgetan!‘ — Tatest du je etwas davon? — Siehe, weil du von alledem nie etwas getan hast, so konntest du auch nie zu einer geistigen Anschauung von Gott gelangen!“

[BM. Kap. 21, 15-16]

 

Der Evangelist Johannes zu katholischen Freunden Jesu: „Das Mittelreich ist das, was ihr als ‚Römischgläubige‘, freilich stark irrig, unter dem ‚Fegefeuer‘ versteht. Am besten kann dieses Reich einem großen Eintrittszimmer verglichen werden, wo alle ohne Unterschied des Standes und des Ranges eintreten und sich dort zum späteren Eintritt in die eigentlichen Gastgemächer vorbereiten. Somit ist das Mittelreich auch jener erste naturmäßig-geistige Zustand des Menschen, in den er gleich nach dem Tode kommt. Denn niemand kommt sogleich in den Himmel oder in die Hölle.“

[GS. Bd. 2, Kap. 120, 2-4]

 

Jesus: „Wenn ein Mensch stirbt, wird die Seele aus dem Leibe genommen und als Geistmensch an einen Ort kommen, der ihrem Wesen entspricht, und es wird ihr da zum weiteren Fortkommen nichts helfen als ihr freier Wille und ihre Liebe. Sind Wille und Liebe gut, so wird auch der Ort gut sein, den sich die Seele selbst zurichten wird durch die von Gott ihr eingepflanzte Kraft; sind aber Wille und Liebe schlecht, so wird als deren Werk auch der Ort schlecht sein.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 18, 1]

 

Jesus: „Wenn der Mensch dem Leibe nach stirbt, dann lebt die Seele zwar dem Wesen nach auch im Raume, hat aber keine andere Welt zu ihrer geistigen Unterlage und zur Wohnung als die, welche sie sich selbst geschaffen hat, und sie hat mit der äußeren Welt keine wesentliche Verbindung mehr, weil sie einsieht, daß die gesamte materielle Welt nichts als ein schwer zu ertragendes Gericht ist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 57, 8]

 

Der Geist Julius Cäsars zu einem römischen Ratsherrn: „Darin besteht der endlos große Unterschied zwischen Gott und uns (unvollkommenen) Menschen, daß Gott allein aus Seinen großen Gedanken Menschen ins selbständige, freie Dasein rufen kann, während wir Geister wohl Phantome, aber keine Realitäten ins erscheinliche Dasein stellen können. So ist auch die Welt, die ein Geist erschafft und bewohnt, mehr ein Phantom als eine Wirklichkeit. Denn es haben mich vollkommenere Geister ihre Welt sehen lassen, und eine solche Welt hatte ein ganz anderes Aussehen als die von mir erschaffene und bewohnte.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 219, 15]

 

Der Herr: „Das Leben der Seelen in der zweiten (mittleren) Luftregion eurer Erde gleicht dem Treiben der Menschen auf der Erdoberfläche. Da gibt es ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Stehlen und Rauben, Böses tun und dann wieder Gutes zufügen. Das alles kann man in dieser zweiten Region haben. Sie ist der eigentliche Kampfplatz der Geister.“

[Ed. Kap. 31, 3]

 

Kennzeichnendes Gespräch dreier hingerichteter Wiener Revolutionsführer im Geister-Mittelreich über ihr Fortleben nach dem Tode, die ewige Verdammnis, über Gott, Hölle und Fatum; alles Lebenswichtige ist ihnen fragwürdig. Durch bessere Ordnung ihrer Gedanken nach unmerklicher himmlischer Beeinflussung gestaltet sich ihre Umwelt lichter und freundlicher.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 53, 3-15, Kap. 54]

 

Tumultuarische Ankunft wilderregter, erdgebundener Kriegsgefallener im Jenseits.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 122-123]

 

Der Evangelist Markus zeigt auf einer geistigen Wanderung durch das jenseitige Mittelreich, wie einst auf Erden reiche, hier sehr dürftig lebende, jedoch wenig mildtätige Menschen nur durch größte, selbstlose, aufopfernde Nächstenliebe zu einem höheren Licht und ins Reich Gottes kommen können.

[GS, Bd. 1, Kap. 23, 3-15]

 

Der Evangelist Markus zeigt in seiner Sphäre die finsteren Schluchten der hartherzigen Reichen und der kalten Verstandesgelehrten.

[GS. Bd. 1, Kap. 28-30]

 

Robert Blum erwacht im Jenseits in der Finsternis und ruft verzweifelt: „Was ist denn mit mir geschehen?! — Was ist das für ein verfluchter Zustand?! — Gibt es denn keinen Gott mehr? — einen Gott, der mächtig wäre und gerechter als die Machthaber der Erde von Seinen Gnaden und ihre Helfershelfer? — Gott, so Du irgend Einer bist, recke aus Deinen Arm und sühne (räche) mich!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 4, 1-3]

 

Jesus wandert mit den Aposteln Petrus, Paulus und Johannes, mit Robert Blum und dessen himmlischer Gemahlin Helena durch das erscheinliche Wien in der geistigen Welt. Ihr Erleben und Wirken unter den dort wohnenden Seelen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 199-255]

 

Robert-Uraniel in der jenseitigen Welt vor dem erscheinlichen Wien zum Herrn: „Du sagtest vordem, daß dies Wien nur eine Erscheinlichkeit sei und sonst nichts. Und doch steht es so klar vor uns, wie wir selbst: einander gegenüberstehen. Sind demnach wir uns gegenseitig auch nur pure Erscheinlichkeiten? Oder sind wir wirklich das, was wir zu sein scheinen? Ist diese Pforte etwa auch nur eine Erscheinlichkeit und sonst nichts? — Ich kann mich hier in den Begriff „Erscheinlichkeit“ noch immer nicht finden. Denn nach meiner Beurteilung ist eine Erscheinlichkeit die Widerstrahlung eines wirklich vorhandenen Dinges oder Wesens, — oder sie ist zur Erklärung eines Begriffes oder zur Prüfung eines Geistes nur für einen nützlichen Moment erschaffen; hat sie aber ihren Dienst verrichtet, dann tritt sie wieder aus dem Dasein.“ — Darauf der Herr: „Siehe, eine Erscheinlichkeit in der geistigen Welt ist entweder nur ein Abbild eines in der Wirklichkeit vorhandenen Dinges, oder sie ist ein Muster zu einer neuen Schöpfung, zuerst beschaulich dem Herrn allein, dann aber auch jedem Geiste, der seinem Innern nach mit der neuerscheinlichen Idee des Herrn in einem wesentlichen Liebeauswirkungsverbande steht. Aber nicht alles, was ein hier angekommener Geist zu Gesicht bekommt, ist nur Erscheinlichkeit, sondern — nach der Kraft des Geistes — zum größten Teil Wirklichkeit. Diese Pforte hier ist eine geistige Wirklichkeit und wir uns gegenüber auch. Aber jenes Wien dort ist nur eine Erscheinlichkeit, aber ein Abbild der wirklichen, irdischen Stadt Wien, das ihr beide in eurer eigenen Seele beschaulich berget.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 197, 7-10]

 

Erwachen der irrenden Seele des einstigen Bischofs Martin im düsteren Mittelreich, wo sie sofort ihre unbegründeten Himmelsansprüche äußert, die jedoch nicht erfüllt werden.

[BM. Kap. 1, 9-15]

 

Der Führerengel Petrus rät dem gutwilligen einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Lege sogleich dein Bischofsgewand ab und ziehe diesen ganz einfachen Bauernrock an!“, und Bischof Martin tut dies auf der Stelle.

[BM. Kap. 3, 17-19]

 

Magere und dunkle Scheinwelt des im äußerlichen, falschen und lieblosen Glauben begründeten einstigen Bischofs Martin im Jenseits.

[BM. Kap. 10, 1-3]

 

Abödung der falschgläubigen, sinnlichen und hochmütigen Seele des einstigen Bischofs Martin in einer finsteren Sumpf- und Seenlandschaft des jenseitigen Mittelreiches.

[BM. Kap. 10, 6-10]

 

Des einstigen Bischofs Martin jenseits in tiefste Armseligkeit geratene Seele fleht beim Anblick eines sich ihm nahenden Rettungsschiffes Gott um Hilfe an.

[BM. Kap. 12, 8]

 

Im Mittelreich erlebt der einstige Bischof Martin in dem Erscheinungsbild eines dunklen Meeres, aus dem Ungeheuer und Fische von einem hilfreichen Schiffsmann herausgezogen werden, die Sündhaftigkeit und die Errettung seiner Seele.

[BM. Kap. 20, 7-9]

 

Eine Seele aus dem jenseitigen Mittelreich zeigte sich wiederholt ihrem einstigen Freunde Jakob Lorber und berichtete ihm von ihrem traurigen Erleben und Ergehen im Geisterreich, verschuldet durch unbereute irdische Begierden und Leidenschaften. Jakob Lorber weist den früheren glaubenslosen Musiker auf Jesus hin. Nach mehreren Irrwegen im Jenseits findet diese Seele endlich den Weg zum Licht.

[Hi. 2, S. 220]

 

11.05. Enthüllung, Unterweisung und Erziehung der Seelen im Jenseits

 

Jesus: „Im Jenseits hat des Menschen Seele zunächst nur sich selbst und ist die Schöpferin ihrer Welt wie in einem Traum. In solch einer Welt kann es keine anderen Wege geben, als die sich eine Seele aus ihrer Liebe, ihrem Willen und ihrer Phantasie gebahnt hat. Ist ihre Liebe und ihr Wille nach Meiner Ordnung gut und gerecht, wenn auch nur zum größeren Teil, dann wird solch eine Seele nach einigen bitteren Erfahrungen sich bald für die ordentlichen Wege entscheiden, auf ihnen vorwärtsschreiten und so von ihrem Phantasie- und Traumdasein in ein wahres, wirkliches Sein übergehen, in welchem ihr alles in stets hellerem Lichte verständlich und begreiflich wird. — Wie wird es aber einer Seele in der anderen Welt ergehen, die auch nicht einen halben oder viertel Weg in Meiner Ordnung hat und darum auch keinen derartigen Weg finden kann? Siehe, das ist dann schon die eigentliche Hölle.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 113, 3-5 und 7]

 

Jesus zu einem bekehrten römischen Richter: „Auch im Jenseits wird den Seelen das Evangelium von Meinen zahllos vielen Engeln verkündet. Die es anhören, annehmen und sich danach richten, werden auch zur Seligkeit gelangen, doch so bald nicht wie auf dieser Erde, auf welcher der Mensch viele und oft recht schwere Kämpfe mit der Welt, mit seinem Fleische und mit vielen anderen Mächten in Geduld, Selbstverleugnung, Sanftmut und Demut zu bestehen hat. Darum sei dir um niemand im Jenseits allzu bange; denn Gottes Liebe, Weisheit und Erbarmung walten überall, auch im großen Jenseits.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 2, 5-6]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola, der um Auskunft über den raumörtlichen Aufenthalt der Seelen im Jenseits bittet: „Raumörtlich hält sich eine unvollendete Seele nach dem Abfalle ihres Leibes — besonders in der ersten Zeit — gewöhnlich dort auf, wo sie sich im Leibe aufgehalten hat. In solchem Falle sieht und hört sie aber von der Naturwelt, die sie im Leibe bewohnt hat, nichts, wenn sie sich auch räumlich auf derselben Welt befindet. Ihr Sein ist mehr oder weniger wie ein heller Traum, in welchem die Seele auch in einer gleichsam aus ihr hervorgegangenen Landschaft oder Gegend lebt und ganz so handelt, als befände sie sich in der natürlichen Welt, und es geht ihr die verlassene Naturwelt nicht im geringsten ab. Jedoch wird die von der Seele bewohnte Gegend durch Zulassung von Gott früher oder später vernichtet, und die Seele befindet sich dann in einer anderen Welt, die ihrem Zustand angemessen ist. Durch manche Belehrungen, Erfahrungen und Erscheinungen kommt sie zu der Einsicht, daß alles, was sie früher zu besitzen wähnte, eitel und nichtig ist. Sie beginnt nun erst, ernstlich über ihren Zustand Betrachtungen zu machen und wird inne, daß sie die irdische Welt verlassen hat, und die Sehnsucht wird in ihr wach, eine bleibende, unwandelbare Lebensstätte zu bekommen. In solchem Zustand wird sie von vollendeteren Geistern belehrt, was sie zu tun hat; tut sie das, so wird es immer heller in ihr, weil ihr innerer Geist sie mehr und mehr durchdringt. Je mehr dies geschieht, desto mehr Bestand nimmt die Umwelt der sich vergeistigenden Seele an. Wenn eine Seele dahin gelangt ist, daß ihr innerer Geist sie ganz durchdringt, dann kommt die Seele zum vollen Bewußtsein und zur klaren Erinnerung an alles, was sie war, wie sie geworden ist, was sie gemacht und wie die Welt, in der sie im Leibe lebte, bestellt war. Solch eine Seele kann dann sowohl diese Erde als auch alle anderen Gestirne schauen und sich an ihrer wunderbaren Gestaltung und Einrichtung ergötzen und eine wahre, größte Freude an der Liebe, Weisheit und Macht des einen Gottes haben.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 66, 10-15]

 

Jesus: „Jede Seele wird jenseits ganz aus ihrer Liebe, aus ihrem Glauben und der vollen Freiheit ihres Willens fortleben. Ist die Liebe rein und gut, so wird auch ihr jenseitiges Leben ein reines, gutes und seliges sein. Ist aber ihre Liebe schlecht und unrein, bereitet sie keinem Nebenmenschen eine Seligkeit, so wird auch ihr jenseitiges Leben ein unreines, schlechtes und seligkeitsloses sein.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 14, 7]

 

Jesus: „Wie des Menschen Inneres beschaffen ist, wenn er diese Welt verläßt, so auch wird jenseits die Welt beschaffen sein, die er aus sich selbst gestalten und in der er dann gut oder schlecht leben wird. — Alle, die in der Wahrheit und im Lichte aus Meinem Worte sind durch den lebendigen Glauben und ihr Tun danach, deren Welt in Meinem Reiche wird voll Licht und Liebe sein. — Die aber eigenwillig im Falschen und daraus im Bösen sind, deren Welt wird gleich sein ihrem lichtlosen, argen Inneren.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 33, 9-10]

 

Jesus: „Drüben im Geisterreich wird alles auf dieser Welt noch so verborgen Gehaltene bis aufs kleinste offenbar werden. Was jemand hier noch so geheim und verborgen tut, wird ihm jenseits von den Dächern herab verkündet, und das vor vielen Augen und Ohren.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 136, 12]

 

Jesus: „Wie des Menschen Seele auf Erden durch Leiden und Schmerzen, die er durch sein unordentliches Leben sich selbst bereitet hat, nüchtern, geduldig, bescheiden und zum Wirken für ihr inneres Leben kräftiger und ernster wird, so werden auch die Seelen im großen Jenseits durch allerlei Leiden und Widerwärtigkeiten mit der Weile geläutert, sodaß sie einen starken Widerwillen gegen ihr unordentliches Handeln bekommen, es stets tiefer verabscheuen und somit ihre Liebe, ihren Willen, ihr Denken und Trachten völlig ändern, in ihren wahren, inneren Lebensgeist eingehen und so von Stufe zu Stufe in ein helleres, glücklicheres Sein übergehen. Doch im großen Jenseits geht das schwerer und mühsamer als auf dieser Welt, und es wird bei vielen zu tief wider Meine Ordnung gesunkenen Seelen einer sehr langen Zeitenfolge benötigen, bis sie den Weg in Meine ewige Ordnung endlich finden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 113, 1-2]

 

Von Jesus dem Herrn zur Belehrung eines lichtsuchenden römischen Ratsherrn berufene Seelen Verstorbener: „Es geht im Jenseits nur dem wohl, der auf der Welt im Leibe gerecht war und gute Werke ausübte; den Ungerechten, Verleumdern, Harten und völlig Lieblosen aber geht es schlimm, ja tausendmal schlimmer als den Menschen auf Erden, die in finsteren Kerkern schmachten. — Wenn du zu uns herüber kommen wirst in deiner strengen, harten Sinnesart, so wirst du auch die strenge und unerbittliche Gerechtigkeit, aber keine Liebe und Erbarmung finden. Denn keine Seele findet bei uns etwas anderes, als was sie in ihrem Gemüte mit sich bringt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 218, 7 und 8]

 

Die Seele des einstigen römischen Herrschers Julius Cäsar schildert ihr anfänglich licht- und trostloses, einsames Leben im Jenseits, die Besserung ihrer Lage durch die Anrufung des Gottes der Juden und durch die Seelen armer Juden, denen Julius Cäsar auf Erden Wohltaten erwiesen hatte. Diese ehemalige Herrscherseele machte im Geisterreich große Fortschritte durch demütigende, niedere Arbeit unter der Führung und Belehrung eines Engels.

[Ev. Bd. 7, Kap. 218, 12-18, Kap. 219, 1-7]

 

Der Evangelist Markus zeigt und erläutert in seiner Sphäre materielle Himmelsvorstellungen einfacher katholischer Seelen vom ewigen himmlischen Freudenmahl und der Anschauung der ‚Göttlichen Dreifaltigkeit‘, welche aber die Gläubigen nicht auf die Dauer befriedigen. — Ein auf Erden sehr fleißiger Landmann sehnt sich nach Freiheit und Tätigkeit und entrinnt der ewigen Festtafel.

[GS. Bd. 1, Kap. 49, 3-25, Kap. 50]

 

Ein hoher, himmlischer Geist erläutert einer aus dem Müßiggangsscheinhimmel entflohenen Gesellschaft die tiefe Bedeutung aller erlebten Erscheinlichkeiten als Widerspiegelungen ihrer falschen Glaubensbegriffe und -vorstellungen. Erst durch wahres Verständnis des göttlichen Wortes gewinnt diese Gesellschaft festen, geistigen Boden.

[GS. Bd. 1, Kap. 53 und 54]

 

Jesus: Als Robert Blum in seiner jenseitigen Finsternis den Namen Jesus so recht teilnehmend und sehr ehrend ausspricht, fährt ein starker Blitz vom Aufgang bis zum Niedergang, worüber Robert sehr erschrickt, zugleich aber auch eine große Freude empfindet.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 7, 3]

 

Gute, forschende Gedanken Robert Blums über Jesus, den „weisen Lehrer der Völker“, bewirken wiederholt einen Blitz, der eine Art Dämmerung und eine beglückende innere Stärkung der erwachenden Seele hinterläßt.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 10, 1-7]

 

Im zunehmenden Licht erkennt Robert Blum seine volle Menschengestalt mit der Kleidung, die er am Richtplatz trug. Dadurch erkennt er sein Fortleben und es erwacht auch sein Glaube an Gott und an Jesu übermenschliche Wesenheit.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 10, 7-11]

 

Jesus schildert Seine Begegnung mit Robert Blum in der Geisterwelt: „Als Robert vor Mir steht, betrachtet er Mich vom Kopfe bis zu den Zehen und findet in Mir den Jesus, den er zu finden glaubte, und zwar in derselben dürftigen Kleidung und auch mit den Wundenmalen, wie er sich seinen Jesus gar oft in seiner Phantasie ausgemalt hatte. Nachdem er Mich eine Weile stumm betrachtet hat, beginnen ihm Tränen des innigsten Mitleids wegen Meiner vermeinten Dürftigkeit aus den Augen zu rollen.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 14, 1-2]

 

Jesus fordert eine kranke, unlautere Seele, die Ihn im Jenseits um Hilfe bittet, zur aufrichtigen Enthüllung ihrer Schwächen und Leiden, sowie deren Ursachen auf.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 66, 2 und 4]

 

Enthüllung, Erweckung und teilweise Läuterung einer standesstolzen Adelsfamilie.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 70-77]

 

Ein Polizeisergeant und ein Steuereinnehmer im jenseitigen erscheinlichen Wien kommen nach einer Begegnung mit dem Herrn und durch sonderbare Erscheinlichkeiten zur Kenntnis, daß sie dem Leibe nach gestorben sind.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 200, 1-13]

 

Der Apostel Paulus erschüttert mit einer Donnerrede im jenseitigen erscheinlichen Wien den hochmütigen Starrsinn einstiger tyrannischer österreichischer Herrscher.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 212]

 

Jesus in der geistigen Welt: „Geister (Seelen Abgeschiedener), die auf den Höhen der Berge sich lagern, haben schon eine hellere Sehe und wissen, woran sie sind. Sie kommen daher scharenweise zu vielen Tausenden und bitten um eine baldige Verbesserung ihres Zustandes. Aber es ist noch in manchen eine tüchtige Portion Selbstsucht; daher darf man ihnen nur so viel tun, als es zu ihrem Heile unumgänglich nötig ist. Würde man ihnen zuviel tun, so würden sie übermütig. Aber wenn sie mehr in der Dürftigkeit gehalten werden, bleiben sie nüchtern und reifen der Vollendung schneller entgegen.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 260, 17]

 

An ihren Grabstätten haftende arme ‚Friedhofsseelen‘ werden als leichte Nebel sichtbar und streben, von Jesu Willensmacht gedrängt, in die Nähe des Herrn.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 10]

 

Arme Seelen, die zu Tausenden in Robert Blum‘s Sphäre untergebracht und durch Jesu Gnadenwalten von allerlei irdischen Übeln geheilt und neu bekleidet wurden, erhalten zu ihrer Stärkung Milch, Brot und Wein. Sie erfahren von einem Boten Jesu, daß der Herr Jesus sie bald besuchen werde und daß sie in Ihm mit ihren Augen zum ersten Male Gott, ihren Schöpfer und Vater, sehen und von Ihm selbst für ewig gesegnet werden sollen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 267, 3-5]

 

Jesus vergleicht das göttliche Gnadenwalten an einem großen Sünder mit einer gründlichen Uhrmacherarbeit und schließt mit den Worten, gerichtet an den einstigen Bischof Martin im Mittelreich: „Hast du alle deine Gebrechen erkannt, dann erst kann die Raspel, die Feile, die Zange und endlich auch eine Putz- und Polierbürste angelegt werden, um aus dir einen ganz neuen Menschen in der Ordnung Gottes zu gestalten!“

[BM. Kap. 21, 30-34]

 

Jesus enthüllt im Jenseits dem einstigen Bischof Martin nach dessen längerem heilsamen Alleinsein die Mängel und Schwächen seiner Seele, besonders seine Lieblosigkeit gegen Arme.

[BM. Kap. 13, 1-10]

 

Jesus: „Die Belehrung sehr schwacher oder zart empfindender Seelen darf auch im Jenseits nicht sofort durch zu machtvolle Geister in zwingender Weise geschehen.“

[BM, Kap. 36, 16-17]

 

Unlautere Seelen können sich im Jenseits nicht verstellen, von höheren Geistern werden sie sofort durchschaut.

[BM, Kap 62, 3]

 

Die nationale Eigenart verbleibt gutwilligen, geistig emporstrebenden Seelen auch im Jenseits Beispiel die Chinesin Chanchah.

[BM, Kap 100, 7-8]

 

Der Herr: „Sollte sich irgendwer an manchen Reden des einstigen Bischofs Martin stoßen, weil sie ihm doch zu irdisch, schmutzig und ungeistig klingen, dem sei gesagt: Des Menschen Seele ist Jenseits wie hier gleich in ihrer Trübsal; doch wenn sie geläutert wird von allen Schlacken, dann wird der Mensch auch reden wie ein reiner Geist.“

[BM. Kap. 205, 3]

 

Der Herr: „Ob ein Mensch auf der Welt Bettler oder Kaiser war, das ist im Geisterreiche vollkommen gleich. Die Mächtigen der Welt werden sich im Meere der Ewigkeit in ihrer Einbildung als das noch lange dünken, was sie auf der Welt waren. Der Kaiser wird sich dort noch als Kaiser dünken und der Bettler — mit dem Anspruch auf Vergeltung (Entschädigung) — als Bettler; aber dennoch werden dort in der großen Wirklichkeit beide miteinander ein gleiches Los teilen. Nur dürfte der Arme eher in die Gärung kommen und sein Wesen daher auch eher von der wahren Demut angefüllt werden als der Kaiser oder ein sonstiger Weltgroßer.“

[St.-z. Einltg. Abs. 5 und 7]

 

Der Herr rät einer einsamen, abgeschiedenen Seele: „Erwecke in dir recht lebendig das Gefühl der Liebe, des Mitleids, der Erbarmung und des Wohltuns, und es werden bald mehrere Seelen zu dir kommen, denen es jetzt noch so elend geht, wie es dir ergangen ist! Teile dann mit ihnen dein Lebensbrot und deinen Lebenswein, und sie werden bald deine glücklichen Nachbarn sein. Die aber von dir nichts annehmen wollen, die laß nach ihrem Willen weiterziehen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 175, 2]

 

Ein Engel: „Sehet in der Sphäre des Apostels Paulus die nahe zahllose Menge der glänzenden Tempel in den weiten Gebieten! Sie sind lauter Lehranstalten für allerlei Heiden, und viele Apostel und Jünger dieses Apostels Paulus sind ihre Lehrer.“

[GS. Bd. 1, Kap. 9, 14]

 

Ein himmlischer Geist zu Seelen, die eines irrigen Müßigkeitshimmels überdrüssig sind: „Dieser Himmel, den ihr hier sehet, ist nichts anderes als eine Erscheinlichkeit eures irrtümlichen Glaubens; die Dreieinigkeit, die ihr sehet, stellt den Höhepunkt eures Irrtums dar!“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 13]

 

Ein hoher, himmlischer Geist zu katholischen Seelen: „Wie habt ihr es je denken können, daß drei Götter am Ende doch ein Gott sein sollen?! Daß ein jeder dieser drei Götter etwas anderes verrichte, rund dennoch sollen die Drei vollkommen einer Weisheit und Natur sein? — Ferner: wie habt ihr euch können einen müßigen Gott vorstellen, der doch das allertätigste Wesen von Ewigkeit her war? Sehet, aus dem Grunde habt ihr euch dann auch ein müßiges ewiges Leben vorgestellt, ohne zu bedenken, daß das Leben eine Tatkraft ist, welche Gott aus Seiner ewigen Tatkraft heraus allen Seinen lebendigen Geschöpfen eingehaucht hat.“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 14]

 

Jesus zu einer bekennenden, hilfeflehenden Sünderin: „Ich bin zufrieden mit deiner Offenherzigkeit! Und Ich werde nun auch schauen, ob und wie dir zu helfen sein dürfte. Zugleich aber muß Ich dir ebenso offen bekennen, wie du Mir deine Hauptsünden offen bekannt hast, daß dich nur dein gutes Herz und deine dir unmöglich zuschulden kommende schlechte Erziehung vor der Hölle retten. Denn es steht geschrieben: Hurer und Ehebrecher werden in das Himmelreich nicht eingehen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 66, 9]

 

Ein zur Einsicht kommender reuiger Sünder im Jenseits: „Ich fange nun wohl zu glauben an, daß Jesus das allerhöchste, allmächtige Gottwesen ist; aber mit dem Wachstum dieses schönen Glaubens wächst auch die Furcht vor Ihm, dem Heiligsten! Wer wird mich von der großen Furcht befreien?!“ — Darauf der gereifte Robert Blum: „Freund, danke dem Herrn für diese Furcht! Denn in dieser Furcht hat der Herr Seine Hand an dein Herz gelegt und kräftig angefangen, dein sehr zerstreutes Geistesleben zu sammeln. Diese heilige Tätigkeit des Herrn in deinem Herzen drängt deinen Geist, daß er wach werde, und bewirkt in deiner Seele das leidige Gefühl der Furcht. Aber ermanne dich selbst und folge mir zum Herrn, da wirst du bald deiner guten Furcht ledig werden! Der Herr selbst, der dir diese heilige Furcht gibt, wird sie dir nehmen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 99, 5-6]

 

