Neuoffenbarung

 

Band 1

 

 

 

Am Aufgang des dritten Jahrtausends.

Ein Lehr- und Nachschlagewerk der Neuoffenbarung,

gegeben durch Jakob Lorber

 

*

 

Das geistige Schrifttum Jakob Lorbers

Die durch das innere Wort empfangenen „Neuoffenbarungen des Herrn“ wurden von hingebungsvollen Freunden Lorbers gesammelt und befinden sich nun — urschriftlich in vielen großen und kleinen Folianten — im Besitz der Lorber—Gesellschaft e.V., Bietigheim! Württemberg. Die heutigen Herausgeber faßten dieses Geistesgut in 25 großen Bänden und einigen kleineren Druckschriften zusammen. Das im Lorber-Verlag Bietigheim erschienene Gesamtverzeichnis enthält darüber ausführliche Angaben.

Die in vorliegendem Nachschlagewerk wörtlich angeführten Schriftstellen sind folgenden Lorberwerken entnommen:

 

Das Große Evangelium   

11 Bände

Die Haushaltung Gottes

3 Bände

Die Jugend Jesu       

Jakobus-Evangelium

Drei Tage im Tempel  

Dreitagesszene

Erde und Mond

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Die geistige Sonne       

2 Bände

Bischof Martin

_ _ _

Robert Blum

2 Bände. (neuer Titel: „Von der Hölle bis zum Himmel“)

 

Außerdem enthält das Werk zahlreiche Hinweise auf weitere Lorber-Texte. Die nachstehenden alphabetisch geordneten Abkürzungen beziehen sich auf folgende Schriften:

 

Ev. Bd.

Großes Evangelium, Band...

Rbl.

Robert Blum (Hölle/Himmel)

Sa.

Der Saturn

Gr.

Der Großglockner

GS.

Die geistige Sonne

Schrft.

Schrifttexterklärungen

BM.

Bischof Martin

Hi.

Himmelsgaben

Bw.

Briefwechsel Jesu

H.

Die Haushaltung Gottes

Dr. T.

Drei Tage im Tempel

Jug.

Die Jugend Jesu

Ed.

Erde und Mond

Lao.

Laodizenerbrief

Fl.

Die Fliege

NS.

Unsere natürliche Sonne

 

Vorwort

Dieses letzte Lebenswerk des früheren Schriftleiters im Lorber Verlag, Dr. Walter Lutz, stellt ein nach Begriffen geordnetes Nachschlagewerk dar. Der Verfasser gliederte hier die gewaltige Fülle von Texten des gesamten Schrifttums Jakob Lorbers in zwölf Lehrgebiete. Ihre Abschnitte behandeln jeweils bestimmte geistige Themen. Die systematische Zusammenfassung ergab sich aus folgender Notwendigkeit:

Die Neuoffenbarungen Jesu Christi, die Lorber durch das innere Wort vermittelt wurden, umfassen 25 stattliche Bände. Sie bieten außer den reinen Lehrtexten auch zahlreiche geschichtliche Berichte, naturgeistige Erkenntnisse vom Atom bis zum Weltall, Eröffnungen über die geistigen Sphären, über Weg und Ziel des Menschen, sowie über mancherlei verborgene Probleme des Seins und Daseins.

Walter Lutz ging es darum, die große Zahl der vielfach weit verstreuten und oft schwer auffindbaren Schriftstellen, betreffend die wichtigsten Fragen des geistigen Glaubens- und irdischen Alltagslebens, den Lesern in gesammelter, übersichtlicher Form nutzbar zu machen. Damit werden nun auch Vortragsrednern und Verfassern von Abhandlungen die bezüglichen Darlegungen Jesu und seiner erleuchteten Jünger in wohlgeordneter Form an die Hand gegeben. Ist auch bei solchen Lesern ein gründliches Studium der Lorberwerke Voraussetzung, so bietet ihnen das neue Nachschlagewerk mit der beigefügten Übersichtstafel zusätzlich eine wertvolle Hilfe.

Aber auch für neu hinzukommende Wahrheitssucher ist dieses Werk ein übersichtlicher Führer, der ihnen Zugang zu der unermeßlichen Tiefe der Neuoffenbarung vermittelt. Der mit dem Lorber-Schrifttum noch nicht Vertraute hat dabei den Gewinn, daß er hier zweifellos auf Probleme stößt, die ihm besonders am Herzen liegen. Er vermag damit in der Folge eine Auswahl jener Originalschriften Lorbers zu treffen, deren Studium ihm besonders ausführliche Antworten auf seine Fragen erteilen kann.

Die begriffordnende Übersichtstafel zeigt den logischen Hauptgedankengang, der sich wie ein Lichtkreis wegweisend um das große Offenbarungsgut zieht. Aus diesem Blickfeld wurden die verschiedenen geistigen Lehrgebiete erfaßt und aneinandergereiht.

Vom erhabenen Wesen der Gottheit führt uns dieser Weg weiser zum Mensch gewordenen Gott in der Gestalt Jesu Christi hin. Von Ihm, dem nun persönlich vorstellbaren Gott, geleitet uns der Ordnungskreis zur geistigen und materiellen Schöpfung. Und von da aus zur Schaffung des Erdenmenschen aus den seelischen Substanzen der Materie, die durch den ihm eingepflanzten reinen Gottesfunken zur Läuterung und Vollendung gebracht werden sollen. Das Wirken der gottesfeindlichen Kräfte durch Luzifers (Satans) Sturz aus den himmlisch-geistigen Sphären, sowie seine Bannung in die Materie unseres Erdkörpers wird in mehreren Kapiteln des Lehrwerkes ausführlich berücksichtigt. Ebenso klar erscheint darin die Begründung, warum gerade dieser kleine Planet und seine Bewohner eine solch einzigartige Stellung im gesamten Makrokosmos einnehmen.

Wie sich das Erdenleben des Menschen gestalten soll, welche Gnadenmittel Gott dem Menschen darreicht, damit dieser selbständig und völlig willensfrei sein ewiges Ziel, die Gotteskindschaft zu erreichen vermag — das schildern überzeugend die geordneten Texte der Lehrgebiete V — VIII. Die in Kap. V. erläuterten göttlichen Liebegebote bilden den Schlüssel hiezu, wenn der Mensch von jenem Glaubens- und Geistesleben tätigen Gebrauch macht, wie es ihm im VI. und VII. Lehrgebiet geoffenbart wird. Anliegen des VIII. Lehrgebietes ist es, dem Heilsuchenden darzulegen, welche Mittel und Wege zur Erlösung und Vollendung des geistigen, seelischen und auch leiblichen Menschen hinführen.

Im IX. Abschnitt des Lehrwerkes stehen wir an der Schwelle des Todes und erfahren dort die frohe Botschaft vom ewigen Leben, das als Schöpfungshauch Gottes unzerstörbar ist. Das anschließende Lehrgebiet XI gibt dem staunenden Auge einen bisher nie erhaltenen Einblick in die Fülle des schier endlosen Geisterreiches. Wir wandern im Geiste an der Hand des göttlichen Vaters Jesus und seiner Engel vom noch erdenverhafteten Mittelreich bis zu den Tiefen der Hölle, sowie hinauf zu den beseligenden Himmelszuständen der Weisheit und Liebe. Findet die Erlösung des Menschen zum Gotteskind ihre Krönung im höchsten Liebehimmel, erhebt sich dort für jeden vollendeten Geist die Frage: Was wird aus den anderen Menschen, aus den tiefstgefallenen Wesen der materiellen Welten?

Hier im XII. und letzten Lehrgebiet enthüllt sich uns jener überwältigende Rückerlösungsplan alles in der Materie gefesselten Geistigen, der als höchster Liebeakt des Schöpfers die Frage nach der „Wiederbringung aller Dinge“ beglückend beantwortet. Eben so wird in diesem Abschnitt (wie auch bereits in Kap. VII) ein besonderes Anliegen der christlichen Glaubenswelt erläutert: die geistige „Wiederkunft Christi“ auf Erden, die jenen grandiosen Umwandlungsvorgang mit all seinen Folgen einleiten wird.

Mit der kommenden Vergeistigung aller Welten des Universums und der möglichen Befreiung aller, sogar der härtest gefangenen und tiefstgefallenen Geister schließt dieses Thema das umfassende Lehrwerk ab. Doch über dieser letzten Hoffnung schwebt das göttliche „Vielleicht“; denn das letzte Geheimnis seines Herzens gibt Gott nicht einmal seinen höchsten Engeln preis.

Das Lehrwerk „Neuoffenbarung“ entsprang dem Herzenswunsch seines Verfassers, den Mitmenschen einen zusammenfassenden Überblick zu bieten über jene Gnadengabe des Heiligen Geistes, die das christliche Glaubensgut in ein höheres, Gemüt und Vernunft ansprechendes Verständnis rückt. Die Saat ist ausgestreut. Möge sie die Liebe Gott-Vaters zur Frucht in vielen Menschenherzen reifen lassen!                

 

Einleitung

Alles Neue kommt aus der Verborgenheit. Unter dieses Wort Joachims von Fiore kann auch das Lebenswerk Jakob Lorbers gestellt werden, das der Christenheit verloren gegangene oder bisher verborgen gewesene Glaubens- und Erkenntniswahrheiten offenbarte. Und verborgen blieb der Welt bis heute auch die Bedeutung jenes „Schreibknechtes Gottes“, über dessen Lebenslauf viele Lexika nichts oder manche nur mit wenigen Zeilen berichten.

Jakob Lorber wurde am 22. Juli 1800 als Sohn einer Bauernfamilie in Kanischa-Jahring bei Marburg, Südsteiermark, geboren. Er besuchte das Gymnasium in Marburg und war schon dort während seiner Studienzeit als begabter Organist an der katholischen Kirche tätig. Sodann setzte er seine Studien zur Vorbereitung auf den Lehrerberuf in Graz, der Hauptstadt der Steiermark, fort, entschloß sich jedoch später, sich völlig der Musik zu widmen. Lorber ergriff den Beruf eines Musiklehrers und schuf sich in Graz auch durch Konzerte den Ruf eines hervorragenden Violinvirtuosen. Eng befreundet mit dem Tondichter Anselm Hüttenbrenner, begegnete er auf seinen Wiener Reisen auch Schubert, Beethoven und Paganini.

In seinem 40. Lebensjahr wurde ihm die Stelle eines Kapellmeisters in Triest angeboten, doch sollte sein Leben plötzlich eine ganz andere Richtung annehmen. Als er am 15. März 1840 gerade sein Morgengebet verrichtet hatte, vernahm er in seiner Brust vom Herzen her deutlich eine Stimme, die ihm zurief: „Nimm deinen Griffel und schreibe!“ Lorber gehorchte sofort diesem geheimnisvollen Ruf, nahm die Feder zur Hand und schrieb das ihm innerlich Diktierte Wort für Wort nieder. Es war der Eingang des Werkes „Die Haushaltung Gottes“ (Urgeschichte der Menschheit). Die ersten Sätze lauteten:

„So spricht der Herr für jedermann, und das ist wahr und getreu und gewiß: Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen. Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen ...“

Lorber lehnte nach diesem Ereignis, das ihn zutiefst erschütterte, die ihm gebotene Anstellung ab und diente dieser Berufung durch die Geistesstimme des Inneren Wortes volle 24 Jahre lang. So entstand in den Jahren 1840 bis 1864 jenes umfangreiche Schrifttum des Neuoffenbarungswerkes, von dem das von Walter Lutz nun geschaffene Lehrwerk einen tief beeindruckenden Überblick bietet. Am 24. August 1864 schied der Gottesschreiber Jakob Lorber von dieser Welt. Als kostbares Vermächtnis hinterließ er seinen getreuen Freunden sein Lebenswerk in vielen Folianten, von denen — oft unter großen Widerständen — im Laufe der folgenden Jahrzehnte immer mehr zum Druck gelangten. (Eine Aufzählung aller Schriften ist am Ende dieses Buches zu finden.) Nähere biographische Daten finden sich in der „Lebensbeschreibung Jakob Lorbers“, die sein Freund, der Dichter und Archivar Ritter v. Leitner verfaßte.

Lorber empfand das innere Wort in sich als die Stimme Jesu Christi. Er wurde wiederholt belehrt, die ihm verliehene Gabe sei eine natürliche Anlage aller Menschen, die sie jedoch in ihrer Weltsucht begraben hätten. Der schwere Weg, für das innere Wort begabte Mittler heranzubilden, bahnt sich in unserem chaotischen Endzeitalter durch unzählige Versuchungen und Täuschungen hindurch. Wir stehen im stärksten Prüfungsfeuer aller Zeiten, wo mehr als je das Evangelienwort gilt ‚Ihr müßt alle von Gott gelehrt sein. Wen nicht der Vater zieht, der kommt nicht zum Sohne!‘ Das bedeutet: Wer nicht die Liebe des Vaters, den Gottesfunken in sich lebendig empfindet, der gelangt auch nicht zur wahren Theosophia, zur Weisheit aus Gott, die den Sohn, das geoffenbarte Wort darstellt.

Lorber selbst aber war das wahrhaftigste Zeugnis für diese Verheißung. Unermeßlich tief ist der Inhalt der Neuoffenbarung, die wohl das allumfassendste Lehrwerk christlicher Erkenntnisse darstellt. Sein Schreiber jedoch erhob keinerlei Anspruch auf Prophetentum und trat ganz hinter das Werk zurück, zu dem er durch die Stimme Gottes berufen wurde. Unverkennbar leuchtet in dem, was Lorber niederschreiben durfte, das Feuer des göttlichen Geistes, und jeder, der zuinnerst davon betroffen wird, erkennt darin die Liebe, Weisheit und Wahrheit des heiligen inneren Wortes.

Es erhebt sich nun die Frage: Was hat das Geistesgut Lorbers, aufgezeichnet vor mehr als hundert Jahren, unserer Gegenwart und ihrer Zukunft zu sagen? Die Naturwissenschaft von heute ist bald an der Grenze ihrer Forschungsmöglichkeiten angelangt, da sie sich bekanntlich nur mit den wäg- und zählbaren Verhältnissen der Materie befaßt, ohne das Geheimnis des geistigen Waltens in der Natur zu enträtseln. Der „Baum der Erkenntnis“ bleibt daher noch ungesegnet. Aber auch der „Baum des Lebens“, irdisch vertreten durch die Religion, beginnt in unserem Zeitalter mehr und mehr zu verdorren. Die von den Kirchen dargebotenen Glaubenslehren entbehren der lebendigen Kraft, weil allzu viele menschliche Satzungen die geistige Sonne verdunkeln. Wissenschaftlicher Gelehrtenstreit und kirchliches Theologengezänk können nur durch das göttliche Wort der Liebeweisheit überwunden werden. Die Neuoffenbarung bildet dazu jene Gnadengabe des Heiligen Geistes, der den Menschen verhieß: „Siehe, Ich mache alles neu!“

Die Menschheit unserer Tage vermag nicht mehr blind zu glauben, sondern strebt nach einer vertieften Erkenntnis der ihr bisher dargebotenen Glaubenslehren. Aber auch die Fülle wissenschaftlicher Funde drängen den Menschen immer mehr zu der Frage nach dem Warum und dem Sinn, der hinter den Dingen waltet. Es ist daher verkehrt, Religion und Wissenschaft fernerhin trennen zu wollen, anstatt beide in einer Synthese zu vereinen; diese wird die Aufgabe des kommenden Zeitalters. Und wir müssen uns mit Dankbarkeit und Ehrfurcht vor der göttlichen Vorsehung neigen, die schon im Abklingen des alten Zeitalters uns durch einen Menschen das Rüstzeug dazu schenkte.

So wird das Neuoffenbarungswerk immer stärker dazu beitragen, die Gemüt- und Vernunftkräfte in den Dienst eines höheren Menschentums zu stellen. Und mehr und mehr werden Menschen erweckt werden, in denen die Verheißung des echten inneren Wortes Gestalt gewinnt. Freilich sind göttliche Offenbarungen in jener Größe und Tiefe, wie sie Lorber empfangen durfte, ein besonderes Gnadengeschenk, das den Menschen guten Willens für die Tage kommender Weltgerichte als besonderer Wegweiser dienen soll. Darüber hinaus aber bleibt das Wort Gottes ewige Wahrheit und wird den Menschen immer näher heranführen an das Ziel seiner Bestimmung; die Gotteskindschaft, die auch auf Erden das Friedensreich Gottes verwirklichen wird.

Über das Ende dieses Weges wäre vielleicht zu sagen, daß es noch verborgen liegt in der von J. von Fiore vorausgeschauten Geistkirche, der von Swedenborg erwarteten Neuen Kirche, besonders aber in dem von Lorber verkündeten Neuen Jerusalem, das aus den Himmeln auf die Erde herabkommen soll. Dann wird das Wort des Herrn, wie im Großen Evangelium verkündet, seine Erfüllung finden:

„Wer an Mich glaubt, Meinen Willen tut, Mich über alles und seinen Nächsten wie sich selbst liebt, zu dem werde Ich selbst kommen und Mich ihm treulich offenbaren. In der Folge aber wird es so sein, daß am Ende ein jeder, den es wahrhaft nach Mir als der ewigen Wahrheit dürstet, von Mir belehrt werden wird“...

Noch steht die Menschheit weitab von dieser letzten Erfüllung. Aber jedem liebenden Wahrheitssucher bietet die Licht- und Lebenslehre Christi, wie sie die Neuoffenbarung verkündet, einen festen Wanderstab durchs Leben, wenn er ihn zu gebrauchen versteht. Denn in der Verborgenheit einer kleinen Grazer Mietsstube entstand ein Gotteswerk von so monumentaler Größe, daß es die Grundlage der heraufdämmernden geistigen Weltzeitalter bilden wird. Dann wird das Lebenswerk Jakob Lorbers erst seine Kraft offenbaren und wird von einer Menschheit erkannt werden, die sich der umwandelnden Macht des Heiligen Geistes hinzugeben bereit ist.

 

Lorber über das innere Wort

Einem Freunde gab Lorber im Jahre 1858 folgende briefliche Aufklärung: Bezüglich des inneren Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich, von mir selbst sprechend, nur sagen, daß ich des Herrn heiligstes Wort stets in der Gegend des Herzens wie einen höchst klaren Gedanken, licht und rein, wie ausgesprochene Worte vernehme. Niemand, mir noch so nahe stehend, kann etwas von irgendeiner Stimme hören. Für mich aber erklingt diese Gnadenstimme dennoch heller als jeder noch so laute materielle Ton.

Das ist nun auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann. Aber es wandte sich jüngst eine dem Herrn höchst ergebene Frau durch mich an Ihn, und es ward ihr folgende Antwort zuteil, die ich Ihnen hier wörtlich mitteile. Sie lautet:

„Das, was nun Mein irdisch sehr armseliger Knecht tut, sollten eigentlich alle Meine wahren Bekenner tun können. Denn allen gilt das Evangeliumswort: ‚Ihr müsset alle von Gott gelehrt sein. Wen nicht der Vater ziehet, der kommt nicht zum Sohne!‘ Das aber besagt soviel als: ‚Ihr müsset von eurer werktätigen, lebendigen Liebe zu Mir — und daraus zu jedem bedürftigen Nächsten — zur inneren Weisheit aus Gott gelangen!‘ Denn eines jeden wahre, werktätige Liebe bin ja eben Ich selbst gleich also in seinem Herzen, wie der Sonne lebendiger Strahl wirkend ist in jedem Tautropfen, in jeder Pflanze und in allem, was die Erde trägt. Wer Mich sonach wahrhaft über alles aus allen seinen Kräften liebt, dessen Herz ist auch voll von Meiner Lebensflamme und deren hellstem Lichte. Daß dadurch zwischen Mir und dem Mich über alles liebenden Menschen ein steter und hellster Verkehr entstehen muß, ist ebenso klar, wie, daß ein gesundes Weizenkorn in fruchtbarer Erde unter dem warmen Sonnenstrahl zur segensreichsten Frucht emporwachsen muß.

Daß dieses aber mit den Menschen durch Erfüllung der im Evangelium gestellten Bedingungen wirklich möglich ist, dafür steht dieser Mein Knecht als ein Zeuge vor dir! — Aber das sage Ich dir auch: Mit einer bloßen Verehrung und noch so tief andächtigen Bewunderung Meiner göttlichen Vollkommenheit ist‘s da nichts! Solcher sogenannten frommen Christen gibt es eine Menge in der Welt, und doch erreichen sie wenig oder nichts. Alles aber liegt an dem, daß jemand, der zu Meinem lebendigen Worte in sich gelangen will, vollkommen ein Täter Meines Wortes ist. Dies zur Darnachachtung für dich und jedermann!“

 

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01. Waltet ein liebender Vatergott?

 

 

01.01. Vom Gottsuchen und von Gottes Offenbarung    

Der Jünger Johannes belehrt einen Lichtsuchenden: „Du mußt Gott zuerst erkennen, und dazu hast du einen geordneten Verstand. Aber beim Verstande allein darf es nicht verbleiben. Was du verstehst, mußt du ehest in dein Herz oder in dein Leben aufnehmen, es damit beleben, und du wirst dann schon auf dem rechten Wege sein! Denn wie Gott wirkt in der großen Außennatur der Welten, ebenso wirkt Er auch durch Seine Lebensgnadensonne im Menschenherzen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 178, 6 und 8]

 

Jesus: „Die allgestaltende schöpferische Urkraft muß eine einheitliche und ihrer selbst gar sehr bewußte sein, da sie als Ursein ja allem Sein zugrundeliegt. Wir wollen diese Urkraft einmal „Gott“ nennen und weiter fragen: ‚Wo ist denn dieser Gott und wie sieht er aus? Wie erschafft Er die Dinge, wie bringt Er als ein reinster Geist die grobe Materie aus sich zum Vorschein?‘ — Sieh, wenn ein Mensch einmal so zu fragen beginnt, dann ist er schon auf einem besseren Wege. Er wird allen Geschöpfen eine höhere Aufmerksamkeit widmen und in ihnen der göttlichen Urweisheit nachforschen. Je länger er prüfen wird, desto mehr der göttlichen Weisheit und Ordnung wird er finden. Dann wird er in seinem Herzen auch bald eine Regung von Liebe zu Gott fühlen und aus solcher Liebe stets mehr innewerden, daß Gott in sich selbst von der mächtigsten Liebe erfüllt sein muß, da Er eine so große Lust und Freude hat, eine unzählbare Menge von Dingen und Wesen so wunderbar weise zu erschaffen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 87, 8-11]

 

Jesus: „Wer einmal anfängt, daran zu denken, daß es einen Gott gibt, der alles, was da ist, erschaffen hat, erhält und leitet, der wird auch bald einsehen, daß alles, was da ist, gut und zweckmäßig eingerichtet ist. Er wird aus der weisen Einrichtung auch bald dahin ins Klare kommen, daß der Schöpfer alles dessen höchst gut sein muß. Beurteilt der Mensch also Schöpfer und Geschöpfe, so wird er den Schöpfer zu lieben anfangen, und es wird sich die Liebe zu Gott im Herzen des Menschen mehren und festen, und diese Liebe ist dann eben der jenseitige Geist des Menschen, von dessen Licht die Seele durchdrungen und von dessen Lebenswärme sie belebt wird. Ist das einmal der Fall, so ist es dem Menschen nicht mehr möglich, einen Tod in sich zu denken.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 111, 89]

 

Jesus zu einem gottsuchenden Heiden: „Wer außer Gott könnte dem Menschen, dessen Leib schon ein kunstvollster Organismus und eine höchst weise eingerichtete Lebensmaschine ist, Intelligenz, Selbstbewußtsein, Vernunft, Liebe und einen freien Willen mit der entsprechenden Tätigkeitskraft geben, erhalten und vollenden? Freund, wenn du das einigermaßen hell überdenkst, so wirst du darin ganz leicht den Weg finden, auf dem der Mensch, wenn er es nur ernstlich will, Gott und mit Ihm die ewige Wahrheit finden kann.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 176, 13]

 

Jesus zu einem Wahrheitsforscher: „Wäre diese Welt nicht mit allen erdenklichen Lustreizen versehen, sondern nur eine Wüste, so wäre des Menschen gottähnlicher freier Wille, seine Vernunft und sein Verstand ihm vergeblich gegeben. Denn was sollte da seine Liebe, sein Begehren und Wollen erregen, und was könnte seine Vernunft läutern und seinen Verstand erwecken und beleben? Das endlos viele und höchst Mannigfaltige der Schöpfung, gut und schlecht, edel und unedel, ist also nur des Menschen wegen da, auf daß er alles prüfe, erkenne, erwähle und es zweckmäßig gebrauche. Daraus kann der Mensch dann auch zu schließen anfangen, daß alles ein höchst weiser, guter und allmächtiger Urheber so geschaffen und eingerichtet hat, der, wenn der Mensch aus sich so zu urteilen beginnt, sich ihm nach und nach offenbart, wie dies zu allen Zeiten der Fall war.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 23, 1-2]

 

Der erleuchtete römische Hauptmann von Pella belehrt zwei heidnische Bürger, die nach dem Weg zu Gott fragen: „Es gibt von Ewigkeit her nur einen, allein wahren Gott, und dieser Gott will von uns Menschen gesucht, gefunden, erkannt und durch strenge Haltung Seiner Gebote, die Er zu unserm Heile gab, verehrt werden. Und weil es nur einen Gott gibt, den ein tiefer forschender Mensch aus Seinen Werken sehr wohl wahrnehmen kann, so soll der Mensch voll wahrer Liebegier diesen Gott eifrigst suchen, aber nicht von heute bis morgen, leichtsinnigen Kindern gleich, sondern von Tag zu Tag mit stets zunehmendem Eifer und Fleiß und mit einer in der Liebe zu Ihm wachsenden Sehnsucht, und Gott wird sich von einem solchen Sucher finden lassen, wie von mir und vielen anderen Menschen. — Solchen treuen Suchern wird Gott dann auch kundtun, was sie nach Seinem weisesten Willen fürder zu tun, und wie sie zu leben haben, um in Seiner Liebe und Gnade zu verbleiben und von Ihm zum ewigen Leben der Seele erweckt zu werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 78, 9-11]

 

Jesus: „Gott so vollkommen wie möglich erkennen, ist das erste Erfordernis für jeden Menschen. Wer Gott nicht richtig erkennt, kann nie vollkommen an Gott glauben, noch weniger Ihn über alles lieben, und somit auch des Geistes Gottes nie völlig teilhaftig werden. Denn aus einer unrichtigen Erkenntnis Gottes entstehen mit der Zeit, vermöge des freien Willens der Menschen, allerlei Irrtümer, die wie eine tausendköpfige Hydra fortwuchern, die Menschen zu Götzendienern machen und ihnen die Pforte zum wahren, ewigen Leben verrammen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 228, 18 und 19]

 

Jesus: „Was nützt es deiner Seele, wenn du an einen fernen Gott hinter allen Sternen glaubst und auch daran, daß Er von dort aus vermöge Seiner Allmacht alles hört, sieht, erschafft, erhält und regiert und überall gegenwärtig ist? So kennst du Gott dennoch nicht und bist in deinem Gemüt durch deine dunstige, schwache Erkenntnis Gottes noch sehr ferne von Ihm, kannst Ihn unmöglich lieben, sondern nur eine halbgläubig-dumpfe Ehrfurcht vor Ihm haben. In dieser Erkenntnis und Gemütsvorstellung kann niemand bei Gott sein, und von einer wahren Liebe zu Ihm ist dabei gar keine Rede!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 233, 5]

 

Jesus: „Daß sich Gott nicht so bald und leicht finden läßt, wie es manche Menschen gern hätten, das hat seinen höchst weisen Grund darin: Würden die Menschen mit leichter Mühe das finden, was sie suchen, so hätte das Gefundene bald keinen Wert mehr für sie, und sie gäben sich wenig Mühe mehr, noch weiter zu suchen und zu forschen; sie begäben sich in die Trägheit, und der von ihnen gar so leicht und bald gefundene geistige Schatz würde ihnen noch weniger nützen, als wenn sie ihn ängstlich gleichfort suchen müßten! Darum geschehen große Offenbarungen selten, damit die Menschen, in ihrer Seelennacht geängstigt, selbst Hand ans Werk legen und mit allem Eifer die ewige Wahrheit und Mich suchen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 19, 8]

 

Jesus: „Wer Gott lieben will, der muß zuerst glauben, daß es einen Gott gibt, der, als selbst ganz Liebe, der ewige Urgrund aller Dinge in der Unendlichkeit ist. Wie aber kann ein Mensch zu solchem Glauben gelangen? Am sichersten durch die Offenbarung, durch das Anhören des Wortes Gottes und durch die Erkenntnis des Willens der ewigen Liebe. Hat der Mensch solchen Willen erkannt, so ordne er seinen Willen ganz dem Willen der ewigen Liebe und der höchsten Weisheit in Gott unter und lasse sich von dem Willen Gottes verzehren, so wird er dadurch vom Geiste Gottes ganz durchdrungen und daraus als eine neue Kreatur zum ewigen Leben hervorgehen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 116, 22-24]

 

Jesus zu dem materialistischen Denker Roklus: „Du hast bis jetzt alles mit dem eiskalten Verstande gesucht, und der Hebel zu deinem Suchen war deine kalte Vernunft, die nichts als wahr annahm, was sich nicht mit einem der Sinne wahrnehmen ließ. — So suchtest du auch Gott mit der Rechentafel in der Hand, d.h. mit der kalt rechnenden Vernunft, die keiner inneren, geistigen Anschauung fähig ist. Da also dein kaltes Verstandesforschen dein Gemüt nie erwachen ließ, so fandest du auch Gott, den Grund des Lebens, nicht.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 61, 5 und 7]

 

Jesus zu dem gelehrten und verstandesstolzen Essäer obersten Roklus: „Weil dein Geist durch die Masse der starren materiellen (Schein=) Wahrheit wie zu Tode erdrückt war, so mußtest du notwendig jede Spur vom Dasein eines Gottes verlieren, da Gott pur Liebe ist in Seinem Urgrunde und nur durch die Liebe begriffen werden kann!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 60, 7]

 

Jesus: „Wer die göttliche Offenbarung nicht annimmt, sondern sich allein auf seine Vernunft und seine Erfahrungen verläßt und danach handelt, der begeht darum keine Sünde; aber er bleibt dennoch zurück und wird um vieles länger zu tun haben, bis er zur reinen Erkenntnis Gottes und zur Vollendung seines inneren wahren Lebens gelangt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 10]

 

Jesus: „Wer Gott nicht ernstlich sucht, sondern ganz den Gelüsten der Welt nachgeht, der verliert Gott, und Gott wird ihm keine Zeichen geben, aus denen er erkennen könnte, wie weit er schon von Gott abgewichen ist. Erst wenn er aus eigenem Antrieb und Bedürfnis Gott wieder zu suchen anfängt, wird Gott sich ihm nahen und sich vom Suchenden auch finden lassen, sofern es dem Suchenden ein wahrer Ernst ist, Gott zu finden und zu erkennen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 156, 12]

 

Der erleuchtete Gottesbote Kisehel: „Die wahre Erkenntnis Gottes ist der Grund der Liebe zu Ihm; daher sei es auch jedermanns vorzüglichstes Bestreben, Gott zu erkennen, damit er Ihn dann über alles wird zu lieben vermögen! Das aber ist dann auch das ewige Leben!“

[H. Bd. 2, Kap. 215, 11-12]

 

Der Herr zu einem kalten, blinden Verstandesmenschen: „Mit deinem Verstande wirst du Mich ewig nie begreifen—; denn für den bin Ich unendlich!“

[H. Bd. 2, Kap. 261, 19]

 

Der Herr: „Wer da forscht und grübelt ohne Meine Gnade, der geht fehl. Wer aber zu Mir kommt und lernt es von Mir in seinem Herzen, der hat es (das Wissen um Gott) in der Fülle der Wahrheit.“

[Hi. Bd.1, S. 100, 3]

 

Jesus: „Durch das Forschen nach Wahrheit macht sich die Seele frei von den groben Banden der Materie, verbindet sich mit ihrem göttlichen Geist und kommt so mehr und mehr ins Lebenszentrum ihres Herzens, wohin unablässig Gottes Licht und Erbarmung fließt.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 204, 2]

 

Murel, ein erleuchteter Jünger Jesu: „Wenn Gott Wesen haben will, die Ihn erkennen und lieben, muß der Schöpfer dem Geschöpf und der Vater dem Kinde entgegenkommen und sich ihm auf eine solche Weise offenbaren, bei der es dem Geschöpf und dem Kinde möglich wird, den Vater als solchen zu erkennen.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 239, 10]

 

Jesus: „Die mittelbare (äußere), durch Forschung erlangte Offenbarung gibt dem suchenden Menschen nur darüber Licht, worüber er eins haben möchte, und gleicht einem guten Lampenlichte, mit dem man ein dunkles Gemach hell erleuchten kann. Die unmittelbare Offenbarung von Gott aber gleicht der Sonne am hellsten Mittage, deren mächtiges Licht die ganze Welt allenthalben erleuchtet.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 204, 4]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola, der eine schnelle Ausbreitung der göttlichen Wahrheit wünscht: „Gott hat zwar die ganze Welt erschaffen, und von Seiner Allmacht hängt alles Sein ab, aber Ihm liegt vor allem an der wahren, inneren Lebensbildung und an der möglichst vollen Selbständigkeit und Selbstkraft jedes Menschen. Und diese kann Gott nur durch Seine möglichste Zurückgezogenheit und durch ein leises Einfließen Seines Geistes in das Gemüt des Menschen nach und nach bewirken. Zum Zwecke seiner inneren Lebensbildung und Selbständigmachung muß der Mensch anfangs durch allerlei Erscheinungen in der Materiewelt und durch innere Erlebnisse dahin gebracht werden, daß er über alle Wahrnehmungen nachdenkt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 5-7]

 

Jesus: „Ist die Menschheit einmal durch Naturbeobachtung und Belehrung zu der Erkenntnis Gottes gelangt, dann werden größere Offenbarungen zugelassen, aus denen die Menschen schon heller und mit größerer Zuversicht das Gottwesen und dessen Willen erkennen, aber dabei doch noch einen großen, freien Spielraum haben, das ihnen Geoffenbarte als Wahrheit anzunehmen und danach zu handeln oder auch nicht.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 9]

 

Jesus: „Die ewige göttliche Wahrheit wird stets nur verdeckt gegeben; denn offen würden die Menschen sie ebensowenig ertragen wie das Licht der Mittagssonne mit offenen Augen. Die Menschen müssen denken lernen, dann suchen und selbst finden. Denn hat ein Mensch das innere Licht des Lebens nicht selbst gefunden, so nützen ihm tausend Lehrer nichts. Daher muß der Mensch wohl einen Stoß zur Aufsuchung der Wahrheit bekommen, aber die volle Wahrheit niemals urplötzlich.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 2-4]

 

Der Evangelist Johannes: „Aus den Himmeln kann keine Kunde völlig enthüllt zu den Menschen auf der Erde gelangen, sondern allzeit ist jede Kunde mit einer Hülse umschlossen. Denn ohne eine solche Umschließung könnte keine Kunde aus den Himmeln, welche reingeistig ist, zu den Menschen gelangen, so wenig wie jemand von euch imstande wäre, den für den Leib tauglichen ätherischen Nahrungsstoff ohne Beigabe gröberer Materie in sich aufzunehmen.“

[GS. Bd. 2, Kap. 15, 3]

 

Jesus: „Es ist ganz löblich, sich in der Natur ein wenig umzusehen — denn sie ist ein großes Buch, geschrieben von der allmächtigen Hand Gottes, und gibt jedem biederen Forscher die schönsten Beweise von der Liebe, Weisheit und Macht Gottes, des Schöpfers und Vaters im Himmel. Aber ein zu erpichter Forscher kann bei seinen zu emsigen Forschungen auch leicht auf Irrwege geraten, auf denen er von Gott ganz abkommt und am Ende alles Werden und Sein allein von den blinden und stummen Kräften der Natur ableitet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 251, 6]

 

Jesus: „Eine reine und wohlbegründete Erkenntnis der Erde und des gestirnten Himmels in allen ihren Erscheinungen dient einem reinen Gemüt zur rechten Erkenntnis Gottes, ohne die für den Menschen kein wahres Heil zu erwarten ist. Denn nur jene, die Gott wahrhaft erkennen, kommen zu Gott.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 233, 3]

 

Jesus: „Wer mich wahrhaft liebend in seine Seele aufgenommen hat, aber nicht nur gläubig dem vernommenen Worte, sondern vollkommen der Tat nach, zu dem werde ich allezeit im Geiste kommen, Mich ihm offenbaren und ihn erleuchten wie die hell aufgehende Sonne die finsteren Gefilde der Erde. Mit einem inneren geistigen Blick wird er mehr vom tiefsten Grunde aus erkennen als durch das alleinige Lesen in tausend Jahren.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 124, 7-8]

 

Jesus: „Wer an Mich glaubt, Mich liebt und Mein leichtes Gebot der reinen Liebe hält, der erkennt Mich auch im vollen Lichte seines Herzens als den Vater! Und zu ihm werde Ich selbst allezeit kommen und Mich ihm offenbaren, ihn lehren und führen; und Ich werde seinem Willen Kraft verleihen, so daß ihm im Notfalle alle Elemente gehorchen sollen.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 225, 8]

 

Ein bekehrter Schriftgelehrter zu einem heidnischen Priesterweib: „Den von dir verlangten Gottesbeweis kann dir niemand anders geben als du allein dir selbst, — auch Gott nicht. Denn dieser Gottesbeweis muß erst durch die Tätigkeit nach dem geoffenbarten Willen Gottes in dir selbst wach werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 110, 12]

 

Eine fortgeschrittene, erleuchtete Seele im Jenseits zu einem hartnäckigen Zweifler, der Beweise für die Gottheit Jesu verlangt: „Solange es dir dein eigenes Herz durch den Geist der Liebe nicht sagt: Dieser ist es! — solange nützen dir auch alle Beweise nichts! Sagt es dir aber dein Herz: Dieser ist es! — dann bedarfst du keines anderen Beweises. Wer Jesum erkennen will, der muß Ihn lieben. Wer aber Jesum liebt, der hat ihn auch lebendig in sich. Und das ist eben der alleinige Beweis, durch den jedermann Christum ehestens und ohne Zweifel erkennen kann!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 221, 6]

 

Der Erzengel Raphael zu indischen Magiern: „Gott ähnlich werden heißt: Werdet voll Liebe gegen eure Mitmenschen, und euer Herz sei voll Demut, Sanftmut, Geduld und Erbarmung gegen jedermann, so wird sich Gott auch euer erbarmen und sich von euch finden lassen. — So ihr Gott nur in der Wahrheit allein sucht, werdet ihr Ihm wohl nahekommen, aber Sein eigentliches Wesen nicht erschauen und begreifen!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 100, 4-5]

 

Jesus: „Wer Mich sucht in Meinen Werken und Zeichen, der hat eine sehr schwere und mühevolle Arbeit und wird leicht erlahmen unter der großen Bürde; wer aber sucht in der Liebe, der wird Mich als die Kraft alles Lebens in sich bald und leicht finden. Und hat er Mich gefunden, dann hat er auch schon alles gefunden: das ewige Leben und dessen Macht, Kraft und Weisheit.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 214, 10]

 

Jesus: „Leset die zahlreichen Bücher und Schriften der Ägypter mit allem Fleiße durch, und ihr werdet als außerordentliche Vielwisser in euerm Heimatland gelten; aber deshalb wird euer innerer Geist noch lange nicht eins werden mit eurer Seele, und ihr werdet von dem Wesen Gottes, von euerm Geiste und von dem Fortleben der Seele ebensowenig wissen wie bisher! Darum suchet vor allem euer Lebensgefühl nach Meiner Lehre zu bilden und zu stärken, fühlet mit dem Armen seine Not und lindert sie nach euren Kräften, tröstet die Traurigen, bekleidet die Nackten, speiset die Hungrigen, helfet den Kranken, erlöset die Gefangenen, und den Armen im Geiste prediget Mein Evangelium, — das wird in die Himmel erheben euer Gefühl, euer Gemüt, und eure Seele wird auf diesem wahren Lebenswege bald und leicht mit ihrem Geiste aus Gott eins und dadurch auch all Seiner Weisheit und Macht teilhaftig werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 150, 12 und 14]

 

Jesus: „Wer mich in der Folge, wenn Ich wieder in Meine Himmel zurückgekehrt bin, wahrhaft finden, sehen und sprechen will, der wird Mich nicht in der Welt oder in gewissen Häusern, Tempeln und Kammern, sondern in seinem Herzen suchen müssen; und wer Mich so suchen wird, der wird Mich auch finden!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 54, 5]

 

Jesus zu zwei weltweisen, lichtsuchenden Griechen: „Den Willen des einen, allein wahren und ewig aus Seiner Macht lebendigen Gottes und Vaters der Menschen könnet ihr aus den Büchern Mosis und der Propheten kennenlernen. Wenn ihr nach den zehn Geboten Mosis treu lebet, so wird der Geist Gottes euch durchdringen und erleuchten. In solchem Lichte werdet ihr dann den einen, allein wahren Gott nicht nur erkennen und über alles lieben, sondern er wird sich dann auch selbst euch offenbaren und euch in alle Weisheit und Macht erheben. Dann werdet ihr auch lichtvollst innewerden, daß dieser Gott derselbe ist, der sich zu allen Zeiten jenen Menschen treulichst offenbarte, die völlig nach Seinem Willen lebten und handelten.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 157, 10-11]

 

Der Herr zu einem erschütterten, reumütigen Verstandesmenschen: „Die durch eine Wundertat erweckte Erkenntnis Gottes ist euch nur ein Gericht zum Tode; wenn ihr Mich aber werdet in der Liebe eures Herzens erkannt haben, dann erst wird euch Meine Erkenntnis zum Leben gereichen!“

[H. Bd. 1, Kap. 176, 32]

 

Jesus im Geisterreich zu dem hadernden einstigen Bischof Martin: „Du hattest doch das Evangelium, die erhabenste Lehre Jesu, als die Hauptlebensschule, — warum versuchtest du denn nicht, auch nur einen Text praktisch anzuwenden, auf daß du erfahren hättest, von wem diese Lehre ist? Heißt es nicht darin: Wer Mein Wort hört und danach lebt, der ist es, der Mich liebt, zu dem werde Ich kommen und Mich ihm selbst offenbaren?!“

[BM. Kap. 21, 12-13]

 

Der Herr: „Zu wem Ich käme und bliebe bei ihm, der würde von Mir verschlungen; denn das Feuer Meiner Liebe ist zu unendlich, als daß es zu ertragen imstande wäre ein noch sterbliches Wesen! Wenn aber jemand frei zu Mir kommt, nachdem er Mich gesucht hat in seinem Herzen, der hat sich dadurch gefestet und ist stark geworden, weshalb Ich ihn dann aufnehmen kann und werde zur ewigen Anschauung Meiner Unendlichkeit und zum ewigen freien Genuß der Ausflüsse Meiner Liebe und Gnade!“

[H. Bd. 1, Kap. 142, 17]

 

Der Herr: „Siehe, mit Kindern rede Ich kindlich, mit Männern als Mann, mit Herren als Herr, mit Fürsten als Gott, mit allen Höheren als der Allerhöchste, mit Machthabern als der Mächtigste und mit den Sündern als Hirt und Richter. So rede Ich mit jedem nach seiner Art als ein Gott. Aber mit dem in aller Demut Liebenden rede Ich als Vater und Bruder.“

[Hi. Bd. 1, S. 27, 3]

 

Der Herr: „Die auf die Erziehung des Menschen zu einem freien, selbständigen Wesen sich stützende Notwendigkeit einer göttlichen Offenbarung ist der erste, grundsätzliche Beweis für die Echtheit einer solchen Offenbarung. Das stärkste Kriterium ihrer Echtheit liegt im Handeln danach. Wer da gewissenhaft einer erkannten Offenbarung getreu lebt, der wird zur inneren Freiheit seines Geistes gelangen, ob er Jude, Türke, Brahmane oder Christ ist. Also steht es auch geschrieben: Wer da tun wird nach Meinen Worten, der wird es erkennen, ob sie von Gott, oder ob sie vom Menschen sind.“

[Hi. Bd. II, S. 269, 7-9]

 

Jesus: „Ich werde auch in künftigen Zeiten hie und da unter den wahren Bekennern Meines Namens Männer und Mägde erwecken, denen alle Geheimnisse der Himmel und der Welten eröffnet werden durch ihr liebevolles Herz. Diese Erweckten werden im Schauen sein und eine große Freude haben!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 109, 12-13]

 

Jesus: „Gott hat allezeit unter allen Völkern nach ihrem Bedürfnis weise Männer erweckt, die den Menschen gute Gesetze gaben und ihnen gesagt haben, daß es einen Gott gibt, der alles erschaffen hat, erhält und regiert. Sie lehrten die Menschen auch, daß Gott diejenigen, die Seine Gesetze befolgen, belohnen, die Widersacher aber züchtigen werde diesseits und jenseits, weil die Seele des Menschen nach dem Tode des Leibes in der Welt der Geister fortlebe und nach ihrem Tun gerichtet werde. — Siehe solche Kunde hat jedes Volk erhalten, und wenn es diese zu vergessen beginnt, so wird es von neuem daran erinnert durch abermals erweckte weise Männer und stets auch durch das eigene Gewissen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 17, 3-4]

 

Jesus: „Es wird sich dereinst vor Mir kein unbußfertiger Sünder entschuldigen können, da es einem jeden Menschen von Mir gegeben ist, die Wahrheit und ihr Gutes zu erkennen, dem Heiden durch die Erkenntnis der Dinge und Verhältnisse im Reiche der Natur und dem Juden auf dem Wege der außerordentlichen Offenbarung.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 210, 15]

 

Jesus angesichts einer zu Ihm drängenden, lichtsuchenden heidnischen Volksmenge: „Lasset sie alle zu Mir kommen, die da mühselig und mit Nacht belastet sind, Ich will sie erquicken. Die zu Mir wollen, denen soll die Tür aufgetan werden, und sie werden in Mir Den finden, den sie lange vergeblich suchten und mit all ihrer Weitweisheit nicht finden konnten. Wo Ich bin, da gibt es Raum für jeden, der Mich liebt und sucht!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 88, 6]

 

Der Herr: „Wer etwas von Gott erfahren möchte, der wende sich an einen, der da ist wohlverständigen Herzens, d.h. der allzeit in sich vernimmt die Stimme der ewigen Liebe!“

[H. Bd. 1, Kap. 98, 7]

 

01.02. Vom Wesen Gottes

Jesus: „Der Gott der Juden, den die meisten Menschen nicht in der Fülle der Wahrheit erkennen wollen und nur mit leeren Zeremonien verehren, — ist der allein wahre, ewige Gott, der einst den Himmel und diese Erde mit allem, was auf und in ihr ist, erschaffen hat aus sich heraus.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 210, 13]

 

Der Jünger Johannes: „Der allein wahre und einige Gott ist ein ewiger, reinster Geist aus sich selbst, ausgerüstet mit dem höchsten Selbstbewußtsein, mit der lichtvollsten Weisheit und mit einem festesten und mächtigsten Willen, dem kein Ding unmöglich ist.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 74, 5]

 

Der Herr: „Um das unendliche, vollkommenste, freieste Leben Gottes zu begreifen, denket euch einen unendlichen Raum, in dem sich ein Mittelpunkt befindet, von welchem nach allen Seiten endlose Strahlen auslaufen, deren Anfang zwar der Mittelpunkt, aber deren Ende ewig nirgends anzutreffen ist. — In diesem Zentrum ist alle lebende Kraft der ganzen Unendlichkeit vereinigt und geht von diesem Zentrum wieder in die ganze Unendlichkeit hinaus. Damit aber diese lebende Kraft sich nicht zu sehr ins Unendliche zerstreue und dadurch in sich selbst schwächer werde, so hat sie sich durch die ganze Endlosigkeit des ewigen Raumes zahllos viele Lebenssammelpunkte geschaffen, in welchen sich das Leben gewisserart selbst auffängt und sodann zurückkehrt zu seinem urewigen Zentralsitz.“

[Fl., Kap. 7, 5-6]

 

Die Urväter der Höhe erörtern das Verhältnis des wesenhaft gestalteten, endlichen Gottes in Abedam zu dem unendlichen Gottgeiste. Sie werden von dem hohen Abedam belehrt: „Was ihr des Raumes Unendlichkeit nennet, ist der Geist Meines Willens, der von Ewigkeiten her diese endlose Räumlichkeit gestellt und erfüllt hat mit Wesen aller Art. Dieser Geist aber hat einen Mittelpunkt, wesenhaft gestaltlich, in dem alle Macht dieses unendlichen Geistes vereinigt ist zu einem Wirken, und dieses Machtzentrum des unendlichen Gottgeistwesens ist die Liebe als das Leben dieses Geistes; und diese Liebe bin Ich von Ewigkeit. — Obschon sich der Geist Gottes überall wirkend äußern kann, so kann er sich dennoch nicht wesenhaft gestaltlich äußern ohne die Liebe; wo aber Gott sich dann gestaltlich äußert, da äußert Er sich für endliche Wesen, wie ihr es seid, durch Seine Liebe, welche da ist das eigentliche Grundwesen Gottes und der Sammelpunkt aller Macht, Kraft und Heiligkeit des unendlichen Geistes. Sehet, das ist das Wesen Gottes in aller Wahrheit und kann nur mit dem Herzen, aber nie mit dem Verstande begriffen werden!“

[H. Bd. 2, Kap. 139, 20-23]

 

Auf die Frage eines römischen Oberstadtrichters: ‚Herr, wie ist es Dir möglich, auch in der Ferne durch die Macht Deines Willens zu wirken, während Du persönlich unter uns gegenwärtig bist?‘ antwortet Jesus: „Dieser Mein Leib, der wie der eurige aus Fleisch und Blut besteht, und den man den ‚Sohn‘ nennt, ist nun hier bei euch und zu gleicher Zeit nirgends anderswo. Aber die von Mir ausgehende Kraft des Gottesgeistes erfüllt die ganze Unendlichkeit und wirkt nach dem Grundwillen in Mir und in dem Augenblick, in welchem von Mir das ‚Werde!‘ ausgesprochen wird.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 195, 2-3]

 

Der Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit: „Ich bin Mann und Weib zugleich in Meiner Gottheit Tiefen, aber nicht so, wie ihr es pflegt zu nehmen, sondern also nur: Als Mann bin Ich die Liebe selbst, das freie Leben und alle Macht und Tatkraft selbst! Da Ich auch im Weibe zu Hause bin, muß Ich da nicht zugleich das Weib völlig in Mir fassen? Die Weisheit aber ist der Liebe Gottes ewig eigentümlich unzertrennlich rechtes Weib, mit dem Ich ewiger, einiger Gott alle Dinge gezeugt und geschaffen habe!“ [H. Bd. 3, Kap. 27, 5, 6, 9 und 13]

 

Auf die Frage Jesu ‚Was ist Wahrheit?‘ antwortet das himmlisch erleuchtete Mägdlein Jarah aus dem Liebelicht ihres Herzens: „Was kann sonst die volle ewige Wahrheit sein als Gott selbst, Der, von Ewigkeit alle Vollendung in sich fassend, im Geiste stets ein und derselbe ist, also für ewig unwandelbar! Gott ist der alleinige, ewige Urgrund alles Seins; alle Schöpfungen sind Seine festgehaltenen Gedanken, ihr Sein ist sonach auch ein Gottessein, und ihr Leben ist Gottes Leben. In Gott ist darum volle ewige Wahrheit, weil außer Gott nichts sein kann. — In uns Menschen aber ist sie nur insoweit, als wir eins mit Seinem heiligsten Geiste sind durch die reine Liebe zu Ihm. Sind wir aber das, so haben wir auch Sein Licht. Und dieses Urlicht in der höchsten Reinheit des Geistes ist eben die ewige, unwandelbare Wahrheit!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 199, 4-5]

 

Der Erzengel Raphael: „Ein noch so vollendeter Geist kann Gott in Seiner endlosen Fülle in Ewigkeit nie erreichen!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 3, 3]

 

Jesus: „Der unendliche Schöpfungsraum ist allenthalben erfüllt mit Meinem Geiste, welcher da ist Liebe, Leben, Licht, Weisheit, klarstes Selbstbewußtsein, ein bestimmtes Fühlen, Schauen, Hören, Denken, Wollen und Wirken. In Mir ist dieses ewig gleichen Geistes Brennpunkt, der eins ist mit Seinem die Unendlichkeit erfüllenden Außenlebensäther, der bei Mir mit dem Hauptlebensbrennpunkt stets mit allem, was er faßt, in innigster Verbindung steht. Dieser Mein Außenlebensäther aber durchdringt und umfaßt alles in der ganzen ewigen Unendlichkeit und sieht, hört, fühlt, denkt, will und wirkt überall auf eine und dieselbe Weise. Sehet, darauf gründet sich ganz klar und faßlich die Allwissenheit Gottes.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 257, 10, 11 und 13]

 

Jesus: Gott bindet sich selbst um des Bestandes der Schöpfung willen an Seine ewig unwandelbare Ordnung.

[Ev. Bd. 5, Kap. 91, 7]

 

Jesus: „Mir ist wohl alles möglich, aber ein zweites, Mir gleich vollkommenes Ich kann Ich nicht erschaffen, sowie auch keinen zweiten unendlichen Raum und keine zweite ewig dauernde Zeit.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 207, 6]

 

Jesus: „Auch das vollkommenste Dasein Gottes muß in sich selbst die ausgebildetsten Gegensätze fassen, ohne die Gott kein wirkungsmächtiges Wesen wäre!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 3]

 

Drei Sonnenjungfrauen sprechen entzückt beim Näherkommen des Herrn: „Ach, ach! Welch eine unbeschreibliche Sanftmut strahlt aus Seinem ganzen Wesen! Je näher Er kommt, desto liebenswürdiger wird Er, und desto klarer wird es unseren Herzen, daß man außer Ihm kein Wesen mehr lieben könne!“

[BM., Kap. 143, 21]

 

Jesus zu einem Ihm hartnäckig trotzenden bösen Geist, der zur Zeit Mosis als abtrünniger Israelit lebte: „Ihr Argen meint, daß Ich euch quäle?! 0 mitnichten! Jeder Teufel quält sich selbst durch seine Verkehrt- und Verstocktheit, wenn er damit Meiner weisesten Ordnung widerstrebt und sie nach seiner bösen Liebe umzugestalten wähnt. Ich bleibe ewig ein und derselbe unveränderliche Herr über alle Sinnen- und Geisterwelt. Mit der reinen Liebe zu Mir und daraus zum Nächsten kann jeder Mensch und Geist mit Mir alles ausrichten, aber mit einer Art Gewalt und Trotz ewig nichts; denn Ich bin der Gewaltigste aller Gewaltigen und der Mächtigste aller Mächtigen. — Aber Ich bin auch der Sanfteste aller Sanften, der Beste aller Guten und der Barmherzigste aller Barmherzigen. Wer in der wahren, reuigen Liebe zu Mir kommt und Mich um Erbarmen bittet, dem werde Ich sie nicht vorenthalten. Wer sich aber gegen Mich, so er Mich erkannt hat, auflehnt, der wird ewig zu keiner Erlösung gelangen, sondern sich selbst nur in ein größeres Elend stürzen. Das bedenke jeder arge Geist, jeder Teufel! Der Herr bin Ich, und außer Mir gibt es keinen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 43, 11-14]

 

Abrahams Zeugnis in der geistigen Welt von Gottes Wesen: „Herr, tausend Jahre sind vor Dir wie ein einziger Tag! Denn aus Dir gingen hervor Zeit und Raum, aber Du setztest Dich über beide. Und die fernste Vergangenheit wie die fernste Zukunft sind Dir gleich wie ein Tag! Liebe ist Dein Wesen, und die höchste Güte ist Deine Weisheit! Weich wie Wolle ist Dein Gemüt, und sanft wie des Lenzes Abendhauch ist Dein Herz! Alle Deine Wege heißen Erbarmung, und Deine Führungen sind die Gerechtigkeit Deines Herzens!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 79, 10]

 

Inschrift auf der zehnten Stufe der für Robert Blums jenseitige Seelenentwicklung und -läuterung sinnbildlichen Pyramide: „Suche, daß du dich nicht übernimmst, wenn du groß wirst! — Siehe an des Herrn Demut, Sanftmut und Güte! Er ist der Herr von Ewigkeit! Alles, was die Unendlichkeit fasset, vom Größten bis zum Kleinsten, vom geistigsten bis zum materiellsten Atom, ist Sein Werk, und Seine Kraft ist so groß, daß alle die zahllosen Werke der Unermeßlichkeit schon vor dem leisesten Hauch Seines Mundes in ein Nichts zurücksinken müßten! — Und dennoch steht Er gar so einfach und ganz ohne Anspruch bei Seinen Kindlein, als wäre Er nahezu der Allergeringste unter ihnen, und liebt sie und unterhält sich mit ihnen, als hätte Er nur sie allein in der ganzen Unendlichkeit!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 157, 13]

 

Der Herr zu einem seligen Geist: „Meine Gottheitssonne muß ewig in einem unzugänglichen Zentrum stehen, dem sich kein Wesen über die bestimmte Ordnung nahen kann; denn jede Annäherung über das bestimmte Maß würde jedem Wesen die Vernichtung bringen. Solches wurde auch dem Moses gesagt, als er Gottes Angesicht schauen wollte; denn unter ‚Schauen‘ mußt du hier nicht das Wahrnehmen mit den Augen verstehen, sondern das sich völlige Nahen dem Grundwesen der Gottheit.“

[GS. Bd. 1, Kap. 60, 14]

 

Auf die Frage eines lichtsuchenden Heiden: ‚Was ist Wahrheit?‘ erwidert Jesus mit freundlicher Miene: „Sieh Mich an und vernimm es wohl, was Ich dir nun sage: Gott, der eine und allein Wahre, ist die Wahrheit. Wer Gott, den allein Wahren, gefunden hat, der hat auch die Wahrheit gefunden, die ihn frei und völlig lebendig macht. Hat der Mensch aber Gott gefunden und Seinen geoffenbarten Willen erkannt, lebt und handelt er danach, so ist auch der Mensch selbst in sich zur Wahrheit geworden, ist frei und vom Tode der Welt und ihrer Materie zum Leben aus Gott vorgedrungen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 176, 2]

 

Jesus: „Da es geschrieben steht, daß Gott den Menschen nach Seinem Ebenmaße geschaffen hat, was sollte dann Gott anderes sein als eben auch ein vollkommenster Mensch!?“

[Ev. Bd. 2, Kap. 144, 4]

 

Jesus zu einem lichtsuchenden Zöllner: „Wenn du fragst: ‚Wo ist denn Gott und wie sieht Er wohl aus?‘, da sage Ich dir: ‚Das eigentliche Gottwesen kann niemand sehen und dabei leben; denn es ist unendlich und allgegenwärtig und als Reingeistiges auch das Innerste eines jeden Dinges und Wesens, d.h. in Seinem auswirkenden Willensmachtlichte! In und für sich selbst ist Gott aber ein Mensch wie du und wohnt in einem unzugänglichen Lichte, das in der Welt der Geister die Gnadensonne genannt wird. Die Gnadensonne aber ist nicht Gott selbst, sondern nur das Auswirkende Seiner Liebe und Weisheit. — Wie die Sonne dieser Welt wirkt durch den beständigen Ausfluß ihres Lichtes nach allen Richtungen hin, also ist auch der göttlichen Gnadensonne wirkende Kraft als ein aus ihr strömendes Licht in allen Wesen allenthalben schaffend und belebend gegenwärtig.“

Ev. Bd. 6, Kap. 88, 3-4

 

Jesus auf die Frage begierig forschender Kinder, ob Er den Vater im Himmel schon gehört und gesehen habe, und wie Er wohl aussehe: „Meine lieben Kindlein, Ich höre und sehe den Vater immer, und Er sieht gerade so aus wie Ich und Seine Stimme klingt auch so wie die Meine. Wer sonach Mich sieht und hört, der sieht und hört auch den Vater im Himmel. Sehet mich daher nur recht gut an, und ihr könnet dann sagen, daß ihr den Vater im Himmel gesehen und gehört habt.“ Darauf schauen die Kinder den Herrn fest an und sagen nach einer Weile: „Wenn der Vater im Himmel so aussieht wie Du, dann muß Er sehr gut sein, und wir lieben Ihn jetzt schon über alles!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 219, 21-23]

 

Der Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit: „Du kannst Mich nicht lieben als Gott, sondern nur als Mensch; denn welche endliche Brust könnte wohl ertragen den unendlichen Gott, welche Brust das endlose Feuer der göttlichen Liebe, welcher endlich geschaffene Geist die endlose Fülle der göttlichen Weisheit?!“

[H. Bd. 2, Kap. 24, 16]

 

Jared, ein liebeweiser Erzvater der Urzeit, von dem hohen Abedam befragt, wie der unendliche Gott in begrenzter Menschengestalt sichtbar werden kann, erklärt: „Mein Maßstab für Deine Gottheit ist mein Herz, da es niemanden so sehr wie Dich zu lieben vermag. Wie Du Dich als ein unendlicher Gott uns endlichen Würmern vor Dir auch als ein endlicher Gott der Form nach in der Gestalt eines Menschen zeigen kannst, das begreife ich nicht! Doch gestehe ich hier ganz offen, daß ich Dich nur unter dieser Gestalt wahrhaft zu lieben vermag; denn wo sollte ein begrenztes Herz die Liebe hernehmen, um Gott in Seiner Unbegrenztheit zu lieben?! Daher bist Du mir so auch unendlich lieber als in Deiner für mich undenkbaren göttlichen Unendlichkeit.“

[H. Bd. 2, Kap. 138, 19-23]

 

Der hohe Abedam zu dem liebeweisen Erzvater Jared: „Die Liebe allein ist der Maßstab für Meine Göttlichkeit, und mit keinem anderen Maßstabe bin Ich ermeßbar; denn Ich bin wahrhaft ein unendlicher Gott. Was aber jedoch Meine räumliche Unendlichkeit betrifft, so ist diese nur eine für die Zeit bedingte Erscheinlichkeit, — im Geiste aber bedeutet sie nur die Machtvollkommenheit Meines Willens, Meiner Liebe und Weisheit! Meine gestaltliche Wesenheit jedoch ist dieselbe, nach der ihr alle seid gemacht worden zu Meinen wesenhaften Ebenbildern!“

[H. Bd. 2, Kap. 138, 26]

 

Jesus zu einer in Gottesliebe voll erglühten einstigen Sünderin: „Du Meine holdeste Tochter, habe keine Furcht vor Mir, weil Ich das allerhöchste Gottwesen bin; denn siehe, eben darum, bin Ich der sanfteste, demütigste, freundlichste, herablassendste, liebevollste und beste Geist und Mensch zugleich!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 249, 3]

 

Der Herr: „Auf dem Saturn lebt nicht ein Mensch, der von Mir eine andere Vorstellung hätte als die, daß Ich ganz vollkommen ein Mensch bin wie ein anderer Mensch, nur mit dem Unterschiede, daß Ich der allervollkommenste Mensch bin, das heißt: ein Mensch, in dem da wohnet die Fülle der Gottheit leibhaftig (oder körperlich).“

[Sa., Kap. 10, Abs. 14]

 

Der Herr: „Auf dem Saturn wird gelehrt: Gott, der Große Geist, ist ein vollkommenster Mensch aller Menschen. Er hat Hände wie wir und Füße wie wir, hat einen Leib wie wir, und Sein Kopf ist dem unsrigen gleich. Doch arbeitet Er nicht mit den Händen und gehet nicht mit den Füßen, sondern alle unendliche Macht liegt in Seinem Willen. Und mit der unbegreiflichen Kraft Seiner Weisheit erschafft und leitet Er alle Dinge.“

[Sa., Kap. 39, Abs. 3]

 

Der Herr: „Wieso bin Ich denn ein Tyrann und ein Verdammungsurteilsprecher?! — 0 ihr Toren! Ich liebe euch, ihr verachtet Mich; Ich bin euer Vater, ihr machet Mich zum Scharfrichter. Wo Ich segne, da fluchet ihr! Wäre Ich so, wie ihr saget, daß Ich sei, — wahrlich, die Erde bestände schon lange nicht mehr, ja, sie wäre sogar nie erschaffen worden!“

[H. Bd. 1, Kap. 2, 10]

 

Der Herr in der Gestalt des hohen Abedam zu dem Erzvater Mathusalah, der Ihn als Richter anruft: „Ich bin zwar ein Richter den Geschöpfen allen, — allein die Kinder sollen den Vater nicht Richter heißen! Fürder aber sollen alle die gerichtet werden, die den Vater als Richter anrufen! Ein langes Erdenleben sei dir eine kleine Gabe des Richters, damit du hinreichend Zeit haben mögest, deinen Richter wieder als Vater anzuerkennen!“

H. Bd. 1, Kap. 166, 24

 

Der uralte, durch Erfahrung gereifte Erzvater Adam: „Gott in Seiner Heiligkeit ist unzugänglich, in Seiner Weisheit unerforschlich, in Seiner Gnade unermeßlich, in Seiner Macht fürchterlich, in Seiner Stärke ewig unüberwindlich. Sein Licht ist ein Licht alles Lichtes und Sein Feuer ein Feuer alles Feuers. Und so ist Er in allem diesem ein unantastbarer, uns ganz fremder Gott! — Aber eben dieser Gott ist auch die allerhöchste Liebe selbst. Diese Liebe sänftet Sein Göttliches so sehr, daß Er uns will; und wenn wir Ihn lieben, so ergießt Er sich aus allem Seinem Göttlichen durch die Liebe zu uns, macht uns zu Kindern und gibt sich uns als der beste, allerliebevollste, heilige Vater in allem zu erkennen, mehr und mehr zu lieben, zu genießen und endlich im freien, ewigen Leben zu erschauen.“

[H. Bd. 1, Kap. 68, 28]

 

Der große, liebeweise Prophet der Urzeit Henoch: „Das Wort hat von Ewigkeit in Gott gewohnt. Gott selbst war im Worte, wie das Wort in Ihm. Alle Dinge und auch wir sind entstanden aus diesem Worte. Es ist aber dieses Wort der eigentliche Name Gottes, und dieser Name ist die unendliche Liebe des heiligsten Vaters, und wir sollen diese Liebe erkennen in uns und mit dieser Liebe dann lieben aus allen Kräften den, dessen Liebe wir das Dasein verdanken.“

[ H.Bd. 1,Kap.70,10]

 

Abedam-Jehova zu Pura, einem aus der Tiefe erretteten Mädchen, das in Ihm noch den richtenden Gott fürchtet: „Wisse in deinem Herzen, daß Ich nicht nur Jehova, der allmächtige Gott und Schöpfer aller Dinge bin, sondern im Verhältnis zu euch vielmehr der allein wahre, heilige, liebevollste Vater, der da niemanden je richten will zum Verderben, sondern jedermann aufrichtet zum ewigen Leben!“

[H. Bd. 2, Kap. 120, 18]

 

Der Herr in der Urzeit zu den Kindern der Höhe: „Der Sklave hat einen Herrn; die Natur hat einen unerbittlichen Gott zum Schöpfer und zum Richter; vor Jehova muß alles vergehen; denn der Ewige und Unendliche duldet nichts in und außer sich; denn Seine Heiligkeit ist unantastbar —‚ nur der Vater kennt Seine Kindlein, und diese sollen Ihn erkennen und rufen: ‚Abba, lieber Vater!‘, so wird Er sie allzeit hören und ihnen geben alles, was Er selbst hat, nämlich das vollkommene, ewige Leben und dessen endlose Schätze.“

[H. Bd. 2, Kap. 156, 2-4]

 

Der Herr: „O was sind alle Freuden und Seligkeiten Meiner Himmel für Mich gegen die, von Meinen lieben Kindern als einziger, wahrer Vater geliebt zu sein?! Siehe, alle Seligkeiten gebe Ich euch für diese einzige, die Ich für Mich bestimmt habe!“

[H. Bd. 1, Kap. 3, 10-11]

 

Auf die Frage des Königs Lamech von Hanoch nach der Rangordnung in Gegenwart Gottes erwidert der Herr mit dem Gleichnis: „Wenn ein liebreicher Familienvater nach Hause kommt, dann laufen alle Kinder, was sie können, dem lieben, guten Vater entgegen, und das flinkste fällt zuerst in aller Liebe über den Vater her und die andern, wie es ihnen ihre Füße gestatten. — Das jüngste Kind bleibt freilich zurück; aber der gute Vater sieht, wie es mit pochendem Herzen ihm entgegentrippelt, nimmt es alsbald auf seine Arme, drückt es an seine Brust und küßt und kost es nach seiner großen Herzenslust. — Siehe, Mein Lamech, gerade also ist auch Meine göttliche und himmlische Hausordnung und Hofsitte bestellt! Wer zuerst kommt, der mahlt auch zuerst, und den Letzten und Schwächsten will Ich auf Meine Arme nehmen und will ihn kosen und herzen, weil auch er in seiner Schwäche den Vater erkannt hat und dann mit schwachen Füßen Mir entgegeneilte!“

[H. Bd. 3, Kap. 61, 15-20]

 

Eine durch Liebe und Demut geläuterte Seele bekennt: „0 Herr und Vater! Du bist die ewige, allerreinste, von jeder Rache, von jedem Zorn, Ärger, von jeder Ungeduld und jedem Zwange weit entfernte Liebe! Du bist der alleinige Rettungsanker für alle, die auf des Lebens sturmbewegten Wogen von einer Klippe zur anderen geschleudert werden. Du lässest niemanden zugrunde gehen, und es ist Dein Bestreben, nach Deiner urewigen heiligen Ordnung, alles zurechtzubringen, was verdorben war. Mein heiligster, liebevollster Vater, Du suchst stets das verlorene Schaf, nimmst Tag für Tag eine Unzahl von verlorenen Kindern auf und rufst tote Lazarusse aus den Gräbern zum Leben hervor! — Darum aber ist es auch billig, daß Dich jedes Herz liebe über alles!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 251, 3-5]

 

Der im Jenseits gereifte, gottbegeisterte einstige Bischof Martin: „Gott, der ewige Geist in all Seiner göttlichen Vollkommenheit, deren Größe keines Himmels Gedanke ewig je in der Fülle wird denken können, ist unser Vater, wandelnd unter uns, als wäre Er nicht mehr als wir! Oh, erhöhen wir Ihn darum in unseren Herzen, da Er sich so endlos tief zu uns Sündern herab erniedrigt!“

[BM., Kap. 86, 9]

 

Jesus zu einer noch kirchlich gebundenen, doch Seine Gottheit ahnenden Seele: „Gott, dein wie aller Herr, ist kein unzugänglicher, sondern ein sich tiefst herablassender, liebevollster Vater aller Seiner Kinder und ist unter ihnen wie ein Bruder!“

[BM., Kap. 112, 25]

 

Jesus der Herr erläutert der Chinesin Chanchah Sein wahres Wesen: „Meine Kindlein sollen Mich nicht als ihren Gott, sondern stets nur als ihren liebevollsten Vater erkennen, lieben und anbeten! — Fürchte dich nicht vor Mir, da du Mich nun erkennst; denn du wirst an Mir ewig keine Veränderung gewahren, außer daß du fürder alle Schätze meiner Vaterliebe und Weisheit in ewig steigender Oberfülle genießen wirst.“

[BM., Kap. 120, 12-13]

 

Jesus zu seligen Geistern: „Mir macht nur das Freude, was Meinen Kindern Freude macht. Nicht Meine Gottheit, nicht Meine Weisheit und Allmacht, und so auch nicht Meine Allwissenheit, sondern allein die große Liebe zu Meinen wahren Kindern, die Mich lieben wie ihr alle nun um Mich Versammelten, macht die höchste Glückseligkeit Meines Wesens aus.“

[BM., Kap. 186, 8]

 

Der Herr: „Ihr sehet in Mir wohl Gott, den unendlich Großen, der durch Sein Wort erschuf Himmel und Erde; aber den liebenden Vater, der es nicht für unter Seiner Würde hält, sogar die Flügel einer Mücke in Bewegung zu setzen und die Schimmelpflanzen an einer feuchten Brotkrume zu pflegen, daß sie gedeihen, — sehet, dieser sich so tief herablassende, dieser sanft mütigste, geduldigste und liebevollste Gott und Vater ist mehr oder weniger fremd eurem Herzen! Jesum, der ie Sünder auf Seine Schultern lud, der die Müden und Beladenen zu sich rief, Jesum, den allein guten Hirten, kennet ihr noch nicht!“

[Hi. Bd. 2, S. 111, 3-4]

 

Jesus im Jenseits in verhüllter Gestalt zu einem forschenden Geist, der Ihn nach dem Wohnsitz des Herrn fragt: „Im allgemeinen wohnt Er im ewigen Osten. Und vom irdisch-naturmäßigen Standpunkt aus betrachtet in der großen Gegend des Sternbildes ‚der Löwe‘, und zwar in der entsprechenden geistigen Zentralsonne, die da umfaßt die naturmäßige unter dem Namen ‚Regulus‘ — und über diese hinaus die ganze Unendlichkeit!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 140, 3]

 

Jesus zu einem neuen Himmelsbürger: „Es geschieht dann und wann, daß Ich selbst euch im Lichte der Gottheit erscheine, wogegen alles Zentralsonnenlicht eine wahre Nacht bedeutet.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 297,4]

 

Jesus im höchsten Liebehimmel zu Robert Blum und seinen Freunden: „Siehe, diese über der heiligen Stadt erstrahlende Sonne bin Ich im Grunde selbst! — Es gibt unterhalb des höchsten Himmels noch zwei Himmelssphären, und zwar gegen Abend hin einen ‚Weisheitshimmel‘ und gegen Mittag hin einen ‚Liebe-Weisheitshimmel‘. Die Bewohner dieser beiden Himmel sehen Mich nur als eine Sonne, und zwar eben diese, die ihr nun über der Stadt Mitte leuchten sehet. — Nur hier im allerhöchsten ‚Liebehimmel‘ bin ich außerhalb der Sonne, obschon auch in der Sonne. Außerhalb der Sonne bin Ich, wie ihr alle Mich nun unter euch sehet. In der Sonne aber bin Ich pur geistig durch die Kraft und in der Kraft Meines Willens, Meiner Liebe und Weisheit. Ich bin der Grund, und diese Sonne ist gleich einer Ausstrahlung Meines Geistes, der von hier und also aus Mir alle Unendlichkeit in ungeschwächter Kraft durchströmt und allenthalben Meine ewige Ordnung schafft.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 283, 12-13]

 

01.03. Die „Sieben Geister Gottes“

Der Erzengel Raphael erklärt dem Freunde Jesu Lazarus von Bethanien Wesen, Wirken und Bedeutung der ‚Sieben Geister Gottes‘: Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld und Barmherzigkeit. Ev. Bd. [7, Kap. 18, 1-15]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Atheisten Roklus: „Der allein wahre Gott ist pur Liebe, aus der Liebe heraus die vollkommene Weisheit und durch diese Weisheit allmächtig. Dieser Gott ist zugleich die höchste Ordnung, Wahrheit, Gerechtigkeit, alles Licht und Leben selbst. Alle Wesen und Dinge auf dieser Erde, ebenso die Erde selbst mit ihren Geistern und Elementen, der Mond, die Sonne und alle anderen Gestirne sind Seine Werke!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 37, 3-4]

 

Der Erzengel Raphael: „Das vollkommene Leben ist in Gott, im Engel und im Menschen gleichfort ein Kampf der sieben Geister Gottes, ‚Liebe, Weisheit, Wille, Ordnung, Ernst, Geduld und Barmherzigkeit‘. — Der Kampf dieser sieben Geister Gottes ist in Gott wie im Engel jedoch kein Bestreben eines der sieben Geister, die anderen zu unterdrücken, sondern der Kampf geht ewig dahinaus, daß ein Geist den andern nach all seiner Kraft und Macht unterstützt, und somit ist jeder Geist in dem andern enthalten. Es ist also die Liebe in allen anderen sechs Geistern und ebenso das Licht oder die Weisheit in der Liebe und in den anderen fünf Geistern und so fort, so daß in jedem einzelnen Geiste auch alle anderen stets wirkend gegenwärtig sind und sich fort und fort in schönster Harmonie unterstützen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 19, 10]

 

Der Erzengel Raphael: „Nur wenige Menschen gibt es, die alle sieben Geister Gottes in sich zur vollen und gleichen Tätigkeit bringen und dadurch wahrhaft Gott und Engeln Gottes gleich werden. Viele Menschen kümmern sich wenig darum und erkennen sonach das Geheimnis des Lebens in sich gar nicht, weil sie sich nur von dem einen oder dem andern der sieben Geister Gottes leiten und beherrschen lassen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 20, 1]

 

Der Herr gibt dem ersten Hohenpriester der Urzeit Henoch eine lichtvolle Erläuterung der „Sieben Geister (Wesens-Haupteigenschaften) Gottes“!