Eine im Licht gereifte Seele zu einer suchenden, noch blinden Schar: „Hier im jenseitigen Leben kommt es nur darauf an, ob das Herz (Gemüt) der Seele noch einer reineren Erkenntnis fähig ist. Wenn ja, so ist es gut für uns. Ist aber das Herz verdorben, so ist alles dahin! — — Aus der getreuen Beschreibung meines eigenen elenden Erdenlebens könnt ihr alle entnehmen, woher es kommt, daß ihr in geistiger Hinsicht noch völlig blind seid. — Wendet euch aber nun vollernstlich an den Herrn Jesus in euren Herzen und bittet Ihn allein um rechte Unterweisung, so wird euch Licht werden!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 109, 10]

 

Ein General schildert das traurige, als endlos langdauernd empfundene Erleben und den verzweifelten Zustand einer mit ihm kriegsgefallenen lichtlosen Schar im Jenseits. Er fordert seine Kameraden auf, den ihnen durch zwei Lichtboten verkündeten rettenden Glauben an die Gottheit Jesu, des Gekreuzigten, anzunehmen, und schließt mit den Worten: „Jesus Christus für unsere Herzen um jeden Preis! Hilft Der uns nicht, so sind wir verloren!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 8-10]

 

Der erleuchtete einstige Mönch Thomas im Jenseits zu einer Schar Kriegsgefallener: „Es steht geschrieben: Wer an den Sohn Gottes glaubt und nicht zweifelt, daß Er ist und gibt das ewige Leben, der wird selig werden! — Ihr aber glaubet es nun und werdet deshalb auch nur durch Seine Gnade selig! — Aber es geht euch noch etwas ab, und das ist die Liebe zu Jesus, dem Herrn. Öffnet Ihm euer Herz! Lasset es in aller Liebe zu Ihm erbrennen, und Er wird euch selbst — wahrlich — entgegenkommen, euch aufnehmen und weiterführen! Denn Seiner Güte, Liebe und Erbarmung hat es ewig kein Ende!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 13]

 

Der Apostel Paulus zu noch unerlösten österreichischen Kaisern im erscheinlichen, jenseitigen Wien: „Da der Herr selbst hier an meiner Herzseite persönlich wesenhaft gegenwärtig ist, so gehet hin vor Ihn! — Er allein kann und wird euch helfen! Wir andern haben keine Hilfe in unserer Macht, wohl aber die Eigenschaft, unsere blinden Brüder für die Hilfe aus Gott vorzubereiten!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 208, 6]

 

Der selige Geist Robert Blum erklärt einer noch unerlösten Schar im erscheinlichen, geistigen Wien: „Alle diese Seelen, die ihr hier erschaut, sind Erlöste dieser Stadt, in der manche, noch vom irdischen Wahn betört, schon einige Hunderte von Jahren traurig und elend zugebracht haben. Durch die alles durchleuchtende Kraft des göttlichen Wortes sind sie ihres Irrwahnes innegeworden, haben das wahre Licht des Lebens erkannt und sind dann freiwillig, durch ihre eigene Überzeugung gedrängt, Dem gefolgt, der allein ein Herr alles Lebens ist von Ewigkeit!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 235, 9]

 

Jesus im Jenseits zu einer Schar geistig blinder Prälaten, die Ihn aus ihrem vermeintlichen Herrschgebiet vertreiben wollen: „Ich bin Christus, der Herr! Bin gekommen, der argen Welt ein Gericht zu geben und Meinen getreuen Bekennern Meine Gnade, Vergebung ihrer Sünden und das ewige Leben. Wer Mich erkennt, annimmt und sich an Mir nicht ärgert, der soll nicht zugrunde gehen! Wer sich aber an Mir ärgert und nicht glaubt, daß Ich der Erste und Letzte, der Anfang und das Ende bin, der wird verlorengehen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 13]

 

Jesus im Geisterreich als unerkannter Bote zu einer Schar erwachender Seelen: „Seid voll guten Mutes; denn ihr habt den Weg zum Heil gefunden! Eure Gewänder sollen lichtblau und eure Herzen beständig werden in der Liebe zu Gott dem Herrn und zu euren Brüdern und Schwestern. Werdet frei in allem! Und tuet Gutes jedermann! Niemand sei euch zu gering, aber auch niemand zu groß! Denn im Gottesreich herrscht volle Gleichberechtigung aller Stände und Nationen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 275, 15]

 

Eine erwachte Seele im Jenseits zu dem noch erkenntnisschwachen einstigen Bischof Martin: „Wie kannst du sagen, du kennst den Herrn dieses Hauses nicht näher?! Bist du denn blind und hast noch nie beschaut Seine durchbohrten Hände und Füße, die wir doch alle auf den ersten Blick entdeckt haben?! Betrachte nur Seinen mildesten Ernst, Seine große Liebe und Weisheit und lege deine Hände auf Seine durchbohrte Seite gleich einem Thomas, und du wirst es noch klarer als wir ärmsten Teufel ersehen, Wer da hinter deinem Herrn und Meister steckt!“

[BM. Kap. 27, 13-14]

 

Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Was du hier siehst, und worüber du so staunst, ist nicht außerhalb von dir, sondern in dir selbst! Daß du es aber hier wie außer dir erblickst, das liegt an deiner geistigen Sehe, die Ähnlichkeit hat mit dem Schauen von Gegenden, die du im Traume wie außer dir sahst, während du sie eigentlich doch in dir selbst mit dem Auge der Seele beschautest. Nur mit dem Unterschied, daß hier in Meiner Nähe alles Geschaute Wirklichkeit ist, was sich dir im Traume zumeist als leere Seelenspiegelung darstellt.“

[BM. Kap. 42, 6]

 

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Mache endlich einen Bund mit dir selbst und laß dich nimmer gelüsten nach dem, was deines Geistes nicht würdig ist, so wird die Sehe deines Geistes immer heller werden! Wenn du aber das nicht vollernstlich tust, da wirst du aus deiner Torheit nimmer herauskommen, und der Herr wird dich, statt dich höher zu leiten, in den Mond der Erde geben auf tausend Jahre!“

[BM. Kap. 159, 8]

 

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „Du mußt es dahin bringen, daß dich die größten weiblichen Schönheiten nimmer überwinden können, weil du des Herrn bist und ewig sein willst; dann erst wirst du fähig sein, in den wahren Himmel aufgenommen zu werden, allwo Seligkeiten ohne Namen und Zahl deiner harren, von denen du jetzt noch keine Ahnung hast.“

[BM. Kap. 159, 11 und 12]

 

Ein Astronom zieht sich im Forschungsübereifer an seinem Teleskop eine tödliche Erkältung zu und gelangt in einer wegen der Vergänglichkeit der Menschen verzweifelten Gemütsverfassung ins Geisterreich. Hier darf er durch die Gnade des Herrn den gekreuzigten Heiland erschauen und sich entscheiden, ob er bei Jesus bleiben oder weiter die Sternenwelt erforschen will. Er entscheidet sich für das Letztere, darauf spricht zu ihm der Herr: „Es geschehe dir nach deiner Liebe! Aus diesen drei Engeln wähle dir einen, der dich führen und dir am Ende deiner Reise zeigen wird, wer dein vermeintlicher Jesus ist, den du nur als einen Menschen kennst, der gekreuzigt ward!“ Der Herr: Sehet nun wieder, wie dieser Astronom sein Wasser sucht und darin zu Mir schwimmen will, nicht beachtend, daß Ich schon bei ihm — und er bei Mir war!

[St.-Sz. 2. Expl., Abs. 1-42]

 

Ein Engel Gottes zu der soeben ins Jenseits getretenen Seele eines in der Welt hochberühmten Mannes: „Ich bin ein Bote Gottes, des Herrn Jesus Christus, bestimmt, dich zu führen — so du willst — des Herrn Wege; du aber bist nun körperlich gestorben für die äußere, materielle Welt und befindest dich in der Geisterwelt. Hier stehen dir zwei Wege offen: der Weg zum Herrn in den Himmel oder — der Weg zur Hölle! Es kommt nun ganz auf dich an, wie du wandeln wirst; denn siehe, hier bist du vollkommen frei und kannst tun, was du willst. Willst du dich leiten lassen von mir und mir folgen, so wirst du wohl tun; willst du aber lieber dich selbst bestimmen, so steht es dir auch frei. Aber das wisse, daß es hier nur einen Gott, einen Herrn und einen Richter gibt, und dieser ist Jesus, der in der Welt Gekreuzigte! An diesen allein halte dich, so wirst du zum wahren Lichte und Leben gelangen; alles andere aber wird sein Trug und Schein deiner eigenen Phantasie, in der du nun lebst, während du von mir dieses vernimmst!“ Dieser einstige Weltgroße lehnt die Belehrung des Engels ab, tritt bald darauf in seine naturmäßige Sphäre ein und kümmert sich fortan weder um den Himmel noch um die Hölle, am wenigsten um den Herrn.

[St.-Sz. 1. Expl., Abs. 14-16]

 

Jesus zu lehrenden Geistern im Jenseits: „Es soll von unserer Seite nie mangeln, allen Seelen nach ihrer Fassungskraft den rechten Weg zu zeigen und sie durch eine rechte Belehrung zum Guten hinzulenken. Wollen sie rechten Weges im Lichte wandeln, so wird es für sie gut sein; wollen sie aber das durchaus nicht, nun, so werde ihnen darob von uns aus keine Strafe zuteil, sondern das nur, was sie selbst wollen, und sie haben dadurch des Gerichtes und der Strafe in Überfülle! — Wollen sie sich aber mit der Zeit, durch ihre Leiden genötigt, auf den guten Weg begeben, so sollen ihnen nie hemmende Schranken in den Weg gelegt werden! — Sehet, das ist die wahre himmlische Ordnung der reinsten Liebe Meines Herzens!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 111, 6-7]

 

11.06. Große Schwierigkeiten der jenseitigen Entwicklung sehr unlauterer Seelen

 

Jesus: „Jeder suche vor allem seine Seele zu retten. Denn Ich sage es allen, daß es jenseits so sein wird: Wer da hat die Liebe, die Wahrheit und also die rechte Ordnung Gottes in sich, dem wird dort sogleich noch gar vieles hinzugegeben werden. Wer aber zu wenig hat, dem wird auch noch das, was er hat, genommen werden, auf daß er dann gar nichts habe und nackt, mittel- und hilflos dastehe. Wer wird sich da seiner erbarmen und für ihn geben eine Löse?! Wahrlich, Ich sage euch: Hier (im Erdenleben) zählt eine Stunde mehr als dort (im Geisterreich) tausend Jahre! — Diese Worte schreibet euch tief ins Herz!“ [Ev. Bd. 6, Kap. 13, 10]

 

Jesus: „Der Mensch muß dieses Leibesleben dazu benützen, das ewige Leben der Seele zu gewinnen, sonst ist er selbst schuld daran, wenn er das Leben seiner Seele verwirkt oder soweit schwächt, daß die Seele hernach jenseits eine überaus lange Zeit zu tun hat, um in ein helleres, besseres Geistleben überzugehen. Solange eine Seele an ihrem Leibesleben und seinen Vorteilen hängt, kann sie nicht im Geiste völlig wiedergeboren werden und ins Reich Gottes eingehen, weil darin nichts Materielles bestehen kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 162, 11]

 

Jesus: „Gott als die höchste und reinste Liebe von Ewigkeit wird alle Ihm zu Gebote stehenden Mittel anwenden, um eine verdorbene Seele zu heilen. Aber der Seele charakteristisches Ich kann Gott ihr nicht nehmen, sondern Er muß die Seele in solche Zustände kommen lassen, die sie durch schmerzliche Erfahrungen und Witzigungen zurechtbringen. Im äußersten Falle kann dieser Weg ein sehr langwieriger werden; aber es trägt daran niemand die Schuld als die zu starr- und eigensinnig gewordene Seele!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 243, 2-3]

 

Jesus: „Wer mit wahrer Liebe mißt, dem wird es auch also zurückgemessen werden; wer aber in Zorn und Rache mißt, dem wird dereinst zu seiner Heilung dieselbe Arznei in sehr verstärktem Maße wiedergereicht werden, bis jede harte Fiber an seiner Seele weiß und weich wie Wolle ist.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 38, 5]

 

Jesus: „Es wird die Seele eines weltflüchtigen Menschen, der sich um des Reiches Gottes willen verstümmelte, beim Tode ihren Leib ablegen müssen; was wird sie dann jenseits machen? Dort werden doch Prüfungen aller Art über sie kommen, die sie zur vollen Lebenstätigkeit aneifern sollen. Und diese Prüfungen werden für die noch mit ihren diesirdischen Eigenschaften ausgestattete Seele stärker sein als auf Erden, weil jenseits das, was eine Seele denkt und will, sich auch schon wie in der Wirklichkeit vor sie hinstellt. — Auf Erden hat sie es nur mit ihren unsichtbaren Gedanken und Ideen zu tun, die sie leichter bekämpfen und verwerfen kann. Aber wo Gedanken und Ideen zu einer sichtbaren Realität werden, wie wird die schwache Seele da wohl ihre selbstgeschaffene Welt bekämpfen? Wen hier der pure Gedanke, z.B. an seines Nachbarn schönes, junges Weib, schon mit brennender Leidenschaft erfüllt, wie wird es dem dann ergehen, wenn ihm jenseits der Gedanke an des Nachbars Weib dieses ihm ganz nach seinem Wunsch und Willen in der vollen, wennschon scheinbaren Wirklichkeit darstellen wird? — Wie wird da die Seele sich aus der harten Gefangenschaft ihrer bösen Leidenschaft befreien?!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 156, 8-10]

 

Jesus: „Wer Mein Wort hört, es als Wahrheit annimmt und treu danach lebt und handelt, der wird hinfort keinen Tod fühlen noch schmecken. Aber wer Mich nur als eine gute Beute gleichen Schrittes neben der Welt einherziehen will, der wird bis zu seinem Ende wenig des geistigen Lebenstrostes verspüren, und jenseits wird sich dann klar zeigen, was bei ihm das Übergewicht hatte. Denn wer mehr Welt in sich hat, der wird sehr zu tun haben, um nur einmal das Gleichgewicht herzustellen, und Ich selbst werde noch lange nicht in seinem Hause zu Gaste sitzen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 69,1]

 

Jesus: „Um solcher Menschen willen, die nicht an Meine Lehre glauben oder sie des weltlichen Gewinnes wegen sogar verfälschen, wird die Lebenslehre von Mir nicht gegeben; denn für die mögliche und weitere Ausbildung dieser Toren habe Ich noch endlos viele große Schulhäuser in der ganzen Unendlichkeit.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 151, 2]

 

Jesus: „Wer die Wahrheit einer göttlichen Offenbarung mit seinem Verstande einsieht, aber eigenwillig dagegen handelt, der sündigt und verdirbt sein Leben auch jenseits auf eine oft lange Zeitenfolge; denn er ist allen inneren Lichtes bar, da er weder seiner absoluten Vernunft noch der wohlverstandenen göttlichen Offenbarung willig Folge leistet. Wenn aber eine Seele so durch ihr eigenes Verschulden in die dickste Lebensfinsternis gelangt, so kann ihr Gott mit Seiner Allmacht auch nicht helfen so lange, bis sie zu einiger (Selbst-) erkenntnis kommt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 11-12]

 

Jesus: „Es stelle sich ja niemand vor, daß die allgemeine Umkehr des großen Weltenmenschen in einem kurzen Zeitraum erfolgen werde, und daß die Einwohner der Hölle etwa zu wenig für ihre Untaten in ihrer selbstgeschaffenen Unordnung zu schmachten haben. Die Hartnäckigsten werden am längsten und die früher in sich Gehenden weniger und kürzere Zeit leiden müssen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 246, 9]

 

Jesus angesichts von Händlerkarawanen, die zum Fest nach Jerusalem ziehen: „So wie diese da werden noch viele an Mir vorüberziehen, werden Mich nicht ansehen und nicht erkennen, sondern in ihrem Welttume fortwühlen, bis der Tod sie ins Grab wirft und ihre Seele in die Hölle! Derlei Händler, Kaufleute und Makler sind zu weit von allem Geistigen entfernt und sind unter der besseren Menschheit, was da ist das Unkraut unter dem Weizen. Lassen wir sie ziehen ihrem Grabe und Tode entgegen!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 6, 5]

 

Jesus: „Auch eine ganz fleischlich gewordene Seele stirbt nach dem Abfalle des Leibes nicht, sondern lebt fort in der Geisterwelt, aber ihr Fortleben ist ein ebenso mageres wie ihr Erkennen und Selbstbewußtsein. Solch eine Seele lebt jenseits nur wie in einem etwas helleren Traume fort und weiß oft nicht, daß sie je in einer anderen Welt gelebt hat, sondern sie lebt und handelt ihrer gewohnten Sinnlichkeit gemäß. Und wird sie von helleren, sich ihr offenbarenden Geistern dahin ermahnt und belehrt, daß sie sich nun in einer anderen, geistigen Welt befindet, so glaubt sie das nicht und verhöhnt die seligen Geister, welche ihr die Wahrheit anzeigen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 58, 5]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wenn eine arge Seele im Jenseits ihren Zustand einsieht, so wird sie ihrer alten Bosheit feind und fängt an, sie zu verabscheuen und sucht in sich besser zu werden. Dann werden nach und nach ihre bösen Leidenschaften vermindert und abgekühlt, und es wird lichter in ihr. Meine Allmacht darf dabei nur insoweit auf eine sich bessernde Seele einwirken, daß sie in solche Zustände gerät, die ihr als notwendige Folge ihrer bösen Handlungen erscheinen müssen. Nur dadurch ist es möglich, eine solche Seele wahrhaft zu bessern. Ob früher oder später, das ist gleich vor Mir und im Vergleich mit der Ewigkeit.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 119, 13 u. 16]

 

Jesus zeigt dem Römer Agrikola in einer geistigen Schau den durch Jahrtausende immer noch währenden Kampf zwischen den argen Seelen der mit Sodom und Gomorrha untergegangenen Menschen und den ihnen zu Hilfe eilenden Friedensgeistern und sagt:  Ja, Mein Freund, da hast du nun selbst geschaut, wie schwer es ist, jenseits eine gänzlich verdorbene Seele zur Einsicht ihres bösen Zustandes zu bringen und zu bessern.“

[Ev. Bd. 7, Kap 119, 4-12]

 

Jesus, der Herr, zu Seinem Pflegevater Joseph, der an einen langen Seelenschlaf nach dem Tode glaubt: „Stirbst du als ein Ungerechter vor Gott, so wird dann wohl eine sehr lange Nacht zwischen deinem Leibestode und deiner wahren Auferstehung folgen — aber keine dir unbewußte, sondern eine der Seele wohl bewußte —‚ und das wird der Seele rechter und lange währender Tod sein. Denn ein Tod, um den die Seele nicht wüßte, wäre ihr auch kein Tod, aber der Tod, dessen sie bewußt sein wird im Reiche der unlauteren Geister, wird ihr zur großen Pein und Qual werden.“

[Ev. Bd. 7, Kap 209, 13]

 

Jesus zu reumutigen Pharisäern hohen Ranges: „Euer gewissenloses und vieljähriges Sündigen wider Gott, wider eure Mitmenschen und sogar wider die Natur, hat eure Seele derart geschwächt und verunstaltet, daß es euch eine sehr große Mühe kosten wird, bis eure Seele ein menschliches Aussehen bekommt‘ — Wie werdet ihr aus euren wahren Tigerseelen Menschenseelen machen? Ihr hanget noch zu sehr an der Welt und an euren großen Schätzen, an denen viel Blut von Witwen und Waisen klebt, und das ist jene große Kluft über die ihr höchst schwer hinwegkommt!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 154, 9, 10, Kap. 155, 1]

 

Jesus: „Wohl ist jeder Mensch berufen, schon auf der Erde durch die Beachtung Meines Wortes sich des vollkommenen ewigen Lebens zu versichern. Aber da jeder Mensch, um ein ewig lebender Geist zu werden, auch seinen freiesten Willen haben muß und hat, so geschieht es häufig, daß die Menschen ihre Ohren von den Sirenenstimmen der Welt betören und ihre Augen vom trügerischen Lichte des Weltglanzes blenden lassen. Solche Menschen kommen auf der Welt schwer oder oft gar nicht dahin, wozu sie berufen sind, sondern gerade dahin, wohin sie nicht kommen sollten, nämlich zu Eigenliebe, Herrschlust, Habsucht, Neid, Völlerei und Unzucht. Diese Laster verzehren das Leben, statt es zu mehren. Und so kommt es, daß die sündigen Seelen nach der Ablegung des Fleisches sich in der Geisterwelt sehr verlassen fühlen von allem, was je ihre Sinne zu sehr beschäftigt hatte, und müssen sehr elend werden, damit sich ihr Leben in solch geistiger Einöde wieder finden und sammeln kann. Hat es sich gefunden, dann kommt auch die Hilfe, die da vonnöten ist — aber stets so, daß sie nicht als aufgedrungen, sondern als von den Bedürftigen selbst verlangt erscheint.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 130, 6-7]

 

Jesus zu einem lichtsuchenden römischen Hauptmann: „Es muß mit den Seelen, die sich im Falschen und Bösen begründet haben, im Jenseits ganz behutsam zu Werke gegangen werden, um sie nach und nach auf den rechten Weg zu bringen. Dazu gehört die höchste göttliche Liebe, Weisheit und Geduld; denn man muß auf eine solche Seele so einwirken, daß sie durch eigenes Wollen, Trachten und Handeln in Zustände kommt, in denen sie innewird, daß sie sich in großen Irrtümern befindet. Dann erst ist es an der Zeit, solch einer Seele einen ihr ebenbürtig aussehenden Geist zur weiteren Belehrung entgegen kommen zu lassen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 7 und 8]

 

Jesus: „Wer da sagt: ‚Siehe, ich besitze viele Güter und Schätze und verschaffe mir durch Künstler allerlei kostbare Dinge!‘, dem sage Ich: Wie lange wirst du denn alles das noch dein nennen können? Siehe, morgen schon kann man deine Seele vom Leibe nehmen, und was wird sie dann von allem was du nun noch dein nennst, mit hinübernehmen? — Gar nichts als nur das, was sie in dieser Welt jemandem wahrhaft Gutes erwiesen hat! Hat sie das aber nicht getan, so werden ihr die hier verlassenen Güter und Schätze jenseits eine schwer übersteigbare Scheidewand zwischen Meinem Reiche und ihrem Wesen aufrichten!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 97, 4]

 

Jesus schildert die Beschaffenheit und die traurigen Verhältnisse der auf der unserer Erde zugekehrten Seite des Mondes lebenden Menschenseelen: „Seht, das sind Seelen der Menschen dieser Erde, die in ihrem Leibesleben in die tollste Weltsucht und Selbstliebe übergegangen sind. Aber nun können sie mit nichts Irdischem mehr ihre Habgier stillen, wodurch sie gehörig abgeödet werden und zu der Einsicht kommen, daß alle irdischen Güter wertlos sind. Endlich suchen diese Mondbewohner einen Ausweg aus den Tälern ihrer Leiden, bis sie mit vieler Mühe und Anstrengung auf hohen Gebirgen Geister finden, die sie darüber belehren, daß es einen allmächtigen, weisesten und höchst guten Gott gibt, an den sie glauben und den sie lieben sollen, dann werde es ihnen auch bald besser ergehen. Diese Lehre nehmen sie gern an, verlieren ihre halbmateriellen Leiber und werden dann auf anderen Weltkörpern geistig weiter geführt. So können sie endlich eine große Seligkeit genießen; aber dahin gelangen sie doch nimmerdar, wohin ein geringstes Meiner Kinder kommen wird. — Doch auch diesen elenden Mondbewohnern soll eine Erlösung werden, wenn Ich dahin zurückgekehrt bin, von wannen Ich gekommen!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 157, 13-19]

 

Langwieriger, schwieriger Läuterungsweg der unreinen Seelen von Planetarmenschen, besonders von großen, stolzen Verstandesgrüblern.

[NS. Kap. 3, 14-15]

 

Jesus zu Robert Blum nach dessen Donnerrede zu entarteten Unzüchtlern: „Solche Geister, die am Rande des Abgrundes stehen und sich schon also vorneigen, um im nächsten Augenblicke hineinzustürzen, müssen mit aller Kraft ergriffen und vom Abgrund zurückgerissen werden. Nur so ist es möglich, sie ohne Hölle auf einen besseren Weg zu bringen. Du wirst dich bald überzeugen, welch eine gute Wirkung deine Donnerrede bei ihnen hervorgebracht hat.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 50, 16-17]

 

Jesus im Jenseits zu einer erweckten Seele, die für einen sittlich entarteten Freund um Nachsicht fleht: „Deine Meinungen und Ideen sind gut. — Aber mit jenem Geiste wird noch so manches geschehen müssen, bis er zur wahren Einsicht und Besserung gelangt. Ich will von seinem irdischen, höchst unkeuschen Lebenswandel gerade nichts sagen, obschon er sehr geeignet wäre, ihn um das ewige Leben zu bringen. Aber dieser Geist ist zugleich voll des stinkenden Hochmuts und voll des verderblichsten Übermutes! Daher sieht es bei weitem schlimmer für diesen Geist aus, als du es meinst. Seiner Sinnlichkeit kann (hier im Geisterreich) bald ein taugliches Mittel ein Ziel setzen, aber dem Hoch- und Übermut ist auf dem Wege der ungebundenen Freiheit nur sehr schwer oder gar nicht beizukommen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 77, 2-4]

 

Jesus: „Wenn gar hartnäckige Buhler gebessert werden sollen, dann müssen sie zuzeiten ganz absonderlich hart angepackt werden. Denn geringe Rupfer sind für so materielle Seelen von gar keiner Wirkung. Ich sehe dieser Art Menschen lange durch die Finger, aber wenn alle sanfteren Mahnungen und Rupfer nichts nützen, dann werden sie doch mit Meinem Vollernst angegriffen. Und nur durch die Fülle des Schmerzes fangen sie ein wenig an, in sich zu gehen, und werden dann für etwas Höheres aufnahmefähig.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 154, 5]

 

Jesus zu einem Jünger, der nach der möglichen Umkehr teuflisch entarteter Seelen fragt: „Was für die langen, künftigen Zeiten vorbehalten ist, liegt im Rate Meiner Liebe und Weisheit verborgen; es wird noch lange dauern, bis die letzte der Sonnen verglüht ist! Die Menschen werden viele Sterne am Himmel verlöschen und wieder andere an ihre Stelle treten sehen, — aber die eigentlichen „Krebse“ (d.h. sehr entartete Seelen, die in ihrer Entwicklung rückwärtsgehen) werden nicht viel von ihrer häßlichen Gestalt dabei verlieren! — Doch bei Mir sind tausend Erdenjahre wie ein Augenblick, — was die eine lange dauernde Zeit nicht zu bewirken vermag, das vermag vielleicht eine nächste oder die tausendste Zeitperiode! Wer da will, daß ihm geholfen werde, dem wird auch in Kürze geholfen; wer aber in seinem Starrsinn beharren will, der verharre, solange es ihm beliebt, und will er darin ewig verharren, so steht es ihm auch frei!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 188, 19-20]

 

Cado‘s, des einstigen argen Teufels, durch schmerzlichste Erfahrungen bewirkte Auferstehung aus der untersten Hölle.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 171-172]

 

Eine vor den erscheinlichen Flammen der Hölle verzweifelnde, um Gnade flehende Priesterschar wird vom Herrn in Seiner grenzenlosen Güte und Barmherzigkeit begnadigt, gestärkt mit Brot und Wein und danach von Seinen Boten auf die Wege des Lichts gewiesen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 232, 16-17, Kap. 233, 5]

 

Ein erleuchteter Geist zu dem über grausige Erscheinlichkeiten im Jenseits entsetzten einstigen Bischof Martin: „Alles, was du hier siehst, entstammt allein der allertiefsten Liebe und Weisheit des Herrn und hat viel Ähnlichkeit mit den Erscheinungen der mannigfachen Krankheiten auf Erden. Solche Krankheiten sind zwar ein Übel des Leibes, aber dafür eine große Wohltat der Seele! So sind auch diese seelischen Erscheinlichkeiten mit herübergebrachte Krankheiten der Seele, die alle hinausgetrieben werden müssen, und zwar durch geistige Heilmittel, da sonst die Seele nicht gesunden und der Geist in ihr nimmer erstehen kann. Die Kraft des Wortes Gottes ist für diese Seelenkrankheiten die allerkräftigste Medizin!“

[BM. Kap. 70, 25-27 und 29]

 

Der geläuterte einstige Bischof Martin: „Im himmlischen Reich erkannte ich, daß alle die elenden und beängstigenden Zustände und Erlebnisse meiner Seele nach meinem Leibestode nur die größte Liebe des Herrn waren, damit ich durch sie noch im Jenseits geläutert und fähig würde, die Volliebe des göttlichen Vaters in mich aufzunehmen. — Hätte ich meinen irdischen Hochmut früher abgelegt — was ich gar leicht hätte tun können —‚ so wäre es mit mir auch schnell besser gewesen; aber ich war hart und wollte es nicht, weil der Hochmut mich belebte! Und so mußte ich wohl leiden, — aber nicht aus dem Willen des Herrn, sondern nur aus meinem eigenen Willen!“

[BM. Kap. 192, 4-5]

 

Trügerische Himmelserwartungen schwer belehrbarer Friedhofseelen.

[Hi. 1, S. 364, 9-12]

 

11.07. „Himmel“ und „Hölle“ sind Seelenzustände

 

Jesus: „In der Hölle ist der Hochmutsbrand am höchsten; im Himmel aber leuchtet das Licht der tiefsten Demut und Bescheidenheit, und das sanfte Feuer der Liebe erwärmt und belebt alles.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 244, 7]

 

Jesus: „Hier, wo Ich nun bin mit euch, ist der höchste Himmel, und das heißt ‚oben‘, und eben hier (auf dieser Erde) ist auch die tiefste und böseste Hölle, und das heißt ‚unten‘. Die materielle Räumlichkeit macht dabei keinen Unterschied, sondern entscheidend ist nur der geistige Zustand.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 33, 4 und 5]

 

Beispiel Jesu: Ein frommer Weiser, der den Himmel in sich trägt, und ein Bösewicht in höllischem Zustand können räumlich „auf einer Bank sitzen“ und zuständlich voneinander so weit entfernt sein wie Himmel und Hölle.

[Ev. Bd. 6, Kap. 33, 5-8]

 

Jesus zu dem römischen Oberrichter Faustus: „Durch dein Herz wirst du nach dem Tode deines Leibes hinaustreten in den endlosen Gottesraum, und nach der Art deines Herzens wirst du ihn entweder als Himmel oder als Hölle antreffen. Denn es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel noch irgendeine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen. Wie der Mensch glaubt, will und handelt — entweder gut oder böse —‚ also wird er auch seines Glaubens leben, aus dem heraus sein Wille genährt ward und ins Handeln überging.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 8, 6-7]

 

Jesus: „Jeder Mensch hat entweder den Himmel oder die Hölle in sich. — Wer die Hölle in sich birgt, der ist taub und blind in seinem Gemüte, nur dann und wann mahnt ihn sein Gewissen. Eine Seele aber, die durch ihre guten Werke nach Meinem Willen den Himmel in sich hat, kann in sich den Himmel wohl gewahren und von Zeit zu Zeit in nächtlichen, hellen Traumgesichten erschauen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 18, 6-8]

 

Jesus: „Nur der Mensch, der in diesem Leben schon das innere Lebenslicht besitzt, in welchem er sich, Gott und Seine liebevollsten, weisesten Absichten mit den Menschen klar erkennt und keinen Tod, sondern nur ein ewiges, allerseligstes Leben vor sich sieht, kann hier auf Erden schon in einer himmlischen Weise selig sein. — Ein anderer Mensch dagegen, der sich nicht in solchem Lebenslicht befindet, verfällt von einem Zweifel in den andern, ängstigt sich mit allerlei finsteren Gedanken, wirft sich darum allen sinnlichen Genüssen in die Arme und wird so anstatt ein Kind des Himmels ein Kind der Hölle und ihres Gerichtes.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 102, 21]

 

Jesus: „Die Liebe ist das Leben der Seele. Ist diese geistig und somit nach der Ordnung Gottes gut, so hat die Seele ein wahres Leben in sich und lebt in großer Klarheit ewigfort. Ist aber die Liebe der Seele eine materielle und somit gerichtete, so ist ihr Leben gleich der Liebe in ihr. Solch ein Leben kann kein wahres, sondern nur ein Schein- und Trugleben sein, weil es in seiner Unart nicht fortbestehen kann, sondern sich ändern muß entweder zum Guten oder im schlimmsten Falle zum Grundbösen, das da ist das harte Mußgericht und der eigentliche ewige Tod, aus dessen Banden sich eine Seele ebenso schwer losmachen wird, wie ein harter Stein in ein reines Quellwasser sich umwandeln kann. Darum habt die Welt nicht lieb, sondern fliehet ihr verlockendes Wesen, benützet ihre Schätze zu guten Werken, und ihr werdet dadurch die wahren Schätze für Seele und Geist überkommen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 122, 8-10]

 

Der Evangelist Johannes: „Wer erfahren will, ob er dem Himmel oder der Hölle angehört, der frage sorgfältig sein Gemüt: Sagt dieses nach der Grundneigung und Liebe: Das ist mein, und jenes ist auch mein, gebt mir alles, ich will alles! — Wo das Gemüt sich so hören läßt, da herrscht noch die Hölle! Wenn aber das Gemüt sagt: Nichts ist mein, weder dieses noch jenes, alles ist des Einen, und ich bin des geringsten nicht wert, — wenn das die Antwort des Gemütes ist, da ist der Himmel!“

[GS. Bd. 2, Kap. 118, 3-4]

 

Jesus: „Mein Reich ist in eines jeden Menschen kleines Herz gelegt. Wer also hineinkommen will, der muß in sein eigenes Herz eingehen und sich da ein Plätzchen zur Ruhe gönnen, das da heißt Demut, Liebe und Zufriedenheit. Ist er mit diesem Plätzchen in Ordnung, so ist auch sein Glück für ewig gemacht. Ein Herz voll Liebe zu Mir und zu den Brüdern und Schwestern und ein stets tätigkeitsfreudiger Sinn, glaubet es Mir, das wird die wahre, ewige Seligkeit begründen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 278, 4-5]

 

Jesus: „Ihr sollt euch Meine Himmel nicht irgendwo als recht weit entfernt vorstellen, sondern ganz nahe. Der Weg dahin beträgt drei Spannen Maß. Es ist dies die Entfernung vom Kopfe bis ins Zentrum des Herzens. Habt ihr diese kleine Strecke zurückgelegt, so seid ihr auch im Himmel. Denket ja nicht, daß ihr etwa eine Auffahrt über alle Sterne hinaus machen werdet, sondern denket euch, daß ihr nur eine Niederfahrt in euer Herz macht. Und da werdet ihr euern Himmel und das wahre, ewige Leben finden!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 278, 6]

 

Jesus: „Es gibt Menschen, die mit dem wahrhaft guten Erdreich zu vergleichen sind. Diese nehmen Mein Wort an und setzen es sogleich gläubig ins Werk. Da bringt dann der Same reichliche Frucht, und diese Frucht ist das eigentliche Himmelreich im Menschen und hat kein äußeres Schaugepränge. Aber dieses Reich wird sich dann über den Menschen, der es in sich aus Meinem Wort geschaffen hat, ausbreiten und ihm geben Seligkeit, Wahrheit, Weisheit und Macht über alle Kreatur.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 65, 16]

 

Der Herr: „Den lichtsuchenden Seelen wird gezeigt, daß der eigentliche, wahre Himmel aus ihnen selbst hervorgehen muß, und daß sie durchaus nicht ‚in den Himmel kommen‘ können, sondern nur der Himmel in sie durch den lebendig ernsten Willen, immer mehr Gutes zu tun und darum auch stets geringer zu werden, um desto mehr Gelegenheit zu bekommen, jedermann zu dienen.“

[Hi. 1, S. 365, 16]

 

Jesus zu dem Römer Markus, der die Morgenpracht einer Landschaft mit den Himmeln Gottes vergleicht: „Würde Ich dich nur einen Augenblick im Geiste in Meine Himmel versetzen, so könntest du nicht mehr auf dieser Erde leben; denn die unbeschreibbar große Anmut der Himmel, das Licht, die Freundlichkeit und des Lebens höchstes Wohlgefühl würden dein Fleisch in einem Augenblicke vernichten und die Sinne deiner Seele auf langehin völlig betäuben. Darum muß jede Seele von Stufe zu Stufe geführt und endlich lauter werden wie reinstes Gold, damit sie fähig wird, in die endlosen Freuden der Himmel Gottes einzugehen. Denn keines Menschen Auge hat es je geschaut, kein Ohr gehört und keines Menschen Sinn je empfunden, welche Freuden und Seligkeiten Gott denen, die Ihn über alles wahrhaft lieben, in den Himmeln bereitet hat.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 106, 11 und 15]

 

Der Herr: „Fraget nicht diesen oder jenen: ‚Wie sieht der Himmel aus und wie die Geisterwelt?‘ Denn das ist eitel. Suchet jegliches Wort von Mir in euch lebendig zu machen durch die Werke der Liebe, und ihr habt dann den Himmel lebendig in euch und alles, was der Geisterwelt ist. Denn es wird niemand in einen Himmel kommen, der so aussehen wird, wie er ihn so oder so beschrieben in sein Gedächtnis und Vorstellungsvermögen aufgenommen hat. Ein jeder trägt den eigenen Himmel und die eigene Geisterwelt in sich, deren Form sich allezeit nach der Art der Liebe richten wird, die in ihm ist, und nach den Werken, die aus ihr hervorgegangen sind.“

[GS. Bd. 2, Kap. 124, 15-16]

 

Auf die Frage eines Schriftgelehrten nach der Örtlichkeit der persönlichen Teufel erwidert Jesus: „Wenn deine Seele aus Mir rein und stark ist, so kann sie sich in den ärgsten Teufelsvereinen befinden, diese werden ihr nicht den geringsten Schaden zufügen können. Eine reine, aus Mir starke Seele befindet sich mitten unter Legionen von persönlichen Teufeln dennoch (geistig) vollkommen im Reiche der Himmel, die nicht sind wie ein äußeres Schaugepränge, sondern inwendig im Herzen der vollkommenen Seele. Denn solch eine Seele wird zu einer Mir ähnlichen Schöpferin ihres seligsten Wohnreiches, in das ewig kein persönlicher Teufel zu dringen vermag. Und somit kann einer reinen, aus Mir starken Seele der Wohnort der persönlichen Teufel ganz gleichgültig sein.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 36, 4-5]

 

Der Herr zu lichtsuchenden Seelen in der geistigen Welt: „Du kannst nicht irgendwohin in einen Himmel kommen, sondern du mußt dir deinen Himmel selbst bereiten. Der Same zum Himmelreich ist das Wort Gottes; wer es in sich aufnimmt und danach tätig wird, der hat dieses himmlische Samenkorn in sein Erdreich gelegt, und der Himmel wird aus ihm gleich einem Baume erwachsen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 57, 9]

 

Ein ehemaliger Ligourianermönch erkennt im Jenseits die Unvernunft und die Langeweile eines ewigen tatenlosen Wohlergehens in einem auf Erden erträumten ‚Himmel‘ und sehnt sich nach ersprießlicher Tätigkeit.

[BM. Kap. 63, 7]

 

Die liebende Chinesin Chanchah zu dem von ihr noch nicht erkannten Herrn Jesus: „Man lehrte mich auf der Erde, daß es für die Guten einen Himmel gibt, aber ich finde, daß nicht des Himmels Pracht, sondern nur ein Herz dem andern ewig ein Himmel bleibt! — Ich habe nun in Dir meinen Himmel gefunden! Ach, möchtest du auch in mir wenigstens ein kleines Lustgärtchen finden!“

[BM. Kap. 95, 14-15]

 

Jesus: „Es denke von euch niemand, Ich habe dereinst die Hölle erschaffen. Das sei ferne von Mir und von euch allen! Auch denket nicht, die Hölle sei ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter! Sie hat sich von selbst gebildet aus jenen gar vielen Menschenseelen, die auf dieser Erde im Fleische jeder göttlichen Offenbarung Hohn sprachen, Gott leugneten und nur taten, was ihrer äußeren Sinnlichkeit behagte.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 240, 1]

 

Der Evangelist Johannes: „Man darf sich unter dem Begriff ‚Hölle‘ keinen kerkerlichen Ort denken, in welchen man kommen kann, sondern nur einen Zustand, in welchen sich ein freies Wesen durch seine Liebeart, durch seine Handlung, versetzen kann. Ein Mensch gehört so lange der Hölle an, wie er nach ihren Grundsätzen denkt, will und handelt. Ihre Grundsätze aber sind: Herrschsucht und Eigenliebe. Diese sind den himmlischen Grundsätzen gerade entgegen, welche da sind: Demut, Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten.“

[GS. Bd. 2, Kap. 118, 2]

 

Jesus erklärt Robert Blum den tiefen, wahren Sinn des Gleichnisses vom reichen Prasser und armen Lazarus und fährt fort: „Meinst du denn, daß die Gottheit die Hölle so eingerichtet habe?! Oh, da bist du in einer großen Irre! — Siehe, das haben von alten Urzeiten her die argen Geister selbst getan. Die Gottheit hat es ihnen nur zugelassen, um sie nicht in ihrer Freiheit zu beirren. Denn es gibt nirgends eine Hölle als nur im Menschen selbst. — Da aber die Gottheit allein das wahre Leben und das Licht alles Lichtes ist und sonach auch die alleinige wahre Seligkeit aller Wesen, so ist es ja wohl klar, daß ein gottloser Zustand durchaus nichts Angenehmes haben kann, da es ohne Gott kein Leben, kein Licht, kein Wahres und Gutes gibt. — Ein Mensch, der die Gottheit verläßt und sie aus sich hinausschafft, muß also in sich eine wahre Hölle gestalten, die in allem böse und arg ist, weil er ja freiwillig die Gottheit aus sich verbannte!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 30, 6-9]

 

Jesus: „Erkennt der Mensch das Gute und Wahre, handelt aber dennoch freiwillig dawider, so baut er sich selbst das Gericht und seine eigene Hölle und ist darum schon in dieser Welt ein Teufel. Und das ist dann die Strafe, die sich ein Mensch ohne Mein Wollen selbst antut.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 202, 6]

 

Auf die Frage des römischen Hauptmanns Pellagius nach Ort und Wesen der Hölle erklärt Jesus: „Siehe, wie der Himmel allenthalben ist, wo es gute, Mir wohlgefällige Menschen gibt, so ist die Hölle überall, wo es Gottesverächter und Übeltäter gibt. In der Hölle will jeder der höchste, unumschränkte Gebieter sein, alles besitzen, und alle sollen ihm gehorchen und für ihn arbeiten um den schlechtesten Lohn!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 110, 10-12]

 

Jesus: „Ganz welttümliche Menschen, die an keinen Gott glauben und dabei doch ein gesundes Leben bis in ihr hohes Alter genießen und auch eines schnellen, schmerzlosen Todes sterben, haben ihren Lebenslohn schon auf dieser Welt empfangen und werden im Jenseits kaum mehr einen zu gewärtigen haben. In der Gesellschaft solcher Seelen wird die äußerste Finsternis walten, und es wird sein viel Heulen und Zähneknirschen unter ihnen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 16, 13]

 

Jesus öffnet den Seinen die geistige Sehe und enthüllt ihnen das wahre, höllische Raubtierwesen der reichen Kaufleute in einer sich nahenden Handelskarawane.

[Ev. Bd. 7, Kap. 170, 1-5]

 

Schilderungen der untersten Hölle in irdischen Entsprechungsbildern.

[GS. Bd. 2, Kap. 112-116]

 

Des einstigen Bischofs Martin licht- und lieblose Seele empfindet Hunger und Angst im Jenseits und gelangt in ihrer grauenvollen Einsamkeit zu ganz falschen Zeit- und Daseinsbegriffen.

[BM. Kap. 11, 9-11 und 15]

 

Der Evangelist Markus schildert in seiner Sphäre verschiedenartige Laster und höllische Zustände vieler Seelen auf der Welt und im Jenseits in erschütternden Entsprechungsbildern.

[GS. Bd. 1, Kap. 18-20]

 

11.08. Der Absturz in die Hölle

 

Der Herr: „Die Hölle bemüht sich, durch zahllose Trugkünste eine Seele stets näher dem erzbösen Wesen Satans zu bringen, auf daß sie mit ihm völlig eins werde, was aber nimmer geschehen kann, da jede Seele einen eigenen (reinen) Geist in sich enthält, der das Entgegengesetzte des Satansgeistes ist. Will sich eine Seele dem Satan nähern, dann tritt dieser ihr eigener Geist in ihr als Richter und Strafer auf und peinigt die Seele als ein unlöschbares Feuer von innen heraus, wodurch die Seele vom Satan wieder entfernt wird und zur Besserung übergeht. Diesem Besserungsdrange zu folgen, wird ihr umso leichter, je mehr sie sich der Reinheit ihres Geistes nähert. — Das ist der Unterschied zwischen der Seligkeit und der Verdammnis: In der Seligkeit geht die Seele ganz in den Geist über, und der Geist ist dann das eigentliche Wesen; in der Verdammnis aber, will die Seele den Geist ausstoßen und einen anderen, nämlich den Satans, annehmen. In diesem Falle wird sie das dem Geiste Unähnlichste!“

[Ed. Kap. 58, 10-12]

 

Jesus zu einer erweckten Seele im Paradies: „In die Seele ist ein neuer Geist gelegt, und, mit ihm eins zu werden, sollte die Seele alles aufbieten. Aber wenn die Seele alles nur aufbietet, um mit ihrer Materie eins zu werden, — wie soll dann der Geist in der Seele ein Herr seines Hauses werden?!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 152, 6-7]

 

Der einstige Räuberfürst Cado beantwortet die Enthüllung seines teuflischen Erdenlebens und den Rat des Petrus zur Umkehr mit höllischem Hohn und Trotz: „Einem allmächtigen Gott gehorchen kann je der feige Esel, aber Ihm den hartnäckigsten Trotz bieten und alle Seine Weisheit zuschanden machen, das kann nur ein starker Geist, der keine Furcht kennt, auch vor einem ewigen Schmerz in der ärgsten Hölle nicht! Werfet mich in kochendes Erz, und ich werde euch im höchsten Brandschmerze dieselbe Antwort erteilen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 2]

 

Jesus: „Es ist bei diesem Geiste (dem Teufel Cado) jedes denkbare, Meiner Liebe und Weisheit entsprechende Mittel aufgeboten worden. Aber ohne den geringsten Erfolg! Starke Engel wurden (auf Erden) zu seiner Bewahrung befohlen. Aber sein Wille, der frei bleiben mußte, war stets mächtiger als Meine Liebefesseln, die Ich ihm anlegen ließ. Er zerriß sie alle und spottete ihrer gräßlich. — Es fehlte ihm nicht an Erkenntnis; er kannte jeden Buchstaben der Schrift und hatte sogar das Vermögen, mit der Geisterwelt zu verkehren. Er kennt Mich und Meine Göttlichkeit und kann doch Meiner spotten. — Was kann da Meine Liebe noch ausrichten bei solch einem Wesen?!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 164, 5]

 

Der Erzengel Raphael: „Jede Seele, die einem der zahllosen Laster festergeben ist, stellt einen Teufel, also einen tätigen Ausdruck des Bösen dar, und es ist einer solchen Seele schwer zu löschender Trieb, gleichfort Böses zu tun in der Art, in der sie sich begründet hat in der Zeit ihres irdischen Lebens.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 94, 3]

 

Jesus: „Es werden von Zeit zu Zeit Lehrer in die höllischen Vereine gesandt, aber es geht ihnen nicht besser als den Engeln zu Sodom und Gomorrha: die argen Geister möchten diese starken Wesen dazu mißbrauchen, um alle ihre höllischen Feinde zu vernichten.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 238, 6]

 

Jesus: „Die jenseitige Schulung der sündigen Seelen diene niemandem zu einem besonderen Troste; denn wenn jenseits eine Seele in sich statt besser nur immer schlechter und böser wird, so gestaltet sich im gleichen Maße auch ihre Scheinwelt und Gesellschaft häßlicher und schlechter. Und so wie die Seele in sich wahrheits- und lichtloser wird, ebenso verdunkelt sich auch ihre Umgebung, was sie sehr drückt und quält. Mit der Steigerung der Qual wächst auch ihr Zorn und ihre Rachgier, und das ist dann schon der Eingang in die Hölle.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 65, 4-5]

 

Beispiel Jesu: Die Erlebnisse, Machtkämpfe und Leiden eines grausamen, mordlustigen Königs in der Hölle.

[Ev. Bd. 5, Kap. 232, 3-7]

 

Ein Engel Gottes schildert den Regenten in Hanoch furchtbare Greueltaten in anderen Städten des Reiches und fährt fort: „Sollte Gott bei solchen Umständen wohl noch länger des menschlichen Geschlechtes schonen und harren seiner Besserung? Wahrlich, die Hölle sei der ewige Besserungsort für diese Teufel in menschlicher Haut!“

[H. Bd. 3, Kap. 298, 5-8]

 

Jesus zu dem weisen Griechen Philopold: „Wie es in dieser Welt zugeht, ebenso geht es in der Hölle zu, nur mit dem Unterschiede, daß im allgemeinen Geisterreich die Guten, Demütigen, Geduldigen und auf Gott Vertrauenden aus dem Kampf der Hölle für ewig ausgeschieden sind und somit allein die Bösen in der Hölle miteinander ihr falsches, arges Getriebe haben.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 33, 13]

 

Auf die Frage: „Gibt es einen persönlichen Satan oder Teufel?“, erwiderte Jesus: „0 ja, es gibt Teufel, hier auf dieser Welt im Fleische wandelnd, und noch mehr im großen Jenseits, die fort und fort bemüht sind, einen argen Einfluß auf das Diesseits auszuüben, und das einmal durch die rohen Naturgeister, die noch in allerlei Materie der Ausreifung wegen weilen, und dann aber auch unmittelbar durch geheime Einflüsterungen, Anreizungen und Verlockungen. Sie merken bei den Menschen gar wohl die verschiedenen Schwächen und bösen Anlagen, bemächtigen sich ihrer und fachen sie zu glühenden Leidenschaften an.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 35, 11-12]

 

Jesus: „Ein Mensch, der an einen Gott nicht glauben und darum auch nicht nach dessen Willen handeln will, versenkt sich dadurch stets mehr und tiefer in das Materielle, wird geistig unrein und böse und somit ein Teufel.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 34, 11]

 

Göttliches Feuergericht über höllische Streiter in der niederen Geisterwelt.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 169, 11-16, Kap. 170]

 

Der Herr im Toben der Sintflut zu dem von Ihm berufenen, wutentbrannten Satan: „Elender Versucher Meiner Liebe, Langmut und Geduld! Siehe, hier stehen deine getreuesten Knechte (die letzten Gewaltherrscher von Hanoch)! Sie haben deinen Plan meisterhaft vollbracht! Welchen Lohn wirst du ihnen darum nun geben?“ Und der Satan sprach: ‚Hatten sie nicht auf der Erde alles, wonach ihr Herz dürstete?! Welchen Lohn sollten sie fürder noch haben wollen?! — Der Tod sei ihr Los!‘ Darauf der Herr: „Habt ihr es nun vernommen, wie euer Meister seine Knechte lohnt? Seid ihr zufrieden damit?“ Hier fingen die drei an zu heulen vor Furcht und Angst und baten den Herrn um Hilfe. Der Herr aber sprach: „Das tut nun die Angst in euch, und ihr habt keine Reue! Daher weichet von Mir, Satans Diener, und büßet mit ihm in seinem Feuer euren Frevel!“ Hier fuhr ein mächtiger Blitz durch die Grotte und tötete die drei, und des Herrn Macht trieb die vier Geister zur Hölle.

[H. Bd. 3, Kap. 355, 10-15]

 

Der Herr: „Alle Höllengeister leben in der größten Furcht vor Mir; Mich nur von ferne zu erschauen oder Meinen Namen zu vernehmen, ist für sie das Schrecklichste!“

[Schrft. Kap. 27, 21]

 

Im Geisterreich erblickt sich die Seele eines sehr hochmütigen Feldherrn in der Kleidung ihres irdischen hohen Ranges, dabei aber in völliger Einsamkeit. In schier endlos währender Langeweile ruft der unselige Feldherr zu Gott um Hilfe; sogleich erscheint ein Engel, um ihn durch Belehrung auf den Weg der Demut zu weisen. Aber der Lichtbote wird nicht angehört, und der unbelehrbare Feldherr verfällt der Hölle.

[St.-Sz. 6, Expl. Abs. 10-22]

 

Jesus: „Ganz welttümliche Menschen, die an keinen Gott glauben und dennoch ein gesundes Leben bis in ihr hohes Alter genießen und auch eines schnellen, schmerzlosen Todes sterben, haben ihren Lebenslohn schon auf dieser Welt empfangen und werden im Jenseits kaum mehr einen zu gewärtigen haben. In ihrer Gesellschaft wird die äußerste Finsternis walten, und es wird sein viel Heulen und Zähneknirschen unter ihnen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 16, 13]

 

Der Evangelist Markus zeigt in seiner geistigen Sphärenschau folgende Begebenheit: Eine selbstsüchtige, glaubenslose Ehefrau zieht ihren nach besseren Erkenntnissen strebenden Ehegatten in ihre eigene höllische Finsternis; ein Engel Gottes greift jedoch ein, trennt die Ehegatten und führt den Mann zum Licht. Die hartnäckig böswillige Ehefrau wird nun gänzlich eine Beute der Hölle.

[GS. Bd. 1, Kap. 35-39]

 

Ein reicher, verwöhnter Student, der sich anstatt seinen Studien einem fruchtlosen, sinnlichen Genußleben ergab, stirbt frühzeitig an einer furcht baren Krankheit und kommt als völlig zerstörte Seele in affenähnlicher Gestalt ins Jenseits. Der Der Absturz in die Hölle Todesengel bewahrt Geist und Seele dieses argen Sünders durch peinvolle Verbrennung der letzten sinnlichen Lebenskräfte vor dem ewigen Tode.

[St.-Sz. 4. Expl.]

 

Jesus: „Rache aus dem Jenseits ist nur ungerecht mißhandelten und getöteten Menschen gestattet, jedoch niemals von Grund auf bösen Geistern.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 81, 6-7]

 

11.09. Der Aufstieg zum Licht der Paradiese und Himmel

 

Jesus zu dem vom Tode erweckten Jüngling in Nahim, der wünscht, nicht mehr sterben zu müssen: „Es wird in deinem hohen Alter wieder eine Stunde kommen, in der Ich deine Seele aus dem Leibe zu Mir rufe, dann werde Ich dir auch die Rückerinnerung an den dreitägigen Zustand im Paradiese Meiner Engel geben, und du selbst wirst Mich dann kniend bitten, dich als Seele aus ihrem morsch gewordenen Leibe zu erlösen. Du wirst dann ewig fortleben im vollkommenen Bewußtsein deiner selbst und mit Meinen Engeln von einer Weisheits- und Liebesstufe zur anderen emporsteigen und stets seliger werdend, den Vater, der in Mir wohnt, immer tiefer erkennen und Seine zahllos vielen großen Schöpfungen bewundern.“

[Er. Bd. 9, Kap. 36, 12-13]

 

Jesus: „Die erst nach ihrem Erdenleben geläuterten Weltkinder werden geistige Bewohner jener Weltkörper und jener ihnen entsprechenden Vereine verbleiben, auf und in denen sie nachirdisch geläutert werden. Aber in des ewigen Vaters Hause, in des aller höchsten Himmels Mitte werden sie nimmer aus- und eingehen wie Meine wahren Kinder, die mit Mir die ganze Unendlichkeit richten werden ewigfort!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 111, 2]

 

Der Herr: „Der reine Geist an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Mir, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung, aber die Seele muß das wieder in sich vereinen, was ihr einst (im Erdenleben auf den Stufen der Naturreiche) aus der endlosen Fülle Meiner sie formenden Idee gegeben ward.“

[Ed. Kap. 28, Abs. 5]

 

Allmählicher, langwieriger Aufstieg der Sonnengeister über viele größere Zentralsonnen bis zum Himmelreich.