[H. Bd. 2, Kap. 252, 8-17]

 

Der Erzengel Raphael: „Gott ist in sich die reinste Liebe, also auch das reinste Lebensfeuer, dadurch auch das reinste und hellste Licht und somit in sich die höchste Weisheit sowie die höchste allwirkende Macht und Kraft. Dieser höchsten Macht und Kraft weiseste Ordnung ist das ewige Gesetz, nach dem sich alle Dinge zu richten haben.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 17, 6-7]

 

Abba Emanuel, eine urzeitliche Erscheinung Gottes in Engelsgestalt, mit strahlendem Antlitz zum Himmel blickend: „0 Liebe, du reine, heilige, ewige Liebe, du hast gesiegt und wirst Siegerin bleiben ewig! Du Himmel, du Sonne, du Erde, ihr werdet vergehen, ja, es wird vergehen alle Majestät, Pracht und Herrlichkeit; allein du, heilige Liebe, du wirst bestehen und nimmer vergehen!“

]H. Bd. 1, Kap. 139, 35]

 

Der Herr in der Urzeit zu den Kindern der Höhe: „Als Gott bin Ich ein ewiger Richter nach Meiner unendlichen Weisheit und Heiligkeit; denn niemand kann sich Gott nahen und dabei leben! — Aber in Meiner unendlichen Liebe bin Ich ein Vater und will alle Meine Kinder um Mich versammeln. — Fraget nicht, wer da der Mächtigere ist, ob Gott oder der Vater; denn es ist nur ein Gott und Vater!“

[H. Bd. 2, Kap. 156, 9ff.]

 

Jesus: „Im Grunde oder in der Grundursache alles Seins war das Licht (der große göttliche Schöpfungsgedanke). Dieses Licht trat wesenhaft beschaulich aus Gott und war somit nicht nur in, sondern auch bei Gott und umfloß gewisserart das göttliche Sein, und Gott selbst war das Licht!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 1, 6]

 

Jesus: „In Gott befinden sich unterscheidbar zwei Wesenshaupteigenschaften, obschon sie Sein unteilbares, einziges Ursein ausmachen. Die eine unterscheidbare Wesens-Haupteigenschaft ist die Liebe als die ewige Lebensflamme in Gott; die andere unterscheidbare Haupteigenschaft Gottes aber ist als Ausstrahlung der allerhellsten Lebensflamme das Licht oder die Weisheit in Gott. Wenn aber also und nicht anders, ist da die Liebe nicht ganz dieselbe Herrlichkeit in Gott wie Seine Weisheit?!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 198, 14-16]

 

Jesus zu Ihn versuchenden Pharisäern: „David hat nicht gefehlt, wenn er sagte: ‚Mein Herr sprach zu meinem Herrn.‘ Wenn aber also, dann ist es doch klar, daß die nur durch die Wortfügung scheinbaren zwei Herren im Grunde ein Herr sind. Der König David hat damit nur das ausdrücken wollen, daß die erbarmungsvollste Liebe in Gott in alle ihre Weisheit drang und zu ihr sprach: ‚Setze dich zu meiner Rechten, werde Wort und Wesen, werde eins mit all Meiner Lebensmacht, und alles, was des Lichtes Feind ist, muß sich dann beugen vor der Liebesmacht in ihrem Lichte!‘ Was David damals im Geiste aussagte, das steht nun wunderbar verkörpert vor eurem Gesicht!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 198, 13, 17 und 18]

 

Jesus: „Die höchste Kraftpotenz aller Naturkräfte steht zur göttlichen Allkraft in einem Verhältnis wie ein bares Nichts zu etwas Wirklichem; ebenso steht sie auch zur Kraft jedes reinen Engelsgeistes.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 29, 3 und 4]

 

Der Erzengel Raphael: „Es gibt keinen anderen Stoff in der ganzen Unendlichkeit als den Willen Gottes. Alles, was du siehst und durch irgendeinen Sinn wahrnimmst, sind Gedanken Gottes, und so Er will, sind sie auch schon wesenhaft da. Was aber Gott, dem urewigen Geiste, möglich ist, das ist auch dem Geiste Gottes im Menschen möglich.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 17, 5-6]

 

Der Herr: „Wo es sich um die völlige Freiheit eines Wesens handelt, da muß sogar Ich selbst Meine Allmacht zurückhalten. Denn würde Ich diese gebrauchen, so wäre es mit einem freien Wesen augenblicklich aus, und Ich hätte dann statt frei lebender, denkender, wirkender und handelnder Kinder lauter gerichtete Maschinen. — Was aber die naturmäßige Welt und die Gestaltung aller Geschöpfe betrifft, so sind sie Werke Meiner Allmacht. Wenn dann die freien Geister zufolge Meines Wortes und des danach geführten Lebenswandels das Leben aus Mir in sich aufgenommen haben, so bewirkt Meine Allmacht, daß alles das, was die frei gewordenen, lebendigen Geister als nutzwirkend Gutes und Wahres in sich erkennen, sie sogleich zu ihrem freiwilligen Gebrauche im reichlichsten Maße erschauen.“

[GS. Bd. 1, Kap. 59, 10 und 12]

 

Jesus: „In Mir waltet der festeste, unbeugsamste Ernst! Und das Leben einer Milbe muß in derselben ernstesten Ordnung wie das eines Engels erhalten und geleitet werden. — Ich bin in Meiner Allmacht wie ein Stein von größter Härte und Schwere. Wer sich an diesem stößt, wird zerschellen. Denn die Macht Meines Gottwillens ist das Heiligste in Mir!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 100, 14 und 15]

 

Jesus zu dem zuweilen ungestümen Römer Agrikola: „Die Geduld, einer der sieben Urgeister Gottes im Menschen, muß gleich allen anderen sechs Geistern Gottes gestärkt und ausgebildet werden, wenn ein Mensch zur wahren inneren Lebensvollendung gelangen soll. — Die Geduld ist dem Menschen das, was ein sanfter Regen der Erde ist. Sie sänftigt die Begierden im Menschenherzen, auf daß sie nicht in stürmische, verheerende Leidenschaften ausarten.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 43,9]

 

Jesus zu Jarah, dem erbarmungsreichen Töchterchen des reichen Herbergswirtes Ebal: „Wie du keinen Unglückseligen und Trauernden sehen kannst ohne den Wunsch, ihm zu helfen, so ist es auch — nur in einem viel größeren Maße — Mein Wunsch und allmächtiger, fester Wille, jedem Menschen für Zeit und Ewigkeit zu helfen, das Verlorene zu suchen, das Kranke zu heilen und alles, was gefangen ist, zu erlösen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 113, 14-15]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Der siebente Geist Gottes die Barmherzigkeit — bewirkte, daß Gott selbst das Fleisch annahm, um dadurch alle gefallenen und gefangenen Geister aus den harten Banden des Gerichts zu erlösen, weshalb die Erlösung und die Neuschaffung der Himmel und der Welten das größte Werk Gottes genannt werden kann. — In diesem Erlösungswerk sind alle sieben Geister Gottes völlig gleichgewichtig wirksam, was vordem nicht so sehr der Fall war und auch nicht sein durfte wegen des Geistes der Ordnung in Gott. Denn früher wirkte der siebente Geist in Gott nur insoweit mit den anderen Geistern, daß alle Gedanken und Ideen Gottes Wirklichkeit wurden. Von nun an aber wirkt der Geist der Barmherzigkeit mächtiger, und die Folge davon ist die vollkommene Erlösung.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 18, 16]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Der siebente Geist Gottes, der Geist der Barmherzigkeit, verleiht im Menschen rückwirkend  allen vorhergehenden Geistern die göttlich-geistige Vollendung und verhilft der Menschenseele zur vollen, wahren Wiedergeburt im Geiste.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 20, 7]

 

Der Erzengel Raphael: „Der Herr selbst hat euch die Liebe zu Gott und zum Nächsten vor allem ans Herz gelegt und dazu gesagt: ‚Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist, und seid sanftmütig und demütig, so wie auch Ich von ganzem Herzen sanftmütig und demütig bin!‘ Der Herr gebot sonach euch Menschen, den siebenten Geist, den Geist der Barmherzigkeit, vor allem darum auszubilden, weil in diesem letzten Geiste alle vorhergehenden enthalten sind und durchgebildet werden. Wer demnach diesen letzten Geist mit allem Eifer bildet und stärkt, der bildet und stärkt auch die andern Geister und wird dadurch am ehesten und sichersten vollendet. Denn die ersten sechs Geister Gottes sind fast allen Geschöpfen mehr oder weniger verliehen, aber der siebente Geist muß vom Menschen durch seinen eigenen Fleiß und Eifer gewonnen werden.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 20, 8, 9 und 10]

 

Der Herr: „Der durch den Abfall der ersten Urgeister entzündete Grimm der Gottheit unterwarf sich Ihrer Liebe. Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste. Da floß die erste Träne aus dem Herzen der Gottheit, sie hieß und wird ewig heißen: die Erbarmung.“

[H. Bd. 1, Kap. 5, 21-22]

 

01.04. Die Allgegenwart und Sichtbarkeit Gottes

Abedam-Jehova zu dem Erzvater Zuriel: „Siehe, die Erde, den Mond, die Sonne, sowie die zahllosen Sterne, welche alle für dich unbegreiflich verschieden gestaltete Welten oder Sonnen sind, muß Ich beständig fest umklammert halten, vom Atom angefangen bis zur allergrößten Mittelsonne, zu deren körperlicher Größe diese Erde samt ihrer Sonne sich kaum verhält wie ein Atom zur Erde, — sonst würden sie urplötzlich aufhören zu sein!“

[H. Bd. 1, Kap. 181, 7-8]

 

Abedam-Jehova zu dem Erzvater Seth: „Siehe, die Liebe ist Mein eigenst-innerstes Urgrundwesen. Aus diesem Wesen geht die durch alle Unendlichkeit ewig wirkende Kraft hervor, welche da ist Mein unendlicher Geist der Heiligkeit. Dieses Urgrundwesen aber bin Ich selbst, so wie Ich jetzt vor dir stehe. Und da, aus dieser Brust, wird die ganze Unendlichkeit erfüllt von Meinem Geiste. Siehe, demnach bin Ich auch überall durch diesen Meinen Geist vollkommen gegenwärtig und kann da bilden, schaffen und ordnen.“

[H. Bd. 2, Kap. 94, 27-19]

 

Der Herr zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch, der den unendlichen Gott in der Ferne sucht: „Der unendliche Gott hat in dein geistig Herz Sein vollkommenes Ebenbild gelegt; dieses ist dein Leben und ist in dir. Deine mächtige Liebe zu Gott ist dieses dich belebende Ebenbild Gottes in dir; daher bleibe in dir und hebe dieses Heiligtum nicht aus dir, sondern mache es fest in dir, so wirst du Gott haben stets wirkend in deiner nächsten Nähe und wirst nicht nötig haben zu fragen: ‚Hinter welchem Stern wohnt Gott?‘, sondern du wirst erkennen in dir den eigenen heiligen Stern, hinter dem dein Gott wohnt und dir schafft fortwährend dir freilich noch unbewußt — das Leben. Also erwecke denn deine Liebe in dir zu einem dir nahen Gott!“

[H. Bd. 3, Kap. 56, 20-22]

 

Jesus: „Mein Fleisch ist nicht Mein Ich, sondern Mein Geist ist Mein wahres Ich. Mit Meinem Geiste aber bin Ich allenthalben gegenwärtig und wirke in einem fort durch die ganze Unendlichkeit.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 142, 14]

 

Auf die Frage der Jünger: „Siehe, Herr, Gott ist unendlich und allgegenwärtig! Wie ist das möglich, da Du Dich nun in Person leibhaftig unter uns befindest?“ antwortet Jesus: „Ist denn nicht Mein von der ewigen Liebe durchglühter und von dem Lichte der Weisheit Gottes durchleuchteter Wille eben der euch so unbegreifliche ‚Heilige Geist‘, der ewigfort von Mir aus alle Unendlichkeit erfüllt?! Durch diesen Meinen Heiligen Geist bin Ich überall ebenso gegenwärtig, wie Ich nun in Meiner eigentlichen Wesenheit unmittelbar unter euch gegenwärtig bin.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 231, 2 und 4]

 

Jesus auf die Bitte des Jüngers Philippus, der für den Sieg der Wahrheit die dauernde Sichtbarkeit des Herrn wünscht: „Ich werde euch wohl mit dieser Meiner Persönlichkeit verlassen, damit Ich für euch wie für alle, die durch euch an Mich glauben, eine ewige, aller seligste Wohnstätte bereite. Aber mit Meinem Geiste, der die Unendlichkeit erfüllt, bleibe Ich bei euch bis ans Ende der Welt!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 236, 1-2]

 

Jesus zu Seinem Jünger Philippus: „In wem Meine Lehre, also Mein Licht und die ewige Wahrheit verbleibt, in dem verbleibt auch Meine Kraft und Macht. Was wollet ihr dann noch mehr?“ Darauf erwidert Philippus: „Herr, Dich selbst, da wir Dich über alles lieben!“ Jesus: „Auch das soll euch gewährt sein! Wo je nur zwei oder drei ernstlich in Meinem Namen versammelt sind, da werde auch Ich mitten unter ihnen sein, und das entweder sichtbar oder wahrnehmbar wirkend im Geiste.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 236, 2-3]

 

Der Erzengel Raphael zu zwei bekehrten Pharisäern: „Gott ist als Wesen persönlich nur Einer, nun hier in der Person des Herrn (Jesus) vollkommen gegenwärtig und befindet sich in der ganzen Unendlichkeit sonst nirgendwo. Aber Er ist durch Seinen Willen und durch Seine höchst klaren Gedanken dennoch in der ganzen Unendlichkeit vollwirkend gegenwärtig.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 164, 14]

 

Ein bekehrter Grieche beim Abschied von Jesus: „Herr, Herr, Gott und Meister von Ewigkeit! Du verläßt uns nun zwar in Deiner sichtbaren Persönlichkeit, aber wir bitten Dich, daß Du mit Deinem höchsten Gottgeiste bei uns bleiben und uns dann und wann ein Zeichen geben wollest, das uns Bürge sei, daß Du unser gedenkest und im Geiste bei uns bist!“ Darauf Jesus: „Nicht nur ein Zeichen, sondern mehrere sollet ihr allzeit haben davon, daß Ich im Geiste bei und in euch gegenwärtig bin. Diese sicheren, niemals trügenden Zeichen werden allzeit folgende sein: Erstens, daß ihr Mich mehr liebet denn alles in der Welt! Wer Mich wahrhaft liebt über alles, der ist durch solche Liebe in Mir, und Ich bin in ihm. — Ein zweites Zeichen Meiner Gegenwart bei euch sei das, daß ihr aus Liebe zu Mir eure Nächsten ebenso liebet wie euch selbst; denn wer seinen Nächsten nicht liebt, den er sieht, wie kann der Gott lieben, den er nicht sieht? — Ein drittes Zeichen Meiner Gegenwart bei, in und unter euch wird sein, daß euch allzeit gegeben wird, um was ihr den Vater in Mir in Meinem Namen ernstlich bittet. Aber es versteht sich, daß ihr Mich nicht um törichte, nichtige Dinge dieser Welt bittet. — Ein viertes Zeichen Meiner mächtigen Gegenwart wird sein, daß, wenn ihr den leiblich Kranken aus wahrer Nächstenliebe in Meinem Namen die Hände aufleget, es mit ihnen besser wird, wenn dies zum Heil ihrer Seelen dienlich ist. Dabei saget allzeit im Herzen: ‚Herr, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!‘ — Ein fünftes Zeichen Meiner Gegenwart bei und in euch wird sein, daß ihr, wenn ihr Meinen Willen allzeit tut, in euch des Geistes Wiedergeburt erreicht. Das wird eine wahre Lebenstaufe sein, da ihr dabei mit Meinem Geiste erfüllt und in alle Weisheit eingeführt werdet. Nach diesem fünften Zeichen strebe jeder! An wem sich dieses Zeichen erweist, der wird schon in dieser Welt das ewige Leben haben und tun und vollbringen, was Ich tue; denn er wird dann eins sein mit Mir!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 43, 1-11]

 

Auf Satans Frage: ‚Ist Gott allgegenwärtig oder nicht?‘ erwidert der Apostel Johannes: „Allerdings, Seinem Gottwesen und Willen nach ist Gott unendlich und somit auch allgegenwärtig; aber als wesenhafter Gottmensch und als wahrster Vater Seiner Kinder wohnt Er nur unter Seinen Kindern im höchsten Himmel.“

[BM. Kap. 198, 1, Kap. 197, 21]

 

Der Herr vor Seiner Himmelfahrt zu Seinen Jüngern: „Ich werde euch jetzt zwar sichtbar verlassen, und ihr werdet Mich hinfort mit den Augen eures Fleisches nicht mehr sehen, — aber in Meinem Geiste werde Ich bei euch verbleiben bis ans Ende der Welt. Und dieser Mein Geist wird euch in alle Weisheit leiten und euch alles geben, was ihr erbittet in Meinem Namen.“

[Hi. 2, S. 209, 13]

 

Der Herr: „Solange ihr eure Herzen werdet zu Mir gekehrt haben, da werde Ich sein mit Meiner Liebe segnend bei euch allen und jeglichem besonders nach dem Maße seiner Liebe zu Mir und daraus zu seinem Bruder, und die flammenden Herzens sollen Mich sogar nicht selten zu Gesicht bekommen, besonders, wenn sie ihre Herzen vom Anbeginne ihres Seins rein erhalten und sich nicht haben von der Welt berücken lassen!“

[H. Bd. 2, Kap. 2, 23]

 

Abedam-Jehovas Frage an die Urväter: „So, wie Ich jetzt unter euch bin, kann Ich eures freien Lebens wegen nicht verbleiben und muß euch als sichtbarer Vater bald wieder verlassen. Wer wird euch dann beschützen vor jeglichem Übel, und wer wird alsobald abwenden alle argen Nachstellungen der Welt von euren Herzen, so da niemandem von euch innewohnen würde eine höhere Macht und Kraft als ein teurer Nachlaß von Mir an euch alle!“ Darauf die Väter der Höhe: „0 heiliger Vater, wenn unsere fleischlichen Augen Dich auch nicht mehr sehen, so wirst Du, o Abba, aber doch Deine Liebe nicht von uns nehmen, sondern uns gestatten, unsere Herzen an Deiner unendlichen Vaterliebe zu wärmen und neu zu beleben. 0 Abba, dieses allein bitten wir von Dir, daß Du uns allen ewig Vater verbleiben und uns mit Deiner segnenden Hand nie verlassen mögest!“

[H. Bd. 2, Kap. 1, 1-3, 6-7]

 

Mira, eine reine, liebeglühende Jungfrau der Höhe in der Urzeit: Mein Auge sieht den Herrn zwar nicht mehr, aber Mein Herz ist von Ihm erfüllt, und das ist ja unendlichmal mehr als ich, eine arme Sünderin vor Ihm, würdig bin! Wenn ich Ihn nur lieben kann und darf, das ist mir schon genug; denn ich weiß ja, daß Seine sichtbare Erscheinung nur eine seltene Gnade von Ihm ist. Denn würde Er gleich einem Menschen beständig sichtbar unter uns sein, so könnten wir ja vor lauter steigender Liebe zu Ihm uns am Ende gar nicht mehr helfen oder würden uns endlich an Ihn so gewöhnen, daß Er uns dann ganz einem anderen Menschen gleich vorkäme! Daher weiß Er schon, was gut und recht ist, und kommt und geht zur rechten Zeit!“

[H. Bd. 3, Kap. 6, 13-16]

 

Ein Engel Gottes zu dem Erzvater Mahal: „Siehe, viel schlimmer als für die Pflanzenwelt eine andauernde Sonnenbestrahlung wäre für euch die beständige sichtbare Gegenwart des Herrn; denn in der könnte kein Wesen das Leben behalten! Siehe, auch wir, die wir im Reiche des ewigen Lichtes Gottes leben im Geiste, missen meistens des Herrn sichtbare Gegenwart. Wir sehen wohl Sein Licht, in dem Er wohnt, aber Ihn sehen wir nicht! Das aber zeugt von der endlosen Güte und Liebe des Herrn, der fortwährend mit aller Seiner Weisheit und Allmacht bemüht ist, Seine Kinder so zu gestalten und frei zu festen, daß sie dereinst auch Seine sichtbare Gegenwart für ewig ertragen sollen ohne die geringste Beeinträchtigung ihrer Freiheit!“

[H. Bd. 3, Kap. 341, 6-8]

 

Der Herr: „Gott kann sich als liebender Vater überall einen sichtbaren Leib erschaffen und wirken durch ihn, aber dann ist nicht das, was du siehst, der Vater, sondern das, was da wirkt durch das von dir Gesehene.“

[H. Bd. 1, Kap. 151, 29]

 

Jesus: „Ich war wohl schon von Ewigkeit her in Mir selbst in aller Macht und Herrlichkeit, aber Ich war dennoch für kein geschaffenes Wesen ein schaubarer und begreifbarer Gott, auch nicht für einen vollkommensten Engel! Wenn Ich Mich jemandem, wie Abraham, Isaak und Jakob schaubar machen wollte, so geschah das dadurch, daß Ich einen Engel besonders stark mit dem Geiste Meines Willens erfüllte, so daß er dann auf gewisse Augenblicke Meine Persönlichkeit darstellte. — Aber von nun an bin Ich allen Menschen und Engeln ein schaubarer Gott und habe ihnen ein vollkommenstes, ewiges, selbständiges und freiestes Leben begründet.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 14]

 

Der Herr zu einem seligen Geist: „Da sieh empor und betrachte diese von hier aus gar nieder stehende Sonne! In dieser Sonne bin Ich ureigentümlich vollkommen zu Hause; sie befindet sich im ewigen, unverrückbaren Zentrum Meines göttlichen Seins. Ihre Strahlen sind allenthalben vollkommen lebendig und gleich Meiner Wesenheit. Wo immer demnach ein solcher Strahl hinfällt, da bin Ich selbst so wie in der Sonne ganz vollkommen gegenwärtig, nicht nur wirkend, sondern auch persönlich, und diese Persönlichkeit ist demnach auch allenthalben eine und dieselbe.“

[GS. Bd. 1, Kap. 60, 1-2]

 

Der Herr zu einem seligen Geist: „Siehe, wie unvollkommen glücklich wären Meine Kinder und Ich, wenn es Mir nicht möglich wäre, Mich selbst als Vater überallhin in Meiner ganzen Fülle persönlich wesenhaft zu versetzen, wo immer nur Meine Kinder sind. Denn der Himmel ist unendlich! Wäre Mir eine solche wesenhafte, Meiner Einheit völlig unbeschadete Vervielfachung nicht möglich, wie verwaist wären da Meine Kinder, und wie allein wäre Ich selbst mitten unter ihnen!“

[GS. Bd. 1, Kap. 60, 15-17]

 

Der Herr zu einer erlösten Seele im Himmel: „Wenn du diese Sonne (die göttliche Gnadensonne) hier ansehen wirst, dann denke: darin wohnt dein Vater! Und diese Sonne, welche so sanft diese Gegend erwärmt und alles so herrlich erleuchtet, geht hier nie unter, und du wirst sie allzeit sehen und deine Liebe nimmer abwenden von ihr. Wann immer du Mich aber in der höchsten Liebe zu Mir werktätig ergreifen wirst, dann werde Ich alsbald so wie jetzt persönlich wesenhaft sichtbar da sein.“

[GS. Bd. 1, Kap. 100, 6-7]

 

Der Evangelist Markus in der geistigen Welt: „Bei Seelenerlösungen macht es der Herr nicht selten so, als verreisete Er aus dem Morgen, und während einer solchen Reise ist Er dann auch — außer in der stets sichtbaren Gnadensonne — persönlich wesenhaft in dem ganzen unendlichen himmlischen Morgenreiche nirgends zu erschauen. — Dieser Zustand, in welchem die seligsten Geister den Herrn nicht sehen, wird eine ‚Wonneruhe‘ genannt; denn in diesem Zustande werden alle Seligen durch die große Sehnsucht nach dem Herrn zu einer höheren Seligkeit vorbereitet.“

[GS. Bd. 2, Kap. 2, 4-5]

 

Der Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Vor der Darniederkunft des Herrn konnte niemals ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte Gott je erschauen, ohne dabei das Leben zu verlieren, wie es auch bei Moses heißt: ‚Gott kann niemand sehen und leben zugleich.‘ Es hat sich zwar der Herr in der Urkirche wie auch in der Kirche des Melchisedek öfter persönlich gezeigt und gesprochen mit Seinen Heiligen und selbst gelehrt Seine Kinder. Aber dieser persönliche Herr war doch nicht unmittelbar der Herr selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist.“

[GS. Bd. 2, Kap. 13, 5]

 

Der Evangelist Johannes in seiner geistigen Sphäre: „Vor der Darniederkunft des Herrn konnten nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen, als ihr da sehet die Sonne am Firmament. Und keiner von ihnen hätte es gewagt, sich die Gottheit unter einem Bilde vorzustellen, wie solches denn auch den Israeliten aufs strengste verboten war!“

[GS. Bd. 2, Kap. 13, 7]

 

Jesus in einer jenseitigen Bergwelt erwidert einem Jesuiten auf dessen falsche Gottesvorstellungen: „Für uns Himmelsgeister alle ist Gott nicht unsichtbar, sondern sichtbar, und Er wohnt durchaus nicht im unzugänglichen Lichte, sondern in einem gar sehr Zugänglichen! — Nur den auf der Welt noch sehr stark im Fleische Lebenden muß Gott wegen der Willensfreiheit der angehenden Menschen unsichtbar bleiben, solange sie nicht des Geistes volle Wiedergeburt erlangt haben. Gott bleibt aber auch Geistern eures Gelichters unsichtbar, weil ihr nicht rein und wiedergeboren seid!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 263, 12]

 

Der Herr zu den neugeordneten Völkern unserer Sonne, die um Sein zeitweiliges Erscheinen bitten: „Der Schöpfer bleibt wohl unsichtbar den gerichteten Geschöpfen, doch der Vater kann allezeit von Seinen Kindern gesehen und vernommen werden, solange diese in der göttlichen Ordnung verbleiben.“

[BM. Kap. 184,9]

 

Der Herr: „Auf dem Saturn gibt es selten einen Familienältesten, der nicht zum wenigsten einmal den ‚Großen Geist‘ gesehen hätte! Die Saturnbewohner kennen Gott nicht anders, denn als einen vollkommenen Menschen.“

[Sa. Kap. 39, Abs. 1-2]

 

*   *   *

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

02. Was dünket euch um Jesus Christus

 

 

02.01. Jesus, wahrer Mensch

Jesus: Ich lebte bis zum dreißigsten Jahre wie jeder andere wohlerzogene junge Mensch und mußte durch den Lebenswandel nach dem Gesetze Mosis die Gottheit in Mir wie jeder Mensch erwecken. — Ich mußte erst an einen Gott glauben und habe Ihn dann immer mehr mit aller Selbstverleugnung und mit stets mächtigerer Liebe erfassen müssen. — So war Ich — als der Herr selbst — für jeden Menschen ein lebendiges Vorbild, und deshalb kann nun jeder Mensch Mich geradeso anziehen, wie Ich selbst die Gottheit in Mir angezogen habe, und kann selbständig mit Mir ebenso eins werden durch den Glauben und durch die Liebe, wie Ich selbst als Gottmensch in aller Fülle vollkommen eins bin mit der Gottheit.

[Jug., Vorrede, Absatz 1]

 

Jesu Gleichnis von dem im Frühling blühenden Obstbaum und seinem reifen Fruchtsegen im Herbst. Der Herr deutet dieses Gleichnis als Sinnbild des göttlichen Wirkens im Kinde Jesus und der erst im Mannesalter erfolgenden völligen Vergottung des Menschen Jesus, sowie der dazwischenliegenden langen Ruhepause im äußeren, sichtbaren Wirken des Gottesgeistes in ihm.

[Jug., Vorrede, Absatz 2]

 

Der Herr: „Um die Worte der Schrift ‚Und Er nahm zu an Gnade und Weisheit vor Gott und den Menschen‘ richtig zu fassen, muß man sich Jesus als einen Menschen vorstellen, in dem die alleinige, ewige Gottheit sich geradeso untätig scheinend einkerkerte, wie da in eines jeden Menschen Wesen der Geist (als der göttliche Funke im Menschen) eingekerkert ist. Was aber ein jeder Mensch nach göttlicher Ordnung tun muß, um seinen Geist frei zu machen in sich, das mußte auch der Mensch Jesus vollernstlich tun, um das Gottwesen in ihm frei zu machen, auf daß er eins würde mit Ihm. Jesu Seele war wie die eines jeden Menschen und mit umsomehr Schwächen behaftet, weil der allmächtigste Gottgeist sich selbst in die gewaltigsten Bande legen mußte, um in Seiner Seele gehalten werden zu können. Also mußte die Seele Jesu auch die größten Versuchungen, sich selbst verleugnend, bestehen, um ihrem Gottgeiste die Bande abzunehmen, sich damit zu stärken für die allerhöchste Freiheit des Geistes aller Geister und so völlig eins zu werden mit Ihm. Und eben darin bestand denn auch das Zunehmen der Weisheit und Gnade der Seele Jesu vor Gott und den Menschen, und zwar in dem Maße, als sich der Gottgeist nach und nach einte mit Seiner freilich göttlichen Seele, welche da war der eigentliche Sohn.“

[Jug. Kap. 298, 1, 4-7, 17-19]

 

Jesus fühlte in sich fortwährend aufs lebendigste die allmächtige Gottheit; Er wußte es in Seiner Seele, daß alles in der Unendlichkeit Seinem leisesten Winke untertan ist. Darum hatte Er den größten Drang in Seiner Seele, zu herrschen über alles. Stolz, Herrschsucht, Sinn für Freiheit und Wohlleben, Weiberlust und Zorn waren die Hauptschwächen Seiner Seele. Aber Er kämpfte aus dem Willen der Seele gegen alle diese mächtigsten, gefährlichsten Triebfedern. Den Stolz demütigte Er durch die Armut; aber welch ein hartes Mittel war das für den, dem alles gehörte! Die Herrschlust bändigte Er durch den willigsten Gehorsam zu denen, welche gegen Ihn ein Nichts waren. Seine ewige, allerhöchste Freiheit bestürmte Er damit, daß Er sich den Menschen zu knechtischer Arbeit gefangen gab. Den Hang zum Wohlleben bekämpfte Er durch freiwilliges Fasten. Die Weiberlust bekämpfte Er durch schwere Arbeit und durch magere Kost, durch Gebet und den Umgang mit weisen Männern. Ja, in dieser Schwäche hatte Er ungemein viel auszustehen, da Sein Äußeres und der Ton Seiner Rede höchst einnehmend waren. Der Frauen Liebe gefiel Ihm wohl, aber dennoch mußte Er allezeit zu ihnen sagen: ‚Noli me tangere!‘. Da Er ferner die Bosheit der Menschen durchschaute, so ist es auch begreiflich, daß Er sehr erregbar war und leicht beleidigt und erzürnt werden konnte; aber da mäßigte Er Sein Gemüt durch Seine Liebe und Erbarmung. — Und so übte Er Sein Leben hindurch schwerste Selbstverleugnung, um dadurch die zerrüttete ewige Ordnung wieder herzustellen. Daraus aber läßt sich leicht ersehen, wie Jesus als Mensch die achtzehn Jahre (Seiner Jugend- und Jünglingszeit) unter ständigen Versuchungen und deren Bekämpfung zubrachte.

[Jug. Kap. 299, 2-18]

 

Botschaft des Erzengels Gabriel an die Jungfrau Maria: „Höre, du erwählte Jungfrau Gottes! Die Kraft des Herrn wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das da aus dir geboren wird, der ‚Sohn des Allmächtigen‘ genannt werden. Du sollst ihm aber, wenn Er aus dir geboren wird, den Namen ‚Jesus‘ geben; denn Er wird erlösen sein Volk von allen Sünden, vom Gerichte und vom ewigen Tode!“

[Jug. Kap. 3, 10-12]

 

Jesu Pflegevater Joseph berichtet einem griechischen Freund über seinen wunderbaren Sohn: „Dort in der Werkstatt siehst du ihn arbeiten. Es ist sonderbar: Als er ein Kind war bis ins zwölfte Jahr, waren ich und die Mutter wahrlich der Meinung, daß er unfehlbar der uns verheißene Messias sein werde, doch nach dem zwölften Jahre hat sich all das früher an ihm so göttlich Scheinende völlig verloren. — Er ist sehr fromm, willig und fleißig und tut ohne Murren alles, was wir ihm nach seiner Kraft zu tun geben; aber, wie gesagt, von all dem Wunderbaren ist an ihm nichts mehr zu entdecken!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 206, 1]

 

Jesus: „Ich als Mensch, wie Ich nun vor euch stehe, bin kein Gott, wohl aber ein Gottessohn, was eigentlich jeder Mensch sein soll. Denn die Menschen dieser Erde sind berufen, Kinder Gottes zu werden und zu sein, wenn sie nach dem erkannten Willen Gottes leben. — Einer von ihnen aber ist von Gott von Ewigkeit her bestimmt, der Erste zu sein, das urgöttliche Leben in sich zu haben und es jedermann zu geben, der an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre lebt. Und dieser Erste bin Ich!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 90,9-10]

 

Jesus: „Der Geist in Mir ist wohl Gott, doch Ich als purer Menschensohn nicht; denn auch Ich habe als Mensch, jedem Menschen gleich, durch viel Mühe und Übung Mir die Würde eines Gottes erwerben müssen und konnte Mich danach erst einen mit dem Geiste Gottes. Nun bin Ich wohl eins mit Ihm im Geiste, aber im Leibe noch nicht. Doch Ich werde auch da völlig eins werden (mit Ihm), aber erst nach einem großen Leiden und gänzlicher tiefst demütigender Selbstverleugnung Meiner Seele.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 90, 12]

 

Jesus, von einem römischen Hauptmann um längeres Verweilen gebeten: „Als Mensch muß Ich Mich streng nach dem richten, was der Vater im Himmel Mir auferlegt! Es ist zwar alles auch Mein, was da ist des Vaters, denn Ich und der Vater sind im Grunde eins, — aber dennoch steht in Mir selbst die Liebe höher als die Weisheit, ihr Licht. Darum kann Meine Weisheit Meiner Liebe keine Gesetze geben, sondern nur umgekehrt!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 144, 14]

 

Auf die Frage eines Freundes, was der Herr an diesem Tage noch unternehmen werde, sagt Jesus: „Es liegt nicht immer in Meiner Ordnung, im voraus zu bestimmen, was Ich tun werde; denn alles kommt auf Den an, der in Mir wohnt. Und Ich als nun auch nur ein Mensch mit Fleisch und Blut und einer unsterblichen Seele muß horchen auf diesen Geist in Mir. Wenn Er zu Mir sagt: ‚Gehe dort und da hin und tue dies und das!‘, dann erst weiß es auch Mein Fleisch und Mein Blut.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 146, 2-3]

 

Jesus fühlt nach einer langen Reise das Bedürfnis nach einer natürlichen Leibesstärkung.

[Ev. Bd. 6, Kap. 25, 23]

 

Das Mägdlein Jarah beschreibt die Erscheinung Jesu: „Der Wunderheiland aus Nazareth ist der Gestalt nach nicht gerade ein schöner Mann; denn er ist mehr klein von Statur, und Seine Hände sind rauh und arbeitsnarbig, aber Sein Kopf ist würdevoll und Sein Auge das schönste, das mir je zu Gesichte kam. Auch um den Mund hat Er einen überaus freundlichen, wenn auch würdevoll ernsten Zug. Die Stimme aber kann man eine wahrhaft männlich hinreißende nennen; denn sie klang für mein Ohr angenehmer als der schönste und reinste Gesang.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 240, 12]

 

Herme, ein Bote aus Cäsarea Philippi, beschreibt Aussehen und Wesen Jesu: „Dort steht im Gespräch mit einem Mägdlein ein Mann von wunderbar freundlichem und dabei höchst weisem Aussehen. Welch eine Würde strahlt aus seinem ganzen Wesen! Wie edel ist doch dieses Menschen Form in solch einer wunderherrlichen Gestalt! Es sind aller Augen auf Ihn gerichtet! Der Tracht nach ist er offenbar ein Galiläer.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 142, 1]

 

Jesus zu dem armen Fischer Epiphan: „Du siehst, daß Ich dir gleich nur ein ganz schlichter Mensch bin. Ich esse, trinke, trage Kleider nach Art der Galiläer und rede mit denselben Worten wie du. Aber so Ich eines Meiner Worte mit Meinem Willen erfülle, so muß auf das Wort ohne den geringsten Handgriff die vollendete Tat folgen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 216, 2]

 

Jesus in Erwartung eines stärkenden Mahles: „Heute habe sogar Ich einen ganz tüchtigen Hunger und freue Mich auf einen guten Fisch, auf ein gutes Stück Brot und auf einen reinen, edlen Wein!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 210, 2]

 

Jesus nach einer beschwerlichen Fußreise: „Wir hatten seit frühmorgens nichts genossen. Auch unsere Glieder waren von der weiten Fußreise müde, und das Bedürfnis nach Ruhe war ihnen sehr fühlbar.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 36, 6]

 

Jesus: „Ich bin von Geburt ein Jude.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 195, 3]

 

Jesus zu gläubigen Juden aus Persien: „Derselbe Mensch, der damals zu Bethlehem von einer zarten Jungfrau in einem Schafstalle geboren ward, und dem die drei Weisen, die von euch Sternenkönige genannt werden, Gold, Weihrauch und Myrrhen zum Geschenk brachten, bin Ich!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 202, 8]

 

Jesus zu Judas Ischariot: „Du bist ein echter Jude und gehörst samt Mir dem Stamme Juda an.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 190, 3]

 

Jesus spricht zu dem Griechen Roklus in reinem Griechisch.

[Ev. Bd. 5, Kap. 127]

 

Joseph über das Jesuskindlein: „Dieses Kind ist so sanfter Art, daß es wahrlich eine Freude ist, bei Ihm zu sein! Nur höchst selten weint es laut. Es ist noch nie krank gewesen; und wenn man es lockt, dann sieht es so munter und fröhlich umher und lächelt jeden Menschen so herzlich an, daß man zu Tränen gerührt wird. Und jetzt, da es auch wunderbar auf einmal zu reden angefangen hat, möchte man es gar erdrücken vor lauter Liebe!“

[Jug. Kap. 64, 15-17]

 

Im Alter von zwei Jahren vermied das Jesuskind durch seine innere göttliche Kraft sorglich alles, was zu irgendeiner Wundertat hätte Anlaß geben können. Es war munter und spielte mit den anderen Kindern. Am liebsten aber ging es mit dem Jakob umher und plauderte mit ihm, wenn sie allein waren, ganz gescheit. Doch mit den anderen Kindern plauderte es nur wie alle Kinder Seines Alters.

[Jug. Kap. 165, 2-5]

 

Fröhliche Tischszene im Hause Josephs zu Ostrazine, bei welcher das Kindlein sehr herzlich mitlacht und in die ganze Tischgesellschaft eine recht heitere Stimmung bringt.

(Jug. Kap. 168, 22-25]

 

Liebliche Morgenmahlsszene zwischen dem römischen Statthalter Cyrenius, der Mutter Maria und dem Jesuskindlein, das ganz kindlich-menschlich des Cyrenius‘ Fragen beantwortet und sich mit seiner Mutter neckt.

[Jug., Kap. 228, 13-29, Kap. 229]

 

Zu dem Bibeltext Lukas 3, 23: ‚Und Er, Jesus, war, als Er begann zu lehren, etwa dreißig Jahre alt, wie man dafür hielt, ein Sohn Josephs.‘ erklärt der Herr: „Der Ewige erschuf sich hier (auf Erden) selbst zum ersten und zum letzten Male zu einem Menschen, und als ein Mensch zählte Er auch an sich die Zeit, die aus Ihm war von Ewigkeiten.“

[Schrft., Kap. 8, 2 und 6]

 

Der Herr: „Der Mensch Jesus hatte Seine Lehramtsfähigkeit seinem Tun zu verdanken. Sein Handeln ging lediglich aus seiner fortwährend großen Liebe zum göttlichen Vater und ebenso aus der Liebe zum Nächsten hervor. Dabei widmete dieser Mensch tagtäglich eine Zeit von drei Stunden der allgemeinen Ruhe in Gott.“

[Schrft., Kap. 8, 13-14]

 

Ergrimmte Tempeljuden zu Jesus: „Du bist ein Mensch wie wir, warum soll uns gerade dein Wort selig machen?“ Darauf Jesus: „Ich bin nun auch nur ein Mensch, — aber einer, der von sich sagen kann: ‚Wer unter euch kann Mich einer Sünde zeihen?‘! So Ich aber als ein vor Gott und allen Menschen sündenfreier Mensch die Wahrheit sage, warum glaubet ihr Mir denn nicht?! (Joh. 8, 46)“

[Ev. Bd. 6, Kap. 199, 22]

 

02.02. Jesus, wahrer Gott

Der Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Jesus ist etwas so ungeheuer Großes, daß, wenn dieser Name ausgesprochen wird, die ganze Unendlichkeit vor zu großer Ehrfurcht erbebt. — Saget ihr ‚Gott‘, so nennet ihr zwar auch das allerhöchste Wesen, aber ihr nennt es in Seiner Unendlichkeit, da es erfüllt das unendliche All und wirkt mit Seiner unendlichen Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Doch in dem Namen ‚Jesus‘ bezeichnet ihr das vollkommene, mächtige, wesenhafte Zentrum Gottes, oder noch deutlicher gesprochen: Jesus ist der wahrhaftige, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unermeßlichen Macht, Kraft und Gewalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. — Jesus ist demnach der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit, oder: In Jesus wohnt die Gottheit in Ihrer unendlichen Fülle wahrhaft körperlich wesen haft.“

[GS. Bd. 2, Kap. 13, 2-3]

 

Der Herr in der Urzeit: „In der großen Zeit der Zeiten wird das ‚ewige Wort‘ als der wesenhafte Grund aller Dinge in sich selbst Fleisch, in dem da wohnen wird alle Fülle Meines Wesens. — Die Welt wird das Fleisch töten, aber die im Fleische wohnende Gottesfülle, also die ewige Liebe, wird das Fleisch alsbald wieder beleben aus sich, und dann wird wohnen die Fülle Gottes ewig in Seinem fleischgewordenen Worte als ein Mensch gegenüber Seinen Geschöpfen, und diese werden Ihn schauen und sprechen wie einen Bruder. Dieser Gottmensch erst wird euch allen bringen das wahre, ewige Leben!“

[H. Bd. 2, Kap. 252, 18-20]

 

Jesus: „Ich bin überall im unendlichen Raum der ewige Gott. Aber hier bin Ich nun bei euch in Meiner ewigen Seinsmitte, von der aus die ganze Unendlichkeit ewigfort erhalten wird in ihrer endlosen Ausdehnung. Von Ewigkeit wohnte Ich in Meiner unzugänglichen Mitte und in Meinem unzugänglichen Lichte aus Mir selbst. Aber Mir hat es der Menschen wegen wohl gefallen, aus Meiner Mitte und aus Meinem Lichte, das auch den höchsten Engeln unzugänglich war, herauszutreten, Mich auf diese Erde zu begeben — und nun bin Ich euch Menschen zugänglich, und ihr könnt Mein Licht ertragen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 122, 7-8]

 

Jesus zu dem verstandesklugen Essäerführer Roklus: „Kannst du dir von Gott keinen dich befriedigenden Begriff machen, so siehe Mich an, und du hast dann jene für ewig gültige Form vor dir, unter der allein du dir deinen Gott und Schöpfer vorstellen kannst! Denn Gott ist auch ein Mensch, aber der in sich vollendetste! Siehst du Mich, so siehst du alles!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 73, 4]

 

Der vornehme Römer Agrikola, sich verwundernd über die im dritten geistigen Gesicht erschauten Schöpfungsherrlichkeiten: „Das soll alles der Geist dieses wunderbaren Juden erschaffen haben?!“ Darauf ein Engel: „Ja, du mein irdischer Bruder, und noch endlos mehr, Größeres und Wunderbareres! Und Er, der erhabenste, ewige Geist, hat nun als ein Mensch eurer Erde dieses Zeichen gewirkt, auf daß auch ihr Ihn wahrhaft erkennen, nach Seinen Worten leben und dann als Seine Kinder überselig werden sollet.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 192, 16-17]

 

Zeugnis einer großen gläubigen Volksmenge nach Jesu gewaltiger Gerichtsrede im Tempel: „Wir alle sind völlig im klaren über Dich und Deine göttliche Sendung. Wir haben recht gut gemerkt, was Du damit anzeigtest, als Du sagtest: ‚Ich bin nicht allein da, sondern der Vater ist allewege bei Mir!‘ Aber diese dummen Pharisäer merkten es nicht, daß der Vater und Du ein und dasselbe seid, und daß, wenn Du sagst: ‚Der Vater hat Mich gesandt‘, Du damit für der Menschen schwachen Verstand nur andeuten willst, daß Du, Ewiger, Dir selbst einen Leib geschaffen hast, um uns Würmern dieser Erde ein sichtbarer Gott, Lehrer und Tröster in unserer großen Not zu sein. Dein heiliger Leib ist Dein Sohn, und Du, Vater, bist in Dir vor uns armen Sündern auf dieser Erde!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 200, 2]

 

Jesus zu ungläubigen, verstockten Tempeljuden: „Ich sage euch: euer Vater Abraham ist mir nicht unbekannt! Ihr saget, daß Abraham gestorben sei, Ich aber sage euch, daß er dennoch diese Meine Zeit von Meinem ersten Tage an gesehen hat und darob eine übergroße Freude empfand. (Joh. 8, 56) Ja, er sieht Meine Zeit noch und freut sich!“

Die blinden Juden erwidern: „Was?! Du hast noch nicht fünfzig Jahre und hast Abraham gesehen?!“ Darauf Jesus: „Wahrlich, wahrlich, endlos eher als Abraham war Ich!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 200, 9-11]

 

Paulus auf die Frage der Weitweisen zu Laodizea: „Was Unterschiedes ist da zwischen Gott und Seinem Sohne Christus?“ — „Gott ist Einer, und Christus ist Einer; denn so es nur einen Gott gibt, so gibt es auch nur einen Christus. Was Unterschiedes sollte da sein zwischen Gott und Christus? — Gott ist die Liebe, und Christus ist die Weisheit in Gott oder das Licht, die Wahrheit, der Weg und das ewige Leben! In Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig!“

Lao. Kap. 1, 20-22

 

Zwei heidnische Zeugen der Lehren und Wundertaten Jesu in Golan bekennen: „Dieser Mann, seiner Kleidung nach ein Galiläer, ist der eine, allein wahre Gott nicht nur der Juden, sondern aller Menschen und aller Kreatur! Ihm sind untertan alle Mächte und Kräfte der Erde, und alle Gestirne loben und preisen Seine Weisheit und Macht. Er ist in Sich der ewige Urgeist und ist den blinden Menschen dieser Erde zuliebe selbst ein vollkommenster Mensch geworden, um uns zu zeigen, daß Er allein der Herr von Ewigkeit ist über alles, was Erde und Himmel fassen, die Seine Werke sind. Oh, wie endlos glücklich sind wir, daß wir Ihn nun in unserer Gestalt schauen und erkennen dürfen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 84, 1-2]

 

Der Erzengel Raphael zu bekehrten Essäerführern: „An den Namen Jesus, d.h. ‚Gotteskraft‘, haltet euch, und es müssen Berge weichen vor euch und Stürme verstummen, vorausgesetzt, daß euer Lebenswandel so ist, daß ihr dieses Namens würdig seid. Denn dies ist Gottes wahrhaftiger Name in Seiner Liebe von Ewigkeit, vor dem sich alles beugt im Himmel, auf Erden und unter der Erde!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 84, 3]

 

Jesus zu einem Räuberführer, der wissen will, wer mit ihm redet: „Ich bin einer, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, und der Gewalt Meines ‘Willens sind alle Dinge untertan; denn Mein Wille ist Gottes Wille, und Meine Kraft ist Gottes Kraft, die über alle Kräfte ewig waltet und herrscht. Jetzt weißt du, wer Der ist, der mit dir redet!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 45, 14]

 

Einer heidnischen Schar, die den alleinigen Gott zu schauen begehrt, bezeugt Jesus: „Ich selbst, der Ich nun mit euch rede, bin der eine Gott, den die Propheten den Menschen verkündet haben! Es hat Mir nach Meinem ewigen Ratschlusse gefallen, als Mensch mit Fleisch und Blut als ein hellstes, lebenbringendes Licht unter die in der Nacht der Sünde irrenden Menschen zu kommen und sie vom harten Joch des Gerichts und des Todes zu erlösen. Ich kam aber nicht nur zu den Juden, sondern auch zu den Heiden, damit sie die ewige, lebendige Wahrheit erkennen sollen! — Ich gebe ihnen nun das lange verlorene Lebenslicht wieder und somit auch das ewige Leben. — Ich selbst bin das Licht, der Weg, die ewige Wahrheit und das Leben; wer an Mich glaubt, Meine Gebote hält und Mich über alles liebt, der ist in Mir, und Ich bin im Geiste in ihm! In wem aber Ich bin, in dem ist auch das ewige Leben! — Und so habe Ich euch nun den allein wahren, einen Gott gezeigt.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 4, 4-8]

 

Jesus zu einem römischen Freund: „Deine Seligkeit wird erst dann den höchsten Grad erreichen, wenn du alle Meine Schöpfungen näher und tiefer kennenlernst. Du weißt nun wohl, daß in Mir die großartigste schöpferische Eigenschaft zu Hause ist, und du machst dir davon einen möglich höchsten Begriff, seit du die etlichen Zeichen von Mir hast wirken sehen. Du wirst dir aber einen noch ganz andern Begriff machen, wenn dein innerer Gesichtskreis durch die tiefere Betrachtung Meiner Werke um ein überaus Großes erweitert und erhöht wird. Denn dann wird dir erst das wahrhaft Göttliche in Mir in einem stets höheren Lichte erscheinen, obschon im allerhöchsten Lichte, das Ich selbst in Meinem Innern bin, ewig niemals, weil das jedem aus Mir geschaffenen Geiste selbst in seiner höchsten Vollendung unmöglich ist!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 207, 4]

 

Jesus zu dem vornehmen Römer Agrikola und seinen Gefährten: „Wo Ich bin, da bin Ich wahrlich nicht allein, sondern da dienen Mir zahllose Scharen der mächtigen, lichten Engelsgeister aller Himmel. Denn wenn ein Kaiser oder König eines Regierungsgeschäftes wegen reist, so reist mit ihm ein zahlreiches Gefolge. Und also ist es nun auch bei Mir der Fall, da auch Ich eines gar großen Welten- und Geister Regierungsgeschäftes halber als der alleinige Herr der ganzen Unendlichkeit von Ewigkeit her in dieser Weltenzeit auf diese Erde im Fleische ihrer Menschen eine endlos wichtige Reise unternommen habe, ohne die kein Mensch ein wahres, ewiges Leben je erreichen könnte!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 188, 9-10]

 

Der erleuchtete römische Hauptmann Pellagius: „Jesus sagt wohl: ‚Ich bin vom Vater in diese Welt gesandt!‘, doch ist Er derjenige, der sich selbst durch Seine Liebe zu uns Menschen in diese Welt gesandt hat, um uns fürderhin kein unsichtbarer und unbegreiflicher Gott und Vater, sondern ein wohl sichtbarer und begreiflicher zu sein, damit wir in der Folge lebendig glauben können, daß eben Er der allein wahre Gott ist und es außer Ihm keinen anderen Gott und Herrn gibt! In Ihm wohnt das Ursein alles Seins, die Urkraft aller Kräfte, die Urmacht aller Mächte. Denn die ganze Unendlichkeit ist erfüllt von Seinen Werken. Und ebenso wohnt in Ihm denn auch die höchste, nie erforschbare Weisheit! Und dieses alles glaube ich nicht nur, sondern ich bin davon vollkommen und lebendigst überzeugt und bereit, dafür mein Leben hinzugeben!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 104, 4-5]

 

Der geheilte Sohn eines armen, jüdischen Herbergswirtes erklärt seinem Vater, der in dem Heiland Jesus einen großen Propheten vermutet: „Vater, die Propheten haben niemals gesagt: ‚Ich will es, daß dieses oder jenes geschehe!‘, sondern allzeit: ‚Der Herr sagt es, und Sein Wille ist es!‘ Dieser Heiland aber sagte: ‚Ich will es, daß du sehend und gerade werdest!‘, und siehe, ich ward im Augenblick sehend und gerade. Daher muß der Heiland Jesus offenbar mehr als ein Prophet sein! Seine Wundertat erinnert mich an die bedeutungsvollen Worte eines Propheten aus dem Geiste Jehovas:

‚So der große Held, der Löwe aus Juda, der König der Könige, der Herr aller Heerscharen in diese Welt kommen wird, dann werden die Blinden sehen, die Tauben hören, die Krummen gerade, und der Lahme wird einherspringen wie ein Hirsch. Solches alles wird Er tun aus Seiner Macht und wird gründen ein Reich, das kein Ende nehmen wird.‘ — Das stimmt ganz mit der Rede- und Handlungsweise dieses Wunderheilands überein, und ich werde mich nicht irren, wenn ich behaupte, daß in Ihm der so oft verheißene und von allen wahren Juden mit größter Sehnsucht erwartete Erlöser gekommen ist!“

Ev. Bd. 10, Kap. 143, 14-19,( vergl. 1. Mose 49, 9-10 und Jes. 35, 5-6)

 

Eine zum Licht erwachte Seele im Jenseits belehrt den an der Gottheit Jesu zweifelnden einstigen Bischof Martin und beweist ihm diese bedeutsame Tatsache mit zahlreichen überzeugenden Textstellen und mit klaren, logischen Ausführungen.

[BM. Kap. 28, 11-12, Kap. 30, 12-18, Kap. 32, 1, 2 und 4]

 

Jesus: „Dieser Mein Leib ist die verherrlichte Gestalt des Vaters der Menschen und Engel wegen, damit Ich ihnen ein begreiflicher und schaubarer Gott bin; und ihr könnet Mich nun schauen, hören und sprechen und doch leben dabei, während es ehedem hieß, daß Gott niemand sehen und dabei leben könne!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 27, 3]

 

Jesus: „In Mir betritt der Geist Gottes nun zum ersten Male diese Erde! Das ist derselbe Geist, von dem alle Urväter, alle alten Weisen und Propheten in ihren reinen Gesichten geweissagt haben!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 109, 7]

 

Der Evangelist Johannes in der geistigen Welt: „Dem unendlichen Wesen Gottes hat es wohlgefallen, sich in Seiner ganzen unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung anzunehmen die vollkommen menschliche Natur! Nun denket euch: Gott, den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von unendlicher Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt! Er, der Unendliche, der Ewige, vor dessen Hauche Ewigkeiten zerstäuben wie lockere Spreu, wandelte unter uns auf Erden und lehrte Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht nur wie ein Vater; sondern wie ein Bruder!“

[GS. Bd. 2, Kap. 13, 8-10]

 

Ein Engel im jenseits: „Sollte es dem Gott, aus dem jedes durch Zeit und Raum begrenzte Wesen hervorging, wohl unmöglich sein, ohne Verlust Seiner göttlichen Allmacht, aus Liebe zu uns, Seinen Geschöpfen, Seinen Kindern, sich selbst in Zeit und Raum einzuschränken, da doch Zeit wie Raum aus Ihm hervorgehen?!“

[BM. Kap. 32, 24]

 

Ein erleuchteter Oberägypter, von Jesus aus seiner Heimat herbeigerufen, bezeugt im Schauen und Erkennen des Herrn: „Höret, ihr Geschöpfe, ihr Menschen alle: Ewigkeiten und Ewigkeiten verrannen, und zahllose Wesen gingen aus Gott hervor, die Er als Seine Gedanken beschaute, und flossen wieder in Ihn zurück. Doch nie hatte eines Geschöpfes Auge seinen unendlichen und ewigen Schöpfer geschaut! — Aber jetzt, da es Ihm nach Seinem ewigen Ratschluß gefallen hat, sich selbst in Seiner ganzen ewigen Wesenheit Seinen Geschöpfen schau- und begreifbar zu machen, ist Er, der Ewige, Unendliche, ohne Veränderung Seiner Macht und Größe, als schaubarer Gott in Menschengestalt unter euch, ihr sehet Ihn und redet mit Ihm — und begreifet es dennoch nicht, wen ihr in eurer Mitte habt!“

Ev. Bd. 7, Kap. 138, 8

 

Jesus im Jenseits zu einer Seelenschar, die Gott im kleinen Menschen nicht zu erkennen und zu begreifen vermag: „War denn Christus, der doch in alle Fülle Gott und Mensch zugleich war, ein Riese, als Er auf der Erde das Werk der Erlösung vollzog?! Oh, durchaus nicht, obschon Seine Werke von für euch nie meßbarer Größe waren. — Und seht, derselbe durchaus nicht riesenhafte Jesus steht jetzt vor euch! Nur Sein Geist, der aus Ihm strömt wie das Licht aus der Sonne, wirkt in der ganzen Unendlichkeit mit ungeschwächter Kraft ewig. — Wenn ihr nun bei dem Herrn alles Geistes seid, so fasset Ihn nach Seiner Liebe und nicht nach Seinem unendlichen ausströmenden Lichte! Dann seid ihr wahrhaft Seine Kinder, wie Er euer aller Vater ist!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 277, 5]

 

Jesus: „Das Einreich des einen Gottes kann ewig bestehen, weil Er allein sein einiger König und Herr ist, wie solches geschrieben steht in der Schrift der Propheten: ‚Gott wird Seine Herrlichkeit keinem andern geben; denn allein Ich, Christus, bin der einzige Gott!‘ — Menschen, Engel, Herrschaften und Gewalten, ja, alle Dinge im Himmel und auf Erden haben sich allzeit vor Mir gebeugt und werden sich auch in Ewigkeit nur vor Mir beugen und nie vor einem andern, gleichwie auch alle für eure Begriffe noch so endlos groß scheinenden Weltenschöpfungsräume von dem nur einen unendlichen Schöpfungsraum verschlungen werden und dagegen als völlige Nichtigkeiten erscheinen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 26, 6]

 

Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zeugt verhüllt vor den Priestern und Schriftgelehrten von sich selbst: „Das Jesuskind hat nie lesen und schreiben gelernt, und dennoch gibt es keine Schrift der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen Zungen, ist bewandert in allen Künsten und hat eine Kraft, vor der die Berge zittern und die mächtigsten Zedern sich bis zur Erde beugen, und sogar Sonne, Mond und Sterne gehorchen Seinem Willen!“

[Dr. T. Kap. 5, 17-18]

 

Der Jesusknabe im Tempel von Jerusalem zu dem Ihm wohlgesinnten Ältesten Nikodemus: „Gedenke Meiner! Mein Name heißt ‚Jesus Emanuel‘, und Mein Geist heißt Jehova-Zebaoth! Nun weißt du , woran du bist! Vertraue und baue auf Mich, und du wirst den Tod nicht sehen!“

[Dr. T. Kap. 30,9]

 

Über das höchstweise Sprechen des Jesuskindleins belehren zwei Engel den römischen Statthalter Cyrenius: „Siehe, das Kindlein, wie es ist in Seiner naturmäßigen menschlichen Art, kann noch lange nicht reden. Dazu wird es erst in einem Jahre imstande sein. Aber im Herzen des Kindleins wohnt die Fülle der ewigen, allmächtigen Gottheit! Wenn nun dies Kindlein überweise dir vernehmlich spricht, dann spricht nicht das dir sichtbare Kind, sondern die Gottheit aus dem Kinde in dein zu dem Behufe erwecktes Gemüt. Und du vernimmst dann die Worte so, als redete das dir sichtbare Kindlein.“

[Jug. Kap. 129, 11-16]

 

Ein begeisterter Fischer nach einem durch Jesu göttliche Macht erlebten reichen Fischfang zu seinen jubelnden Leuten: „Höret, dieser Mensch Jesus aus Nazareth ist nicht irgendein Prophet, der nur das reden und tun kann, was ihm vom Geiste Gottes gegeben wird; denn Er spricht: ‚Ich bin der Herr, und ihr alle seid Brüder!‘ Und zu den Kranken sagt Er: ‚Ich will es, sei geheilt!‘ Wer blind war, der sieht klarer als ein Aar, und der Lahme springt wie ein Hirsch. Und spricht Jesus zu einem Toten: ‚Stehe auf und wandle!‘, so richtet sich der Tote auf voll neuen Lebens und wandelt heiter und frohen Mutes! — Das und vieles mehr bezeugen uns Tausende, und ich glaube darum, daß in dem Menschen Jesus aus Nazareth die Fülle des Geistes Gottes wohnt körperlich! Aber viele stoßen sich an Seiner sichtbaren Menschengestalt und heißen Ihn einen großen Propheten aus dem Stamme Davids. — Wenn es in der Schrift heißt, daß Gott den Menschen nach Seinem Ebenbilde erschaffen hat und Abraham Gott in der Gestalt eines Mannes sah, wie sollte sich denn nun ein Mensch an der Mannesgestalt des Herrn Jesus aus Nazareth stoßen und nicht völlig glauben, daß in Ihm ganz derselbe Herr wohnt, der auf Sinai Moses berief und ihm für Israel Gesetze gab?!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 136, 15-18]

 

Der im Jenseits zum Licht gelangte einstige Mönch Thomas: „Jesus, der Gekreuzigte, ist nicht nur der Sohn des lebendigen, allmächtigen Gottes, sondern Gott, der Allmächtige, selbst in aller Fülle der urewigen Allmacht und Allkraft! Durch Ihn und in Ihm ist allein das Heil und das wahre, ewige Leben zu finden und zu haben!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 129, 5]

 

Erwachte Seelen in Jesus im Jenseits: „Wenn man Dich, o Herr und Gott, sonst auch nicht erkannte, so darf man Dich nur reden hören, und alle Zweifel schwinden wie Nebel im Lichte der Sonne! Denn wie Du redetest durch den Mund der Propheten, und wie Du selbst auf der Erde unnachahmlich und unerreichbar für jeden geschaffenen Geist gesprochen hast, so sprichst Du nun auch vor uns. In der einfachsten, prunklosesten Rede weise fluten Ströme der höchsten Wahrheit, der göttlichen Liebeweisheit gleich den mächtigsten Quellen, aus Dir hervor!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 279, 1]

 

Die Chinesin Chanchah in der geistigen Welt über den von ihr bis jetzt noch unerkannten Herrn Jesus: „Es liegt in Seinem großen blauen Auge so etwas unbeschreiblich Anziehendes, und Sein Mund hat so einen sonderbar götterartigen Zug und Ausdruck, daß man in die größte Versuchung geführt wird, Seine so endlos liebevolle Gestalt für das getreueste Ebenbild Gottes zu halten!“

[BM. Kap. 105, 4]

 

Jesus, der Herr, in einem Schreiben an den für seinen todkranken Sohn um Hilfe flehenden Fürsten Abgarus Ukkania in Edessa: „Siehe, Ich, der Herr von Ewigkeit, nun ein Lehrer der Menschen und ein Befreier vom ewigen Tode, werde deinem Sohne das ewige Leben schenken vor Meiner Auffahrt, da er Mich, ungesehen und ungekannt, vor Meinem bevorstehenden Leiden für alle Menschen — aus seinem ganzen Herzen geliebt hat!“

[Bw. 2, Antw. Abs. 2]

 

Der Herr Jesus in einem Schreiben an den Fürsten Abgarus Ukkama in Edessa: „Siehe, höre und schweige: Ich allein bin der Herr und außer Mir ist keiner mehr! Darum tue Ich frei, was Ich tue. Und niemand kann zu Mir sagen: Tue das oder tue das nicht!“

[Bw. 2, Antw. Abs. 4]

 

Der erleuchtete Fürst Abgarus Ukkama in Edessa bezeugt im Feuer des Geistes: „Bist Du, o Herr, als das Urlicht und die ewige Urkraft, auch hier auf dieser Erde, die Du mit einem Hauche verwehen könntest, wie ein ganz einfacher Mensch unter den Menschen gegenwärtig, so regierest und erhältst Du dennoch aus Deinem innersten Gottwesen die ganze Unendlichkeit! Und jeder Staub der Erde, jeder Tropfen im Meere, die Sonne, der Mond und alle zahllosen Sterne gehorchen der Allmachtstimme Deines Herzens, das da der ewige Mittelpunkt aller Dinge und Wesen in der ganzen Unendlichkeit ist.“

[Bw. 5. Abs. 3]

 

Der Herr offenbart Jakob Lorber eine wichtige Lehre des nordischen Religionsphilosophen Heinrich Steffens, welche gekürzt wie folgt lautet: „Nur eine Persönlichkeit kann Gegenstand der gänzlich sich opfernden, den Willen völlig in Anspruch nehmenden Liebe sein. Und ewiges Leben durch die Liebe ist die innerste, tiefste Bedeutung des Christentums. Was der Geist wohl glaubt, was den Tod überwindet, das wird durch die beseligende Gegenwart des Erlösers Gewißheit. Alles, was Er der Welt war und sein wird, was Er lehrte und litt, gestaltet sich in uns, daß wir dann innewerden: Seine Worte sind Er selbst — sind Geist und Leben!“

[Hi. II, S. 280, 18-21]

 

02.03. Die göttliche Dreieinigkeit in Jesus

Jesus: „Ich, wie ihr Mich nun als Gottmenschen unter euch sehet, bin mit Meiner ganzen Urzentralwesenheit vollkommen und ungeteilt unter euch hier in diesem Speisesaal auf dem Ölberg und befinde Mich darum als wahrer Gott und Mensch zugleich nirgends anderswo, weder auf dieser Erde noch auf einer anderen; aber durch die von Mir ausgehende Kraft, die da ist der Heilige Geist, erfülle Ich wirkend dennoch alle Himmel und den irdisch-materiellen und endlosen Raum. Ich sehe da alles vom Größten bis zum Kleinsten, weiß um alles, verordne, schaffe, leite und regiere alles.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 27, 4]

 

Jesus: „Wenn unter den Namen ‚Vater‘, ‚Sohn‘ und ‚Heiliger Geist‘ nicht ein für sich bestehender, einwesiger Gott zu verstehen wäre, und man stattdessen einen von dem Vater unterschiedenen Sohn und ebenso einen unterschiedenen Heiligen Geist annehmen müßte, — was für ein Gott wohl müßte dann der Vater sein?! — Könntet ihr euch wohl vorstellen, daß der Vater alt geworden sei, sich zur Ruhe setzen wolle und darum nun einem Ihm gleich allmächtigen Sohne und einem gleich allmächtigen Heiligen Geiste die ganze Regierung übergeben und sich selbst abgedankt habe?!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 26, 7 und 10]

 

Jesus: „Ich bin als nun ein Mensch im Fleisch unter euch der Sohn und bin niemals von einem andern als von Mir selbst gezeugt und darum Mein eigener Vater von Ewigkeit. Wo anders könnte da der Vater sein als nur im Sohne, und wo anders der Sohn als im Vater, also ein Gott — Sohn und Vater — in einer Person! — Ich bin also durchgängig Gott; in Mir ist der Vater, und die von Mir nach Meiner Liebe, Weisheit und nach Meinem allmächtigen Willen ausgehende Kraft, die den ewig endlosen Raum allenthalben erfüllt und überall wirkt, ist der ‚Heilige Geist‘. — Wenn ihr nun solches wisset aus meinem Munde, so werdet ihr auch verstehen, aus welchem Grunde ihr die Menschen, die an Mich glauben und nach Meiner ihnen bekanntgemachten Lehre handeln, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes durch die Auflegung der Hände stärken sollet!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 27, 2, 3 und 5]

 

Jesus: „Die Schrift der Propheten sagt und erklärt, daß Ich, Jesus Christus, auch Menschensohn genannt, der wahre Gott sei, obschon Gott unter verschiedenen Namen, wie Vater, Sohn und Geist, bezeichnet wird, — Gott ist nur eine persönliche Herrlichkeit in der vollkommensten Form eines Menschen! — Wie aber beim Menschen die Seele, ihr Außenleib und ihr innerster Geist so geeint sind, daß sie nur ein Wesen oder gewisserart nur eine individuelle Substanz ausmachen, unter sich aber doch ein wohlunterscheidbares Drei sind, ebenso geeint sind Vater, Sohn und Geist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 25, 14-15]

 

Jesus berichtet ein denkwürdiges Tischgespräch Seiner Jünger und Freunde über das Geheimnis Seiner Person: „Der Wein fing an, die Zungen zu lösen. Es entstanden verschiedene Meinungen über Mich und man könnte sagen, daß hier bei diesem Mahl eine erste Kirchenspaltung vor sich ging. Einige behaupteten, daß Ich ganz unmittelbar das höchste Gottwesen sei; — andere sagten, Ich sei das wohl, aber nicht unmittelbar, sondern mittelbar. Wieder andere sagten: Ich sei eigentlich nur ein Sohn Davids der Abkunft nach und sei zum Messias des davidschen Reiches bestimmt und darum mit der Wunderkraft Davids und mit der Weisheit Salomos ausgerüstet. Noch andere meinten: Ich sei ein erster Engel im Himmel, nun auf Erden im Fleische wandelnd. — Ein Teil, zu dem sich sogar etliche Meiner späteren Apostel schlugen, erklärte Mich für den Sohn des Allerhöchsten. Ich hätte zwar dieselben Eigenschaften wie Mein Vater, sei aber dennoch eine ganz andere Persönlichkeit, und es möchte also auch der Geist Gottes noch eine dritte Persönlichkeit ausmachen, die in gewissen Fällen für sich ein besonderes Wörtlein zu reden habe.