[NS. Kap. 3, 10-12]

 

Der Evangelist Markus zeigt in einer himmlischen Sphäre Seelen, die zwar den Herrn lieben und Ihn in Seiner Gnadensonne erschauen, aber Sein menschliches Wesen noch nicht fassen können. Nur selten geschieht es, daß durch das Wirken hoher Engelsgeister einige Seelen aus diesem Weisheitshimmel in den höchsten Liebehimmel, den ‚ewigen Morgen‘ geführt werden.

[GS. Bd. 1, Kap. 41, 8-21]

 

Der Evangelist Markus: „In den höchsten Liebedemutshimmel gelangen nur solche Seelen, welche den Herrn schon bei ihrem Leibesleben ihrem Inwendigen nach trotz aller irrigen Begriffe, die sie gelehrt wurden, einzig und allein über alles geliebt haben.“

[GS. Bd. 1, Kap. 61, 26]

 

Der Evangelist Markus in der geistigen Welt: „Wenn die Menschen vom Herrn geführt werden, so überkommen sie dadurch das Licht des Glaubens und gehen ein in den untersten Himmel. — Wenn die Menschen vom Herrn gezogen werden, so heißt das: Diese Menschen werden in die Liebe des Vaters aufgenommen, oder sie kommen in den zweiten Himmel, der da besteht aus dem Glaubenswahren durch das Licht der tätigen Liebe zum Herrn und daraus zum Nächsten. — Wenn es aber heißt: die Menschen werden vom Herrn getragen, so drückt das schon einen vollkommenen, kindlichen Zustand der Menschen aus, welche ganz und gar in die Liebe zum Herrn übergegangen sind, sodaß sie Ihm auch den allerletzten Tropfen ihrer gedemütigten Eigenliebe zum Opfer dargebracht haben. Dadurch sind sie wahrhaftig Kinder Gottes und werden von Ihm als ihrem ewigen Vater in den allerhöchsten Liebehimmel aufgenommen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 101, 11-13]

 

Ein Mönch vernimmt im Jenseits nach seinem Erwachen zum Licht die himmlischen Offenbarungsworte: „Das ewige, Gott völlig gleiche seligste Leben ist durch Jesus allein ermöglicht worden und als ein unendlicher Schatz gegeben aller Kreatur. Und es bedarf nun nichts mehr und nichts weniger, als diese große Gabe des himmlischen Vaters liebewillig zu verlangen und dankbar anzunehmen, — und der Mensch ist selig lebend in Ewigkeit in der Gesellschaft Gottes. Gott, der da ist unser aller Vater Jesus, ist die reinste Liebe, die niemanden richtet und jeden selig machen will. Aber nur muß der Mensch auch das wollen, was Gottes reinste Liebe will, sonst kann er nicht selig werden.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 126, 3-4]

 

Jesus in verhüllter Gestalt zu einer suchenden Schar im Paradiese: „Hier gibt es kein gesondertes Eigentum, sondern alles ist ein Gemeingut. Was in diesem Reiche dem einen gehört, das gehört auch allen andern, die eines Sinnes und eines Herzens sind. Und was hier jemand will, das wird ihm auch zuteil. — Hier gibt es nur ein Recht, das der reinen Liebe. — Was ihr wollet, das man euch tue, das tuet auch den anderen, — das ist hier der Grundsatz des Lebens!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 139, 19 und 21]

 

Jesus im Jenseits zu einer licht- und hilfesuchenden Schar: „Behaltet hauptsächlich Jesum in eurem Herzen, so wird euch ehest die beste Hilfe in allem werden. Aber nur müsset ihr allen euern von der Welt mitgebrachten Hochmut, Stolz, Eigendünkel, jedes Rachegefühl und die leidige Sinnlichkeit von euch verbannen und alles Jesus, dem Herrn, anheimstellen. So werdet ihr Jesus nicht nur auf einen Augenblick zu Gesicht bekommen, sondern werdet für ewig bei und in Ihm sein!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 139, 27]

 

Der Herr: „Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so vollendet in die geistige Welt übergeht, kann sogleich in das eigentliche Himmelreich emporsteigen, und das darum nicht, weil zu seiner endlichen Vollendung immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm als Mensch im Erdenleben angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat, kann er diese Region verlassen und ins Himmelreich eingehen.“

[Ed. Kap. 28, Abs. 4]

 

Auf die Frage des einstigen Mönches Cyprian, ob denn niemand ‚vom Mund auf‘ in den Himmel komme, antwortet Jesus: „Nicht leicht, Mein Lieber! Denn so Ich selbst zur Unterwelt mußte, der Ich doch der Herr bin, — so wird auch ein jedes Meiner Kinder es tun müssen! Denn jedes Obst muß vollkommen reif sein, bevor man es genießen kann. Also ist‘s durchaus nichts mit dem ‚vom Munde aus gleich in den Himmel kommen‘, wohl aber in das geistige Paradies, wo ihr euch nun an Meiner Seite befindet. Denn es ist genug, wenn Ich zu einem Sünder sage: Sei getrost, heute noch wirst du bei Mir im Paradiese sein!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 156, 7]

 

Jesus über die Entwicklungsmöglichkeiten einer in falschem, lieblosem Glauben begründeten Priesterschar: „In etwa dreißig Jahren werden sie für den unteren Weisheitshimmel ganz geeignet sein. Höher hinauf aber werden sie schwerlich je kommen, weil bei ihnen das Organ der Liebe — da es nie geübt und gestärkt wurde — zu schwach ist. — Dafür aber hat das Organ der Weisheit eine viel zu große Ausdehnung und kann daher nie jenes Verhältnis zwischen Liebe und Weisheit hergestellt werden, welches notwendig ist, um in einen höheren Himmel aufsteigen zu können.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 233, 6]

 

Der Herr: Daß es nun den Augen des einstigen Bischofs Martin zu dämmern anfing, geschah deshalb, weil in seinem Innersten die Liebe auftauchte, nachdem durch Meine Gnade der Bischof eine große Menge irdischen Schmutzes freiwillig von sich hinausgeschafft hatte.

[BM. Kap. 17, 2]

 

Jesus in der geistigen Welt zu reumütigen Sündern: „Stehet auf, Meine Kindlein! Sehet, nicht mit dem Gerichte, sondern mit der größten Liebe kommt euch euer Vater entgegen, und da ihr Ihn aufgenommen habt in eure Herzen, so nimmt Er euch tausendfach auf in Sein ewiges Vaterherz! Kommet daher nun alle zu Mir, die ihr schwer beladen und mühselig waret, Ich will euch für ewig vollauf erquicken!“

[BM. Kap. 36, 33]

 

Guter Rat des seligen Geistes Borem in der geistigen Welt: „Liebe Schwestern und Brüder, liebet Jesus, den Gekreuzigten, über alles; denn Er ist unser einiger, liebevollster und heiligster Vater! Suchet allein Ihn und Seine Liebe und hänget an nichts eure Herzen als nur an Ihn, so werdet ihr viel eher, als ihr es denket, in Seiner ewigen Liebewohnung euch befinden. Aber alle eure sinnlichen Weltanhängsel müsset ihr aus euren Herzen verbannen, ansonst es nicht möglich wäre, euch in die ewige Wohnung des heiligen Vaters zu bringen!“

[BM. Kap. 68, 6]

 

Jesus zu der wißbegierigen Chinesin Chanchah: „Hier in der Geisterwelt ist es niemandem gut, sogleich alles zu erfahren, sondern allmählich, wie es eines jeden Aufnahmefähigkeit erheischt; also geleitet, werden dann die Seelen immer stärker und können nach und nach mehr ertragen, bis sie zum Empfange des Allerhöchsten stark genug und tauglich werden.“

[BM. Kap. 108, 4]

 

Jesus: „Wer das Weltleben aus wahrer Liebe zu Mir verachtet und flieht, der wird das ewige Leben finden. Denn Ich werde ihn nach dem Tode seines Leibes sogleich erwecken am jüngsten Tage seines neuen Lebens in der Geisterwelt und ihn einführen in Mein ewiges Reich“.

[Ev. Bd. 1, Kap. 139, 10]

 

Jesus verheißt der zum zweiten Mal vom Tode auferweckten liebreichen Tochter des Synagogenobersten Jairus, daß Er selbst, aus den Himmeln kommend, sie einst nach vielen Jahren abholen und in Sein ewiges Reich führen werde.

[Ev. Bd. 2, Kap. 12, 11]

 

Jesus: „Niemand meine, daß er sich einst jenseits in einer ewig untätigen, süßen Ruhe befinden werde; denn das wäre des Geistes und der Seele Tod. Je geistiger ein Mensch in seinem Innern wird, desto tätiger wird er auch. Wenn aber solches schon wohl ersichtlich in dieser Welt der Fall ist, um wieviel mehr wird es erst drüben so sein, wo kein schwerer Leib mehr die Seele in ihrer Tätigkeit hemmt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 226, 16]

 

Jesus im Jenseits zu Robert Blum, der zu Ihm in demütiger, höchster Liebe entbrannt ist und den Herrn bittet, ihn nicht zu verlassen: „Da du Mich so sehr liebst, so werde Ich dich nicht verlassen, sondern mit dir in dein Wohnhaus einziehen und mit dir arbeiten! Denn da du Mich gar so sehr zu lieben anfängst, so will Ich dir auch vieles erlassen, was du sonst noch bestehen müßtest. Denn — wer viel Liebe hat, dem wird auch viel vergeben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 41, 9]

 

Jesus über einen im Jenseits vom Abgrund der Hölle zurückgerissenen Sünder: „Ich habe darob eine sehr große Freude, daß dieser Geist (Cado) wieder gewonnen ist; denn Geister seiner Art gibt es wenige. Er hat einen paulinischen Geist und gehört zu Meinem Rüstzeug wider alle Feinde Meiner Himmel. Wie hartnäckig er ehedem Mir widerstrebte, ebenso beharrlich wird er von nun an in Meinem Dienste stehen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 103, 3]

 

Jesus in der geistigen Welt zu einer Schar erwachender ehemaliger Prälaten: „Von nun an sollt ihr Mich lieben über alles, — da eure Liebe zu Mir euer wahres, ewiges Leben ist, — und alle Brüder und Schwestern liebet wie euch selbst; denn die gegenseitige Bruder- und Schwesterliebe bedingt eure Seligkeit. Je mehr ihr der wahren, tätigen Liebe euch gegenseitig gemäß Meiner ewigen Ordnung erweiset, desto seliger werdet ihr sein! Alle Himmel mit ihren Seligkeiten ohne Maß und Zahl gehen aus der gegenseitigen wahren Nächstenliebe hervor, so wie im Gegenfalle auch alle Qualen und Martern der Hölle aus der Eigenliebe.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 266, 5-6]

 

Der Herr: „Hat sich in den läuterungswilligen Seelen die wahre Himmelsbegierde (die Freude am Dienen) hervorgetan, gänzlich verzehrend alles noch Irdische, so geht diese himmlische Begierde wunderbar nach allen Seiten auseinander, einen herrlichen Weg bildend und, sich immer mehr ausbreitend, endlich auch den Himmel selbst. Und dieser Himmel vereinigt sich dann mit dem gleichen Himmel der schon seligen Geister, wie sich gleichsam Liebe mit Liebe vereinigt und das Liebegute mit dem Glaubenswahren.“

[Hi. 1, S. 365, 18-19]

 

Jesus: „Die Werke der wahren Nächstenliebe sind in der Geisterwelt der wahre, ewige Leib der Seele, ihr Wohnhaus, ihr Land und ihre rechte Welt.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 238, 6]

 

Die Mutter Maria im Paradiese zu einem ehemaligen Franziskanermönch, der vor übergroßer Ehrfurcht Brot und Wein nicht zu genießen wagt: „Meinst du denn, hier im Himmelreich gehe es auch so hochmütig zu wie an den Höfen der Könige auf der finstern Erde? O mitnichten! Hier sind wir alle wie Kinder und lieben den Vater und sind voll Liebe, Güte und Sanftmut gegen jedermann.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 149, 23]

 

Ein ehemaliger Franziskanermönch im Licht: „Herr, Gott und Vater! Wenn es mir je ein Engel auf der Erde gesagt hätte, daß es in Deinem Himmelreich so aussähe und zugehe, wie ich es nun wahrlich überselig sehe und vernehme, — so hätte ich es ihm nicht geglaubt! Denn wo ist hier der von uns gelehrte mystisch-göttliche Nimbus? Wo das schrecklich ernste Richtergesicht des Gottessohnes und des unerbittlichen Vaters?! ‚— Alles ist hier so natürlich, die höchste Freundlichkeit von allen Seiten! — Du, das allerhöchste Gottwesen, wandelst am einfachsten unter allen einher, und Deine Rede ist die schlichteste! — Ja, dies ist das wahre Himmelreich!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 150, 9-11]

 

Der Herr zu einem neuen Himmelsbürger: „In deinem neuen Hause in diesem Himmel wirst du eine weiße Tafel finden. Diese beschaue von Zeit zu Zeit nach Umstand deiner Liebetätigkeit, so wirst du darauf Meinen Willen erschauen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 100, 8]

 

Robert Blum wird von Jesus auf seinem jenseitigen Entwicklungswege in eine Paradiesessphäre eingeführt, die sich ihm als wunderschöne, von Sternen hell beleuchtete Landschaft darstellt. Robert ergießt vor Jesus seine tiefste Ergriffenheit in ein feuriges Gebet und schließt mit den Worten: „0 Herr, o Vater, o Gott! 0 schaffe, schaffe in mir Kräfte, daß ich Dich für Deine endlose Güte und Herablassung mit der Glut aller Sonnen lieben kann!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 43, 6-10]

 

Jesus gewährt einer Gruppe reumütiger, keusch gesinnter Tänzerinnen im Paradiese eine neue, herrliche Bekleidung, wodurch sich auch ihre Gestalten wunderbar verschönen.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 52, 7-13]

 

Eine von Herrn um ihres liebevollen Herzens willen geheilte, vorher sündige Seele zu Jesus: „0 Du hoher Freund aus den Himmeln, wie wohl wird mir an Deiner Seite! Alles Rohe fiel wie ein Schuppenpanzer von mir! Mein grobes Denken und meine grobe Sprache haben sich verwandelt wie eine eklige Raupe in einen herrlichen Falter! Und alle meine Schmerzen schwanden wie der Schnee vor der Glut der Sonne!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 68, 10]

 

Ein geweckter Geist im Jenseits: „Die Lerchenfelderin (auf Erden ein Straßenmädchen) wurde neu bekleidet und sieht nun wie ein reiner Engel aus. Und je mehr sie jenem sonderbaren Manne (Jesus) in Liebe zugetan ist, desto schöner und weiser wird sie!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 74, 3]

 

Jesus zu einer Schar armer Seelen im Jenseits: „Saget Mir, habt ihr keinen Hunger und keinen Durst?“ Sprechen alle: „0 ja, du bester, himmlischer Freund, wir vergehen fast vor Hunger und Durst! Wenn wir nur eine kleine Stärkung haben könnten! Wie würde das unsere Gemüter aufrichten! Darum sei so gut und laß uns so etwas zukommen!“ — Dienende Freunde bringen auf Jesu Wink Brot und Wein, und die armen Seelen essen und trinken begierig, verwundert und dankbar.“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 77, 10-13]

 

Jesus zu einer großen Seelenschar, die in der Sphäre — dem „Hause“ — Robert Blums zum Licht erweckt wurde: „Wenn ihr durch viele große Erfahrungen in der Liebe zu Mir ein rechtes Übermaß erreicht habt, dann wird auch ein jeder in sich selbst sein eigenes Wohnhaus finden, das er dann seligst bewohnen wird für alle Ewigkeiten!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 120, 6]

 

Eine erlöste Seele preist beim himmlischen Liebesmahl den Wohlgeschmack und die Kraft von Brot und Wein, deren reingeistige Bedeutung als ‚Fleisch und Blut Jesu Christi‘ sie erkennt und erläutert.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 148, 7]

 

Jesus, der Herr, genießt in der Paradieseswelt die Gaben Brot und Wein, die Ihm zwei erlöste Seelen voll Dank darbringen, mit den Worten: „Es freut Mich wahrlich gar sehr, daß ihr euch Meiner erinnert und als Kinder eurem Vater etwas zu essen und zu trinken bringt! Ich könnte Mir es ja selbst nehmen, aber dann hätte es Mir bei weitem nicht so gut geschmeckt, wie wenn es Mir Meine Kindlein zubringen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 150, 8]

 

Jesus zu dem einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Meine Kinder sehen endlos schön aus, wenn sie vollkommen sind; wenn sie aber noch dir gleichen in der Unvollkommenheit, dann sehen sie freilich nicht gar zu schön aus! — Daher bemühe dich um geistige Vollendung, so wird deine Gestalt schon auch ein himmlischeres Aussehen bekommen!“

[BM. Kap. 47, 34]

 

Der Engel Borem zu dem einstigen Bischof Martin, der ein glänzendes, himmlisches Gewand ablehnt: „Es ist wohl allein das Herz, auf das der Herr sieht, — und unsere Demut, durch die wahre Liebe zum Herrn erzeugt, ist jedes Engels kostbarste Bekleidung, aber dessenungeachtet erfordert es doch die Ordnung des Herrn, daß in Seinem Reiche das Kleid der Wiedergeburt und ewigen Unsterblichkeit jeden Bewohner der Himmel als seinem Inneren Entsprechendes schmücken soll.“

[BM. Kap. 87, 5]

 

Jesus: Selige Geister müssen den besonderen Sitten ihres Heimatlandes nach und nach entsagen und sich den Sitten und Formen höherer himmlischer Sphären anpassen.

[BM. Kap. 94, 11]

 

Zurüstungen zu einem himmlischen Mahl, bestehend aus Brot, Wein und Feigen, auf Anordnung des Herrn.

[BM. Kap. 110, 1-2]

 

Die plötzliche Erschaffung einer großen, himmlischen Speisetafel durch den Willen des Herrn setzt viele neue Gäste der Paradiesessphäre in Erstaunen.

[BM. Kap. 110, 3-4]

 

Tischsegensspruch des Herrn vor einem himmlischen Mahl: „Kindlein, esset und trinket alle, jeder nach seinem Bedürfnis; denn lange schon ist alles wohl gesegnet für alle, die Gott lieben und ihre Brüder und Schwestern wie sich selbst!“

[BM. Kap. 112, 17]

 

Der Herr: „Obschon durch diese Enthüllung (das Offenbarungswerk ‚Bischof Martin‘) die Geisterwelt nahezu erschöpfend gezeigt ist in den verschiedenen jenseitigen Seelenführungen, so müsset ihr aber dieses Werk dennoch nicht als einen allgemeinen, sondern nur als einen individuell-speziellen Führungsfall ansehen, der lediglich die Reinigung und Vollendung des einstigen Bischofs Martin bezweckte.“

[BM. Kap. 205, 4]

 

Das Schlußwort Jesu, des himmlischen Vaters, zu dem Offenbarungswerk „Robert Blum“: „Das ist die in aller Fülle gezeigte Führung eines großen Geistes in der Geisterwelt. Wohl dem, der sie mit redlichem Herzen betrachtet und sein Leben danach einrichtet, er wird dereinst auch diesen Weg zu machen haben, wenn er redlichen Herzens ist. Hat er ihn schon auf Erden getreu mitgemacht, so wird er dereinst im Jenseits nur einen sehr kurzen Weg zu wandeln haben. — Jeder lese aber das Kundgegebene mit dem Herzen und nicht mit dem Kopfe, so wird er dadurch in seinem Leben zu einem großen Segen gelangen, und der Tod wird weichen aus seinen Lenden!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 16-18]

 

11.10. Das jenseitige Kinderreich

 

Jesus: „Die Seelen frühverstorbener Kindlein dieser Erde werden im Mittelgürtel unserer Sonne großgezogen und unterwiesen, jedoch in dessen geistiger Sphäre.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 140, 1]

 

Das Jesuskindlein tröstet Maria: „Siehe, die Kindlein, die von Herodes für Mich erwürgt wurden, sind schon überaus glücklich in Meinem Reiche. Sie sind täglich um Mich und erkennen in Mir schon vollkommen ihren Herrn für ewig!“

[Jug. Kap. 72, 21]

 

In der geistigen Sonne im jenseitigen Kinderreich werden die Seelen sehr früh verstorbener Kinder von zahlreichen Wärtern in ihrer Seelenwesenheit liebevollst gehegt und gepflegt und in weiser Stufenfolge höher entwickelt.

[GS. Bd. 2, Kap. 67, 5-7]

 

Die in der Liebe des Herrn im jenseitigen Kinderreich der geistigen Sonne ausgereiften Kinderseelen werden von Engeln, die schon in ihrer Erdenzeit große Kinderfreunde waren, in höchst lebendiger, anschaulicher Weise im Sprechen und in der Gemüt und Verstand beschäftigenden dramatischen Gestaltung selbsterfundener Ereignisse unterrichtet.

[GS. Bd. 2, Kap. 67, 8-19]

 

Höchst anschaulicher, lehrreichster Unterricht im jenseitigen Kinderreich über das Wesen unserer Erde aufgrund von bilderreichen Darstellungen aller Phasen der geologischen und geschichtlichen Entwicklung unseres Planeten, sowie der Entstehung und göttlichen Führung unseres Menschengeschlechts.

[GS. Bd. 2, Kap. 69, 70 und 72]

 

Im großen Schulhaus ‚der zwölf Gebote‘ des jenseitigen Kinderreiches werden die gereifteren Kinderseelen mit der reingeistigen Bedeutung dieser zwölf Gebote, welche ewig für die materielle und für die geistige Schöpfung Gültigkeit hat, vertraut gemacht. — Danach erfolgen praktische Übungen in der wahren Nächstenliebe.

[GS. Bd. 2, Kap. 73-105]

 

Der Evangelist Johannes: „Diese Kinderseelen hatten — zufolge ihrer frühen Hierherkunft (ins geistige Kinderreich) — auf der Erde keine Gelegenheit, die Freiheitsprobe für ihren Geist ( Geist und Seele), welche die eigentliche Lebensprobe ist, zu bestehen. Daher muß diese überaus wichtige Probe für das Leben des Geistes hier (im jenseitigen Kinderreich) ins volle Werk gesetzt werden.“

[GS. Bd. 2, Kap. 73, 11]

 

Der Evangelist Johannes: „Sind die irdischen Schützlinge der Kindergeisterengel mit der zur Läuterung ihrer Seele (nach dem Leibestode) verordneten Wanderung durch die Planeten fertig, so kommen sie in die Sonne, in welcher sie zuerst die gleiche planetarische Läuterung durchzumachen haben, worauf sie zu geringsten Wärtern der kleinen Kinder in der geistigen Sonne befördert werden. Ihre Führer aber (die ehemaligen Kinderseelen) werden hier zu Hauptlehrern. Und haben sie eine Schule bis zur Vollendung durchgemacht, dann erst werden sie als Bürger der heiligen Stadt Jerusalem aufgenommen.“

[GS. Bd. 2, Kap. 122, 1-6 und 10]

 

11.11. Die Auferstehung des Fleisches

 

Jesus: „Jedes gute Werk, das die Seele in ihrem Leibe an ihren Nächsten ausgeübt hat, geht wie alles auf dieser Erde vorüber, wird vergessen und stirbt gleichsam. Aber an dem wahren „Jüngsten Tage“ der Seele wird es als ewig dauernd von Meinem Geiste in der Seele auferweckt, doch nicht in der Form der vergänglichen Tat, sondern der ewig dauernden Frucht. Wie wird diese Frucht denn aussehen? Siehe, sie wird jenseits zur herrlichsten, mit allem bestens und reichst versehenen Wohngegend der Seele für ewig werden, in der sie höchst selig von einer Vollkommenheit zur anderen sich emporschwingen wird.