Mit dieser Meinung waren jedoch nur wenige einverstanden. Einige fragten daher Petrus, was er denn meine. Darauf erklärte Petrus: ‚Jesus ist der Sohn des Allerhöchsten!‘ — Mit diesem schon bei anderer Gelegenheit abgegebenen Zeugnis sei Ich, der Herr, vollkommen zufrieden gewesen und habe ihn, Petrus, sogar einen Fels des Glaubens genannt, auf den Meine Kirche bauen werde.

Johannes aber war sehr gegen die Meinung des Petrus und sagte: „In Jesus wohnt die Fülle der Gottheit körperlich! Als den Sohn, der aber keine andere Persönlichkeit ist und sein kann, erkenne ich nur Seinen Leib insoweit, als er ein Mittel zum Zwecke ist; aber im ganzen ist er dennoch identisch mit der in aller Fülle in ihm wohnenden Gottheit. — Ist denn mein Leib eine andere Persönlichkeit als meine Seele? Machen denn nicht beide einen Menschen aus, obschon im Anfang meines Seins die Seele diesen Leib erst ausbilden mußte? Man kann daher wohl sagen, daß der Leib ein Sohn der Seele ist, aber darum macht er keine zweite Persönlichkeit aus! Und noch weniger kann man das von dem Geiste in der Seele sagen; denn was wäre eine Seele ohne den göttlichen Geist in ihr!? Sie wird ja erst ein vollkommener Mensch durch ihn, so er sie ganz durchdrungen hat. Da ist dann Geist, Seele und Leib vollkommen ein und dieselbe Persönlichkeit! — Zudem steht geschrieben: ‚Gott schuf den Menschen vollkommen nach Seinem Ebenmaße.‘ So aber der Mensch als vollkommenes Ebenmaß Gottes mit seinem Geiste, seiner Seele und seinem Leibe nur ein Mensch ist und nicht drei, so wird doch etwa Gott als der vollkommenste Urgeist, umgeben mit einer ebenso vollkommenen Seele und nun auch vor unseren Augen sichtbar mit einem Leibe, doch nur ein Gott und ewig nie ein Dreigott, etwa gar noch in drei gesonderten Personen, sein?! — Das ist meine Ansicht, an der ich ewig festhalte!“ Sagen alle an Meinem Tische: ‚Johannes hat recht geredet!‘ — Petrus aber will sich verbessern und sagt: ‚Ja, so meine ich es auch; nur bin ich nicht so mundwendig, um mein inneres Verständnis so schnell an den Tag zu legen, weil diese Sache doch immer etwas schwer zu fassen ist!‘ — Erwidert Johannes: ‚Schwer und wieder nicht schwer! Nach deiner Art wird es wohl nie ein Mensch auf dieser Erde fassen — nach meiner Art, so denke ich, dagegen ganz leicht. Der Herr soll nun zwischen uns einen Schiedsrichter machen!‘ Sagt Jesus, der Herr: „Der Glaube vermag vieles, aber die Liebe alles! Du, Simon Juda, bist wohl ein Fels im Glauben, aber Johannes ist ein reiner Diamant in der Liebe, und darum sieht er auch tiefer als jemand anderes von euch. Denn in solcher Liebe hat vieles Raum, im Glauben aber nur etwas Bestimmtes, allda es heißt: ‚Bis hierher und nicht weiter!‘ — Haltet euch daher nur an den Ausspruch Meines Lieblings; denn er wird der Welt die vollkommene Wahrheit über Mich bringen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 88, 1-11]

 

Der Heilige Geist — die große Frage. Der Jünger Petrus erwähnt, daß bei der Taufe im Jordan Jesus als ‚Sohn des Vaters‘ und bei der Verkündung des Erzengels Gabriel als ‚Sohn des Allerhöchsten‘ bezeichnet wurde, und fährt fort:

„Dadurch kamen wir Jünger zu der Ansicht, daß es einen allerhöchsten Gott-Vater im Himmel gibt. Du, Herr, bist Sein Sohn, und ein Dritter, den wir bei der Taufe in der Gestalt einer feurigen Taube über Deinem Haupte sahen, und der Gott, dem Vater, und Dir gleicht, ist doch offenbar der ‚Heilige Geist‘. Wir verstehen das also: Dich durchdringt allzeit die volle Kraft des Vaters, insoweit Du ihrer benötigst; und so ist der ewige und unendliche Vater in Dir. Du bist Sein vollkommenes Ebenmaß. Da aber der Vater als der unendliche, ewige und allgegenwärtige Gott auch um Dich ist, so mußt Du auch im Vater sein! Aber mit dem Heiligen Geiste wissen wir alle nichts zu machen. Wer und was ist denn der ‚Heilige Geist‘?“

Darauf die Antwort Jesu: „Der Vater, Ich als Sohn und der Heilige Geist sind unscheidbar eines und dasselbe von Ewigkeit. Der Vater in Mir ist die ewige Liebe und als solche der Urgrund und die Ursubstanz aller Dinge in der ganzen Unendlichkeit. — Ich als der Sohn bin das Licht oder die Weisheit, die aus dem Feuer der ewigen Liebe hervorgeht. Dieses mächtige Licht ist das ewige, vollkommenste, Selbstbewußtsein und die hellste Selbsterkenntnis Gottes und das ewige Wort in Gott, durch das alles gemacht worden ist. — Damit aber das alles gemacht werden kann, dazu gehört noch der allmächtige Wille Gottes, und das ist eben der Heilige Geist in Gott, durch den die Werke und Wesen ihr volles Dasein bekommen. — Und sehet, das alles ist nun in Mir: Liebe, Weisheit und Allmacht. Somit gibt es nur einen Gott, und der bin Ich! — Ich habe nur darum hier einen Leib angenommen, um Mich euch Menschen, die Ich völlig nach Meinem Ebenmaße erschaffen habe, in eurer Gestalt näher offenbaren zu können.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 229 und Kap. 230, 2-6]

 

Der Evangelist Markus zu katholischen Seelen, die noch im Geisterreich an den dreipersönlichen Gott glauben: „Denket nicht, daß bei der Taufe Jesu Christi eine göttliche Dreipersönlichkeit geoffenbart ward; sondern was dabei geschah, war nur eine Erscheinlichkeit, vom Herrn zugelassen, damit die Menschen dadurch sollten in dem einen Herrn die volle Allmacht und die volle Göttlichkeit erkennen. Denn in Jesus hat wirklich die Weisheit Gottes, als Sein ewiges Wort aus der ewigen Liebe hervorgehend, das Fleisch angenommen und hieß Gottes Sohn, welches ebensoviel besagt wie: Die Weisheit ist die Frucht der Liebe und geht aus ihr hervor wie das Licht aus der Wärme. Und die sichtbare Gestalt des Geistes Gottes (Taube) über dem Sohne bezeichnete erscheinlich, daß die ewige, unendliche Kraft Gottes zwar ebenso wie die Weisheit aus der Liebe hervorgeht, aber dennoch durch die Weisheit wirkt. Nun werdet ihr es auch leicht begreifen, daß in dem Herrn, weil in Ihm das gesamte unendliche Licht der Weisheit vorhanden war, also in Ihm auch die gesamte unendliche Liebe, wie aus den beiden die gesamte unendliche göttliche Tatkraft vorhanden sein mußte. Denn also spricht ja auch Johannes: ‚In Christo wohnt die Fülle der Gottheit‘, und auch: ‚Im Anfange war Gott; Gott war das Wort, und das Wort war bei Gott; das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“

[GS. Bd. 1, Kap. 51, 21-23]

 

Ein katholischer Christ in der geistigen Welt: „Der Anblick der göttlichen (erscheinlichen) Dreieinigkeit ist wohl an sich sehr erhaben, aber ich müßte ein Lügner sein, wenn ich behaupten wollte, daß mich dieser Anblick liebewarm gemacht hätte. Ich habe mich wohl gezwungen, soviel es nur immer möglich war, aber ich konnte es nicht dahin bringen, die drei Personen alle gleichmäßig mit Liebe zu umfassen. Denn liebte ich den Vater, so konnte ich nicht zugleich den Sohn lieben, und wenn ich dessen in mir gewahr wurde, so kam mir der Gedanke, als könnte solches sowohl der Vater als auch der Sohn nicht günstig aufnehmen; wollte ich den Sohn allein lieben, so dachte ich, ob solches wohl dem Vater recht sei? — Den Heiligen Geist als eine Taube zu lieben, da muß ich aufrichtig gestehen, darum kämpfte ich mit meinem Herzen vergeblich! Ich habe mir öfter gedacht, wenn sich nur Christus einmal von Seinem hohen Throne herab zu mir begeben hätte, da hätte ich mich so recht zu Tode geliebt an Ihm! — Aber dem Vater und dem Sohne in ihrem unzugänglichen Lichte habe ich mich nicht nähern können; denn die Liebe fordert einen erreichbaren Gegenstand. Etwas Unerreichbares zu lieben, möchte ich als ganz unmöglich erklären!“

[GS. Bd. 1, Kap. 55, 6-8]

 

Der Evangelist Markus zu lichtsuchenden Mönchen in der geistigen Welt: „Jesus Christus ist der alleinige Gott und Herr aller Himmel und Welten. Er ist in sich allein Seiner ewigen, unendlichen Liebe zufolge der Vater und Seiner unendlichen Weisheit zufolge der Sohn und Seiner ewig allmächtigen, unantastbaren Heiligkeit zufolge der Heilige Geist selbst, wie Er es selber von sich ausgesagt hat, daß Er und der Vater eines sind, und wer Ihn sieht, auch den Vater sehe; und Er hat es selber gezeigt, daß der Heilige Geist von Ihm ausgeht, als Er Seine Apostel anhauchte und zu ihnen sprach: Nehmet hin den Heiligen Geist! — Das ist für euch der erste Glaubensartikel, ohne welchen niemand ins ewige Leben gelangen kann! — Stoßet euch nicht an dem Text, da es heißt: ‚Der Vater ist mehr als der Sohn‘; — denn solches besagt, daß die Liebe, als der Vater, in sich das Grundwesen Gottes ist, und aus ihr geht hervor ewig das Licht und der ewig mächtige Geist. — Solches sei für euch der zweite Glaubensartikel!“

[GS. Bd. 1, Kap. 74, 15 und 17]

 

Jesus zu gereiften Jüngern und Freunden: „Die endlose Herrlichkeit Gottes hat nicht die Macht, andere, Ihr völlig gleiche Gottheiten außer sich zu erschaffen; denn könnte sie das, so müßte sie außerhalb des einen unendlichen Raumes noch mehrere ebenso unendliche Räume erschaffen, was jeder helldenkende Mensch für baren Unsinn ansehen muß! Denn wenn der eine Raum nach allen Richtungen hin unendlich ist, wo sollte dann ein zweiter, ebenso unendlicher Raum seinen Anfang nehmen?! — Ein zweiter vollkommener Gott mit der vollen unendlichen Herrlichkeit ist demnach ebenso wenig denkbar wie ein zweiter unendlicher Raum, und ihr könnt daraus klar ersehen, daß Ich, als nun im Menschenfleische wandelnd, kein zweiter, sondern ein und derselbe Gott bin, der Ich vor aller Kreatur von Ewigkeit her war und bleiben werde in Ewigkeit!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 26, 2-3]

 

Jesus: „Würde Ich außer Mir noch zwei Götter erschaffen, etwa den Sohn und den Heiligen Geist, so daß dann beide von Mir individuell verschieden wären, so müßten sie ja notwendigerweise auf alle Meine Machtvollkommenheit Anspruch machen, da ohne diese kein Gott denkbar ist, sowenig wie der Begriff eines zweiten oder gar dritten unendlichen Raumes unter einer gewissen Teilung und gegenseitigen Beschränkung. Wenn aber das denkbar möglich wäre, wie sähe es dann mit dem nur einen möglichen Hoheitsrecht Gottes aus?! Es kann nur ein endloses, göttliches Hoheitsrecht geben, sonst wäre das endlose Einreich Gottes zersplittert, und sein Bestand wäre ebenso unmöglich wie der Bestand von drei unendlichen Räumen nebeneinander.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 26, 4-5]

 

Ein auf Erden sehr zweifelnder Mönch vernimmt im Jenseits nach seinem Erwachen zum Licht die himmlischen Offenbarungsworte: „Jesus, der Gekreuzigte, ist allein Gott über alle Himmel und über alles, was den unendlichen Raum erfüllt. Er allein ist der Urschöpfer aller Dinge, aller Engel, Menschen und aller Materie. Er ist der Vater Seinem urewigen Liebewesen nach, der ewige Sohn Seiner Weisheit und der Heilige Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Wirkung nach. An diesen Jesus wende dich im Herzen wahrhaftig und getreu und liebe Ihn, der dich so sehr liebt und liebte, daß Er aus Liebe zu dir wie zu allen Menschen die Menschennatur annahm und des Leibes bittersten Tod über sich kommen ließ, auf daß dir und allen Menschen ein ewiges Leben ermöglicht werden möchte!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 126, 1-2]

 

Jesus: „Die ewige Liebe in Gott ist der Vater. Was und wer ist denn der Sohn? — Was aus dem Feuer der Liebe hervorgeht, das Licht, welches da ist die Weisheit in Gott! Wie aber Liebe und Weisheit eines sind, so sind auch Vater und Sohn eins!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 32, 6]

 

Jesus: „Der Vater ist in Mir in aller Fülle; aber Ich als der äußere Mensch bin dennoch nur ein Sohn von Ihm und weiß in Meiner Seele nur das, was Er Mir offenbart. Ich bin die Flamme Seiner Liebe, und Meine Seele ist das Licht aus dem Feuer der Liebe des Vaters. Der Vater in Mir weiß um so manches, um das der Sohn nicht weiß. Aber es kommt bald die Stunde, da der Vater auch mit Seinem Allerinnersten eins wird mit Mir, dem einzigen Sohne von Ewigkeit.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 252, 1-4]

 

Jesus: „Der Vater in Mir ist gleich dem innersten Feuer der Sonne, und Ich, der Sohn, bin das aus dem Grundzentralfeuer stets hervorgehende Licht, durch das alles, was da ist, erschaffen ward, lebt und besteht. Also bin Ich, der Sohn, in Meinem gegenwärtigen Sein das Äußere und das Auswirkende des innersten Vaters in Mir, und es ist sonach alles des Vaters Mein — und wiederum alles Meine des Vaters; Ich und der Vater müssen daher notwendig vollkommen eins sein, nur mit dem Unterschiede, daß in dem innersten Feuer stets ein tieferes Wissen und Erkennen vorhanden ist als in dem äußeren Lichte, das von dem innersten Feuer stets nur in dem Grade erregt wird, wie es nötig ist.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 252, 14]

 

Jesus zu dem weltweisen Denker Philopold: „Die Einigung des Menschen Jesus mit Gott wird bewirkt durch Meine unendliche Liebe zum Gottgeist in Mir und Seine gleich unermeßliche Liebe zu Mir, dem Sohne! Also bin Ich und der Vater eine Liebe, eine Weisheit, ein Wille, ein Leben und eine Macht, außer der es in der ganzen ewigen Unendlichkeit keine mehr gibt und geben kann. Ich bin daher hier durch Mein Menschliches ebenso in der Zeit und im Raum, wie auch durch Mein Göttliches außer Zeit und Raum!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 31, 7-8]

 

Jesus zu Maria Magdalena: „Der Vater, der Mich als einen Menschensohn in diese Welt gesandt hat, ist in Mir. Ich und Er sind aber nicht Zwei, sondern eins; des Vaters Wille ist sonach auch Mein Wille und wirkt allenthalben. Den Vater für sich kann kein Mensch sehen; aber wer nun Mich sieht und hört, der sieht und hört auch den Vater; denn Ich als Vater habe Mich durch Meinen Willen selbst in diese Welt gesandt. Darum wohl euch, die ihr an Mich glaubet; denn wer an Mich glaubt, der glaubt auch an den Vater, der Mich gesandt hat, und er wird ihm darum geben das ewige Leben! — Maria, hast du diese Meine Worte wohl begriffen?“ Darauf Maria Magdalena: „Ja, Herr und Meister und Vater, Sohn und Geist! Darum werde ich Dir umso leichter und entschiedener im Herzen folgen können!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 158, 15-19]

 

Der Erzengel Raphael: „Der Leib Jesu schläft wohl zuzeiten, aber Seine Seele und Sein ewiger, heiligster Geist nie und nimmer! Was geschähe mit der ganzen Schöpfung, so der Herr nur einen Augenblick ihrer vergäße? Sogleich wäre es völlig aus mit ihr, auch kein Mensch und Engel würde sich aus sich heraus erhalten können! Denn alles, was da ist, wird in einem fort vom allmächtigen, ewig unwandelbaren Willen Gottes erhalten, ohne den kein Dasein denkbar ist!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 236, 12-13]

 

Jesus: „Wahrlich, Ich sage euch: Wo Ich rede und wirke, da redet und wirket Mein Geist, der da ist Gott, der Vater in Ewigkeit, und nicht diese Meine leibliche Person, die erst aufgelöst werden muß, um völlig in des Vaters Herrlichkeit einzugehen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 200, 13]

 

Jesus: „Ihr alle werdet in der Wiedergeburt mit Mir eins sein in gesonderter Persönlichkeit, während Ich und der Vater, der Meine Liebe ist, miteinander in ewig ungesonderter Persönlichkeit vollkommen eins sind.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 163, 6]

 

02.04. Die Menschwerdung Gottes, ihr Grund und Zweck

Der göttliche Vater in Jesus: „Ich habe diese Erde erwählt, weil deren Kinder die letzten und niedrigsten sind in der ganzen Unendlichkeit; und Ich habe darum das Kleid der tiefsten Niedrigkeit angezogen, um es allen Geschöpfen in Meinem endlosen Reiche möglich zu machen, sich Mir zu nahen. Es wundere dich daher ja nicht, daß du Mich auf diesem unvollkommensten, letzten Planeten der ganzen Schöpfung antriffst!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 216, 4-5]

 

Jesus: „Darum bin Ich selbst auf diese für die Zeugung Meiner wahren Kinder bestimmte Erde gekommen, um euch von den Banden der geschöpflichen Notwendigkeit zu befreien, euch den Weg zur wahren, selbständigen, ewigen Lebensfreiheit zu zeigen durch Wort und Tat, ihn zu bahnen und zu ebnen durch Mein euch allen vorangehendes Beispiel. Nur auf diesem Wege wird es euch möglich sein, einzugehen in die nie ermeßbare Herrlichkeit Gottes!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 178, 1-2]

 

Jesus: „Vom alten Fluch des Erbübels der Eigenliebe wird die Menschheit eben jetzt dadurch erlöst, daß Ich Mich selbst in ihn hineinbegeben und ihm Meinen Segen gebracht habe. Die alte Ordnung der Himmel hört auf, und es wird nun auf der Grundlage der durch Mich gesegneten Materie eine neue Ordnung und ein neuer Himmel erbaut, und die ganze Schöpfung wie auch diese Erde muß eine neue Einrichtung bekommen. — Nach der alten Ordnung konnte niemand in die Himmel kommen, der einmal in der Materie war; von nun an wird niemand zu Mir in den höchsten, reinsten Himmel kommen können, der nicht gleich Mir den Weg der Materie und des Fleisches durchgemacht hat.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 109, 3-4]

 

Jesus: „Ich als Gott von Ewigkeit könnte wohl mit Meinem Willen die Hölle und mit ihr die ganze (materielle) Schöpfung zunichte machen. Was aber dann? Eine neue Schöpfung von materiellen Welten ist in keiner anderen Ordnung denkbar als in der gegenwärtigen, weil die Materie das gerichtete und notwendig gefestete Mittel ist, durch das ein Mir in allem ähnlich werden sollendes Wesen, von Mir ganz abgelöst, die Willensfreiheitsprobe durchmachen muß, um zur wahren Lebensselbständigkeit zu gelangen. Es ist darum besser, alles bestehen zu lassen, aber in einer wohl gesonderten Ordnung. Diese konnte von Mir jedoch nur dadurch bewerkstelligt werden, daß Ich selbst Mensch wurde, selbst alle Materie durchdrang und somit ihren ganzen gerichteten, geistigen Inhalt zur Beseligung fähig machte. Und das ist die zweite Schöpfung, die Ich schon von Ewigkeit her vorgesehen habe, ohne die nie ein Mensch dieser oder auch einer anderen Erde je hätte vollkommen werden können!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 239, 2-4]

 

Jesus: „Ich mache nun alles neu, und alle alten Verhältnisse müssen umgewandelt werden, weil Ich selbst Mich umgewandelt habe dadurch, daß Ich (der höchste Gottgeist), die Materie anzog. Wer jedoch nicht glaubt und nicht getauft wird aus dem Wasser Meiner Lehre und dem Geiste Meiner Liebe auf Meinen Namen und Mein Wort, für den wird es bleiben bei der alten Ordnung. Er wird nicht so bald in Mein Reich und zu Meiner Anschauung kommen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 109, 8 und 9]

 

Jesus auf dem Berge Tabor zu dem seligen Geist des Elias (Erzengel Michael): „Am Ende der Zeit wird alles Fleisch dieser Erde ins Geistige umgewandelt; du aber wirst dessen nimmer bedürfen, da Ich dir ohnehin einen neuen Leib gab für ewig. — Wache mir aber wohl über die Kinder Israels, bis Ich heimkehren werde in Kürze, wenn Mein größtes Werk vollendet sein wird! Alsdann werde Ich dir geben einen festen Stuhl in Meinem neuen Reiche. Denn siehe, es ist nun die Zeit gekommen, da Ich alles neu schaffe, zuerst Meine Geisterwelten und später die Welten der Materie.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 235, 10]

 

Der Herr: „Damit es bei der Neugestaltung der mit Luzifer gefallenen Wesen an der Seite Gottes gegen Ihn selbst keine Widerordnung gebe, mußte Gott sich gewisserart durch Seine Menschwerdung selbst neu gestalten, hernach bauen einen neuen Himmel und endlich machen, daß alles neu werde gleich Ihm!“

[Hi. Bd. 2, S. 136, 9]

 

Jesus zu gereiften Jüngern und Freunden: „Die unendliche Gottheit hat die Macht, sich endlos frei zu bewegen. Ihr steht demnach auch das Recht zu, ihre Herrlichkeit ins Fleisch zu wandeln, um gegenüber den von ihr geschaffenen Menschen als selbst ein ewig vollkommenster Mensch schau- und begreifbar dazustehen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 26, 1]

 

Jesus: „Es war zwischen Mir und euch Menschen wohl eine endlose Kluft, vermöge der sich Mir auch nicht einmal der vollkommenste Engelsgeist hätte nahen können, aber nun ist über diese Kluft eine Brücke gebaut, und diese heißt die Liebe zu Mir von eurer Seite, so wie Ich Meinerseits aus Meiner ewig großen, über alles mächtigen Liebe zu euch Menschen selbst Mensch mit Fleisch und Blut geworden bin und auch eure Schwächen angenommen habe, auf daß Ich kein ewig ferner Gott, sondern ein völlig naher, leicht erreichbarer Vater, Freund und Bruder sein und nach dem Maße eurer Liebe zu Mir bleiben kann.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 85, 5]

 

Jesus zu einem eifrigen Gottsucher: „Der von dir gesuchte große Heiland und Lehrer ist derselbe Jehova, der schon mit Adam, Noah und Abraham, mit Moses und vielen anderen Propheten geredet hat. Der Unterschied zwischen damals und jetzt besteht jedoch darin, daß Er damals als der ewige Herr aller Kreatur und als der reinste Geist voll Liebe, Leben, Weisheit, Macht und Kraft mit dem geweckten Geiste der Menschen geredet hat. In jetziger Zeit aber hat es Ihm wohl gefallen, aus größter Liebe zu den Menschen selbst das Fleisch anzuziehen, auf daß die Menschen als Seine Kinder dort ewig bei Ihm sein, leben und wohnen sollen, wo Er selbst sich ewig befindet, und von wo Er die Unendlichkeit regiert.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 52, 2]

 

Jesus: „Ich bin in diese Welt gekommen, um einen gerechten, sicheren Weg zu bahnen, auf dem es für jeden ein Leichtes werden soll, die nahen Himmel zu erreichen. Doch soll dabei kein Mensch in der Freiheit seines Willens nur im geringsten beirrt werden. Von nun an wird jeder, der es fest und ernstlich will, die Himmel erreichen können, was bis jetzt nicht möglich war, da zwischen Erde und Himmel eine allzu große Kluft bestand.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 133,2-3]

 

Jesus: „Mit diesem Meinem Erdenleben wird dem Menschen erst die höchste Freitätigkeit zu seiner Lebensvollendung gegeben und mit ihr das neue Gesetz der Liebe (zu Gott und zum Nächsten), das im rechten, göttlichen Vollmaße alle anderen Gesetze und alle Weisheit aus Gott in sich faßt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 230, 8]

 

Der Jünger Johannes: „Jesus tat und tut alles, damit alle Menschen ein vollkommenstes Vorbild an Ihm haben sollen, um Ihm als dem Urgrunde und Urmeister alles Seins und Lebens nachzufolgen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 77,7]

 

Der Erzengel Raphael: „Nach der Menschwerdung Gottes ist es für jedermann, der eines guten Willens ist ein Leichtes, sich in alle Lebensvollendung hineinzuarbeiten; denn es hat dem Herrn wohlgefallen, in dieser Zeit nicht nur kräftige Führer aus den Himmeln auf diese Erde zu berufen, sondern Er nahm selbst Fleisch an und kam, euch gichtbrüchige Menschen zu heilen, euch zu zeigen Seinen reinen, göttlichen Willen und euch zu lehren, Gott über alles und euren Nächsten wie euch selbst zu lieben.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 83, 9]

 

Jesus: „Nie konnten selbst die vollkommensten Engel und auch die frömmsten Menschen dieser und aller anderen Erden den niemals geschauten und daher auch niemals begriffenen Gott verherrlichen durch eine wahre, lebendige Liebe zu Ihm. Da hieß es allezeit: ‚Gott kann niemand schauen und dabei das Leben erhalten; denn die Gottheit in sich ist ein verzehrendes, ewiges Feuer!‘ Dies Feuer ist nun in Mir bedeckt und gedämpft durch Meinen Leib, und es heißt nun nicht mehr: ‚Gott kann niemand schauen und leben!‘, sondern: ‚Von nun an wird jeder Engel und Mensch Gott schauen und leben können!‘.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 15

 

Der erleuchtete Grieche Phulopold: „Du, Herr, wurdest den Menschen ein vollkommener Mitmensch, auf daß der Mensch in alle Ewigkeit als völlig selbständig Dir gegenüberstehen könne und Du selbst dadurch den seligsten Genuß hättest, Deinen Kindern als ein schau barer, liebender Vater, den sie lieben können, zu begegnen und sie persönlich zu führen in Deine Wunder- himmel! Welche Seligkeit könnte das für einen unend lichen Gott auch sein, wenn Er wohl Seine lieben Kinder sehen könnte, diese Ihn aber nie anders denn als ein unendliches Lichtrneer erschaueten?! So aber hast Du den Menschen die höchste Seligkeit bereitet und dadurch als wahrer, liebevollster Vater Deiner Kinder auch Dir selbst!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 183, 19-20]

 

Der weise Seher Mathael: „Um für uns Menschen dieser Erde, für die Engel aller Himmel und für alle Geschöpfe der Unendlichkeit eine größere Seligkeit zu bereiten, kam Gott selbst als ein Mensch auf diese Erde, um sich uns als solcher zu offenbaren. Und das tut der Herr nicht nur unsertwegen, sondern auch Seinetwegen; denn Er müßte mit der Zeit vor Langeweile vergehen, so Er mit Seiner Allwissenheit doch in sich höchst klar gewahren müßte, daß Er als eine der Form nach unvorstellbare, wenn auch ewige und vollendetste Intelligenz von Seinen Geschöpfen nie geschaut und angesprochen werden könnte und somit auch unerkannt bleiben müßte!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 238, 7]

 

Jesus: „Weil der von Gott wohl berechnete, von Ewigkeit her gesehene Augenblick jetzt gekommen ist, in welchem alle Geschöpfe eine gewisse Selbständigkeitsreife erlangt haben, die sich am meisten daran erkennen läßt, daß die Menschen von Gott beinahe nichts mehr wissen und von Ihm also völlig losgelöst sind, so bin Ich als Gott denn nun da, um die Menschen nicht mehr durch Meine Allmacht zu führen, sondern allein durch die Lehre, die Ich ihnen nun so gebe, als wäre Ich selbst nichts mehr und nichts anderes als sie.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 63, 13]

 

Jesus: „Ich bin darum in diese Welt gekommen, um euch Menschen die beste Lebensvorschrift zu geben, nach der jeder sich in die höchste Lebensweisheit versetzen kann. Und diese Vorschrift lautet ganz kurz: ‚Liebe Gott aus allen deinen Kräften über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!‘ Wer das übt und vollauf tut, der ist Mir gleich und wird dadurch auch in alle Weisheit, Kraft und Macht geleitet werden.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 72, 12]

 

Jesus zu einem Griechen: „Es gibt nur einen Gott und Herrn, der alle Menschen gleich erziehen will, und Ich bin darum in diese Welt gekommen, um auch den Heiden das Tor zu Licht und Leben zu öffnen. Und es wird die Zeit kommen, da den Juden das Licht genommen und den Heiden gegeben wird.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 257, 2]

 

Jesus zu indischen Weisen: „Jener von den drei Weisen aus dem Morgenlande besuchte neugeborene König war und ist der verheißene Mittler, der in die Welt gekommen ist, um nicht nur den Juden, sondern allen Menschen, die eines guten Willens sind, ein wahres Licht des Lebens aus Gott zu bringen. Von Ihm und durch Ihn werden alle Völker beglückt werden und einst sagen: ‚Heil Dem, der da kommt, angetan mit dem Kleide der ewigen Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit; denn Er hat sich unserer Gebrechen erbarmt und uns vom harten Joche des Gerichtes und des Todes erlöst!‘ — Wer Ihn hören und nach Seiner Lehre tun wird, der wird in sich das ewige Leben ernten.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 118, 5-7]

 

Jesus zu Lazarus: „Es ist nun dahin gelangt, daß im ganzen Judenlande ohne Johannes (der Täufer) und ohne Mich jeder Funke der wahren Gotteserkenntnis erstickt wäre, und es war daher notwendig, daß Ich selbst als ein Mensch in diese Welt kam, um allen Menschen, die noch eines guten Willens sind, das verlorene Licht des Lebens wiederzubringen und ihnen von neuem die Wege zur wahren Gotteserkenntnis zu zeigen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 149, 5]

 

Jesus: „Ich habe diese Erde zur Zucht Meiner Kinder bestimmt, bin nun selbst auf diese Erde gekommen, um Mich durch Wort und Tat als der Herr Himmels und der Erde in Menschengestalt zu zeigen, um die Menschen dadurch zu belehren, daß sie wahrhaft Mein Ebenmaß sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 164, 10]

 

Jesus: „Von Gott ergeht nunmehr an die Menschen dieser Erde die höchste Offenbarung; denn mehr als Ich selbst im Fleische kann zu ihnen ewig nimmer kommen. Wohl dem, der an Mich glaubt, sich nicht an Mir ärgert und so lebt und handelt, wie Ich es hier lehre! Denn wer Meine Worte hält und danach lebt, der wird es bald innewerden, daß diese Worte nicht Menschen-, sondern Gottesworte, also in sich selbst Leben, Licht und ewige Wahrheit sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 204, 14]

 

Jesus: „Darum bin Ich in die Welt gekommen, daß alle zu Mir kommen sollen, die mühselig und belastet sind. Denn Ich bin ein wahrer Arzt, der zu den Kranken geht und ihnen hilft und nicht zu den Gesunden, die des Arztes nicht bedürfen!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 202, 11]

 

Jesus: „Ich bin nicht in diese Welt gekommen, um alle blinden und kurzsichtigen Menschen zu richten, sondern zu suchen das Verlorene, zu heilen die Kranken, aufzurichten das Gebeugte und zu erlösen alle Gefangenen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 220, 6]

 

Der Erzengel Raphael: „Was Jesus in Seinem Erdenleben tut, das gilt für die ganze Unendlichkeit.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 80, 10]

 

Jesus zu dem welterfahrenen Römer Agrikola: „Da die Hölle nun ihre Gewalt über die ganze Erde ausübte, war es an der Zeit, daß Ich selbst in die Materie herabkommen mußte, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit all Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der Hölle einen Damm zu setzen, den sie nimmermehr durchbrechen wird. Ich, der Allerheiligste, mußte Mich mit der Unheiligkeit der menschlichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle zu ihrer Besiegung als starker Held nahen zu können. Ich habe Mich ihr nun genaht, bin in ihrer Mitte, und alle Teufel fliehen vor Mir wie lockere Spreu vor dem Sturmwinde!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 240, 2-3]

 

Ein lebensvollendeter Himmelsbürger zu Satan über die Menschwerdung des Herrn und die dadurch veränderte Stellung Satans in der Schöpfung: „Es bestanden vor des Herrn Menschwerdung eine alte Erde und ein alter Himmel, die ruhten wohl auf dir, dem gerichteten Satan, damals warst du noch der negative Pol! Als aber der Herr selbst Fleisch annahm, da verwarf Er deine Polarität und setzte in sich selbst eine viel tauglichere, Seiner würdigere und für alle Ewigkeiten haltbare an die Stelle der deinen. Mit dieser Neuordnung kittete Er die durch deine Schwäche aus allen Fugen gehenwollende Schöpfung wieder fest zusammen, und es verging das Alte, und etwas ganz Neues trat an seine Stelle. — Vor Gottes Menschwerdung warst du zwar eine Notwendigkeit; aber nach dieser bist du nichts mehr und nichts weniger als jeder andere Geist, und darum bist du nun auch zur Erhaltung der Dinge durchaus nicht mehr nötig!“

[BM. Kap. 193, 14-15]

 

Jesus: „Die Juden, die in dieser Zeit zumeist glaubenslos sind, aber aus ihrer Überlieferung doch noch wissen, wie Gott ihr Volk geführt hat, sind am geeignetsten, Meine persönliche Gegenwart zu ertragen. Denn die Mich erkennen, wissen es aus dem rechten Grunde, wer Ich bin. Die Ungläubigen aber halten Mich für einen Magier und die Schwachgläubigen für einen Propheten. Da ist sonach mit Meiner Gegenwart keine Seele in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrem freien Willen gefährdet, und darum muß das Licht vom Judenvolke aus in alle Welt hinausgehen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 11]

 

Jesus zu Seinen Jüngern und Freunden: „Ich habe Mich darum mit einem Leibe umgeben, damit Ich für euch künftig nicht mehr ein unbegreiflicher und unschaubarer Gott bin, sondern ein Mensch, mit dem ihr ebenso wie miteinander reden und verkehren könnt. Dadurch habe Ich euch nicht nur zu Meinen vollkommen ebenbildlichen Kindern, sondern auch zu Meinen wahren Freunden und Brüdern gemacht. Damit werdet ihr alle wohl zufrieden sein, und es wird euch nicht beirren, daß Ich in Meinen ewigen göttlichen Eigenschaften niemals erreichbar bin.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 207, 11-12]

 

Jesus zu einem gutwilligen, im Herzen jüdischen Heiden: „Ich bin kein Prophet, sondern Derjenige, von dem die Propheten geweissagt haben, daß Er kommen werde, um alle, die an Ihn glauben, von den Banden des Truges von der Nacht der Sünde, des Gerichtes, der Hölle und des ewigen Todes zu erlösen. — Ich bin also der Herr und Meister selbst und kein Diener, bin aber nun doch in dieser Welt, um allen Menschen, die guten Willens sind, mit Meiner Liebe, Weisheit und Macht zu dienen und ihnen das ewige Leben zu geben. Denn wahrlich, alle, die an Mich glauben und völlig nach Meiner Lehre leben und handeln, die werden den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken, sondern nach dem Abfalle ihres Leibes in einem Augenblicke verwandelt werden und bei Mir im Paradiese sein, und ihrer Seligkeit wird kein Ende sein!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 125, 5-6]

 

Alle Erdenvölker hatten Weissagungen von der Menschwerdung Gottes. Von einer solchen Prophezeiung durch einen germanischen Seher weiß der römische Kriegsveteran Markus zu berichten.

[Ev. Bd. 3, Kap. 167, 6-8 und 11-13]

 

Auf den Vorschlag des römischen Statthalters Cyrenius in Tyrus, das Auftreten eines höchsten Göttersohnes im Jesuskindlein dem Kaiser nach Rom zu melden, erklärt Joseph dem eifrigen Machthaber: „Lieber, guter Freund! Meinst du denn, daß Dem an der Ehrung Roms etwas gelegen ist, dem Sonne, Mond, Sterne alle Elemente gehorchen müssen?! — Hätte Er gewollt, daß Ihn alle Welt ehret wie einen Götzen, da wäre Er vor aller Welt Augen in all Seiner ewig unendlichen, göttlichen Majestät zur Erde herabgekommen! Dadurch aber wäre auch alle Welt gerichtet worden! Er hat aber die Niedrigkeit erwählt, um alle Welt zu beseligen! Und so laß es mit der Botschaft nach Rom gut sein! Denn dieser ist gekommen zum Falle der Welt der Großen und Mächtigen und zur Erlösung der Armseligen, ein Trost der Betrübten und zur Auferstehung derer, die im Tode sind!“

[Jug. Kap. 38, 7-10]

 

Eine zum Licht erwachte Seele im Jenseits: „Wenn Gott der Herr nicht das Menschliche angenommen hätte, um auch von uns Menschen, Seinen Geschöpfen, gesehen zu werden, wozu wohl hätte Er uns erschaffen?! Für sich nicht! Denn was hätte Er davon, wenn wir Ihn nie zu Gesicht bekämen und vollauf liebeten? Und wozu wäre uns ein Leben ohne einen schaubaren Gott nütze!?“

[BM. Kap. 30, 18]

 

Jesus auf die Frage eines Jüngers, warum Gott gerade auf dieser Erde Mensch wurde: „Es befinden sich im Herzen des Menschen zwei überaus kleine, euren Augen kaum als winzige Pünktchen sichtbare Kämmerlein, die den beiden großen Blutkammern entsprechen. So klein aber auch diese Punkte sind, so bedingen sie durch ihre Einrichtung doch ganz allein das Leben des Herzens und dadurch des ganzen Leibes mit all seinen Organen. — Das erste und wichtigste Kämmerlein entspricht dem, was des Geistes und somit des eigentlichen Lebens ist, und wir wollen es das bejahende nennen. Das zweite, minder wichtige, obschon zum Leibesleben unumgänglich notwendige aber, wollen wir das der Materie entsprechende, also das verneinende nennen. Dieses hat für sich kein Leben, sondern ist nur ein Aufnahmegefäß fürs Leben, welches es mit jedem erneuten Herzschlag aus dem bejahenden Kämmerlein von neuem aufnimmt und dann dem ganzen Leibe durch das Blut mitteilt. — Seht, wie im Kleinen jeder Mensch zum Behufe seines leiblichen Probelebens eingerichtet ist, also auch entsprechend in den weitesten Umrissen der ganze große Schöpfungsmensch. — Denket euch, daß diese Hülsenglobe, in der sich eure Erde mit zahllos vielen anderen Weltkörpern befindet, zur Einrichtung des Herzens im großen Schöpfungsmenschen gehört, und daß eben eure Sonne mit ihren Planeten das bejahende Lebenskämmerlein darstellt und darinnen eben diese Erde entsprechend den eigentlichen geistigen Grundlebensstoff bedingt und ausmacht! — Ich aber bin von Ewigkeit der Grund alles Lebens und alles Seins und bin somit auch die urbejahende Lebenskammer im ewigen Lebensherzen der Unendlichkeit! — So Ich denn nach Meiner Liebe, Weisheit und Ordnung in Mir selbst beschlossen habe, das Leiblich-Menschliche anzuziehen, so konnte Ich der ewigen Ordnung gemäß in dem großen Schöpfungsmenschen solches nur auf dem Punkte verwirklichen, der Meinem Urwesen völlig entspricht. Da diese Erde seit den Zeiten Adams dazu erkoren ward und auf ihrem Boden Ich nun das Leibmenschliche angenommen habe, so wird sie das auch verbleiben bis ans Ende der Zeiten der gerichteten Geister. Und auch ihr werdet die Austräger des Urgrundlebens in alle Unendlichkeit im Geiste aus Mir ewig verbleiben und eben darum Meine wahren Kinder sein!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 56, 5-6, Kap. 57, 1-4 und 6]

 

Jesus: „Was ein rechter Mensch tun muß, um in sich zur vollen Herrlichkeit des Lebens einzugehen, das habe nun auch Ich selbst euch allen zum wahren Vorbild und Wegweiser im großen Schöpfungsmenschen getan und bin darum auf diese Erde gekommen, weil sie nach Meiner ewigen Ordnung dem bejahenden Herzenskämmerlein entspricht.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 13]

 

Zwei Essäer über Jesus und die Menschwerdung Gottes: „Dieser Nazaräer ist mehr als ein vollkommener Mensch! Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner, aber in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht. Es scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 147, 13 und 15]

 

Jesus: „Bei allen zahllos vielen Vorschöpfungen, die alle einen Urgroßweltenmenschen darstellten, habe Ich Mich nicht auf irgendeiner Erde als Mensch ins Fleisch gehüllt durch die Kraft Meines Willens, sondern verkehrte mit ihren Menschen nur durch reinste Engelsgeister.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 2]

 

02.05. Menschen um Jesus

Petrus über Johannes den Taufer: „Weil seine Seele selbst zweifelte an Dem, von dem sein Geist zeugte, so blieb er in der Wüste zurück, bis ihn Herodes festnahm.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 122, 6]

 

Jesus über die Bedeutung des Täufers Johannes, der von manchen seiner Jünger verkannt wurde.

[Ev. Bd. 1, Kap. 125, 18]

 

Zinka, ein Freund Jesu, berichtet Näheres vom gewaltsamen Tode des Täufers Johannes.

[Ev. Bd. 4, Kap. 10, 2-5]

 

Der Herr: „Da der Jünger Johannes die größte Liebe zu Mir hatte, so wurde ihm auch das Allerhöchste

gegeben, nämlich: das innerste, lebendige Wort der Liebe und des ewigen Lebens aus ihr.“

[Hi. Bd. 2, S. 49, 3]

 

Berufung der ersten Jünger Simon und Andreas.

[Ev. Bd. 1, Kap. 8, 7-13]

 

Petrus bekennt: „Herr, Du weißt ja, daß wir ganz einfache Menschen sind, die es nie übers nötigste Lesen und Schreiben hinaus gebracht haben.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 147, 5]

 

Petrus bekennt: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ — Darauf Jesus: „Selig bist du, Simon Jona, dein Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart, sondern Mein Vater, der im Himmel ist! — Du bist Petrus, ein Fels; auf diesem Felsen will Ich bauen Meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen! Und Ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben! Alles, was du auf Erden binden wirst, das soll auch im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöst sein!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 176, 15-17]

 

Jesus berichtet über das geistige Wirken des Apostels Petrus bei dem bekehrten König von Neubabylon (später Bagdad genannt), seine Ermordung und hohnvolle Kreuzigung durch fanatische Heidenpriester, das furchtbare Blutgericht des ergrimmten Königs über diese Priester, sowie über die darauffolgenden Bekehrung des ganzen Volkes durch Markus, den Gehilfen des Petrus.

[Ev. Bd. 10, Kap. 161, 5-20]

 

Der Zöllner Matthäus ist auf den Ruf Jesu sofort zur persönlichen Nachfolge als Schreiber des Herrn bereit.

[Ev. Bd. 1, Kap. 127, 13-15]

 

Jesu Zeugnis über Seinen Pflegebruder Jakobus: „Jakobus ist als Gefährte Meiner Jugend ein überaus glücklicher Mensch und ist sogar von den Engeln des Himmels oft beneidet worden, freilich nur in einem höchst edlen Sinne, aber er hat dennoch keinen Vorzug vor einem anderen Menschen. Sein Wert liegt einzig und allein darin, daß er Mein Wort hört, glaubt und aus Liebe zu Mir danach handelt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 205, 5]

 

Jakobus und Johannes, Söhne Zebedäi, zu Jüngern Jesu berufen.

[Ev. Bd. 1, Kap. 12, 3]

 

Berufung der Jünger Philippus und Nathanael.

[Ev. Bd. 1, Kap. 9, 3-12]

 

Berufung des Thomas, genannt Zwilling.

[Ev. Bd. 1, Kap. 10, 9]

 

Jesus über Judas zu dem Jünger Thomas: „Halte dich ferne von ihm (Judas), vergib ihm aber alles, wie Ich ihm vergebe, so wirst du ein freies Herz haben. — Ich weiß, was er (Judas) an Mir selbst tun wird; denn seine Seele ist ein Teufel und will von Gott die Weisheit lernen.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 96, 3 und 9]

 

Des Judas schlaue Gewinnberechnung für Krankenheilungen und Totenerweckungen wird durch Jesu Verhaltungsregeln für rechte Glaubensverkünder zunichte gemacht: „Umsonst habt ihr es von Mir empfangen, und umsonst sollt ihr es auch in Meinem Namen weitergeben!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 135, 12]

 

Jesus ermahnt den Jünger Judas, auf die brüderlichen Lehren seiner Mitjünger zu hören, sein Herz danach zu bearbeiten und es vor allem von Zorn und Habsucht zu reinigen, sonst werde er bald eine Beute Satans werden.

[Ev. Bd. 2, Kap. 75, 11-13]

 

Jesus: „Judas meint, wenn er von Mir das Wunderwirken nicht erlerne, dann gehe er zu den Essäern! — Denn er ist und bleibt ein Geizhals, und zehn Pfunde Goldes sind ihm lieber als alle himmlische Wahrheit und das ewige Leben. Wenn ihm Herodes ein bedeutendes Angebot macht, dann verrät und verkauft er uns alle!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 102, 2]

 

Der Jünger Judas Ischariot befürwortet die Verkündigung der Lehre Jesu mit Hilfe der irdisch Mächtigen und ihrer Gewalt.

[Ev. Bd. 3, Kap. 108, 8-9]

 

Da der geldgierige Jünger Judas als Geistesbote des Herrn sich für seine Wundertaten bezahlen ließ, wurde ihm die Gabe des Wunderwirkens genommen.

[Ev. Bd. 5, Kap. 273, 4]

 

Jesus: „Der Jünger Judas, von Beruf ein Töpfer, kennt Meine Lehre und ist ein guter Redner. Wenn er jemanden über Mich und Meine Sendung aus den Himmeln belehrt, so haben seine Worte stets eine gute Wirkung, und er ist darum gleich den andern ein aus Meinen Jüngern auserwählter Apostel.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 273, 10]

 

Judas, der meistbegüterte der Jünger Jesu, hatte Weib, Kinder und Diener.

[Ev. Bd. 6, Kap. 26, 6]

 

Marias, der Mutter Jesu, Warnung an Judas: „Wenn du dein Gemüt nimmer änderst, dann wird dein Ende ein Grauen sein für viele und wird im Angedenken bleiben bei den Menschen bis ans Ende der Welt. Daher nimm dich in Zukunft wohl in acht, daß du bestehst vor den Augen des Herrn.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 36, 1]

 

Jesus begründet mit einer klaren Charakteristik des Judas, warum Er diesen Jünger einen Teufel nannte, ihn aber trotzdem als jünger um sich duldet.

[Ev. Bd. 6, Kap. 47, 8-9]

 

Der weise Seher Mathael: „Die Seele des Judas ist nicht von oben her, und sein Geist ist zu klein und zu schwach, um seine weltsteife Seele zu erweichen und zu beleben.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 109, 11]

 

Über den Jünger Judas Ischariot äußert sich ein römischer Oberstadtrichter: „Dieser Mensch ist mir sogleich aufgefallen, weil er niemand gerade ins Gesicht schauen kann und auch bei Deinen göttlichen Reden, o Herr und Meister, ganz teilnahmslos finster vor sich hinblickt und mit keiner Miene Erstaunen oder Beifall zu erkennen gibt! — Wenn er mein Diener wäre, so hätte ich ihm schon den Laufpaß gegeben!“ Darauf Jesus: „Er ist unter Meinen Jüngern der schriftkundigste und als Lehrer voll Redeschwung. Aber er ist auch voll Geldgeiz, und das ist der Teufel in ihm, den er nicht los wird.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 223, 6-7]

 

Der Herr im himmlischen Jerusalem zu einem lebensvollendeten, um das jenseitige Schicksal des Judas Ischariot besorgten ehemaligen Prior: „Es gibt Zwei Judas Ischariots: der erste ist der Mensch, der mit Mir auf der Erde lebte, und der andere ist der Satan, der in seiner damaligen Freiheit sich diesen Menschen Zins pflichtig gemacht hatte. Dieser zweite Judas Ischariot ist immer noch der Grund der untersten Hölle, - aber nicht also der Mensch Judas Ischariot; denn diesem ward es vergeben, und inwieweit — siehe! — derjenige der soeben mit deinem Bruder spricht und nun wieder einen Liebesverrat begeht, indem er deinem Bruder schon im voraus Meine große Liebe zeigt, ist eben der Judas Ischariot, um den du besorgt warst.“

[GS. Bd. 2, Kap. 7, 11]

 

Jesus bezeichnet den mit seiner Habe mildtätigen Zöllner Matthäus als ein gutes Beispiel für die gerechte Verwendung irdischen Reichtums.

[Ev. Bd. 1, Kap. 125, 10-11]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Ein noch so herrlich geschmücktes Staatsschiff wird zur Erhöhung deiner wahren Menschenwürde nichts beitragen. Denn was du bist, das bist du, ob du auf der Spitze des Ararat stehst oder auf einem Maulwurfshügel! Die wahre, mit Liebe gepaarte Achtung aber, wirst du dort am meisten genießen, wo die Menschen leicht und ungehindert zu dir kommen können.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 189, 4]

 

Der bedeutende griechische Arzt Borus war der treueste Jugendfreund Jesu und Sein gläubiger, mit wunderbarer Heilkraft begnadeter Nachfolger.

[Ev. Bd. 2, Kap. 46, 7-8]

 

Jesu Zeugnis über den bekehrten Pharisäer Floran, der einen geschulten, klaren Verstand und einen starken Geist besaß.

[Ev. Bd. 3, Kap. 159, 2 und 7]

 

Jesus: „Mein Freund, der Herbergswirt Ebahl aus Genezareth, hat Tausende von Armen beherbergt, und zwar nie mit Widerwillen oder Ängstlichkeit der Seinen wegen, — und doch ist sein Vermögen um nichts geschmälert worden. Im Gegenteil! Er besitzt nun so viele Erdenschätze, daß er sich dafür ein Königtum erkaufen könnte!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 97, 6]

 

Lazarus von Bethanien, ein vorbildlicher Versorger vieler Armen mit Arbeit und Brot.

[Ev. Bd. 7, Kap. 107, 8-9]

 

Lazarus von Bethanien, ein reicher Landbesitzer und Freund Jesu: „Heute bin ich wohl noch vor den weltlichen Gesetzen ein rechtmäßiger Besitzer, doch morgen fordert der Herr die Seele von mir, und diese wird vor Ihm Rechnung zu legen haben, wie und zu wessen Frommen sie die ihr anvertrauten Erdengüter verwaltet hat. Und da wird es mancher Seele schwer ergehen, vor dem Herrn zu bestehen! Denn vom rechten Standpunkte des Lebens aus betrachtet, sind wir nur zeitweilige Verwalter unserer Erdengüter, aber niemals Besitzer. Denn der ewig rechtmäßige Besitzer ist allein der Herr, wir aber haben nur das Recht, diese Güter zum Frommen der bedürftigen Menschen zu verwalten und zweckdienlich zu bearbeiten.

[Ev. Bd. 8, Kap. 55, 8]

 

Jesus zu dem römischen Hauptmann von Pella: „Die ersten Machthaber in diesem Weltteil sind in ihrem Herzen schon seit Jahren durch Mich zum lebendigen Judentum übergegangen, z.B. der Oberstatthalter Cyrenius, sein jüngster Bruder Kornelius, der Staatsmann Agrikola in Rom und mehrere seinesgleichen. Diese Männer, sowie viele andere, hatten vom Kaiser noch keine Unbill zu erdulden, und so hast auch du von ihm nichts zu befürchten, zumal Ich dich, wenn du Mir treu bleibst, Meines besonderen Schutzes versichere.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 83, 15-16]

 

Jesus: In der Bergstadt Aphek und in der weiteren Umgebung gab es im Verlaufe von kaum einem Jahre nach Meinem dortigen Wirken keinen einheimischen Heiden mehr. Anfangs gab es wohl bedeutende Gegenbestrebungen; aber weil das Volk von den durch Mich bekehrten Priestern und von dem römischen Hauptmann Pellagius gut belehrt wurde, so sah es die alten Irrtümer ein und fand sich höchst beglückt in der Erkenntnis der reinen Wahrheit, und Ich ermangelte nicht, jedem treuen Bekenner Meiner Lehre durch Wort und Tat im Geiste Meine Kraft zu erteilen. — Nach Meiner Auferstehung besuchte Ich auch den Ort Aphek und gab den bekehrten Bewohnern Trost und Kraft, in Meinem Namen zu wirken. Zur Zeit der großen Bedrängnis in Jerusalem und in Judäa diente auch die Stadt Aphek den flüchtigen Juden, die völlig in Meiner Lehre standen, zu einer Zufluchtsstätte und alle, die dahin kamen, fanden eine gute Aufnahme. — Der Hauptmann Pellagius aber stiftete mit der Zeit selbst eine Gemeinde, ganz ohne Weltaufsehen, die später, als er von Mir heimberufen wurde, auch seinen Namen führte. Er selbst lebte nach Meiner Auffahrt noch etwa dreißig Jahre und ward zum Obersten über die zehn großen Städte des Berglandes um Pella ernannt.

[Ev. Bd. 10, Kap. 118, 10-15]

 

Die drei „Weisen aus dem Morgenlande“, erleuchtete Naturkundige und dadurch große Magier sowie mächtige Landesfürsten zwischen Persien und Indien, finden nach dreißig Jahren, vom Geiste Gottes geleitet, in Jesus das Wunderkindlein von Bethlehem wieder.

[Ev. Bd. 6, Kap. 37, 13-17]

 

Jesus zu wahrheitssuchenden Kaufleuten aus Damaskus: „Es wird nach etlichen Jahren von Mir in eurer Stadt ein Apostel (Paulus) für die Heiden erweckt werden, der euch die volle Wahrheit zeigen wird. Aber zuvor wird er ein Feind Meines Lichtes sein, dann nach der Erweckung aber der größte Eiferer für Meine Lehre.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 179, 5]

 

Das Jesuskindlein zu dem erleuchteten römischen Statthalter Cyrenius: „Ich, dein Herr und dein Gott, mache dich hiermit zu einem Vorläufer im Reiche der Heiden, auf daß der, den Ich dereinst senden werde zu den Heiden (Paulus), eine leichte Aufnahme finde! — Ich werde aber auch einen Vorläufer zu den Juden senden (Johannes den Täufer); aber dieser wird einen harten Stand haben! Und was er tun wird im Schweiße seines Angesichts, das wirst du leicht bewirken. Darum aber wird auch den Kindern das Licht genommen und euch Fremdlingen in aller Fülle überantwortet werden!“

[Jug. Kap. 152, 11-15]

 

Der Evangelist Markus schildert die einfache Kleidung der ersten Apostel Jesu im himmlischen Jerusalem; sie tragen darauf besondere Zeichen, welche auf ihr materielles und geistiges Wirken auf Erden hindeuten und sie in ihren ewigen hohen Aufgaben als ‚Fürsten des Himmels‘ unterstützen.

[GS. Bd. 2, Kap. 6, 3-7]

 

Der Herr über Maria Magdalena: „Fürwahr, ihre Sache war nicht das Lesen der Bücher, aber als sie den Rechten (den göttlichen Bräutigam) erkannt hatte, da stand sie alsbald ab von ihrem Weltgetriebe und faßte eine starke, unvertilgbare Liebe zu Ihm und brachte Ihm ihrer großen Liebe wegen alles zum Opfer, was sie auf der Welt hatte. Seht, für eine solche Braut war Ich in der wirklichen, lebendigen Tätigkeit der Weg, die Wahrheit und das Leben!“

[Schrft. Kap. 4, 15-16]

 

Der Herr: „Warum fand die Magdalena, was Josef von Arimathia nicht gefunden hat? — Weil sie wenig gelesen, aber viel geliebt hatte; Josef aus Arimathia hatte viel gelesen, aber weniger geliebt. Daher hatte er auch nur mit dem Leichnam zu tun, — Maria Magdalena aber mit dem Lebendigen!“

[Schrft. Kap. 7, 22]

 

Der Herr zu Jakob Lorber: „Siehe, Magdalena war sinnlich in Mich bis zur Eifersucht verliebt und hielt Mich für ihren einzig erwählten Liebhaber. Sie hatte von Mir nur die Meinung, daß Ich ein großer Prophet sei, aber Meine Göttlichkeit war ihr noch fremd. In Anbetracht ihres verliebten Herzens hatte somit durch Mein Leiden und Sterben auch niemand so viel verloren wie gerade sie, da sie nicht nur ihren Retter, Herrn und Meister, sondern im Ernste ihres Herzens auch ihren einzigen Geliebten verloren hatte, daher sie auch untröstlich war. — Sehet, daher kam es denn auch, daß sie die erste war, die sich nach Mir (am Grabe) erkundigte, aus unbesiegbarer Liebe! Als sie Mich, ihren verlorenen Geliebten, nun auf einmal vor sich stehen sah, da war ihr Herz aus allen Fesseln gehoben. Sie schrie auf und wollte sogleich im Ausbruch ihrer leidenschaftlichen Liebe auf Mich losstürzen. Nun aber bedenke, Wer Ich bin, — so wird dir klar das ‚Noli me tangere!‘ — Bedenken sollst du aber auch Magdalenas starke Liebe, und dir wird klar die Umfassung Meiner Füße und begreiflich auch die große Buße der Magdalena nach Meiner Auffahrt, da sie erst dadurch erfuhr, Wer eigentlich hinter ihrem vermeintlichen Geliebten war!“

[Hi. Bd. 1, S. 255, 9-12]

 

Der Herr: „Jeder Märtyrer hätte auch, ohne ein Märtyrer zu werden, Mein Evangelium ausbreiten können. Aber die Ausbreiter kannten Mich, hatten das ewige Leben vor Augen, und so hatten sie denn auch keine große Lust, lange in der Welt umherzugehen, sondern sie konnten den Zeitpunkt kaum erwarten, in dem ihnen ihr Fleisch abgenommen würde, auf daß sie dahin gelangen möchten, wohin Ich vorangegangen war.“

[Schrft. Kap. 35, 8]

 

Einwände der jüdischen Priesterschaft gegen Jesus und Seine Lehre.

[Schrft. Kap. 10, 7-14]

 

Der römische Hauptmann Julius, ein Freund Jesu, über Pilatus: „Pilatus ist ein Naturforscher, ein Freund der Gelehrten vom Pompeji und Herkulanum; er kümmert sich ums Regierungsgeschäft wenig und läßt Herodes und die Templer nach ihrer Willkür schalten, wenn sie nur ihren Tribut nach Rom pünktlich bezahlen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 163, 7]

 

Der römische Hauptmann Julius von Genezareth: „In Jerusalem sitzt ein saumseliger Landpfleger, Pontius Pilatus, der sehr froh ist, wenn ihm die Menschen Ruhe und Frieden gönnen; mit dem ist nicht viel zu machen!“

[Ev. Bd.2,Kap. 192,13]

 

Göttlicher Urteilsspruch des Jesuskindleins in Ostrazine über den machtsüchtigen Herodes, den Kindermörder von Bethlehem: „ Herodes, Herodes, Ich habe keinen Fluch für dich; aber eine Krone auf dieser Welt sollst du tragen, die dir zur großen Qual wird!“ — Zur Zeit, als das Kindlein dieses in Ägypten aussprach, ward Herodes mit Läusen übersät, die sich stets mehrten und endlich seines Leibes Tod herbeiführten.

[Jug. Kap. 59, 21-22]

 

Jesus: „Diese Schlangenbrut der Templer von Jerusalem weiß genau, was Ich lehre und wirke; aber das vermehrt eben ihren Grimm, und sie werden darum gegen Mich nur umso erbitterter. Sie sind alle erzverstockt, blind und taub im Herzen, dabei voll des unbegrenzten Hochmuts, voll Habgier und Herrschsucht. Solch einer Kreatur ist kein Evangelium zu predigen und vor ihren Augen kein Zeichen zu wirken! Denn Meine Lehre und Meine Zeichen zerstören ihr altes Ansehen und vernichten ihr großes Einkommen; darum sind sie Meine unversöhnlichsten Feinde!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 220, 6]

 

Jesus zu Lazarus von Bethanien, der sich über den Haß der Templer beklagt, denen er doch viel Gutes getan habe: „Sieh doch Mich an! Habe Ich nicht Erde, Sonne, Mond und Sterne erschaffen?! Versorge Ich nicht gleichfort die Erde und erhalte jedem Menschen das Leben!? Und was tun diese Tempelhelden? Sie hassen und verfolgen Mich, weil Ich ihnen zeige, daß ihre Werke böse sind. Sie trachten in einem fort, Mich zu töten, und Ich werde es bald selbst zulassen, daß sie diese Greueltat an Mir verüben. Und siehe, Ich habe in Mir keinen Ärger über sie. Ich werde aber auch jenseits ewig der Herr sein, und es wird ihnen dort nicht unvergolten bleiben, was sie hier tun!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 164, 10]

 

Scharfe Abrechnung Jesu im Tempel mit den Pharisäern, deren Schandtaten Er schonungslos vor dem

Volke enthüllt.

[Ev. Bd. 6, Kap. 198, 12]

 

Der vornehme Römer Agrikola zu ungläubigen Pharisäern: „Eure Schrift verstehet ihr nicht und an euren Gott glaubet ihr nicht! Und mit solchem Unglauben und solch einer Unwissenheit getrauet ihr euch, diesen Weisesten (Jesus) zu prüfen und zu erproben!?“

[Ev. Bd. 6, Kap. 215, 4 und 5]

 

Jesus hält den Pharisäern und Schriftgelehrten im Tempel zu Jerusalem eine vernichtende Gerichtsrede und schließt mit den Worten: „Ihr erbauet den alten Propheten Grabdenkmäler, schmücket der Gerechten Gräber und klaget: ‚Oh, wären wir zu unserer Väter Zeiten auf der Welt gewesen, so würden wir nicht mit den blinden Vätern teilhaftig sein an ihrem unschuldig vergossenen Blute!‘ — Ihr Heuchler, dadurch gebet ihr euch selbst das Zeugnis, daß ihr wahre Kinder derer seid, welche die Propheten getötet haben. Wohlan, so erfüllet auch an Mir das arge Maß eurer Väter, wie ihr es schon an Zacharias und an Johannes erfüllt habt! Ihr Schlangen, ihr Otterngezücht, wie wollet ihr bei solch eurem Gebaren der höllischen Verdammnis entrinnen?!“

[Ev. Bd. Kap. 200, 4-17]

 

02.06. Die Messias Frage

Das Jesuskind belehrt einen Freund des Joseph: „Wenn der Messias kommt, da wird Er kein Schwert gegen Rom ziehen, sondern Er wird nur verkünden lassen Sein geistiges Reich durch Seine Boten auf Erden.“

(Jug. Kap. 272, 19-20)

 

Der zwölfjährige Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu den Priestern und Schriftgelehrten: „Wenn der Messias kommt, wird Er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und dieses Reiches wird kein Ende sein in Ewigkeit. — Es ist kein Reich mit äußerlichem Schaugepränge, sondern es muß inwendig im Menschen sich offenbaren, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden gelangt, der wird sein ein wahrhaft Lebendiger und den Tod nicht sehen, noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches David, Daniel und Jesajas geweissagt haben.“

[Dr. T., Kap. 5, 14-15]

 

Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu einem römischen Richter, der in Ihm den allmächtigen jüdischen Messias erkennt: „Darob laß du als Römer dir ja kein graues Haar wachsen! Denn Ich bin nicht gekommen, um Mich zu einem Weltfürsten zu machen und den Juden ein weltliches Reich zu gründen, sondern allein, um das Gottesreich zu bringen allen Menschen, die eines guten Willens sind, und möglichst zu verderben das Reich des Satans, der da ist der Tod auf Erden! Daher wird jedes irdische Reich wohl bestehen können und am allerbesten dann, wenn es auch das Gottesreich, das Ich auf Erden schaffen werde, anziehen wird!“

[Dr. T. Kap. 17, 10]

 

Der lichtsuchende Tempelpriester Joram hält dem zwölfjährigen Jesusknaben im Tempel die scheinbar gegen die Messiaswürde sprechenden Texte des Propheten Jesajas (Kap. 52, 14 und Kap. 53, 3) vor, worauf der Jesusknabe erwidert: „Ja, das wird das endliche, vollwahre Zeichen sein, daß eben Ich der Verheißene bin! Denn an Mir wird das alles beinahe buchstäblich vollzogen werden, was da gesagt ist. Was Meine Leibesgestalt anbelangt, so drückt der Prophet damit bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der jetzigen Menschen aus, der gegenüber Meine Gemütsart und Denkweise sich ausnehmen wird wie eine häßliche Gestalt, die da verkümmert ist durch Krankheit und Schmerzen. Ich werde darum bei den Angesehenen und Reichen dieser Welt auch sehr verachtet sein, und man wird fliehen vor Mir wie vor einem Aase und, wenn es von oben zugelassen wird, Mich verfolgen wie einen ärgsten Verbrecher, wie sich solches nun schon bei euch augenfällig gegen Mich zeigte; denn stünde Ich als Mensch vor euch nun nicht unter römischem Schutz, und wäre die Zeit der Zulassung über Mein Außenmenschliches schon da, so wäre Ich nimmer lebend aus euren Händen gekommen!“

[Dr. T. Kap. 27, 7-13]

 

Auf die Anfrage des Täufers Johannes: ‚Bist Du Der, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?‘ — läßt ihm Jesus sagen: „Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Tauben hören, und den Armen wird das Evangelium vom Reiche Gottes gepredigt. — Wohl dem, der glaubt und sich nicht an Mir ärgert!“ —

[Ev. Bd. 1, Kap. 23, 9-10]

 

Der Erzengel Raphael: Vom Kommen und Wirken des Messias zeugten Henoch und alle Propheten, zuletzt der Tempel-Oberpriester Zacharias, der darum von seinen Mitpriestern ermordet wurde.

[Ev. Bd. 3, Kap. 152, 17, 19-21, Kap. 153, 1-3]

 

Jesus entzieht sich dem Volke, das Ihn nach einer dritten großen wunderbaren Volksspeisung am Berge bei Tiberias zum König ausrufen will.

[Ev. Bd. 6, Kap. 41, 20-21]

 

Das dankbare Volk nach der großen Laubhüttenfestrede Jesu: „Meister, wir danken Dir für diesen göttlichen Trank; denn uns hat es schon gar lange nach solcher Wahrheit gedürstet, und Du hast unsern großen Durst nun wahrlich vollauf gestillt! Du bist wahrhaftig Davids Nachkomme und der verheißene Gesalbte Gottes!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 171, 12]

 

Bekenntnis einer besonders erleuchteten Volksgruppe im Tempel: „Wir brauchen auf keinen anderen Messias mehr zu warten; denn wir halten Den (Jesus) schon für den rechten. Denn Seine Worte haben Kraft und Leben, und Seine Taten sind völlig göttlicher Art, und so ist Er schon ganz vollkommen der rechte Messias für uns.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 196, 6]

 

Jesus: „Nach den Vorstellungen der Templer soll der Messias mit höchstem Himmelspomp unter Donner und Blitz herabsteigen, in den Tempel einziehen, die Römer aus dem Lande treiben und die Hohenpriester, Pharisäer und Schriftgelehrten mit aller Macht und allem Glanze ausrüsten, auf daß sie dann bald die ganze Welt beherrschen könnten. Da Ich aber in äußerster Armut in diese Welt gekommen bin, so glauben die blinden Tempeljuden nicht, daß Ich der Verheißene bin, und hassen Mich, weil sie erkennen, daß durch Mich all ihr Ansehen und ihre Macht zunichte wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 203, 4-5]

 

Der Erzengel Raphael zu Pharisäern von hohem Rang: „Ihr hoffet auf einen weltlichen Messias, der euch aus der verhaßten Botmäßigkeit der Römer befreien und aus euch wieder ein großes, gefürchtetes Volk machen werde, aber solch ein Messias wird ewig nicht zu euch kommen!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 151, 1]

 

Ein Jünger Jesu bezeugt vor zweifelnden Schriftgelehrten: „Wäre Jesus nicht der Herr aller Macht im Himmel und auf Erden, so wäre Er schon lange aus dem Lande geflohen! Aber da Er wohl weiß, welche Macht und Gewalt Ihm eigen ist, so flieht Er vor Seinen Feinden nicht, sondern geht ohne alle Scheu und Furcht in den Tempel, lehrt das Volk von der Ankunft des Reiches Gottes auf Erden und bedroht die Pharisäer und Juden mit aller Schärfe Seiner Rede. Wer anders als nur Er würde sich das zu tun getrauen?! Das ist doch ein Beweis, daß Er der wahre Messias und somit der Herr ist!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 63, 18]

 

Die Juden der Bergstadt Pella bezweifeln in ihrem blinden Buchstabeneifer trotz lichtvollster Reden und der großen Heilwunder des Herrn die Messiaswürde Jesu, weil Sein schlichtes Auftreten in der Welt nicht schriftgemäß sei. Ihnen erklärt Jesus: „Was ihr an Mir suchet und finden möchtet, kommt nicht und niemals mit einem äußeren Schaugepränge, sondern befindet sich inwendig im Menschen. — Ja, es hätten die Juden bei Meiner Ankunft in diese Welt wohl sollen die ‚Tore‘ in ihren Herzen weit und die ‚Türen‘ in ihren Seelen hoch machen, aber sie achteten der Aufforderung Davids schon lange nicht mehr. Darum sind sie auch zu Sklaven der Heiden geworden!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 39, 2-7]

 

Jesus zu einem römischen Wirt in der Bergstadt Aphek: „Ihr Römer und Griechen seid zumeist nicht unbewandert in den Schriften der Juden und wißt, daß ihnen und durch sie auch euch Heiden ein Messias von dem einen, allein wahren Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde, durch den Mund der Propheten verheißen ist. Und siehe, dieser verheißene Messias bin Ich und bin nun auch zu euch Heiden gekommen, um unter euch das Reich Gottes zu gründen und auszubreiten!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 93, 8-9]

 

Jesus zu drei biederen Altjuden: „Ein endlos großes Reich gründe Ich wohl, aber kein diesirdisches, sondern ein wahres Gottesreich für Seele und Geist des Menschen, das ewig bestehen wird. In ihm werden alle das ewige Leben haben, die an Mich glauben und nach Meiner Lehre leben. Ihr verstehet die Schrift wohl dem Buchstaben nach, aber dem innersten Geiste der Wahrheit nach habt ihr sie noch nie verstanden, so ihr da meinet, daß Ich als der verheißene und nun in diese Welt gekommene Messias für die Juden ein unvergängliches Reich gründen werde, wo doch alles samt dieser Erde vergänglich ist!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 137, 9-10]

 

Jesus zu gläubigen Altjuden: „Wenn ihr euern Glauben an Mich durch die Werke der wahren Nächstenliebe erweiset, dann werdet ihr in euch völlig innewerden, daß Ich wahrhaftig der verheißene Messias bin. Ihr werdet in den Propheten nachlesen und durch Mich alles erfüllt und an Mir bestätigt finden, was von Mir (dem Messias) geschrieben steht.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 139, 1]

 

02.07. Zeugnisse über Jesus

Der römische Staatsmann Markus erklärt jüdischen Schriftgelehrten: „Dieser Jesus aus Nazareth, geboren zu Bethlehem nach jüdischer Rechnung im 4151. Jahre nach der Entstehung Adams, und zwar im Monat Januar am siebenten Tage in der Mitternacht, ist der leiblichen Geburt nach ein Jude. — Wir Römer haben schon seit langem Kunde von allem, was sich bei seiner Geburt und auch später mit Ihm Wunderbares zugetragen hat, und wir verloren Seine höchst denkwürdige Persönlichkeit niemals ganz aus den Augen; denn wir erhielten von Ihm Kunde durch Cyrenius und Kornelius. — Wir Heiden haben schon lange bei uns gedacht, daß hinter dem wunderbaren Nazaräer etwas höchst Außerordentliches verborgen sein müsse und daß Er gar der von den Propheten allen Menschen verheißene Messias sei. Nun aber sind wir davon fest überzeugt und fragen uns, was euch Juden hindert, diesen euren großen und endlos erhabenen Landsmann sogleich als den anzuerkennen, der Er ohne allen Zweifel ist?! Ist es nicht eine Ehre auch für euch, daß wir irdisch mächtigen Römer Ihn, der der leiblichen Geburt nach ein Jude ist, als einen Herrn und Meister über alle Herren der Welt anerkennen und preisen, wodurch wir denn auch treu, offen und wahr an den Tag legen, daß Er uns Römer im Geiste völlig besiegt hat, da es uns nur zum größten Ruhme gereicht, daß Er auch uns unter Sein allmächtiges, väterliches Zepter als Kinder aufgenommen hat?! Und ihr Juden haltet in eurem Hochmut und in eurer großen Blindheit nur Rat über Rat, wie ihr Ihn, den allmächtigen Herrn aller Herrlichkeit ergreifen und töten könntet?!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 86, 3-6]

 

Ein von Jesus geheilter und bekehrter römischer Oberrichter bekennt seinen ungläubigen Freunden im Heilbad des Markus: „Ich glaube, daß der Mensch, von dem ich zu euch geredet habe, der wahre Gott ist, von dem alle jüdischen Weisen geweissagt haben, daß Er in dieser Zeit als der Herr im Fleische zu den Menschen dieser Erde kommen und ihnen das wiedergeben werde, was sie durch ihre Trägheit, Weltliebe und Herrschsucht verloren haben. — Dieser Gottmensch ist nun da und lehrt und wirkt den alten Verheißungen völlig gemäß.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 3, 22-23]

 

Zeugnis der Brüder Jesu in Nazareth: Jesus tut wahrlich große Dinge, und Seine Lehre ist vollkommen wahr, rein und gut, aber wenn Er nicht mit Seiner göttlichen Kraft und Macht gegen die Templer zu Jerusalem auftritt, dann geht Er unter; denn ihre Gesinnung gegen Ihn und Seinen schon weit ausgebreiteten Anhang ist von der ungewöhnlich-bösesten Art! — Unter den Heiden hat Jesus wohl schon viele vollgläubig—beste Freunde und Anhänger, doch unter den Juden nur sehr wenige, und selbst diese halten Ihn zumeist für einen großen Propheten und wollen von einem Gottessohn nicht viel hören und wissen, obschon bei Ihm alles in Erfüllung ging, was die Propheten über Ihn geweissagt haben. — Bis jetzt hat Jesus sich wohl noch allenthalben zu behaupten und allen, die Ihn verfolgten, aufs kräftigste zu begegnen verstanden, und wir hoffen und glauben auch fest, daß Er dank Seiner göttlichen Natur, Wesenheit und Weisheit das begonnene Werk vollenden wird.“ —

[Ev. Bd. 10, Kap. 31, 3-6]

 

Nikodemus, ein oberster Schriftgelehrter der Juden, belehrt die Pharisäer: „Ich verweise euch auf das Beschneidungsprotokoll des Jahres der ersten Volksbeschreibung des Kaisers Augustus, und da werdet ihr finden, daß dieser nunmalige Galiläer nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem, der alten Stadt Davids, geboren ist, und daß seine beiden Eltern in gerader Linie von David abstammen. — Es kann somit der von euch zitierte Ausspruch der Schrift: ‚Aus Galiläa steht kein Prophet auf!‘ bei diesem nunmehrigen Galiläer nicht in Anwendung gebracht werden!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 171, 4-5]

 

Zeugnis der bekehrten Samariterin Irhael vom Jakobsbrunnen: „Herr! Du bist mehr denn allein der verheißene Messias! Du warst es, der den Pharao züchtigte, die Israeliten aus Ägypten führte und ihnen vom hohen Sinai die Gesetze donnerte!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 35, 2]

 

Des Mägdleins Jarah feuriges Bekenntnis nach großen Wundern und Belehrungen: „0 Herr, o mein Gott! Als ich Deine Herrlichkeit noch nicht kannte, liebte ich Dich wie einen vollkommensten Menschen. Ich ahnte in Dir wohl den reingöttlichen Geist, und mein Herz liebte diesen heiligsten Geist in Dir unaussprechlich, aber dennoch dachte ich mir Dich als einen Sohn des Allerhöchsten! Aber nun hat alles eine andere Gestalt angenommen! Du bist der Allerhöchste selbst! Außer Dir gibt es keinen Gott!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 144, 1-2]

 

Der römische Hüttenbewohner Markus erkennt den verheißenen Messias; er sagt: „Das ist der verheißene Messias, Jehovah selbst, die ewige Ursonne der Geister weit, der alle die vom Gotteslichte erfüllten Propheten als lichte Morgenwölkchen vorangegangen sind! Ihm dienen für uns unsichtbar zahllose Engelscharen, die von Ihm in jedem Augenblicke neue Befehle erhalten und sie mit Gedankenschnelle erfüllen an allen Enden der Welt. Und dieser Jehovah bleibt heute in unserer armen Hütte, Er, dem alle Himmel zu Gebote stehen!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 176, 1]

 

Lichtvolles Zeugnis des bekehrten Pharisäers Floran: „Jesus ist zwar ein Mensch wie wir, aber es ist in Seinem Wesen ein Etwas, das sich nur fühlen, nie aber mit Worten beschreiben läßt. So Er spricht, da klingt es, als gälte jegliches Wort für die ganze Ewigkeit. Man merkt es Seinem Worte an, daß es mit noch einem ‚Werde‘ eine Welt voll Wunder aus sich oder auch aus nichts augenblicklich hervorrufen könnte! — Jesus kann Seine Vollgöttlichkeit nicht verbergen, und wäre ich ohne alle früheren Vorbereitungen zu Ihm gekommen, so hätte ich Ihm auf der Stelle gesagt: ‚Du bist kein gewöhnlicher Mensch, in Deiner Brust muß die Fülle des göttlichen Urgeistes wohnen!‘.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 160, 2-3]

 

Jarah, das liebreiche Töchterchen Ebahls, darf mit geöffneten geistigen Augen in die Himmel Gottes sehen und bekundet: „Die großen Himmel sind angefüllt von Heeren der seligsten Engel. Aber die arme Jarah ist dennoch seliger! Denn der ewige Thron in der Mitte der endlos weiten Himmel, um den Scharen der Engel knien, ist leer; der darauf zu sitzen allein das ewige Recht hat, sitzt nun als Mensch hier bei der armen Jarah!

O lobet und preiset Ihn; denn Sein ist der ewige Thron aller göttlichen Macht und Herrlichkeit!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 115, 1]

 

Helles Traumerlebnis eines indojüdischen Mägdleins von dem neuen König der Juden und ihr erschütterndes Zeugnis über die Größe und Herrlichkeit der Gottheit in Jesus, das mit den Worten schließt: „Ich sah in großen Reihen Sonnen und Erden sonder Zahl und Maß vor Dir, o Herr, vorüberschweben und alle voll der herrlichsten Wesen unsresgleichen und auch anderer wunderbarster Dinge! Und wohin Du Dein Auge wandtest, in die Tiefen des endlosen Raumes, ersah ich alsbald neue, große, wundervollste Schöpfungen ins Dasein treten. O Herr, o Liebe, o Vater, Du nun mein König Jesus, wie endlos groß, mächtig und über alles heilig und herrlich bist Du in Dir selbst von Ewigkeit zu Ewigkeit! Dir ist ewig niemand gleich!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 106, 3 und 5, 107, 4-8]

 

Der römische Oberstatthalter Cyrenius zeugt über Jesus: „Jesus ist der allervollkommenste Mensch, der je diese Erde betreten hat. Er ist vom wahren Gottesgeiste ganz erfüllt, handelt und redet aus endloser, nie meßbarer Kraft und Allmacht Gottes.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 143, 12]

 

Der Jünger Johannes: „Gott selbst hat diesen Jesus erwählt zu Seiner leiblichen Wohnstätte! Das ist die große Gnade, die durch diesen Erwählten allen Völkern widerfährt. Das Menschliche, das du an Ihm siehst, ist gleichsam der Sohn Gottes, aber in Ihm wohnt des Geistes Gottes Fülle!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 77, 6]

 

Zeugnis eines bekehrten heidnischen Stromräubers vor den ungläubigen Juden von Kapernaum: „Dieser Jesus ist der alleinige Träger desselben höchsten Geistes, welcher vor gar langen Zeiten den Himmel und diese Erde erschaffen hat. — Es wurde schon vor mehreren hundert Jahren von vielen Propheten vorhergesagt, wann, wo und wie Er, der Allmächtige selbst, aus Seinem höchsten Himmel als ein Mensch auf diese Erde darnieder kommen werde. Hier unter uns weilt nun dieser Erhabenste!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 140, 11-12]

 

Der Stadt- und Tempeloberste Nikodemus bezeugt von Jesus: „Herr und Meister von Ewigkeit, nun sehe ich in der Fülle ein, daß Du allein wahrhaft Christus, der Gesalbte Gottes bist, dessen Fülle in Dir wohnt! Denn so hat noch nie ein Prophet auf dieser Erde gelehrt!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 57, 1]

 

Zwei erleuchtete Führer des Essäerordens über die Macht der Worte Jesu: „Herr, Deine heiligen Worte sind nicht gleich denen eines Menschen; Deine Worte sind alle durchaus Licht, Wärme und Leben! Wenn Du, o Herr, sprichst, so fühlen wir in uns ein neues Werden. Wir fühlen es auch lebendig in uns, daß Deine hier ausgesprochenen Worte nicht nur uns, sondern der ganzen Unendlichkeit gelten! — O so jauchze denn du Erde, die du aus den zahllosen Welten erkoren warst, daß der Herr der Ewigkeit mit Seinen Füßen deinen Boden betritt und Seine heiligste Stimme in deiner Luft ertönt!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 150, 9-10]

 

Volksstimme über die Lehrweise Jesu: „Wenn dieser noch recht junge Mann und Meister Jesus spricht, so ist es, als ob Gott selbst aus ihm spräche, und jedes Wort aus seinem Munde dringt zum Herzen wie ein alter, guter Wein und macht es fröhlich durch und durch.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 172, 12]

 

Von den Pharisäern wegen der mißlungenen Gefangennahme des Herrn zur Rechenschaft gezogen, antworten die Tempelknechte: „Höret, es hat noch nie ein Mensch so weise geredet, wie dieser Galiläer! Der muß wahrlich von Gottes Geist erfüllt sein!“ (Joh. 7, 46.) Danach werfen die Knechte den hohen Pharisäern ihre moseswidrige Lehrweise, die „für das dümmste Volk zu dumm sei“, und ihre falschen Wunder vor.

[Ev. Bd. 6, Kap. 170, 13-17]

 

Wohlwollendes Urteil einer Volksgruppe im Tempel über Jesus: „Er ist wahrlich ein großer Prophet, und es wundert uns sehr, daß die Pharisäer das nicht anerkennen. Er ist im höchsten Grade uneigennützig und vergilt gastfreie Aufnahme mit großen Wohltaten. Dazu ist er kein Kopfhänger und geht mit allen Menschen gleich freundlich um. Und wenn Er sagt: ‚Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und belastet seid, Ich will euch erquicken!‘, so müssen wir es Ihm glauben. Ein Mensch aber, der so weise und gut redet und handelt und so große Zeichen wirkt, ist doch wahrlich ein großer Prophet, komme Er her, von wannen Er wolle!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 196, 4-5]

 

Das Volk im Tempel über Jesus: „Dieser Jesus ist wahrlich mehr als ein Prophet; denn Er spricht wie ein selbstmächtiger Herr. Wäre Er nur ein Prophet, so würde Er nicht reden wie ein Herr voll der höchsten Macht aus Gott; denn wer da sagt: ‚Ich bin das Leben und die Auferstehung selbst, wer an Mich glaubt, der wird den Tod nicht sehen, fühlen und schmecken; denn er hat das Leben und die Auferstehung schon in sich!‘, — das kann außer Gott niemand von sich aussagen!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 197, 11]

 

Der bekehrte und erleuchtete Römer Markus bezeugt: „Herr, Deine Worte sind keine Menschenworte, sondern Gottesworte, und diese gelten nicht nur uns, sondern auch der ganzen Unendlichkeit naturmäßig und geistig. Es ist ja die ganze Schöpfung von Ewigkeit her Dein Gedanke, Dein Wort und Dein Wille!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 60, 14]

 

Ein gottbegeisterter Bootsmann zu seinen Angehörigen, die ihn nach neuen Zeichen und Wundern Jesu fragen: „Was Zeichen, was Wunder! Des Herrn Wort und Lehre als die ewige, lichtvollste, lebendigste Wahrheit aus den Himmeln ist das größte Zeichen und Wunder! Denn so wie Er spricht und lehrt, hat noch nie ein Mensch vor Ihm geredet und gelehrt! Ich aber werde es mir zur Hauptaufgabe meines Lebens machen, Seine Ehre, Seine Göttlichkeit und Seinen wahrhaft heiligsten Namen vor aller Welt laut zu bekennen. Denn mich hat alle Furcht vor der Torheit und Bosheit der Weltmenschen verlassen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 140, 5-6]

 

Robert Blum in der Paradiessphäre zu seinen Wiener Freunden: „Christus ist alles in allem! Er ist das ewige Alpha und Omega, der Erste und der Letzte! Er allein ist das Leben, die Wahrheit und der Weg — allen Wesen, Menschen, Geistern und Engeln! In Seinen Händen ruhen alle Himmel, alle Welten und alles, was auf und in ihnen ist, atmet, lebt, webt und strebt. Durch Ihn und durch Sein heiliges, ewiges Wort können wir Kinder Seines ewigen Vaterherzens werden und mit und in Ihm alles in allem sein. Ohne Ihn aber gibt es ewig kein Sein, kein Leben und somit auch keine Seligkeit!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 45, 8]

 

Der Wirt von Kana bezeugt vor persischen Kaufleuten: „Der von mir euch angeratene Arzt (Jesus) ist ein gar wundersam scharfsehender Mann, Er sieht in das Innerste der Menschen, erkennt sogar ihre geheimsten Gedanken und weiß es genau, wie jemandes Herz und Gemüt beschaffen ist. Er ist in Seinem Willen aber auch so mächtig, daß Ihm sogar alle Elemente und Kräfte der Natur gehorchen müssen!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 111,9]

 

Der Erzengel Michael, vom Herrn berufen, erscheint in der Gestalt Johannes des Täufers und zeugt über Jesus: „Sehet, Brüder, dies ist das Lamm, das die Sünden der Welt von euch hinwegnimmt und euch den Weg bahnt zum ewigen Leben! Glaubet an Ihn und liebet Ihn über alles; denn Er ist der urewige Anfang und das urewige Ende, der Erste und der Letzte, — außer Ihm gibt es keinen Gott!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 119, 6]

 

Ein begeisterter Samariter: »Freunde, das ist also der Herr selbst, als ein sichtbarer Mensch unter uns Menschen?! Welch ein himmlisch-sanftes Liebefeuer leuchtet aus Seinen Augen! Welch eine Weisheit strahlt von Seiner hohen Stirn, und welcher Worte muß sein herrlicher Mund fähig sein! Wenn man nur Seine erhabenst herrliche Menschengestalt mit rechter Aufmerksamkeit betrachtet, so kann man keinen Augenblick mehr darüber im Zweifel sein, daß in solch einer einmaligen, edelsten Menschenform ein Geist wohnt, dem alles möglich ist, was Er nur immer will!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 126, 1-2]

 

Zeugnis eines reichen, hilfesuchenden Juden über Jesus: „O Herr und Meister, Du bist wahrlich endlos gut und weise und bei all Deiner göttlichen Herrlichkeit unaussprechlich sanftmütig, demutsvoll herablassend und voll der größten Geduld! Das kräftigt unseren Glauben, daß Du wahrhaftig Derjenige bist, der uns durch den Mund der Propheten verheißen ward!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 206, 1]

 

Robert Blum im Jenseits zu Jesus: „O Herr, wie doch so über alle Begriffe gut, mild und herablassend bist Du! Du sprichst mit mir wahrlich nicht wie ein ewiger Herr der Unendlichkeit, sondern wie ein irdischer Freund zum anderen, und als oh Du im Ernste meines Rates bedürftest! Ja, das, das erst macht Dich noch unendlichmal größer in meinem Gemüte, als wenn Du ganze Heere neuer Welten und Himmel vor meinen Augen erschaffen würdest!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 52, 5]

 

Die erweckte Seele des Generals Max Olaf im Jenseits: „Der schlichte Mann in jener Gesellschaft (Jesus), der von nichts als Liebe spricht, scheint alles in allem zu sein. Er ordnet alles an. Er gebietet, und schon ist alles da, was Er will. Dabei ist aber Sein ganzes Benehmen ein so anspruchsloses und — man könnte sagen — rein himmlisch freundliches, daß ich ihn nur durchs Zusehen und Beobachten schon so liebgewonnen habe, daß ich zu ihm hineilen und ihn liebkosen möchte wie einen allerbesten Freund!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 74, 6-7]

 

Die im Jenseits geläuterte Barrikadenheldin und Dirne Helena sagt in fassungslosem Entzücken über Jesu unendliche Gnade, Liebe und Güte: „Ist es denn möglich, daß Du, o mein Gott und Herr, gar so unbegreiflich herablassend sein kannst?! Nein, das hätte ich auf der Welt mir nicht einmal zu denken getraut! Aber gar so gut, demütig und lieb bist Du!! — Nein, wer vor lauter Liebe zu Dir nicht vergeht, der ist gar kein Mensch!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 78, 20]

 

Ein im Jenseits zum Licht gelangter Prior bekennt: „Jesus, der Herr, ist noch derselbe unendlich liebevolle Freund, der zu allen spricht: ‚Kommet her zu Mir, die ihr mühselig und schwer beladen seid, Ich will euch alle erquicken!‘ Er ist noch derselbe Christus, der am Kreuz in sich selbst Seine Beleidiger, Seine Feinde und Peiniger entschuldigte und ihnen alles in der Fülle Seiner göttlichen Liebe vergab!“

[GS. Bd. 1, Kap. 97, 7-8]

 

Die selige Chinesin Chanchah preist in feuriger Liebe die himmlische Gestalt, den erhabenen Blick und die milde Stimme des von ihr noch unerkannten Herrn Jesus.

[BM. Kap. 95, 3-11]

 

Die von dem Pflegevater Joseph zu Hilfe gerufene Wehmutter verkündet: „Großes ist widerfahren am heutigen Tage meiner Seele! Ich habe heute morgen ein wunderbarstes Gesicht gehabt, in dem alles sich so gestaltete, wie ich es jetzt in Wirklichkeit sehe! Darum sage ich nun: Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not! O Joseph, du Glücklicher, hier ist mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!“

[Jug. Kap. 16, 2, 3, 6, 7]

 

Die Wehmutter, nachdem sie das neugeborene Kindlein in der Höhle zu Bethlehem und seine junge Mutter erschaut hatte, verkündet: „Wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird! — Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum geborenes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!? Das bezeugt ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetz! — Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau! Es ist alles in der größten Ordnung, darum laß mich aus der Höhle treten; denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die heilige Nähe meines und deines Gottes zu ertragen!“

[Jug. Kap. 16, 9-13]

 

Nach einer tiefweißen Rede des Jesuskindleins bekennt der röm. Stadthalter Cyrenius die Gottheitsfülle in diesem Kinde. Joseph aber verweist darauf, daß Gott auch durch viele Propheten in der ‚Ichform‘ gesprochen habe, und erkennt in dem Jesuskinde nur einen ‚Sohn Gottes‘ und einen künftigen großen Propheten. Das Kindlein verweist danach ausdrücklich auf eine die Gottheit in Ihm Weissagung des Propheten Jesajas und bestätigt die Überzeugung des Cyrenius. Da stimmt auch Joseph Ihm bei, empfiehlt jedoch dem Cyrenius tiefes Schweigen.

[Jug. Kap. 153, 3-28]

 

Der riesenstarke, liebreiche Fischer Jonatha, nachdem ihn Joseph in Kürze über das göttliche Wesen des Jesuskindleins aufgeklärt hatte, sprach am Ende seines langen Gebetes: „O du Seligkeit der Seligkeiten! Mein Gott, mein Schöpfer hat mich besucht! Ich habe Ihn, der alle Welt und alle Himmel trägt, auf meinen Armen getragen! O du endlose Gnade der Gnade! O Erde, bist du wohl wert solcher Gnade?! Ja, jetzt verstehe ich die Worte des Gotteskindes: ‚Mehr als eine Welt hast du getragen!“

[Jug. Kap. 166, 21-22]

 

Zeugnis eines rechten, demütigen und liebevollen Lehrers in Nazareth über den achtjährigen Knaben Jesus, der ohne Unterricht aus dem Propheten Daniel vorgelesen und diesen Text weise erklärt hat: „O Herr, sei mir armem Sünder gnädig und barmherzig; denn dieser Knabe ist kein irdischer Mensch! O, Bruder Joseph, jetzt begreife ich es klar, warum mit diesem Knaben kein Lehrer es auszuhalten vermag! Der Knabe versteht ja mehr als alle Lehrer zusammen auf der ganzen Erde!“

[Jug. Kap. 295, 19-21]

 

Ein Nachbar des Pflegevaters Joseph: „Ich habe seit der Kindheit deines Sohnes Jesus an ihm oft manches Wunderbare beobachtet, besonders wenn er ganz allein war, da spielte er mit den Elementen und Kräften der Natur. Vor den Augen der Menschen aber ließ er von seiner inneren Fähigkeit seit etwa acht Jahren nichts mehr merken und arbeitete wie ein anderer Mensch. Ich beobachtete ihn, wie er einmal ganz allein einen 5-600 Jahre alten Eichbaum fällte. Unsereiner hätte damit wohl einige Tage zu tun gehabt, er aber setzte kaum die Axt an die Wurzel, und der Baum fiel.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 226, 7-8]

 

Der Dorfvorsteher Barnabe berichtet von dem Auftreten des zwölfjährigen Jesus im Tempel zu Jerusalem und sagt unter anderem: „Vor ungefähr zwanzig Jahren war ich zu Jerusalem noch Levite. Da begab es sich einmal, daß bei der Prüfung der zwölfjährigen Knaben ein Knabe namens Jesus aus Nazareth in Galiläa uns vorgeführt ward. Dieser Knabe wußte schon damals mehr denn alle Templer zusammen, und er war eigentlich der Hauptgrund, warum ich bald darauf den Tempel für alle Zeiten verließ. — Ich muß aber dazu noch offen bekennen, daß Du (zu Jesus), Meister der Meister, mit jenem wahrsten Wunderknaben — namentlich im Gesicht — eine außerordentliche Ähnlichkeit hast. Jener denkwürdige Knabe hat uns drei Tage hindurch im Tempel haarklein bewiesen, daß er selbst der verheißene Messias sei. Ich war damals ein Gegner von ihm; aber es dauerte gar nicht lange, da wurden mir die Behauptungen jenes Knaben immer einleuchtender, dafür aber der Tempel von Tag zu Tag widerwärtiger und unerträglicher!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 263, 5-8]

 

Zeugnis des Lazarus von Bethanien über das dreitägige Verweilen des zwölfjährigen Jesus im Tempel und dessen aufsehenerregende Weisheit.

[Ev. Bd. 8, Kap. 6, 13]

 

Ein römischer Richter zu den Oberpriestern im Tempel zu Jerusalem, die den Jesusknaben, ihren kühnen Ankläger, mit dem Tode bedrohen: „Dieser Knabe befindet sich in meinem Schutze, und ich erteile ihm nun das volle Recht, euch mit allerlei Fragen zu plagen, und ich werde nicht von seiner Seite weichen; denn in seinem Kopf und Gemüt steckt mehr der kerngesundesten Weisheit als in euch allen und in eurem ganzen Heiligtum!“

[Dr. T. Kap. 8, 13]

 

Der wohlgesinnte Richter und Vertreter Roms bei der dreitägigen Aussprache des Jesusknaben mit der Tempelpriesterschaft ließ es sich nach Aufhebung der Sitzung im Tempel nicht nehmen, Jesus und Seine Eltern in seinen Palast einzuladen. Er bat den göttlichen Knaben, Er möge sein Weib und seine Kinder segnen, und sagte darauf: „Nun ist meinem Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein Haus heimgesucht und gesegnet!“

[Dr. T. Kap. 32, 9-10]

 

Von der wunderbaren Heilung eines Tollwütigen überzeugte Pharisäer und Schriftgelehrte preisen Jesus: „Dieser Mensch tut Dinge, die noch kein großer Prophet getan hat! Es gibt keine Krankheit, die Er nicht zu heilen imstande wäre, und keinen Toten im Grabe, den Er nicht zurückzurufen vermöchte ins Leben! Ist das doch ein Mensch, wie die Erde noch nie einen ähnlichen getragen hat!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 67, 24]

 

Ein griechischer Wirt, der für Seinen blind geborenen Sohn um Heilung bittet, bezeugt sein tiefes Vertrauen zu Jesus mit den Worten: „Es liegt in Deinen Augen etwas so Entschiedenes, daß sie mir sagen: ‚Aus diesem Mund kam noch nie ein lügenhaftes Wort!‘.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 253, 13]

 

Einige murrende Hauptjünger Jesu: „Es ist mit unserem Herrn und Meister oft doch sonderbar! Dann und wann spricht und handelt Er ganz als der alleinige Herr Himmels und der Erde; dann und wann ist Er aber wieder ganz Mensch und läßt von Seiner Göttlichkeit nichts merken!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 187, 8]

 

Verstockte Pharisäer ereifern sich über den Herrn: „Dieser Jesus von Nazareth soll der verheißene Messias sein?! Wie ist er doch ein Fresser und Vollsäufer samt seinen Jüngern! Dazu aber wissen wir noch, daß er mit Zöllnern, Heiden und anderen Sündern umgeht und das Brot mit ungewaschenen Händen ißt! Und so mag er noch so viele Wunder wirken, es wird dennoch kein wahrer Schriftgelehrter und Pharisäer an ihn glauben!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 67, 23-24]

 

Lazarus zu einer Gesellschaft vornehmer Römer, die Auskunft über Jesus wünschen: „Er, Jesus, geht denen gerne zu, die redlichen Sinnes und wahrhaft guten Willens sind. Doch die Verräter haßt Er, ihrer verwerflichen Bosheit willen. — Er ist so mächtig, daß im Augenblick geschieht, was Er will. Wollte Er, daß diese ganze Erde nicht mehr bestehe, so wäre sie schon nicht mehr da! Darum fürchtet Er keinen Feind; aber Er ist ihm auch kein Gegenfeind, weil Er ja den Menschen nichts so sehr ans Herz legt als die gegenseitige Liebe. So sind ihm die argen Menschenfeinde ein Greuel, und wehe dem, den Sein gerechter Zorn ergreift! Kurz, Er ist der weiseste, beste und mächtigste Gottmensch auf der ganzen Erde!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 183, 10]

 

Der Nubierführer Oubratouvishar zu den Seinen: „Sehet! — An dem großen Tische dort in der Mitte sitzt, mit rosenrotem Leibrock und einem blauen Faltenmantel angetan, über dessen Schultern reiches, goldblondes Haar wallt, nicht nur höchst gottgeistig, sondern auch körperlich das allerhöchste Gottwesen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 194, 2, Kap. 187, 6]

 

Der römische Oberste Kornelius erinnert sich an Einzelheiten bei der Geburt Jesu in Bethlehem und sagt: „Herr, daß Du eingingest unter meines Hauses Dach, dessen kann ich nie wert sein! Denn Du allein bist ja Derjenige, von dem der große Judenkönig David geweissagt hat: ‚Machet die Tore weit und die Türen hoch, auf daß der König der Ehren einziehe! Wer ist der König der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth, mächtig im Streite!‘ (Psalm 24, 7-8).“

[Ev. Bd. 3, Kap. 179, 2-5]

 

Zeugnis des klugen, welterfahrenen Römers Agrikola über Jesus: „Wahrlich, Du bist ein Gott! Denn wärest Du nur ein Mensch, nimmer könntest Du so weise reden! Du redest über die Geheimnisse des Lebens nicht wie ein gewöhnlicher, vernünftiger Mensch über ein kunst- und prachtvolles Gebäude, sondern Du redest wie ein Baumeister, der das Gebäude von Grund aus selbst gebaut hat. Und darum heißt es, sich bei Deinen Reden wohl zusammennehmen und sie ordentlich von Punkt zu Punkt fassen und begreifen, wenn man daraus für sein Leben den wahren Nutzen ziehen will.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 205, 1]

 

Der römische Oberstatthalter Cyrenius zeugt im hohen Alter von der wunderbaren Geburt des göttlichen Heilandes Jesus, von der Errettung des himmlischen Kindes vor der Verfolgung des Königs Herodes und bekennt, daß er, Cyrenius, nun sein greises Haupt in tiefster Ehrfurcht und Liebe vor der in Jesus wohnenden Gottheit beuge.

[Ev. Bd. 5, Kap. 149, 1-6]

 

*   *   *

 

 

 

 

03. Das göttliche Schöpfungswerk

 

 

03.01. Grund und Zweck der Schöpfung

Der Herr: „Um das unendliche, vollkommenste, freieste Leben Gottes zu begreifen, denket euch einen unendlichen Raum, in dem sich ein Mittelpunkt befindet, von welchem nach allen Seiten endlose Strahlen auslaufen, deren Anfang zwar der Mittelpunkt, aber deren Ende ewig nirgends anzutreffen ist. — In diesem Zentrum ist alle lebende Kraft der ganzen Unendlichkeit vereinigt und geht von diesem Zentrum wieder in die ganze Unendlichkeit hinaus. Damit aber diese lebende Kraft sich nicht zu sehr in das Unendliche zerstreue und dadurch in sich selbst schwächer werde, so hat sie sich durch die ganze Endlosigkeit des ewigen Raumes endlos viele Lebenssammelpunkte geschaffen, in welchen sich das Leben gewisserart selbst auffängt und sodann zurückkehrt zu seinem urewigen Zentralsitz.“

[Fl., Kap. 7, 5-6]

 

Der Herr: „Ich streue das Leben in den kleinsten Partikeln aus Mir hinaus in die endlosen Gebiete Meines allwaltenden Seins, um aus jedem dieser kleinsten Lebenspartikel ein höchst potenziertes Leben zurückzubekommen. Außer Mir gibt es nirgends ein Leben, und daher auch bin Ich ewig die Nährquelle für alles Leben!“

[GS. Bd. 2, Kap. 126, 19-20]

 

Auf die Frage der Ghemela, der himmlisch-reinen, demütigen Tochter des Erzvaters Zuriel: ‚Was ist das Leben?‘ belehrt Abedam-Jehova sie und die Kinder der Höhe: „Was das Leben in Mir selbst ist, wäre dir unmöglich zu begreifen; denn wie Ich selbst bin das allereigentlichste Leben ewig und unendlich, wird auch der höchste, tiefstweise Cherub nie zu begreifen imstande sein. — Das Leben aber in dir ist Mein Odem in dir oder aber Mein vollkommenes Ebenbild in jeglichem Menschen. Wie aber Ich Mich befinde im klarsten Bewußtsein des vollkommensten Lebens, ebenso hat auch jedes Geschöpf einen, wenn auch für dich unbegreiflich kleinsten Teil dieses Meines Lebens in sich und ist dadurch völlig lebendig für seinen Bedarf. — Es ist aber alles Leben so beschaffen, daß es sich beständig vermehren kann und wachsen durch Mein unablässiges Einfließen; je ausgewachsener aber das Leben wird, desto vollkommener stellt es sich dann auch immer dar. Aber sich selbst bewußt wird das Leben erst dann, wenn es mit dem Fünklein der Liebe auch ein Fünkchen des Gnadenlichtes aus Gott hinzubekommt; mit diesem Lichte erkennt das gegebene Leben sein Selbstiges und wird frei sich selber bewußt. — Wenn aber dieses sich selbst bewußte Leben auch seines ewigen, heiligen Ursprunges bewußt wird und gibt ihm Dank und Ehre, Liebe und Anbetung und erkennt dessen Willen, dann erst wird es vollkommen frei und ein Kind der ewigen Liebe und des ewigen Lebens.“

[H. Bd. 1, Kap. 185, 19-22]

 

Jesus: „Alles sichtbar Erschaffene ist ein Gedanke Gottes, festgehalten durch den allmächtigen Willen Gottes. Solange ein großer Gedanke Gottes durch den göttlichen Willen festgehalten wird, erscheint er als etwas für sich Bestehendes und ist dadurch gewisserart geschieden von den zahllos vielen anderen Gedanken, damit er sich in sich selbst festige und für immer ein selbständiges Ich werde!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 154, 2-3]

 

Jesus: „Meinst du, daß nur Meine eigene göttliche, unendliche und ewige Lebensvollendung Mir zu etwas frommte und eine Seligkeit abgäbe? Wahrlich nicht! In dem Wachsen Meiner zahllosen unvollendeten Kindlein, in ihrem zunehmenden Erkennen und Vollkommener werden und in ihrer daraus erwachenden Tätigkeit liegt auch Meine eigene höchste Seligkeit. Ihre Freude über eine mühsam errungene, vollendetere Fähigkeit ist auch Meine Freude! Und Meine unendliche Vollkommenheit bekommt erst dann einen unschätzbaren Wert, wenn sie von den noch unmündigen Kindlein mehr und mehr angestrebt wird und sich auch in ihnen wachsend zu erkennen gibt. — Wäre es nicht so, hätte Ich nie eine Welt und irgendein lebendes Wesen auf ihr gestaltet! Das Erschaffen und Gestalten stets freier werdender und selbsttätigerer Wesen war Mir schon von Ewigkeiten her ein unerläßliches Bedürfnis.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 157, 7-9]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola: „Alle materielle Schöpfung ist ein fortwährendes Gericht nach der unwandelbaren Ordnung Meines Willens und Meiner Macht. Dieses Gericht muß sein und bestehen, damit die Seelen der Menschen auf seinem harten Boden die Freiheit und die volle Selbständigkeit des ewigen, unverwüstbaren Lebens sich erkämpfen können!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 12,4]

 

Der Herr: „Darum ist die Erde erschaffen worden, daß sie trage in ihren Eingeweiden ein gefallenes Geschlecht der Geister zur endlichen Wiedererstehung in ein freies, ewiges Leben in und aus Mir!“

[Hi. 1, S. 135, 13]

Jesus: „Gott war von Ewigkeit ein reinster, vollkommenster Geist und kann daher nichts anderes wollen, als daß mit der Zeit Seine Geschöpfe auf den vom Schöpfer vorgesehenen Wegen das werden, was Er selbst ist, — nur mit dem Unterschiede, daß sie vor ihrem materiellen Dasein Gedanken und Ideen des Schöpfers waren, die Er mit der Zeit durch die Macht Seines Willens aus sich, als für sich bestehend, hinausstellte.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 171, 8]

 

Der Herr: „Seht, was Ich eines einzigen hochmütigen Engels wegen tue! — Ich sage euch, es wäre nie eine Erde, noch eine Sonne, noch irgendetwas Materielles erschaffen worden, wäre dieser Einzige (Luzifer) demütig geblieben! Allein aus Liebe füllte Ich, die ewige Liebe, die Unendlichkeit mit Sonnen und Welten, um auch den kleinsten Teil dieses Gefallenen noch retten zu können.“

[Hi. 1, S. 66, 25]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Gott selbst ist in Seinem Zentrum der ewige Urgeist und der ewige Urmensch und erfüllt die ewig aus Ihm her vorgehende Unendlichkeit mit Seinen großen Gedanken und Ideen, die, von Seiner Liebe erfüllt, zu einem Ihm gleichen Lebensfeuer, durch Seine Weisheit zu geordneten Formen und durch Seinen Willen zu von einander abgesonderten und wie für sich bestehenden Wesen werden, in welche die Fähigkeit gelegt wird, sich selbst als solche ewig fortzupflanzen, fortzubilden und auf der Stufenleiter der ewigen Ordnung Gottes sich mit der Zeit zu einen und zur Gottähnlichkeit emporzusteigen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 72,9]

 

03.02. Die geistige Urschöpfung

Jesus: „Die urerschaffenen Wesen wurden von Gott völlig nach Seinem Ebenmaß gestaltet, und es ward ihnen darum auch die Fähigkeit zueigen, sich selbst zu konsolidieren aus dem Kampfe der in ihnen aus Gott niedergelegten streitenden Gegensätze. — Jedem Wesen ward Ruhe und Bewegung, Trägheit und Tätigkeitssinn, Finsternis und Licht, Liebe und Zorn, Heftigkeit und Sanftmut zu eigen gegeben; nur war im Maß ein Unterschied.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 5-6]

 

Jesus: „In Gott waren die Gegensätze schon von Ewigkeit her in der höchst besten Ordnung. Bei den geschaffenen Wesen aber mußten sie erst durch den freien Kampf in die rechte Ordnung wie von sich selbst heraus durch die Selbsttätigkeit gelangen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 7]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Du irrst, wenn du meinst, Gott habe den urgeschaffenen Wesen eher die eigene Selbstbildung überlassen, bevor sie die Fähigkeit besaßen, die göttliche Ordnung in sich voll zu erkennen und in aller Tiefe zu erfassen. Da ging viel Unterricht voran, und es vergingen lange Zeiträume zwischen dem Werden der erstgeschaffenen Wesen und der Zeit, in welcher solche Geister ihrer selbsttätigen Bildung anheimgestellt wurden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 230,6]

 

Der Erzengel Raphael: „Nichts gibt es, was nicht aus Gott hervorgegangen wäre. Alles, was von Ewigkeit her den unendlichen Raum erfüllt, ist Sein Gedanke, Seine Idee, Seine Weisheit, Sein Wille! Seine Gedanken in der nie versiegbaren, endlosen Fülle von einer Ewigkeit zur anderen sind die Ursubstanzen und Urstoffe, aus denen alles, was auf Erden und in den Himmeln geschaffen ist, durch die ewige Macht des göttlichen Willens besteht. Und kein Gedanke, keine Idee kann ohne Gottes Willen fortbestehen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 17, 2-3]

 

Jesus: „Alles Sein ward aus dem Ursein, welches in sich selbst der ewige Urgrund seines Seins ist. Dieses Sein stellte sein höchsteigenes Licht, seine urewige Schöpfungsidee aus sich selbst ins feste, beschauliche Dasein. Und nichts gibt es in der ganzen ewigen Unendlichkeit, das nicht aus demselben Urgrunde und auf demselben Wege ins Dasein getreten wäre.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 1, 11]

 

Jesus: „Das Urgrundsein alles Seins, das Licht alles Lichts, der Urgedanke aller Gedanken, die Urform aller Formen kann nicht formlos und nicht tot sein.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 1, 13]

 

Der Herr schildert die gewaltigen Entwicklungsvorgänge im Urwesen der Gottheit, wie sie sich vor Ewigkeiten ereigneten.

[H. Bd. 1, Kap. 5, 2-5]

 

Der Herr: „Es sprach die Liebe in der Gottheit: ‚Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und hinaustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!‘ — Da ging das Wort in die Gottheit über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten Male: ‚Es werde!‘ Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah sich selbst verunendlichfältigt.“

[H. Bd. 1, Kap. 5, 6-7]

 

Der Herr schildert die Hinausstellung der ersterschaffenen Urgeister aus Gott, ihre Bewußtwerdung und ihre innere Führung zur Freiheit durch die erste göttliche Liebesgesetzgebung.

[H. Bd. 1, Kap. 5, 8-13]

 

Jesus erläutert Seinen reiferen Jüngern und Freunden die Belehrung und Erziehung der urgeschaffenen Geister durch ‚Du-sollst-Gebote‘ zur Selbständigkeit und Selbsttätigkeit, durch Versuchungsreize und Androhungen von Übertretungsfolgen.

[Ev. Bd. 2, Kap. 227, 6-9]

 

Der Herr schildert die Entwicklung und Erziehung der treugebliebenen Urgeister zu Gottesfurcht, Gehorsam, Gottesliebe, Demut und zum Leben in der Freiheit.

[H. Bd. 1, Kap. 5, 15-18]

 

Ein hoher Engel zu dem großen Urgeist Satana: Dein Sein ist wohl der irdischen Zeit nach ein sehr langes — aber kein ewiges. Vom Anfange her ist es nicht. Gott allein ist ewig. Alles andere aber hat aus Ihm heraus einen Anfang genommen. Wir zahllosen Wesen alle aus Ihm werden nun wohl ewig fortdauern, aber von Anfang an wie Gott bestehen wir nicht.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 184, 5]

 

03.03. Vom Wesen und Werdegang der Engel Gottes

Der Erzengel Raphael zu indischen Magiern, die ihn seiner Wundermacht wegen für Gott halten: „Was bin ich gegen Gott? Was ich wirke, vermag ich nur durch den Geist Gottes, der mein Innerstes erfüllt, weil es voll ist von der Liebe zu Gott und voll des Willens Gottes. In mir ist nur ein Fünklein des Geistes Gottes, aber dieses steht im Verbande mit dem ewig unendlichen Geiste Gottes. Und was dieser Geist Gottes will, das will mit Ihm auch das engverbundene Fünklein in mir, und so geschieht das im Augenblick, was in mir Gottes Geist will!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 103, 2-3]

 

Der Erzengel Raphael zu dem über die Macht des Engels fassungslosen Römer Agrikola: „Wir Engel sind durch unsere Liebe zu Gott auch völlig in Seiner uns ertragbaren Weisheit und Macht, und so ist Gottes Liebe auch unsere Liebe, Seine Weisheit unsere Weisheit, Sein Wille unser Wille und Seine Macht unsere Macht. — Aber dennoch gibt es in Gott noch unergründliche Tiefen, die kein erschaffener Geist je ergründen wird; und könnte er das, so wäre er nicht selig, weil er dann aus Gott keine steigende Seligkeit mehr zu erwarten hätte!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 68, 8]

 

Der Erzengel Raphael: „Ich bin ein Gefäß und nicht nur eine Ausstrahlung des göttlichen Willens. Ich fühle gar wohl, was ich will, und was dann der Herr will. Ich nehme aber des Herrn Willen schneller und bestimmter wahr als ihr Menschen und unterordne dem Willen des Herrn ganz und gar den meinen; aber dessen ungeachtet habe ich einen ganz freien Willen und könnte genauso wie ein Mensch wider den Willen des Herrn handeln. Aber das geschieht nimmer, weil ich so viel Weisheit besitze, daß ich als Selbstlicht aus dem göttlichen Urlichte zu sehr die ewige, unwandelbare Gerechtigkeit des göttlichen Willens als das höchste Lebensgut aller Engel, Menschen und Welten erkenne und darum nach meiner eigenen Entscheidung nur Gottes Willen tue!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 244, 6-7]

 

Der Erzengel Raphael zu einem heidnischen Händler, der ihn für einen Gott hält: „Ich bin kein Gott, sondern durch die Gnade Gottes nur Sein Diener. Ich vermag aus mir selbst ebensowenig wie du; aber wenn der allmächtige Wille Gottes mich durchdringt, dann vermag ich alles.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 5, 3-4]

 

Dem römischen Statthalter Cyrenius, der keinen Unterschied zwischen der Macht Gottes und der Macht der Engel zu erkennen glaubt, erklärt Joseph: „0 Freund, da besteht ein endlos großer Unterschied! Siehe, der Herr tut ewig alles aus sich selbst, Seine Diener aber vermögen solches aus dem Herrn nur dann zu tun, wann Er es haben will! Sonst aber vermögen sie aus sich so wenig wie ich und du, und alle ihre eigene Kraft vermag nicht ein Sonnenstäubchen zu zermalmen!“

[Jug. Kap. 118, 7-9]

 

Der Erzengel Raphael zu einem römischen Oberstadtrichter: „Was ein Geist aus dem Willen des Herrn in sich denkt und will, daß es da sei, das ist auch schon da. Aber das Denken eines reinen Engelsgeistes ist ein bei weitem anderes als das eines Menschen. Der Mensch kann sich nur die äußeren Formen denken und vorstellen, aber was die Formen inwendig vom Kleinsten bis zum Größten enthalten, und wie sie gebaut sein müssen, um lebensfähig zu werden, das kann sich kein Mensch denken und darauf seinen Willen richten, daß durch ihn die Formen belebt und tätig würden. Das aber kann ein vollkommener Engelsgeist und in einem geringeren Grade auch ein weniger vollkommener.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 204, 6-7 und 9]

 

Der Erzengel Raphael belehrt den römischen Hauptmann Pellagius: „Der Herr bedarf unseres Dienens nicht, aber dennoch dienen wir Ihm in aller Liebe darin, daß wir euch Menschen dienen nach Seinem Willen und euch beschützen vor zu argen Nachstellungen der Hölle. — Je mehr wir im Namen des Herrn zu tun bekommen, sowohl auf dieser Erde als auch auf zahllosen anderen Gestirnen, desto seliger sind wir!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 116, 11-12]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien über das Geheimnis des Wunders: „Ich als vollkommener Geist sehe den Stoff, aus dem das reine Gold besteht, in der Luft herumschwimmen und kann ihn von den zahllos vielen anderen Stoffen sehr wohl unterscheiden. Ebenso kann ich durch meinen Willen den in der Luft enthaltenen Goldstoff sogleich auf einen sichtbaren Haufen hier zusammenziehen oder ihn in eine beliebige Form, etwa ein Trinkgefäß, zusammenfügen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 16, 1]

 

Ein Erzengel belehrt Jarah, eine Jüngerin Jesu, über die keinem materiellen Körper mögliche Augen blicksschnelligkeit eines vollendeten Geistes: „Siehe, das kann ich und jeder Geist meiner Art, weil für uns in der ganzen Unendlichkeit kein allergeringstes Hindernis vorhanden ist; die Materie aber findet allerlei Hindernisse selbst im freiesten Ätherraume und kann daher eines Geistes Schnelle nie erreichen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 141, 8-15]

 

Der Dorfvorsteher Barnabe fragt: „In der Schrift las ich oftmals von Engeln Gottes, die da reinste Geister sein sollen. Sind das jene Geister, die sich mit unseren Seelen vereinen sollen, um sie dadurch gottähnlich zu machen?“ — Darauf Jesus: „Zu einem sehr geringen Teile dann und wann ja, wenn Meine Ordnung sie aus ganz besonderen Gründen dazu bestimmt. — Was aber zu öfteren Malen geschieht und hinfür noch öfter geschehen wird, das besteht darin, daß viele Engel den Weg des Fleisches durchmachen werden, wie Ich selbst ihn nun durchmache, auf daß sie Gottes wahre Kinder werden können. Aber da werden sie sich selbst eine rechte, noch nie in einem Fleische gewesene Seele erwählen und sie in ein Fleisch irgendeiner reinen Mutter geben, und sie werden dann sorgen für das Weitergedeihen und für eine gute Lebensbildung nach ihrem Lichte und nach ihrer Kraft, auf daß eine solche Seele erstarke für die ewige Einigung mit ihnen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 267, 7-9]

 

Der Erzengel Raphael zeugt von sich: „Ich bin nichts mehr und nichts weniger als ein Mensch (Der erste Hohepriester der Urkirche, Henoch), der einst von einem Weibe in die Welt geboren wurde, aber nicht gestorben ist und auch nie sterben, sondern ewig fortleben wird, weil er als reiner Geist ein Herr seines Lebens geworden ist, — was aber auch ihr alle werden könnet, wenn ihr nach der Lehre des Herrn lebt und handelt.“

[Ev. Bd. 8, Kap 146,9]

 

Jesus: „Wenn ein Urerzengel gleich Mir den Weg Fleisches wird durchgemacht haben, dann wird er mehr zu fassen imstande sein als zuvor — aber alles in der ganzen, ewig nie endenden Unendlichkeit niemals!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 2]

 

Der Erzengel Raphael erklärt sein Wesen und seine Entwicklungsmöglichkeit vom geschöpflichen Diener und Engel des Herrn bis zum Gotteskind. „Unbegreifbar lange früher, als je eine Welt im endlosen Raume zu schweben begann, war ich schon ein vollendeter Diener des höchsten Geistes Gottes. Das bin ich noch und werde es auch für ewig bleiben, wenn auch etwas verändert nach dem Maße des Herrn, nach dem nun wohl alle noch so vollendeten Geister streben werden.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 81, 8]

 

Jesus: „Der Erzengel Raphael zeigt sich verhüllt vor euch. Würdest du ihn in seiner himmlischen Glorie und Schönheit erschauen, so würde dieser Anblick deinen Leib augenblicklich töten und deine Seele auf langehin betäuben. Es ist darum sein inneres Wesen mit einer Art körperlichen Umkleidung verhüllt, auf daß die, mit denen er umgeht und verhandelt in Meinem Namen, seine persönliche Gegenwart ertragen können.“ [Ev. Bd. 8, Kap. 106, 15]

 

Der Erzengel Raphael belehrt einen griechischen Arzt über seine (des Engels) körperliche Wesenhaftigkeit: „Fühle mich an, und du wirst einen Menschen mit Fleisch und Blut gewahren, solange ich das will; will ich aber alles wieder ins Reingeistige verwandeln, so wirst du mich zwar noch ebenso sehen wie nun, doch nicht mit deinen Fleischesaugen, sondern mit den Augen deiner Seele, die ich dir öffnen kann, wann und auf wie lange ich das will!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 174,12]

 

Der römische Oberstatthalter Cyrenius beschreibt die sichtbare Gestalt und Schönheit des Erzengels Raphael: „Ja, ja, das ist alles Natur und im Ernst Materie! Er hat alle Glieder und dieselbe Form wie unsereins, nur ist alles edler und um sehr vieles schöner, und die Anmut seines Gesichtes ist unübertrefflich herrlich! Es ist ein durchaus männlich-schönes, strahlendes Antlitz.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 218, 4]

 

Der Erzengel Raphael: „Bei uns zahllosen urgeschaffenen Geistern ist nur das männlich-positive Wesen völlig ausnahmslos waltend, aber es ist dennoch in jedem von uns auch das weiblich-negative Prinzip vollkommen gegenwärtig. Und so stellt ein jeder Engel in sich die vollkommenste Ehe der Himmel Gottes dar. Wir können uns nach unserem Ermessen in der männlichen oder in der weiblichen Form zeigen, und zwar in einer und derselben geistigen Haut.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 156, 12]

 

Auf die Frage eines Herbergswirtes, ob er auch für den Erzengel Raphael ein Gedeck auflegen solle, erwidert Jesus: „Allerdings; denn nun ist auch er für diese Zeit mit einem Leibe umhüllt, welcher der Luft dieser Erde entnommen ist, und bedarf ebensogut einer irdischen Stärkung wie Ich, der Herr, selbst. Die aufgenommene Speise wird in ihm freilich auf eine ganz andere Weise verwandelt wie bei einem natürlichen Menschen. Er wird sonach mit uns Speise und Trank zu sich nehmen wie wir, nur bedeutend mehr als wir, worauf du dich im voraus gefaßt machen mußt. Nun laß sogleich Brot und Wein auf den Tisch setzen und später erst die Fische und ein wohlzubereitetes gebratenes Lamm!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 205, 2-3]

 

Bei einem Gastmahl beobachtet ein weiser Samariter die auffallend reichliche Speiseaufnahme dreier sichtbarer Erzengel am Tische Jesu und berichtet darüber seinen Gefährten: „Ich sah, wie jede Speise, welche von den dreien zum Munde geführt wurde, sich schon vor dem Munde derart auflöste und verflüchtigte, daß von ihr auch nicht ein kleinster Brosamen in den Mund der drei Jünglinge kam. Und ich vermute, daß diese drei außerordentlichen Geistmenschen durch ihre Macht die materielle Leibesspeise vorher in ihr geistiges Element verkehren und solches dann erst in sich aufnehmen und es mit ihrer Wesenheit vereinen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 128, 8-9]

 

Der Erzengel Raphael sagt lächelnd: „Siehe, wir Engel haben es (mit den Kleidersorgen) leichter als ihr Menschen; denn wir tragen unseren reichlichst bestellten Kleiderschrank in unserem Willen: was wir antun wollen, mit dem sind wir dann auch alsbald bekleidet. — Würdest du mich aber sehen in meinem Lichtgewande, dann würdest du erblinden, und dein Fleisch würde sich auflösen vor mir; denn gegen das Leuchten meines Kleides ist das Leuchten der irdischen Sonne die barste Finsternis!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 156, 10]

 

Der Erzengel Raphael lächelt und lacht sogar über die große Begriffsstutzigkeit sich weise dünkender Pharisäer, die den dicht vor ihnen stehenden Heiland aus Nazareth nicht erkennen.

[Ev. Bd. 3, Kap. 56, 13-16]

 

Der Erzengel Raphael: „Wir Engel sind nicht schmerzunfähig; wir leiden schwer, wenn die Menschen unsere Fürsorge verachten und mit Füßen treten.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 130, 9-10]

 

Der Erzengel Raphael holt mit unvorstellbarer Schnelligkeit aus Rom eine goldene Kapsel mit Inhalt herbei und erklärt einem römischen Oberstadtrichter diese Fähigkeit vollkommener Engelsgeister.

[Ev. Bd. 10, Kap. 202, 1-8]

 

Der Erzengel Raphael beschreibt die Wirkung des Engelgesanges auf die Menschen und gibt davon eine Probe in einem einzigen erschütternden Tone. Dieser Ton beginnt pianissimo beim eingestrichenen As, erhebt sich im Quartsextakkord, von der kleinen in die eingestrichene Oktave reichend, mit Wiederholung der Oktave zu allerhöchster Kraft wie von vielen Posaunen, um dann im eingestrichenen As pianissimo auszuklingen. Die Zuhörer sind davon zutiefst erschüttert.

[Ev. Bd. 4, Kap. 21, 19 und Kap. 22, 5-13]

 

Abedam-Jehova enthüllt dem tiefdemütigen Sehel dessen hohe geistige Wesenheit als einer der erst erschaffenen Urerzengel (Michael).

[H. Bd. 2, Kap. 61, 24-29]

 

Der Herr zu dem ersten Hohenpriester der Urzeit Henoch: „Dem Sehel (Michael) auf der Höhe sage, er solle nun wieder kommen zu Mir; denn Ich habe seiner vonnöten! Und sage ihm ferner, er solle ein Schwert nehmen und damit einhergehen wie ein zum beständigen Kampfe gerüsteter, oberster Fürst aller Engel des Himmels!“

[H. Bd. 2, Kap. 240, 13]

 

Der Herr verklärt in der Urzeit den gottergebenen Sehel (Verkörperung des Erzengels Michael) und weiht ihn zu seinem großen himmlischen Amt: „Sehel, sieh, Meine großen Acker sind bestellt, der Same ist in die Furchen gelegt; nun braucht er der guten Pflege, damit er aufgehe und reife zur ewig lebendigen Frucht. Daher berufe Ich dich nun zurück (von der Erde) und gebe dir eine große Macht, zu wirken im endlosen Weltenraume nach Meinem Willen. Hier ist das Schwert Meiner Macht und dort der Feind Meiner Liebe, ergreife es, gehe hin und kämpfe allzeit gegen den Drachen!“ Hier verschwand plötzlich der Sehel und ward fürder nicht mehr gesehen.

[H. Bd. 2, Kap. 280, 32-35]

 

Zwei dienende Engel über ihr eigenes Wesen: „Gottes Wille ist unser Sein und unsere Kraft. Aus uns selbst vermögen wir nichts; so Er aber will, da nehmen wir Seinen Willen in uns auf und vermögen dann alles durch Ihn. Unsere Schönheit aber, die nun dein Auge blendet, entspringt, unserer Liebe zu Ihm.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 38, 1]

 

Ein Engel überzeugt den Römer Agrikola handgreiflich von der Wirklichkeit der Himmelswesen, sowie von ihrer unüberwindlichen Kraft und löst vor seinen Augen einen Stein in seine geistigen Urelemente auf.

[Ev. Bd. 6, Kap. 189, 8-14, 16-17]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Wir (Weisheits-) Engel sind als Geschöpfe aus Gottes Weisheit hervorgegangen; darum müssen wir erst aus unserer großen Weisheit die Liebe zu Gott in uns selbst schaffen, was um ein kaum Begreifliches schwerer ist, als aus Liebe zu Gott die höchste Weisheit und Macht in sich zu finden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190,4]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Eure Lebensaufgabe auf Erden ist, Weisheit aus der Liebe zu suchen und zu entwickeln, und unsere Aufgabe ist es, aus der Weisheit die Liebe Gottes zu suchen und zu entwickeln. — Der nie beschreibbar große Unterschied zwischen euch und uns besteht darin, daß ihr Menschen dieser Erde Gott gleich (ebenbürtig?) werden könnet, wir aber nie, — außer, wir nehmen das Fleisch dieser Erde an, wozu wir aber bis jetzt wahrlich keine große Lust verspüren; denn wir alle sind mit unserm Lose mehr als zufrieden und leisten auf ein besseres gern Verzicht. Wer ein vollkommenes Kind Gottes werden kann, der ist freilich endlos glücklich, aber wir bedürfen eines höheren Loses nicht!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 12-14]

 

Innigster Dank der Erzengel am Tische des Herrn im Hause Josephs und ihre Bitte: „Wahrlich, Ewigkeiten sind unter unseren Blicken vergangen, voll der höchsten Wonne; aber alle die wonnevollsten Ewigkeiten sind aufgewogen durch diesen Augenblick, in dem wir am Tische des Herrn speisen, ja am Tische Seiner Kinder, unter denen Er ist in aller Seiner Fülle! 0 Herr, laß auch uns zu Deinen Kindern werden!“

[Jug., Kap. 113, 20-21]

 

Jesus zu dem Tempelobersten Nikodemus, der sich im Hinblick auf sinnbildliche Darstellungen in den Heiligen Büchern die Engel beflügelt vorstellt: „In Wirklichkeit hat kein Engel Gottes je Flügel gehabt. Die Flügel in den Bildern der alten Propheten bedeuten nur den hohen Grad der Weisheit und Kraft alles Reingeistigen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 56, 6-8]

 

03.04. Luzifers Herrlichkeit und Sturz

Jesus: „Am Ende der unmeßbar langen Bildungsperiode der Urgeister gab es eine noch übergroße Menge solcher Art Wesen, die, obschon sie die rechten Bildungswege Gottes wohl begriffen, von einem freien Verhalten auf diesen Wegen dennoch nichts wissen wollten, sondern des schneller folgenden, wennschon nur kurz dauernden Vorteils wegen, von dem gebotenen und wohlgezeigten Ordnungswege Gottes abwichen und den Weg ihres Verderbens betraten.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 4]

 

Der Herr: „Luzifer oder Lichtträger war Satans ursprünglicher, eigenschaftlicher Name. ‚Satana‘ bedeutet soviel wie ‚Gegenpol der Gottheit‘. Als Satana war dieser Geist von Gott aus so gestellt, wie das Weib gestellt ist gegen den Mann. Die Gottheit hätte in sein Wesen Ihre ewigen Ideen ohne Zahl hineingezeugt, daß sie reif geworden wären in seinem gesammelten Lichte, und es wäre dadurch eine Wesenschöpfung in höchster Klarheit hervorgegangen.“

[Ed. Kap. 56, 2]

 

Der Herr zu einem Vater der Höhe: „Dieser Geist (Satana) ist von Mir aus keinem anderen Grunde her vorgerufen worden, als aus welchem du hervorgerufen wurdest, nämlich: Mich als den alleinigen Gott, Schöpfer, Herrn und allerliebevollsten Vater zu erkennen, Mich zu lieben und Mir dann ewig in aller Liebe lebendig zu dienen!“

[H. Bd. 3, Kap. 26, 14-16]

 

Der Herr: „Die ersterschaffenen Geister erkannten sich in ihrer großen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit. Und der Oberste der ersten drei, gleich dem Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, sich der Gottheit völlig zu bemächtigen. Durch ihn erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe Ihres Zornes.“

[H. Bd. 1, Kap. 5, 14]

 

Jesus: „Satan ist eine große Persönlichkeit, die alle anderen Kräfte in ihrer Wesenheit vereinen wollte und dadurch in der Ordnung Gottes tatunfähig geworden ist in sich selbst.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 12]

 

Jesus: „Der Hauptgeist des Lichts, dem zahlreiche andere Lichtgeister innewohnten, jeder davon mit zahllos vielen Intelligenzen reichst versehen, sprach bei sich: ‚Was bedarf es da noch weiteres? In mir liegen alle Eigenschaften wie in Gott, und Gott hat alle Seine Kraft in mich gelegt. Nun bin ich stark und mächtig über alles. Gott hat alles, was Er hatte, hergegeben, und ich habe alles genommen. Da ich nun alles habe, wollen wir jetzt sehen, ob der durch die Übertretung des gegebenen Gebotes erreichte Vorteil wirklich nur von einer kurzen Dauer sein wird. Wir meinen: Mit unserer nunmaligen Allmacht werden wir die Dauer des kurz währensollenden Vorteils wohl auf Ewigkeiten hinaus zu verlängern vermögen. Wer wird uns daran hindern können? Außer uns trägt der endlose Raum keine höhere Macht und Intelligenz mehr, als da ist die unsrige; wer sollte uns dann den Vorteil streitig machen?‘ — Sehet, so dachte und sprach der erste Lichtgeist zu sich selbst und zu seiner ihm unterstehenden Sondergeisterschar.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 5-6]

 

Jesus: „Die Folge von Luzifers Machtwahn war die Selbstgefangennehmung in seiner Trägheit im gottverordneten Verhalten (im trägen Widerstreben der göttlichen Ordnung), darin er sich immer mehr verdichtete, und wiederum die Folge davon war die Erschaffung der Materiewelt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 6]

 

Des ersterschaffenen Urengels Luzifer große Rede aus dem Munde Adams über seinen Fall, seine Reue und seine ursprüngliche Menschwerdung in Adam.