[Ev. Bd. 10, Kap. 9, 11-13]

 

Jesus: „Unter der „Auferstehung des Fleisches“ sind zu verstehen die im Erdenleben vollbrachten guten Werke der wahren Nächstenliebe! Diese werden sein das „Fleisch“ der Seele und mit ihr an ihrem jüngsten Tage in der Geisterwelt als ihr ätherischer Leib auferstehen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 238, 1]

 

Jesus: „Durch die Wiedergeburt der Seele in ihrem Geiste ist sie mit ihm so gut wie ein Wesen, so wie auch die edleren materiellen Leibesteile einer vollkommenen Seele in den vergeistigten substantiellen Leib, den ihr das Fleisch der Seele nennen könnet, übergehen und dadurch auch in den essentiellen des Geistes, worunter zu verstehen ist die Auferstehung des Fleisches an dem jüngsten und wahren Lebenstage der Seele, der dann erfolgt, wenn ein Mensch völlig im Geiste wiedergeboren wird, entweder schon hier in diesem Leben oder etwas mühevoller und langwieriger jenseits.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 24, 13]

 

Der Erzengel Raphael schildert dem Römer Agrikola seine seelisch-geistige Entwicklung als Mensch Henoch: „Als ich viele Jahre einen Leib bewohnte, ward ich durch die Gnade des Herrn des geistigen Lebensweges inne und beging ihn mit stets größerer Beharrlichkeit. Dadurch geschah es in meiner letzten Erdenzeit, daß mein Geist und meine Seele eins wurden, und es ward mir die volle Macht auch über meinen irdischen Leib, so daß ich ihn plötzlich auflösen konnte.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 70, 1]

 

Der Erzengel Raphael zu lichtsuchenden Pharisäern: „Ich bin nicht wie ihr ein irdischer Mensch, sondern ein Bote des Herrn! Mein Name ist Henoch; Raphael bin ich aber nun genannt, weil ich auf dieser Welt, da ich in der Urzeit als Mensch das Fleisch trug, gleich dem Propheten Elias keinen Tod des Leibes genossen habe. Denn Gott der Herr hat mich in einem Augenblick verwandelt. Doch solche Gnade hat der Herr nicht mir allein erwiesen, sondern auch anderen, die Ihn über alles liebten.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 10, 4]

 

Jesus: „Da Gott selbst ein reinster Geist ist und auch die Menschen zu gottähnlichen, reinen Geistern für ewig werden sollen, wozu sollen ihnen dann in der Ewigkeit die (materiellen) Leiber dienen? Ja, die Menschen werden auch im Himmel mit Leibern angetan sein, aber nicht mit den irdischen, grobmateriellen, sondern mit ganz neuen, geistigen, die da hervorgehen werden aus ihren diesirdischen guten Werken nach Meiner euch gegebenen Lehre.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 54, 8-9]

 

Jesus: „Die Auferstehung des Fleisches erfolgt in den der Seele allein das wahre, ewige Leben gebenden guten Werken, welche sie in ihrem Fleische den Mitmenschen hat angedeihen lassen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 54, 10]

 

Jesus: „Wessen Liebe zu Mir im Erdenleben übermächtig ist, der wird dadurch schon im Leibe so verwandelt, daß sein Fleisch vom Feuer seines Geistes alsbald zersetzt, geläutert und in das Leben und Wesen des Geistes aufgenommen wird, ohne daß vorher der Leib (durch den Tod) gänzlich vom Wesen des Geistes getrennt zu werden braucht.“

[BM. Kap. 188, 10]

 

Jesus: „Der Mensch hat zu verschiedenen Zeiten seines Lebens einen anderen Leib; so ist z.B. der Leib eines Kindes ein anderer als der eines Jünglings oder der eines Mannes oder eines Greises. Welcher dieser verschiedenen Leiber soll da an einem „Jüngsten Tage“ wiedererweckt werden? Etwa gar alle? Und was soll denn mit verbrannten oder von wilden Tieren verzehrten Menschenkörpern geschehen?“

[Ev. Bd. 6, Kap. 54, 5-6]

 

Jesus: „Es ist selbstverständlich, daß der irdische Leib, wenn er einmal entseelt ist, nimmerdar auferstehen und in allen seinen Teilen wieder belebt wird. Denn sonst müßten an dem gewissen „Jüngsten Tag“ auch alle durch das ganze zeitliche Leben abgelegten Teile, wie Haare, Zähne, Nägel und dergl., miterweckt und -belebt werden. Welch ein lächerlichstes Aussehen müßte dann solch ein Leib haben?!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 54, 4]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Es ist sehr zu beherzigen, daß die erst jenseitige Ausbildung einer Seele um vieles länger dauert und dennoch nie jenen allerhöchsten Grad erreichen kann, als wenn die Ausbildung der Seele schon diesseits, noch im Leibe, geschehen ist! Denn durch die irdische Läuterung einer Seele wird auch der edlere Teil des Leibes mitgeheiligt, und nahezu alles Fleisch erreicht mit der Seele und dem mit ihr vereinigten Geiste eine Art Verklärung und Auferstehung und bildet dann für ewig ein mit Seele und Geist völlig vereintes Wesen. Allein, das erreichen auf Erden nur wenige, — aber kurz nach dem Leibestode recht viele!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 184, 8]

 

Jesus: „Wer immer von nun an in Meinem Namen mit dem lebendigen Wasser Meiner Lehre und mit dem Geiste Meiner Liebe getauft wird der Kraft und Tat nach, von dem ist die alte Erbsünde für ewig abgewischt. Sein Leib ist nicht mehr eine Mördergrube der Sünde, sondern ein Tempel des heiligen Geistes. Wenn dieser reinste Geist in euch zur Alleinherrschaft gelangt, dann wird in ihm und durch ihn nicht nur die Seele, sondern auch des Leibes Fleisch und Blut zum ewigen Leben auferstehen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 109, 5-6]

 

Auf die Frage des Freundes Ebal: ‚Von dem Fleischleibe, welcher der Seele hier gedient hat, wird also kein Stäubchen im Jenseits, mit der Seele vereint, zum ewigen Leben auferstehen?‘ antwortet Jesus: „Als Bestandteil der durch Meinen Geist ewig lebenden Seele nicht, da diese zu einem reinsten Geiste wird. Aber was ihre äußere Form und ihre Bekleidung betrifft, da werden auch die Seelenätherteile ihres diesirdischen Leibes in geistiger Reinheit mit ihr wieder vereinigt, doch von dem groben Körper nicht ein Atom; denn für diesen Leib ist bestimmt, was für alle Materie der Erde gilt, die stets so in bessere Naturgeister aufgelöst wird, wie sie ursprünglich aus minder reinen, auf unterster Gerichtsstufe stehenden Naturgeistern zusammengefügt wurde.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 9, 14-15]

 

Der Herr: „Jeder reine Geist wird erst dann vollkommen, wenn er all das Seinige (Leiblich-Seelische) nach der Verwesung wieder in sich aufgenommen hat, — welches Aufnehmen die sogenannte ‚Auferstehung des Fleisches‘ ist und den Ausspruch des Paulus rechtfertigt: Ich werde in meinem Fleische Gott schauen!“

[Ed. Kap. 40, 6]

 

Jesus: „Wer Mich wahrhaft so sehr liebt, daß er aus Liebe zu Mir alles verläßt, der wird schon im Leibe ins geistige Wesen und Leben verwandelt werden. Die Erde hat solche Beispiele völliger geistiger Verwandlung aufzuweisen, sowohl in der alten wie in der neuen Zeit, aber einer derartigen Wirkung muß auch die dazu erforderliche Ursache vorangehen! Bei zu wenig Wärme schmilzt nicht einmal das Wachs, geschweige das Erz!“

[BM. Kap. 188, 11 und 14]

 

Jesus: „Auch in den Gräbern geschehen Wunder, die von den Fleischaugen der Erdenmenschen nicht gesehen und beobachtet werden.“

[BM.  Kap. 188, 16]

 

Robert Blum erlebt im Jenseits seine ‚Auferstehung des Fleisches‘. Durch seine große Gottesliebe und Jesu unermeßliche Gnade wandeln sich seine bisher noch unerlösten fleischlichen Seelenkräfte in himmlische Erscheinungen. Die Sinnbilder des fleischlichen Todes verschwinden, an ihrer Stelle erheben sich mächtige Lichter zum Himmelsgewölbe. Ein Engel erscheint und gestaltet aus den erlösten Fleischeskräften ein sternenbesätes, himmlisches Gewand für Roberts Seele; sein Kleid der Unsterblichkeit.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 161, 1-6]

 

Jesus zu Robert Blum und anderen fortgeschrittenen Seelen im Jenseits: „Ich bin nicht nur der Seele und dem Geiste nach auferstanden, sondern hauptsächlich dem Leibe nach. Denn Meine Seele und Mein urewiger Gottgeist bedurften keiner Auferstehung, da es doch ganz unmöglich ist, als Gott getötet zu werden. — Wie Ich selbst also dem Leibe nach auferstanden bin als ein Sieger über allen Tod, so müsset auch ihr alle dem Leibe nach auferstehen. Denn Mich, den vollkommenen Gott, könnet ihr erst in eurem auferstandenen, geläuterten und verklärten Fleische schauen. — Das Fleisch aber ist im Gericht, und dieses muß dem Fleische benommen werden, an sonst es nimmer zur Festigung der Seele dienen kann. — Wie aber Ich aus Meiner höchsteigenen Kraft und Macht Mein Fleisch erweckte, so müsset auch ihr alle euch durch die Kraft Meines Geistes in euch an dieses wichtigste Werk machen und es zur Vollendung bringen. Denn wer wahrhaft Mein Kind sein will, der muß Mir in allem gleichen und alles tun, was Ich getan habe, noch tue und tun werde!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 155, 13 und 15]

 

Inschrift auf der achten Stufe einer für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Siehe, Christus, der getötet ward, ist auferstanden und lebt, ein Herr von Ewigkeit! — Wäre Er im Tode verblieben, dann wäre dir ebenfalls der ewige Tod sicher. Aber da Christus auferstanden ist, so ist es unmöglich, daß jemand im Grabe belassen wird! — Denn wie durch die eine Schlange der Tod kam über alles Fleisch so kam auch das Leben durch den einen Gottmenschen über alles Fleisch der Menschen der Erde!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 11]

 

11.12. Das Leben der Vollendeten

 

Jesus: „Aus vielen Teilenthüllungen des inneren, geistigen Sinnes des Wortes Gottes wird sich eine wahre, große Licht- und Lebenslehre formen, und diese Lehre wird das „neue Jerusalem“ sein, das aus den Himmeln zu den Menschen herniederkommt. Die Menschen, welche in der neuen Lehre leben, werden wandeln im neuen Jerusalem und darin ewig wohnen, und ihrer Seligkeit wird nimmer ein Ende sein. Denn Ich selbst werde bei ihnen sein, und sie werden schauen die zahllosen Herrlichkeiten Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 54, 5]

 

Jesus: „Ist eine Seele schon auf dieser Welt durch die geistige Wiedergeburt vollendet worden und dadurch schon hier zur Anschauung und klaren Wahrnehmung der geistigen und himmlischen Dinge gelangt, so kommt sie in sich auch zur wahren Anschauung der gesamten materiellen Schöpfung und weiß, was da in und auf Sonnen, Monden und Planeten geschieht. Wenn aber solch eine Seele von ihrem schweren Leibe erlöst ist, so wird ihr Schauen ein völlig gottähnliches, und sie wird — wenn sie es will allsehend, allhörend, allwissend und allfühlend sein.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 58, 7-8]

 

Jesus: „Eine vollendete Seele kann im Verband mit ihrem Geiste die ganze Schöpfung schauen und sich daran ergötzen, aber ihre größere Seligkeit besteht darin, daß die vollendete Seele mit einer wahrhaft göttlichen Schöpferkraft ausgerüstet ist und mit gottähnlicher Weisheit alles bewirken kann, was Gott selbst bewirkt und hervorbringt. — Ein noch höherer und eigentlich schon höchster Seligkeitsgrad einer vollendeten Seele aber besteht darin, daß sie Gott, den alleinigen Herrn und Schöpfer der Unendlichkeit, als ihren höchsten Lebensfreund fort und fort um sich haben, Ihn ohne alle Grenzen lieben und mit Ihm in einem Augenblicke die ganze geistige und materielle Schöpfung übersehen kann. — Die allerhöchste Seligkeit einer vollendeten Seele jedoch besteht darin, daß sie sich, als mit Gott durch die Liebe völlig vereint, auch in der vollen göttlichen Freiheit befindet.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 67, 1-4]

 

Jesus zu einem römischen Freund: „Es ist im Himmel aller vollkommensten Geister höchste Seligkeit, mit Mir zu reden und Umgang zu pflegen. Aber diese übergroße Seligkeit rührt eigentlich doch nicht von Meiner einfachen, schlichten Persönlichkeit her, der Ich ebensogut ein Mensch bin wie du und als Geist ebenso ein Geist wie dieser Urerzengel Raphael, sondern die Hauptseligkeit der himmlischen Geister liegt darin, daß sie Meine endlose Vollkommenheit aus Meinen zahllosen Werken stets vollkommener, lichter und tiefer erkennen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 206, 4-5]

 

Der Herr zu einer liebeentbrannten, lebensvollendeten Seele, die angesichts der erhabensten Herrlichkeiten der Himmel nichts anderes erbittet, als den göttlichen Vater umarmen zu dürfen: „Darum habe Ich dich ja erschaffen, daß du Mich allerseligst lieben sollest, und damit du Mir seiest ein liebes, allerteuerstes Kind, das Ich nun auch in aller Meiner göttlichen Vaterfülle lieben kann!“

[GS. Bd. 1, Kap. 61, 14-15]

 

Der Evangelist Markus beim himmlischen Liebesmahl: „Niemals ist der Herr größer und unerforschlich wunderbarer, als wenn Er sich am allermeisten herabläßt zu Seinen Kindern. Er liebt zwar fortwährend alle Seine Kinder gleich mächtig, aber nicht immer läßt Er sie die Macht Seiner Liebe in solcher Fülle empfinden. Dann aber sind Seine Kinder von einer solchen Seligkeit durchdrungen, daß sie von der größten Liebe und Demut erfüllt werden!“

[GS. Bd. 2, Kap. 8, 17-18]

 

Robert Blum auf der höchsten Erkenntnisstufe seiner Naturlebenspyramide: „0 Gott! Jetzt, jetzt erst durchdringt mich eine ungeheure Liebe zu Dir ganz allein! Und in diesem Durchdringen der mächtigsten Liebe zu Dir allein gewahre ich erst so ganz innig, daß ich Dich noch nie völlig wahr geliebt habe! — Aber nun ist es anders geworden! Du allein, ja Du ganz allein bist nun der Herr meines Herzens, meines Lebens! — Ewige, unbesiegbare Liebe, Dir allein nichts als Liebe, Liebe und Liebe, Du mein süßester Gott und Vater Jesus!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 14]

 

Die höchste Seligkeit der Gotteskinder besteht in der regsten Tätigkeit in allen Schöpfungen Gottes, sowie in der nächsten persönlichen Verbindung mit dem himmlischen Vater in Jesus.

[BM. Kap. 121, 10]

 

Martins Einzug in die Heilige Stadt Gottes, sein überaus freundlicher Empfang durch die höchsten Liebeengel, unter denen seine vollkommene Seligkeit ihren Anfang nimmt.

[BM. Kap. 204, 2-4]

 

Ständige Sehnsucht der vollendeten Gotteskinder nach der sichtbaren Gegenwart des Herrn.

[BM. Kap. 129, 49

 

Jesus: „Bei vielen Wesen haben die Gegensätze ein rechtes Maß nach der Ordnung Gottes erreicht, und ihr Sein ist dadurch ein vollkommenes, weil sich ihre gleichartigen und gegensätzlichen Intelligenzfähigkeiten fortwährend allerbestens unterstützen und aus gleichen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 9]

 

Jesus: „Ein im Geiste vollkommen wiedergeborener Mensch ist Mir völlig ebenbürtig und kann aus sich in seiner Lebensfreiheit wollen, was ihm in Meiner Ordnung nur immer beliebt, und es muß geschehen nach seinem freien Willen. In solchem lebensvollendeten Zustand ist der Mensch dann nicht nur ein Herr der Kreatur und der Elemente dieser Erde, sondern seine Herrlichkeit erstreckt sich dann, gleich der Meinigen, über die ganze Schöpfung im endlosen Raum, und sein Wille kann den zahllosen Welten Gesetze vorschreiben, und sie werden befolgt. Denn seine verklärte Sehe durchdringt alles gleich der Meinigen, und sein klares Erkennen erschaut allenthalben die Bedürfnisse in aller Schöpfung und kann darauf verordnen, schaffen und helfen, wo und was es auch sei; denn er ist ja in allem eins mit Mir!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 217, 9]

 

Jesus: „Der unübersteigbare Unterschied zwischen Gott und dem geschaffenen Menschen, selbst der vollkommensten Art, besteht gleichfort in alle Ewigkeit darin, daß Gott in Seinem Urwesen ewig und unendlich ist, während der Mensch zwar in seinem Geistwesen stets vollkommener werden, aber dem unendlichen Urwesenmaße nach Gott nimmer erreichen kann. Der Mensch kann Gott ähnlich werden in der Form, auch in der Liebe und in ihrer Kraft, jedoch ewig nie in der endlosen Tiefe der göttlichen Weisheit.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 4]

 

Jesus zu dem bekehrten Tempelobersten Nikodemus „Warum hast du Furcht vor diesem Erzengel (Raphael), da du selbst doch auch berufen bist, ein Erzengel Gottes zu werden. Wisse, daß er Henochs Geist ist. Sein für euch nun sichtbarer Leib ist Mein Wille. In den (höchsten) Himmeln gibt es keine anderen Erzengel fortan als nur die, welche zuvor auf einer Welt im Fleische gelebt haben.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 58, 29]

 

Der Evangelist Johannes auf die Frage des Ältesten eines Zentralsonnengebietes, wie man es denn anstellen soll, um Gott über alles zu lieben?: „Betrachte alles in deiner Welt für wertlos und setze den Herrn über alles in deinem Herzen, so liebst du Gott über alles; und in dieser Liebe wird der Geist Gottes in deinem Herzen Wohnung nehmen, und du wirst von diesem Augenblick an sein ein wahres Kind Gottes. Denn siehe, Gott der Herr, der gute Vater aller Seiner Kinder, hat keine Freude an der Pracht und dem Glanze; darum sind auch wir, Seine Kinder, ganz einfach und schlicht, und Er selbst als Vater ist der Einfachste und Schlichteste unter Seinen Kindern!“

[GS. Bd. 2, Kap. 2, Kap. 59, 17-19]

 

Der Herr: „Wie Ich keine Reise zu machen brauche, um von einer Unendlichkeit zur anderen zu gelangen, also werden es auch Meine Geliebten mit Mir nicht nötig haben, um alle endlosen Wunder beschauen zu können, sich persönlich überall hinzubegeben, sondern sie werden alle Mir gleich in aller ewigen Ruhe das wahre, ewige Leben genießen, obschon sie dieser Ruhe sich nie bewußt werden, sondern einer ewigen, allerseligsten Regsamkeit!“

[H. Bd. 1, Kap. 184, 18]

 

Ein Engel: „Über die Meere hier in den Himmeln Gottes brauchen wir keine Schiffe, durch unseren Willen können wir überallhin gelangen, dahin wir nur immer wollen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 10, 16]

 

Ein seliger Geist belehrt den einstigen Bischof Martin: „In den himmlischen Sphären gibt es drei Arten der Fortbewegung: erstens eine natürliche mit den Füßen wie auf der Welt, zweitens eine schwebende, das ist die seelische Art, welche die Schnelligkeit der Winde hat, — und endlich drittens eine geistige, welche dem Blitz oder dem Flug des Gedankens gleicht. Diese dritte Art der Fortbewegung wird im Himmel nur im äußersten Notfall gebraucht. Das Mittel zu jeder schnelleren Fortbewegung ist unser fester Wille. Daher dürfen wir nur wollen in des Herrn Namen, und sogleich werden wir uns in dieser Himmelsluft freischwebend befinden; und wohin wir dann ziehen wollen, dahin geht es auch mit Windesschnelle!“

[BM. Kap. 110, 11-12]

 

Der Apostel Petrus zu dem einstigen Bischof Martin: „Wir Himmelsgeister haben nur einen Willen, und dieser Wille ist des Herrn; was Er will und anordnet, das ist gut! Die Unendlichkeit ist voll von Seinen Werken; wir, Seine Kinder, sind wie Sein Arm. Daher sind wir bald hier, bald dort; wie und wo uns der Herr gebrauchen will, da sind wir auch im Augenblick, ob Milliarden Sonnenentfernungen tiefer unten oder höher oben, das ist gleich —; denn für uns gibt es keine Entfernungen dem Raume nach!“

[BM. Kap. 129, 3]

 

Der Herr im Liebehimmel zu lebensvollendeten Seelen: „Ihr sollet, wenn Ich euch zu einem großen Dienst dahin oder dorthin senden werde, Mir gleich schauen alle naturmäßige Welt, und zwar vom innersten Grunde aus bis zur äußersten Rinde und auch umgekehrt bis zum innersten Grunde vollkommen. Was ihr bei einer solchen Sendung zu wirken habt, dessen werdet ihr allzeit innewerden.“

[GS. Bd. 1, Kap. 61, 11]

 

Der Evangelist Markus erklärt das Wesen und das innere Erleben der himmlischen Musik.

[GS. Bd. 2, Kap. 5, 16-26]

 

Jesus im Jenseits zu dem geistig hochentwickelten Robert Blum: „Jede deiner Handlungen wird von nun an leichter und schneller beendet werden können, da du als ein vollendeter Bürger des Himmelreiches dastehst und jetzt nicht nur eine unterweisende Macht hast durch die Wahrheit des Wortes, sondern auch eine richtende durch den Liebewillen aus Mir, die du jedoch nur dann gebrauchen wirst, wenn die erste durchaus nicht ausreichen sollte!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 124, 15]

 

Jesus im himmlischen Jerusalem zu eben vollendeten Engeln: „Solange ihr Geister des höchsten Himmels nicht das Element der unteren Himmel annehmet, werdet ihr stets unsichtbar verbleiben, wobei ihr aber dennoch alles sehen werdet, was sich dort vorfindet.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 292, 7]

 

Jesus der Herr: „Wenn ein vollkommener Geist etwas denkt und das Gedachte zugleich auch will, so ist es schon vollendet also da, wie es gedacht wurde.“

[BM. Kap. 25, 4]

 

Der vollendete Jünger Johannes zu dem einstigen Bischof Martin: „Wir höchsten Himmelsgeister sind überall dort, wo wir sein müssen und wollen! — Siehe, während ich mit dir rede, bin ich nicht nur in dieser Sonne, sondern in zahllosen Sonnen und Welten, handle dort wie hier im Namen des Herrn und vollziehe nach allen meinen Kräften Seinen heiligen Willen. Was ich tue, das vollbringt um so mehr der Herr selbst und tun alle vollkommenen Himmelsbürger!“

[BM. Kap. 132, 2-3]

 

Spiegelgleichnis des Jüngers Johannes für die vielfältige, gleichzeitige persönliche Sichtbarkeit und Wirksamkeit des göttlichen Vaters und Seiner vollendeten Kinder.

[BM. Kap. 132, 8-10, Kap. 133, 2-3]

 

Jesus: „Eine wohlgeordnete Gemeinde wird sein wie ein vollkommener Mensch vor Gott, wie solches in den Himmeln der Fall ist. Der Himmel besteht aus zahllos vielen Vereinen, wobei jeder Verein gleichsam einen vollkommenen Menschen darstellt. Die Unterschiede zwischen den Vereinen bestehen nur darin, daß in zahllos mannigfachen Verhältnissen in dem einen oder anderen Vereine der eine oder der andere der Sieben Geister Gottes als reichlicher ausgebildet und vertreten erscheint.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 102, 23]

 

Jesus zu Seiner Mutter und zu Seinen Jüngern und Freunden: „Für dich habe Ich schon gesorgt für Zeit und Ewigkeit! — Wenn Ich dahin zurückkehren werde, von wannen Ich gekommen bin, so werde Ich für euch alle eine Wohnung bereiten, in der euch ewig kein Kummer und keine eitle Sorge mehr plagen werden; denn wo Ich sein werde, da werdet auch ihr bei Mir sein, wenn ihr euch von dieser Welt nicht habt fangen lassen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 116, 32]

 

Jesus in Abila zu neubekehrten Freunden: „Darum bin Ich zu euch in diese Welt gekommen, um euch den Weg zu zeigen, auf dem fortwandelnd ihr jene Vollendung in allem erreichen sollet, die Ich von Ewigkeit her unwandelbar besitze. Ich bin alles in allem, und alles ist in und aus Mir. Und also sollet auch ihr, als Meine Kinder, mit Mir sein! Ich sage euch: Kein Auge hat es je gesehen, kein Ohr vernommen, in keines Menschen Sinn ist es je gekommen, welche Seligkeiten für die bereitet sind, die Mich lieben und Meine Gebote treulich halten!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 69, 8-9]

 

Der Herr zu dem frommen, liebeweisen Führer seiner Familie, Zuriel: „Du sollst den Tod ewig nimmer schmecken! Siehe, jetzt habe Ich deinen Geist frei gemacht vom Fleische, damit er ein Herr sei in seinem leiblichen Hause und darin nach Gefallen aus- und eingehen kann; ganz jedoch sollst du nicht eher dein Haus verlassen, als bis Ich dich rufen werde. Im Reiche des Liebelichtes sollst du dereinst mit all den Deinen die schönste Wohnung haben, wahrlich, schöner als alle sichtbaren Himmel und größer als sie; für jetzt aber bleibe bei Mir mit den Deinen!“

[H. Bd. 1, Kap. 180, 26-27]

 

Der Herr begründet die feste, geistige Unveränderlichkeit der himmlischen Morgengegend, Seines Wohnsitzes, mit der unwandelbaren Festigkeit Seines Wesens und Willens sowie mit der vollständigen Hingabe und Demut Seiner vollendeten Kinder.

[GS. Bd. 1, Kap. 59, 13-16]

 

Der Herr zu neuen Himmelsbürgern: „Ihr sollt hier nicht sorgen um die Nahrung noch um ein anderes Bedürfnis; denn für alles das ist von Mir schon für alle Ewigkeiten gesorgt. Dies ist ja ein Reich, welches Ich von Anbeginn denen bereitet habe, die Mich lieben; es ist das große heilige Erbe an alle Meine Kinder, das Ich ihnen bereitet habe am Kreuz! Daher nehmet es von Mir als dem alleinigen Geber aller guten Gaben an und genießet dessen übergroße Herrlichkeiten und Schätze ewiglich! — Ihr sollet nicht altern in diesem Reiche, sondern immer seliger werden und stets kräftiger, jugendlicher und herrlicher! Solches also ist euer wohlgemessenes, seliges Los.“

[GS. Bd. 1, Kap. 100, 10-11]

 

Der Herr zu einem erlösten einstigen Prior: „Mein lieber Sohn, du wirst in Meinem Hause noch auf so manche dir unbegreifliche Erscheinungen stoßen, aber sie sind dennoch die vollkommenste und gediegenste Wahrheit! Hier gibt es keine Augentäuschungen, sondern alles, was du hier siehst, ist ganz fest und handgreiflich wahr. Im Reiche der Liebe ist alles truglos. Daher sind auch diese Himmelsgeister so gut wie nun du vollkommen wahre Wesen und allesamt und sämtlich Meine lieben Kinder!“

[GS. Bd. 2, Kap. 2, 9-10]

 

Einfache, höchst wohlschmeckende Mahlzeit im Himmel, bestehend aus Brot und Wasser; der Herr erklärt: „Siehe, wie aus der reinen Liebe in Mir alle guten Früchte auf der Erde wie auf allen anderen Weltkörpern zum Vorschein kommen und ihr Geschmack, ihr Wohlgeruch und ihre Tauglichkeit zur Ernährung hervorgehen, — so enthält dieses Brot als der Grundbegriff alles dessen, was auf allen Weltkörpern vorkommt, dieses in liebeguter und brauchbarer Art ursächlich in sich. Dieses Brot ist gleich Meiner Liebe, die sich hier allen Meinen Kindern zur ewig lebendigen Sättigung darbietet. Und dieses Wasser ist ebenfalls wie das Brot der Grund aller Dinge; denn es ist das Licht der Liebe und somit der ewige Mitgenuß an Meiner Weisheit für alle Meine Kinder!“

[GS. Bd. 2, Kap. 3, 2-3]

 

Der Evangelist Markus: „Im höchsten Liebehimmel sind die allerseligsten Geister nicht stets im gleichen hohen Grade der innersten Weisheit aus dem Herrn, sondern auch darin findet hier ein Zustandswechsel statt, welcher zu vergleichen ist mit dem Wirkungsstande und dem darauffolgenden Raststande. Im Wirkungsstande ist jeder nach Bedarf mit der tiefsten Weisheit des Herrn ausgerüstet, im Raststande aber bedarf niemand solcher Tiefe, sondern auch hier einer gewissen Sabbatruhe in der stillen, himmlischen Liebe zum Herrn.“

[GS. Bd. 2, Kap. 6, 6]

 

Der Herr im Himmelreich: „Ich bin nur auf den materiellen Weltkörpern etwas sparsam und halte da Meine wahrhaftigen Bekenner und Nachfolger so kurz wie möglich. Denn wo der Mensch die Wege des Lebens werktätig studieren muß, um sich auf diesen Wegen das ewige Leben anzueignen, dazu gehört kein voller Magen! — Dafür aber bin Ich hier (im Himmel) die unendliche Freigebigkeit selbst, und es muß alles in höchster Fülle vorhanden sein.“

[GS. Bd. 2, Kap. 3, 7-8]

 

Der Herr unterrichtet einen neuen Himmelsbürger über seine und der anderen seligsten Geister Wohnungen im ‚Neuen Jerusalem‘ und fügt hinzu: „Ich habe in diesem Hause keine eigenen Wohngemächer, die Ich als ein unmittelbarer Herr bewohnen möchte, sondern Ich wohne stets unter euch, bald bei dem einen, bald bei dem anderen. Dieser Saal aber ist unser Ratssaal; von da aus geht es allzeit ans Geschäft. unser Ratssaal; von da aus geht es allzeit an die Arbeit.“

[GS. Bd. 2, Kap. 8, 27-28]

 

Jesus zu dem ehemaligen Kaiser Rudolf von Habsburg vor den Toren des himmlischen Jerusalem: „Auf der Erde müssen Unterschiede sein, sonst wäre sie nicht, was sie sein muß: eine Demutsschule für werdende Gotteskinder. — Hier aber ist alles gleich! Da gibt es keinen Rang, außer dem, daß ihr Meine Kinder seid und Ich euer aller Vater und Herr. — Aber dessenungeachtet gibt es auch hier Unterschiede, und niemand soll von dem etwas verlieren, was er redlich auf der Erde besessen hat. Du warst auf der Erde ein rechter Kaiser. Und siehe, du wirst wieder ein Kaiser werden, aber über ein sehr bedeutend größeres Reich, als dies auf der Erde der Fall war. Dort maß dein Reich in allem wohl einige tausend Quadratmeilen; hier aber wirst du gesetzt werden über eine ganze Sonne, in welcher eine Trillion Erden Platz hätten!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 284, 3]

 

Jesus beim Einzug Robert Blums und seiner Freunde in das himmlische Jerusalem: „Wir ziehen nun ein in die Stadt voll Licht und Leben, in der ewig an keine Not mehr gedacht wird, weil in ihr alles in höchster Überfülle vorhanden ist. Denn aus dieser Stadt bezieht alle Unendlichkeit ihre Nahrung naturmäßig und geistig.“ — Robert und alle anderen Seligen staunen über die große Lieblichkeit der Wohnungen, deren es hier unzählbare gibt. —