[H. Bd. 1, Kap. 40, 1-19]

 

Luzifer beschreibt durch den Mund Adams die Erschaffung des ersten Menschen und die Einzeugung seines (Luzifers) gefallenen, aber reuigen Geistes in die Leibesform des ersten Menschen.

[H. Bd. 1, Kap. 40]

 

Der Herr: „Die ganze gefestete Erde und alle anderen zahllosen Weltkörper sind gestaltet aus der einen Seele Satans, welche in diesen Weltkörpern in zahllose Kompendien geteilt wurde. Die Seele ist teilbar und somit auch die Urseele des erstgeschaffenen Urgeistes; aus dieser einen Seele wird nun fortwährend eine zahllose Menge neuer Seelen gewonnen.“

[Ed. Kap. 53, 9, 19-20]

 

Der Herr: „Die ganze sichtbare Schöpfung samt den Menschen besteht nur aus Partikeln des großen, gefallenen und in die Materie gebannten Geistes Luzifer und seines Anhanges.“

[Hi. 2, S. 1, 2]

 

Lazarus von Bethanien erwähnt dem Erzengel Raphael gegenüber ein altes Buch, die ‚Kriege Jehovas‘ genannt, und schildert den darin beschriebenen Abfall Luzifers und seiner Engel.

[Ev. Bd. 7, Kap. 17, 12-14]

 

Jesus: „So wie nun die Menschen durch Eigenliebe, Selbstsucht, Hochmut und Herrschsucht derart aller Materie voll werden, daß sie oft in tausend Jahren sich nicht völlig davon befreien können — ebenso gab es dereinst urgeschaffene Geister, die durch den ihnen verliehenen Reiz zu sehr eigenliebig, hochmütig und herrschsüchtig wurden; die Folge davon war, daß sie sich in die härteste Materie verwandelten.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 1]

 

Der Evangelist Johannes: „Die naturmäßig bewohnbaren Welten sind für euer Auge chaotische Zusammenballungen von Seelen, welche in der Urzeit der Zeiten als ordnungsmäßige Gefäße der Geister aus Gott bei dem Falle des einen großen Gemeingeistes (Luzifer) notwendigerweise mitfallen mußten. Aus diesen Seelen oder Geistergefäßen sind dann erst durch die erbarmende und endlose Willensmacht des Herrn die Welten, wie sie sind, geschaffen worden und sind nun darum da, daß diese Seelen mit ihren Geistern nach einer weise vorgezeichneten Stufenfolge wieder vereint werden sollen!“

[GS. Bd. 2, Kap. 66, 5]

 

Henoch, der erste Hohepriester der Urzeit, zu dem in Drachengestalt erscheinenden Luzifer-Satan: „Wie kommt es denn, daß der Herr die ganze sichtbare Schöpfung allein deinetwegen hervorrief, um durch die harte Probe des materiellen Todes dich wieder zur völligen Umkehr zu bewegen, und du dennoch nicht zum Vater zurückkehren willst und der Vater nun genötigt ist durch Seine endlose Liebe, deine ganze Lebenskraft in ein zahlloses spezielles Leben der Menschen auf dieser Erde — wie auf den zahllosen anderen Weltkörpern — zu zerteilen und dich auf diese Art deines Eigensinnes zu entledigen und dich auch in uns Menschen geteilt wieder zurückzuführen, weil du ungeteilt dich dazu wohl ewig nimmer entschließen würdest!?“

[H. Bd. 2, Kap. 274, 5]

 

Jesus zu einer lichtbegierigen Seele im Jenseits: „Die Folge von Luzifers Abfall war die materielle Schöpfung aller Welten, welche da ist ein notwendiges Gericht. — Luzifer selbst kann wohl noch lange bleiben, was er ist, aber die zahllosen Keime der Menschen werden ihm genommen — auf dem freilich harten Wege durch die Materie. Diese Keime aber gehen aus seinem gesamten Wesen hervor, bald aus seinem Haupte, bald aus seinem Halse, aus seiner Brust usf. — Und siehe, je nachdem die Menschen aus dem einen oder anderen Teile des gefallenen Satans hervorgehen, so müssen sie auch entsprechend behandelt und geführt werden, um die Stufe der wahren Vollendung zu erreichen.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 153, 5]

 

Der Herr: „Es gibt in der ganzen Heiligen Schrift keinen Vers und kein Kapitel, das da Größeres in sich fassen möchte als das Gleichnis vom ‚verlorenen Sohn‘. — Sehet, er heißet ‚Luzifer‘! — In diesem Namen steckt das gesamte Kompendium des verlorenen Sohnes. Nun denket euch, daß beinahe die gesamte gegenwärtige Menschheit nichts als Glieder dieses einen ‚verlorenen Sohnes‘ sind!“

[Hi. 1, S. 306, 1, 9, 10]

 

Der einstige Bischof Martin zu Satan: „Ich glaube fest, daß an deinem Elend niemand schuld ist als du ganz allein! Wolltest du in diesem Augenblicke dich zum Herrn wenden und als ein wahrhaft verlorener Sohn zurückkehren in den Schoß deines heiligen, ewigen Vaters, — fürwahr, auf ewig will ich an deiner Statt das elendeste Wesen der Unendlichkeit sein, so Er dir nicht augenblicklich liebeerfüllt mit offenen Armen entgegenkäme und dich unter der größten Festlichkeit aller Himmel als Seinen liebsten Sohn aufnähme!“

[BM., Kap. 192, 6]

 

Der Herr zu Luzifer, der in der Qual seiner selbstverschuldeten Gottesferne um Vernichtung bittet: „Höre! Nicht vernichten will Ich dich, sondern erhalten und zurückführen auf fremden Wegen dahin, von wo du voll sündiger Hoffart ausgegangen bist!“

[H. Bd. 1, Kap. 40, 7]

 

Der Herr: „Der Wohnsitz des Zentralgeistes Luzifers befindet sich im Mittelpunkt eurer Erde, wo er durch Gottes Urmacht gebannt ist; denn der Willenshauch des Allerbösesten ist so unbeschreiblich schrecklich, daß ihr Menschen euch davon nimmer einen Begriff machen könnt.“

[Ed., Kap. 55, 10-11]

 

Der Herr: „In dem endlos tiefen Zeiten- und Ewigkeiten-Raume wurden nach der Zahl 3 und 7 in der endlosen Zahlenfülle Geister, Mir ähnlich, von Mir ins freie Dasein gerufen. — Eine Unzahl hat sich durch den Mißbrauch ihrer Freiheit von Mir getrennt; aber auch eine Unzahl hat sich mit Mir auf ewig vereinigt. — Was sollte denn mit der getrennten Unzahl werden? Sollte sie für ewig zugrunde gehen oder zu Mir zurück geführt werden? Siehe, das war sogar für Mich, den allmächtigen und höchst weisen Schöpfer, keine geringe Frage! Denn lasse Ich sie zugrunde gehen, so ist auch in Mir der Tod zu Hause. Führe Ich sie aber zurück, dann ist die unantastbare Heiligkeit Meiner urewigen Ordnung gefährdet. — Worin aber bestand die Lösung dieser großen Frage? — Die Liebe, als das alleinige Leben in Gott, mußte sich gewisserart trennen, die Unzahl der getrennten Geister ergreifen, sie binden mit ihrer Macht und aus ihnen gestalten zahllose Weltenmassen aller endlosen Arten, je nach der Beschaffenheit der Geister, die darin eingefangen wurden.“

Hi. Bd. 2, S. 135, 4-7

Ev. Bd. 2, Kap. 227

Ev. Bd. 11, Kap. 17, 6 ff./ 16, 1 ff.

BM. Kap. 192, 8-10

 

03.05. Luzifer-Satan, der große Widersacher

Der Herr: „Was alles habe ich getan, um dieses Wesen Luzifer (Satan) zu retten und es der endlichen Vollendung zuzuführen; allein es will Mir dies Werk nicht gelingen! — Ja, Ich habe an diesem Wesen einen Fehler begangen, da Ich es zu vollkommen geschaffen habe, um es nach der Vollendung so endlos glücklich zu machen, als es nur immer in Meiner ewigen Allmacht, Weisheit, Güte, Liebe und Erbarmung steht! Allein dieses nicht einmal zu einer Viertelreife gediehene Wesen setzt sich gerade jetzt in den allerwichtigsten und heikelsten Augenblicken seiner Ausbildung so sehr gegen Meine alles leitende Ordnung, daß Ich im Ernste traurig werden muß über solchen Starrsinn! Und da Ich Satana dennoch nicht auflösen kann zufolge Meiner ewigen Liebe und Erbarmung, so sehe Ich mich genötigt, einen endlos langen Prozeß einzuleiten, um dadurch nach und nach diesen Starrsinn zu schwächen und Mir auf der anderen Seite zu bilden eine ganz neue Kreatur aus Meinen Kindlein nach Meinem Herzen!“

[H. Bd. 3, Kap. 22, 18-22]

 

Jesus, der Herr, zu dem auf seinen trotzigen Willen pochenden Satan in der geistigen Welt: „Weißt du denn, ob es nicht Mein geheimer Wille ist, daß du so sein mußt, wie du bist?! Weißt du es, ob Ich dich nicht schon von Urbeginn zum Fall bestimmt habe?! Kann das Werk wohl je dem Werkmeister vorschreiben, wie und wozu er es gestalten solle? — Ein Erzgießer fertigt aus einer feuerfesten Masse seine großen Schmelztiegel, diese kommen in ein mächtig Feuer, und in ihnen kocht dann das harte Erz; und wenn es genug zerkocht ist, dann fließt es wie Wasser in verschiedene brauchbare Formen. Ist das Erz in Formen gegossen, dann werden diese abgekühlt und erleiden keine Glut mehr; aber der Tiegel bleibt in der Glut, damit anderes Erz in ihm geschmolzen werde, und wird nicht eher abgekühlt, als bis er unbrauchbar geworden ist; dann wird er verworfen für immer als nicht mehr brauchbare, ausgebrannte Materie.

Bin Ich nicht ein Werkmeister aller Werke?! Wenn Ich Mir Werkzeuge schaffe, wie Ich sie brauche und haben will, — sage, kannst du Mir trotzen, weil du so bist, wie du bist, und nicht anders sein kannst als so nur, wie Ich es will?! — Ich aber bin kein harter Erzgießer, sondern ein Meister voll Liebe, so daß Ich sogar Meine Tiegel aus ihrer langen Glut ziehe, wenn sie es wünschen und in die Ordnung Meiner freien Werke übergehen wollen; wollen sie das aber nicht, und macht es ihnen mehr Freude, Meine ewigen Schmelztiegel zu verbleiben, so ist es Mir auch recht, — denn da brauche Ich Mir keine neuen zu schaffen! Bleiben sie aber Tiegel, so sind sie, wie sie sein müssen, und unmöglich, wie sie sein wollen; denn ein Werkzeug kann nicht anders sein, als wie Ich es gestalte und haben will!“

[BM. Kap. 119, 10-13]

 

Der Herr in der geistigen Welt zu dem in seinem Trotz beharrenden gefallenen Engel Luzifer: „So wenig ein Topf zum Töpfer sagen kann: ‚Ich bin, wie ich sein will!‘, während ihn doch der Töpfer gestaltet, ebenso wenig kannst du zu Mir sagen, daß du seiest, wie du wollest, — während du doch nur sein mußt, wie Ich es will! Nur gebe Ich, als selbst die ewige Liebe, dir nebst diesem deinem Gericht soviel lebendige Freiheit, derzufolge du deinen qualvollsten Zustand fühlen, begreifen und ändern kannst, wenn du es willst; willst du es aber nicht, so bleibe, wie und was du bist, — nicht aber, weil du es so willst, sondern weil Ich es also will! — Willst du aber dein Los verbessern, so werde Ich an deine Stelle ein anderes, Mir in deiner Art dienliches Werkzeug setzen!“

[BM. Kap. 119, 14-15]

 

Des Herrn gewaltige Zurechtweisung Luzifer-Satans: „Als du eigenmächtig und böswillig Mich flohst Ewigkeiten hindurch und kamst in das unantastbare Gebiet der unendlichen Heiligkeit Gottes, darinnen du für alle Ewigkeiten vernichtet worden wärest, wer streckte da Seinen mächtigen Arm aus, ergriff dich mit aller Liebe und setzte dich hierher (auf diese Erde) und wollte dich sich völlig gleichmachen?! — Aber deine Hoffart verschmähte immerdar des ewigen, allmächtigen, unendlich heiligen Gottes allerhöchste Liebe!“

[H. Bd. 1, Kap. 115, 11-12]

 

Der Herr: „Luzifer ist ein verworfener Geist, der sich nimmerdar bekehren mag und Mich nimmer anerkennen will als den alleinigen Gott aller Heiligkeit, Macht und Kraft, sondern ihm ist es um die Alleinherrschaft zu tun, darum er stets im Sinne führt, Mich zu schwächen und endlich ganz zu vernichten und sodann alle Gewalt über alle Himmel und Welten an sich zu reißen!“

[H. Bd. 2, Kap. 158, 5]

 

Satana schildert auf des Herrn Geheiß ihr eigenes lügnerisches, boshaftes und starrsinniges Wesen, sowie ihre einstige hehre Bestimmung, neben Gott wie ein zweiter Gott zu sein und zu herrschen mit Ihm, aber dennoch Ihn zu lieben über alles und Ihm zu sein (in tiefst- und reinstgeistiger Bedeutung), was da ein treues Weib ist dem Manne.

[H. Bd. 3, Kap. 17]

 

Jesus zu verstockten, ergrimmten und anmaßenden Tempeljuden, die sich stolz ‚Gotteskinder‘ nennen: „Ihr seid Kinder des Vaters der Teufel! Der war ein Mörder von Anfang an und ist nicht bestanden in der Wahrheit! Die Wahrheit war niemals in ihm; denn er war allzeit ein Lügner und ein Vater der Lüge! (Joh. 8, 44)“.

[Ev. Bd. 6, Kap. 199, 17]

 

Satan in der geistigen Welt zu Jesus, dem Herrn: „Obwohl ich neben Deiner ewigen, unendlichen Macht meine Ohnmacht zutiefst fühle, sehe ich es als einen Triumph meines Stolzes an, daß ich Dir ewig trotzen kann!“

[BM. Kap. 119, 5]

 

Große Auseinandersetzung in der geistigen Welt zwischen Jesus, dem Herrn, und Satan, Seinem uralten

Widersacher.

[BM. Kap. 119]

 

Der aus der Hölle errettete Teufel Cado zu dem als ‚Göttin Minerva‘ erscheinenden Luzifer-Satan: „Alle die zahllosen Engel haben eine Freude darüber, daß du in deiner schönsten, urwahren Gestalt so lange verharrst und sie Gelegenheit haben, die erste Urschönheit, den ersten ‚Grundgedanken alles Seins aus Gott‘ vor sich zu haben und anzustaunen. — 0 ‚Lichtträgerin‘ alles dessen, was der geschaffene Geist schön nennen kann, mache keine Bedingungen mehr und komm! Denn mein Inneres sagt es mir, daß auf deine Rückkehr alle Himmel schon äußerst lange Zeitenläufe vergeblich harrten und sich nach der Lust sehnten, dich als die Krone endlicher Vollendung aller Dinge und Wesen die Ihrige nennen und ehren zu können.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 175, 6]

 

Jesus ruft Luzifer-Satan, der in Drachengestalt im jenseitigen Hause des einstigen Bischofs Martin erscheint, erst als Vater, dann als allmächtiger Herr vor sich, darauf Satans Trotzworte: „Nein, Dir gehorche ich nimmer; denn ich allein bin der Herr der Unendlichkeit, und Du bist, was Du bist, nur durch mich!“ — — — Der Herr ergreift den Widersacher mit Seiner Willensmacht und schleudert ihn vor sich hin, daß er daliegt wie tot.

[BM. Kap. 116, 2-8]

 

Der Herr stellt der Satana frei, männliche Natur und Gestalt anzunehmen. Da ward aus der Satana ein kräftig aussehender Mann.

[H. Bd. 3, Kap. 23, 14-18]

 

Der Herr weist dem Satan einen Wohnsitz im Mittelpunkt der Erde im Feuer Seines Zornes an.

[H. Bd. 3, Kap. 87, 9-14]

 

Der Apostel Johannes zu Satan auf unserer Sonne nach Beantwortung listiger Fangfragen: „Wir gebieten dir jetzt, diese Welt mit deiner Zentralwesenheit zu verlassen und dich im Namen des Herrn zur Erde auf den dir bestimmten Ort zu begeben! Wirst du dort ruhig sein, so soll dir kein weiteres Leid zukommen; wirst du aber voll Unruhe und Bosheit sein, dann wirst du dir es selbst zuzuschreiben haben, wenn dir der Herr Seines Zornes Schärfe zum Verkosten geben wird!“

[BM. Kap. 199, 8]

 

Jakob Lorber und sein Freund erschauen in der jenseitigen Sphäre des Apostels Petrus sinnbildliche Darstellungen des siegreichen Kampfes des Himmels mit dem höllischen Widersacher um das Licht des göttlichen Wortes auf Erden.

[GS. Bd. 1, Kap. 11, 2-10]

 

Abedam-Jehova zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit, der Ihn besorgt nach der Macht Satans fragt: „Kümmere dich nicht um Meine großen, unerforschlichen Wege, sondern bleibe unbesorgt auf dem kleinen Meiner Liebe zu euch und lasse unbesprochen die großen Reiche der Finsternis, so kannst du völlig versichert sein, der noch sehr starke Fürst des Todes wird mit dir und mit allen Brüdern deiner Liebe gar wenig zu tun haben. Ich sage dir: es würden für dich Ewigkeiten nicht auslangen, um zu erforschen die Größe seiner (Satans) Macht und Stärke; aber dessen ungeachtet ist er nur ein erschaffener Geist, und wo alle seine Macht für ewig aufhört, fängt erst Meine unendliche Allmacht an!“

[H. Bd. 2, Kap. 25, 9-10]

 

03.06. Das Weltall, eine Seelenläuterungsschule

Jesus: „Alle in einer klaren Nacht sichtbaren Sterne machen nicht mal den kleinsten Teil der Anzahl jener Sterne aus, die noch nie, auch nicht von den schärfsten Menschenaugen, gesehen wurden. Und siehe, diese zahllos vielen Welten sind Schulhäuser für allerlei Geister, und du kannst daraus entnehmen, warum es in der Schrift heißt, daß Gottes Ratschlüsse unerforschlich und Seine Wege unergründlich sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 160, 9]

 

Die Gottheit zu Luzifer vor der materiellen Weltenschöpfung und vor der Erschaffung des ersten Menschen: „Ich nehme dir die große Last der mit dir gefallenen Geister und lege sie in die Erde und in alle Sterne, und da soll kein Stäubchen nutzlos schweben und soll bergen ein lebend Wesen, dir gleich!“

[H. Bd. 1, Kap. 40, 23]

 

Der Herr: „Die Materie ist eine große Demütigungsschule der (gefallenen) hoffärtigen Geister.“

[Hi. Bd. 1, S, 110, 6]

 

Jesus: „Die Materie oder der gefestete Gotteswille ist eine Erlösungsanstalt, durch welche die beim Falle Satans mitgefallenen Sondergeister nach der bestehenden Ordnung die vollkommen selbständige Freiheit erreichen können.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 232, 3]

 

Jesus: „Daß ein Teil der urgeschaffenen Geister die „Du-sollst-Gebote“ nicht beachtete, führte zur sichtbaren materiellen Schöpfung, welche als ein Gericht auf die Nichthaltung der gegebenen Gebote folgen mußte und, geistig genommen, nichts als der längere Weg zur seligsten, vollreifen Existenz der geschaffenen Geister ist.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 227, 12]

 

Der Erzengel Raphael: „Im Menschen finden viele Urgedanken und Urideen Gottes die Erlösung von ihrem alten Gericht. Sie erkennen Gott als den Urgrund allen Seins und Lebens und kehren als frei, selbständige Wesen — wenn sie nach Seinem erkannten Willen gelebt haben — zu Ihm zurück. Aber es ist in dieser freien, selbständigen Umkehr auf den zahllos vielen und höchst verschiedenartigen Weltkörpern ein ebenso großer Unterschied wie in und zwischen den Weltkörpern selbst! — Die vollkommenste Rückkehr zu Gott ist und bleibt nur auf und von dieser Erde möglich, weil hier jeder Mensch in seiner Seele und in seinem Geiste Gott vollkommen ähnlich werden kann, wenn er nur will! Denn wer hier nach Gott strebt, der wird auch zu Gott kommen!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 17, 7-8]

 

Jesus: „Es geschieht zuweilen, daß die einst aus einer Sonne entflohenen Geister in ihren materiellen Klumpen ganz in die Nähe ihrer Sonne gelockt werden; aber der ungeheure Tätigkeitseifer der diese Sonne umgebenden freieren Geister, dem hauptsächlich das Leuchten der äußeren Sonnenoberfläche zu verdanken ist, bewirkt, daß auch alle in den starren Klumpen zusammengeschrumpften Geister insgesamt sich zur höchsten Tätigkeit erheben, auseinanderfahren und ein jeder für sich das Weite sucht. Die Folge solcher erwachten Tätigkeit der in einem Planeten oder Kometen lange zusammengeballten Geister ist die plötzliche Auflösung des Klumpens und die Erlösung vieler Millionen Geister, von denen die meisten sich in die rechte Lebensordnung (der Liebe) zurückbegeben und zu Engelsgeistern werden, zu nützlichen Hütern ihrer weniger freien Lebensbrüder, zu deren schnelleren Erlösung sie vieles beitragen.

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 17]

 

Jesus: „In den aus den Planetarsonnen freigewordenen Urgeistern erwachte der schon ganz ernstliche Wille, ins Urreingeistige durch die Befolgung der Ordnung Gottes überzugehen. Viele bekämpften den in sie gelegten Reiz (zur Eigenliebe) und wurden zu (gehorsamen) Engeln, ohne vorderhand einen Fleischesweg durchzumachen. Denen, die sich diesem Wege entweder gleich auf der Sonne oder gar auf dieser Erde unterziehen wollten, ward solches freigestellt, was aber auch bei den größeren Zentralsonnen der Fall ist — doch nicht so häufig, wie bei der Planetarsonne, die dieser Erde das Licht verleiht.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 11]

 

Jesus: „Was Gott einmal ins Dasein gerufen hat, kann wohl die Form verändern und aus einer minder edlen in eine edlere übergehen, oder auch umgekehrt, doch niemals vernichtet werden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 232, 7]

 

Jesus zu ungeduldigen Seelen im Paradiese: „Lästernde Teufel zu vernichten, wäre nicht in der Ordnung Gottes, die nichts zerstören, sondern ewig alles erhalten will, ja sogar erhalten muß, weil auch die Gottheit selbst litte, wenn nur das Kleinste, das aus Ihr hervorging, zerstört würde!“

[BM. Kap. 126, 8]

 

Der Planet Saturn mit seinen Ringen und Monden ist eine wunderbare geistige Seelenschule für die gewalttätigen, zerstörungssüchtigen Urgrundgeister dieses Weltkörpers.

[Sa. Kap. 48-51]

 

03.07. Der große materielle Schöpfungsmensch

Jesus: „Die Erschaffung der Materiewelt geschah ganz auf dem Wege der göttlichen Ordnung; denn die Folge des Nichtbeachtens des göttlichen Gebotes war ebenso bestimmt vorgesehen, wie der freie Zustand jener Geister, die das Gottesgebot erfüllt haben.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 6]

 

Jesus: „Die mit Luzifer aus der Ordnung Gottes gefallenen Urgeister sonderten sich ab in große Vereine und stellten sich in für euch unvorstellbaren Entfernungen auf. Ein jeder Verein wollte von einem zweiten nichts mehr sehen und erfahren, um nur der Eigenliebe so recht weltendick frönen zu können. Durch dieses stets wachsende Eingehen in die Eigenliebe und Selbstsucht, in den dadurch mehr und mehr erwachten Hochmut und in eine grenzenlose Herrschsucht schrumpften die zahllos vielen Lebensformen endlich nach dem Gesetz der Schwere, das sich aus der Eigenliebe entwickelt hatte, zu einem übergroßen Klumpen zusammen, — und die materielle Urzentralsonne einer Hülsenglobe war fertig. Nun aber gibt es im unendlichen Raume eine Unzahl solcher Hülsengloben, wo überall eine Urzentralsonne zahllosen Weltengebieten zum gemeinsamen Mittelpunkte dient, und diese Urzentralsonnen sind eben die zusammengeschrumpften Urgeistervereine, aus denen mit den Zeiten der Zeiten alle anderen Sonnenalle, Sonnengebiete, Nebenzentralsonnen, Planetensonnen, Planeten, Monde und Kometen hervorgegangen sind.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 2-3]

 

Randbemerkung Jakob Lorbers über die unermeßliche Größe und Bedeutung einer „Hülsenglobe“. Das Wort ‚Hülsenglobe‘ ist die Benennung der Zusammenfassung von etwa Dezillionen Sonnen, die als Zentralsonnen erster, zweiter, dritter und vierter Ordnung mit den zahllos vielen Planetarsonnen, wie die unserer Erde eine ist, sich alle um einen gemeinsamen, unermeßlich großen Mittelpunkt, der auch eine endlos große Hauptmittelsonne ist, in weitgedehnten Bahnen bewegen. — Zahllos viele solcher Hülsengloben, die in für uns Menschen undenkbar weiten Entfernungen voneinander abstehen und den unendlichen Raum erfüllen, führen den gemeinsamen Namen „Der große Weltenmensch“.

[Ev. Bd. 2, Kap. 57, Fußnote]

 

Jesus: In den Urzentralsonnen der Hülsengloben ward vielen großen Geistern der Druck zu mächtig. Sie entzündeten sich zornglühend und machten sich vom Urdrucke los. Sie flohen endlos weit von ihrem ersten Vereinsklumpen. Eine Zeitlang schwärmten sie frei und harmlos in voller Ungebundenheit im endlosen Raume umher und machten gute Miene, von selbst in die reingeistige Ordnung zurückzukehren; aber weil sie der Eigenliebe nicht ledig werden konnten, fingen sie endlich auch wieder an, zu einem festen Klumpen zusammenzuschrumpfen, und es entstanden daraus Zentralsonnen zweiten Ranges in allen zahllosen Hülsengloben.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 4]

 

Jesus beschreibt die Bildung der Zentralsonnen dritten Ranges und der Planetarsonnen, die nach den gleichen Schöpfungsideen und -gesetzen wie die Zentralsonnen ersten und zweiten Ranges entstanden.

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 5-10]

 

Gewaltige Größenverhältnisse, sowie Gestaltung der Länder und Meere auf einer Zentralsonne.

[GS. Bd. 2, Kap. 26, 3-11]

 

Geistige Wanderung durch die landschaftlichen und baulichen Herrlichkeiten eines Zentralsonnengebietes, deren entsprechungstiefe Bedeutung von dem Evangelisten Johannes erläutert wird.

[GS. Bd. 2, Kap. 28-57]

 

Der Evangelist Johannes beim geistigen Besuch einer Zentralsonne zu seinen irdischen Begleitern: „Ihr müsset andere Weltkörper nicht nach eurer Erde bemessen; denn diese ist ein Bettelstübchen nur gegen die Paläste der Fürsten. So gibt es im Bereiche der Sternbilder Orion, Löwe und des Großen Hundes Sonnenwelten, vor deren Herrlichkeit und Pracht ihr hier schier vergehen würdet!“

[GS. Bd. 2, Kap. 14, 3 und 4]

 

Jesus: „Es gibt noch eine eigene Gattung von Sonnen — die Doppelsonnen, die aber keine Zentralsonnen sind, sondern nur seltene Planetarsonnen. Eine der Doppelsonnen ist stets bedeutend größer als ihre Begleiterin. Die kleinere bahnt um die größere wie ein Planet. Um jede der beiden Sonnen bewegt sich eine Anzahl Planeten von verschiedener Größe, auf denen die Bewohner ein gutes Sein haben.“

(Ev. Bd. 6, Kap. 248, 12)

 

Jesus: „Einige Geistervereine, die sich aus den Planetarsonnen mit den besten Vorsätzen losmachten, konnten sich von der Eigenliebe dann doch nicht ganz befreien und fingen an, dem Urreiz in sich zu frönen. Bald wurden sie als dunstige Kometen mit einem langen Schweif materiell ersichtlich. Dieser Schweif zeigte an die Gier der schon materiell werdenden Geister nach materieller Sättigung. Solch ein Komet, eine Anhäufung von sehr materiell gewordenen Geistern, irrt viele Jahrtausende im Ätherraume umher und sucht Nahrung wie ein reißender Wolf. Durch dieses stete Einsaugen wird er immer dichter und schwerer. Mit der Zeit wird er von der Sonne, der er entflohen ist, wieder soweit angezogen, daß er ordnungsmäßig um sie zu kreisen beginnt. Muß er sich einmal solche Ordnung gefallen lassen, so wird er ein Planet wie diese Erde.“

[Ev. Bd. Bd. 4, Kap. 105, 12-14]

 

Jesus: „Die Planeten bekommen von ihrer Sonne ihre Nahrung, die zugleich ein Köder ist, um die Entlaufenwollenden stets näher an die Sonne zu ziehen und sie wieder in sich zu begraben — ein Wunsch der urgeschaffenen Sonnengeister, der jedoch nie in Erfüllung geht. Die Planetengeister nehmen zwar die aus der Sonne zu ihnen kommende Nahrung recht gerne auf, aber von einer völligen Vereinigung mit der Sonne wollen sie nichts wissen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 105, 15]

 

Jesus: „Ein Komet ist ein werdendes Gericht für gewisse Geister. Diese müssen sich nach und nach ergreifen, so daß sie im Raume mit der Zeit eine materielle Masse bilden. Diese Bildung der sichtbaren festen Masse nennen wir die Einhülsung der geistigen Potenzen, und diese Einhülsung ist das eigentliche Gericht, aus dem dann nach langen Zeiten die gefangenen Geister ihre Lebensfreiheit wieder erlangen können. Und weil die Kometen werdende Gerichte sind, so ist auch ihr Einfluß auf die Menschen einer schon fertigen Erde ein erregender.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 166,14]

 

Jesus auf die Frage des Lazarus von Bethanien: „Die Meteore haben einen doppelten Ursprung. Sie sind zumeist Auswürfe der Sonne, auf deren Oberfläche zuweilen heftige Ausbrüche erfolgen. Bei solchen Ausbrüchen werden große Massen mit einer für dich unbegreiflichen Gewalt in den Weltenraum hinausgeschleudert, und es kommen von ihnen auch stets solche in die Nähe der Erde. Sobald sie in die Luftregion dieser Erde gelangen, erglühen sie und werden als fliegende Sterne sichtbar. Gelangen sie tiefer in die Erdluft, so werden sie von der Erde angezogen und fallen auf deren Boden. Eine andere Art von Meteoren entsteht durch Ausbrüche und Auswürfe feuerspeiender Berge der Erde.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 166, 16-18]

 

Jesus erklärt die Bildung und Bedeutung des Schweifes der Kometen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 233,9]

 

Jesus zu drei gereiften Freunden: „Eure Erde ist gewiß kein kleiner Weltkörper, und die Sonne ist etwa um tausendmal tausend Male größer als die Erde; aber schon die nächste Zentralsonne ist viele hundert tausend Male größer als eure Sonne und hat mehr Inhalt als die überaus zahlreichen Planetarsonnen samt ihren Erden, Monden und Kometen, die sich alle in weit gedehnten Kreisen um solch eine Zentralsonne in großer Schnelle bewegen und dennoch oft tausendmal tausend Erdjahre benötigen, um nur einmal ihre weite Bahn zu vollenden. — Nun gibt es aber noch eine zweite Gattung von Zentralsonnen, um die sich in noch viel größeren Bahnen ganze Sonnengebiete mit ihren Zentralsonnen bewegen, von denen die entferntesten schon ein Äon von Erdjahren brauchen, um diese Zentralsonnen 2. Ordnung einmal zu umkreisen. Eine Zentralsonne 2. Ordnung mit ihren Sonnen- gebieten wollen wir ein Sonnenweltall nennen.

— Nun denket euch eine ebenso große Anzahl solcher Sonnenweltalle. Diese haben in einer für den Menschenverstand unmeßbaren Tiefe und Ferne eine gemeinsame Zentralsonne, die als Weltkörper noch um zehnmal tausendmal tausend Male größer ist als die Sonnenweltalle die um sie in unermeßlich weiten Kreisen bahnen. — Diese Sonnenweltall-Gesellschaft mit ihrer Zentralsonne wollen wir ein Sonnen-Allall nennen. Solcher Allalle gibt es wieder eine für euch nicht zählbare Menge, und alle haben wieder in einer unvorstellbaren Tiefe eine ungeheuer große Urzentralsonne um die sie ohne Störung ihrer Sonderbewegungen wie ein Körper in einer nur für Engel meßbaren, weiten Bahn kreisen. Ein solches Sonnen- und Weltensystem um eine Urzentralsonne wollen wir, um einen faßbaren Begriff zu bekommen, eine Weltenhülsenglobe nennen, weil alle diese vorbezeichneten Allalle, nach allen Richtungen um die Urzentralsonne kreisend, eine unermeßlich große Kugel darstellen und infolge ihrer gedankenschnellen Bewegung und der dadurch bewirkten Wurfkraft nach außen hin in einer unermeßlichen Ferne eine Art Hülse bilden, deren Dichte der atmosphärischen Luft eurer Erde gleichkommt und einen Durchmesser hat, der mit tausendmal tausend Äonen viel zu gering angenommen wäre.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 245, 5-8]

 

Jesus: „Eine wahre Sonnenmonarchie heiße Ich eine Hülsenglobe. Eine Globe ist sie ihrer kugelrunden Gestalt wegen. Hülsen (Schoten) aber sind alle Weltkörper in ihr, weil sie alle ein gerichtetes geistiges Leben umhülsen und weil am Ende diese Trägerin (Globe) selbst eine Universalhülse ist, da in ihr äonenmal Äonen Sonnen zur Haltung einer bestimmten Ordnung eingehülst erscheinen“.

[Ev. Bd. 5, Kap. 115, 13-14]

 

Jesus: „Jede Hülsenglobe hat außer der allgemeinen Bewegung mit dem großen Weltenmenschen eine Bewegung um ihre Achse, und das darum, damit ihre Haut sich fortwährend an dem sie allenthalben umlagernden Äther reibt und dadurch eine gerechte Menge elektrisches Feuer gleich dem der Blitze erzeugt, das dann als Hauptnährstoff für alle in einer solchen Globe kreisenden Weltkörper dient.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 248, 1 und 2]

 

Jesus belehrt neue Himmelsbürger: „Alle Komplexe von Sonnen- und Weltuniversen, die sich in unmeßbar weiten Kreisen um eine Urmittelsonne bewegen, sind in tiefster Ferne mit einer festen Hülse umfangen, durch die kein materielles Wesen dringen kann. Diese Hülse besteht aus einer eigenen, diamantartigen, durchsichtigen Materie und ist nach innen höchst spiegelglatt. Alles Licht, das von zahllosen Sonnen ausgeht und von keiner Sonne noch Erde aufgefangen wird, fängt diese Hülse auf und wirft es zurück.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 300, 6]

 

Jesus: „Der Regulus im ‚Großen Löwen‘ ist die Urzentralsonne der die Erde bergenden Hülsenglobe.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 247, 8]

 

Jesus: „Der Regulus im Sternbild des Löwen ist eurem Auge nur ein schimmerndes Pünktchen und ist doch ein so großer Sonnenweltkörper, daß ein Blitz über eine Trillion von Erdjahren zu tun hätte, um von seinem Nordpol bis zu seinem Südpol zu gelangen. Sein eigentlicher Name ist Urka; er ist der Zentralschwerpunkt einer Hülsenglobe, die aber für sich nur einen Nerv im großen Weltenschöpfungsmenschen ausmacht, und deren dieser große Schöpfungsmensch ungefähr soviele hat als die Erde des Sandes und des Grases. Der Großweltenmensch macht aber von seinem Anfang bis zu seiner geistigen Vollendung nur eine einzige Schöpfungsperiode aus.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 4]

 

Jesus: „Alle die zahllos vielen Hülsengloben stellen in ihrer Gesamtheit einen ungeheuren, für eure Begriffe endlos großen Schöpfungsmenschen dar. In diesem Menschen entspricht die Hülsenglobe, in der sich unsere Erde befindet, geistig dem Herzen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 114, 4]

 

Drei gereifte Freunde Jesu von der Schilderung der Größe und des Inhalts einer Hülsenglobe überwältigt: „Herr, uns ergreift ein Schwindel vor der erschreckenden Größe Deiner Schöpfung! Kann die je ein Engel übersehen und begreifen?.“ Darauf Jesus: „Ganz sicher, sonst wäre er kein Engel. — Aber laßt von euerm Schwindel nur ab, Ich habe euch erst kaum einen Punkt Meiner Schöpfung gezeigt. Wir sind bei der großen Hülse als der gemeinsamen Umfassung der zahllos vielen Sonnenallalle stehengeblieben. Solch eine Hülsenglobe ist tatsächlich nur ein Punkt in Meinem unendlichen Schöpfungsraum. — Denket euch nun ganz außerhalb der ungeheuer großen Hülse oder äußersten Haut, die eine Hülsenglobe umfaßt, einen ungeheuer weiten Raum nach allen Seiten hin ganz leer, und das so weit hin, daß jemand selbst mit dem schärfsten Auge von der endlos großen Hülsenglobe nur ein matt schimmerndes, kleinstes Pünktchen entdecken würde und in der entgegengesetzten Richtung wieder ein solches Pünktchen. Das gäbe dann ungefähr ein Maß der Raumweite zwischen zwei Hülsengloben, und wir hätten also zwei nachbarliche Hülsengloben kennengelernt. — Was werdet ihr aber dazu sagen, daß es solcher Hülsengloben zahllos viele gibt, die alle zusammen nach Meiner Ordnung in der Gesamtumfassung genau einen Menschen darstellen?! Wie groß muß dieser Mensch sein, wenn schon eine Hülsenglobe so unermeßlich groß ist und noch äonenmal Äonen Male größer die Entfernung von einer Hülsenglobe zur anderen?! — Auch dieser Mensch hat als äußerste Umfassung eine Art Haut wie jede einzelne Hülsenglobe, die denselben Zweck hat wie die Haut einer Hülsenglobe. — Ihr werdet euch nun wohl fragen, was es denn außerhalb dieses Menschen gibt, worauf dieser große Mensch steht, und was er tut. Außerhalb dieses Weltenmenschen geht nach allen Richtungen der freie Ätherraum ewig fort, den dieser Mensch in einem für eure Begriffe wahrhaft endlos großen Kreise, durch Meinen Willen getrieben, mit für euch unbegreiflicher Schnelle durchfliegt, und das wegen des Nährstoffes aus dem Äthermeer, das er gewisserart wie ein Fisch durchschwimmt. Da es im freien, großen Ätherraume nirgends ein Oben oder Unten gibt und kein Wesen weder auf die eine noch auf die andere Seite irgendwohin fallen kann, so steht dieser Mensch ganz gut und fest im Ätherraum wie diese Erde und alle äonenmal Äonen Sonnen in einer Hülsenglobe.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 245, 9-19]

 

Robert Blum und seine mit ihm vollendeten Freunde erschauen im himmlisch-geistigen Diorama das Gesamtbild der materiellen Schöpfung: den großen Schöpfungsmenschen als „verlorenen Sohn“.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 301, 1]

 

Jesus: „Schneller als die Achsendrehung der Hülsengloben und (für die Erzeugung des elektrischen Nährstoffes) noch ausgiebiger ist die Bewegung des großen Weltenmenschen im freien Ätherraum. Die Schnelle seiner Bewegung im unendlich großen Kreise ist so außerordentlich, daß er in einem Augenblick tausend Hülsenglobenweiten vorwärtskommt, aber doch hunderttausendmal tausend Sonnenjahre vonnöten hat, um wieder am alten Flecke anzulangen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 248, 3]

 

Der lebensvollendete Robert Blum in höchstem Erstaunen beim Anblick des Großen Schöpfungsmenschen: „Das ist ja eine vollkommene Menschengestalt! Die Knie etwas vorgebogen; die Hände hängen nachlässig herab. Und das Haupt mit langen Absalomshaaren versehen, schaut wie das eines Trauernden, nach vorwärts geneigt, in die bodenlose Tiefe. Die Lenden sind mit einer sehr zerrissen aussehenden Schürze zur Not bedeckt. Kurz, die ganze Gestalt macht auf mich einen wehmütigen Eindruck! — die ungeheure Größe könnte einen auf den Gedanken führen, dies sei die Außengestalt des allwirkenden Geistes aus Dir, o Herr. Aber die Trauergestalt sagt mir, daß dies unmöglich der Fall sein dürfte. Auch müßte in Deinem Geiste, o Herr, ein Leben spürbar sein. Davon ist aber bei dieser Großgestalt keine Spur zu entdecken. Sie ist wahrlich nur wie ein Phosphorbild, durch Deine Allmacht ans unermeßliche Firmament gehaucht.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 302, 2]

 

03.08. Die geistigen Urlebensfunken der Äther

Jesus: „Die atmosphärische Luft ist um vieles dichter als der reine Äther; doch auch der Äther ist noch in Zeit und Raum enthalten und somit ein materielles Etwas, obschon seine Urgrundstoffe gegen die verdichteten Stoffe einer Erdenwelt scheinbar beinahe gewichtslos sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 233, 10]

 

Der Erzengel Raphael: „Steigen wir ungefähr zehn Stunden hoch über die Erde hinaus, so werden wir keine Luft mehr antreffen, sondern den reinsten Äther. Aber dieser Äther, der euch wie ein gänzliches Nichts erscheint, enthält zahllose Stoffe und Elemente in einem noch ungebundeneren Zustand als die allerreinste atmosphärische Erdluft. Sie sind dort freiere Kräfte und dem Urfeuer und dem Urlichte um vieles näher verwandt, nähren die Luft der Erde und alles, was auf ihr lebt und webt. — Aber der Äther ist noch lange kein Reingeistiges, sondern er hat mehr innere Ähnlichkeit mit der Substanz der Seele, aber nur insoweit, als er ein räumliches Mittel ist, durch das zahllose Urkräfte aus Gott einander begegnen, sich verbinden und endlich gemeinsam wirken.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 72, 3-5]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Hinter der Substanz des Äthers ist das deinen Sinnen nicht sichtbare Geistfeuer, eine ewig waltende Kraft, die, von Gott ausgehend, den unendlichen Raum erfüllt und in einem fort wirkt und schafft.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 72, 9]

 

Der Erzengel Raphael: „Das elektrische Feuer erfüllt den ganzen Schöpfungsraum und macht in seiner völligen Ruhe den Äther aus, in dem die zahllosen Weltkörper schwimmen, wie etwa die Fische im Wasser. Würden die Weltkörper in dem endlos großen Schöpfungs- und somit Ätherraum auf einem Punkt ohne Bewegung, also in voller Ruhe stehenbleiben, so würden sie bald wie ein Leichnam verkümmern, vermodern, sich auflösen und in den ruhigen Äther übergehen. Darum hat der Schöpfer mit Seiner Weisheit und Macht dafür wohl gesorgt, daß die zahllos vielen Weltkörper sich in einer steten und sehr vielfachen Bewegung im großen Ätherraum befinden, diesen fort und fort in hohem Maße beunruhigen und somit zur Tätigkeit erwecken.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 143, 10]

 

Der Herr: „Der Äther ist ein geistiges Wesen, welches sich zu allen Planeten positiv, zu den Sonnen aber negativ verhält. Den Äther bilden äußerst reine, friedliche und duldsame Geister; denn wären sie das nicht, wie schwer würden da die Weltkörper es haben auf ihrem weiten Wege um die Sonne! Da diese Äthergeister sonach äußerst reine, friedsame und nachgiebige Geister sind, so findet an ihrem Dasein nichts ein Hindernis in seiner Bewegung.“

[Fl. Kap. 10, 9-11]

 

Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem gebietet zur Belehrung der Tempelpriester einem schweren und harten Stein: „Löse dich und werde zu Äther als deinem ursprünglichen Element!“ Und der Stein verschwand.

[Dr. T. Kap. 17, 5-7]

 

Der Erzengel Raphael erklärt das Sieden und Verdampfen des Wassers als einen elektrischen Akt, in welchem die erregten Äthergeister ihre ganze Macht und Gewalt bezeugen.

[Ev. Bd. 8, Kap. 145, 6-8]

 

Der Erzengel Raphael erläutert die Entstehung von Sturm, Blitz, Regen und Hagel, sowie anderer meteorologischer Erscheinungen durch die erhöhte Tätigkeit der Äthergeister und deren Kämpfe mit unreinen Erd und Luftnaturgeistern.

[Ev. 8, Kap. 143, 15-20, Kap. 144, 1-9]

 

03.09. Neues geistiges Leben in den Atomen

Jonas, ein Seher der Urzeit: „Dem Geiste ist ein Sandkörnchen mehr als dem fleischlichen Auge diese ganze Erde! 0 Sandkörnchen, du großes Wunderwerk, du bist mehr als ein Stäubchen. Eine Welt, eine unermeßlich große Welt bist du! In ihren weiten Räumen wallt Licht und Leben! Große Ströme durchziehen ihre weiten Kristalltäler, auf ihren hohen Bergen brennen tausend Sonnen, voll des herrlichsten Lichtes aller Farben, und zahllose Wesen in nie geahnten, wunderbarsten Formen beleben diese große Welt. Licht und Wärme sind ihre Nahrung; ihre Bewegung gleicht einem Wanderer, dem ein hohes Reiseziel vorgesteckt ist. O du Körnchen, du allein ja wärest mir genug für die ganze Ewigkeit!“

[H. Bd. 2, Kap. 87, 12-16]

 

Der Herr: „Wo ihr mit dem Mikroskop in einem Wassertropfen animalische Lebensformen entdeckt, da steht das Reich der Tiere schon auf der tausendsten Stufe der Fortbildung. Die erste Klasse der Tierwelt sind die unendlich kleinen Bewohner des Äthers. Sie sind darin ungefähr das, was ihr in eurer Sprache ‚Atome‘ nennt, und sind so außerordentlich klein (wohlgemerkt — nur eurem Auge), daß auf einem Punkte, den ihr nur unter einer starken Vergrößerung entdecken könntet als solchen, schon mehrere Trillionen Platz fänden. Diese Tiere entstehen aus dem Zusammenfluß der Sonnenlichtstrahlen, welche einander allenthalben in dem unermeßlichen Schöpfungsraum begegnen.“

[Hi. Bd. 1, S. 82, 7, 8, 10]

 

Der Herr gibt eine Beschreibung der im Äther und in Wolkenhöhe lebenden Kleinsturtiere und ihrer Entwicklung zu immer reichhaltigeren Lebensformen bis zur irdischen Tierwelt.

[Hi. Bd. 1, S. 83, 11-19]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Alle Wahrheit und Wirklichkeit ist nur im Reingeistigen daheim; und alle Materie ist nichts anderes als der beharrliche Wille des Geistes, durch den er sie nach und nach sänftigen, auflösen und endlich in einen ihm ähnlichen substantiell-seelischen Leib umgestalten kann in kürzerer oder längerer Zeit, je nachdem eine Seelensubstanz infolge des auch in ihr erwachten freien Willens sich mehr oder weniger fügbar für die innere lebendige Ordnung des Geistes erweist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 74, 4]

 

Jesus belehrt die Naturfreunde Andreas und Philippus über die Entstehung der Heuschrecken und anderer niederer Tiere durch Urzeugung und aus Eiern.

[Ev. Bd. 5, Kap. 251, 9-10]

 

Der Herr: „Die von der Sonne ausgehenden Lichtatome sind die erste Stufe und der Entstehungsgrund der Lichttierchen, und die Ansammlung solcher Strahlenatome zu einem späterhin werdenden Planetenknäuel sind zugleich Ansammlungen des tierischen Lebens auf einem werdenden Planeten.

[Fl. Kap. 8, 24-25]

 

Jesus belehrt die Seinen über die Entwicklung des in den Erdboden gelegten befruchteten Samenkorns.

[Ev. Bd. 2, Kap. 216, 6-13]

 

03.10. Die Lebensstufen der Naturreiche bis zum Menschen

Jesus zu einem römischen Oberstadtrichter, der die Grausamkeit des ständigen Kampfes in der Naturwelt beklagt: „Um eine Menschenseele so zu gestalten, daß sie fähig ist, ein Kind Gottes zu werden, muß sie nach einer langen Reihe von Jahren aus einer Urzahl von Seelenpartikeln aus dem Reiche aller Kreaturen dieser Erde zusammengefügt werden. Dieses Zusammenfügen der oft zahllosen Kreaturenseelen nannten die alten Weisen ‚die Seelenwanderung‘. — Zwar verzehren sich die äußeren, materiellen Formen der Kreaturen gegenseitig, dadurch aber werden viele in den Kreaturen wohnende Seelen frei, und es vereinigen sich die gleichartigen und werden auf einer nächsten, höheren Stufe wieder in eine materielle Form eingezeugt, und so fort bis zum Menschen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 184, 3-4]

 

Jesus belehrt einen Naturfreund: „Alles, was diese Erde von ihrem Mittelpunkt an bis weit über ihre höchste Luftregion hinaus enthält, ist Seelensubstanz und zwar bis zu einer gewissen Lösezeit in einem mannigfach härter und milder gerichteten Zustand, weshalb sie dem Auge des Menschen wie auch seinem Gefühl als härtere oder weichere Materie sicht- und fühlbar wird. Dahin gehören alle Steine und Erden, Mineralien, Wasser, sowie die Luft und alle noch ungebundenen Stoffe in ihr. — Dann kommt das Pflanzenreich im Wasser und auf der Erde. In diesem Reich erscheint das Gericht schon milder; denn die Seelensubstanz befindet sich hier im Zustand der vollkommeneren Löse, und die Sonderung und Einzelbildung der früher stark gemengten Seelenelemente tritt in diesem zweiten Reich darum auch in großer Mannigfaltigkeit in Erscheinung. — Aber im dritten Reich der Tiere, das um vieles mannigfaltiger ist, müssen wegen der Gewinnung hellerer und freierer Einzelintelligenzen die Seelenelemente zu einer noch größeren Einigung gebracht werden. Und darum vereinen sich hier auch zahllose Kleintierseelen verschiedener Art in eine größere Tierseele, wie z.B. in die eines größeren Wurmes oder Insektes. Zahllos viele verschiedenartige Insektenseelen, wenn sie ihrer sie bindenden materiellen Hüllen ledig geworden sind, vereinen sich dann wieder in eine Tierseele größerer und vollkommenerer Art, und das so fort bis zu den großen, vervollkommneten Tieren wilder oder sanfter Natur! — Und aus der letzten Einung dieser Tierseelen gehen dann erst die mit allen möglichen Intelligenzbefähigungen wohlversehenen Menschenseelen hervor.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 21, 1-4]

 

Jesus: „Naturgeister sind göttliche Urlebensfunken oder einzelne Ideen Meines Herzens. Wenn sie durch allerlei Kleingerichte gehörig vorbereitet und durch viele ihnen gegebene Tätigkeiten in Meiner Liebe ausgegoren sind, dann werden sie in grobmaterielle, pflanzliche und tierische Formen gehüllt und werden am Ende ihres Kreisweges zu Menschenseelen mit aller Intelligenz, auf daß in ihnen dann Mein eigener Liebegeist zu einem mit solchen Seelen auf ewig untrennbar verbundenen Wesen werde.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 2]

 

Jesus schildert die grausame Tötung einer Gazelle durch einen hungrigen Schakal, die nachfolgende Tötung des Schakals durch einen Nahrung suchenden Riesenaar und das Ende des Aars durch die Pfeile wachsamer Hirten. Der Herr fährt fort: „Aus den Seelen dieser drei Tiere wird eine Menschen-Naturseele unter der Leitung ihres Lichtgeistes aus Gott gestaltet. — Nun sieh her! Da steht schon eine Menschengestalt wie die eines Kindes und wartet, bei einer nächsten Zeugung in den Leib einer Mutter aufgenommen zu werden. Hinter dieser Seelenerscheinung siehst du eine Lichtgestalt; das ist dieser Seele jenseitiger Geist, der dafür Sorge tragen wird, daß diese Naturseele bei nächster Gelegenheit in einem Mutterleibe versorgt wird. Es wird davon ein männliches Kind zur Welt geboren, aus dem, wenn es wohl erzogen wird, ein großer Mann werden kann. Das Gemütvolle der Gazelle wird sein Herz regieren, die Schläue des Schakals seine Vernunft und die Kraft des Riesenaars seinen Verstand, seinen Mut und seinen Willen. Sein Hauptcharakter wird ein kriegerischer sein, den er aber durch sein Gemüt und seine Klugheit mäßigen kann.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 185, 1-6]

 

Der Herr: „Im Grunde genommen gibt es weder ein Mineral-, noch ein Pflanzen-, noch ein Tierreich als abgesondert für sich, sondern es gibt im ganzen nur ein Reich, und das ist das Wesenreich Gottes unter allerlei Formen, und alles ist ursprünglich Tier, weil beseelt, und weder Mineral noch Pflanze! Nur in der Ordnung des Aufsteigens der Wesen sind gewisse Stufen gestellt, die jedermann leicht erkennt.“

[Ed. Kap. 48, Abs. 15 und 16]

 

Jesus belehrt die Seinen eingehend über die Ausbildung und Höherentwicklung des Seelenlebens auf den Stufen der drei Naturreiche durch immer höher geartetes Dienen bis zur Menschenform.

[Ev. Bd. 4, Kap. 94, 1-13]

 

Jesus: „Es ist einiges in der Materie, das sich nie völlig in einer Seele finden wird, und dieses besteht in dem Hülsstoff, in dem seelische Sonderpotenz bis zu einer gewissen Selbständigkeitsreife eingeschlossen wird. Ist diese seelische Sonderpotenz zur Reife gelangt, so zerreißt sie die Umhülsung, vereinigt sich mit anderen freien Sonderpotenzen und schafft sich sogleich eine neue Hülse, wie ihr solches bei den Körnern und Eiern im Pflanzen- und Tierreiche sehen könnt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 232, 1]

 

Jesus schildert eingehend das Streben der in der Materie gefangenen, eingehülsten Geister (Seelen) nach Freiheit und ihre stufenweise Entwicklung zu immer höheren, edleren und freieren Lebensformen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches bis zum Menschen.

[Ev. Bd. 4, Kap. 103, 7-8]

 

Jesus: „Die Seelen der Pflanzen wie der Tiere haben die den meisten Menschen unbekannte Bestimmung, einst selbst zu Menschenseelen zu werden. Denn Pflanzen und Tiere sind nach Meiner Weisheit und Ordnung taugliche Vorgefäße zur Ansammlung und Ausbildung der im unermeßlichen Schöpfungsraum vorhandenen allgemeinen Naturlebenskraft, aus der auch eure Seelen herstammen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 216, 1-2]

 

Jesus: „In jedem Leben besteht das unersättliche Bedürfnis, stets mehr Leben in sich zu vereinen; das Einswerdungsprinzip aber ist im Grunde die Liebe. Wäre dieses Prinzip einem Leben nicht vor allem inne, so gäbe es im endlosen Raume weder eine Sonne, noch eine Erde, noch Geschöpfe darauf. Weil aber im Leben das Einungsprinzip besteht, so wird aus vielen Sonderleben und Sonderintelligenzen am Ende ein Leben und eine vervielfachte und darum weit ausgreifende Intelligenz und dadurch auch aus den mit wenig Vernunft begabten vielen Weslein ein mit viel Vernunft und Verstand ausgerüstetes Wesen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 90, 10-11]

 

Der Herr: „Die einzelnen Intelligenzen sind immer dieselben, ob in Mineralien, Pflanzen oder Tieren, nur mit dem Unterschiede, daß in den Mineralien nur wenige Intelligenzen vereint in Erscheinung treten, während in den Pflanzen und besonders in den ausgebildeten Tierseelen schon eine beiweitem größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht bis zwanzig Intelligenzen zählt, da sind bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei manchem Tiere viele Millionen und bei dem Menschen zahllose aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilen der Erde wirksam.“

[Ed. Kap. 46, 7]

 

Jesus zu einem weichherzigen römischen Hauptmann, der die Grausamkeit des Tierlebens und -sterbens beklagt: „Was liegt denn am Leibe eines Kaninchens, mit dem ein Aar seinen Hunger stillt, aber dadurch des Tierchens Seele frei macht, so daß sie schon fähig ist, in eine höhere Lebensstufe aufzusteigen?‘ — Der Aar aber hat auch eine Seele, die derselben Bestimmung entgegengeht. Und im Fleische und Blute des Kaninchens befinden sich auch noch gröbere Seelensubstanzen. Diese werden mit den Seelensubstanzen des Aars vereinigt, damit des Aars Seele dadurch sanfter und intelligenter wird und nach dem Verlust ihres Leibes etwa schon zu einer mit viel Licht, Mut und Kraft begabten Menschenseele werden kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 133, 8]

 

Der Herr zu Henoch, dem ersten Hohenpriester der Urzeit, den das ständige gegenseitige Sichreiben, Zerstören und Vernichten der Dinge und Wesen in der Naturwelt bekümmert: „Kümmere dich nicht der äußeren Vergänglichkeit, sondern denke: Alles, was da tritt aus dem Dasein, geht allzeit in ein vollkommeneres Dasein über, hinauf bis zum Menschen und von da sogar zu Mir selbst! Und so wird ewig nichts verloren gehen!“

[H. Bd. 2, 124, 32-33]

 

Ein Engel: „Die Tiere eurer Erde sind Geschöpfe der Weisheit Gottes, darum bedürfen sie keines Unterrichts, sondern bringen alles das bei der Geburt mit (was sie zu ihren natürlichen Verrichtungen brauchen) und sind sogleich in ihrem Tun und Treiben vollendete Künstler. Wer hat je einer Biene die Kräuterkunde beigebracht, wer ihr gezeigt, wo der Honig in den Blumenkelchen sitzt und wo das Wachs?! Wer lehrte sie ihre Zellen bauen und in ihrem Magen aus dem süßen Blütentau den duftenden Honig bereiten?! — Das alles haben die Tiere aus der Gottesweisheit, deren Erzeugnisse sie sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 9]

 

Jesus: „Jedes Tier hat eine Seele, aber sie ist noch zu tief in ihr Fleisch vergraben und empfindet außer den Bedürfnissen ihres Leibes nahezu nichts! Will jemand ein Tier zu einer einfachen Arbeit abrichten, so muß er sich viele Mühe nehmen, um eine Tierseele aus ihrem Fleische insoweit zu wecken, damit sie versteht, was der Mensch von ihr will.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 67, 11-12]

 

Der Herr: „In jedem Tier ist eine mehr oder weniger ausgebildete Seele zugegen, welche durch den sie allezeit umgebenden Nervengeist in ihrem Körper, der eine noch grobe Materie ist, wirkt. Und darin unterscheidet sich auch gelegentlich das Tier von dem Pflanzenreich und noch mehr von dem Mineralreich: daß das Tier schon eine freie Seele hat, während diese im Pflanzen- und besonders im Mineralreich noch sehr geteilt und mit der Materie fest verwoben ist.“

[Ed. Kap. 49, Abs. 2]

 

Vervollkommnung und höchstmögliche Ausbildung der Tierseele, ihre Vorbereitung zu einer höheren Tierstufe, wohin sie nach Ablegung ihres Leibes von führenden Geistern geleitet wird.

[Ed. Kap. 49, 15-16]

 

Jesus über den Instinkt der Tiere, ihre beschränkte Bildungsfähigkeit und über eine stumpfe Rückerinnerung an frühere Seinszustände, welche die Tierseele wie ein Gericht in einer gewissen Betäubung gefangenhält.

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 3]

 

Die Fliege, eine Lebenssammlerin zwischen der positiven Polarität der Sonne und der negativen der Planeten, sowie ein Sinnbild der sich Gottes Willen beugenden geschöpflichen Demut.

[Fl. Kap. 11, Abs. 15-37]

 

Der Herr: „Die Tierseele ist eine Ansammlung von einer Menge ätherisch-substantieller Spezifika, welche schon für sich ein soweit intelligentes, freieres Wesen bilden, je mehrartig sie sich zu diesem Wesen vereinigt haben.“

[Ed. Kap. 49, Abs. 4]

 

Ein Engel: „Es gibt Tiere, bei denen gewisse Anzeichen von höherer Liebe zu erkennen sind. Solche Tiere sind darum schon fähig, einen Unterricht von den Menschen anzunehmen. Je mehr Liebe bei gewissen Tieren, z.B. bei Hunden und Vögeln, vorhanden ist, desto fähiger sind sie auch für eine bessere Ausbildung zu verschiedenen Verrichtungen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 10]

 

Der Erzengel Raphael: „Weil jedes Tier eine eigene Seele hat, die eine abgegrenzte Lebenskraft besitzt, aus der heraus die Tierseele nach ihrer Willkür ihren Leibesorganismus in Bewegung setzt, so ist ein Tier auch verschiedentlich abrichtbar. Du kannst das Tier durch Worte und durch gewisse Handgriffe dazu bringen, daß es dir dient nach deinem Willen. Dies aber gibt dir das untrügliche Zeugnis, daß die Tiere auch eine Art Willensfreiheit haben, ohne die sie dir ebensowenig gehorchen und dienen könnten wie ein Stein oder ein Baum.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 98, 3 und 5]

 

Jesus: „Aus einer einzelnen Tierseele kann nie eine Menschenseele werden; denn die Seele eines verendeten Tieres, z.B. eines Ochsen, hört auf, eine Ochsenseele zu sein, weil sie sich bei ihrem Austritte aus dem Tierleibe alsbald mit anderen freien Tierseelen zu einer neuen und vollendeteren Seele vereinigt, sich zu einer Menschenseele ausbildet, um danach in einen Menschenleib eingezeugt zu werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 165, 11]

 

Der Herr weist auf hochentwickelte Fähigkeiten und den eifrigen Lerntrieb gewisser Vogelarten hin, welche diese Tierseelen nahe an die Menschenstufe heranführen.

[Hi. Bd. 1, S. 102, 5-7]

 

Jesus: „Die Seelen, die aus der Naturwelt dieser Erde hervorgehen, entschließen sich oft sehr schwer zum Menschendasein; nur viele Erfahrungen und die Erkenntnis, daß sie durch den Fleischesweg nichts verlieren sondern nur gewinnen können, und daß sie im schlimmsten Falle das wieder werden können, was sie nun sind, bestimmen sie endlich zu diesem Entschluß.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 116, 3]

 

Jesus: „Die Tierseelen empfinden einer ordentlichen Menschenseele Ausströmung und die daraus gebildete Sphäre des Außenlebenslichtes und der Außenlebenswärme. In einer vollkommenen menschlichen Außenlebenssphäre gedeihen die Tiere ebenso wie die Planeten im Lichte und in der Wärme der Sonne und bilden sich darin für den Übergang in eine höhere Stufe vortrefflich aus.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 216, 2-3]

 

Der Herr schildert die Entstehung des pflanzlichen und tierischen Lebens auf den Planeten unter der Einwirkung des Sonnenlichtes.

[Fl. Kap. 8, 24-30]

 

Jesus öffnet lichtsuchenden Römern die innere Sehe und zeigt ihnen unzählige Seelenformen von Pflanzen, Sämereien und Insekten. Dann sagt der Herr über ihre Bedeutung und Bestimmung: „Ihre Intelligenz treibt sie an, sich mit all dem schon Bestehenden zu einen, was ihrer Form verwandt ist. In den Pflanzen werden sie hernach tätig, und von ihrer Vielheit und erhöhten Tätigkeit hängt dann auch der Reichtum der Ernten ab, sowie auch die Vielheit der verschiedenartigsten Kleintiere, die ihr Mücken, Insekten und Würmer nennet. Das sind die ersten Tiere einer Erde, deren Seeleneinigung danach die größeren Tiere ins Dasein ruft.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 44, 15-21]

 

Jesus: „In den Großtieren aus der Urzeit — wie z.B. der Krake — sammelt sich der roheste Weltseelenlebensstoff, wird in ihnen gemildert und zu einem besseren Übergang reif gemacht. Wenn das Tier verendet, geht sein gesammeltes Leben in viele tausend höhere Lebensformen über, in denen es schon in einer kürzeren Frist eine höhere Lebensreife erhält, entweder im Wasser, in der Luft oder auf dem Erdboden. Und das geht dann also durch alle Lebensformen bis zum Menschen hinauf.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 62, 12]

 

Jesus: „Menschenseelen, die sich aus den Elementen der urzeitlichen Großtiere entwickelt haben, stehen auf einer sehr niederen Stufe, sie wurden von den alten Weisen „Kinder der Drachen und Schlangen“ genannt; denn die alten Weisen wußten in ihrer Einfalt vieles von der Seelenentwicklung.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 62, 12]

 

Jesus: „Die Wälder sind vor allem Aufnahmegefäße für zahllose Naturgeister, die im Reiche der Pflanzen ihre erste, schon mit einer geordneten Intelligenz gesonderte Einverleibung erhalten und zu einer solchen Reife gelangen, durch die sie dann ins intelligentere und freiere Tierleben übergehen können. Solange derlei Wälder auf der Erde in gerechtem Maße bestehen und die aus dieser Erde sich entwickelnden Naturgeister darin ihre wohlgeordnete Unterkunft finden, solange werdet ihr weder zu heftige Stürme noch zu viele schwere Seuchen erleben. — Wenn aber die gierende Gewinnsucht der Menschen sich zu sehr an den Wäldern der Erde vergreifen wird, dann wird für die Menschen böse zu leben und zu bestehen sein.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 63, 5-6]

 

Der Herr: In den Kreisen der Naturreiche geht alles Wesen- und Formenhafte unmerklich ineinander über, und man kann nicht sagen, wo beispielsweise das Pflanzenreich aufhört und das Tierreich beginnt.

[Hi. Bd. 1, 5. 240, 1ff.]

 

Der Herr: „In der untersten Luftregion eurer Erde ist überall für die komplette Vereinigung aller geistigen (seelischen) Spezifika ein gewisses Zentrum gegeben. Dieses Zentrum ist der eigentliche, engst gefesselte Urgeist oder der Liebesfunke aus Mir. Dieser zieht mächtig alles das an sich, was seines Wesens ist, und möge dieses noch so zerstreut sein, so wird es sich gerade an jenes geistige Zentrum anfügen, zu dem es gehört. — So konzentrieren sich die seelischen Intelligenzen um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum, oder sie strömen dahin, wo ihr geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und Eigenschaften nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, was gewöhnlich im Menschen vor sich geht, weil das eigentliche Zentrum erst in der Endform des Menschen wieder gegeben wird.“

[Ed, Kap. 38, 4 und 7]

 

Der Herr: „Die unterste Luftregion eurer Erde ist der Sammelplatz alles zerstreuten Seelischen um ein gegebenes geistiges Zentrum. Die leitenden Geister dieser Luftregion wachen darüber, daß die zerstreuten, aus dem Erdinnern aufsteigenden Seelenspezifika von den ihnen untergeordneten verschiedenartigen Naturgeistern durch die Stufen des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches geleitet und endlich in höheren Lebensformen gesammelt werden, deren Endform der Mensch ist.“

[Ed. Kap. 38 und 39]

 

Jesus: „In den Bergen, in der Luft, in der Erde, im Wasser und im Feuer gibt es Naturgeister, die noch nicht den Weg des Fleisches durchgemacht haben, weil sich für sie noch nicht die Gelegenheit geboten hat, durch den Leib eines Weibes im Fleische zur Welt geboren zu werden. Massen solcher noch ungeborener Seelen sind in allen Elementen vorhanden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 64, 6]

 

Jesus: „Da die Lebensformen der Naturwelt nur zeitweilige Sammler und Träger eines stets intelligenter werdenden Lebens sind, so liegt wenig daran, was nach dem Tode mit der lebensleeren Form geschieht. Ob also die Fische von Menschen oder von Tieren verzehrt werden, so beirrt dies die große Absicht des Schöpfers nicht im geringsten, der Endzweck des Lebens wird dennoch erreicht. Durch das wechselseitige Aufzehren der lebensleeren leiblichen Formen geht das Edlere wieder in ein anderes Leben über, und so vollzieht sich auf dieser Erde durch den ganzen großen Kreis der Geschöpfe ein fortwährender Kampf und Lebensumtausch bis zum Menschen hinauf.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 53, 10]

 

Jesus: „Dem Einlegen des Samenkorns ins Erdreich entspricht die Einfleischung der schon ganz ausgebildeten Naturseele, deren vorleiblicher Aufenthalt die Luft, besonders in der Mittelregion der Berge bis zur Schnee- und Eisregion hinauf, ist.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 216, 2]

 

03.11. Rückführung der gefallenen Seelen funken zur göttlichen Ordnung

Jesus zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Ist eine Naturseele — was ihr jenseitiger Geist aus Gott gar helle sieht — einmal in einem Leibe, sei es dem einer Pflanze oder eines Tieres, durch die erfolgte geistige Ausreifung fähig, in eine höhere Lebensstufe aufzusteigen, so veranlaßt ihr sie stets fortbildender jenseitiger Geist, daß ihr der für fernerhin unbrauchbare Leib abgenommen wird, damit sie dann, als schon mit höheren Intelligenzen begabt, sich einen anderen Leib bilden kann, in welchem sie sich in kürzerer oder längerer Zeit zu einer größeren Lebens- und Tätigkeitsintelligenz emporarbeiten kann. — Das geht so fort bis zum Menschen hinauf, wo die Seele, als schon völlig frei, im letzten Leib zum vollen Selbstbewußtsein, zur Erkenntnis Gottes, zur Liebe zu Ihm und dadurch zur vollen Vereinigung mit ihrem jenseitigen reinen Geiste gelangen kann, welche Vereinigung wir die Neu- oder Wiedergeburt im Geiste nennen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 133, 4]

 

Jesus: „Alle Materie ist durch die Allmacht Gottes gerichtetes und festgehaltenes Geistiges, dem aber die Fähigkeit zu einem stets freieren und selbständigeren Leben innewohnt. Um aber all die zahllos vielen und durch die Weltenmaterie von Gott gleichsam abgetrennten Urgeister in ein vollkommen freies und selbständiges Leben überzuführen, dazu gehört diese vielfache Übergangsordnung, wie ihr sie auf allen Punkten der Erde ersehet.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 102, 1-2]

 

Jesus zu gereiften Jüngern: „Der große Weltenmensch ist der euch ehedem dargestellte ‚verlorene Sohn‘, nun auf der Umkehr begriffen; und der Vater, der ihm entgegenkommt, bin Ich als Mensch unter euch, und Ich nehme ihn, den ‚verlorenen Sohn‘, in einem jeden Menschen, der nach Meiner Lehre lebt, wieder in Mein Vaterhaus auf. Wohl dem Sünder, der Buße tut und reuig zu Mir zurückkehrt!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 246, 8 und 9]

 

Kurze Darlegung Jesu des Geisterfalles und der Rückführung der Gefallenen über die Menschenstufein die höhere Ordnung Gottes.

[Ev. Bd. 1, Kap. 165, 8]

 

Jesus: „In Gottes ewiger Ordnung steht die Erhaltung aller erschaffenen Dinge, aber nicht im beständigen Gerichte der Materie, sondern ungerichtet frei im Geiste, aus welchem Grunde auch keine Materie in dieser Gerichtswelt eine Beständigkeit haben darf, sondern alles nur eine gewisse Zeit hindurch dauert, dann sich allmählich auflöst und nach der Ordnung Gottes ins Geistige, Beständige und Unvergängliche übergeht.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 20, 13]

 

Der Herr: „Könntet ihr das Feuer im tätigen Schwerpunkt der Erde mit geistigen Augen betrachten, so würdet ihr da ein Heer zahlloser Geister entdecken, das von Meinem Willen hier gehalten und zu der zweckmäßigen Tätigkeit angetrieben wird. Es sind die Urgrundgeister, gebannt zur tätigen Belebung der sie umgebenden Materie, durch welche sie selbst zeitgerecht höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommenere, freiere Leben übergehen können.“

[Ed. Kap. 4, 17-18]

 

Der Herr: „Nach und nach wird die ganze Seele Satans auferstehen in vielen Menschen, davon ein jeder vollkommener sein wird als der ganze frühere Geist.“

[Ed. Kap. 54, 9]

 

03.12. Engel und Geister als Schöpfungsdiener

Der Herr zu einem neuen Bewohner des höchsten Liebehimmels: „Wenn Ich dich absenden werde auf einen Weltkörper, dann rufe zu dir die Geister dieser Welt, und du wirst in der Sphäre dieser Geister ihre Welt und deren Bedürfnis erschauen. Dann rufe in deinem Herzen die Macht Meiner Liebe hervor und wirke aus dieser, dem Bedürfnis jener Welt entsprechend. Ich könnte dir auch alle Sphären mit einem Blicke erschaulich machen, aber du würdest dadurch eines mächtigen Grades der Seligkeit beraubt werden.“

[GS. Bd. 2, Kap. 8, 26-27]

 

Jesus: „Alle vollendeten Seelen durchdringt ein Geist, und sie haben durch ihn das ewige Leben, die Liebe, die Weisheit, die Macht und Kraft, als Mitleiter (mit Mir) der Welten und ihrer Geschöpfe in den materiellen, endlosen Raumgebieten zu wirken.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 129, 8]

 

Der Erzengel Raphael: „Ich habe als Erzengel Äonen Mitdiener, die alle von meinem Willen abhängen. Wenn ich aus dem Herrn etwas will, so erfüllt dieser Wille zahllose mir unterstehende Diener, die sogleich in Tätigkeit treten und eine verlangte Tat schnellstens vollbringen. Ich persönlich tue dabei nichts. Aber durch meinen Erzwillen werden Äonen von Geistern zur Tätigkeit vom innersten Seinsgrunde heraus bestimmt. Und die verlangte Tat wird auch darum um so sicherer und schneller vollbracht, weil vom Herrn und dann von uns Engeln schon lange alles vorgesehen und vorbereitet ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 2, 4-5]

 

Das Jesuskindlein zu dem römischen Statthalter Cyrenius: „Siehe, diese Meine Diener, die du als zarte Jünglinge hier erschaust, überwachen in Meinem Namen die ganze Schöpfung. Jede Welt, jede Sonne muß ihnen gehorchen auf den leisesten Wink, da Ich ihnen eine unbegrenzte Macht eingeräumt habe.“

[Jug. Kap. 152, 3-5]

 

Jesus: „Zahllose Heere urgeschaffener Geister haben die ihnen gegebenen Ordnungsgebote Gottes beachtet, und nun ist alle materielle Schöpfung ihrer Macht, Kraft und Weisheit untergeordnet.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 227, 13]

 

Jesus: „Jeder Erzengel hat die Macht, alles das zu bewirken, was Gott selbst bewirken kann; aber dessen ungeachtet wirkt doch kein Erzengel aus sich etwas, sondern erst dann, wenn er dazu von Gott beheißen wird. Darum bitten sogar die höchsten Erzengel Gott allezeit, wenn sie diese oder jene Mängel sehen, daß Gott sie beauftragen möge, dieses oder jenes zu tun.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 155, 16]

 

Jesus: „Dies alles, was ihr hier (im Hause und auf den Tischen der bekehrten Samariterin Irhael) sehet und was ihr gegessen und getrunken habt, ist nicht von dieser Erde, sondern durch die Engel Gottes aus den Himmeln hierher geschafft. Nun aber sehet, wieviele Engel bereitstehen, um Mir zu dienen!“ — Da verschwanden des Hauses Wände, und alle sahen die Himmel offen stehen mit Scharen dienender Engel.

[Ev. Bd. 1, Kap. 35, 5 f]

 

Jesus zu dem staunenden Oberstatthalter Cyrenius: „Auch Ich bin ein Herr und habe Meine Diener, die Meine Befehle der ganzen Unendlichkeit verkünden. Sie sind dir freilich nicht sichtbar, aber wo du nichts ahnst, da harren zahllose Legionen der mächtigsten Engel Meiner Winke.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 37, 15]

 

Über die geistige Speise der Geister, materiellen Welten und Wesen belehrt Jesus den bekehrten Tempelobersten Nikodemus, der über das Essen und Trinken des Erzengels Raphael staunt: „Du siehst, daß dieser Geist ebenso ißt und trinkt wie Ich selbst, der allerhöchste Geist. Da dieser Engel für die Zeit seines Hierseins einen euch sichtbaren Leib haben muß, so braucht er für solchen Leib, wenn er auch noch so ätherisch-zarter Art ist, die Kost dieser Erde, damit er euch sichtbar bleibe, solange es nötig ist. — Im Himmel der reinen Geister wird auch gegessen und getrunken, aber geistig und nicht materiell. Die geistige Speise besteht in der reinen Liebe und Weisheit aus Gott. Diese durchdringt die ganze Unendlichkeit und nährt alle Wesen, und zwar zuerst die Geister und dann durch diese alle materielle Schöpfung im unermeßlichen Ätherraum, in dem Myriaden von Sonnen und Planeten wie die Fische im Meere schwimmen. Aus dem Äther bekommen zunächst die Weltkörper ihre Nahrung und aus den Weltkörpern dann alle Geschöpfe auf und in ihnen. Bei den Weltkörpern aber wird zuerst die Luft aus dem sie umgebenden Äther und durch sie erst der Weltkörper selbst ernährt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 61, 3-4]

 

Jesus über den gewaltigen Wirkungskreis der Erzengel und Engel Gottes als Leiter der unermeßlichen Sonnen- und Weltengebiete.

[Ev. Bd. 2, Kap. 140, 2-3]

 

Zwei mächtige Engel berichten über ihren Ordnungsdienst in einer Hülsenglobe.

[Ev. Bd. 2, Kap. 57, 1]

 

Der Herr: „Über ein ganzes Land wacht schon ein Geist aus der dritten (obersten) Luftregion eurer Erde. Über ein großes Reich gebietet ein Engelsfürst. Über alle Reiche aber wacht der Fürst der Fürsten, wie Er auch wacht in jedem einzelnen Spezifikum; denn des Herrn Auge sieht überall, was da ist und geschieht.“

[Ed. Kap. 44, 13]

 

Der Erzengel Raphael erläutert, wie die den Hellsichtigen als Feuerschlangen sichtbaren göttlichen Urkräfte nach dem Schöpferwillen Gottes Lebewesen gestalten unter Mitwirkung mächtiger Engel und ihrer zahllosen Dienstgeister, und zeigt als Beispiel das Werden einer Henne aus dem Ei und die Urerschaffung einer Eselin.

[Ev. Bd. 4, Kap. 119, 6-18, Kap. 120, 1-7]

 

Der Herr: „Schutzgeister, Engel und große Engel, an ihrer Spitze Ich selbst, überwachen die Zeugung und Entwicklung jedes Menschenleibes, sowie die Ausbildung der Menschenseele im Mutterleibe.“

[Ed. Kap. 50, 5-11]

 

Entstehung und planvolle Ausbildung der menschlichen Leibesfrucht im Mutterleibe unter der Leitung himmlischer Geister.

[Ed. Kap. 50, 8-11, Kap. 51, 1-4]

 

Der Herr: „Nach der Geburt des Kindes wird alsbald die Lunge in Tätigkeit gesetzt, um aus der Luft mit jedem Atemzuge eine Menge Spezifika aufzunehmen, welche zur Bildung des Nervengeistes und zur Kräftigung des formalen Wesens der Seele sofort Verwendung finden. — Ihre innere Spezifikal- und Intelligenzialnahrung bekommt die Seele durch die Sinne des Leibes, wohlgeordnet von den guten Geistern der erdnahen Sphäre.“

[Ed. Kap. 51, 16]

 

Die leitenden Geister der untersten Luftregion unserer Erde.

[Ed. Kap. 38-40]

 

Der Geist der Andritzquelle bei Graz: „Es glaube ja keiner, daß ein bergbeherrschender Geist eine Fabel sei! Denn da der liebevollen Macht des Ewigen zahllose Heere von Geistern liebewillig untertan sind und die größte Freude und Seligkeit darin finden, wenn ihnen die Liebe des Herrn nur irgendwo etwas zu tun gibt, so gewährt denn der Herr auch gern, was diese Geister liebend begehren.“

[Hi. Bd. 1, S. 58, 6]

 

Der Naturgeist der Andritzquelle bei Graz schildert das weise, segensvolle Wirken des ihm übergeordneten höheren Geistes.

[Hi. Bd. 1, S. 58, 7]

 

Wache haltende reinere Berggeister bevorzugen als Wohnsitz hohe, besonders freistehende Berge mit schöner Aussicht.

[Ed. Kap. 37, 5]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Die Naturgeister in der Materie der Berge, die mit dem in der Luft freien Goldstoff am nächsten verwandt sind, ziehen vermöge ihrer Intelligenz und Willenskraft das freie Gold aus der Luft an sich, und wenn das mehrere Hunderte von Jahren fort und fort geschieht, so wird an solchen Stellen viel Gold sichtbar.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 16, 2]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Daß eine Goldansammlung in der Natur — der Berge — nur sehr langsam vor sich geht, daran schuldet die geringe Intelligenz und Willensmacht der Naturberggeister in ihrem gerichteten Zustande. Doch ein freier und vollkommener, mit den höchsten Intelligenzen und der Fülle der Willensmacht aus Gott versehener Geist kann dies in einem Augenblick bewirken.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 16, 3-4]

 

Der Bergwerksbesitzer Kisjonah, ein Anhänger Jesu, berichtet von den Erfahrungen und Erzählungen seiner Bergleute über ihre Begegnungen mit Berggeistern und erwähnt die weisen Ermahnungen eines alten Führers dieser Wesen.

Ev. Bd. 2, Kap. 65, 1-3

 

Jesus: „Es gibt etliche Naturseelen auf dieser Erde, die nahe ein fünffaches Alter Methusalems erreicht und den Weg des Fleisches noch nicht betreten haben. Alles wäre ihnen sonst recht, nur der Verlust der Rückerinnerung hält sie zurück, weil sie dies als eine Art Tod ihres gegenwärtigen Seins ansehen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 116, 6]

 

Das Mägdlein Jarah beschreibt eine von ihr geistig erschaute, vor der Gesellschaft Jesu erscheinende Naturgeisterschar: „Was sind denn das für Männlein in allen Farben?! Sie kamen vom Walde her und umlagern uns nun. Einige scheinen ein dunstiges Kleid zu haben; die meisten sind ganz nackt und alle haben die Größe von zwei Jahre alten Kindern.“ Darauf Jesus: „Das sind diesirdische Naturseelen, die den Weg des Fleisches noch nicht durchgemacht haben. Sie haben auch bis jetzt keine besondere Lust dazu, weil sie eine neue Einkerkerung in die Materie zu sehr fürchten. Die Bekleideten haben sogar eine Sprache, und eine gewisse Intelligenz besitzen sie alle.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 115, 1-2]

 

Das Mägdlein Jarah befragt einen menschenähnlichen Naturgeist über sein Wesen und Wollen, sie erhält eine zwar sehr derbe, aber im Grunde weise Antwort.

[Ev. Bd. 4, Kap. 115,6, 12, 14 und 16]

 

Jesus: „Viele Naturseelen halten sich gern in Bergen auf, gehen aber auch in die Wohnungen einfacher Menschen und tun ihnen Gutes; nur dürfen sie nicht beleidigt werden, sonst ist mit ihnen nicht gut Mahlzeit halten. Sie besuchen heimlich auch Schulen und lernen vieles von den Menschen. Den Bergleuten zeigen sie nicht selten reiche Metallager. Auf den Almen dienen sie den Hirten und den Weidetieren.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 116, 4-5]

 

Leben, Wesen und Wirken der Luft-, Berg- und Wandergeister und ihr Verhalten zu den Menschen dieser Erde.

[Ed. Kap. 34]

 

Jesus erklärt die Entstehung eines riesigen Erdloches durch das rachsüchtige Wirken böser Menschenseelen und Naturgeister. Der Herr beschwört und bedroht die argen Wesen und gebietet ihnen, das Erdloch wieder aufzufüllen.

[Ev. Bd. 6, Kap. 70,5-13]

 

Jesus erklärt Seinem Freunde Lazarus von Bethanien die durch Naturgeister erfolgte Freilegung einer reichen Naphthaquelle auf dem Landgut des Lazarus.

[Ev. Bd. 6, Kap. 167, 4-6]

 

Jesus belehrt die Seinen darüber, wie Hitze durch Erregung und Tätigkeit der Naturgeister und Kälte durch deren Untätigkeit entsteht.

[Ev. Bd. 4, Kap. 147, 4-8]

 

Der Herr: „Um in unserer unteren Wesenbauregion (Luftregion der Erde) die einzelnen seelischen Intelligenzen um ein geistiges Zentrum so zu ordnen und so zu verbinden, daß daraus mit der Zeit ein wirklich vollkommenes Erkennen (eine vollkommene Intelligenz) hervorgehen kann, müssen Wesen fortwährend gegenwärtig sein, die über eine solche Wesenbauordnung zu wachen und diese zu leiten haben, da sich die zerstreuten Seelenintelligenzpartikel nicht von selbst ordnen können.“

[Ed. Kap. 39, 10]

 

Der Herr: „Wer sind die Baumeister in der untersten Luftregion eurer Erde? — Da sind zuerst als oberste Leiter die Engel; also gibt es in dieser Region sehr viele Engel. — Der allerhöchste Leiter dieses großen Geschäftes bin aber Ich selbst, und da, wo Ich walte, halten sich noch gar viele auf, die gerne mitwirkend um Mich sind.“

[Ed. Kap. 39, 11-12]

 

Vom Überwachungsamt und der Arbeitseinteilung und -leistung der einfacheren, sowie der vollkommeneren Flurgeister.

[Ed. Kap. 44]

 

Der Herr: „Für die in der ersten (untersten) Luftregion eurer Erde überaus tätigen, reinen Geister und Engel sind Ruhezeiten anberaumt, in denen sie Erholung haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter.“

[Ed. Kap. 40, 7-8]

 

Weiser Rat des himmlischen Vaters: „Wer da ist schwachen Leibes, der soll nicht fürchten die gesegneten Berge; denn ihre Scheitel sind umflossen vom stärkenden Hauche der Geister des Lebens. Fürwahr, auf den Bergen und Höhen, da drehen sich selige Reihen und schmücken die duftenden Scheitel mit goldenen Blumen der ewigen Liebe!“

[Gr. Einltg. Abs. 2]

 

Wesensart und Kampf der Natur- und Friedensgeister in der Bergwelt.

[Gr. Kap. 6]

 

Der Herr über die Sammlung und Ernährung der für die Arche Noahs bestimmten Tiere durch Seine Engel.

[H. Bd. 3, Kap. 345, Kap. 347, 1-7]

 

Der Herr: „Da es Mir gar wohl allezeit möglich ist, die allergrößte Weltmenagerie Tag für Tag zu erhalten, so wird es Mir wohl auch damals möglich gewesen sein, die Menagerie Noahs in der Arche ungefähr ein halbes Jahr lang zu erhalten. Daß in derselben Zeit für den frommen Noah und noch für viele andere Menschen Meine Engel sichtbar den Erhaltungsdienst verrichteten, das macht keinen Unterschied von der gewöhnlichen Alltagserhaltung Meiner Geschöpfe; denn das ist ja immer ein gleiches Geschäft Meiner Engel aus Mir!“

[H. Bd. 3, Kap. 345, 3-4]

 

Der Herr: „Wer weiß es, wieviel Kraft die entbundenen Geister in den Wasserdämpfen besitzen? Fürwahr, wenn sie von Meinen Engeln nicht im Zaume gehalten würden, da könnten sich die stolzen Maschinenbauer eurer Erde gar bald überzeugen, auf was für hohlem Grunde all ihre Berechnung ruht. Denn entbundene Geister von auch nur einer Maß Wasser könnten im ungezügelten Zustande in einem Augenblick ganze Gebirgsketten in Staub verwandeln, woraus ihr gar leicht ersehen könnt, wieviel himmlischen Schutzes es da immerwährend bedarf, damit die Menschen bei ihren törichten Unternehmungen nicht allzumal zugrundegehen!“

[Sa. Kap. 10. Abs. 10]

 

03.13. Das geistige Wesen aller Materie

Jesus: „Alles, was nun Materie ist, war dereinst Geistiges, das da freiwillig aus der guten Ordnung Gottes getreten ist, sich in den verkehrten Anreizungen begründete und darin verhärtete. Die Materie ist demnach nichts anderes als ein gerichtetes und aus sich selbst verhärtetes Geistiges. Noch deutlicher gesprochen ist sie eine allergröbste und schwerste Umhülsung des Geistigen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 103, 4]

 

Jesus zu dem römischen Hauptmann von Samosata, der die Grausamkeit des Tierlebens und -sterbens beklagt: „Es ist wahr, daß auf dieser Erde alles Leben fortwährend allerlei Feinden ausgesetzt ist und stets kampfbereit dastehen muß, um sich zu behaupten. — Allein dieser Kampf gilt nur der durch den allmächtigen Willen Gottes gerichteten Materie, die stets dann am meisten zu leiden hat, wenn ihr inneres Geistwesen, das wir Seele nennen, sich von der Materie lostrennt und in einen vollkommeneren Lebensgrad aufsteigt. Denn alle Materie dieser Erde — vom härtesten Stein bis zum Äther hoch über den Wolken — ist Seelensubstanz, aber in einem gerichteten und gefesteten Zustande. Ihre Bestimmung ist, wieder ins ungebundene, reingeistige Sein zurückzukehren, wenn sie durch diese Bindung die Lebensselbständigkeit erreicht hat. Um aber diese durch eine stets erhöhte Selbsttätigkeit zu erlangen, muß die aus der gebundenen Materie freigemachte Seele alle möglichen Lebensstufen durchlaufen und sich in jeder neuen Lebensstufe wieder von neuem in einen materiellen Leib einpuppen, aus dem sie dann wieder neue Lebens- und Tätigkeitssubstanzen an sich zieht und sich zu eigen macht.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 133, 3]

 

Jesus zu dem philosophischen Denker Philopold: „Zwischen ‚von Ewigkeit her‘, ‚früher‘ und ‚jetzt‘ ist in Meinem Sein und Bestehen gar kein Unterschied, was Mein reingöttliches Ich betrifft. Und wäre es nicht so, wahrlich, dann hätte Ich in diesem Menschenleibe keine Macht und Gewalt über die gesamte materielle Schöpfung; denn alles ist aus Mir, und nicht bin Ich aus dem allen. Da nun alles aus Mir ist und Ich durch Meinen Willen in allem das Inwendigste bin als das alles erhaltende, führende, ordnende und belebende Prinzip, so bin Ich der Macht Meines Willens und Meiner Weisheit nach das Alpha und das Omega oder der Anfang und das Ende, wie auch das Erste und Letzte in aller Kreatur!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 31, 3 und 5]

 

Der Herr: „Die kleinsten Teile der Materie sind ursprünglich eine Ideenkraft aus Mir, dem Schöpfer aller Dinge; diese Ideenkraft bekommt Form, und die Form bekommt Leben aus dem Leben des Schöpfers. Der Schöpfer gibt die neubelebte Form frei von sich, gibt ihr aus Seinem Urlicht ein Eigenlicht und mit diesem lebendigen Lichte die eigene Intelligenz, wodurch die neubelebte Form sich erkennt und ihrer selbst wie ein selbständiges Wesen bewußt wird. — Hat die Form sich so erkannt, da wird ihr die Ordnung, ein Gesetz alles Seins, gegeben, mit dieser Ordnung das innerste Feuer der Gottheit, ein Funke der ewigen Liebe, aus dem geht hervor der Wille. Nun hat die neubelebte Form Licht, Selbsterkenntnis, Selbstbewußtsein, die Ordnung und den Willen und kann ihren Willen der Ordnung gemäß einrichten oder auch dieser Ordnung zuwiderhandeln.“

[Ed. Kap. 27, 5-7]

 

Der Herr: „Hätten die Naturforscher der alles beherrschenden und erfüllenden Lebenskraft (Gottes) einen Platz in ihren Schriften eingeräumt, so hätten sie schon lange in ihrem Wissen einen gewaltigen Schritt vorwärts gemacht und hätten nicht nötig, ‚tote Kräfte‘ — was ein gröbster Unsinn ist — abzuwägen und zu zergliedern, sondern sie hätten sogleich mit jener Grundbedingung alles Seins zu tun bekommen, in welcher sie sich selbst und alle Materie vom rechten Standpunkt aus schon lange vollkommen erkannt hätten! Aber so tappen — was eigentlich das Dümmste ist — die Lebendigen in lauter toten Kräften herum und wollen am Ende gar noch beweisen, daß die lebende Kraft ein Gemisch und eine Zusammensetzung aus lauter toten Kräften ist! — In welcher Logik kann denn eine wirkende Kraft als ‚tot‘ angesehen werden?! Kann es etwas Unsinnigeres geben, als gewissen sichtbaren Wirkungen einen toten Grund zu unterbreiten?“

[Ed. Kap. 41, 6-7]

 

Der Herr: „Wenn in und an der Materie wirkende Kräfte entdeckt werden, so sind sie nicht tot, sondern lebendig und intelligent; denn ohne Intelligenz läßt sich ebensowenig eine Wirkung denken wie ohne Kraft. — Wo nichts als lauter Wirkungen erschaut werden, da muß es auch ebenso viele Kräfte wie Wirkungen geben; und weil alle diese Wirkungen geordnet und planmäßig sind, darum müssen auch ebenso viele Intelligenzen wie Kräfte vorhanden sein! Daraus wird auch begreiflich, daß die Materie aus lauter Seelenfunken, also Intelligenzen besteht, welche von höheren Kräften und Intelligenzen nach Ordnung und Notwendigkeit zeitweilig festgehalten werden können. Wenn aber die Zeit des Festhaltens vorbei ist, dann erwachen die einzelnen Intelligenzen und einen sich als Ursubstanz wieder in jenem Wesen, in welchem sie uranfänglich aus Mir, dem Schöpfer, gestaltet worden sind; und diese Wiedervereinigung ist dann zum Teil das Werk der Intelligenzen selbst und zum Teil das der höheren Geister.“

[Ed. Kap. 41, 8-10]

 

Jesus: „Was da vorhanden ist in der ganzen Unendlichkeit, das ist aus Gott, also im Grunde völlig geistig. Daß es in einer Welt als feste Materie erscheint, das macht die beharrliche Festigkeit des göttlichen Willens; hörte dieser auf, einen Gedanken festzuhalten, so wäre von ihm für kein materielles Auge mehr eine Spur zu entdecken, obwohl der auf diese Art aufgelöste Gedanke Gottes in Gott geistig auf ewig fortbesteht.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 107, 11]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Alle Materie entsteht durch die Beharrlichkeit des göttlichen Willens, so verschiedenartig sie auch erscheinen mag; denn die verschiedenen Stoffe und Elemente der Materie sind Gottes Gedanken. Ihre Formen und Farben sind die aus Gottes Gedanken in uns gestalteten Ideen. Ihre Zweckdienlichkeit sind die aus diesen Ideen entwickelten Begriffe, und die Erreichung eines höheren geistigen Zieles für alle Materie ist die göttliche Absicht, aus der für alles das glückliche Endziel hervorgehen wird. Darum ist ein wahres und reales Sein nur bei uns ewig unsterblichen Geistern, und das Sein der Materie ist nur ein von uns (nach Gottes Plan) bewirktes und ist jederzeit von uns abhängig.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 69, 1-2, Kap. 70, 11]

 

Der Herr: „Die erste, unterste Luftregion eurer Erde befindet sich dort, wo die naturmäßige, atmosphärische Luft, in welcher Pflanzen, Tiere und Menschen leben, über der Erdoberfläche rastet. Das Geistige ist hier mit dem Naturmäßigen so eng verwebt, daß ein Weiser sagen müßte: Ich finde in dieser ganzen untersten Luftregion nichts als Geistiges; nur das, was durch die geistige Kraft fixiert wird, hat das Ansehen des Natürlichen, im Grunde aber ist dennoch alles vollkommen geistig!“

[Ed. Kap. 38, 1-2]

 

Jesus: „Alles, was der unendliche Raum als Materielles innefaßt, ist gefangenes und gerichtetes Geistiges. Es sind Geister im Gerichte der Kraft und Macht des göttlichen Willens bis zu einer geordneten Zeit hin, in der sie jenen Grad der Festigung erreicht haben, auf dem dann die geistig selbständige Lebensfortbildung angebahnt werden kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 122, 6]

 

Der Erzengel Raphael: „Ihr wähnet, daß die durch sichtige Luft so gut wie nichts sei. Wenn aber diese Luft in eine starke Bewegung gesetzt wird, daß sie durch ihre Gewalt als Sturmwind die mächtigsten Zedern entwurzelt, so müsset ihr dann doch erkennen, daß die Luft ein bedeutend mächtiges Etwas ist. Ja, die Luft ist schon ein Körper und enthält alle erdenklichen Stoffe und Körper in einem noch ungebundenen Urzustande.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 72, 1]

 

Der Erzengel Raphael erklärt dem Freunde Jesu, Lazarus von Bethanien, seine, Raphaels, Materialisationswunder: „Siehe, in der Luft sind in aufgelöstem Zustande alle Substanzen und Stoffe einer ganzen Erde enthalten. Du kannst sie zwar mit deinen irdischen Sinnen nicht wahrnehmen, aber für einen vollkommenen Geist ist das etwas Leichtes. Und es ist einem solchen Geiste auch leicht möglich, die zu irgendeinem Gegenstande nötigen Stoffe aus der Luft zusammenzufassen und sie in einem Augenblick als das darzustellen, was sie in naturmäßiger Ordnung erst nach und nach werden können.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 15, 3]

 

Der Erzengel Raphael zu einem indischen Weisen: „Die Erde ist ebensogut ein organisches und seelischlebendiges Wesen wie du und jedes Geschöpf, das da atmet, wirkt und webt im endlosen Schöpfungsraume.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 114, 4]

 

Der Herr: „Wer ein Mikroskop hätte, das die Gegenstände sechsmillionenmal vergrößerte, der würde damit in einem Wassertropfen eine ungeheure Menge der seltsamsten tierischen Gestalten entdecken. Diese Gestalten sind Träger verschiedener Intelligenzen, welche einander fortwährend feindlich begegnen, ergreifen und verzehren.“

[Ed. Kap. 46, 9]

 

Der Erzengel Raphael: „Weder in der Sonne noch auf dieser Erde geschieht irgend etwas ohne einen dienstbaren Geist, denn alles, was du ansiehst und anrührst, ist im Grunde ja Geist, sogar die gröbste Materie. Beleidigst du die im tiefen Gericht wie tot ruhenden Geister zu sehr durch Stoß und Druck, so wirst du bald ihre Macht fühlen. Denn wird beispielsweise die Luft durch einen zu gewaltigen Stoß oder Druck aus ihrer Ruhe und aus ihrem Gleichgewicht gebracht, so reißt sie, zum Sturm geworden, die kräftigsten Baumstämme aus der Wurzel, macht die Erde erbeben, entzündet sich in tausend verheerenden Blitzen und wird zum furchtbarsten Element. Wer wütet da so grimmig? Es sind die in der Luft ruhenden, gerichteten, nun aber grimmigst erregten Geister!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 234, 1-3]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Wir Geister in unserer für euch unwägbaren Sphäre sind das allein wirkliche, ursprüngliche, reingeistige Etwas. Alles andere in der materiellen Welt ist nur eine durch unseren Willen bewirkte Erscheinlichkeit, damit für eure materiellen Seelen ein beharrliches Mittel da ist, womit ihr euch gleich uns die volle, wahre Lebensfreiheit verschaffen könnt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 68, 12]

 

Jesus: „Jede Lebensform in der Naturwelt entspricht einer gewissen Intelligenz. Je einfacher sie ist, desto geringer ist auch die ihr innewohnende Intelligenz. Je ausgebildeter und zusammengesetzer du aber eine Form erschaust, desto mehr Intelligenz wirst du in ihr finden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 53, 7]

 

Endlose Teilbarkeit der Materie, erwiesen durch die weite Ausbreitung von Düften.

[Ed. Kap. 27, Abs. 4]

 

Der Herr: „Was an einem Magneten sichtbar ist, das ist Materie, was aber in dem Magneten anziehend oder abstoßend wirkt, das ist Substanz. Diese Substanz kann mit dem fleischlichen Auge nicht gesehen werden, allein das Auge ist ja auch nicht der einzige Fühler und Ansager seelischer und geistiger Dinge.“

[Ed. Kap. 41, 2]

 

Der Herr: „Ein elektrischer Funke, obschon sichtbar, ist keine Materie, sondern seelenähnliche Substanz, welche in der Materie ruht; wenn sie erregt wird, so äußert sie augenblicklich eine alles durchdringende Kraft.

[Ed. Kap. 41, 4]

 

Der Herr: „Steinmassen und Felsenmassen bewirken in der menschlichen Seele lebendige Gefühle, wie: Anmut, Begeisterung und Bewunderung. Sollte wohl der tote Stein diese lebendigen Gefühle hervorrufen können!? — Da sage Ich: Wer Ohren hat, der höre und wer Augen hat, der schaue, was der lebendige der lebendige Geist zu dem lebendigen Geiste spricht! Diese Steinmassen sind ebenso wie der lebendigste Cherub aus der allmächtigen, ewigen Kraft Gottes hervorgegangen. Wie könnte denn auch das ewige Urleben alles Lebens ‚tote‘ Steine erschaffen?!“

[Ed. Kap. 43, Abs. 10-11]

 

03.14. Der Gottesfunke in jeder Kreatur

Jesus zu einem grüblerischen Gottsucher: „Wenn du das einfachste Würmchen ins Leben zu rufen imstande bist, dann vermagst du ebensogut eine ganze Erde und alle Gestirne ins Dasein zu rufen! Denn die sichtbare körperliche Lebensmaschine eines noch so unbedeutenden Würmchens ist in ihrem organischen Bau so kunstvoll, daß du dir davon keinen Begriff machen kannst! Und wäre diese äußere Lebensmaschine nicht so kunstvoll und weise eingerichtet, wie könnte man da ein substantielles Seelchen hineinsetzen, und wie sollte dieses sich einer solchen Lebensmaschine zu seiner weiteren Entwicklung bedienen? Und wenn Derjenige, der das Würmchen ins Dasein ruft, nicht selbst ein vollkommenster Herr aller Kräfte und alles Lebens wäre, — wie könnte Er eine solche Maschine beleben?“

[Ev. Bd. 10, Kap. 170, 14-15]

 

Jesus: „Alles den Menschen sichtbare Erschaffene ist gerichtetes Geistiges und hat die Bestimmung, durch eine lange Reihe von allerlei Formen endlich in ein freies und selbständiges Leben überzugehen. Diese Formen beginnen vom Steine an und gehen durch die Mineralreiche über zum Pflanzenreich, durch das Pflanzenreich ins Tierreich und von da bis zum Menschen. Alle diese Formen sind Aufnahmegefäße vom Leben aus Gott.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 53, 5-6]

 

Jesus: „Tier- und Pflanzenseelen sind von dem allgemeinen Gottraumesleben nicht streng geschieden und darum aus ihrem Innewerden ohne Unterricht zu allem geschickt, wozu sie ihrer Beschaffenheit und Einrichtung nach bestimmt sind. Jedes Tier kennt seine ihm zusagende Nahrung und weiß sie zu finden; es hat seine Waffen und weiß sie ohne alle Übung zu gebrauchen. So kennt auch der Geist der Pflanzen genau den Stoff im Wasser, in der Luft und im Erdreich, der seiner besonderen Individualität dienlich ist. Der Geist oder die Naturseele der Eiche wird niemals den Stoff an sich ziehen, von dem die Zeder ihr Sein und Wesen schafft. Ja, wer lehrt denn das eine Pflanze?! — Seht, das alles ist die Wirkung der höchsten und allgemeinsten Raumlebensintelligenz Gottes. Aus dieser schöpft jede Pflanzen- und Tierseele die ihr nötige, gesonderte Intelligenz und ist dann nach deren Weisung tätig.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 29, 8-9]

 

Der Erzengel Raphael weist den Römer und Gartenfreund Agrikola darauf hin, daß in seinen Gärten in Rom unter den gleichen Klima- und Bodenverhältnissen die verschiedenartigsten Gewächse gedeihen, und fährt fort: „Woher kommt es denn nun, daß jeder Same aus der gleichen Erde, aus dem gleichen Wasser, aus derselben Luft, aus demselben Licht und aus derselben Wärme nur diejenigen Urstoffe an sich zieht und in seiner Art verkörpert, die er als stets der gleiche Same schon vor vielen tausend Jahren an sich gezogen und verkörpert hat? — Siehe, da taucht Reingeistiges in der organischen Materie auf und zeigt dem scharfsinnigen Beobachter, daß nicht das dem Menschenauge Sichtbare, sondern nur das im Samenkorn verborgen ruhende Reingeistige ein wirkliches Etwas ist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 73, 1-9]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Das im Samenkorn wirkende Reingeistige ist ein mit Liebe, Licht und Willenskraft erfüllter Gedanke oder eine Idee Gottes in voller Getrenntheit von den zahllos vielen anderen für sich ebenso abgesonderten Gedanken und Ideen Gottes. Dieser so für sich abgesonderte Geist im Keimhülschen des Samenkorns, im Besitz seiner klaren Intelligenz und im Bewußtsein seiner Kraft, wird leicht inne, wann der Same als sein von ihm erbautes materielles Wohnhaus sich in der Lage befindet, in welcher der reine Geist seine Tätigkeit beginnen kann.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 73, 9 und Kap. 74, 1]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Wenn der Same in die feuchte Erde gelegt wird und die äußere materielle Umkleidung sich erweicht, so fängt der reine Geist sogleich an, von seiner Intelligenz und Willensmacht Gebrauch zu machen. Er erkennt genauest die ihm entsprechenden Teilchen in der Erde, im Wasser, in der Luft, im Licht und in der Wärme, zieht sie an sich und schafft aus ihnen in seiner Ordnung das, was seinem Wesen entspricht, und so siehst du dann eine Pflanze aus dem Boden der Erde emporwachsen mit der ihr stets gleichen Eigentümlichkeit.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 74, 2]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Der in einer Pflanze wirksam gewesene Reingeist erhebt sich nach vollbrachtem Werk und geht im Verbande mit den an sich gezogenen Seelenteilchen zur Bildung höherer und vollkommenerer Formen und Wesen über. — Was ich dir nun von den Pflanzen gesagt habe, das gilt in geringerem Maße auch von allen Mineralien und in einem höheren Maße auch von allen Tieren und endlich vorzüglich vom Menschen. Uranfänglich aber gilt dasselbe von der Bildung aller Weltkörper, aller Hülsengloben und des gesamten großen Weltenmenschen. — Die nun von mir dir gegebene Regel gilt also für die ganze Ewigkeit und Unendlichkeit: Verstehst du das Alpha, so verstehst du auch das Omega!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 74, 3, 5]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „In allen Keimen der Pflanzen und Bäume wohnt in einer kleinen, zarten Hülse eine sonderheitliche Intelligenz in der Gestalt eines deinem Auge nicht sichtbaren Fünkleins. Dieses Fünklein ist das eigentliche Naturleben des Samens und hernach der ganzen Pflanze. Nun denke dir aber die beinahe zahllose Menge der verschiedenartigsten Pflanzen und Bäume, die natürlich auch alle verschiedenartige Samen tragen, in deren Keimhülschen ebenso verschiedene geistige Intelligenzfünklein wohnen! Wenn du nun verschiedene Samen ins Erdreich legst, so werden sie durch die Wärme und die vom Erdreich aufgesogene Feuchtigkeit erweicht, das geistige Fünklein wird tätig und erkennt ganz bestimmt jene Stoffe in der es umgebenden Luft, die es braucht, fängt an, sie durch seine ihm eigene Willenskraft anzuziehen und bildet aus ihnen eben jene Pflanze mit ihrer Gestalt und Frucht, die zu bilden es die geeignete Intelligenz und die ihr entsprechende Willenskraft vom Herrn aus besitzt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 15, 5-6]

 

Jesus zu staunenden Freunden: „Seht, der Wein, der durch die Rebe nach und nach bereitet wird, ist ebenso ein Wunder wie dieser, den Ich für euch hier plötzlich erschaffen habe. Ich könnte allezeit den Wein und alles andere so erschaffen, wie Ich nun für euch den Wein in euren Bechern erschaffen habe aus der Luft, in der alle Bestandteile, die zum Weine gehören, vorhanden sind, gleichwie alles, was zur Hervorbringung auch aller anderen Dinge und Kreaturen erforderlich ist. Der Mensch kann das mit seinen Fleischesaugen freilich nicht sehen; nur der Geist kann das sehen und vereinen und zwar entweder plötzlich oder — wegen der Probung des menschlichen Verstandes, der Liebe und Geduld und wegen der Erweckung der Tätigkeit des Menschen — nach und nach auf die euch als natürlich bekannte Weise. Immer aber ist es ein und derselbe Geist, der ganz allein alles so oder so zu bewirken imstande ist, weil er der Urgrund von allem ist und ewig sein wird.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 108, 4]

 

Jesus: „Solange das Samenkorn in der Erde nicht stirbt, zerfällt und sich so auflöst, daß seine früher festen Teile in die Ähnlichkeit des Geistes übergehen, solange auch bleibt der Geist untätig und verborgen. Wenn sich aber das Fleisch des Samenkorns in der Erde zu erweichen und aufzulösen beginnt und in seinen stets ätherischer werdenden Teilchen dem im Keime wohnenden Geist ähnlicher wird, dann fängt der Geist an, die ihm ähnlichen Teile zu ordnen. Er durchdringt sie immer mehr, und es tritt dann — wie du das bei jeder emporkeimenden und fortwachsenden Pflanze gar wohl merken kannst — ein ganz neuer Seinszustand ein.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 77, 7]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Das Kraut, gewisserart das Fleisch einer Pflanze, von der Wurzel bis zur höchsten Stammspitze, wird nur darum vom Geiste erzeugt, auf daß der reine Geist sich in den neuen Samenkörnern schöpferisch vervielfachen kann und so sein Ich verunendlichfältigt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 74, 2]

 

Der Erzengel Raphael: „Dadurch, daß jeder Gedanke und jede Idee Gottes, als aus der höchsten Intelligenz Gottes durch Seinen Willen hervorgehend, auch in sich selbst als eine sonderheitliche Intelligenz den entsprechenden Teil des Gotteswillens birgt, kann jeder solche den Gotteswillen in sich tragende Einzelgedanke Gottes oder eine ebenso beschaffene größere Idee des Herrn auch nimmer ein Ende nehmen, weil Gott einen einmal gedachten Gedanken und eine tiefere Idee nie in Seinem hellsten Selbstbewußtsein vergessen kann. Weil das aber unmöglich ist, so ist jeder kleinste Gedanke und jede geringst erscheinende Idee Gottes in ihrer urgeistigen Beschaffenheit ewig unzerstörbar.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 17, 3]

 

Der Erzengel Raphael zu dem Römer Agrikola: „Im Samenkorn ist der im Keimhülschen ruhende Geist allein ein wahres Etwas, während der übrige Samenleib für sich gar nichts ist, sondern das, was er ist, nur durch den ihm innewohnenden Geist ist. Dieser Geist arbeitet nach seiner Intelligenz durch die Kraft seines Willens, und es wird daraus eine Pflanze, ein Strauch, ein Baum, ein Tier, ja eine ganze Welt!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 75, 7]

 

Der Herr: Gott senkte in jede Sonne einen Gnadenfunken aus Seiner Liebe, und siehe, die Sonnen leuchteten den Erden mit großem Glanze, wie sie noch leuchten zur Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.

[H. Bd. 1, Kap. 5, 29]

 

Der Herr: „Was die Gelehrten ‚Instinkt‘ nennen, das ist keine der Tierseele eigene Intelligenz, sondern Beeinflussung und Führung seitens höhergestellter Geister; denn es ist zweierlei: eine bestimmte Fertigkeit zu besitzen oder: nach dieser Fertigkeit ein bestimmtes Geschäft zu vollführen. Mit dem Besitze solcher Fähigkeit ist die notwendige Ausführung noch nicht verbunden, sondern dazu muß ein anderer Antrieb kommen. Es ist also der Besitz solcher Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem Wesen die Intelligenz, während die Nötigung, nach solcher Intelligenz tätig zu sein, nicht in dem Wesen selbst als ein Instinkt niedergelegt ist, sondern das ist die nötigende Leitung seitens höherer, vollkommenerer Geister.“

[Ed. Kap. 42, Abs. 5]

 

Der Herr: „In jedem Baume wohnt ein (Natur-) Geist. Dieser Geist besitzt eine ganz einfache Intelligenz. Mit diesem von Mir ihm verliehenen Vermögen erkennt er in der Erde die ihm zusagenden Nahrungsteile, erschafft sich nach Meinem Willen an den Wurzeln, wo er vorzüglich wohnt, viele tausend Arme, mit welchen er unter der Erde die Säfte aufgreift, die er durch von ihm gestaltete Röhrchen und Kanäle bis in den höchsten Gipfel und in alle Zweiglein des Baumes treibt und führt.“

[Hi. Bd. 1, S. 62, 2-18]

 

Jesus: Das göttlich-geistige Lebensfünklein im Weizenkorn bewirkt in ihm auch die Fähigkeit endloser Vervielfältigung. Dieses geistige Gottleben ist nicht nur im Weizenkorn, sondern in allen Samen, Gewächsen und Tieren vorhanden.

[Ev. Bd. 6, Kap. 32, 2-6]

 

Wunderbare Entstehung und Entwicklung der Fliege unter dem geistigen Walten eines göttlichen Kraftfunkens.

[Fl. Kap. 1]

 

03.15. Ursprung, Wesen und Zweck der Widerordnungskräfte

Der hadernde Erzvater Mahal stellt dem Herrn die schwerwiegende Frage: ‚Wessen Ursprungs ist der Satan und dessen unbegrenzte Bosheit? Woher nimmt er das, womit er alle Menschen gegen Dich aufgewiegelt hat?! O sage, wer ist des Satans Schöpfer und Werkmeister?‘ Der Herr antwortet: „0 du Blinder, was redest du?! Hast du denn vergessen, wie vollkommen frei Ich den Menschen geschaffen habe, daß er außerhalb Meiner Allmacht tun kann, was er will, wie ein zweiter Gott?! Meinst du, der Satan als ein freies Wesen solle unvollkommener sein als du? Wenn du Mir gegenüber tun kannst, was du willst, ohne Berücksichtigung Meiner Ordnung, sollte das dem freien Geiste (Satan) unmöglich sein? — — Muß Ich euch nicht handeln lassen, wie ihr wollt, so Ich euch nicht gerichtet haben will von Meiner Allmacht?! Wenn aber also, da sage du, wie Ich den ersten Geist hätte gestalten sollen, daß er nach deinem Sinn handeln müßte in Meiner Ordnung, dabei aber dennoch haben solle eine vollkommene Willensfreiheit! Besteht doch die Vollendung der Wesen darin nur, daß sie ganz frei wollen und tun können, — ob es nun für oder gegen Meine Ordnung ist!“

[H. Bd. 3, Kap. 339, 13-15]

 

Der Herr zu dem lichtsuchenden König Lamech von Hanoch auf dessen Frage nach dem Ursprung des Bösen: „In Meinem (göttlichen) Angesichtsbündel gibt es nichts Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Meines Willens; und dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut. — Aber im Angesichtsbündel der Geschöpfe ist nur eines als gut zu betrachten, und das ist der Verhältnisteil der Bejahung, unter dem das Geschöpf neben und in Mir bestehen kann; denn das ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Mir! Der auflösende oder zerstörende mächtige Teil aus Mir aber gilt als böse im Angesichte des Geschöpfes, weil es darin neben und in Mir nicht bestehen kann. — In Mir also ist das ‚Ja‘ wie das ‚Nein‘ gleich gut; denn im ‚Ja‘ schaffe Ich, und im ‚Nein‘ ordne und leite Ich alles. Aber für das Geschöpf ist nur das ‚Ja‘ gut und böse das ‚Nein‘, und das so lange, bis es völlig eins im ‚Ja‘ mit Mir geworden ist, allwo es dann auch im ‚Nein‘ wird bestehen können. Sonach gibt es für Mich keinen Satan und keine Hölle, — wohl aber im Anbetrachte seiner selbst und der Menschen dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung Meiner Kinder handelt. — Die Erde ist eine Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und Lärm; aber Ich schaue das mit anderen Augen an als du, ein Mensch dieser Erde!“

[H. Bd. 3, Kap. 67, 12-18]

 

Der Herr: „Satan will seine große Gesamtseele durch seine eigene Kraft aus der Gefangenschaft der Materie frei machen und ihr die frühere Ausdehnung wieder geben, daher erbrennt er fortwährend in seinem Innern, treibt immerzu die seelischen Spezifika aus dem Erdinnern heraus und ist in dem Wahn, daß er dadurch beinahe seine ganze gefangene Seele frei gemacht habe. Aber diese Spezifika werden auf der Erde von den mächtigeren Geistern aufgefangen und zu neuen Menschengestalten eingeordnet. Diese Spezifika jedoch, die von Satans Kerkersitz kommen, sind natürlich ganz höllischer Art und grundböse; daher sie durch eine lange Wesenstufenreihe aufsteigen und durchgären müssen, bevor sie zur Darstellung eines Menschen tauglich sind.“

[Ed. Kap. 54, 3-5]

 

Jesus: „Die Materie entstand aus dem notwendigen Reiz, den Ich wegen der Erkenntnis des eigenen freien Willens in die Geister legen mußte; aber obschon der Reiz notwendig war, so war ihm als Folge die sündige Werdung der materiellen Welten durchaus keine Notwendigkeit. Sie war nur eine aus Meiner Ordnung zugelassene leider notwendige Folge dessen, daß so viele Geister dem Reize nicht widerstehen wollten, obgleich sie es vermocht hätten — ebensogut wie es sechsmal so viele urgeschaffene Geister vermochten.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 108, 3]

 

Jesus belehrt Lichtsuchende über den Gegenpol Gottes: „Wenn der ewige, freieste, weiseste und allmächtige Geist Gottes nicht schon von Ewigkeit aus sich heraus einen Gegenpol gesetzt hätte, so wäre es Ihm als pur positivem Gotte nie möglich gewesen, Sonnen, Welten und die zahllos vielen Wesen auf ihnen ins Dasein zu rufen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 228, 3]

 

Jesus: „Gott muß in die frei und selbständig werden sollenden Geschöpfe, besonders in die Engel und in die Menschen dieser Erde, den Reiz zur Widerordnung legen, auf daß sich daraus für sie eine wahre, freitätige Selbstbestimmung ergibt. Daraus geht klar hervor, daß Gott die mögliche Widerordnung ebenso bekannt sein muß wie die gute, wahre Ordnung. Die Gedanken und Gefühle der Widerordnung in Gott sind unter den Ordnungsgedanken und -gefühlen entsprechend den Giftmineralien, Giftpflanzen und Gifttieren. Weil aber auch sie Gottesgedanken und Gottesgefühle sind, so können sie nicht vergehen, sondern bleiben auch in ihrer feuerzüngigen Intelligenzurgestaltung, können als verwandt sich in der negativen Sphäre ergreifen und eine eigene Wesenreihe bilden. Aus diesem Urborne entstand zumeist die ganze materielle, gerichtete Schöpfung. Da aber diese berufen ist, den Geistgeschöpfen nicht nur als ein prüfend Lebensgift zu dienen, sondern bei gerechtem Gebrauche auch als ein heilsamer Lebensbalsam, so ist eine Ordnung auch dahin getroffen, daß die allzu ordnungswidrigen Ursubstantialgedanken sich von den weniger ordnungswidrigen scheiden und eine giftige Wesenreihe in allen drei Reichen der Natur ausmachen.“ [Ev. Bd. 4, Kap. 158, 5-7]

 

Jesus: „Die bekannten Gegensätze Geist und Materie, Leben und Tod, Liebe und Haß, Wahrheit und Lüge müssen irgendeinen Entstehungsgrund haben, ansonst sie nimmer in Erscheinung treten könnten. Du wirst daraus erkennen, daß sich solche Gegensätze dem höchsten und besten Gottwesen nicht in die Schuhe schieben lassen. Oder kannst du annehmen, daß Gott als die höchste Wahrheit selbst dem Menschen einen lügenhaften Sinn ins Herz gelegt hat, auf daß er dann sündige wider die Ordnung Gottes und unsauber werde in seinen Reden und Handlungen? Oh, das sei ferne! Gott schuf den Menschen geistig nach Seinem Ebenmaße, also rein, wahrhaft und gut. — Da der geistige Mensch aber zu seiner ferneren Existenz bedinglich den Weg des Fleisches durchzumachen bekam, so mußte er dieses Fleisch aus der Materie der Erde entlehnen. In dieses Fleisch ist für den Menschen ein ihn probendes Gegengewicht gelegt: es heißt Versuchung. Die Versuchung aber rastet nicht nur im Fleische des Menschen, sondern in aller Materie, die dem Menschen gegenüber Lüge und Trug ist, also ein Scheingeist. Dieser Truggeist ist eben das, was da ‚Satan‘ heißt. Ein Mensch, der allerlei Materie mit seiner Liebe erfaßt und sich darin begründet, sündigt wider die Ordnung Gottes, die ihm nur darum die Materie zeitweilig unter sein Dasein legte, daß er mit ihr kämpfe und sich zur Unsterblichkeit kräftige mit dem Gebrauche seines freigestellten Willens.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 70, 1-7]

 

Jesus: „Die zur Erweckung des freien Willens nötigen, in die Seele gelegten gegensätzlichen Reize heißen: Eigenliebe, Hochmut und Herrschsucht.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 104, 8]

 

Der Herr: „Das Höllische der aus Satans Kerkersitz im Erdinnern getriebenen Spezifika zeigt sich an vielen Wesen und Dingen, so an giftigen Metallen, Pflanzen und Tieren. Ja, sogar bei den Menschen äußert es sich oft noch in einem so hohen Grade, daß zwischen manchem Menschen und dem Fürsten der Finsternis wenig Unterschied besteht.“

[Ed. Kap. 54, 6]

 

Satan, der Drache und große Widersacher, erläutert dem einstigen Bischof Martin die Notwendigkeit seines (des Drachen) Daseins als Basis und Materie der Schöpfung.

[BM. Kap. 116, 18-21]

 

Jesus: „Ein jedes Dasein, das göttliche nicht ausgenommen, hat in sich starke Gegensätze, die einander stets also entgegenstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, Haß und Liebe, böse und gut, Lüge und Wahrheit. Betrachte das Beispiel eines in die Luft gestellten und dadurch ohnmächtigen Riesen! Keine Kraft kann irgend etwas wirken, wenn sich ihr nicht eine Gegenkraft entgegenstellt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 228, 4-6 und 7-10]

 

Jesus: „Wollte Gott aus sich heraus Ihm ähnliche, freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie auch mit denselben streitenden Gegensätzen versehen, die Er in sich selbst von Ewigkeit her in den besten und reinst abgewogenen Verhältnissen besaß.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 229, 4]

 

Satan zu dem einstigen Bischof Martin bei einer großen Auseinandersetzung: „Jede Kraft muß eine Gegenkraft haben, um sich als solche äußern zu können. Wenn zwei Kräfte gegeneinander auftreten, so finden sie aneinander Widerstand und äußern sich dadurch auf dem Wege polarischer Gegenwirkung, und erst durch solch eine kampfähnliche Äußerung zweier Kräfte kann ein Sein bewerkstelligt werden. Nun siehe, Gott ist die positive, oberste Kraft, — ich aber bin als die negative, unterste Kraft ebenso unendlich in meiner Art — wie Gott als die oberste Kraft. Gott könnte sich ohne mich ebensowenig äußern wie ich ohne Gott!“

[BM. Kap. 193, 9-10]

 

Satan zeugt von sich selbst: „Ich bin ein Wesen, aus dem die Unendlichkeit alle ihre Wesen hat. Ich bin ein Wesen der Wesen — die ganz gleiche negative Machtpolarität, wie da die Urgottheit die positive ist! Ich bin der endlos große Boden, auf dem die Urgottheit ihre Werke erbaut.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 179, 3]

 

Jesus erläutert den Zweck und die Notwendigkeit der sinnlichen und materiellen Lustreize.

[Ev. Bd. 4, Kap. 177, 1-5]

 

Jesus: „Es muß der Reiz zum Übertreten Meiner Gebote da sein; denn er ist ein Wecker des Erkenntnisvermögens und des freien Willens. Er erfüllt die Seele mit Lust und Freude so lange, als sie den Reiz gar wohl erkennt, ihm aber nicht huldigt, sondern ihn stets mit demselben freien Willen bekämpft, der durch den Reiz in ihr erweckt und belebt wurde. Die freie Seele gebraucht den Reiz dann als ein Mittel, nicht aber als einen in ihm erreichten Zweck.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 104, 5]

 

Jesus: „Alles, was Welt- und Materiesinn heißt, ist etwas der wahren, geistigen Ordnung Gottes Widerstrebendes, das als eine Gegenreizung zum Erwecken des freien Willens in die Geschöpfe gelegt werden mußte, und ist darum als das Unkraut auf dem geistigen Lebensacker anzusehen. Ist das Unkraut somit auch eine Notwendigkeit, so muß es aber endlich von dem freien Menschwesen doch als solches erkannt und freiwillig hinausgeschafft werden, weil der Mensch mit ihm unmöglich fortbestehen darf. Es ist wohl ein notwendiges Mittel zum Zweck, kann aber nie mit dem Zwecke selbst eins werden.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 704, 2-3]

 

Der Evangelist Johannes: „Es ist vom Herrn weise eingerichtet, daß Ihm alle Höllen trotz stärksten Widerwillens zur ewigen Erhaltung der Dinge dienen müssen. Und dieser Mußdienst — den höllischen Geistern wohlbekannt — ist ihre größte Qual, weil sie da sehen, wie trotz ihres Widerwillens alle ihre Aktionen der göttlichen Ordnung dienen müssen!“

[GS. Bd. 2, Kap. 108, 14]

 

Jesus zu Lazarus von Bethanien: „Auf einer Welt, wo die Menschen zu vollendeten Gotteskindern erzogen werden sollen, müssen sie nebst dem freiesten Willen und einem hellen Verstande auch die von Gott gegebenen Gesetze haben, die ihr Wille ergreifen und ausüben soll. Wie aber könnten sie das, wenn in ihnen nicht auch eine mächtige Anreizung zur Nichthaltung der Gesetze vorhanden wäre!? — Diese entgegen gesetzte Anreizung verschafft dem menschlichen Willen ja erst die vollkommene Freiheit und gibt ihm auch die Kraft, ihr (der widergöttlichen Anreizung) zu widerstehen und den erkannten Willen Gottes an ihre Stelle zu setzen. — Ich sage dir: Ein Mensch, der in sich nicht die volle Fähigkeit hat, ein vollendeter Teufel zu werden, kann auch nie ein völlig ähnliches Kind Gottes werden! Ist denn Gott darum weniger Gott, weil er neben den heilsamen Kräutern auch die schädlichen Giftpflanzen erschaffen hat und weil Er das Unkraut gleich dem Weizen besamte, auf daß es mit den edlen Pflanzen fortwuchern kann?!

[Ev. Bd. 6, Kap. 165, 6-8 und 9]

 

Jesus: „Ich bin nicht gekommen, um der Erde einen trägen Frieden und eine tote Ruhe, sondern das Schwert, den Kampf im höheren Tätigkeitssinn zu geben. Denn erst dem Hasse gegenüber wird die Liebe zur wahren, lebendigen Tatkraft. Die Not macht die Menschen tätig, mit der Zeit geduldig, sanft und in Meinen Willen ergeben. Gäbe es keine Lüge mit ihren bitteren Folgen, welchen Wert hätte da die Wahrheit für sich?! Wer zündet am Tage ein Licht an, und wer achtet den Wert einer Öllampe beim Lichte der Sonne?! — Alles, was demnach zugelassen ist, muß da sein als ein Triebkeil zum Besserwerden der Menschen. Denn jedes Werden setzt eine Tätigkeit voraus.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 157, 10 und Kap. 158, 1]

 

03.16. Unsere Erde und ihr Mond

Jesus: „Es hat mit dieser Erde eine höchst eigentümliche Bewandtnis. Sie gehört zwar nun als Planet zu dieser Sonne; aber sie ist, streng genommen, nicht — wie alle anderen Planeten — aus dieser Sonne, sondern hat ihre ursprüngliche Entstehung aus der Urzentralsonne und ist in gewisser Hinsicht ums für euch Undenkliche älter als diese Sonne. Doch hat sie erst körperlich zu werden angefangen, nachdem diese Sonne schon lange als ein ausgebildeter Weltkörper den Umlauf um ihre Zentralsonne begonnen hatte, und hat aber dann ihr eigentlich Materiell-Körperliches dennoch hauptsächlich aus dieser Sonne an sich gezogen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 8]

 

Der Herr zeigt Seinen irdischen Freunden unsere Erde, das ‚schmutzige Wohnhaus‘, den ‚Kerkersitz Luzifers‘, in der linken kleinen Zehe des Großen Schöpfungsmenschen.

[Hi. Bd. 1, S. 312, 14 ff.]

 

Der Herr beschreibt die Gestaltung und Belebung der materiellen Erde und des von ihr ausgeborenen Mondes sowie die darin waltende göttliche Ordnung und Bestimmung.

[H. Bd. 1, Kap. 7, 1-6]

 

Jesus: „Diese Erde wie auch jeder andere Weltkörper hat ein organisches Leben und muß daher ernährt werden, wie etwa ein großes Tier. Weil die Erde also ein tierisches Leben hat, so muß sie auch in der Entsprechung alle jene Eingeweide haben, die einem Tier zum Leben notwendig sind. Und darum werden auf ihrer Oberfläche alle möglichen Äußerungen ihres inneren organischen Lebens von euch Bewohnern der Erde wahrgenommen. Die Erde atmet sonach auch, und das von sechs zu sechs Stunden. Sechs Stunden braucht sie zum Einatmen und sechs Stunden zum Ausatmen. Solches Ein- und Ausatmen wird auf der ganzen Erde durch einen periodischen Windzug wahrgenommen, der, obschon er für die ganze Erde gleichzeitig bewirkt wird, doch auf ihrer Oberfläche nicht gleichzeitig wahrgenommen werden kann, und zwar wegen der täglichen Drehung der Erde um ihre Achse und wegen des stets wandelbaren Standes der Sonne.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 96, 5-6]

 

Die Erde ist ein für viele Zwecke eingerichteter, lebendiger Organismus, der entsprechungsweise alle Organe eines höheren Tieres oder eines Menschen besitzt.

[Ed. Kap. 1-19]

 

Jesus schildert eingehend die sechs Entwicklungsperioden der Erde, die Bildung der Pflanzen- und Tierwelt, sowie die Entstehung der Präadamiten.

[Ev. Bd. 8, Kap. 70-73]

 

Jesus schildert das Wesen und Leben der in der fünften Erdentwicklungsperiode entstandenen Präadamiten.

[Ev. Bd. 8. Kap. 72, 13-19, Kap. 73, 1-3]

 

Ebbe und Flut entstehen durch die Atmung der Erde. —

[Ed. Kap. 8]

 

Der Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund, wie der Südpol dessen entsprechender Hauptentleerungskanal.

[Ed. Kap. 7, 5]

 

Jesus erklärt die Entstehung von Tag und Nacht durch die Umdrehung der Erdkugel.

[Ev. Bd. 3, Kap. 87, 1-3]

 

Der Engel Waltar belehrt den Erzvater Mahal über Menge und Zweck der unterirdischen Gewässer.

[H. Bd. 3, Kap. 342, 3]

 

Jesus verkündet eine Sonnenfinsternis vorher und erläutert diesen Vorgang naturmäßig.

[Ev. Bd. 3, Kap. 81, 2-3]

 

Die Erdatmosphäre, ihr Wesen und ihre Beschaffenheit; für das Leben auf der Erde bedeutungsvolle Vorgänge in den drei Luftregionen.

[Ed. Kap. 20-26]

 

Der Großglockner und seine Ausläufer als Aufnehmer, Speicher und Verteiler der Feuchtigkeit, wovon das Fortbestehen der umliegenden Länder abhängt.

[Gr. Kap. 1]

 

Jesus beschreibt die Entstehung des Mondes durch den Ausbruch zu stark gedrückter Materiegeister aus Unserer Erde, die Ursache und Folge der Mondumdrehung, ferner die Beschaffenheit des Mondes und seine Verwendung als Läuterungsort sehr weltsüchtiger Erdseelen.

[Ev. Bd. 4, Kap. 107, 1-5]

 

Mondgeister geben Auskunft über die Lebensverhältnisse auf dem Monde.

[Ev. Bd. 1, Kap. 153, 9-10]

 

Das Jesuskindlein erklärt Entstehung und Wesen einer Mondfinsternis.

[Jug. Kap. 176, 20-23]

 

Auf dem Monde gibt es — wie auf der Erde — Menschen und andere Geschöpfe, jedoch nur auf seiner der Erde ständig abgekehrten Seite, weil er auf der dem Planeten zugekehrten Seite weder mit Luft, noch Wasser, noch Feuer selbst allem für das organische Leben Notwendigen versehen ist.

[Ed. Kap. 1, Abs. 4]

 

Fast alle Gebiete der unserem Planeten zugekehrten Mondseite haben keine atmosphärische Luft, sondern nur Äther, wie er sich in den freien Räumen zwischen der Sonne und den Planeten vorfindet. Diese Seite des Mondes ist daher auch von keinem organischen Wesen bewohnt, sondern ihre Bewohner sind geistiger Art.

[Ed. der Mond, Kap. 1, 9]

 

Unter den verschiedenartigen, sehr sonderbaren Tieren der erdabgekehrten Mondwelt ist das einzige zahme und dabei sehr nützliche Haustier der dortigen Bewohner das Mondschaf.

[Ed. der Mond, Kap. 3]

 

Geographische Beschaffenheit der unserer Erde zugekehrten kahlen und gebirgigen Mondoberfläche; Gestalt, Bestimmung und Aufgaben der Mondgebirge und -ringwälle.

[Ed. der Mond, Kap. 4, 1-8]

 

Die geistigen Bewohner der unserem Planeten zugekehrten Mondseite waren bei Leibesleben auf unserer Erde lauter Weltsüchtige und wurden zu ihrer Besserung dahin gebannt, damit sie auf diese Art nach bedeutenden Zeitlängen gewahr werden, daß die Weltsucht keine guten Früchte trägt. Wenn sie den zu ihnen gesandten Lehrern Gehör leihen, so werden die Tatwilligen alsbald zu einer höheren, beseligenden Freiheitsstufe geführt; die weniger Folgsamen aber werden auf der erdabgekehrten Seite des Mondes wieder mit Leibern angetan und müssen sich dort sehr kümmerlich durchbringen.

[Ed. der Mond, Kap. 1, Abs. 9]

 

Jesus: „Die Bewohner des Mondes haben als höchst einfache und in sich gekehrte Menschen die Gabe des Hellschauens, namentlich zur Zeit ihrer vierzehn Erdentage langen Nacht, die sie in ihren Wohnhöhlen zumeist schlafend zubringen. In diesem Schlafe bleiben ihre Seelen völlig wach und sehen da alles um sich, auch diese Erde, welche sie der natürlichen Stellung des Mondes wegen im Wachzustande niemals sehen können; denn die Mondmenschen bewohnen nur den der Erde abgekehrten Teil des Mondes.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 120, 6]

Sonderbare Beschaffenheit und schwierige Lebensverhältnisse der nur zwei Schuh großen Mondmenschen.

[Ed. der Mond, Kap. 2, 1-8]

 

Die auf der erdabgekehrten Seite lebenden Mondmenschen führen zufolge der großen Tageshitze und Nachtkälte, sowie der kargen Tier- und Pflanzenwelt in unterirdischen Wohnungen ein kümmerliches Dasein.

[Ed. der Mond, Kap. 1, Abs. 9-13]

 

Alle Mondmenschen haben das zweite Gesicht und werden von innen heraus durch Engelsgeister in der Erkenntnis Gottes unterrichtet.

[Ed. der Mond, Kap. 2, Abs. 9]

 

03.17. Unser Planetensystem

Jesus belehrt bekehrte Heidenpriester und ihre Frauen über die Bewegung und die Bahnen der Planeten mit ihren Monden um die Sonne. Zur Veranschaulichung erschafft der Herr eine bewegliche, getreue Nachbildung unseres Planetensystems im kleinen Maßstabe. Darauf erläutert Jesus Seinen Zuhörern die Bewohnbarkeit der Sonne, der Planeten und der Monde.