[Rbl. Bd. 2, Kap. 284, 5-6]

 

Lieblichste Überraschungsszene im Hause des Herrn, als die Neuankömmlinge ihre Verwandlung in vollendet schönste himmlische Gestalten erleben.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 285, 8-10]

 

Jesus im himmlischen Jerusalem über das Tragen und die Verwendung von Macht- und Würdezeichen durch die Engel: „Es gibt hier sehr verschiedenartige Verhältnisse und Aufgaben; oft die großartigsten Besuche aus zahllosen Weltgebieten und sehr viele Sendungen in verschiedene Welten und Sonnen, sowie in die zwei unermeßlichen unteren Himmel und ihre zahllosen Engelsvereine, ebenso Sendungen in die zahllosen Geisterregionen der Welten aller Art. Für solche Gelegenheiten müssen von hier abgesandte Engel mit Würdezeichen versehen sein und sie als Merkmal dafür tragen, daß sie selbst den mächtigsten Sieg über sich erfochten haben und nun mit Mir Herren sind über die ganze Unendlichkeit!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 287, 2]

 

Jesus erläutert eben vollendeten Engeln die Bedeutung ihrer himmlischen Würdezeichen: „Die Krone ist ein Zeichen, daß ihr der Seele nach, die nun euer geläuterter Leib ist, Meine Kinder — und dem Geiste nach, der aus Meinem Herzen stammt und Mein Ich in euch ist, Meine Brüder seid. Das Zepter zeigt an, daß ihr, da ihr Mein Ich in euch habt, mit Mir Regenten der Unendlichkeit seid für ewig! — Das Schwert aber ist ein Zeichen der Macht und Gewalt, die euch von Mir gegeben ist. — Und der Purpur endlich bezeuget, daß euer Äußerstes wie euer Innerstes pur Liebe ist, und daß ihr somit gleich Mir überall nur durch die Macht der Liebe alles ordnen und beherrschen wollet!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 287, 5]

 

Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem: „Hier lernt man nie aus! Man bleibt ein Schüler in Ewigkeit. Denn unsere Vollendung besteht nur in der Liebe und in der Empfänglichkeit für die stets wachsende Gnade des Vaters. Aber im Wissen und im Erfahrungenmachen bleiben wir ewig Jünger des Herrn. — Nur der Herr ist allwissend; wir aber nur insoweit, als es der Herr will und für gut und zweckdienlich findet.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 15]

 

Jesus zu dem neuen Himmelsbürger Robert Blum in der heiligen Gottesstadt Jerusalem: „Gegen Osten erschaust du eine endlos große Vorstadt, die voll ist von Gebäuden aller Art, wie sie auf allen Weltkörpern gang und gäbe sind. In dieser Vorstadt wirst du vollendete Geister aus allen Welten der Unendlichkeit antreffen, die ebenfalls überselig sind nach der Art ihrer Liebe und inneren Vollendung.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 5]

 

Himmlisches, wundersamstes Festmahl Robert Blums und seiner Gesellschaft, sowie zahlreicher seligster Engel unter dem Vorsitz Jesu im ‚Hause des Herrn‘.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 7-12]

 

Himmlisches Tafelkonzert und seine tiefgreifende, erhabene Wirkung auf neu angekommene Himmelsbürger.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 13-15 und 17]

 

Auf die Frage eines schon auf Erden sehr musikverständigen neuen Himmelsbürgers nach dem jenseitigen Aufenthalt einstiger berühmter, irdischer Tonschöpfer wie Händel, Bach Gluck, Sahen, Mozart und Haydn, erwidert Jesus: „Wenn du in den ersten (untersten) und zweiten Himmel kommst, wo du ebenfalls die größten Herrlichkeiten antreffen wirst, da wirst du jene Geister auch finden!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 291, 18]

 

Jesus erklärt neuen, staunenden Zuhörern bei einem erhabenen Tischkonzert im himmlischen Jerusalem die ergreifende und erhebende Musik einer mächtigen Orgel, deren Tonverbindungen mannigfaltige, farbige, höchst erbauliche Bilder erzeugen.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 292, 1-5]

 

Der Herr: „Es gibt am Firmament ein Sternbild, genannt ‚Der große Löwe‘. Diese Gestirnsgruppe ist der überaus lichte, nahezu endlos große Schöpfungsraum, der dazu bestimmt ist, zu einer seligsten Wohnstätte denen zu dienen, welche in der Liebe, Selbstverleugnung, Demut und Geduld bis ans Ende ihres Lebens beharren und gleich einem Löwen mutig um Meiner Liebe und Meines Namens willen mit aller Welt gekämpft haben. Der Hauptstern dieser Gestirnsgruppe (Regulus) ist der größte und herrlichste der ganzen Unendlichkeit. Es ist eine Mittelsonne aller Mittelsonnen (in der geistigen Welt die ‚Gnadensonne‘ genannt). — Im Vergleich zu dieser Sonne ist eure Sonne nur ein stockfinsteres Stäubchen. Denn höret: Dort bin Ich selbst zumeist wesenhaft zu Hause!“

[Hi. 2, S. 24, 8-11]

 

Jesus: „Je enger ein Menschengeist mit Meinem Geiste in Verbindung steht, desto freier ist er im Geiste und Willen, da Ich selbst die höchste und unbegrenzte Freiheit und Macht in Mir berge. Wer ganz eins ist mit Mir, der wird auch alles das vermögen, was Ich vermag! Welch größeren und seligeren Lebensvorteil aber kannst du dir wohl denken als den, mit Mir, mit Meinem Geiste vereint, gleich Mir allmachtsvoll und dabei doch vollkommen selbständig tätig zu sein?!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 217, 8-9]

 

Jesus: „Meine Kinder werden stets bei Mir sein und mit Mir wie aus einem Herzen denken, fühlen, wollen und handeln. Darin wird bestehen der endlos große Unterschied zwischen Meinen wahren Kindern und den mit Vernunft und Verstand begabten glückseligen Geschöpfen. Sehet euch daher wohl vor, daß ihr dereinst als Meine Kinder für tauglich und würdig befunden werdet!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 112, 10]

 

Jesus auf die Frage der Jünger nach ihrem himmlischen Lohn: „Ihr werdet dereinst in Meinen Himmeln mit Mir zum ewigen Wohle aller Menschen dieser Erde und auch der anderen Welten tätig sein, indem ihr als Schutzgeister die Menschen hier und auch jenseits bewachen, leiten und führen werdet. Denn nur in einer stets sich mehrenden Liebetätigkeit besteht das Himmelreich und die wachsende Seligkeit.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 259, 7-2]

 

Jesus über die ewige Tätigkeit Gottes und Seiner vollendeten Geister: „Denke dich selbst in ewig jugendlicher Kraft auf einer Welt unsterblich fortlebend! Wirst du einmal zu denken und zu wollen aufhören und ganz untätig werden oder nichts mehr genießen wollen? Sicher nicht, sondern du wirst stets tätiger werden, wirst aufs eifrigste bemüht sein, dir stets größere Annehmlichkeiten des Lebens zu bereiten; denn das wahre Leben der Liebe hat es in sich, daß es nimmer ruhen kann, sondern immer tätig sein muß, weil das Leben selbst eine dauernde Tätigkeit ist.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 226, 15]

 

Jesus: „Dereinst werden die Gott in der Liebe völlig ähnlich gewordenen Seelengeister auch die natürlichen Sonnen zur Leitung bekommen, was unendlich viel sagen will. Denn dadurch bekommen sie auch die Leitung über alle Erden, die um eine Sonne bahnen. Und den noch vollendeteren Kindern Gottes werden die Zentralsonnen zur Leitung übergeben, von denen die Leiter der kleineren Planetarsonnen ihre Weisungen bekommen. Aber um das sein zu können, muß man zuvor eine volle geistige Sonne in seinem Innern tragen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 228, 6]

 

Auf eine Frage der Jünger erklärt Jesus: „Ihr werdet aus den Himmeln die künftige Entwicklung auf Erden nicht nur klar sehen und hören, sondern ihr werdet die Hauptleiter zu allen Zeiten sein, — aber nicht nur auf der neuen Erde, sondern über den ganzen großen Schöpfungsmenschen, sowie auch über die endlos vielen Vereine der Himmel. Denn kein Mensch hat es je geschaut, noch gehört, und in keines Menschen Sinn ist es gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn wahrhaft lieben.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 49, 1-3]

 

Auf die Frage eines Wahrheitssuchers: ‚Worin besteht die Tätigkeit einer vollkommenen Seele im Jenseits? Wird auch dort gepflügt, gesät und geerntet des Lebensunterhaltes wegen?‘ antwortet Jesus: „Siehe, ohne die große Tätigkeit der Geister würde auf keiner Erde etwas entstehen! Die Menschen pflügen wohl die Erde und streuen den Samen in ihre Furchen; aber den Geistern obliegt es, das Keimen, Wachsen und Reifwerden der Frucht zu bewirken. Und du wirst daraus nun wohl erkennen, daß es besonders für die Geister höherer Art hier auf dieser Erde sowie auch auf allen anderen Weltkörpern viel zu schaffen und zu gestalten gibt. Mehr aber zu sorgen und zu tun ist für die rechte Seelenbildung und geistige Vervollkommnung der Menschen schon diesseits und um vieles mehr noch jenseits.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 143, 1-4]

 

Der Herr im Himmel zu erlösten Seelen: „Ein jeder von euch hat einen der herrlichen Paläste zu übernehmen und zu nehmen ein ihm wohlgefälliges Himmelsweib und hat dann als Herr eines solchen Gutes keine andere Verpflichtung, als fürs erste Mich als den Herrn und Vater ewig anzuerkennen und zu lieben und dann die nicht selten hier anlangenden armen Seelen aufzunehmen, zu bewirten, zu bekleiden und sie durch liebevolle Unterweisung Mir, dem Vater, näherzubringen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 100, 5]

 

Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Du bist von nun an ein Hauptpfeiler eines neuen Engelvereins. Das ist ein Lohn, der allen jenen zuteil wird, die auf der Welt aus einem redlichen, guten Grunde in Meinem Weinberg gearbeitet haben!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 20]

 

Jesus im himmlischen Jerusalem zu einer vollendeten Seele: „Es kommt niemand in Meinen höchsten Liebehimmel, der nicht seinen irdischen Weltwillen ganz aus sich hinausgeschafft und dafür auf ewig den Meinen in sich und sein ganzes Leben vollkommen aufgenommen hat.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 1]

 

Auf die Frage des vollendeten Robert Blum: „Ich möchte nun die Arbeiter kennen, die einen so riesengroßen himmlischen Garten so gut bestellen im Namen des Herrn!“ erwiderte der Apostel Petrus: „Das alles tut der Herr selbst durch Seinen allmächtigen Willen. Er will es, und es ist da, was Er will! — Aber eine Weiterverpflanzung geschieht dann durch eigens dazu bestimmte Geister und Engel, denen die Befruchtung aller Weltkörper anvertraut ist.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 11]

 

Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem: „Von einer Einförmigkeit der Betätigung ist in den Himmeln nie die Rede. Überall herrscht die freieste, mannigfaltigste Abwechslung. Wozu jemand die meiste Lust hat, damit beschäftigt er sich, solange es ihm Freude und Seligkeit macht. Freut ihn dann eine Beschäftigung nicht mehr gar sehr, dann hat er sogleich eine große Auswahl vor sich und kann nehmen, was er nur immer will. Das wird doch der Freiheit in Übergenüge abgeben?!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 12]

 

Der Apostel Petrus im himmlischen Jerusalem über die schnellste, gleichzeitige Verständigung der zahlreichen Engelsgeister im Hause des Herrn: „In jedem der zahllos vielen Gemächer dieses Hauses, und zwar in allen drei Hauptstockwerken, befindet sich eine sogenannte Weisungstafel. Auf dieser Tafel wird vom Herrn aus angezeigt, was da zu geschehen hat. Und jeder Bewohner richtet sich dann allerseligst darnach.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 288, 14; Kap. 292, 14]

 

Jesus auf die Frage eines neuen Himmelsbürgers nach der Bedeutung und Bestimmung der den freien Äther des Weltraumes durchschwebenden Engel: „Das sind in Arbeit stehende Engel dieses obersten Himmels. Sie stehen für die Erhaltung aller Welten und sind deren oberste Leiter und Führer. Siehe, solch ein munterer Engel ist nicht selten ein Herr und Regent eines ganzen Sonnengebietes. Um aber eine solche Regentschaft antreten zu können, muß er vorher sehr vieles kennenlernen und viele Schulen durchmachen.“ Rbl. Bd. 2, Kap. 295, 11

 

Jesus: „Ein jeder große Engel hat Millionen seliger Geister unter sich, die seinen Willen vollbringen, und er kann, so oft er will, hierher in diese heilige Stadt (hl. Jerusalem) kommen und von Mir selbst fernere Verhaltungsmaßregeln und dazu die nötigen Stärkungen empfangen.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 295, 15]

 

Jesus zu dem einstigen Bischof Martin in der geistigen Welt: „Ich selbst bin das Licht allenthalben! Das Licht ist Mein Gewand, weil die ewige, unermüdlichste Tätigkeit Mein Grundwesen ist. Wo eine große Tätigkeit herrscht, da ist auch viel Licht vorhanden; denn das Licht ist eine Erscheinung der Tätigkeit der Engel und besseren Menschengeister. Je höher in der Tätigkeit diese stehen, je größer ist auch ihr Licht.“

 

12. Der Weltplan Gottes

12.01. Die Schöpfung: ein Entwicklungsvorgang in Schöpfungsperioden

 

Jesus: „Wie lange die Erde noch fortbestehen wird bis ans Ende ihrer Zeiten, das weiß allein der Vater im Himmel. Denn die ganze Schöpfung ist Sein großer Gedanke, der aber kein Zeitgedanke, sondern ein ewiger ist wie Sein allmächtiger Träger und Festhalter.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 49, 6]

 

Jesus: „Ihr werdet ewigfort neue Wunder kennenlernen und euch darin zurechtfinden, aber das Ende dennoch ewig nie erreichen! So Ich dem Geiste nach von aller Ewigkeit her als ein und derselbe Gott bestehe, denke, will, handle und wirke aus der stets gleichen Liebe und Weisheit und Mich durch jede Schöpfungsperiode ob des gelungenen Werkes immer seliger fühle, so könnet ihr Weiseren es euch wohl denken, daß der Vater, der nun aus Mir spricht, bis zu dieser Schöpfungsperiode nicht irgendwo im ewigen Raume eine Art Winterschlaf gehalten hat. Mag eine Schöpfungsperiode von ihrem Urbeginn an bis zur endlichen geistigen Vollendung auch äonenmal Äonen von Jahren andauern, so ist solch eine Periode dennoch nichts gegen Mein ewiges Sein; und die für euch unmeßbare Größe Meiner Schöpfungen ist dem Raume nach ein Nichts gegenüber dem unendlichen Raum!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 3]

 

Der Seher Mathael: „Dein Anfang, o Herr, ist keiner, und so haben auch Deine Schöpfungen unmöglich je einen Anfang gehabt, und soviele derer auch der ewige Raum fassen kann, so ist darunter doch keine, von der man sagen könnte: Das war die erste! Vor dieser ist nichts erschaffen worden! — Denn hinter einer solchen vermutlichen ersten steht ja doch wieder eine vollkommene Ewigkeit! Was hättest Du diese hindurch denn gemacht bei Deiner stets gleichen Wesenheit? Platz haben im endlosen Raume ja endlos viele Schöpfungen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 8]

 

Jesus belehrt Lichtsuchende über die Entwicklung der Erde in großen Zeiträumen durch periodische Überflutungen und Rückflutungen.

[Ev. Bd. 5, Kap. 198, 3, 6 und 8]

 

Jesus schildert die Entstehung der Kometen aus im Ather sich begegnenden Lichtstoffen und ihre in unendlich langen Zeiträumen erfolgende Entwicklung zu Sonnengestirnen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 232, 3-7]

 

 

12.02. Das materialistische Maschinenzeitalter auf Erden

 

Der Erzengel Raphael: „Es wird soweit kommen, daß die Menschen auf Riesenstraßen so schnell wie ein abgeschossener Pfeil dahinfahren und mit der Zunge des Blitzes reden werden von einem Ende der Welt bis zum anderen. Sie werden auch in der Luft umherfliegen wie die Vögel, weithin über Länder und Meere.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 46, 1]

 

Jesus: „Es wird am Ende eine Zeit kommen, in der die Menschen zu einer großen Klugheit und Geschicklichkeit in allen Dingen gelangen und erbauen werden allerlei Maschinen, die alle menschlichen Arbeiten verrichten wie lebende, vernünftige Menschen und Tiere. Dadurch aber werden viele Menschen arbeitslos und voll Hungers. Es wird sich dann ihr Elend steigern zu einer unglaublichen Höhe. In dieser Zeit aber werden von Mir Menschen erweckt, um Meinen Namen zu verkünden über 200 Jahre lang. Wohl denen, die sich danach kehren werden! Doch wird ihre Zahl nur eine geringe sein.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 108, 1]

 

Jesus: „Die späteren Erdbewohner werden böse Sprengkörper erfinden und noch viele andere Zerstörungswerkzeuge und große Verheerungen auf der Erde anrichten; daß sie aber nicht zu tief in die Erde werden dringen können, dafür wird von Mir aus schon vorgesehen. So werde Ich auch die Meinen auf dieser Erde nimmerdar als Waisen lassen, sondern im Geiste bei ihnen verbleiben bis ans Ende ihrer Zeiten, und es wird darum eine völlige Zerstörung dieser Erde nimmerdar geschehen; aber örtliche Verwüstungen werden vor sich gehen, und die Menschen werden dabei in große Schrecken und Trübsale geraten, und es werden viele verschmachten vor Furcht und banger Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen könnten. Aber die Menschen werden selber schuld sein an allem, was über sie kommen wird.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 76, 6-7]

 

Auf die Frage eines Freundes verkündet Jesus den Seinen: „Das Feuer, wodurch die Menschen vor Meiner abermaligen Ankunft geläutert werden, wird heißen: große, allgemeine Not und Trübsal, wie die Erde eine größere noch nie gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen und die Liebe erkalten, und alle armen Geschlechter werden klagen und verschmachten; aber die Großen, Mächtigen und Könige dieser Welt werden den Bittenden nicht helfen ob des großen Hochmuts und der Härte ihrer Herzen. Es wird auch ein Volk sich wider das andere erheben und es mit Feuerwaffen bekriegen. Dadurch werden die Herrscher in unerschwingliche Schulden geraten, und sie werden ihre Untertanen mit überhohen Steuern quälen, wodurch Teuerung, Hungersnot und viele böse Krankheiten an Menschen, Tieren und Pflanzen entstehen werden. Auch werden große Stürme auf dem Lande und auf dem Meere, sowie Erdbeben da sein, und das Meer wird die Ufer überfluten, und dann werden die Menschen in großer Angst und Erwartung der Dinge leben, die über die Erde kommen werden. Das alles wird darum zugelassen, um die Menschen von ihrem Hochmut, ihrer Selbstsucht und ihrer großen Seelen-Trägheit abzuwenden. — Und sehet, das ist die erste Gattung des Feuers, durch das die Menschen für Meine abermalige Ankunft geläutert werden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 185, 1-6]

 

Jesus: „So wie es zu Noahs Zeiten war, wird es auch in jener Gerichtszeit sein: die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln geoffenbarte, reine Gottes- und Lebenslehre wird in einen finsteren, toten Aberglauben verwandelt werden. Die Machthaber werden sich der Menschen wie der Tiere bedienen und sie kaltblütig hinschlachten lassen, wenn sie sich nicht fügen. Sie werden die Armen plagen mit allerlei Druck und jeden freieren Geist verfolgen. Dadurch wird eine Trübsal wie noch nie unter die Menschen kommen. Aber dann werden die Tage (der Trübsal) verkürzt werden wegen der unter den Armen sich vorfindenden vielen Auserwählten. Denn so dieses nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 72, 2]

 

Jesus: „Vor Meiner abermaligen Ankunft auf dieser Erde wird auch das natürliche Feuer einen gewaltigen Dienst zu versehen haben. Es wird die Schiffe auf allen Meeren mit mehr als Windeseile antreiben; auch werden die Menschen durch ihren scharfen Verstand eherne Wagen und Straßen machen und statt der Zugtiere Feuer vor die Wagen spannen und mit seiner Gewalt schneller als ein abgeschossener Pfeil über die Erde hinfahren. So werden sie auch den Blitz (Elektrizität) zu bannen verstehen und ihn zum schnellen Überbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde bis zum andern machen. Wenn alsdann die stolzen, habgierigen Könige miteinander Krieg führen, so wird dabei das Feuer den entscheidendsten Dienst bekommen; durch seine Gewalt werden eherne Massen in Kugelgestalt von großer Schwere mit B1itzesschnelle gegen den Feind, gegen seine Städte und Festungen geschleudert werden und große Verheerungen anrichten. Und sehet, das ist die zweite Art des Feuers, durch welches die Menschen geläutert werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 185, 7, 8 und 12]

 

Jesus: „Die vierte Art des Läuterungsfeuers vor Meiner abermaligen Ankunft auf Erden wird in allerlei großen, natürlichen Erdrevolutionen bestehen, und zwar namentlich an jenen Orten der Erde, wo sich zu große, prachtvolle Städte befinden, in denen dann herrschen: größter Hochmut, Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht und Trägheit, dabei die größte Armut, herbeigeführt durch die übersteigerte Genußsucht der Großen und Mächtigen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 186, 4]

 

Jesus: „Werden die großen, durch zunehmende Naturbeherrschung errungenen irdischen Lebensvorteile, zu denen euch Menschen mit der Zeit Mein Geist leiten wird, in Meiner göttlichen Ordnung verwendet, so werden sie euch tausendfachen Segen bringen. Werdet ihr Menschen sie aber wider Meine Ordnung selbstsüchtig gebrauchen, so werden sie für euch zu Brutstätten allen erdenklichen Unheils werden. Was Ich nun zu euch, Meinen Jüngern, rede, das rede Ich auch zu allen, die euch in etwa zweitausend Jahren folgen werden.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 225, 5-6]

 

Der Erzengel Raphael über das Fliegen der Menschen: „Was jetzt nicht ist, kann dereinst noch werden! Vorderhand ist es aber besser für den Menschen, daß er leiblich nicht fliegen kann; denn könnte er das, so würde er bald zum größten Raubtier der Erde werden und der Kultur des Erdbodens nimmer gedenken. Besser ist es für den Menschen, wenn seine Seele geistig recht flügge wird, der Mensch aber seinem Leibe nach auf dem Boden der Erde verbleibt. — In späterer Zeit aber werden die Menschen noch eine Menge Beförderungsmittel erfinden, die mit großer Schnelligkeit von einem Ort zum andern dahinbrausen werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 228, 5-6]

 

Jesus sagt die Erfindung der riesigen neuzeitlichen, der Erforschung des Sternenhimmels dienenden Teleskope voraus.

[Ev. Bd. 6, Kap. 234, 6-8]

 

Der Herr: „In den Erfindungen von allerlei der armen Menschen Hände überflüssig machenden Maschinen, in der Förderung der Industrie und in der Aufstellung großer Kriegsmächte wirkt der Heilige Geist nie! Denn alles dies war auch vor der Sündflut zu Noahs Zeiten gang und gäbe durch die Wirkung des Weltgeistes, welcher ist der Teufel in seiner Gesamtheit. Also folgte denn auch auf solche dem Heiligen Geiste zuwiderlaufende Handlungsweise allezeit ein mächtiges Gericht; ein gleiches Ich auch jetzt schon in Bereitschaft halte, um daran zu zeigen, daß Mein Heiliger Geist in der jetzigen Handlungsweise der Welt durchaus nirgends zugegen ist.“

[Schrft. Kap. 19, 17-18]

 

12.03. Die geistige Wiederkunft Christi

 

Jesus: „Vor Meiner Wiederkunft werde Ich von Zeit zu Zeit Menschen erwecken, denen Ich alles, was jetzt bei dieser Meiner Gegenwart geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen werde, und es wird dann das Geschriebene auf eine den dermaligen Menschen bekannte kunstvolle Art in ganz kurzer Zeit in vielen Tausend gleichlautenden Exemplaren können vervielfacht und verbreitet werden. Da die Menschen in jener Zeit beinahe durchgängig des Lesens und Schreibens kundig sind, so werden sie die neuen Bücher auch selbst lesen und wohl verstehen können. Und diese Art der Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird dann um vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen der Erde kommen als jetzt durch Meine Boten von Mund zu Mund. — Wenn auf diese Art Meine Lehre zu den Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sind, gelangt ist und wenigstens ein Drittel der Menschen davon Kunde hat, dann erst werde Ich hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die größte Sehnsucht und dafür auch den vollen, lebendigen Glauben haben. Und Ich selbst werde aus ihnen Gemeinden bilden, denen keine Macht der Welt Trotz und Widerstand zu bieten vermag! Denn Ich werde ihr Heerführer und ihr ewig unüberwindlicher Held sein und alle toten, blinden Weltmenschen richten. So werde Ich die Erde reinigen von ihrem alten Unflat.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 4-7]

 

Jesus über Seine geistige Wiederkunft im Wort: „Wenn Ich licht und helle in den Wolken der Himmel mit allen Himmelsmächten unter dem Schalle wie von vielen Kriegs- und Gerichtsposaunen im lebendigen Wort vor allen Menschen auftreten werde im wahren Himmel, der im Herzen der Menschen ist, dann ist das Gericht der Welt da! — Ich selbst aus Meiner urgöttlichen Persönlichkeit werde niemanden richten, sondern das wird Mein Wort tun, das Ich zu euch geredet habe. Denn wenn Ich einmal aufgefahren sein werde in Mein Reich, dann werde Ich nimmer im Fleische auf diese Erde wiederkommen, sondern nur im Geiste, im Worte.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 174, 10 und 12]

 

Jesus: „Bei Meiner Wiederkunft werde Ich zuerst unsichtbar kommen in den Wolken des Himmels, was soviel sagen will als: Ich werde vorerst Mich den Menschen nahen durch wahrhaftige Seher, Weise und neuerweckte Propheten, und es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen und die Jünglinge helle Träume haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden; und es werden sie viele anhören und sich bessern. Aber die Welt wird sie irrsinnige Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das einst auch bei den Propheten der Fall war.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 3]

 

Jesus: „In diesem Lande, wo Ich nun von einem Orte zum andern von den Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, werde Ich persönlich nicht wieder auftreten, lehren und trösten die Schwachen. Wohl aber in den Landen eines andern Weltteiles, die nun von Heiden bewohnt werden, werde Ich ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht mehr unter den Menschen sein, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen Verkehr mit den Engeln des Himmels stehen werden!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 9]

 

Die Frage eines bekehrten Schriftgelehrten: „Asien, die alte Wiege der Menschen und der vielen Segnungen Gottes, wird nicht mehr das Glück haben, Dich, o Herr, bei Deiner Wiederkunft zu sehen und zu hören?!“ beantwortet Jesus: „In jener Zeit, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, verständigen können, und in der die Menschen auf ehernen Straßen mit Benutzung der im Feuer und im Wasser gebundenen Geister schneller dahinfahren als der heftigste Sturm und die Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den großen Ozean in viel kürzerer Zeit überqueren, als nun die Römer von Rom bis Ägypten, da wird die Kunde von Meiner persönlichen Wiederkunft in ganz kurzer Zeit leicht über die ganze Erde verbreitet werden können und so auch nach Asien. Aber wird diese Kunde bei den blinden Heiden dieses Weltteiles auch Glauben finden? — Ich sage: Schwerlich eher, als bis er durch ein großes Weltgericht geläutert wird.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 10-13]

 

Die Jünger nach den gewaltigen Eröffnungen Jesu (Kap. 94, 3-13) über Seine Wiederkunft: „So klar und ausführlich hat Er von Seiner einstmaligen Wiederkunft noch nicht geredet! Glücklich werden die Menschen sein, die in jener Zeit dort leben, wo Er wiederkommen wird mit aller Fülle Seiner ‘Gnade!“