[Ev. Bd. 6, Kap. 120, 1-5]

 

Der Erzengel Raphael belehrt einen römischen Hauptmann und dessen Unterführer mit Hilfe materieller Nachbildungen über Gestalt, Beschaffenheit und Umlaufbahnen der Weltkörper unseres Planetensystems und erwähnt dabei auch kurz die erst später bekannt gewordenen Planeten und die Asteroiden.

[Ev. Bd. 10, Kap. 14 und 15]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Die Menschen der verschiedenen Weltkörper haben eine solche Beschaffenheit, daß sie nur auf der ihnen angewiesenen Welt leben können.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 192, 8]

 

Jesus: „Die Bewohner aller Monde der Planeten können die Geister anderer Planeten erst dann erschauen, wenn diese sich in ihren kleinen Sphären befinden. Das liegt daran, weil die Monde der Planeten unterste, materiellste Stufe sind.“

[BM. Kap. 49, 10]

 

Jesus: „Der einst zwischen Mars und Jupiter kreisende Planet unserer Sonne wurde vor sechstausend Jahren zerstört durch die Schuld seiner von Gott und Gottes Ordnung abgefallenen Bewohner.

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 8]

 

Jesus: „Einst gab es noch eine gar große Erde (Mallona genannt), die von dieser Sonne das Licht empfing und auch die Bestimmung hatte, Gottes Kinder zu tragen. Aber ihre Menschen hatten sich zu gewaltig übernommen, und es kam darum über sie ein größtes Gericht. Jene Erde wurde ganz zertrümmert und mit ihr auch ihre über alle Maßen stolz und lasterhaft gewordene Menschheit vernichtet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 275, 10]

 

Jesus: „Es mußte nicht so unbedingt gerade diese Erde den eigentlichen Hauptbejahungspunkt im großen Schöpfungsmenschen darstellen. Das hätte auch eine andere zu dieser Sonne gehörende Erde sein können, und es war auch schon eine andere dazu bestimmt. Aber ihre Bewohner benahmen sich noch um vieles unwürdiger als nun die Bewohner dieser Erde, und so ward jene Erde verworfen und vernichtet samt ihren Bewohnern.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 5]

 

Jesus schildert dem Römer Markus die Zerstörung eines Weltkörpers, der einst zum Schauplatz für die Menschwerdung Gottes bestimmt war: „Zu Beginn der sechsten Erdentwicklungsperiode war nicht die Erde, sondern ein anderer Weltkörper zum geistigen Lebenskämmerlein im Herzen des großen Schöpfungsmenschen bestimmt. Dessen Menschen jedoch gingen zu sehr in den Hochmut und in die volle Gottvergessenheit über; und die noch an einen Gott glaubten, boten ihm Trotz und suchten Ihn in ihrer Blindheit vom Throne Seiner ewigen Macht zu stürzen. Arge Weltweise sagten, daß Gott im Zentrum ihrer Erde Wohnung habe, man müsse ihn dort gefangennehmen. Sie gruben denn auch entsetzlich tiefe Löcher in jene Erde, wobei gar viele zugrunde gingen. Meine Boten, die sie warnten, wurden allezeit erwürgt, und die Menschen besserten sich nicht. Und siehe, da ließ Ich zu, daß diese Erde durch das arge Tun ihrer Bewohner von innen aus in viele Stücke zerrissen wurde. Und von da an ward diese eure Erde zum geistigen Lebenskämmerlein des großen Schöpfungsmenschen erkoren.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 74, 8-10]

 

Der Erzengel Raphael eröffnet einigen Freunden Jesu die geistige Schau auf den Planeten Venus und läßt sie die einförmigen Verhältnisse der pedantischen Venusbewohner erkennen.

[Ev. Bd. 3, Kap. 245 und 246]

 

Der einstige Bischof Martin erschaut in der geistigen Welt Menschenseelen aus dem Planeten „Venus“ von schöner, erhabener Gestalt, deren höchste Seligkeit es ist, erlösten Erdenbürgern zu dienen.

[BM. Kap. 40, 22 und 25]

 

Der einstige Bischof Martin erschaut in der geistigen Welt die herrlichen, wunderbaren Gefilde und die erhaben schönen Menschen des Planeten Jupiters.

[BM. Kap. 42, 1-4]

 

Jesus offenbart im Jenseits dem einstigen Bischof Martin die Beschaffenheit des Planeten ‚Uranus‘ und seiner höher entwickelten Menschenrassen.

[BM. Kap. 44, 1-2]

 

Die Bewohner des sechsten Gürtelpaares der Sonne, das dem Planeten Uranus entspricht, glauben an den einen, allmächtigen Gott, den man nur in Seinen Werken erkennen kann, und vor dessen Willen sich jeder Mensch demütigst beugen muß; Er wird in Tempeln verehrt.

[NS. Kap. 52, 8-10]

 

Die Bewohner des Planeten Neptun (Miron) glauben an einen Gott, den sie ohne Zeremonie und Lippengebete, aber desto eifriger durch ein gehorsames Liebestatleben verehren, sowie durch Erforschung und Bewunderung Seiner von Weisheit, Macht und Ordnung zeugenden Schöpfungen.

[NS. Kap. 65]

 

Der einstige Bischof Martin erschaut im Jenseits unter der gnädigen Führung Jesu auf eine innere, geistige Weise den wunderbaren Planeten Miron, der viele feuerspeiende Berge hat und von zehn Monden umkreist wird.

[BM. Kap. 45, 1-2]

 

Jesus zu dem einstigen Bischof Martin im Jenseits: „Die vollkommen gestalteten Menschen des Planeten Miron sind zumeist wohlbekleidet; sie lieben Musik und Dichtung, daher sie als Geister auch durch Entsprechung bei euch, Meinen Kindern, Herz, Gemüt und Seele für diese beiden Künste empfänglich machen, euch harmonisch stimmen und eure Phantasie begeistern und erheben. Überhaupt werden alle wundersamen und romantischen Gefühle von diesem Planeten in entsprechender Weise erregt.“

[BM. Kap. 45, 2-3]

 

03.18. Saturn, die Perle unseres Planetensystems

Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Der Planet ‚Saturn‘ ist die schönste und beste der Erden, die um eure Sonne bahnen.“

[BM. Kap. 43, 1]

 

Der Herr macht Angaben über die Größenverhältnisse des Planeten Saturn, seiner Ringe und Monde und über seine Sonnenumlaufbahn.

[Sa. Kap. 1]

 

Der Herr macht Angaben über Größenverhältnisse des Planeten Saturn, seiner Ringe und Monde, über die Sonnenumlaufbahn des Saturn und die Bewegungen seiner Ringe und Monde. Dann beschreibt der allweise Schöpfer die Lichtverhältnisse dieses Planeten, seiner Ringe und Monde, sowie die farbenprächtige Herrlichkeit des Sternenhimmels, welche die Saturnbewohner genießen dürfen. Auch schildert der Herr eingehend die reichhaltige, wunderbare Tier- und Pflanzenwelt dieses eigenartigen Planeten, seiner Ringe und Monde, ebenso die seelische und leibliche Beschaffenheit der meist sehr wohlgestalteten menschlichen Bewohner verschiedener Saturnländer, sowie der Gefilde der Ringe und Monde, — der Saturnmenschen gutes Verhältnis zu ihrer Tier- und Pflanzenwelt, ihr vorbildliches Familien- und Gemeinschaftsleben, die weihevolle Eheschließung, die reine, geistige Zeugung durch die Willensmacht der Gott gehorsamen Männer und die schmerzlose Geburt der Kinder. Der Herr beschreibt auch die Errichtung und Weihung der Tempel auf dem Saturn, die Führung der Gemeinden und zahlreichen Familien durch weise Älteste und durch die oft sichtbaren Lichtgeister (Paradiesengel) ihres Planeten. Ferner gibt der ‚Große Geist‘ eine lehrreiche Darstellung der Wohnweise, der Bekleidungsordnung und der sozialen Verhältnisse der freundlichen, liebetätigen Saturnbewohner, sowie auch der gewaltigen Leistungen ihres reinen, starken Willens. Besonders erwähnt der Herr noch die ausgedehnten nördlichen und südlichen Polarregionen, deren Kälte zur Dämpfung der zerstörungslustigen Urgrundgeister des Saturn dient und zuweilen sogar bis zu unserer Erde her wirkt.

[Sa. Kap. 1/ 2, 8/ 3, 6/ 6-9, 11-32/ 5, 14/10, 1-11; / 33/ 37, 46-47/ 38, 1-25/ 40, 23-32/ 48, 1-15/ 49-51]

 

Der Herr beschreibt die Lichtverhältnisse und Naturschönheiten des Saturn, seiner beiden Ringe, seiner zahlreichen Monde und sagt: „Versetzet euch in eurem Geiste auf was immer für ein Land der Mittelzone dieses Planeten und betrachtet von da aus die großartige Herrlichkeit des gestirnten Himmels! Fürwahr, ihr möget euch noch so erhöhen in eurer Phantasie, so könnet ihr euch doch nicht von der großen Pracht, die allda herrscht, einen Begriff machen. Denn hier ist die Nacht heller als bei euch der Tag. Und sogar am Tage vermißt man dort unter dem wohltätigen Schatten des Ringes den Anblick der schönen Sterne nie; besonders wenn man sich auf die Berge begibt und von da eine unermeßliche Aussicht genießt, ist die Wirkung des Sternenlichtes unter dem Ringe so mannigfaltig in der Farbenpracht, daß ihr euch davon durchaus nicht die leiseste Vorstellung machen könnet.“

[Sa. Kap. 2, 8]

 

Der Herr schildert eindrucksvoll die Wunder der Pflanzen- und Tierwelt auf dem Planeten Saturn und erläutert die vielfache Verwendbarkeit der Bäume und kleineren Pflanzen.

[Sa. Kap. 3, 6; Kap. 6-9 und 11-32]

 

Der Herr schildert die schönen, nach irdischen Begriffen riesenhaften Saturnmenschen und erwähnt auch deren entsprechend große Haustiere.

[Sa. 5, 14]

 

Wohnverhältnisse und Familienleben der Saturnmenschen an den großen Strömen ihres Planeten.

[Sa. Kap. 10, 1-11]

 

Der Herr: „Die Saturnbewohner können auf ihren Schiffen ungemein schnell über die Oberfläche des Wassers gleiten; die bewegende Kraft dazu liegt allein in ihrem Willen und unerschütterlichen Glauben.“

[Sa. Kap. 10, 8]

 

Der Herr beschreibt die Errichtung und Weihung eines Tempels auf dem Saturn, die religiösen Gebräuche und Erkenntnisse, sowie das freundliche, liebtätige Zusammenleben der Saturnmenschen nach dem Willen Gottes.

[Sa. Kap. 34, 4-44; Kap. 35]

 

Der Herr schildert eingehend die Wohnweise und Bekleidungsordnung, das Familienleben und die sozialen Verhältnisse der Hochlands- und der Flachlandsbewohner des Saturn.

[Sa. Kap. 33, Kap. 34, 1-3; Kap. 36, 37, 46 und 47]

 

Der Herr: „Der Saturnring hat alle Bestandteile seines Planeten. Seine Achsendrehung um den mit dem Planeten gemeinsamen Mittelpunkt ist hinsichtlich der Geschwindigkeit von der des Planeten verschieden.“ Der Herr schildert die Pflanzenwelt und die selig lebenden, halbmateriellen Menschen des Saturnringes, der eigentlich aus drei voneinander abweichenden Ringen besteht.

[Sa. Kap. 49, 50 und 51]

Sa. Kap. 41, 11-20/ 42, 1-16/ 42, 18, 19 und 21

 

03.19. Die Sonne, ihr Licht und ihre Bewohner

Jesus: „Die großartige organische Einrichtung der Sonne ist so beschaffen, daß sich aus ihrem Inneren fortwährend eine ungeheure Menge von Gasen entwickelt. Dadurch wird der große Sonnenkörper genötigt, sich um seine Achse zu drehen, wodurch die große Atmosphäre der Sonne mit dem auf ihr lastenden Äther in eine beständige Reibung kommt, welche die in der großen Sonnenatmosphäre rastenden zahllosen Naturgeister zur Tätigkeit anregt. Diese Tätigkeit teilt sich in den im Äther ruhenden Naturgeistern derart mit, daß diese in einem Augenblick bis in unermeßliche Fernen miterregt werden. Auf diese Weise teilt sich das Licht der Sonne den in ihrem Bereiche bahnenden Erdkörpern mit und bewirkt in den kleineren Atmosphären der Planeten eine gleiche Erregung und Tätigkeit der dort schon gediegeneren Naturgeister.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 219, 3-4]

 

Jesus erklärt einem bekehrten Altjuden die Kugelgestalt und die Bewegungen von Erde und Sonne, sowie die Entstehung von Tag und Nacht und der Jahreszeiten. Dann fährt der Herr fort: „Die Sonne ist an und für sich kein Feuer, sondern was ihr als Licht ersehet, ist das Strahlen ihrer atmosphärischen Oberfläche, das durch den Umschwung der Sonne um ihre Achse und mehr noch durch ihre außerordentlich schnelle Bewegung um eine weit entfernte Mittelsonne bewirkt wird. Durch solche Bewegungen der Sonne im weiten Ätherraum wird auf ihrer atmosphärischen Oberfläche eine außerordentlich große elektrische Wirkung erzielt, und ihr Lichtglanz ist daher in einem sehr erhöhten Grade dasselbe wie das Leuchten zahlloser Blitze, die auf der Luftoberfläche der Sonne ununterbrochen erzeugt werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 159, 4-6]

 

Der Herr: „Die Sonne als planetarischer Körper ist so gebaut, daß sie in sich aus sieben Sonnen besteht, von denen immer eine kleinere in der größeren steckt. Alle diese sieben Sonnen sind überall bewohnt.“ [NS. Kap. 2, 8 und 9]

 

Die Sonne, ein vollkommener Planet, dessen Bewegung und planetarische Beschaffenheit.

[NS. Kap. 1, 1-9]

 

Der Herr: „In der Mitte jeder Hülsenglobe befindet sich eine fast endlos große Zentralsonne, welche auf ihren weiten Flächen überall von den immerwährend hellstleuchtenden Feuerflammen umgeben ist. Das Licht dieser großen Zentralsonne dringt bis zu den Wänden ihrer Hülsenglobe, von da wird es zurückgeworfen durch schier endlos weite Räume und Sonnengebiete; so erhält jede Sonne ihre Bestrahlung. Außerdem hat jede Sonne für sich aus dem Bereiche der ihr innewohnenden Geister auch ihr Eigenlicht.“

[NS. Kap. 5, 3 und 6]

 

Der Herr: „Die Sonne ist ein Sammelpunkt und nimmt als solcher von mehr als einer Milliarde Sonnen die Strahlen auf, läßt diese in sich kräftig werden und spendet sie dann wieder in dichter Masse aus.“

[Fl. Kap. 8, 6]

 

Der Erzengel Raphael erklärt einem römischen Oberstadtrichter: „Das Licht der Sonne, das du siehst, entwickelt sich auf ihrer atmosphärischen Oberfläche und wirkt in seiner Vollkraft nur nach außen hin und nach dem eigentlichen festen Sonnenkörper kaum etwas stärker als zur Oberfläche dieser Erde hin.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 203, 6]

 

Vom Grund und Wirken, sowie von dem polarischen Wesen des Lichtes.

[Fl. Kap. 9]

 

Der Herr: „Das Sonnenlicht rührt von der geistigen Liebefreude der diesen vollkommenen Planeten umgebenden Geister her. Es gibt sieben verschiedene Geistergattungen in der Sonne, welche miteinander das große Licht der Sonne bedingen. Wollet ihr die innere Natur der Sonnenlichtgeister näher erkennen, so blicket auf die sieben Gebote der Nächstenliebe. — Auch die Farben eines Regenbogens geben euch diese Ordnung zu erkennen; daraus folgt, daß die Sonne ein Sammelplatz von siebenfachen (sieben verschiedenen Arten) Geistern ist. Darunter sind solche, welche erst von der Sonne zur Prüfung hinaus in die Planeten versetzt werden, und wieder solche, welche als vollendet zurückgekehrt sind, und bildet dann die erste, noch zu vollendende Klasse des Sonnenkörpers inneren Gehalt, die zweite schon vollendete des Sonnenwesens äußere lichte Umhüllung. — Diese Geister sind es, welche durch ihre Liebe und durch ihr Wonnebeben das eigentliche Leuchten der Sonne ausmachen.“

[Fl. Kap. 10, 17, 19-22]

 

Vom Wesen und Zweck des ausstrahlenden Sonnen lichtes. Sichtbarwerden der Formen durch das polarische Wirken des Sonnenlichtes.

[Fl. Kap. 11, 1-8]

 

Jesus belehrt die Seinen über die Sonnenflecken, ihre Größe, ihre geistigen Ursachen und ihre Wirkung auf die Naturgeister der Planeten.

[Ev. Bd. 4, Kap. 215, 12-14]

 

Auf dem vollkommenen Planeten Sonne bestimmt und beherrscht die sehr starke menschliche Willenskraft das Pflanzenwachstum und bewirkt eine überreiche Mannigfaltigkeit der Wesensformen.

[NS. Kap. 1, 10-15]

 

Die Wohngürtel der Sonne, ihre menschlichen und tierischen Bewohner. Auf allen Wohngürteln der Sonne besteht eine theokratische, patriarchalische Verfassung. Die Menschen des Mittelgürtels und der sieben Gürtelpaare entsprechen den Bewohnern der die Sonne umkreisenden Planeten. Äußere Lebensverhältnisse, Familienleben, Ehe, Art der Zeugung, Kindererziehung, Tod und Bestattung, sowie religiöse Kulte der Sonnenmenschen auf allen Gürteln und auf den ihnen entsprechenden Planeten.

[NS. Kap. 10-67]

 

Die Menschenrassen der Sonne und ihre Wohngebiete auf den voneinander stark getrennten Sonnengürteln.

[NS. Kap.9]

 

Der Herr: „Auf dem vollkommenen Sonnenplaneten fängt der Mensch die Reihe der Wesen an als ein Grund derselben, — da sie allesamt aus ihm hervorgehen.“

[NS. Kap. 2, 2]

 

Geistige Zeugung des Menschen der Sonne; Belehrung über den Gebrauch der Willenskraft in der göttlichen Ordnung.

[NS. Kap. 2, 13-14]

 

Jesus: „Bei den Menschen der Sonnenwelten gibt es viel Weisheit und Sprachfähigkeit; aber es ist dort die Sprache und die oft hohe Weisheit mehr eine instinktartige, gegebene. Die geschöpflichen Menschen solcher Sonnenwelten haben jedoch viel voraus vor den mit Instinkt begabten Tieren dieser Erde; denn sie haben eine Art freier Erkenntnis eines höchsten Gottgeistes, den sie nach ihrer Weise verehren.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 200, 2 und 4]

 

Drei Sonnenjungfrauen bekennen ihren Glauben: „Wir wissen, daß es einen allerhöchsten, urewigen Geist aller Geister gibt, der alles, was da ist, erschaffen hat aus Seiner eigenen Weisheit und Allmacht; aber dieser Geist ist uns so endlos heilig, daß wir uns nimmer unterstehen dürfen, uns von Ihm irgendeine Vorstellung zu machen! Solches dürfen nur die höchsten Weisen tun!“

[BM. Kap. 140, 6]

 

Reifung und Läuterung ordnungswidriger Sonnenmenschen in den inneren, festeren Sonnengebieten.

[NS. Kap. 3, 1-2]

 

Unter Jesu Gnadenführung erschaut der einstige Bischof Martin im Jenseits Landschaften, Gebäude und Bewohner des Mittelgürtels der Sonne, alles von überwältigender Größe und Schönheit.

[BM. Kap. 48, 13-15]

 

Jesus der Herr gibt dem erlösten einstigen Bischof Martin Verhaltungsmaßregeln für ein heilvolles Wirken auf unserer Sonne, wo die Weisheit vorherrscht.

[BM. Kap. 127, 16-17]

 

Uhron, ein Weiser unserer Sonne, schildert die seligen, sorglosen Zustände auf seiner Lichtwelt; Krankheit und schmerzhafter Tod sind den glücklichen Bewohnern unbekannt, sie arbeiten mehr mit ihrem Willen als mit den Händen; ihr Abscheiden aus dem Leibesleben erfolgt freiwillig und ist für sie eine wonnevolle Umwandlung.

[BM. Kap. 169, 3-4]

 

Die Völker der Sonne stürmen eilends zusammen zum Empfang einer angekündigten neuen, göttlichen Offenbarung.

[BM. Kap. 170, 1-3]

 

Der Fernsprechverkehr auf unserer Sonne erfolgt in wunderbarer Weise durch weithin schwebende Lichtzeichen.

[BM. Kap. 171, 7, Kap. 176, 5]

 

In einer großen Missionspredigt an die Völker unserer Sonne beleuchtet der einstige Bischof Martin die gewaltigen Vorzüge des Menschenlebens auf der Sonne gegenüber dem harten Lebenskampf auf unserer Erde.

[BM. Kap. 172]

 

Des Apostels Petrus beruhigende und stärkende Rede an die von den Gewalten Satans bedrohten Völker unserer Sonne.

[BM. Kap. 176]

 

Der Herr: „Die geistige Sonne ist das Inwendigste der Sonne und ein Gnadenfunke aus Mir. Dieses Geistige durchdringt mächtig wirkend die ganze Materie der Sonne, und es ist auch das die ganze Wesenheit der Sonne Umfassende. Solches zusammengenommen ist demnach die geistige Sonne. Diese Sonne ist die eigentliche Sonne; denn die sichtbare, materielle Sonne ist nur ein von der geistigen Sonne bedingtes Organ.“

[GS. Bd. 1, Kap. 1, 13]

 

03.20. Raum, Zeit und Ewigkeit

Jesus auf die Frage des Lazarus von Bethanien: „Der Schöpfungsraum war ewig nach allen Richtungen hin unendlich und hatte nie einen Anfang. — Und da Gott, Raum und Ewigkeit identisch sind, so ist Gott, der alle diese Begriffe in sich vereinigt, ja auch ohne Anfang, weil ein Anfang von Gott ebenso unmöglich zu denken ist wie der Anfang im Werden des unendlichen Raumes und mit ihm der ewigen Zeit. — Ich sehe aber noch eine dunkle Klippe in euch, die darin besteht, daß ihr euch den endlosen, ewigen Raum als tot und ohne alle Lebensintelligenz vorstellet. Machet euch gerade die entgegengesetzte Vorstellung vom ewigen, unendlichen Raume! Denket euch, daß es darin nicht ein leb- und intelligenzloses Pünktchen gibt, da ja Gott, der mit dem endlosen Raum und seiner ewigen Zeit identisch ist, in sich durchgängig das höchste, vollendetst vollkommene Leben ist. Um zu wahren Begriffen über Gott zu kommen, müsset ihr (in eurer Vorstellung) allen Tod aus dem endlosen Raume völlig verbannen und euch nur mächtigstes Leben und hellste Intelligenz vorstellen, weil es in dem unendlichen Intelligenzmachtwesen Gottes ewig keinen Tod geben kann!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 28, 12-13, 15, 16 und 20]

 

Jesus zu dem Römer Agrippa: „Einen vollendeten Geist geht die Örtlichkeit des Raumes ebensowenig an wie dich nun dieser Ölberg, wenn du dir Rom oder Athen denken willst; denn für den Geist gibt es weder einen bestimmten Raum noch eine gemessene Zeit. Aber was das individuelle Wesen eines Geistes betrifft, so kann es sich dennoch so wenig wie Ich außer Zeit und Raum befinden. — Ist eine Seele hier schon völlig von der Liebe zu Gott durchdrungen, so wird ihre materiell- individuelle Bestandsörtlichkeit zwar aus der Nähe dieser Erde als der Erziehungswiege für die Kinder Gottes nicht verändert, aber sie wird durch Mich dennoch im hellsten Lebenslichte die ganze Unendlichkeit durchwandern können, ohne dabei die materiell-räumliche Örtlichkeit für ihr individuelles Sein verändern zu müssen, gleichwie auch Ich sie im Geiste nicht verändere und dennoch allenthalben in der ganzen Unendlichkeit gleichzeitig gegenwärtig bin.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 33, 2, 3 und 9]

 

Abedam-Jehovah zu Ghemela, der himmlisch-reinen und liebevollen Tochter des Erzvaters Zuriel, auf deren Frage nach dem Wesen von Zeit und Ewigkeit: „Höre, Meine geliebte Ghemela, was von Mir aus die Ewigkeit ist, könntest du wohl nie begreifen und zugleich am Leben bleiben, — daher wäre es unmöglich, dir die Ewigkeit von Mir aus völlig erschaulich zu machen, aber das vermöget ihr alle zu fassen: Die Ewigkeit ist für den Geist das, was die Zeit für den Leib, nur mit dem Unterschiede, daß die Zeit um sich her alles verzehrt und vergehen macht, während die Ewigkeit auch nicht ein Atom vergehen läßt. Die Zeit besteht und entsteht aus der beständigen Bewegung aller körperlichen Dinge. — In der Zeit scheinen zwar alle Dinge zu ruhen und dennoch bewegt sich sogar der härteste Stein in allen seinen zahllosen Teilen, und es ist nichts, das da irgendeine Ruhe hätte. — In der Ewigkeit ist der ganz umgekehrte Fall! Dort scheint sich alles beständig zu bewegen, aber dessen ungeachtet ist doch alles in der ungestörten Ruhe von Mir aus. In der Ewigkeit kann jeder mit seinen Gefühlsgedanken die weitesten Reisen machen und bei vollem Bewußtsein alles genau beschauen, während sich seine Person auch nicht um ein Haar von der Stelle bewegt und sich somit in der beständigen, allersüßesten Ruhe befindet, — d.h. von Mir aus betrachtet. — Wie durch die Bewegung bewirkt wird die Zeit, die Zerstörung, die Vergänglichkeit und endlich der Tod aller Dinge, also wird durch die Ruhe bewirkt die ewige Erhaltung, Unvergänglichkeit und das ewige, allervollkommenste, Mir völlig ähnliche Leben aller Mir in der Liebe und ihrem lebendigen Geiste völlig ebenmäßigen Wesen!“

[H. Bd. 1, Kap. 184, 6-7, 10-11, 14 und 17]

 

Jesus: „Wie kurz ist der Zeitraum von Adam bis auf uns gegen die für Menschenbegriffe beinahe endlose Zeit vom ersten Grundwerden der urgeschaffenen Geister bis zu dem Zeitpunkt, da sie in den Vollgebrauch ihres freien Willens gestellt wurden; und wieder, welch ein unmeßbarer Zeitraum seit ihrem Falle bis auf Adam und auf uns!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 1]

 

Jesus: „Eine Urzentralsonne und noch mehr eine Hülsenglobe sind schon ganz respektabel große Dinge, und noch unnennbar größer ist der Weltenschöpfungs-Großmensch. Aber was sind diese alle gegen den unendlichen Raum? Soviel wie nichts! Denn alles Begrenzte, wenn für eure Begriffe noch so endlos Große, ist im Verhältnis zum unendlichen Raum soviel wie nichts, weil es mit ihm in gar kein berechenbares Verhältnis treten kann.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 5]

 

Jesus: „Obschon der Raum nirgends ein Ende hat und also im vollwahren Sinne nach allen Seiten hin unendlich ist, so ist aber dennoch in des Raumes endlosen Tiefen und Fernen kein Pünktchen, wo nicht der Geist der Weisheit und Macht Gottes ebenso gegenwärtig wäre wie nun hier auf dieser Stelle unter euch.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 140, 5]

 

Jesus: „Wie könnte Ich (Gott) denn um alles wissen, wenn der Raum zwischen Mir, d.h. Meiner individuellpersönlichen Wesenheit, und z.B. der Sonne oder einem noch um vieles ferneren Objekt leb- und intelligenzlos wäre?!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 29, 3]

 

Jesus: „Für den göttlichen Geist, auch im Menschen, gibt es weder eine vergängliche Zeit noch einen beschränkten Raum und somit auch keine Vergangenheit und keine ferne Zukunft, sondern nur eine ewige Gegenwart.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 25, 4]

 

Jesus: „Auch der vollkommenste Engelsgeist kann weder die unendliche Vollstärke des Lichtes in Mir noch die Grenzen des unendlichen Raumes je erreichen und die Stunden der unendlichen Zeitdauer zählen. — Er kann sich über diese drei Dinge wohl immer gedehntere Begriffe machen, aber an ein Ende doch ewig niemals gelangen!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 207, 6]

 

Der Seher Mathael über die unfaßbare Größe der Schöpfung: „0 Herr! Ich fange an, mich ganz zu verlieren und aufzulösen ins Nichts! Denn Deine ewige Macht und Größe, der unendliche Raum und die ewige Zeitendauer verschlingen mich völlig!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 254, 7]

 

Jesus: „Für die begrenzte, wenn auch noch so weise Seele sind die Unendlichkeits- und Ewigkeitsbegriffe immer etwas Drückendes und Unbegreifliches, aber nicht so für den vollkommen erweckten Geist. Denn der Geist des Menschen ist frei und in allem Mir gleich, und seine Bewegung ist von der Art, daß alle Räumlichkeitsverhältnisse für ihn eine barste Null sind.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 6]

 

*   *   *

 

04. Der Mensch und sein Lebensziel

 

 

04.01. Der Mensch — Ebenbild Gottes und Endform aller Wesen

Jesus: „Wenn die Menschen dieser Erde Kinder Gottes werden wollen, so müssen sie in allem so vollkommen zu werden trachten, wie der ewige, heilige Vater im Himmel, der in sich ist die ewige Liebe, Wahrheit und Macht und alles endlos Gute, Gerechte und Herrliche. Darum heißt es auch in der Schrift: ‚Nach Seinem Ebenmaß schuf Gott den Menschen, und zu Seinem Ebenbilde machte Er ihn und blies ihm Seinen Odem ein, auf daß er eine lebendige, freie Seele werde!‘ Auf diese Weise sind die Menschen dieser Erde nicht etwa nur Geschöpfe der Allmacht Jehovahs, sondern Kinder Seines Geistes, also Seiner Liebe.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 22, 5-6]

 

Der Evangelist Johannes: „Was ist ein Mensch? Er ist in seiner vollendeten, gottähnlichen Form ein Gemeinleben von zahllosen vorangegangenen Leben, welches beim Steinmoose die ersten Lebensäußerungen zu entwickeln begann, sich dann durch alle Pflanzenwelt durchwand, von der Pflanzenwelt in die Tierwelt überging und von da an sich erst zu der vollendeten Lebensform des Menschen ausbildete. — So ist es dann doch nur natürlich, daß im Reiche der vollendeten Geister es im Grunde keine andere Formen geben kann als die Urgrundform des gottähnlichen Menschen.“

[GS. Bd. 2, Kap. 66, 7 und 8]

 

Der Herr: „Lasset Uns den Menschen machen aus dem feinsten Lehm der Erde als ein vollkommenes Ebenbild aus Mir nach Meiner Liebe sowohl als auch nach Meiner Gnade, damit Wir erkannt und gelobt werden möchten von einem selbständigen Leben außer Uns, und damit auch dereinst alle Kreatur im und durch den Menschen möchte erlöst werden, um zu gelangen dadurch wieder zum freien Bewußtsein ihres zweckdienlichen Daseins aus Mir!“

[H. Bd. 1, Kap. 36, 3]

 

Der von Jesus belehrte und erleuchtete Zöllner Kisjonah bekundet: „Ich verstehe nun, was es heißt: Gott schuf den Adam als den ersten Menschen dieser Erde aus Lehm! — Gott hat aus Seiner ewigen Ordnung es also gewollt, daß die in der Erde gefangenen gerichteten Geister sich aus der Erde, und zwar aus deren leichter fügbarem Lehm, einen Leib nach der entsprechend geistigen Form (Menschenform) bauen sollen, in der sie sich mit viel Freiheit bewegen könnten, ihr Ich und Gott wiedererkennen und sich so der göttlichen Ordnung freiwillig unterordnen sollen, um dadurch zu ihrer urgeistigen Natur zurückzugelangen und vollendet reine Geister zu werden!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 166, 3]

 

Der Herr: „Es ist wahrlich nichts Geringes, wenn ein Mensch aus dem Mutterleibe zur Welt geboren wird. Denn was dazu gehört, bis eine Menschenseele aus allen Stufen (der seelischen Naturreiche) reif wird zur Ausgeburt in die (Menschen-) Welt, glaube es Mir, ist mehr, als du in Ewigkeiten zu fassen imstande sein wirst! Daß die Werdung eines Menschen für Mich selbst keine Kleinigkeit ist, beweisen ja alle Taten und Vorschöpfungen, welche nur für den Menschen bewirkt und gemacht wurden. — Demnach ist es denn auch billig und gerecht, daß sogar der leibliche Geburtstag für jeden Menschen ein wichtiger Tag sein muß, da er kein zufälliger, sondern ein schon von Ewigkeit her wohlberechneter Tag ist! Denn erst, als die Welten von den Urzentralsonnen abwärts ausgebildet waren, wurde jedes Weltenatom genau auf den tausendsten Teil einer Sekunde berechnet, wann es solle gelöst werden. Und war die große Rechnung einmal bestimmt, da erst begannen die organischen Schöpfungen auf den Weltkörpern durch alle Stufen in der allerhöchst weisen, wohlberechneten Ordnung. — Und hernach kam endlich erst der Mensch als ein vollkommenstes Aufnahmeorgan aller ihm vorangegangenen zahllosen Stufen und als ein vollkommener Wiedervereinigungspunkt des einst aus Mir gegangenen Lebens.“

[Hi. Bd. 2, S. 135, 2. 3. 8]

 

Der Herr: „Gott hat dem Bedürfnisse Seiner unendlichen Liebe zufolge von vielen Ewigkeiten her Geschöpfe überaus mannigfacher Art erschaffen, vom vollkommensten Geiste abwärts bis zum unbedeutendsten atomischen Tierchen. Allen diesen zahllosen Wesen hat Gott aus Seiner eigenen Kraft — jedem nach seiner Art — von Seinem Leben gegeben, damit die Summe ihres Lebens übergehe in ein vollkommeneres und kräftigeres Leben, und also fort und fort aufwärts bis zur Seele des Menschen, welche zugleich in sich zur Aufnahme des stärksten Lebens aus Mir (des Geistes) fähig wird, welches Leben sich mit Mir durch die Liebe nun wieder völlig zu einer Kraft vereinigen kann.“

[Fl. Kap. 7, 9 und 24]

 

Jesus, der Herr, in der geistigen Welt: „Auf den zahllosen Weltkörpern sind die Formen in den drei Naturreichen sehr verschiedenartig; nur die Form des Menschen ist überall stets die gleiche. Unter den Bewohnern der verschiedenen Welten gibt es nur Abstufungen bezüglich der Größe, Liebe, Weisheit und Schönheit, ihnen allen liegt dennoch die unveränderte Menschenform zugrunde, da sie alle Mein Ebenmaß haben. Die Weisesten sind die Schönsten und die mit Liebe Erfüllten sind die Zartesten und Herrlichsten.“

[BM. Kap. 51, 7]

 

Jesus: „Der Mensch ist der Grund und das Endziel der gesamten Schöpfung; er ist das endlich zu gewinnende Ergebnis aller Vormühen Gottes. Und weil eben der Mensch das ist, was Gott durch alle Vorschöpfungen erreichen wollte und auch erreicht hat, so entspricht auch alles in den Himmeln und auf allen Weltkörpern dem Menschen.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 222, 4 und 5]

 

Der Apostel Petrus zu einem Weisen unserer Sonne: „Gott der Herr ist hier unter uns in aller Seiner Kraft und Machtfülle gegenwärtig, und das in sichtbarer Menschengestalt, — welche Gestalt eben die eigentliche göttliche ist, da Gott uns Menschen nach Seinem Ebenmaße äußerlich wie innerlich geformt hat.“

[BM. Kap. 163, 3]

 

Jesus zu dem römischen Oberrichter Faustus: „Gottes höchste Seligkeit ist der in Seiner Ordnung sich entwickelnde Mensch. In ihm findet Gott Seinesgleichen wieder.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 6, 3]

 

Der Erzengel Raphael: „Alles, was auf Erden und auf allen Sternen geschieht, das geschieht allein zum Besten der Menschen; denn nur im Menschen liegt der Grund und Zweck aller Schöpfungen im endlosen Raume.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 140, 5]

 

Jesus belehrt den klugen, kenntnisreichen Zöllner Kisjonah: „Ein großer Teil von den für deine Begriffe zahllosen Urgeistern hat die Freiheit seines Willens mißbraucht und ist dadurch ins angedrohte Gericht versunken. Aus solchen Geistern, aus denen diese ganze Erde und alle zahllosen anderen Welten, Sonnen und Monde bestehen, kommen nach einem in alle Natur unwandelbar gelegten Gesetze die Menschen dieser Erde wie auch aller anderen Welten hervor, und zwar auf dem bekannten Wege der Zeugung und Geburt, und müssen sodann durch Erziehung und Unterricht zu wahren Menschen und nach der Ablegung ihres Leibes zu reinen und völlig freien Geistern herangebildet werden.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 165, 7-8]

 

Jesus: „Gott ist kein stolzer Kaiser auf einem goldenen Throne, der seine Untertanen als verächtliche Würmer ansieht und jeden mit dem Tode bedroht, der sich ohne Erlaubnis ihm nahen will. Gott ist von Ewigkeit ein vollkommener Meister im Größten wie im Kleinsten. Der Mensch aber ist das vollkommenste der zahllos vielen und verschiedenen Geschöpfe, der Höhepunkt der göttlichen Liebe und Weisheit und bestimmt, ein Ebenbild Gottes zu werden. Wie sollte sich da Gott Seines vorzüglichsten Werkes schämen und es für unwürdig halten, sich Ihm zu nahen?!

[Ev. Bd. 7, Kap. 141, 3 und 4]

 

Ein erleuchteter Oberägypter: „Wenn es um den Menschen etwas Geringfügiges wäre, so hätte ihn Gott nicht wunderbar weise und kunstvoll eingerichtet, so daß der Mensch schon dem Leibe nach ein höchstes Meisterwerk der gesamten materiellen Schöpfung ist, und zweitens hätte Gott ihm nicht eine Seele gegeben, die Ihm, dem Schöpfer, in allem ähnlich werden kann, wenn sie das nur ernstlich will, — und drittens würde Gott nicht schon so oft zu den Menschen selbst geredet und sie belehrt haben, was Sein Wille ist, welche Absichten Er mit ihnen hat und was sie erreichen können.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 147, 9]

 

Über das Verhältnis zwischen Gott und Mensch sagt ein erleuchteter Freund Jesu: „Der Mensch kann es wohl auf dem Wege der gänzlichen Selbstverleugnung dahin bringen, daß er Gott ähnlich und somit auch mächtig wird, wie sich das besonders bei den großen Propheten bewährt hat; aber darum ist und bleibt der Mensch nur ein in der Zeit gewordener und somit bei all seiner gottähnlichen Vollkommenheit ein untertäniger, beschränkter kleiner Gott, während Jehova ewig, also ohne Anfang, unendlich in Zeit und Raum und somit durch gar nichts beschränkt ist. Und dieser endlos große Unterschied zwischen dem einen und ewig allein wahren Gott und dem in der Zeit gewordenen Menschgott wird wohl ewig nie hinweggefegt werden können.“

— Darauf Jesus: „Der geschaffene Mensch wird sich mit dem eigentlichen Urwesen Gottes nie vergleichen können; aber in dem geschaffenen Menschen wohnt ein ungeschaffener ewiger Geist aus Gott durch den Willen Gottes, und der kann im Menschen ebensowenig eine Beschränkung haben wie das eigentliche Urwesen Gottes selbst, da er doch eins mit diesem ist.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 24, 6 und Kap. 25, 1]

 

Jesus: „Im unermeßlichen Raum gibt es zahllos viele Hülsengloben. In jeder Hülsenglobe, die für sich schon einen euch unermeßbaren Raum einnimmt, da sie die Trägerin von äonenmal Äonen Sonnen und Sonnengebieten ist, leben zahllos viele Menschengeschöpfe, entweder noch im Leibe oder schon geistig. Diese haben in ihrer Art gewöhnlich eine sehr helle Vernunft und einen feinen Verstand, der oft eine solche Schärfe erreicht, daß ihr euch vor ihm verstecken müßtet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 113, 1]

 

Der Herr: „Die Saturnmenschen haben einen richtigen Begriff von Mir, erkennen daher umso leichter sich selbst und wissen vollkommen klar, daß sie nicht nur flüchtige, sondern im Geiste ewig bleibende Ebenbilder dessen sind, der sie nach sich gebildet und erschaffen hat.“

[Sa. Kap. 39, 4]

 

04.02. Der Mensch, eine Dreieinheit von Geist, Seele und Leib

Der Jesusknabe im Tempel zu Jerusalem zu dem geistig blinden Oberpriester: „Du bist in einer großen Irre, wenn du meinst, daß Geist und Seele ein und dasselbe sind! Die Menschenseele ist ein geistiges Produkt aus der Materie, weil in der Materie ein gerichtetes Geistiges für die Löse rastet. Der reine Geist aber ist niemals gerichtet gewesen, und es hat jeder Mensch seinen ihm von Gott zugeteilten Geist, der alles beim werdenden Menschen besorgt, tut und leitet, aber mit der Seele sich erst dann in eins verbindet, wenn diese aus ihrem eigenen Wollen vollkommen in die erkannte Ordnung Gottes übergegangen und somit völlig reingeistig geworden ist.“

[Dr. T. Kap. 21, 19]

 

Jesus: „Hat schon die Seele des Menschen ein unendliches Gedankengebiet, um wie unendlich viel mehr der ewige, göttliche Geist in ihr, der in sich die Kraft, das Licht und das Leben selbst ist! Ich sage dir: dieser Geist ist es, der alles im Menschen schafft und ordnet; die Seele aber ist nur ein substantieller Leib des Geistes, gleichwie der Fleischleib ein Behälter der Seele ist so lange, bis sie in ihm eine gewisse Solidität erreicht hat.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 211, 3-4]

 

Jesus zu einem bekehrten Pharisäer: „Siehe, der Mensch ist ganz nach dem Ebenmaße Gottes erschaffen, und wer sich selbst vollkommen kennen will, der muß wissen, daß er als ein und derselbe Mensch aus drei Persönlichkeiten besteht. — Du hast einen Leib, versehen mit den notwendigen Sinnen und für ein freies, selbständiges Leben nötigen Gliedern und Bestandteilen. Dieser Leib hat zum Bedarf der Ausbildung der in ihm wohnenden Seele ein ganz eigenes Naturleben, das sich von dem geistigen Seelenleben in allem streng unterscheidet. — Auch die Seele ist ein vollständiger Mensch für sich, der seelisch-substantiell die gleichen Bestandteile enthält wie der Leib und in höherer geistiger Entsprechung sich ihrer ebenso bedient wie der Leib seiner materiellen. — Obschon aber einesteils der Leib und andernteils die Seele zwei verschiedene Menschen oder Personen darstellen, von denen jede für sich eine ihr eigentümliche Tätigkeit ausübt, so machen sie im Grunde dennoch nur einen Menschen aus. — Es muß der Leib der Seele dienen und diese mit ihrem Verstande und Willen dem Leibe, weshalb die Seele für die Handlungen, zu denen sie den Leib benützt, ebenso verantwortlich ist wie für ihre eigenen, die in allerlei Gedanken, Wünschen und Begierden bestehen. — Wenn wir nun aber das Leben und Sein der Seele näher betrachten, so werden wir bald finden, daß sie als ein substantielles Leibmenschwesen für sich um nichts höher stünde als die Seele eines Tieres, bei dem von einem Verstande und einer höheren, freien Beurteilung der Dinge und Verhältnisse keine Rede ist. — Dieses höchste, gottähnliche Vermögen im Menschen bewirkt ein rein-essentiell geistiger, dritter Mensch, der in der Seele wohnt. Durch ihn kann die Seele Wahres vom Falschen und Gutes vom Bösen unterscheiden, völlig frei denken und wollen und sich, — wenn sie sich mit ihrem freien Willen für das Wahre und Gute entscheidet — ihrem Geiste völlig ähnlich machen. — Obschon also ein im Geiste völlig wiedergeborener Mensch nur ein vollkommener Mensch ist, so besteht seine Wesenheit dennoch ewig fort aus einer wohl unterscheidbaren Dreiheit.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 24, 6-12, 14]

 

Jesus: „Die Seele verhält sich zum Geiste stets so, wie der menschliche Leib zur Seele. Der Leib hat einen eigenen Genußwillen, durch den die Seele verdorben werden kann, wenn sie darauf eingeht. Eine recht erzogene Seele wird aber nie in des Leibes Genußwillen eingehen und stets ein Herr über ihren Leib bleiben, doch bei verbildeten Seelen ist solches leicht möglich. — Zwischen Seele und Geist waltet ein gleiches Verhältnis wie zwischen Leib und Seele. Eine geläuterte Seele wird die Begierden ihres Leibes überwinden; dasselbe tut Mein Geist in der Seele, in die er völlig übergegangen ist. Wenn die Seele in des Geistes Willen eingeht, geschieht alles nach seinem Willen, der auch Mein Wille ist. Will aber die Seele etwas Törichtes, so tritt in solchen Augenblicken der Geist zurück und überläßt der Seele allein die Ausführung des Wunsches, aus der gewöhnlich nichts wird. Die Seele, ihre selbstische Schwäche und Torheit bald einsehend, läßt von ihren Selbstlustträumereien bald ab, vereinigt sich mit dem Geiste aufs innigste und läßt wieder seinen Willen vorwalten. Dann ist in ihr wieder Ordnung, Kraft und Macht in der Fülle.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 226, 1-4]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola, der um Aufklärung über das Wesen von Seele und Geist bittet: „Die Seele des Menschen ist eine rein ätherische Substanz, aus vielen Lichtatomen, d.h. kleinsten Teilen durch die Weisheit und den allmächtigen Willen Gottes zu einer vollkommenen Menschenform zusammengesetzt. — Der reine Geist ist der von Gott ausgehende Wille, der das Feuer der reinsten Liebe in Gott ist. Er ist ein Gedanke Gottes, hervorgehend aus Seiner Liebe und Weisheit. Da aber Gott in sich ein Feuer aus Seiner Liebe und Weisheit ist, so ist das Gleiche auch der in ein eigenes Sein gewisserart aus Gott hinausgestellte Gedanke. Wie das Feuer eine Kraft ist, so ist dann solch ein Gedanke aus Gott auch eine Kraft in sich, ist seiner selbst bewußt und kann für sich wirken in derselben Klarheit, aus der er hervorgegangen ist. Als eine Reinkraft durchdringt er alle Materie, kann aber von der Materie nicht durchdrungen werden! — Die Seele ist durch die Kraft des Geistes wieder aufgelöste Materie, die in des Geistes eigene Urform, durch seine Kraft genötigt, übergeht und dann, mit ihrem Geiste vereint, gleichsam seinen lichtätherisch-substantiellen Leib ausmacht, so wie die Seele aus der sie umgebenden Fleischmaterie, wenn diese völlig verwest und aufgelöst ist, sich durch ihren reingeistkräftigen Willen ihr Kleid bildet. Da hast du nun eine kurze, wahre Darstellung dessen, was die Seele und was der reine Geist für sich ist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 66, 5-8]

 

Der Jünger Johannes: „Damit das Geistsein nicht fortwährend ein an und in den Urgeist Gottes fest gebundenes bleibe, hat die Gottheit selbst zwischen sich und den Mensch-werden-sollenden Geist die Materie gestellt, damit der ursprünglich göttliche Menschengeist, so er zu einer gottähnlichen Selbständigkeit gelangen will, sich aus den mehr ätherisch-seelischen Teilen der Materie ein ihm ähnliches Wesen schaffe, es mit einer substantiellen, aber auch geistig-intelligenten Seele belebe und diese dann ganz unvermerkt fortbilde in der möglichsten Freiheit ihres Willens. Hat diese Seele in aller guten Erkenntnis und Tätigkeit so zugenommen, daß sie ihrem urgöttlichen Geist ähnlich wurde — hauptsächlich durch die Erkenntnis des einen, wahren, ewigen Gottes, in der Liebe zu Ihm wie auch daraus zum Nächsten — und dabei voll Demut, Geduld und Bescheidenheit ist, dann geschieht eine für Ewigkeiten untrennbare Einigung der Seele mit ihrem urewigen Geiste. — Die der Materie entstammende Seele wird dann selbst ganz Geist; der Geist aber wird dann ganz eins mit der Seele und ist dadurch ein ewig freies selbständiges und gottähnlich selbsttätiges Wesen, begabt mit allen Eigenschaften der urewigen Gottheit.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 184, 3-4]

 

Jesus im Jenseits zu Karmelitermönchen, die den Glauben an den Drei-Personen-Gott vertreten: „Ich weiß es wohl, daß ihr solchen Glaubens seid. Ich aber und alle diese, die um Mich sind, halten dafür, daß Gott nur eine einzige Person ist. Auch der Mensch, als nach dem Ebenmaße Gottes geschaffen, ist ja eine Dreiheit in einer und derselben Person! Hat er nicht einen Leib, der da ausmacht seine äußere Form, eine Seele, die diese Form und deren Organismus belebt, und endlich in der Seele einen göttlichen Geist, welcher der Seele gibt Verstand, Willen und Kraft?!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 270, 8-9]

 

Jesus: „Auch ihr Menschen habt eine Mir ganz ebenmäßige Dreiheit von Liebe, Licht und Wille in euch. — Ist der Verstand des Menschen ein helles Licht geworden, so durchleuchtet er die Liebe, ihren Willen — und dadurch den ganzen Menschen. Nun gibt die Liebe die reinen Mittel, das Licht oder die Weisheit ordnet sie, und der Wille setzt sie ins Werk. Weil aber der Mensch als Ebenmaß Gottes diese Dreiheit in sich hat, besteht er darum aus drei Menschen, oder ist er nur ein Mensch?“

[Ev. Bd. 6, Kap. 230, 7 und 10]

 

Der Herr in der Urzeit zu einem Lichtsuchenden: „Als geschaffener Mensch bestehst du aus einem Leibe und aus einer lebendigen Seele, in welcher da wohnt der Geist der Liebe!“

[H. Bd. 2, Kap. 250, 10]

 

Ein fremder, weiser Gast am Tische König Lamechs von Hanoch: „Der Herr hat alles so geordnet, daß die Materie sich ernährt aus der Materie, die Seele aus der Seele und der Geist aus dem Geiste. Die Liebe aber ist des Geistes Grund und des inneren Menschen eigentliches Wesen, und wir können demnach unserem inneren Menschen keine bessere Nahrung verschaffen, als wenn wir ihn sättigen mit der Liebe zu Gott. Durch diese Liebe wird er kräftig und mächtig und ein Herr in seinem Hause werden, welches da ist die unsterbliche Seele und der sterbliche Leib. — Es muß aber die Kost für den Geist bestens vorbereitet sein! Das Wort Gottes ist die Vorbereitung der Geisteskost; darum wollen wir denn auch mit dem Worte Gottes stärken unseren Geist!“

[H. Bd. 3 Kap. 43, 17-20, Kap. 44, 1-21]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Wenn der allsehende und allfühlende göttliche Menschengeist es merkt, daß seine von ihm hervorgerufene und aus der Materie gebildete Seele sich wieder zu dem Elemente neigt, von dem sie genommen ward, dann reißt ihr urgöttlicher Geist sie, wenn auch unter den größten Schmerzen, aus dem Leibe und bildet sie dann erst jenseits, also im Reiche der Seelen, für sich aus, aber stets so unvermerkt als möglich; denn jede unfreie, gerichtete Ausbildung einer Seele wäre schlechter noch als gar keine.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 184,7]

 

Jesus: „Der Leib ist der Seele Haus, und der Geist in ihr ist dazu von Gott gegeben, daß er die Seele erwecke und unterweise in allem, was geistig ist, und sie mit ihm auch in Verkehr setze. Wie kann aber der Geist das, wenn die Seele, im Besitze ihres freien Willens, sich zumeist außerhalb ihres Hauses befindet und sich erlabt am Weltlicht?!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 172, 5-6]

 

04.03. Des Menschen Geist

Jesus zu Sarah, der Tochter des Synagogenobersten Jairus: „Ich bin das eigentliche Leben im Menschen durch die Liebe in seiner Seele zu Mir, und diese Liebe ist Mein Geist in jedem Menschen. Wer die Liebe zu Mir erweckt, der erweckt seinen von Mir ihm gegebenen Geist, und da dieser Geist Ich selbst bin, so erweckt er Mich selbst in sich, ist dadurch ins ewige Leben vollauf eingeboren und kann ewig nimmer sterben, weil er mit Mir eins ist. Beharre daher in deiner Liebe zu Mir, so wirst du keinen Tod sehen, fühlen oder schmecken!“

[Ev. Bd. 2 Kap. 41, 4-5]

 

Jesus: „In der Seele wohnt der reine Funke des Geistes Gottes, aus dem sie ein rechtes Bewußtsein ihrer selbst und der göttlichen Ordnung in der Stimme des Gewissens überkommt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 3]

 

Jesus: „Der geistige Gottlebensfunke ist besonders stark und gottähnlich im Menschen vorhanden; dadurch kann der Mensch vernünftig und verständig werden, hat eine Sprache und kann Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später immer reiner erkennen, lieben und dann seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 32, 6]

 

Jesus im Jenseits zu einer erlösten Seele: „Ich bin wohl Gott, als das urewige Wesen voll Weisheit, Macht und Kraft — und du nur ein Geschöpf Meiner Willenskraft. Aber dein Geist ist ganz das, was Ich selbst bin. Und somit bleibt zwischen uns fortan das völlig gleiche Verhältnis wie zwischen Vater und Sohn oder wie Bruder und Bruder. Denn deiner Seele nach, die nun dein äußeres Wesen ist, bist du Mir ein Sohn und deinem Geiste nach ein Bruder. — Die Seele ging hervor aus dem Urlichte Meiner Weisheit und ist um endlos vieles minder als das erschaffen-habende Urlicht, und darum ist die Seele ein Sohn zu Mir, der Ich im Grunde des Grundes pur Liebe bin. — Aber dein Geist, der da ist Meine Liebe selbst in dir und somit Mein höchsteigener Geist, ist demnach Mein Bruder durch und durch!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 146, 9]

 

Jesus im Jenseits zu forschenden Seelen: „Habt ihr an euch denn nie eine doppelte Art geistiger Tätigkeit entdeckt, nämlich eine im Kopf und eine im Herzen? — Im Kopfe sitzt der Seele kalt berechnender Verstand, — im Herzen aber ruht die Liebe, ein Geist, aus Meines Herzens Geist genommen. Dieser Geist aber hat, so wie Mein höchsteigener, alles in sich, was die Unendlichkeit vom Größten bis zum Kleinsten enthält.

[Rbl. Bd. 2, Kap. 279, 5]

 

Auf die Frage des römischen Statthalters Cyrenius, der das Jesuskindlein entzückt auf den Armen trägt: ‚Wie kommt es, Du mein Kindlein, daß Du, noch kaum etliche Monate alt, schon so vernünftig und deutlich sprichst, hat Dich Deine liebe Mutter das gelehrt?‘ Da richtete sich das Kindlein sanft lächelnd ganz gerade auf und sprach wie ein kleiner Herr: „Cyrenius, da kommt es nicht auf das Alter und das Erlernen an, sondern was für einen Geist man hat! Lernen müssen nur Leib und Seele, aber der Geist hat schon alles in sich aus Gott! — Ich aber habe den rechten Geist vollmächtig aus Gott; siehe, darum kann ich auch schon so frühe reden!“

[Jug. Kap. 55, 21-24]

 

Jesus zu neubekehrten Freunden in der Stadt Abila: „Seid nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig und in aller Liebe und Geduld tätig, auf daß Mein Geist in euch erstehe und euch zeige im klarsten Lichte die innere Gotteswelt in eurer Seele Herzen; denn darin ist eine für den Außenmenschen unentdeckte, seligste Unendlichkeit verborgen. Nur Ich kenne den Weg dahin und zeige ihn euch; wandelt auf ihm, auf daß ihr in die Gotteswelt in euch selbst gelangen möget!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 69, 9]

 

Über den Geist als Stimme des Gewissens sagt der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat ein geistiges Organ in seinem Herzen, das uns Engeln Gottes immer offensteht; es vertritt die Begriffe ‚gut — schlecht‘, ‚wahr — unwahr‘, ‚recht — unrecht‘. Tust du das Gute, Wahre und Rechte, so wird von uns der bejahende Teil angerührt, und in dir entsteht dadurch das lohnende Gefühl, daß du gut und recht gehandelt und geredet hast. — Hast du aber nicht gut gehandelt oder geredet, so wird von uns das Gegenteil des geistigen Organs erregt; dann wird dich ein Bangen ergreifen und dir sagen, daß du aus der göttlichen Ordnung getreten bist. Und dieses Organ heißt: das Gewissen! Du kannst dich auf diese Stimme gar treu verlassen, sie wird dich niemals trügen!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 232, 8-11]

 

Jesus: Eine Gewissenstafel befindet sich in eines jeden Menschen Herzenskämmerlein, aber viele Menschen streichen diese Tafel mit ihren Sünden schwarz an, auf daß sie ja nimmer erschauen mögen Meinen Willen. — Eine solche Tafel befindet sich auch im Haus eines jeden Himmelsgeistes; sie stellt ein durch den Herrn gereinigtes Gewissen dar, weshalb sie dort in hellem Glanze erscheint.

[BM. Kap. 37, 15, Kap. 38, 15-17]

 

Der Seher Mathael: „Jesus ist Seinem Geiste nach die wirkliche Ur-Sonne. Wir und alle Geister aber sind nur lebendige Abbilder von dieser ewigen Urgrundsonne Gott.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 121, 5]

 

Der Seher Mathael: „Jesus, der Heiland aus Nazareth, ist die Lebenssonne selbst, und in mir als einem Tautröpfchen waltet wundersam helle das kleine Abbild jener ewig-wahren, großen Sonne, aus der zahllose Myriaden solcher Tröpfchen wie ich ihre heilige Lebensnahrung saugen.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 48, 11]

 

Jesus: „Der lebendige Geist im Menschen ist Meine ewige Liebe und Weisheit, die alles schafft, ordnet und erhält. Und dieser Geist ist der eigentliche wahre, in sich ewige Mensch im Menschen, der sich aber nach Meiner ewigen Ordnung, der Selbständigwerdung halber, mit Seele und Leib umkleidet und so in eine äußerlich schaubare Form tritt.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 85, 10]

 

Der Erzengel Raphael: „Der Geist aus Gott wohnt im innersten Zentrum eurer Seele, er ist da noch ganz abgesondert von dem allgemeinen Gottesgeiste, weil er durch eure zu geringe Liebe zu Gott viel zu wenig Nahrung hat, als daß er sich in der Seele ausbreiten und sie durchdringen könnte, d.h. nicht etwa räumlich, sondern in der Sphäre der Willensfähigkeit, die in ihm ebenso vorhanden ist wie in Gott selbst, von dem er als ein unverwüstbares Lebensfünklein in das Herz der Seele gelegt wurde. In der Willenssphäre ausbreiten heißt aber, daß die Seele selbst ihren Willen dem erkannten Willen Gottes völlig unterordnet und sich freiwillig ganz von ihm beherrschen läßt. Läßt sich eine Seele von dem erkannten und genau befolgten Willen Gottes bis in ihr Innerstes durchdringen, so erweckt dieser Wille den in der Seele Innerstem (wie) ruhenden Geist aus Gott. Dieser vereinigt sich dann alsbald mit dem ihm gleichen, die ganze Seele durchdrungen habenden allgemeinen Willensgeiste Gottes und ist dann eins mit ihm in allem.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 150, 14-16]

 

Der Erzengel Raphael: „Den machtvollen Geist, das ist die Liebesflamme aus dem Gottesherzen, demzufolge ihr zu wahren Gotteskindern werdet, bekommt ihr Menschen dieser Erde jetzt erst (d.h. seit Gottes Menschwerdung in Jesus) und seid demnach unaussprechbar über uns Engel hinaus bevorzugt, und wir werden euren Fleischesweg zu wandeln haben, um wie ihr Gottes Kinder zu werden.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 180,  4]

 

Jesus zu den drei Hauptjüngern auf dem Berge Tabor: „Der Geist, von dem Ich sage, daß er euer Geist sei, ist eben Mein Geist in euch und weiß um alle Dinge und Verhältnisse wie Ich selbst und kann euch in alle Weisheit leiten. Aber jetzt ist er in euch noch nicht wach und vollwirkend; d.h. er ist zwar für sich wach und wirkend, aber sein Wachsein und Wirken ist für euch wie noch etwas Fremdes und euch nicht Angehöriges, weil eure Seele noch nicht rein genug ist, um sich mit Meinem Geiste völlig zu einen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 236, 10]

 

Jesus: „Niemand weiß, was im Menschen verborgen ist, als nur der Geist, der im Innersten des Menschen wohnt; und so weiß auch kein Weltweiser, was Gott selbst und in Gott ist, als nur der Geist, der alle Tiefen der Gottheit durchdringt. — Wenn der Geist im Menschen als das wahre Lebenslicht aber nicht erweckt wird, dann ist es finster im Menschen, und er — der Mensch — erkennt sich nicht. Wenn aber durch den Glauben an Mich und durch die Liebe zu Mir und zum Nächsten der Geist im Menschen erweckt und zu hellem Lichte entzündet wird, dann durchdringt er den ganzen Menschen, und der Mensch erschaut dann, was in ihm ist, und erkennet sich. Und wer sich so erkennt, der erkennt auch Gott; denn der ewige Lebensgeist im Menschen ist nicht ein Menschengeist, sondern ein Gottesgeist, ansonst der Mensch kein Ebenmaß Gottes wäre!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 58, 6-7]

 

Der Erzengel Raphael zu Lazarus von Bethanien: „Du ißt und trinkst, um dich zu ernähren, und hast doch keine Ahnung, wie dein dir bisher noch unbekannter Geist, als der geheime Liebeswille Gottes im Herzen deiner Seele wohnend, durch seinen Willen und seine hohe Intelligenz aus den zu dir genommenen Speisen jene Stoffe, die zur Bildung deiner sehr verschiedenartigen Leibesteile unerläßlich sind, scheidet und sie dahin führt und zieht, wo sie notwendig sind.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 15, 7]

 

Der Römer Agrikola fragt den Erzengel Raphael: „Sieh, in dir wohnt doch auch eine Seele und in ihr nach eurer Lehre ein dir ganz ebenbürtiger Geist. Warum kann denn ich nicht durch solchen meinen Geist das bewirken, was du als ein Geist zu bewirken imstande bist?“ — Darauf der Erzengel: „Weil deine Seele dazu noch nicht reif und dein innerster Geist noch nicht in deine Seele übergegangen ist. — Aber etwas bewirkt dein Geist dennoch durch die Beharrlichkeit seines Willens, und das ist der Bau und die Erhaltung deines Leibes. Solches aber kann deine Seele noch nicht merken, auch nicht, wie ihr Leib gebaut ist, weil ihr innerer, reiner, jenseitiger Baumeister ihr dies nicht offenbaren und zeigen kann, da sie dafür noch nicht reif ist.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 69, 4-5]

 

Der Erzengel Raphael: „Der innere Geist arbeitet unablässig dahin, die Seele ehestmöglich reif und völlig frei zu machen, doch kann und darf er ihr nicht den geringsten Zwang antun, weil dadurch die Seele noch unfreier würde, als sie durch alle Einflüsse der Außenwelt je werden könnte. Darum ward der Seele in ihrem Leibe ein eigener Verstand und Wille gegeben, um durch den Unterricht von außen her dahin gebracht zu werden, sich aller Weltlichkeit durch ihren eigenen Willen immer mehr zu entäußern und, in sich reiner und reiner werdend, die geistigen Wege zu betreten. — In welchem Maße aber die gereinigte Seele die geistigen Wege tätig begeht, in demselben Maße eint sich dann ihr innerer, reiner, jenseitiger Geist mit ihr. Und hat sie sich durch ihren in sich stets lauterer gewordenen Verstand und durch ihren dadurch auch freier gewordenen Willen aller Welt vollends entäußert, so ist sie ihrem Geiste gleich und eins mit ihm geworden, welche Einswerdung wir die geistige Wiedergeburt nennen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 69, 5-6]

 

Jesus: „Dem Geiste oder der ewigen Essenz wohnt die göttliche Liebe inne als die alles bewirkende Kraft, die höchste Intelligenz und der lebendig-feste Wille. Alles das zusammen erzeugt die Substanz der Seele und gibt ihr die Form des Leibes. Ist die Seele oder der Mensch da nach dem Willen und nach der Intelligenz des Geistes, dann zieht sich der Geist ins Innerste zurück und gibt der Seele nach seinem Willen und seiner Intelligenz einen wie von ihm getrennten freien Willen und eine freie, selbständige Intelligenz, die sich die Seele teilweise durch äußere Wahrnehmungssinne und teils durch ein inneres Innewerden aneignet und vervollkommnet, als wäre dies ihr eigenes Werk. Infolge dieses Zustandes, in dem die Seele sich wie von ihrem Geiste getrennt fühlt, ist sie einer sowohl äußeren wie auch inneren Offenbarung fähig. Empfängt sie diese, nimmt sie sie (die innere, göttliche Offenbarung) an und tut danach, so eint sie sich mit ihrem Geiste und geht dadurch stets mehr in dessen unbeschränkte Freiheit über, sowohl in Hinsicht der Intelligenz und der Willensfreiheit als auch in der Kraft und Macht, alles das zu bewirken, was sie erkennt und will.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 25, 7-9]

 

Jesus zu dem Römer Agrikola: „Wenn der Mensch seine sinnlichen und weltlichen Begierden von sich verbannt und im Geiste zu leben anfängt, dann beginnt der Geist sich mächtig mit der Seele zu einen, und diese tritt dann mehr und mehr in den Verband mit der allein wahren Geisteslebenswelt. Diese aber, früher ungeahnt und ungekannt liegt vorerst tief im Menschenherzen, gleichwie das reine Geistflämmchen im Keimhülschen eines Samenkorns.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 77, 5-6]

 

Der Herr: „Jeder Mensch, der auf eurer Erde geboren wird, bekommt einen Geist aus Mir und kann dadurch nach der vorgeschriebenen Ordnung die vollkommene Kindschaft Gottes erhalten. Auf den anderen Weltkörpern aber bekommen die Menschen einen Geist aus den Engeln.“

[Ed. Kap. 53, 12-13]

 

Ein Erzengel zu dem Griechen Philopold: „Der Geist im Menschen ist ein Gott im kleinsten Maße, weil völlig aus dem Herzen Gottes.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 214, 10]

 

Jesus zu dem in der Paradiesessphäre stark fortgeschrittenen Robert Blum: „Mein lieber Freund, Bruder und Sohn! Du hast wahrlich ein sehr geschmeidiges Herz, und das ist für Mich eine große Freude. Denn siehe, du redest wie aus dir selbst, und dennoch redest nicht du sondern Ich! Dein Herz vernimmt genau Meine Gedanken, und Mein Wille bleibt ihm nicht fremd. Und siehe, das alles ist das Werk Meines stark gewordenen Geistes in dir. Dieser Geist, weil er ganz rein aus Mir ist, kann daher auch in Meine Tiefen dringen und allda erschauen und erforschen Meine Gedanken und Meinen Willen!“

[Rbl. Bd. 1, Kap. 52, 1-2]

 

Der Herr: „Der Geist ist nicht teilbar, sondern wo er in eine große oder kleine Seele gelegt wurde, da bleibt er auch eine Einheit!“

[Ed. Kap. 53, 10]

 

Der Herr: „Nach der Einlegung des Geistes ins Herz der Seele, was bei einigen Kindern früher, bei anderen später geschieht, bei vielen drei Tage vor der Geburt, wird der Leib schneller ausgereift, und die Geburt kann vor sich gehen.“

[Ed. Kap. 51, 7]

 

Jesus: „Wie eine Menschenseele aus vielen Kreaturseelen zusammengefügt wird, so wird sie auch mit ihrem jenseitigen Geiste verbunden, welcher der eigentliche Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Naturseelen bis zur Menschenseele ist, die dann erst in ihre volle Freiheitssphäre tritt und sich selbst in moralischer Hinsicht fortzubilden imstande ist. Wenn die Seele sich bis zu einem gewissen Grade der geistigen Vollkommenheit erhoben hat, dann vereinigt sich ihr jenseitiger Licht- und Liebegeist mit ihr, und der ganze Mensch beginnt von da an, Gott in allem ähnlicher zu werden.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 184, 5-6]

 

Jesus: „Der natürliche, noch geistlose Mensch ist gerichtete Materie, und sein Naturleben ist ihm vom Geiste Gottes aus nur als ein Mittel gegeben, damit er dadurch das wahre, geistige Leben in sich erwecke. Und so kann er mit seinem Naturverstande die Gebote Gottes als solche wohl erkennen und dann den Willen fassen, nach ihnen zu leben und zu handeln. Tut er das, dann dringt der Geist Gottes so weit in seine Seele, wie diese vom Glauben an Gott und von der Liebe zu Ihm und zum Nächsten erfüllt ist. Hat der Geist aus Gott die Seele ganz durchdrungen und all ihr Erkennen und Wissen geistig gerichtet, dann hat die Seele dadurch ihre früher tote Materie überwunden und ist mit dem Geiste Gottes ein Geist, eine Kraft, ein Licht und ein wahres, nimmer verwüstbares Leben geworden.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 55, 10-11]

 

Der Jünger Johannes zu dem bußfertigen Bettler Zorel: „Wenn dein Geist in dir wach wird, so wirst du seine Stimme wie lichte Gedanken in deinem Herzen vernehmen. Diese mußt du anhören und dich danach in deiner ganzen Lebenssphäre richten, so wirst du dadurch deinem Geiste einen stets größeren Wirkungskreis verschaffen. Der Geist wird dann wachsen in dir bis zur vollen Größe und deine ganze Seele wird endlich dein ganzes materielles Wesen durchdringen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 76, 10]

 

Jesus: „Glaubet es Mir, die zahllosen Wunder, die da in für euch unmeßbaren Räumen kreisen und bahnen, hat ein Mensch in seinem Geiste ruhend verborgen; trachtet daher vor allem, daß euer Geist völlig erweckt werde, und ihr werdet das, was kein Auge je geschaut und kein Sinn je empfunden, in euch selbst in größter Klarheit schauen und empfinden können.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 175, 8]

 

Jesus: „Der Geist im Menschen ist aus Gott, und ist der im Menschen Herr geworden, so lehrt er die Seele in einer Stunde mehr, als ein Mensch auf dieser Erde von noch so weisen Lehrern in tausend Jahren erlernen könnte.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 16, 7]

 

Der Seher Mathael: „Der Gottesgeist im Menschen ist zwar schon von Anfang an ein Ebenmaß Gottes, aber zur vollen tätig-lebendigen Ähnlichkeit Gottes muß er sich erst erheben auf dem Wege der Liebe und Wahrheit.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 48, 7]

 

Jesus: „Die von Mir berufenen seelenvollkommenen Nubier erkannten schon von weitem Meine Seele, nicht aber Meinen in der Seele wohnenden göttlichen Geist, weil den Geist Gottes nur wieder ein Geist aus Gott erkennen kann. Dazu mußte Ich durch Mein Wort erst den Geistesfunken in ihr Herz legen. Als der Funke, in ihrer Seele die rechte Nahrung findend, erstarkte, da erkannten sie Mich auch alsbald in Meinem Geiste und wissen nun, mit wem sie es in Mir zu tun haben.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 225, 2]

 

Jesus: „Die euch Menschen unvorstellbar schnelle Bewegung der großen Zentralsonnen ist eine wahre ‚Schneckenpost‘ gegen die Schnelligkeit des Geistes, für den ‚hier‘ und unermeßlich fern irgendwo ‚dort‘ eins ist.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 7]

 

Jesus: Der göttliche Geist im Menschen hat die Fähigkeit der Vergegenwärtigung des Vergangenen und des Zukünftigen.