Ev. Bd. 9, Kap. 94, 16

 

Jesus: „In der Zeit Meiner Wiederkunft werden es die Menschen durch das unermüdliche Forschen und Rechnen unter den weit ausgebreiteten Ästen des Baumes der Erkenntnis in vielen Wissenschaften und Künsten sehr weit bringen und mit allen in der Natur der Erde noch verborgenen Kräften Wunderbares zustande bringen und dann sagen: Sehet, das ist Gott — sonst gibt es keinen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 89, 1]

 

Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich werde nie mehr in einem Tempel, von Menschenhand erbaut, Wohnung nehmen, sondern nur im Geiste derer, die Mich suchen, Mich bitten, an Mich allein glauben und Mich auch über alles lieben werden; ihr Herz wird Mein wahrer Wohntempel sein, und in diesem werde Ich auch zu ihnen reden, sie lehren und führen. Dieses merket euch!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 163, 4]

 

Auf die Frage eines Freundes: ‚Herr und Meister, wo wirst Du auf diese Erde zu den Menschen wieder kommen?‘ erwidert Jesus: „Es werden bis zur Zeit Meiner Wiederkunft auf Erden viele neue Staaten und Völker entstehen, die jetzt noch keinen Namen haben; doch Ich werde nur in einem solchen Lande und Orte wieder zur Erde kommen, wo unter den Menschen noch der lebendigste Glaube und die größte Liebe zu Gott und zum Nächsten bestehen werden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 187, 3-4]

 

Jesus: „Wenn Ich dereinst zur Erde wiederkomme, dann werde Ich nicht allein kommen, sondern alle die Meinen, die schon lange in Meinem Himmelreiche bei Mir sind, werden mit Mir in großen Scharen kommen und stärken ihre noch auf Erden im Fleische wandelnden Brüder, und es wird so eine wahre Gemeinschaft zwischen den seligsten Geistern der Himmel und den Menschen dieser Erde bestehen, was den derzeit lebenden Menschen zum größten Troste gereichen wird.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 187, 5]

 

Auf die Frage eines bekehrten Schriftgelehrten über die Art Seiner Wiederkunft erwidert Jesus: „Ich werde bei Meiner Wiederkunft nicht mehr aus einem Weibe als ein Kind geboren werden. Denn dieser Leib bleibt verklärt wie Ich als Geist in Ewigkeit. Und somit benötige Ich nimmerdar eines zweiten Leibes aus Fleisch und Blut.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 2]

 

Jesus: „Ich bin zu euch gekommen als die Wahrheit, der Weg und das Leben und werde von der Erde hinwegfegen die Lüge und ihre bösen Werke. Ich werde zwar in Kürze diese Welt verlassen, und es wird in der Zeit Meiner Abwesenheit die Lüge und ihr Falsches und Böses noch eine Zeit fortwuchern; aber Ich werde dann zur rechten Zeit wiederkommen zu euch Menschen mit aller Macht und Kraft, um der Herrschaft der Lüge und des Truges ein Ende zu machen. Ich bereite schon jetzt in den Herzen der Menschen den Grund dazu und erbaue einen neuen Tempel und eine neue Stadt Gottes. Lasset uns den Bau ehest vollenden, damit für immerdar zerstört werde der alte Tempel und die Stadt der Lüge, des Truges und aller Bosheit!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 69, 12-13]

 

Jesus: „Das dritte Läuterungsfeuer vor Meiner abermaligen Ankunft auf Erden wird darin bestehen, daß Ich etliche hundert Jahre vorher stets heller erleuchtete Seher und Propheten erwecken werde, die in Meinem Namen die Völker allerorten ebenso klar und wahr über alles belehren werden, wie Ich es jetzt tue, und sie dadurch befreien von allerlei Trug der falschen Propheten und Priester. Durch dieses dritte Feuer und sein helles Licht werden die falschen Propheten und Priester um alles Ansehen kommen und völlig zugrunde gehen. Und wenn ihnen die Mächtigen der Erde helfen wollen, dann werden sie dabei um Macht, Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde dann Meine Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen. Und so wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf Erden ein Ende nehmen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 186, 1-2]

 

Die Frage Seiner Jünger: ‚Herr, in welcher Zeit wirst Du wiederkommen, wo und wie?‘ beantwortete Jesus: „Das Jahr, den Tag und die Stunde Meiner Wiederkunft kann Ich euch darum nicht fest bestimmen, weil das alles auf dieser Erde auch von dem vollkommen freien Willen der Menschen abhängt. Darum weiß das kein Engel im Himmel, sondern nur der Vater und der, dem Er es offenbaren will. Zudem ist das genauest zum voraus zu wissen zum Heile der Seele durchaus nicht unumgänglich notwendig.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 70, 1-2]

 

Da die Jünger hartnäckig begehren, Zeit und Ort Seiner Wiederkunft von dem Herrn zu erfahren, entgegnet ihnen Jesus: „Es ist wahrlich zum Staunen, wie unverständig ihr noch seid! Ich habe es euch doch schon oft genug angedeutet, warum sich da die irdische Zeit nicht ebenso auf ein Haar — wie ihr das meinet — mit Gewißheit bestimmen läßt wie irgendein materielles Naturereignis. Denn in der Natur haben wir es mit der gerichteten Materie zu tun, die in allem ganz von der Macht Meines Willens abhängt. Aber bei den Menschen, die einen freien, sich selbst bestimmenden Willen haben, geht das nicht ebenso, wovon Ich euch den Grund schon oft gezeigt habe, und ihr werdet ihn doch endlich einmal einsehen und sollet Mir darum auch nicht gleichfort mit derselben Frage kommen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 71, 1]

 

Auf die Frage eines bekehrten Juden nach der Art und Wirkung der Lehre des Herrn bei Seiner einstigen Wiederkunft antwortet Jesus: „Freund, die Lehre, die Ich euch nun gebe, ist Gottes Wort und bleibt ewig. Und darum werden jene Menschen zur Zeit Meiner Wiederkunft nur die Lehre überkommen, die ihr von Mir bekommen habt. Aber in jenen Zeiten wird sie ihnen nicht verhüllt, sondern völlig dem geistigen und himmlischen Sinne nach enthüllt gegeben werden, und darin wird das neue Jerusalem bestehen, das aus den Himmeln auf die Erde herniederkommt. — In seinem Lichte wird den Menschen klar werden, wie sehr ihre Vorfahren von den falschen Propheten betrogen wurden. Sie werden dann nicht mehr Mir und Meiner Lehre die Schuld an dem vielen Unheil auf Erden zuschieben, sondern den selbst- und herrschsüchtigen falschen Lehrern und Propheten.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 90, 2-4]

 

Jesus zu Seinem Jünger Simon Juda: „Wenn des Menschen Sohn dereinst wiederkommt, wird Er, ebenso wie in dieser Zeit, nahezu keinen Glauben finden, aber es werden dennoch viele sein, die sich von der Weltweisheit nicht blenden lassen und Mein Wort offen verkünden. Und zu denen werde Ich kommen bei Tag und Nacht, Mich ihnen offenbaren und sie beschützen vor den Verfolgungen der Welt. Und Ich werde ihnen auch geben die Wundergabe, durch die Liebe den Bedrängten, den Bresthaften und Kranken zu helfen. Und es wird dann lichter und tröstlicher werden auf Erden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 161, 9-10]

 

Des Herrn große Rede zu Adam und dessen Kindern der Höhe über Sein siebenmaliges Kommen zu den Menschen.

[H. Bd. 1, Kap. 46, 17-23]

 

Jesus: „Das Menschengeschlecht der Erde ist aus der Erde und hat in allem ihre Natur und Eigenschaft. — Es wäre demnach mit der gänzlichen Vertilgung aller nun auf Erden lebenden Menschen der einmal eingerissenen Unordnung sehr wenig abgeholfen. Denn dann müßten wir doch wieder andere Menschen aus der Materie hervorgehen lassen, die den gegenwärtigen wieder so gleichen würden wie die Früchte eines Baumes von einem vergangenen Jahre den Früchten desselben Baumes in einem folgenden Jahre! Man müßte sonach die ganze Erde aus dem Dasein schaffen und an ihre Stelle eine andere setzen, was aber ein noch viel größerer Streich wider Meine Ordnung wäre! Denn die Erde ist ja der Kern des Lebens für den gesamten Lebensbaum und eine Hauptwurzel der ganzen Schöpfung! Würden wir an ihr ein Zerstörungswerk ausüben, so würden wir dadurch nicht nur die Erde, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der Auflösung preisgeben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 83, 3-4]

 

Der Herr zu seligen Geistern auf unserer Sonne: „Meiner Liebe Gericht wird sein ein ewig unwandelbares, aber es wird nicht drücken wie eine schwerste Bürde, sondern nur gefangenhalten, was nicht frei werden wollte. Bevor aber dieses Gericht seinen Anfang nehmen soll, wollen wir noch einmal Einlader zum großen Festmahl hinaussenden zu allen Welten, und wer immer da getroffen wird, soll eingeladen werden. Wohl denen, die sich den Einladungen nicht widersetzen, ihrer Freuden soll nimmer ein Ende werden!“

[BM. Kap. 201, 8-9]

 

Der Herr: „Merket vorzugsweise auf Meine Ankunft in euch selbst und kümmert euch weniger um die allgemeine (Wiederkunft Christi)! Was ihr fürs allgemeine empfindet, das traget Mir betend in eurem Herzen vor! Um alles andere kümmert euch nicht! Denn das große Wann, Wie und Warum ist in den besten Händen wohlverwahrt!“

[Hi. 1, S. 319, 16]

 

Der Herr erläutert eine im ersten Band der ‚Haushaltung Gottes‘ gemachte Voraussage mit den Worten: „Das Liebelicht des neuen Wortes (Stern im Osten) wird der göttlichen Liebe (Orion) Bahn brechen. Und die Treue dieser Liebe (Feuer des großen Hundes) wird alle Frevler, alle Ungläubigen und Lauen zuschanden machen. Denn der Osten ist frei, und der Stern der Liebe stehet schon hoch!“

[Hi. 2, S. 121, 6]

 

12.04. Das Tausendjährige Reich - eine Kampfzeit

 

Jesus deutet Seinen Jüngern und Freunden das Bild vieler von der Morgensonne durchleuchteten Wölkchen als Entsprechung für die einstige Entstehung des ‚Tausendjährigen Reiches‘ und sagt: „Was wohl stellen die lichten Wölklein dar? Es sind Vereine solcher Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durch leuchtet sind. Sehet, nun rücken diese lichtvollen Vereine immer enger zusammen und bilden so einen großen Verein, und sehet, das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit. Ihr müsset aber nicht der Meinung sein, als würde dann diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine neue geistige Erde schaffen. — Auf dieser neuen Erde werde Ich selbst dann sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren. Aber betrachtet nun auch nebenbei die alte Erde! Sehet, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, daß sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den Gräbern hervor ans Licht gehen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit dem Gewande der Wahrheit und dann aufwärtsschweben in das Reich der neuen Erde.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 48, 1-5]

 

Verkündung Jesu über die Wende- und Endzeit: „Es werden von nun (Jesu Erdenleben) an tausend und nicht noch einmal tausend Jahre vergehen, alsdann werde Ich dieselben Engel, wie ihr sie nun hier erschauet, mit großen Ausrufsposaunen unter die arme Menschheit senden. Diese werden die im Geiste getöteten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken. Und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern, werden diese vielen Millionen sich stürzen über alle Weltmächte, und niemand wird ihnen einen Widerstand zu leisten vermögen. — Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 72, 3 ff]

 

Der Herr zu einem Freunde des Neuen Wortes: „Ein wahres Gottesreich kann es nimmer geben in der Materie, sondern nur im Geiste! Und so kommt das ‚Tausendjährige Gottesreich‘ nicht irgend äußerlich schaubar, sondern ganz still und prunklos in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. — Frage auch nicht, wann und wie: — Denn die Ankunft des ‚Tausendjährigen Gottesreiches‘ ist die allzeitige und stets gleiche volle Wiedergeburt des menschlichen Geistes. — Das Aufbaumittel zu einem allgemeinen Gottesreich auf Erden in den Herzen der Menschen aber hast du nun schon vielfach in deinen Händen (in den Niederschriften des Neuen Wortes). Mache, daß sie bald in die Hände vieler gelangen, und du wirst darin das wahre ‚Tausendjährige Gottesreich auf Erden‘ erschauen!“

[Hi. 2, S. 436, 5-8]

 

Jesus: „Denket ja nicht, daß Ich, der Herr, das große Endgericht der Erde haben wolle, und daß alles schon so bestimmt sei! Das sei ferne von Mir und von euch! Aber es wird also sein wie vor den Zeiten Noahs: Die Menschen werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fertigkeiten einen stets böseren Gebrauch machen und dadurch freiwillig allerlei Gerichte aus den Tiefen Meiner Schöpfungen über sich und am Ende über die ganze Erde heraufbeschwören. Da sage auch Ich: ‚Volenti non fit injuria!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 108, 4]

 

Jesus: „Es wird so manchen Kampf geben zwischen Meinen Kindern und den Kindern der Welt, weil die Zahl der Meinen auf der Erde stets kleiner sein wird als die Zahl der Kinder der Welt; aber am Ende werden doch die Meinen siegen über alle Welt, und diese wird ihnen nichts mehr anhaben können. Denn mag euch alle Materie noch so hart und unzerstörbar dünken, so wird sie endlich doch der Macht des Geistes weichen müssen!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 149, 5]

 

Jesus über die Entwicklung der Erde und der Menschheit bis zum ‚Tausendjährigen Reich‘: „Wie diese Erde durch viele tausende Feuerausbrüche nach und nach zu ihrer heutigen Gestalt gekommen ist, so ging und geht es auch mit der geistigen Bildung des Menschen vorwärts. Jetzt ist in den Gemütern der Menschen noch alles voller Stürme und Ausbrüche des heftigsten Feuers, und die wilden, alles verheerenden Leidenschaften machen sich Luft. Aber es wird eine Zeit kommen, in der sich alle Leidenschaften in ein ruhiges, fruchtbares Erdreich umgestalten; dann erst wird es völlig helle und wonniglich unter den Menschen sein. Doch stets wird es der wahrhaft reinen, guten Menschen eine geringere Anzahl geben als derer, die sich noch immer von ihren Weltleidenschaften beherrschen lassen. Solch eine bessere Zeit wird tausend und noch etliche Jahre währen!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 4-6]

 

Jesus: „Zur Zeit der neuen Seher und Propheten wird eine große Trübsal und Bedrängnis unter den Menschen sein, wie sie auf dieser Erde noch niemals da war, aber sie wird Meiner dermaligen Auserwählten wegen nur kurze Zeit dauern, auf daß diese an ihrer Seligwerdung nicht sollen Schaden erleiden.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 8]

 

Jesus zu Seinen Jüngern: „Von nun an werden nahezu 2000 Jahre hindurch viele Seher und Propheten erweckt werden, weil auch eine noch größere Anzahl falscher Propheten und Christusse erstehen werden. — Gegen Ende der angezeigten Zeit werde Ich stets größere Propheten erwecken, und mit ihnen werden auch die Gerichte sich mehren und ausdehnen. Da werden große Erderschütterungen kommen, verheerende Stürme, Teuerungen, Kriege, Hungersnot, Pestilenz und viele andere Übel. Der Glaube wird nicht unter den im eisigen Hochmut erkalteten Menschen sein, und ein Volk wird wider das andere ziehen. — Es sollen die Menschen auch gewarnt werden durch Seher und besondere Zeichen am Firmamente, woran sich aber nur die wenigen Meinen kehren werden, während die Weltmenschen das alles nur für seltene Wirkungen der Natur ansehen werden.

Doch darauf wird eine allergrößte Offenbarung geschehen durch Meine abermalige Darniederkunft auf diese Erde; aber dieser Offenbarung wird vorangehen ein allergrößtes, schärfstes Gericht und nachfolgen eine allgemeine Sichtung der Weltmenschen durchs Feuer und sein Geschoß, auf daß dann Ich selbst eine ganz andere Pflanzschule für wahre Menschen auf dieser Erde werde errichten können, die bis ans Ende der Zeiten dieser Erde dauern wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 150, 14-17]

 

Jesus: „Es gibt ein gar großes Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom großen Weltozean umflossen ist und nirgend mit der alten Welt zusammenhängt. Aus jenem Lande werden die Menschen zuerst bedeutende Dinge vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und unterstützen. — Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem, gestalten. Und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 94, 14-15]

 

12.05. Die letzte kurze Freiheitsprobe Luzifers und das große Feuergericht

 

Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „Im ‚Tausendjährigen Reich‘ ist noch ein gar großer, finsterer Teil der Menschheit bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und dadurch aus Eigennutz und Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber Ich selbst lasse Meinen Zorn — d.i. das Feuer Meiner Wahrheit — über sie hereinbrechen, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung. Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese Zeit wird genannt werden Mein ‚Tausendjähriges Reich‘ auf Erden, das durch dieses allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle künftigen Zeiten gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde — wie allzeit — Ich sein, und die Herde werden die Menschen auf Erden im vollen Vereine mit den Seligen in Meinen Himmeln ausmachen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 48, 6-7]

 

Letzte, kurze Freiheitsprobe Luzifers. — Jesus: „Von da (d.h. der in Ev. Bd. 1, Kap. 72, 3 f) geschilderten Gerichtszeit) an nach einem Verlauf von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht noch einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen seiner selbst willen frei, entweder zum gänzlichen Falle oder zur möglichen Wiederkehr. — Im ersten Falle wird die Erde ihrem innersten Teile nach zu einem ewigen Kerker umgewandelt; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Falle würde die Erde zum Himmel umgestaltet, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden. Wie aber das und ob? — das darf voraushin nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen. Das weiß allein der Vater.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 72, 5 f]

 

Jesus über die letzte Feuerprobe der Erde und das ewige Friedensreich: „Nach einer etwa tausendjährigen hellen und wonnigen Zeit wird diese Erde abermals eine große Feuerprobe zu bestehen bekommen. In solcher Zeit werden die Berge zu einem ebenen und fruchtbaren Lande werden, und das Meer wird das tote Land, das noch in seinen Tiefen liegt, vielfach hergeben müssen, die besseren Menschen werden es in Besitz nehmen und in ein Eden umgestalten. Dann wird für immer bis zur völligen Auflösung der ganzen Erde der wahre Friede herrschen und der Tod sein Recht nimmer haben.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 7]

 

Jesus: „Was Ich euch jetzt über das Endgericht der Welt gesagt habe, behaltet für euch; denn in dieser Zeit würde das niemandem zu seinem Heile etwas nützen. Zur rechten Zeit aber werde schon Ich selbst den Menschen, wenn sie Tieferes ertragen können, solche Dinge kundmachen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 14]

 

12.06. Das ewige Friedensreich auf Erden

 

Jesus: „Nur in der wahren Demut liegt der Weg zum inneren, geistigen Leben der Seele. Solange nicht die wahre, reine Liebe und die ihr entsprechende Demut die Völker ordnen und leiten werden, so lange wird es im allgemeinen finster sein auf der Erde. Denn solange werden Selbstsucht, Neid, Geiz, Verfolgung und Verrat, als die Elemente der Hölle, vom Boden der Erde nicht weichen, und es wird stolze, ruhmsüchtige Herrscher in der Welt geben bis zur Zeit des großen Gerichtes, in welchem Ich die Erde von neuem durchs Feuer reinigen werde. Nach solcher Zeit wird kein König mehr herrschen über ein Volk der Erde, sondern allein das Licht Gottes!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 76, 7 und 8]

 

Auf die Frage eines Freundes: ‚Herr, wann kommt jene glückliche Zeit, in der nur das Licht Gottes auf Erden herrschen wird?‘ antwortet Jesus: „Darum weiß allein der Vater; Mir hat es bis jetzt Mein Vater noch nicht geoffenbart, außer, daß solches geschehen wird. — Das aber könnet ihr alle als völlig wahr annehmen, daß nahezu alle zweitausend Jahre auf dieser Erde eine große Veränderung vor sich geht. Und so wird es auch, von nun an gerechnet, geschehen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 76, 9-10]

 

Jesus über die Menschen im ewigen Friedensreich: „Wie die Berge der Erde einst dem ebenen Lande gleichgemacht werden, werden auch die Menschen ihren Hochmut durch harte Prüfungen ablegen müssen, ansonst es unter ihnen nimmerdar zu einem wahren Frieden käme. Denn den Krieg gebiert der Hochmut der Menschen; hört der Hochmut auf, dann hören auch Mißgunst, Neid, Geiz, Haß, Unfriede, Streit und Krieg auf.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 8]

 

Jesus schildert künftige große Veränderungen auf der Erdoberfläche, wodurch fruchtbares Land für eine zahlreiche Menschheit entsteht. Er prophezeit ein glückseliges, gesundes und sorgloses Dasein der mit den himmlischen Mächten verbundenen Menschen im ewigen Friedensreich.

[Ev. Bd. 8, Kap. 48, 8-9]

 

Jesus: „Das Wohltun im ewigen Friedensreich wird in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und darin, daß der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach Kräften unterstützt.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 48, 10]

 

Jesus: „Es werden auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen — aber wie im Himmel nach Meiner Ordnung —‚ und es werden auch Kinder gezeugt, aber nicht auf dem Wege der puren Sinnenlust, sondern des wahren Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 48, 11]

 

Jesus zu Seinen Jüngern: „Ich lege jetzt den Samen ins Erdreich und bringe dadurch den Menschen nicht den Frieden, sondern das Schwert zum Streite und zu großen Kriegen. Nur der Mensch, welcher Meine Lehre annimmt und nach ihr lebt, wird in sich das Licht, die Wahrheit und den Lebensfrieden finden, obschon er dabei mit der Welt viele Kämpfe und Verfolgungen um Meines Namens willen zu bestehen haben wird, was auch ihr alle an euch erleben werdet. Wenn Ich aber zum zweiten Male in diese Welt kommen werde, dann wird unter den Völkern der Erde das Gären, Kämpfen und Verfolgen ein Ende haben, und das Urverhältnis der Menschen zu den reinen Geistern der Himmel wird wieder hergestellt werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 163, 1-2]

 

Jakob, der Pflegebruder des Jesuskindleins, enthüllt prophetisch das nach einem Gericht kommende ewige Friedensreich und sagt darüber: „Die Zeit des ewigen Friedens wird bleiben auf der Erde und wird von ihr fürder nicht genommen werden. Und da wird die Erde eins werden mit der Sonne. Und ihre Menschen werden bewohnen die großen Lichtgefilde der Sonne und werden leuchten wie sie. Und der Herr wird allein Herr und der Hirte sein, und alle leuchtenden Bewohner werden seine Herde sein. Und also wird die Erde bestehen ewig wie ihre Bewohner, und der Herr wird ewig sein unter ihnen — ein Vater Seiner Kinder! Da wird kein Tod mehr sein; wer da leben wird, der wird leben ewig.“

[Jug. Kap. 238, 22-26]

 

Jesus: „Wenn Ich zum andern Male auf diese Erde kommen werde, um Gericht zu halten, aber auch den Lohn des Lebens dem zu geben, der viel Elend und Not aus Liebe zu Gott und zum Nächsten erduldet hat, — dann soll Mir die Erde mit keinem Maßstabe mehr zu jemandes alleinigem Nutzen vermessen werden, sondern da, wo man stehen wird, da wird man auch ernten und seine Bedürfnisse befriedigen können. — Die Menschen werden einander wohl unterstützen, aber keiner wird sagen: ‚Siehe, das ist mein Eigentum, und ich bin darüber ein Herr!‘ Denn dann werden die Menschen einsehen, daß Ich allein der Herr bin, sie alle aber sind Brüder und Schwestern. Es sollte wohl auch jetzt so unter den Menschen sein, allein in dieser Mittelbildungsperiode der Menschen, die noch nicht durch das große Lebensfeuer gereinigt sind, wird das Besitzrecht Einzelner zugelassen bleiben, doch von jetzt an nicht mehr volle 2000 Jahre! — Darauf wird der Geist bei den Menschen das große Übergewicht bekommen, und man wird auf der Erde kein gemessenes Mein und Dein mehr sehen, noch davon reden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 182, 4-5]

 

Jesus: „Wenn dereinst die geläuterten Menschen in Meinem Lichte stehen und lebendig und wahr die Gebote der Liebe immerdar beachten, so wird der irdische Grundbesitz unter den Menschen so verteilt sein, daß jedermann soviel haben wird, daß er bei einem rechten Fleiße nie Not zu leiden hat. Die Vorsteher der Gemeinden sowie die Könige werden, als völlig unter Meinem Willen und in Meinem Lichte stehend, dafür sorgen, daß bei ihren Völkern nie ein Mangel eintritt. Und Ich selbst werde bald da und dort die Menschen besuchen und sie stärken und aufrichten, wo immer sie die größte Sehnsucht nach und die meiste Liebe zu Mir haben.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 186, 8]

 

Jesus: „Am Ende wird aller Aberglaube mit den Waffen der Wissenschaften und der Künste von der Erde hinweggeräumt werden, wobei aber dennoch kein Mensch in seinem freien Willen im geringsten beirrt wird. Dadurch wird wohl eine völlige Glaubensleere unter den Menschen eintreten, aber dieser Zustand wird nur kurze Zeit dauern. In jener Zeit will Ich den alten Baum der Erkenntnis segnen, und es wird durch ihn der Baum des Lebens im Menschen wieder zu seiner alten Kraft gelangen. Dann wird es nur einen Hirten und eine Herde geben.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 89, 9-11]

 

Jesus: „Diese Erde wird nach der vorhergesagten letzten großen Läuterung so wie nun Menschen tragen, aber diese künftigen Menschen werden um vieles besser sein als die jetzigen und werden fort und fort Mein lebendiges Wort haben.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 111, 3]

 

Das Jesuskindlein: „Die Menschen der Erde werden dereinst im Geiste alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt!“

[Jug. Kap. 198, 18]

 

Jesus in der Geisterwelt zu seinen Engeln: „Ich will nun die Erde fegen von allem Unkraut! Alsdann wird eine Brücke gestellt zwischen hier und dort, (Himmel und Erde), auf daß die Bewohner der Erde leichter zu uns herüberkommen sollen als bis jetzt auf der schon sehr morsch gewordenen Leiter Meines Jakob (die Gesetzeserfüllung), auf der nur Engel auf und ab steigen konnten. Die neue Brücke (d.h. der neue Bund der Liebe und Gnade Jesu) aber soll sein sehr breit und so eben wie der Spiegel eines ruhigen Sees. Und es sollen weder am Anfange noch in der Mitte noch am Ende der Brücke Wächter aufgestellt sein, zu untersuchen die Elenden und Schwachen, sondern da soll jeder ein Freizügler sein und sich jederzeit Rat und wahre Hilfe von hier als von seiner wahren Heimat holen können! — Auf dieser Brücke aber werden auch wir die lange verlassene Erde wieder betreten und dort unsere Kinder selbst erziehen, lehren, leiten und regieren und so das verlorene Paradies wieder aufrichten!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 86, 17-20]

 

Bedeutsame Voraussage des Herrn nach einer großen Auseinandersetzung zweier Engel mit Satan auf unserer Sonne: „Wohl hat Satan noch viele Legionen, die in seinem Namen Arges wirken; die Erde wird es empfinden, doch auf kurze Zeit nur! Dann aber wird die arge Quelle mehr und mehr versiegen, alles Arge wird dadurch erlahmen, und es wird dann auch das Ende alles Bösen nicht mehr ferne sein! — Das Gericht über alles Arge aber wird sein unsere Liebe; diese wird alles gefangennehmen, und nichts wird ihr widerstehen können ewig!“

[BM. Kap. 201, 7-8]

 

12.07. Die Auflösung der Erde und aller Materie

 

Der Herr: „Welche Möglichkeit der Besserung und Rückkehr in die Ordnung Gottes für Satan und seinen Anhang besteht, wird sich erst nach einer Hauptprüfung dieses Geistes zeigen, durch die er in klarste Erfahrung bringen wird, daß all sein Seelisches ihm genommen wurde und sich in die Herrlichkeit Gottes begeben hat. Dann wird keine Sonne mehr sein und keine Erde im weiten Schöpfungsraume; denn da werden alle sichtbaren Körper ihre Gefangenen schon völlig ausgeliefert haben, und da wird keine Materie mehr zu finden sein, — außer die geistige eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Die alte Erde aber wird zusammenschrumpfen wie ein Apfel, der faul geworden ist und darum eindorrte; das aber wird auch alles sein, was von aller Materie übrigbleibt, nämlich die letzte Schlacke echt satanischer, allerbösester seelischer Intelligenzpartikel, welche der Geist Satans und seiner Spießgesellen nicht verlassen wird. — Das aber wird geschehen: daß diese erzbösen Geister mit ihrer Schlackenumhüllung geworfen werden in alle Unendlichkeit, und ihr Fall wird nimmer ein Ende finden, wie es geschrieben steht: Alle Bosheit ist hinabgesunken in den ewigen Abgrund und wurde verschlungen auf ewig, und fürder wird nimmer eine Bosheit sein in allen Räumen der Unendlichkeit.“

[Ed. Kap. 55, 2.4.7]

 

Der Herr: „Damit eine jede Seele ein vollkommenes göttliches Ebenmaß bekomme, wird jeder Seele ein neuer Geist aus Gott eingepflanzt, wodurch sie eine neue Kreatur wird. Und das ist die neue Schöpfung, die durch das Feuer der göttlichen Liebe gestaltet wird; die alte Schöpfung aber wird zurücksinken in ihren Staub und in ihre stets größere Ohnmacht, sie wird verhärten und zu einer Unterlage und zu einem Schemel der neuen werden.“

[Ed. Kap. 54, 9]

 

Jesus: „Wenn aus der Materie einer Welt alle Sondergeister herausgehoben sein werden, dann ist auch das volle Ende einer solchen Welt gekommen. Das dauert bei einer Welt, wie diese Erde eine ist, freilich wohl sehr lange, aber einmal kommt dennoch das Ende herbei.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 9-10]

 

Jesus: „Wenn einst die Erde nach für euch undenklich vielen Jahren alle ihre Gefangenen hergegeben hat, so wird sie dann selbst im Lichtmeere der Sonne in eine geistige umgewandelt werden. — Das unterste Hüls- und Schotenwerk, darin früher die lebendigen Geister und Seelen hausten, gleicht dann einem Bimsstein, der, obschon kein eigentliches Lebenselement mehr, doch immer noch eine plumpe, zerrissene Materie ist und eine unterste Art gerichteter Geister in sich birgt.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 111, 4]

 

Jesus: „Aus den aufgelösten, entseelten Weltkörpern und Sonnen aller Art werden nach undenkbaren Zeiten vollkommen geistige Weltkörper zur Grundlage und Wohnung der seligen Geister. Es werden solche Weltkörper nicht nur auf der Oberfläche, sondern auch inwendig bewohnt sein in allen ihren den früheren materiellen Formen entsprechend ähnlichen Lebenstempeln. Da werden die Menschen als vollendete Geister erst die innere Beschaffenheit der sie tragenden Welten vollkommen kennenlernen und sich nicht genug darüber wundern können.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 112, 1-3]

 

Jesus: „Alle um eine Planetarsonne bahnenden kleineren Weltkörper, wie diese Erde, der Mond und auch die Kometen werden nach für euch undenkbar vielen Erdenjahren in ihrer Planetarsonne ihre Auflösung finden. — Die zahllosen Planetarsonnen finden ihre Auflösung in ihrer Mittelsonne. Diese Mittelsonne (mit ihren Trabanten) in ihrer nächst höheren Zentralsonne. Diese Sonnengebietszentralsonnen stehen in allen ihren Seinsverhältnissen ums millionenmal Millionenfache größer da als die sie umbahnenden Sonnen niederer Ordnung. — So geht die Auflösung (der materiellen Weltkörper) fort bis zu der einzigen Urzentralsonne einer Hülsenglobe, deren Größe für eure Begriffe wahrhaft unermeßlich ist. — Aber wie wird dann diese Urzentralsonne ihre endliche Auflösung finden? — Im Feuer Meines Willens! — Und schließlich werden alle Weltkörper vergeistigt in ihre früheren Ordnungen und Dienstleistungen zurücktreten und ewig fortbestehen in ihrer Pracht, Größe und Wunderfülle!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 112, 4-6]

 

Jesus: „Trotz der für euch unermeßlichen Dauer der (materiellen) Weltkörper wird dereinst ihre Zeit dennoch aus sein und damit abermals eine Schöpfungsperiode vollbracht und abgeschlossen werden, wonach dann in einem weit entlegenen Raumgebiet zu einer neuen Schöpfung geschritten wird, an der, wie an zahllosen weiteren, auch ihr (Meine wahren Kinder) einen Tätigkeitsanteil nehmen werdet, begabt mit einer stets größeren Machtvollkommenheit.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 112, 8]

 

Jesus zu gereiften Jüngern: „Gleich wie ihr werden zahllos viele Menschen aus dem großen Weltenmenschen hervorgehen, und das so lange, bis alles in ihm Gerichtete und Gefangengehaltene in das freieste geistige Leben übergegangen sein wird; und solange dieser ganze Weltenmensch nicht völlig ins freie und selbständige Geistige aufgelöst sein wird, so lange werden Gericht und Hölle fortbestehen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 246, 1]

 

Jesus: „Für diese Erde wird nach der Ausreifung des letzten gerichteten Geistes der Dienst als Wiege der Gotteskinder für ewig erlöschen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 174, 13]

 

12.08. Das Schicksal des gefallenen großen Lichtgeistes

 

Jesus: „Der große Schöpfungsmensch in seinem ganzen Gehalt ist der urgeschaffene Geist, den die Schrift ‚Luzifer‘ (Lichtträger) nennt. Er ist noch immer im Vollbesitz seines starken Selbstbewußtseins, aber nicht mehr im Besitze seiner Urkraft, sondern gefangen und gerichtet in allen seinen Teilen. Nur ein Weg steht ihm stets frei, und das ist der zu Meinem Vaterherzen. Für jeden anderen aber ist er gerichtet und so gut wie tot und vermag keinen Fuß und keine Hand auch nur um ein Haarbreit weiter zu bewegen. — Daß aber dieser Geist nun in sich in lauter feste Hülsengloben gesondert ist, das ist sein Gericht. Und sein Leben, das dadurch in zahllos viele abgeschlossene Teile getrennt ist, ist denn auch als kein Ganzes, sondern als ein höchst geteiltes anzusehen. Denn nur in jeder Hülsenglobe ist Leben, außerhalb derselben aber kein anderes — als nur das Meines ewig unwandelbar festen Gottwillens. Jede Hülsenglobe steht fest und kann ihr Standverhältnis gegen ihre Nachbargloben auch nicht um Haaresbreite ändern!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 6 und 8]

 

Jesu große, dem römischen Oberstatthalter Cyrenius im Herzensinnern erteilte Eröffnung über das Los Luzifers, den Sinn der Schöpfung und die Wiederbringung aller Dinge: „Luzifer, der verloren ist, wird gesucht und dem Schwerkranken wird Arznei geboten; aber sein Wille bleibt frei und muß frei bleiben! Denn seinen Willen hemmen, hieße die ganze Schöpfung in härtesten Stein verwandeln, darin sich kein Leben regen kann. Die ganze materielle Schöpfung ist der gerichtete große Geist, getrennt in zahllose Welten, die sein Wesen bedingen. Aber aus diesem einen Wesen werden zahllose Myriaden Wesen, wie da sind die Menschen dieser Erde, genommen und werden durch Gottes Macht, Liebe und Weisheit zu gottähnlichen Wesen umgestaltet. Und das ist eine sichere Umkehr des einen großen Geistes!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 63, 2]

 

Fortsetzung von Jesu großer, dem römischen Oberstatthalter Cyrenius im Herzensinnern erteilten Eröffnung: „Wenn einst alle Erden und Sonnen in Menschen aufgelöst sein werden, dann wird von dem Einen (Luzifer) nichts mehr übrig sein als sein eigentliches „Ich“, das im völligen Alleinsein sich nach Zeiten der Zeiten zur Umkehr wird anschicken müssen, ehe es einem ewigen Verschmachten preisgegeben wird. Dann wird kein materieller Weltkörper mehr kreisen im endlosen Raum, sondern überall wird eine herrliche, neue geistige Schöpfung mit seligen, freien Wesen den Raum erfüllen. Und Ich werde gleichfort aller Wesen Gott und Vater sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und dieser allerseligste Zustand wird nimmer ein Ende haben; es wird da sein eine Herde und ein Hirte! — Wann aber dieses alles so sein wird nach der Anzahl der Erdenjahre, kann nimmer bestimmt werden. Und würde Ich dir die Zahl auch kundtun, so würdest du sie unmöglich fassen!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 63, 3-4]

 

Jesus zu dem römischen Hauptmann Julius, der die Möglichkeit einer Umkehr Satans zu Gott bezweifelt: „Freund, das sind Dinge, die du jetzt noch nicht verstehen kannst, und die auch die Engel nicht in aller Tiefe fassen. Die irdische Zeit hat dafür kein Maß. — Doch siehe: Ein Weltkörper, wie da ist die Urgrundmittelsonne einer Hülsenglobe, braucht einen für dich unendlich langen Zeitraum, bis all das in ihr gerichtete Leben, das jetzt eine scheinbar tote Materie ist, sich völlig auflöst ins freie, geistige Leben. Wenn aber eine solche Urgrundmittelsonne einmal zu Ende kommt, dann wird auch die noch immer mögliche Umkehr Satans (zur göttlichen Ordnung) nicht mehr ferne sein.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 152, 23-24]

 

Der bekehrte und erleuchtete Römer Markus bezeugt: „Der verlorene und dann zum Vater zurückgekehrte Sohn in Deinem Gleichnis, o Herr, scheint mir im kleinen Maßstab zunächst die geistige Wiedergeburt eines Menschen dieser Erde anzudeuten, aber im größten Maßstabe zugleich auch jene geistige völlige Wiedergeburt des großen Schöpfungsmenschen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 60, 14]

 

Der Herr: „Solange noch die Erde besteht, ist es jedem Geiste möglich, den Weg der Reue, Demut und Besserung zu beschreiten, somit auch dem ärgsten Geiste. Wenn aber die Zeit verrinnen wird, dann wird auch die Möglichkeit der Rückkehr versperrt sein auf ewige Zeiten. Ja, es werden noch einige Millionen Erdjahre verfließen, bis die Erde alle Gefangenen (Seelensubstanzen) ausgeliefert hat und dann ihre letzte Probe im Feuer der Sonne machen wird. Was dabei noch aufgelöst werden kann, das wird zur Freiheit gelangen; was aber das Feuer der Sonne nicht auflösen wird, das bleibt Schlacke ewiglich als Gefängnis des Allerärgsten, — und das wird sein der letzte und ewige Tod!“

[Ed. Kap. 55, 8]

 

Jesus schildert im Jenseits dem Bischof Martin die einstige Bestimmung des zerstörten Planeten Mallona: „Dieser Planet, der früher zwischen Mars und Jupiter um eure Sonne bahnte, hatte einst dieselbe Bestimmung wie nun eure Erde: als Pflanzschule der Gotteskinder zu dienen. Denn der erste gefallene Geist hatte ihn erwählt mit dem Versprechen, er wolle sich da demütigen und zu Mir zurückkehren, und dieser Stern sollte darum dereinst ein Stern alles Heiles sein! Hier wollte Luzifer ganz in sich gezogen wirken, und kein Geschöpf dieses Gestirnes und anderer Planeten sollte je von ihm beirrt werden. Aber er hielt sein Gelübde nicht, sondern wirkte so böse in seiner ihm zugelassenen Freiheit, daß kein Leben mehr fortkommen konnte. Er wurde darum in das Feuerzentrum dieses Planeten (Mallona) gebannt, und die Bestimmung dieses Planeten ward der Erde gegeben. Als diese reif ward für Menschen und Ich zu dem ersten Menschen den Keim legte, da riß der Böse an seinem Kerker, und es dauerte Mich seiner, und Ich ließ ihn tun, was er wollte. Und siehe, da zerriß er seine Erde und fiel von da in den Abgrund dieser eurer Erde und tat dann darauf, was dir wohlbekannt ist.“

BM.[ Kap. 46,7-9]

 

Der einstige Bischof Martin zum Drachen (Satan): „Ich weiß, daß du als ein erster, größter Geist voll Licht und Klarheit aus Gott hervorgegangen bist — deine Macht durchdrang alle Räume, und dein Licht strahlte wie ein Gottesauge —‚ aber ich weiß es auch, daß dich Gott nicht für den Fall, in dem du nun schon einige Ewigkeiten hartnäckig verharrst, sondern für die allerhöchste Auferstehung des freiesten und seligsten Lebens aus sich hervorrief!“

[BM. Kap. 117, 2]

 

Bei einer großen Auseinandersetzung in der geistigen Welt mit Satan warnt der Herr Seinen Widersacher: „Du weißt, daß diese Zeit deine allerletzte ist; in dieser kannst du noch erstehen — oder fallen auf ewig!“

[BM. Kap. 119, 2]

 

Der Apostel Johannes zu dem einstigen Bischof Martin über das Gericht Satans: „Du wirst dich selbst davon überzeugen, daß dem Satan auf keinem anderen Wege beizukommen ist als auf dem des lange fortdauernden Gerichtes — das nämlich in der äußeren Schöpfung besteht —; denn dadurch wird er stets schwächer und ohnmächtiger und muß sich, solcher Schwäche und Ohnmacht bewußt, doch in gar vieles fügen, in das er sich in seiner freien, ungerichteten Vollkraft ewig nie fügen würde!“

[BM. Kap. 190, 15]

 

Satan spricht zu dem einstigen Bischof Martin über die Möglichkeit seiner sehr späten Umkehr zu Gott.

[BM. Kap. 193, 17-22]

 

Jesus zu dem lebensvollendeten Robert Blum: „Zu unterst in der linken kleinen Zehe des Großen Schöpfungsmenschen siehst du einen etwas rötlich glitzernden Punkt. Das ist jene Globe, in welcher sich naturmäßig eure Erde befindet. — Und in eben diese Globe ist das gesamte (eigenpersönliche) Leben des größten urgeschaffenen Geistes (Luzifer) nun gebannt. Will er sich dort demütigen und zu Mir wiederkehren, so soll sein Urleben wieder freigegeben werden. Und dieser Große Schöpfungsmensch wird dann ganz wie von einem freiesten Leben durchweht sein. Will aber dieser Urgeist Meiner Schöpfung in seinem hochmütigen Starrsinn verharren, so mag diese Ordnung, wie sie nun bestellt ist, für ewig verbleiben, wenigstens, bis die ganze Materie in ein neues, endlos vervielfachtes Seelen- und Geisterleben sich aufgelöst haben wird! Diese letztere Ordnung wird aber auch dann fortbestehen, wenn der urgeschaffene große Geist eine rechte Umkehr machen würde! — Er kann nur als ein ganz einfacher Geist gedemütigt umkehren und muß dann frei aus sich seine Urtotalität für ewig fahren lassen, wofür ihm freilich eine unmeßbar größere, aber, wie jedem anderen Menschengeiste, nur ganz einfache zuteil würde.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 9-11]

 

Jesus: „Das Hülsenwerk des Großen Schöpfungsmenschen, das nur aus Meinem festesten, ewig unwandelbaren Willen besteht, wird nach der Befreiung aller gerichteten Seelenfunken bleiben, entledigt alles jetzt in ihm enthaltenen Seelen- und Geisterlebens, als feste Unterlage und als ein ewiges Denkmal unseres großen Wirkens, an das sich dann ewig neue und reingeistige Schöpfungen reihen sollen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 12]

 

12.09. Der neue, große Lichtmensch

 

Jesus, der Herr, zu dem lebensvollendeten Robert Blum: „Wenn du diesen übergroßen, neuen, hellstrahlenden Lichtmenschen genauer betrachtest, so wirst du entdecken, daß auch er aus zahllos vielen herrlichsten Sternen besteht, sowohl sein Gewand als auch sein ganzer Leib. Dieser Sterne einer ist um unberechenbar vieles größer als der ganze große, materielle Schöpfungsmensch mit seinen zahllosen Hülsengloben. Denn diese Sterne sind Vereine, von seligsten Geistmenschen bewohnt, von denen jeder kleinste ums Tausendfache mächtiger und größer ist als jener erste Mensch, dessen Bild du hier im rechten Verhältnis zu diesem zweiten Himmelsmenschen unter dessen kleinster Fußzehe gleich einem gekrümmten Würmchen ersiehst. — — — Dieser zweite Mensch aber stellt im Grunde des Grundes Mich selbst in Meiner Wirkung auf einem schon wohlbestellten Acker dar. — Du siehst aber, daß auch die Form dieses zweiten Menschen notwendig eine Begrenzung haben muß, ansonst du keinen Menschen erschauen könntest. — Was ersiehst du aber über diese Form hinaus? — — — — Licht und Licht, so weit das Auge reicht! — Das ist alles Mein Geist, Meine Macht, Meine Liebe! — Hier werden noch zahllose Myriaden solcher Großmenschen den geräumigsten Platz finden. Denn alle Meine Kinder müssen ja auch Raum haben, um ihre Schöpfungen unterzubringen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 3-6]

 

Robert-Uraniel und seine lebensvollendeten Freunde erschauen im himmlischen Diorama einen endlos großen Menschen, von einem sanftest und lieblichst strahlenden Lichte umflossen. Aus der Gegend seines Herzens dringt ein mächtiges Licht hervor, welches das Auge nicht beleidigt, sondern im Beschauer ein überaus wonniges Gefühl hervorruft. Unter dem linken Fuße dieses herrlichen, unermeßlich großen Lichtmenschen ist in einer halb liegenden, mit dem Kopfe abwärts gewandten Stellung eine sehr kleine Menschengestalt zu ersehen, die von einem matten, etwas rötlichen Schimmer umgeben ist. Jesus, der Herr, erläutert dieses Bild: „Ihr seht hier die erste und die zweite Schöpfung nebeneinander. Der große Lichtmensch stellt die neue Schöpfung dar, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Hier befindet sich die Erde nicht mehr in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie dies bei der ersten, materiellen Schöpfung der Fall ist, — sondern im Zentrum des Herzens dieser neuen Schöpfung. Das mächtige Licht aus der Gegend des Herzens entstammt der neuen Erde, die ein ewiges Wohnhaus Meiner Liebe und aller Meiner Kinder bleiben wird.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 303, 1-2]

 

Der Herr: „Alle Welten mit ihren Herrlichkeiten werden einst vergehen, — aber aus den Taten der Liebe werden unvergängliche Sonnen und Welten hervorgehen, wachsen und herrlicher werden in alle Ewigkeit! Und ihr werdet darin schauen die große Herrlichkeit des ‚neuen Himmels‘ und der ‚neuen Erde‘, welche sein werden und jetzt schon sind: reine, unvergängliche Werke der ewigen Liebe!“

[Hi. 1, S. 368, 11]

 

12.10. Die materielle und die geistige Schöpfung ein Werk der barmherzigen Liebe Gottes

 

Auf die bange Frage vieler Menschen: ‚Wohin denn am Ende mit solcher unendlichen Vielheit der Geschöpfe?‘ erwidert der urewige, allmächtige Schöpfer: „In Meiner Unendlichkeit hat auch Unendliches Platz und wird ihn ewig nimmer ausfüllen; — wenn auch der beständige Wesenzuwachs noch unaussprechlichmal größer und zahlreicher wäre, als er der bestehenden Ordnung zufolge ist. Dieser Hinweis aber soll euch auch die Beruhigung geben, daß euer guter, heiliger Vater größer, mächtiger und vollkommener ist, als sich Ihn ein schwacher Erdengeist selbst in seinen feierlich hellsten Augenblicken vorzustellen vermag.“

[NS. Kap. 73, 11-13]

 

Die von Abedam-Jehova zur himmlisch-geistigen Schau erweckte Ghemela, Tochter des frommen Erzvaters Zuriel, schildert in fassungsloser Erschütterung die Herrlichkeit, Größe und Lichtfülle der zahllosen Riesensonnen im unermeßlichen Weltall.

[H. Bd. 1, Kap. 183, 22-26]

 

Der zur Gottesliebe heimkehrende, bisher weisheitskalte Naturforscher Hored bricht in die Jubelrufe aus: „O du herrliche, wunderbare Schöpfung Gottes, wie erhaben und heilig bist du, mit den Augen der Liebe betrachtet und tief gefühlt im liebenden Herzen!“

[H. Bd. 2, Kap. 37, 3]

 

Der Herr erläutert neuen Himmelsbürgern die Ordnung der Sonnensysteme, die Lichtstärke der Sonnen und ihre Größe. Den Schauenden zeigen sich auch die Feuergeister der All-Mittelsonne in ihrer gewaltigen Tätigkeit.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 298]

 

Jesus zu lebensvollendeten Himmelsbürgern: „Was ihr nun sehet, ist eine Haupt- und Urmittelsonne, um die sich sieben Millionen Sonnen-Allalle drehen und bewegen. Sie ist um eine Millionmal größer als die sieben Millionen Sonnen-Allalle. Ihr Durchmesser beträgt etwa zwei Oktillionen irdischer Wegmeilen. Das Licht in größter elektromagnetischer Schnelligkeit, auf die Sekunde vierzigtausend irdische Wegmeilen gerechnet, hätte viele tausend Trillionen Jahre der Erde zu tun, um von einem Pol zum anderen dieser Sonne zu gelangen!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 299, 8]

 

Lebensvollendete Himmelsbürger erschauen in ihrem eigenen Geistesspiegel die sie fast überwältigende, der Schöpfung dienende Tätigkeit von Feuerriesengeistern auf der Urzentralsonne einer Hülsenglobe und die Ausgeburt eines gewaltigen Feuerballes, welche den Beginn der Erschaffung einer neuen All-Mittelsonne darstellt.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 299, 13-18, Kap. 300, 1-4]

 

Jesus zu dem eben lebensvollendeten Robert Blum: „Das, was dir im Bilde des Großen Schöpfungsmenschen wie glitzernde Sandkörnchen vorkommt, sind lauter Hülsengloben, in deren jeder Dezillionen von Sonnen und dazu noch ums Millionenfache mehr Planeten, Monde und Kometen enthalten sind. — Die Entfernung einer solchen Hülsenglobe von der anderen beträgt durchschnittlich eine Million Durchmesser einer Hülsenglobe.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 7]

 

Eine geläuterte heidnische Seele im Jenseits: „Die Erde und was du auf und über ihr siehst ist ein von einem allerhöchsten Geiste geschaffener Ort gerade so, wie im kleinen Maßstabe ein kleiner Ort (im Jenseits) durch mein Denken und Wollen geschaffen wurde. — Die Liebe des großen Geistes, Seine überaus hellen Lichtgedanken, Sein allmächtiges Wollen und Seine große Barmherzigkeit sind die Urelemente, aus denen Er solche wunderbaren Orte herstellt und sie auch erhält, solange Er will!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 175, 14-15]

 

Da sich einige Jünger darüber wundern, daß der Herr sich gleich anderen Menschen an den Erscheinungen der Naturwelt erheitert, erklärt ihnen Jesus: „Wenn Ich an den Dingen und Erscheinungen der materiellen Natur kein größeres und innigeres Wohlgefallen hätte als ihr, da würde sich von dieser Erde mit allem, was sich auf, in und über ihr befindet, gar bald auch nicht ein Pünktlein mehr vorfinden. Es ist ja alles Meine ewige Liebe, verkörpert vor euren Augen; wie sollte Ich denn kein Wohlgefallen an Meiner Liebe haben, die doch von Ewigkeit her alles in allem ist!?“

[Ev. Bd. 9, Kap. 152, 3-4]

 

Der Herr: „In einer Sonnenhülsenglobe sind eine Milliarde Sonnen enthalten. Denket euch hinzu, daß von einer Globe bis zur anderen eine Milliarde Globen Platz hätten, — und denket euch ferner, daß eine Milliarde Milliarden solcher Globen ein Schöpfungsganzes ausmachen, — so wird euch einleuchten, wie groß Ich, wie groß Meine Sorge, und wie groß erst Meine Liebe sein muß, die dieses alles erhält und Leben haucht über alles nach Bedarf des Seins! Sehet, Ich bin also ein gar großer Vater, der sehr vieles hat, und Meine lieben Kinder sollen dereinst nicht zu kurz kommen! Wohlgemerkt! — die Mich lieben!“

[Hi. 1, S. 118, 3-4]

 

Der Herr: „Ich bin in allem, was euer Auge und Ohr berühren kann, immerwährend die ewige Liebe selbst. Wie einst die Welt entstanden ist aus der Erbarmung Meiner Liebe, so besteht sie in Meiner Liebe, und so wird sie einst auch nur sanft aufgelöst werden in Meiner Liebe. — Und ist auch der Zorn Meiner Gottheit das Sichtbare der Materie, so wird aber diese doch nur gesänftet erhalten von Meiner Liebe, solange es Meine ewige Ordnung für notwendig finden wird.“

[Hi. 1, S. 138, 28]

 

 

Inhalt

 

 

08.   Erlösung und Vollendung

08.01. Die Willensfreiheit im neuen Lichte

08.02. »Adams Fall« und die »Erbsünde«

08.03. Die Sünden und ihre Folgen

08.04. Sündenbekenntnis und Sündenvergebung

08.05. Gnadenerlösung oder Selbstgestaltung?

08.06. Die göttlichen Gnadenmittel Abendmahl, Geistes- und Wassertaufe

08.07. Die geistige Neu- oder Wiedergeburt

08.08. Kreuzesopfer, Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Christi

08.09. Zorn und Gerichte Gottes

08.10. Die Gabe des heiligen Geistes

08.11. Prädestination? (Vorherbestimmung)

 

09.   Vom Sterben und Hinübergehen

09.01. Das Rätsel des Todes

09.02. Bestattung und Verwesung der Leibeshülle

09.03. Übergang der Seele ins Geisterreich

09.04. Jüngster Tag und jüngster Gericht

09.05. Todesfurcht und Sterbensfreude

 

10.   Fragen des Jenseitslebens

10.01. Ewige Verdammnis?

10.02. Selbstmord und dessen Folgen im Jenseits

10.03. Wiedereinzeugung (Reinkarnation) und Rückerinnerung

10.04. Wiedersehen und Verkehr mit den Jenseitigen

10.05. Fürbitte für Abgeschiedene

 

11.   Das große Jenseits

11.01. Das Wesen der Geisterwelt

11.02. Die Örtlichkeit der Geisterwelt

11.03. Die Stufung der Geisterwelt

11.04. Das Mittelreich

11.05. Enthüllung, Unterweisung und Erziehung der Seelen im Jenseits

11.06. Große Schwierigkeiten der jenseitigen Entwicklung sehr unlauterer Seelen

11.07. „Himmel“ und „Hölle“ sind Seelenzustände

11.08. Der Absturz in die Hölle

11.09. Der Aufstieg zum Licht der Paradiese und Himmel

11.10. Das jenseitige Kinderreich

11.11. Die Auferstehung des Fleisches

11.12. Das Leben der Vollendeten

 

12.   Der Weltplan Gottes

12.01. Die Schöpfung: ein Entwicklungsvorgang in Schöpfungsperioden

12.02. Das materialistische Maschinenzeitalter auf Erden

12.03. Die geistige Wiederkunft Christi

12.04. Das Tausendjährige Reich - eine Kampfzeit

12.05. Die letzte kurze Freiheitsprobe Luzifers und das große Feuergericht

12.06. Das ewige Friedensreich auf Erden

12.07. Die Auflösung der Erde und aller Materie

12.08. Das Schicksal des gefallenen großen Lichtgeistes

12.09. Der neue, große Lichtmensch

12.10. Materielle und geistige Schöpfung - ein Werk der barmherzigen Liebe Gottes

 

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