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 8-11]

 

Der Herr: „Das Geistige ist das Allerinnerste und zugleich das Allerdurchdringendste, demnach das Alleinwirkende und Bedingende.“ Beispiele: die Frucht, der Ton in der Glocke, der Magnet.

[GS. Bd. 1, Kap. 1, 2-12]

 

Der Evangelist Johannes: „Die Kugel und der Kreis sind Symbole der Vollendung; zugleich aber stellen sie dar, daß der Geist des Menschen im vollkommenen Siege über sein Weltliches sich selbst eine neue Welt schafft, welche hervorgeht aus seiner vollendeten Weisheit. Also wird auch ein jeder vollendete Geist einst der Schöpfer seiner eigenen Welt werden, oder er wird die Welt bewohnen, die hervorgegangen ist aus den Werken seiner Liebe und aus dem lebendigen Licht seines Glaubens. Und dazu bezeigt die Kugelgestalt die höchstmögliche Vollendung einer solchen Welt, vollendet in der Liebe, in der Weisheit und in jeglicher Tüchtigkeit.“

[GS. Bd. 2, Kap. 38, 7]

 

Jesus: „Die Außenlebenssphäre des Menschengeistes gleicht dem Äther, der den ganzen endlosen Raum erfüllt. Wenn der Geist, in der Menschenseele frei auftauchend, sich erregt, so erregt sich auch seine Außenlebenssphäre im selben Augenblick endlos weit hinaus, und sein Schauen, Fühlen und Wirken geht dann ohne Beschränkung so endlos weit hinaus, wie der Äther zwischen den Schöpfungen und in ihnen den Raum durch und durch erfüllt; denn dieser Äther ist ganz identisch mit dem ewigen Lebensgeiste in der Seele des Menschen. Dieser ewige, göttliche Menschengeist ist ein verdichteter Brennpunkt des allgemeinen Lebensäthers, der die Unendlichkeit erfüllt. Wenn der ewige Lebensgeist im Menschen durch die Seele mit dem Außenäther in Berührung kommt, so vereint sich sein Fühlen, Denken und Schauen augenblicklich mit dem unendlichen Außenlebensäther Gottes in die endlosen Fernen hin ungeschwächt, und was der große göttliche Lebensäther im endlosen Raume allenthalben alles umfließend und durchdringend fühlt, sieht, denkt, will und wirkt, das fühlt, sieht, denkt und wirkt im selben Augenblicke der Sondergeist in einer Seele und somit auch die Seele, solange sie von ihrem Geiste durchdrungen wird und dieser mit dem ihm innigst verwandten unendlichen, allgemeinen Außenlebensäther Gottes im Verbande steht.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 256, 2]

 

04.04. Des Menschen Seele

Jesus: „Die Seele des Menschen als die höchstpotenzierte Zusammenfügung von Mineral-, Pflanzen- und Tierseelen hat für ihre Vorexistenz keine Rückerinnerung, weil die einzelnen Seelenteile in den drei Naturreichen keine eigene und streng gesonderte, sondern für ihre Art nur aus dem allgemeinen Gottraumleben entliehene Intelligenz besaßen. Es sind zwar in einer Menschenseele alle die zahllos vielen Vorintelligenzen vereinigt beisammen, und das bewirkt, daß die Menschenseele aus sich alle Dinge wohl erkennen und verständig beurteilen kann —‚ aber ein Rückerinnern an die früheren Bestands- und Seinsstufen ist darum nicht denkbar und möglich, weil in der Menschenseele aus endlos vielen Sonderseelen nur ein Mensch geworden ist.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 29, 11]

 

Jesus: „Die in einem Leibe wohnende Seele ist anfangs um nicht viel reiner als ihr Leib, weil auch sie der unreinen Urseele des gefallenen Satans entstammt. Der Leib ist für die noch unlautere Seele eine höchst weise und zweckmäßig eingerichtete Läuterungsmaschine.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 2]

 

Jesus: „Die Seele eines Erdenmenschen ist eine Zusammensetzung vieler Lebensteilchen, die, vom Satan genommen, in der Masse des Erdkörpers als Materie gefangengehalten werden, von dieser dann durch die Pflanzenwelt in die vielen Stufen der Tierwelt übergehend, sich endlich als eine Potenz, bestehend aus zahllosen Urseelenteilchen, zu einer Menschenseele ausbilden, bei der Zeugung im Schoße der Weiber Fleisch annehmen und dann in diese Welt geboren werden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 169, 3]

 

Jesus: „Bei schon gereinigten Seelen geschieht es dennoch dann und wann, daß sie, wenn ihr Leib noch sehr begehrend auftritt, auf eine kurze Zeit in ihre eigene Hölle treten, indem sie in das Begehren ihres Leibes und seiner Geister eingehen. Solche Seelen aber können dann nicht mehr völlig unrein werden, sondern sind nur für so lange unrein, als sie sich im Pfuhle ihrer Leibesgeister aufhalten; sie kehren jedoch gar bald in ihren reinen Zustand zurück. Dadurch haben sie in ihrer Hölle auf eine Zeit Ruhe und Ordnung hergestellt und können sich hernach wieder desto ungestörter im Lichte ihres Geistes bewegen und stärken.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 17]

 

Jesus: „Je mehr sich die Seele mit der Materie ihres Fleisches verbindet, desto mehr muß die Ausbildung des Geistes Gottes in ihr verkümmern und desto mehr verliert sie dann auch das Bewußtsein und die Erkenntnis des ewigen, unverwüstbaren Lebens in ihr. Je mehr die Seele sich jedoch von der Materie ablöst, desto freier wird sie in allem, und je mehr sie sich dann verbindet mit dem göttlichen Geiste in ihr, desto lebendiger und heller wird darauf die Erkenntnis und das Bewußtsein ihres ewigen Lebens.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 226, 1]

 

Auf die bangen Zweifel des Tempelobersten Nikodemus hinsichtlich des Wahrnehmungsvermögens einer Seele im Jenseits belehrt Jesus die Seinen: „Der Leib als tote Materie kann weder etwas sehen noch hören, fühlen, riechen und schmecken ohne eine lebendige Seele in sich. Er ist also nur ein Werkzeug der Seele, so gebaut und eingerichtet, daß sich die Seele seiner für die Außenwelt bedienen kann. Der Leib für sich hat weder einen Verstand noch einen Willen, außer die Seele geht durch ihre weltlichen und sinnlichen Gelüste ganz ins Fleisch über und vergräbt sich so sehr darin, daß sie das Bewußtsein ihres geistigen Ichs verliert. Dann ist die Seele so gut wie tot, und es kommt ihr wie ein Wahnwitz vor, wenn sie von einer geistigen Selbständigkeit und dem Leben nach dem Leibestode etwas vernimmt.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 58, 3-4]

 

Jesus: „Alle Materie ist Sondergeist, der als Seele in jedem einzelnen Menschen in ihrem göttlichen Geiste zum ewigen Leben wiedergeboren werden kann.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 9]

 

Jesus: „Der Leib ist nach außen hin mit allerlei Sinnen versehen, dadurch bekommt die Seele reichliche Kunde von der Außenwelt, gute und schlechte, wahre und falsche. — Aus dem Urteil des in ihr wohnenden Geistes merkt sie bald, was gut und was schlecht ist; andererseits macht sie auch durch die äußeren Sinne ihres Leibes Erfahrungen von guten und schlechten, wohltuenden und schmerzlichen Eindrücken. Überdies wird der Seele von Gott auf dem Wege der Offenbarung durch das innere und äußere Wort die Ordnung Gottes verkündet.“

[Ev. Bd. 2 Kap. 210, 4-5]

 

Der Erzengel Raphael: „Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele und in ihr einen ewigen Geist. Auf daß die Seele als ein sich aus der Materie entwickelnder Geist mit dem Urgeiste Gottes, der ‚Liebe‘ heißt, eins werde, muß die Seele all ihr Streben dahin richten, fürs erste sich der Materie und ihren Anforderungen zu entziehen, all ihr Trachten, Tun und Treiben allein nach dem rein Geistigen zu richten, und fürs zweite fortwährend nur dafür besorgt zu sein, eins zu werden mit dem in ihr ruhenden Geiste der reinen Liebe Gottes.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 51, 3]

 

Jesus zu einem lichtsuchenden, lebenserfahrenen römischen Oberrichter: „Du denkst in deinem Herzen: ‚Herr, warum umhüllst Du der Menschen Seele mit einem Fleische, das für ihre geistige Vollendung nur schlecht taugt?‘ — Ich aber sage dir, daß ich allein am besten weiß, wie eine Seele zum Behuf ihres diesirdischen Probelebens in ein rechtes Gleichgewicht zwischen die Welt der Materie und jene der reinen Geister zu stellen ist, damit dadurch die volle Freiheit ihrer Liebe und ihres Willens erreicht wird. Daß für jede Seele die Materie ein gewisses Übergewicht haben muß, ist darum so verordnet, damit die Seele genötigt wird, tätig gegen das Übergewicht der Materie zu werden, um so von der Freiheit ihres Willens den rechten Gebrauch machen zu können. Um aber das zu vermögen, ist ihr die Lehre aus den Himmeln zu allen Zeiten klar gegeben worden, welche die Seele in eine vollkommene Freischwebe zwischen Geist und Materie stellt. Wenn die Seele sich dann nur einige Mühe gibt, sich ins Geistige zu erheben, da bekommt das Geistige sogleich ein mächtiges Übergewicht, und die Seele erhebt sich mit Leichtigkeit über das Gewicht der Materie ihres Fleisches und dringt in das Leben ihres Geistes. Hat sie das getan, dann kann ihr die Materie ihres Fleisches kein Hindernis zum Fortschreiten zur höchsten Lebensvollendung mehr in den Weg legen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 181, 7-11]

 

Jesus zu einem bekehrten römischen Richter, der bedauert, durch den Tod die schöne, für ihn sehr angenehme Erdenwelt verlassen zu müssen: „Freund, meinst du denn, daß die Seele ohne Hilfe des materiellen Leibes die Gegenden dieser Erde nicht schauen kann, wenn sie, nach Meiner Ordnung vollendet, beim Tode ihren schweren Leib verläßt? Wer anders sieht denn jetzt, wenn schon unvollkommen, durch die zwei Fenster unter deiner Stirn diese Landschaft als eben deine allein lebendige Seele?! Der Leib ist ja nur auf eine kurze Zeit ihr als ein Werkzeug gegeben, um sich bei rechtem Gebrauche die volle Lebensfreiheit und Selbständigkeit für ewig zu bereiten. Was im Leibe fühlt, hört, sieht, riecht, schmeckt, denkt und will, das ist das unsterbliche Wesen der Seele und nicht der an und für sich tote Leib, dessen Scheinleben nur durch das wahre Leben der Seele bedingt ist.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 167, 2-6]

 

Der Herr: „Bei der Zeugung des Menschen wird die aus den drei Naturreichen gesammelte Seele in den Mutterleib getrieben, wonach sich ihr chaotisches Spezifikalgemisch zu entwirren beginnt.“

[Ed. Kap. 50, 2-5]

 

Der Herr: „Ein gerechtes Maß von Trägern und Formen für die zahllosen Ideen des Urgrundes in ein Wesen zusammengefaßt bildet eine Menschenseele. Weil die Seele demnach aber ein Kompendium von einer zahllosen Menge verschiedenartiger substantieller Intelligenzpartikel ist, so kann sie als ein Zusammengesetztes auch wieder getrennt werden in ihre Teile.“

[Ed. Kap. 52, 4-5]

 

Der Herr: „Die Teilbarkeit der Seele kann man auch an der Ähnlichkeit der Kinder mit den Eltern leicht erkennen; denn daß die Seelen der Kinder zum Teil auch aus den Seelen der Eltern genommen wurden, beweist die physiognomische (und charakterliche) Ähnlichkeit zwischen Kindern und Eltern.“

[Ed. Kap. 53, 4]

 

Die Frage eines Schriftgelehrten: „Was ist die Seele des Menschen, und wo hat sie ihren Sitz im Leibe?“ beantwortet der vom Geiste Gottes erleuchtete Römer Agrikola mit den Worten: „Die Seele als eine geistige Substanz ist ganz vollkommen Mensch sowohl der Gestalt als auch allen Bestandteilen des Leibes nach. Die Hände der Seele befinden sich in den Händen des Leibes, ihre Füße in des Leibes Füßen, und so fort alle Teile der Seele in den entsprechenden Teilen des Leibes. Wird der Leib krank, so ist die Seele in den kranken Leibesteilen gegenwärtig und sehr bemüht, diese wieder gesund zu machen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 218, 1]

 

Der Bettler Zorel sagt im Verzückungsschlaf: „Die Seele hat einen ätherischen Leib, der ebenso Leib ist, wie dem Fleische sein fleischlicher Leib. Nichts fehlt dem Seelenleibe, was da hat der fleischliche Leib.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 51, 3]

 

Der Bettler Zorel spricht im Verzückungsschlaf über den ätherischen Seelenleib, sowie über Beschaffenheit und Fähigkeiten der Seele.

[Ev. Bd. 4, Kap. 51, 3-10]

 

Der lebenskundige Römer Agrikola schildert die Erfahrung eines römischen Kriegers, der in einer Schlacht sein Bein verlor und dennoch das Gefühl hatte, das Bein sei noch vorhanden. „Solche Fälle beweisen, daß die Seele den ganzen Leib durchdringt und kein Glied verliert, wenn auch der Leib verstümmelt wird, und daß die Seele in sich unsterblich ist und nach des Leibes Tode ewig fortlebt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 219, 10-12]

 

Ein Händeloser bezeugt: „Siehe, ich fühle meine beiden verlorenen Hände gleichfort so, als hätte ich sie noch, und dann und wann fühle ich sogar noch wie einen brennenden Schmerz eben in den verlorenen Händen. Und ich meine da, daß meine Seele darum die Hände nicht verloren hat, wenn sie auch mein Leib verlor.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 201, 16]

 

Jesus: „So kunstvoll auch das fleischliche Auge des Menschen gebaut ist, so steht es dennoch in keinem Vergleich zu der Wunderbarkeit des geistigen Auges, das alles im rechten Maße und durch und durch sieht. — Die Sehe der Seele, die in Meinem Lichte lebt, beirrt kein irdisches Licht, und die Nacht der Erde oder deren hellster Tag sind ihr gleich. Es gibt für sie nur einen beständigen Tag!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 157, 4 und 6]

 

Der Herr: „Der Geist wirkt in die Seele ein und kann diese durchdringen; die Seele aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten, sondern muß da sein, um von dem Geiste durchdrungen zu werden, während der Geist nicht dazu da ist, um von der Seele durchdrungen zu werden, doch die Seele kann von dem Geiste aufgenommen werden, wenn sie selbst geistig wird.“

[Ed. Kap. 30, 1]

 

Jesus: „Im Grunde kann keine Seele so verdorben werden, daß sie nimmer zu heilen wäre. Es wird wohl bei manchen Seelen geraume Zeit entweder hier oder jenseits dauern, bis sie jene selbständige, gesunde Festigkeit erreicht, um den Urlebenskeim in sich völlig zu erwecken und sich von ihm in allen Teilen durchdringen zu lassen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 35, 8-9]

 

Jesus: „Mag eine Menschenseele mit ihrer Vollendung noch so lange zu tun haben, so bleibt ihr dennoch ihr eigenstes Ur-Ich und wird sich als solches auch für ewig unwandelbar erkennen, was doch tröstender ist, als wenn die Seele völlig zerteilt in ein anderes Individuum übergehen würde.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 243, 7]

 

Jesus: „Jeder Mensch hat als ein geistiges, seelisches und körperliches Wesen ebenso eine Außenlebensatmosphäre um sich wie jeder Weltkörper, jeder Stein, jeder Baum und jedes Gewächs nach seiner Art und so auch jedes Tier; denn ohne eine solche Außenlebensatmosphäre könnte kein lebendes Wesen bestehen. Daß sich die Sache aber so verhält, könnt ihr schon daraus entnehmen, daß ihr zum Beispiel in einem Eichenwald eine ganz andere Empfindung habt als in einem Zedernwalde, eine andere auf einem Kalkfelsen als auf einem Granitfelsen, eine andere in einem Weinberge als in einem Garten mit Feigenbäumen. Und so hat der Mensch auch verschiedenartige Empfindungen bei der Annäherung verschiedener Tiere und Menschen. Ein feinfühlender Mensch empfindet es oft auf eine beträchtliche Ferne hin, ob ihm ein guter oder ein böser Mensch begegnen wird. Und sehet, das empfinden auch die Tiere und manche um vieles schärfer als ein materieller und wenig über Gutes und Wahres nachdenkender Mensch.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 102, 2-4]

 

Jesus: „Unverdorbene Menschenseelen wirken mit ihrer Lebensausstrahlung wie Sonnen auf die Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 216, 1]

 

Jesus erklärt einem römischen Oberstadtrichter die Außenlebenssphären von Menschen und Tieren, sowie die Fernwirkung und Reichweite ihrer Strahlkraft.

[Ev. Bd. 10, Kap. 226, 9-12]

 

04.05. Des Menschen Leib

Jesus: „Gott ist der große Maschinenmeister des menschlichen Leibes, den Er zum nützlichen Gebrauche für die Menschen als eine kunstvolle Maschine gar wohl eingerichtet hat. Gebraucht die Seele diese belebte Maschine nach dem ihr klar erteilten Rat, der in den Geboten Gottes besteht, so wird der Leib stets wohl brauchbar in seiner Gesundheit verbleiben; mißachtet aber die träge und sinnlich gewordene Seele diese Gebote des göttlichen Maschinenmeisters, so muß sie es sich auch selbst zuschreiben, wenn ihr Leib in allerlei Elend verfällt.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 35, 9]

 

Jesus: „Der Leib ist Materie und besteht aus den gröbsten urseelischen Substanzen, die durch die Macht und Weisheit des göttlichen Geistes in jene organische Form gezwängt werden, die der einen solchen Formleib bewohnenden Seele in allem Nötigen wohl entspricht.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 1]

 

Jesus: „Der Leib des Menschen kann weder etwas glauben noch wollen, sondern er dient der Seele eine kurze Zeit nur als ein Werkzeug zur Tätigkeit nach außen und sonach auch zu ihrer Ausbildung; das Denken, Lieben, Wollen und Handeln nach den erkannten Wahrheiten ist Sache der Seele.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 5]

 

Jesus: „Die Leibeshülle des Menschen ist zwar auch seelisch-geistig in der weiteren Ergründung, aber doch von der Seelensubstanz wohl zu unterscheiden. Sie ist in sich noch zu träge, zu plump und ein zu schwerer Ausdruck der Eigenliebe, der Selbstsucht, des Hochmutes und der Herrschsucht. Solche Materie kann erst durch ein vielfaches Verwesen teilweise in die reinere Seelenumhäutung aufgenommen werden; zur eigentlichen Seelensubstanz ist sie nicht verwendbar.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 6]

 

Jesus: „Von der Nahrung eines Menschen müssen alle Teile seines Leibes in ihrer Art ernährt werden, so auch die Augen und das Herz. Die lichtverwandtesten, reinsten Teilchen werden zur Nahrung der Augen erhoben. Die liebelebensverwandtesten seelischen Teilchen einen sich mit der Lebenssubstanz des Herzens; die gröberen Teile der Nahrung gehen in die verschiedenen Leibesbestandteile über. Es würde dem Auge sehr übel bekommen, wenn Teile, die zur Ernährung eines Knochens geeignet sind, ins Auge kämen!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 113, 3]

 

Jesus erklärt den Bau und die Tätigkeit des menschlichen Gehirns und erläutert die Ursachen der Verschiedenartigkeit der „Pyramidentäfelchen“ anhand von zwei von Ihm geschaffenen Modellen, von denen eines ein Gehirn in rechter Ordnung, das andere ein durch zu frühe, einseitige Verstandesbildung verdorbenes Gehirn zeigt.

[Ev. Bd. 4, Kap. 232-237, Kap. 239-240]

 

Jesus: „Obwohl der Leib der Seele zur Erreichung des ewigen Lebens unumgänglich notwendig ist, so ist er aber leicht auch das größte Unheil für sie; denn wenn sie sich von den Reizungen ihres Fleisches betören läßt und sich ganz in diese mit all ihrer Liebe und mit all ihrem Denken und Wollen versenkt, so ist die Seele in das Gericht ihres eigenen Fürsten der Lüge und Finsternis eingegangen, aus dem sie schwer zu erlösen sein wird.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 12, 6]

 

Jesus: „Wenn der Leib die Seele reizt, sich für seine sinnliche Befriedigung in Tätigkeit zu werfen, so rührt das von den vielen unlauteren Materiegeistern her, die das Wesen des Leibes ausmachen. Gibt die Seele den Anforderungen des Leibes zuviel Gehör, so tritt sie mit ihnen in Verbindung, steigt auf diese Weise in ihre eigene Hölle und in ihren eigenen Tod, begeht also eine Sünde wider die Ordnung Gottes in ihrem eigenen Wesen. Verharrt die Seele darin mit Liebe und köstlichem Behagen, so wird sie ebenso unrein wie ihres Leibes gerichtete Geister, bleibt dadurch in der Sünde, somit in der Hölle und im Tode.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 11-12]

 

Jesus auf eine bange Frage des Petrus: „Fleisch und Blut eines jeden Menschen sind voll natürlicher böser Geister, die darum böse genannt werden, weil sie im Gericht stehen. Wird aber der Leib von euch genommen, so wird er alsbald aufgelöst, und seine Geister werden einer freieren Bestimmung zugeführt. — Aber nicht nur in eurem Fleische, sondern in allen Elementen sind solche Geister, die man noch lange nicht gut wird nennen können. Allein für den, der durch Mich rein geworden ist, ist dann alles rein und gut durch die Bestimmung, die es von Gott aus in sich birgt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 187, 3-4]

 

Jesus: „Der Leib ist der Seele eine schwere, oft sehr drückende Bürde, aber sie muß ihn zu ihrer geistigen Reifung ertragen, auch wenn er, besonders im höheren Alter noch so gebrechlich wird!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 135, 7]

 

Der Herr: „Da das Fleisch des Menschen höllischer Natur ist, muß der Leib sterben, aufgelöst werden, in allerlei Gewürm übergehen, in diesem wieder sterben und aufgelöst werden und nach dieser Auflösung in zahllose Infusorien übergehen; und das dauert solange fort, bis auch das letzte Atom frei wird.“

[Ed., Kap. 54, 9]

 

Der Herr: „Speise und Trank, Kleidung und Wohnung, Künste und Gewerbe, soweit zum Nahrungserwerb erforderlich, sind Angehör des Leibes und daher auch dem Leibe zuzubilligen in gerechtem Maße und zweckdienlicher Art.“

[Hi. Bd. 2, S. 328, 9]

 

Jesus: „Der Leib eines älteren Menschen wird nach und nach immer schwächer, weil in ihm gewisse Fibern und Nerven mit der Zeit absterben und untätig werden. Und doch kann dabei der Mensch noch viele Jahre leben, ohne daß er an seiner geistigen Kraft etwas verliert, besonders wenn er stets nach dem Willen Gottes gelebt hat.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 246, 7]

 

04.06. Ziel und Sinn des Menschlebens

Jesus: „Ja, Mein Freund, eine Sonne, eine Erde und alle Dinge auf ihr zu erschaffen, ist eine leichte Sache. Dazu bedarf es keiner so langen Zeit. Auch gerichtete Tier- und Pflanzenseelen zu erschaffen, ist nicht schwer. Aber eine Seele herzustellen, die Mir in allem ähnlich werden soll, das ist auch für den allmächtigen Schöpfer eine durchaus schwere Sache, weil Mir dabei die Allmacht nichts nützen kann, sondern nur größte Weisheit, Geduld und Langmut.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 246, 5]

 

Jesus über die Schöpfungsweise Gottes: „Gott ist dem Geiste nach ewig und unendlich, alles entsteht aus Ihm, alles ist die ewige, endlose Fülle Seiner Gedanken und Ideen vom Kleinsten bis zum Größten. Er denkt sie im klaren Lichte Seines Selbstbewußtseins und will, daß sie zur Wirklichkeit werden und sie sind dann schon das, was sie sein müssen. Dann legt Er den Keimfunken Seiner Liebe in die aus Seiner Persönlichkeit hinausgestellten Gedanken und Ideen, belebt sie, daß sie wie selbständige Wesen bestehen, und leitet sie dann durch Sein beständiges und stets erhöhtes Einfließen zur möglichst höchsten Stufe der unzerstörbaren Selbständigkeit. — Die hinausgestellten Gedanken und Ideen Gottes kehren schließlich wieder völlig zu und in Gott zurück, doch nicht mehr als das, als was sie hinausgestellt wurden, sondern als völlig lebendige, ihrer selbst klar bewußte, selbständige und selbsttätige Wesen, die dann ganz wie von Gott unabhängig für sich bestehen, wirken und schaffen können, — darum Ich denn auch zu Meinen Jüngern gesagt habe: ‚Werdet so vollkommen, wie da vollkommen ist euer Vater im Himmel!‘.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 226, 8 und 10]

 

Jesus zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Gott kann mit Seiner Allmacht zahllos viele Geister mit vollendeter Weisheit und Macht in einem Augenblick aus sich erschaffen. Aber solche Geister haben keine Selbständigkeit; denn ihr Wollen und Handeln ist kein anderes als das göttliche selbst, das unaufhörlich in sie einfließen muß, auf daß sie sind, sich bewegen und handeln nach dem Zuge des göttlichen Willens. Sie sind für sich aber gar nichts, sondern pur Gedanken und Ideen Gottes. — Sollen sie aber mit der Zeit selbständig werden, so müssen sie den Weg der Materie oder des gerichteten und gefesteten Willens Gottes durchmachen auf die Art, wie ihr sie auf der Erde vor euren Augen habt. Haben sie das, dann sind sie erst aus sich selbständige, selbstdenkende und frei handelnde Kinder Gottes, die zwar auch allzeit den Willen Gottes tun, aber nicht, weil er ihnen durch die Allmacht Gottes aufgedrungen ist, sondern weil sie solchen als höchst weise erkennen und sich selbst bestimmen, danach zu handeln, was dann für sie selbst lebensverdienstlich ist und ihnen erst des Lebens höchste Seligkeit und Wonne gibt. Daran kannst du, Mein lieber Freund, erkennen, wie Gott aus Seiner höchsten Liebe und Weisheit Seine Gedanken und Ideen zu selbständigen und Ihm vollkommen ähnlichen Kindern erzieht und gestaltet.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 133, 10-12]

 

Der im Jenseits gereifte einstige Bischof Martin: „Du, Herr, brauchst von niemandem einen Rat; denn Du bist Dir ewig selber genug; aber Dein heiligstes Vaterherz will nicht allein sein, nicht allein genießen die endlose Fülle der eigenen, heiligsten Vollkommenheit, sondern es ruft aus seinen tiefsten Gedanken Wesen hervor und gestaltet sie im Feuer Seiner endlosen Liebe und im Lichte Seiner ewigen Weisheit zu Gotteskindern, auf daß sie wie freie Gottwesen selbst an der endlosen Vollkommenheit dieses heiligsten Vaterherzens den vollen Teil nehmen sollen ewig!“

[BM. Kap. 86, 8]

 

Jesus: „Daß dem Menschen der Schöpfungsraum und das in ihm Enthaltene wie stumm, tot und intelligenzlos vorkommt, hat seinen weisesten Grund darin, daß sein Lebensbewußtsein wegen der Gewinnung der vollen, Mir ähnlichen Lebensselbständigkeit durch Meinen Willen von dem allgemeinen Lebensbewußtsein und seiner endlosen, höchsten Intelligenz völlig abgesondert ist, damit es sich in sich selbst finde und sich dadurch zum ewigen Fortbestande auf dem ihm geoffenbarten Wege selbst bilde und festige. Solange aber der Mensch mit sich selbst wegen der Gewinnung der Lebensselbständigkeit zu tun hat, ahnt er kaum, daß er von lauter Leben und von der höchsten Lebensintelligenz umgeben und — auch seinem Leibe nach — durchdrungen ist. Wenn aber der Mensch nach dem ihm geoffenbarten Willen Gottes mit sich selbst fertig geworden ist, indem sein innerster Geist ihn ganz durchdrungen hat, so tritt der ganze Mensch dann auch in den freien Verband mit dem höchsten Leben und seiner lichtesten Intelligenz in der allgemeinen Unendlichkeit Gottes, ohne dabei sein Persönliches zu verlieren. Dann aber gewahrt er außer sich auch keinen toten, stummen Raum, auch keine toten Steine mehr, sondern es wird da für ihn alles Leben und lichte, ihrer selbst wohlbewußte Intelligenz.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 29, 1-2]

 

Jesus zu dem römischen Hauptmann von Samosata: „Das Leben auf dieser Erde ist für die auf ihr zu erziehenden Kinder Gottes solange ein Kampf mit allerlei Feinden, bis es sich über alle Materie als ein Sieger aus eigener Kraft emporgerungen hat. Die materiellen Feinde sind nicht Feinde des eigentlichen geistigen Lebens, sondern des materiellen Scheinlebens, das nur ein Werkzeug des wahren, inneren, geistigen Seelenlebens ist, durch welches sich dieses immer höher zur wahren Lebensfreiheit emporarbeiten kann!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 133, 9]

 

Jesus: „Bis zum Menschen sorgt Gottes Liebe, Weisheit und Macht dafür, daß die Entwicklung des in der Weltmaterie gefesteten und gehaltenen Urgeistlebens von Stufe zu Stufe in eine stets größere Vollendung übergehe, aber beim Menschen als dem Schlußstein der Urgeistlebensentwicklung geht diese Sache anders. Was seinen materiellen Leib betrifft, so ist dessen Einrichtung auch noch zum größten Teile von der Liebe, Weisheit und Macht Gottes abhängig, aber nicht so die Entwicklung der menschlichen Seele und ihres Geistes. Der Menschenseele ist gegeben die Vernunft, der Verstand, ein freies Denken, ein freier Wille und die Kraft, so zu handeln, wie sie es für gut und nützlich erkennt. Damit aber die Seele weiß, wie sie zu handeln hat, um zur gottähnlichen, materielosen und von allem Gericht befreiten Lebensselbständigkeit zu gelangen und vor dem Angesichte Gottes zu bestehen, so werden ihr von Gott aus die Wege gezeigt, die sie zu wandeln hat, um endlich zum seligsten Lebensziel zu gelangen.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 102, 3-4]

 

Jesus: „Der Mensch als Mein volles Ebenmaß muß einen vollkommen freien Willen haben, mit dem er sich selbst in seinem geistigen Teile umgestalten, festen und von Meiner Allmacht freimachen muß, um dereinst als ein starkes, freies, selbständiges und selbstmächtiges Wesen selig neben Mir dazustehen, zu leben und zu handeln.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 121, 3]

 

Engelslehre: „Vom höchsten Himmel Gottes bis zur tiefsten Hölle ist des Menschen freie Entwicklungsbahn auf dieser Erde, und wäre es nicht so, nie könnte der Mensch die Kindschaft Gottes erreichen!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 60, 4]

 

Der Herr nach einer tiefweisen Belehrung zu König Lamech von Hanoch: „Du wirst nun einsehen, daß Ich als der unwandelbare ewige Gott alles Mögliche aufbiete, um Mich Meinen Geschöpfen und aus ihnen hervorgehenden Kindern zu nahen und alle Klüfte zwischen Mir und ihnen so sehr auszufüllen, daß sie mit Mir wie mit ihresgleichen umgehen und von Mir selbst lernen können ihre ewige, lebendige Bestimmung.“

[H. Bd. 3, Kap. 68, 11]

 

Adam beklagt sich, daß Gott ihn unvollkommen und fehlerhaft erschaffen und selbst dadurch in Sünde und Schuld gestürzt habe. Auf diesen schweren, scheinbar triftigen Vorwurf belehrt der Herr den Hadernden sehr eindringlich und sagt in Seiner von göttlichem Ernst getragenen Rede: „Um Erbarmung rufst du. Was konnte Ich denn noch tun, als daß Ich als Mensch und Vater zu euch komme, euch mit eigenem Munde lehre die wahre Liebe und die wahre Weisheit und euch führe mit eigener Hand über die euch für die einstige höchste Vollendung unterlegte prüfende Erde?! Bin denn nicht Ich selbst die größte Erbarmung, die größte Liebe und das untrüglichste Mittel?! Oder sollte Ich deinem Verlangen nach aus euch etwa belebte Maschinen machen?! 0 du blinder Tor! So du nur einigermaßen sehen wolltest, so müßte dir ja schon auffallen die große Vollkommenheit an dir, durch welche du freiwillig fehlen, aber auch freiwillig fehllos wandeln und handeln kannst.“

[H. Bd. 1, Kap. 136, 1-23]

 

Jesus: „Darum nehme Ich Jünger an und lehre selbst so, wie da lehrt ein weiser Vater seine Kinder, was sie zu glauben, zu kennen und zu tun haben; denn würde Ich sie mit Gewalt auf einen Schlag mit Meinem Geiste erfüllen, so wäre es mit ihrer Selbständigkeit, ihrem Suchen, Forschen, Prüfen, Erkennen, Glauben und Wollen aus, ebenso mit ihrem individuellen Leben und ihrer Freiheit. — Was sich die Meinen aber nach Meiner Lehre selbst erringen und erkämpfen, das wird dann ihr Werk und auch ihr Eigentum sein. Und siehe, das ist denn auch nach der ewigen Ordnung der Wille Gottes für die allein wahrhaft nützliche Lebensbildung der Menschen dieser Erde.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 126, 7-9]

 

Jesus: Wenn Gott nicht der Menschen zur stets größeren Sättigung Seiner Liebe bedurft hätte, so hätte Er sie nie erschaffen! Da Er sie aber erschaffen hat, so kümmert Er sich auch um sie und ihre ewige Erhaltung und zeigt dadurch, daß Ihm gar alles an den Menschen gelegen ist. Es sollte den Menschen darum aber auch alles an Gott gelegen sein!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 129, 13]

 

Jesus: „Aus dem verlorenen Sohne des Lichts werden die Sondergeister durch die Macht Gottes wieder erweckt und ins Fleisch als Kinder der Welt gesetzt, und es ist ihnen, gleich den Kindern von oben, nun die Gelegenheit gegeben, sich zur höchsten Vollendung der Kinder Gottes emporzuheben.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 231, 8]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Niemand kann vor Gott bestehen, wenn er nicht zuvor eine gerechte Zeitlang, wie ganz abgesondert, die volle Lebensfreiheitsprobe in seinem Fleische durchgemacht hat.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 3]

 

Der Jüngling Jesus zu einem Römer von hohem Rang, der eine Verbesserung der Schiffahrt wünscht: „Bleibet nur noch recht lange bei eurer einfachen Schiffahrt; denn eine zu große Verbesserung in irdischen Dingen bedeutet stets eine große, dauernde Verschlimmerung im Geistigen, das der Mensch mit allen Kräften seines Lebens doch allein suchen und pflegen soll.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 222, 9]

 

Jesus belehrt einen römischen Hauptmann: „Man kann bei aller Weisheit auch Sorge tragen um das, was der Mensch für seinen Leib benötigt; aber um das, was die Seele betrifft und den Geist des Lebens in ihr, soll jeder Mensch sich vor allem sorgen und kümmern. Denn des Essens, Trinkens und Hochtuns wegen ist kein Mensch in diese Welt gesetzt worden, sondern daß er lebe nach der ihm von Gott treu geoffenbarten Ordnung für den alleinigen Zweck, den ihm Gott gestellt hat.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 16, 4]

 

Jesus: „Der Mensch hat einen höheren Lebenszweck als das Tier und muß daher mit rechtschaffener Mühe in gesetzlicher Ordnung und im gerechten Kampf sein Brot erwerben. Die aus freiem Willen erfüllten Gesetze dienen seiner Selbstbildung und Selbstbestimmung, sowie der Erreichung des hohen Zieles der Gotteskindschaft.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 61, 7]

 

Jesus: Das Erdenleben des Menschen ist eine schwere Erfahrungs- und Prüfungsschule für Bettler und Könige.

[Ev. Bd. 4, Kap. 243, 8 und Kap. 244, 1-5]

 

Jesus: „Es sollte jeder Mensch bis in sein dreißigstes Jahr in sich soweit mit der Bildung seines Ichs fertig sein, daß ihm das freieste, seligste Leben nach dem Tode des Leibes so vollbewußt und sicher wäre wie einem Aar der Flug in der freien Luft.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 210, 14]

 

04.07. Die Erde, Hochschule der Gotteskinder

Jesus: „Nur diese Schöpfungsperiode hat die Bestimmung, auf irgendeiner kleinen Erdenwelt, eben dieser Erde, Mich für alle früheren wie für alle künftigen Schöpfungen in Meiner urgöttlichen Wesenheit im Fleische und in engster Form zu sehen und von Mir selbst belehrt zu werden. Und so hat von allen Erdkörpern in des Sirius Zentralsonnenallgebiet gerade diese Erde den einmaligen, unermeßlichen Vorzug, von Mir dazu erwählt zu sein, selbst auf ihr Mensch zu werden und aus euch Menschen Meine wahren Kinder für die ganze Unendlichkeit und Ewigkeit zu erziehen!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 255, 2 und 5]

 

Der Herr, von der Liebe erretteter Erdenkinder erschüttert: „O Erde, was gibst du Mir! Wahrlich, deine Kinder sollen Meine Kinder sein! Ich will dich erheben, daß vor dir die Sonnen und Engel ihre Knie beugen sollen; und wenn Ich zu dir komme, da werde Ich allezeit die Sünder suchen und eine große Erbarmung mit ihnen haben!“

[11. Bd. 2, Kap. 265, 20]

 

Jesus: „Gott der Herr sorgte bei der Sinflut dafür, daß die Erde nicht zerstört wurde, damit die Menschen nicht um ihr Schulhaus kommen, in welchem sie für das ewige Leben geschult werden. Denn wer nicht die Schule des Lebens im Fleische auf dieser Erde durchgemacht hat, der kann nicht zur Kindschaft Gottes gelangen, sondern bleibt ewig auf der geschöpflichen Stufe. Daher ist, wie begreiflich, die Erhaltung dieser Erde als des Schulhauses zur Erwerbung der Kindschaft Gottes notwendig.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 236, 7-8]

 

Jesus: „Diese eure Erde entsprach ursprünglich schon dem demütigst letzten Teile am Leibe des Menschen, nämlich dem unteren Hautnervenwärzchen der kleinen Zehe am linken Fuße — zwar nicht der Örtlichkeit, sondern der demütigen, geistigen Bedeutung nach —‚ und nun ist sie die Trägerin Meiner eigentlichen Kinder, die sich nach Meinem ihnen geoffenbarten Willen selbst zu richten und zu erziehen haben.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 76, 5]

 

Der römische Statthalter Cyrenius wundert sich, daß der allmächtige Gott zu Seinem Dienst Engelscharen erschaffen hat. Das Jesuskindlein fragt ihn, warum denn er selbst sich Kinder wünsche, ob er sein Regierungsgeschäft nicht ohne sie versehen könne. Cyrenius gesteht: „Für meine Staatsgeschäfte bedarf ich der leiblichen Kinder nicht. Aber in meinem Herzen spricht sich ein mächtiges Bedürfnis für den Besitz von Kindern aus, und dieses Bedürfnis heißt Liebe!“ Darauf das Kindlein: „Gut, wenn dir aber Kinder werden, wirst du sie nicht auch, aus reiner Liebe zu ihnen, in dein Geschäft ziehen und ihnen geben Macht und Gewalt darum, weil sie deine Kinder sind?! — Siehe, wenn du als Mensch schon solches aus Liebe zu deinen Kindern tust, warum sollte es denn Gott als ein heiligster Vater mit Seinen Kindern nicht tun aus Seiner unendlichen Liebe zu ihnen?!“

[Jug., Kap. 118, 10-22]

 

Jesus: „Die Menschen dieser Erde haben die große Bestimmung, selbstmächtige Kinder Gottes zu werden; daher müssen sie auch in aller Selbsttätigkeit geübt und gebildet werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 111, 19]

 

Jesus: „Ich bin darum in diese Welt gekommen, damit die Menschen es von Mir lernen sollen, so vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist. Denn da die Menschen dieser Erde bestimmt und berufen sind, Kinder Gottes zu werden, so müssen sie auch in allem Gott ähnlich sein; denn wer Gott nicht in allem ähnlich wird, der wird kein Gotteskind. Und darum ist Meine Lehre ein wahres Evangelium, weil sie den Menschen verkündet und die Wege zeigt, wie sie zur Gottähnlichkeit gelangen können. Wer Mein Wort hört, daran glaubt, es in sich behält und danach tut, der wird dadurch zur Gottähnlichkeit gelangen, das ewige Leben in sich haben und ewig allerseligst sein!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 139, 6-8]

 

Jesus: „Auf daß ihr vollkommen freie Verkünder Meines Wortes werdet für alle Zeiten, kam Ich ins Fleisch zu euch auf diese Erde, wo Ich die Pflanzschule Meiner Kinder für die ganze Unendlichkeit aufgerichtet habe, damit ihr als Meine freien Kinder auch frei aus Meinem Munde die Lehre vernehmen, beurteilen und frei ausbreiten könnet unter den Völkern der Erde. Und wer Meine Lehre frei annehmen wird in ihrer Reinheit, der wird damit auch die Anwartschaft auf die beseligendste Kindschaft Gottes frei überkommen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 250, 3]

 

Der Erzengel Raphael: „Wenn wir Engel so bleiben, wie wir sind, da sind wir nichts als Arme und Finger des Herrn. Es wird aber des Herrn endlose Liebe und Gnade mit der Zeit auch für uns Engelsgeister einen Weg bestimmen, auf welchem wir euch Gotteskindern völlig ebenbürtig werden können. Der Weg, den nun der Herr selbst geht, wird noch der Weg aller urgeschaffenen Geister werden — aber freilich nicht sofort, sondern nach und nach.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 180, 5-12]

 

Jesus nach einer besonders umfassenden Belehrung: „Die Bewohner der Himmel wissen, welch große Eröffnungen Ich euch Menschen in dieser Nacht gemacht habe, und daß es ihnen gestattet ist, Mich in dieser Meiner Person unter euch Menschen als Vater weilend und euch lehrend von Angesicht zu schauen. Die höchste Seligkeit, welche die Engel empfinden, lassen sie auch euch durch die Tätigkeit der Naturgeister dieser Erde fühlen. Aber nicht nur auf dieser Erde, sondern in allen Welten der ganzen Schöpfung wird in dieser Zeit ein Fest gefeiert.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 166, 10-11]

 

Ein Engel zu dem Römer Agrikola: „Ihr Erdenbürger, die ihr nun von dem Allerhöchsten von Ewigkeit belehrt und geleitet werdet, seid um ein Unaussprechliches besser daran als wir Engel. Denn es ist durchaus nicht dasselbe, ob man ein Sohn oder nur ein Knecht des Hauses ist. Den Kindern gehört alles, was der große Vater besitzt, den Knechten aber nur das, was der Herr ihnen geben will!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 190, 15]

 

Jesus: „Der Vater des Lazarus in Bethanien, ein großer urgeschaffener Engelsgeist, ward nach seinem eigenen Willen (zur Erlangung der Gotteskindschaft) ins Fleisch eines (Erden-) Menschen gelassen, und zwar unter den schwierigsten Lebensbedingungen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 138, 2]

 

Der Herr: „Ihr, Meine werdenden Kinder — höret und begreifet es! — seid auf Meiner Universität (Erde, Hochschule der Gotteskindschaft)! Ich möchte überaus vieles aus euch machen! Daher dürfen euch auch so manche besondere Prüfungen auf dieser Hochschule nicht befremden!“

[Hi. Bd. 1, 5. 345, 6]

 

Horedon, ein Erleuchteter der Urzeit: „Sehet, darin liegt die endlos hohe Würde und Größe unserer Kindschaft, daß der unendliche, ewige Gott sich selbst in uns einen Vater nennt und erst dann unser wahrhafter Vater in der allerhöchsten Liebe wird, wenn wir Ihn als solchen in unseren Herzen erkennen und Ihn in aller Liebe auch rufen. Wenn sich aber der unendliche Gott in uns will als Vater vollkommen offenbaren, saget, was Höheres könnte da wohl noch gedacht werden?! Was liegt daran, ob auch wir mit dem leisesten Hauche die ganze Schöpfung zu verwehen vermöchten? Wahrlich nichts dagegen, daß wir zu Gott in aller Liebe und Wahrheit sagen dürfen: Lieber, heiliger Vater!“

[H. Bd. 2, Kap. 82, 21-24]

 

Der Herr: „War einst die Seele des Luzifer auch noch so groß, so konnte in ihr aber doch nicht mehr als ein Geist wohnen, und dieser eine, durch sich selbst gefallene Geist kann nicht in all den zahllosen, geteilten Kompendien seiner einstigen Urseele wohnhaft sein. Seine Wohnung ist lediglich auf diese eure Erde beschränkt. Alle anderen Weltkörper, obschon Teile der einstigen Seele Luzifers, sind von dieser Einwohnerschaft frei; daher aber können auch die Menschen jener Weltkörper, obschon in ihrer Natur gewöhnlich besser als hier auf dieser Erde, dennoch nie zu jener vollkommen gottähnlichen Höhe gelangen wie die Kinder aus dieser Erde, welche zwar das im Geiste von Gott Allerentfernteste und Allerletzte ist, aber eben darum im Besserungsfalle das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden kann. — Und aus eben diesem Grunde wählte auch Ich, der Herr, diese Erde zum Schauplatze Meiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.“

[Ed. Kap. 53, 10-11]

 

Der Herr: „Es ist für die Menschen dieser Erde zwar ein Nachteil, daß sie so nahe dem Bösesten aller Geister wohnen, der ihnen viel zu schaffen macht; sie haben aber auch den unendlichen Vorteil, daß sie einen kräftigen Geist aus Gott haben, mit dem sie leicht, wenn sie nur wollen, die Bosheit des Bösesten bekämpfen können, um dadurch vollkommene Kinder Gottes zu werden.“

Ed. Kap. 53, 14

 

Jesus: „Zur Heranbildung der Kinder Gottes auf dieser Erde müssen hier Himmel und Hölle unter einem Dache wohnen; denn ohne Kampf gibt es keinen Sieg! Wo das Höchste zu erreichen möglich ist, muß dafür auch die größte Tätigkeit aufgeboten werden!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 178, 5]

 

Jesus: „In einer Welt, wo ein Mensch nicht zu einem ärgsten Teufel werden kann, vermag er auch zu keinem wahren Kinde Gottes zu werden!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 144, 9]

 

Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin: „Eure Erde ist der häßlichste und letzte Planet in der ganzen Schöpfung, bestimmt, den größten Geistern als eine Schule der Demut und des Kreuzes zu dienen. Sie ist ein schmaler, dorniger Weg und eine niedrige, enge Pforte zum Leben für jene Geister, die einst übergroß waren und noch größer sein wollten.“

[BM. Kap. 43, 1 und 5]

 

Der Evangelist Johannes: „Die Kinder der Welt sind von unten her und Kinder der Erde; die Kinder des Lichtes aber sind von oben her und Kinder der Sonnen; diese sind dazu berufen, gleich dem Herrn zu dienen und zu leuchten den Kindern der Welt, damit auch diese gewonnen würden zu Kindern des Lichts und wahren Erben des ewigen Lebens, welches der Herr bereitet hat allen Seinen geschaffenen Geistern von Ewigkeit her, da Er für sie gemacht hat im unendlichen Schöpfungsgebiete zahllose Schulen zur Gewinnung der Freiheit des Lebens und hat selbst ihnen gesetzt auf dieser Erde ein heiliges Ziel in Seinem Kreuze, damit sie alle würden wahrhaftige Kinder Seiner Liebe und allerseligste Erben Seiner Erbarmung und Gnade!“

[GS. Bd. 2, Kap. 15, 27]

 

Jesus zu einem indischen Weisen: „Siehe hinauf zu den Sternen! Sie sind alle von Menschen bewohnt, von denen viele durch ihre Engel wissen, daß eine Seele nur hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann durch ein höchst beschwerliches Leben im Fleische. Wenn sie es wünschen, so wird es zugelassen, daß ihre Seelen auf dieser Erde ins Fleisch gezeugt werden. Denn das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 16, 1, 2 und 3]

 

Jesus: „Auf jedem anderen Weltkörper gibt es nicht den hunderttausendsten Teil von Gattungen der Minerale, Pflanzen und Tiere wie auf dieser Erde in jedem ihrer drei Naturreiche. Eben dieser Mannigfaltigkeit wegen ist auch nur diese Erde fähig, Kinder Gottes im wahrsten Sinne zu tragen.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 7]

 

Jesus: „Wenn Gott nicht die Absicht hätte, auf dieser Erde Seine Menschengeschöpfe zu Seinen Kindern auszubilden, so hätte Er für sie die Erde nur ganz mager und einfach mit einigen Fruchtgattungen und zahmen Haustieren bevölkern können, gleichwie Er solches auf zahllosen anderen Weltkörpern getan hat. Damit aber auf dieser Erde der Mensch eine vorzügliche Gelegenheit habe, sich im Betrachten und Denken zu üben und dadurch die volle Freiheit seines Willens kennen zu lernen, so hat Gott für ihn diese Erde als sein Lebensschulhaus auch so außerordentlich mannigfaltig ausgestattet.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 152, 9]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Diese Erde ist von Gott so eingerichtet, daß auf ihr — wegen der hier allein erreichbaren Kindschaft Gottes unter den Menschenrassen, Völkern und Charakteren der einzelnen Menschen eine so große Verschiedenheit obwaltet, wie sie in der ganzen Unendlichkeit auf keinem der zahllos vielen Weltkörper in einem so hohen Grade anzutreffen ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 188, 13]

 

Jesus: „Weil diese Erde ein Schulhaus der Kinder Gottes ist, darum wird sie auch von Mir mit soviel Geduld, Nachsicht und Langmut behandelt.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 61, 6]

 

Ein Zentralsonnen-Bewohner, der den Wunsch hat, ein Kind Gottes zu werden, liest aus der ‚Flamme‘ am Altar die äußerst harten Bedingungen und Gefahren dieses Weges auf unserer Erde.

[GS. Bd. 2, Kap. 16, 15-20]

 

Ein Zentralsonnen-Weiser zu einem vor der Härte der Bedingungen zagenden Bewerber um die Gotteskindschaft: „Siehe, mein Sohn, es kommt alles darauf an, ob du Gott lieben kannst oder nicht. Kannst du Gott lieben in aller Demut deines Herzens, so bist du in diesem Herzen; kannst du aber Gott nicht lieben, dann bist du nicht im Herzen, sondern im Gericht. Und dann ist es wohl besser, du bleibst hier im kleinen Gericht selig, als daß du dich begeben möchtest zur Erstrebung der Kindschaft Gottes in das große Gericht.“

[GS., Bd. 2, Kap. 17, 11]

 

Ein weiser Ältester einer Zentralsonne: „Willst du ohne Herz (= die Liebe zu Gott) die (harten) Bedingungen zur Erwerbung der Gotteskindschaft auf dich nehmen, so wirst du nicht bestehen unter der Last der großen Prüfungen Gottes; aber für die, welche in Seinem Herzen sind, hat Er kein Gesetz gegeben als allein das, Ihn (Gott) stets mehr und mehr zu lieben.“

[GS. Bd. 2, Kap. 17, 15]

 

Der Evangelist Johannes schildert den wunderbaren Vorgang der Menschwerdung eines Zentralsonnen Bewohners auf unserer Erde zur Erlangung der Gotteskindschaft.

[GS. Bd. 2, Kap. 17, 22-23]

 

Ein zur Gotteskindschaft bereites, demütiges, liebeglühendes Weib auf einer Zentralsonne liest aus einer Altarflamme: „Dein Gott und Herr ist ein Gott voll Liebe und Erbarmung, Er wird dir geben ein sanftes Joch und eine leichte Bürde! Sei demütig in deinem Herzen, vergiß dieser Sonnenwelt große Pracht und empfiehl dich dem allmächtigen Schutze des großen Gottes! Er selbst wird dich unsichtbar auf Seinen Händen tragen durch ein kurzes materielles Leben bis zu Seiner Wohnung, wo du überkommen wirst die Kindschaft und wirst leben ewig in des allmächtigen, göttlichen Vaters Hause. Hast du Mut in deiner Liebe zu diesem großen Gotte, so lege deine Hand auf den Altar!“ Dies tut das Weib und ist nicht mehr zu erschauen.

[GS. Bd. 2, Kap. 23, 12 und 15]

 

Ein zum Weg der Gotteskindschaft bereiter Zentralsonnen-Bewohner: „Es handelt sich bei der Erlangung der Kindschaft Gottes nicht um das Mehr- oder Glücklicherwerden, sondern um das Vollkommener- und Lebendigerwerden in der Liebe Gottes. — Wenn uns schon unsere gegenseitige geschöpfliche Liebe so sehr beglückt, wie endlos beglückend muß da erst die Liebe sein, mit welcher Geschöpfe als Kinder Gottes ihren Schöpfer — als Vater sichtbar — in der allerhöchsten Liebe ergreifen und von Ihm wieder endlos allmächtig hebend ergriffen werden!“

[GS. Bd. 2, Kap. 64, 12 und 14]

 

Der Herr zu erlösten Seelen im Himmelreich: „Meinen Kindern (von eurer Erde) ist es von Mir aus gegeben, mit Mir zu beherrschen, zu erforschen und zu richten (ordnen) die Unendlichkeit und alle die zahllosen Schöpfungen in ihr. Und die Kinder aus den anderen Gestirnen stehen ihnen dabei so zu Diensten, wie die Glieder eines Leibes zum Dienste des Willens allzeit bereitstehen. Daher bilden diese Geister mit einem Meiner Kinder der Liebetätigkeit nach einen Menschen, versehen mit allen zum Bedarfe seines Willens notwendigen Gliedern. Demnach ist ein Kind von der Erde ein vollkommener Wille von zahllosen anderen Geistern aus den Gestirnen.“

[GS. Bd. 2, Kap. 2, 14-15]

 

Jesus: „Auch jenseits wird den Geistern aller Welten Mein Evangelium gepredigt. Seid aber hier dennoch voll Eifers; denn die rechte Kindschaft Gottes für Meinen innersten, reinsten Liebehimmel wird nur von hier aus zu erlangen sein! Für den ersten und auch zweiten Himmel kann noch jenseits Sorge getragen werden.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 247, 9]

 

Der Herr: „Ein einziges Mich wahrhaft liebendes Herz auf eurer Erde wiegt alle erdenkliche Schönheit eines ganzen Sonnenweltalls auf! — Ja, Ich sage euch noch mehr: Ein solches Herz ist in sich ums Unaussprechliche schöner als der ganze Weisheitshimmel der Engel und auch schöner als der zweite Liebeweisheitshimmel der höheren Engelgeister!“

[NS, Kap. 25, 21]

 

04.08. Erdenseelen und Sternenseelen

Der Herr: „Du fragst Mich, ob wohl überall auf anderen Gestirnen auch Menschen seien, wie hier auf der Erde, und Ich sage dir: Ja, es gibt überall Menschen. Aber die Menschen dieser Erde rief Ich aus dem Zentrum Meines Herzens hervor und schuf sie vollkommen nach Meinem Ebenbilde, und sie sollten nicht nur Meine Geschöpfe, sondern Meine lieben Kinder sein, die Mich nicht nur als Gott und Schöpfer, sondern als ihren guten Vater erkennen sollen, der sie nach kurzer Prüfungszeit ganz zu sich nehmen will, damit sie bei Ihm alles haben, was Er selber hat, und bei Ihm wohnen ewiglich und mit Ihm beherrschen und richten (ordnen) das All!“

[H. Bd. 1, Kap. 3,2 und 3]

 

Jesus: „Es wohnen auf dieser Erde zweierlei Menschen. — Die meisten sind der Seele und dem Leibe nach von dieser Erde, und man kann sie ‚Kinder der Welt‘ nennen. — Ein geringer Teil der Menschen ist nur dem Leibe nach von dieser Erde, der Seele nach aber entweder aus den verschiedenen Sternenwelten oder mitunter sogar als reinste Engelsgeister aus den reinen Geisterhimmeln. Letztere sind jedoch bisher die seltensten.

Dieser zweiten, edleren Art der Menschen ist es vorbehalten, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu fassen und nach Bedarf und Fähigkeit der Auffassung die Kinder der Welt zu lehren und ihnen den Weg zu zeigen, auf dem sie zu Kindern Gottes und Bürgern Seines Reiches werden können. — Die eigentlichen Weltmenschen, als erst dem Schlamme dieser Erde entwachsen, sind noch sehr sinnlicher Art, da ihre Seelen noch nie die menschliche Vorschule eines freien, sich selbst bestimmenden Lebens durchgemacht haben.“

[Ev. Bd. 5, 225, 3-6]

 

Der Erzengel Raphael zu bekehrten Essäerführern: „Auf den zahllosen anderen Weltkörpern gibt es auch Menschen, aber sie haben gegenüber euch Menschen dieser Erde eine sehr begrenzte Bestimmung. Sie stellen gleichsam die Glieder einer Kette dar; aber ihr seid die Angeln, die ihr als wahre Kinder Gottes bestimmt seid, mit Gott und mit uns Engeln zu tragen die ganze unendliche Schöpfung vom Kleinsten bis zum Größten. Gott ist euer Vater und ihr seid Seine Kinder; wäret ihr das nicht, würde Er wohl zu euch aus den Himmeln herabgekommen sein und euch selbst erziehen zu Seinen großen Absichten, die Er schon von Ewigkeit für euch, Seine Kinder, vorgesehen hat?!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 84, 4-6]

 

Jesus: „Seelen, die aus den Sonnenwelten stammen, sind kräftiger als solche, die aus den Planeten hierher kommen, um auf dieser Erde die Kindschaft Gottes zu erreichen. — Je unvollkommener ein Planet ist, desto schwächer sind seine Auswanderer. Diese haben zwar eine geringe Lebensprobe zu bestehen, können aber an der Seele schon einen größeren Schaden bekommen. Doch haben sie einen kräftigen Urlebenskeim in sich. Wird dieser erweckt, so sind solche Seelen bald in der rechten Lebensordnung.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 35, 1-2]

 

Jesus: „Am häufigsten sind unter den Erdenmenschen die Seelen, welche aus dieser Erde von Urbeginn abstammen. Diese sind besonders zur Kindschaft Gottes berufen; sie sind die Schwächsten und könnten für sich am ehesten völlig verdorben werden. Aber es befinden sich unter hundert Erdenseelen ein bis zwei starke Seelen von oben, durch welche die schwachen Seelen vor einem gänzlichen Verderben geschützt werden. Und gibt es darunter auch sehr verlorene Schafe, so werden sie zu ihrer Zeit doch aufgefunden.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 35, 3]

 

Jesus: „Auf dieser Erde kann nur eine solche Seele eingefleischt werden, die entweder aus einer Sonne, in der noch alle Urelemente beisammen sind, herstammt, alldort aber schon einen Fleischesweg durchgemacht hat und somit alle jene Seelenintelligenzspezifika in sich faßt, die für die Vollendung eines höchsten Geistlebens nötig sind, — oder eine Seele stammt unmittelbar von dieser Erde und hat zuvor alle drei Naturreiche durchgemacht von der Steinmaterie durch alle Mineralschichten, von da durch die gesamte Pflanzenwelt und zuletzt durch die ganze Tierwelt im Wasser, auf dem Lande und in der Luft.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 106, 5]

 

Jesus: „Die Menschen auf anderen Weltkörpern haben dann und wann traumähnliche Ahnungen, daß es irgendwo Kinder des allerhöchsten, ewigen Geistes gibt, und hegen ganz geheim nicht selten den Wunsch, um jeden Preis des Lebens Meine Kinder zu werden; aber das geht zuallermeist nicht. Denn es muß alles in seiner Ordnung bleiben. Das Kniegelenk eines Menschen kann nicht zu dessen Auge umgestaltet werden; alle Glieder am Leibe müssen bleiben, was sie einmal sind.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 113, 2]

 

Jesus: „Es ist dann und wann die Zulassung von Menschen anderer Gestirne zur Gotteskindschaft möglich, aber dazu gehören große Läuterungen und weitgehende Vorbereitungen. Am ehesten kommen die Seelen dieser Sonne zu solcher Gnade oder die Urerzengel, denen die Pflicht obliegt, ganze Hülsengloben zu beherrschen und in Ordnung zu halten. Aber so ungeheuer groß diese Engel auch sind in allem, ebenso klein müssen sie sich gleich Mir hier zu sein begnügen und sich jede Demütigung gefallen lassen. — Auch aus der Zentralsonne des Systems, zu dem diese Sonne gehört, können Seelen auf diese Erde zur Erreichung Meiner Kindschaft übersetzt werden, ebenso aus den weiteren Zentralsonnen höherer Ordnung, jedoch nur aus dem Bereiche des Sonnenalls, in dem sich diese Erde befindet.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 113, 4-5]

 

Jesus enthüllt dem Griechen Philopold dessen zwanzigfaches Vorleben auf anderen Weltkörpern, zuletzt seine Entschließung auf der Sonnenwelt Akka, auf unserer Erde die Hochschule der Gotteskindschaft zu durchlaufen.

[Ev. Bd. 1, Kap. 213, Kap. 214, 1-7, Kap. 215, 3]

 

Der erleuchtete Seher Philopold über die Bewohnbarkeit der Gestirne und den Verkehr der dort lebenden Menschen mit Weisen und Engeln Gottes.

[Ev. Bd. 3, Kap. 221, 3-6]

 

Der erleuchtete Seher Philopold: Auf unserer Erde eingezeugte Sternenseelen verlieren die Rückerinnerung an ihr früheres Leben und müssen hier mit ihrer seelischen Entwicklung von vorn beginnen.

[Ev. Bd. 3, Kap. 221, 7]

 

Der Herr zu einer erlösten Seele im Himmelreich: „Siehe, die zahllosen Gestirne, die du in deinem Erdenleben am Himmel erblicktest, sind Welten, auf denen überall Menschen wohnen, die Mich als den Herrn Himmels und ihrer Welt erkennen. — Doch die Kinder der Erde sind Mir am nächsten, weil Ich sie dort wesenhaft persönlich im Fleische zu Meinen ersten Kindern gemacht habe.“

[GS. Bd. 2, Kap. 2, 12-13]

 

Der Herr: „Jeder Engel (des höchsten Himmels) ist ein Kind Gottes und mußte auf dieser Erde, so wie Ich selbst, den Weg des Fleisches durchmachen, wodurch er dann die schöpferische Kraft in sich hat, die er aus dem Überflusse seiner Liebe und seines Lichtes nehmen, sie in die neuwerdenden Menschen anderer Planeten legen und sich auf diese Weise wie ein Gott Kinder seines Namens ziehen kann. Diese Kinder sind also nur Nachkinder, doch nicht wirkliche Kinder aus Gott, können aber auch auf dem Wege einer Wiederfleischwerdung auf dieser Erde zur Kindschaft Gottes gelangen.“

[Ed. Kap. 53, 13]

 

Jesus: „Es wandern auch von anderen Welten Seelen ins Fleisch der Menschen dieser Erde, um darin jene zahlreichen Eigenschaften zu erwerben, die zur Erreichung der wahren Kindschaft Gottes notwendig sind.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 61, 5]

 

Jesus zu einem indischen Weisen: „Siehe hinauf zu den Sternen! Sie sind alle von Menschen bewohnt, von denen viele durch ihre Engel wissen, daß eine Seele nur hier auf dieser Erde zur wahren Kindschaft Gottes gelangen kann durch ein höchst beschwerliches Leben im Fleische. Wenn sie es wünschen, so wird es zugelassen, daß ihre Seelen auf dieser Erde ins Fleisch gezeugt werden. Denn das Reich Gottes kann nur mit Gewalt und großen Opfern gewonnen werden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 16, 2 und 3]

 

Jesus: „Die Menschen dieser Erde sind gegenüber den Menschen anderer Erden äußerlich ganz unansehnlich, klein und schwach, aber in ihrer verborgenen inneren Lebenstiefe sind sie aus Mir Grundlebenspunkt des ganzen Großschöpfungsmenschen und können aus sich darum auch die höchsten Lebensfähigkeiten entwickeln, die bei den Menschen anderer Erden nur in einem einseitigen untergeordneten Grade vorkommen.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 57, 18]

 

Jesus zu Robert Blum in der geistigen Welt: „Deine Seele ist nicht von dieser Erde, sondern von einer anderen. Etwas davon, das mit dem Fleische deines Leibes zusammenhing, ist wohl von dieser Erde hinzugekommen, aber im ganzen gehörst du zu den Seelen der Erdenwelt, die da heißet Uranus. Es haben wohl alle Erdenseelen etwas aus allen Sternen in sich, aber vorherrschend bleibt das, was sie aus der Natur derjenigen Erdenwelt haben, auf der sie zuerst als vollständige Menschenseele ausgebildet worden sind.“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 265, 3-4]

 

Der erleuchtete Seher Mathael: Sternenseelen aus einer Lichtwelt stehen dem göttlichen Geiste näher als Erdenseelen, die jedoch das gleiche Anrecht auf die Gnade des Herrn haben.

[Ev. Bd. 3, Kap. 129, 1]

 

Jesus erteilt dem Seher Mathael durch das innere Wort einen Aufschluß über sein, Mathaels, Vorleben auf dem Planeten Uranus und über den Grund seiner besonders harten Führungen.

[Ev. Bd. 3, Kap. 236, 17 und Kap. 237, 1 und 7]

 

Jesus: „Es kreist um die Sonne in weiter Ferne ein Planet, Uranus genannt; dort leben sehr hartsinnige Menschen, die von einem einmal gefaßten Vorhaben nicht eher abzubringen sind, bis es ins Werk gesetzt wurde. Auch von dieser Welt werden dort ausgereifte Seelen wegen der Erreichung der Kindschaft Gottes auf dieser Erde ins Fleisch gesetzt und behalten hier noch sehr vieles von ihrer Sinnessteife.“

[Ev. Bd. 3, Kap. 237, 1-10]

 

Jesus: „Die Seelen von oben sind kräftiger, und die bösen Geister dieser Erde können ihnen wenig anhaben. Sie können denn auch eine stärkere Fleischlebensprobe aushalten, ohne einen bedeutenden Schaden zu erleiden. Wird bei ihnen der Geist, d.i. der verborgene Urlebenskeim, erweckt und durchdringt er die Seele, so wird das nur wenig Verdorbene an ihr sogleich ausgeheilt, und der ganze Mensch steht bald vollendet da.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 34, 8]

 

Jesus: „Menschen, die ihre Blicke zumeist auf den Erdboden richten und darin herumwühlen, allerlei Schätze suchen und nur selten ihre Augen und Ohren aufwärts richten, sind Seelen dieser Erde. — Menschen von oben, Seelen fremder Sternenwelten, sind gewöhnlich sehr erfinderisch und bewandert in allerlei Künsten und Wissenschaften. Aber sie sind dennoch mehr oder weniger hartgläubig und wollen alles klar bewiesen haben. Der Grieche Philopold in Kane (dessen Seele aus einer Sonnenwelt stammte) glaubte nicht eher, als bis Ich ihm die Sonnenerde (in geistiger Schau) zeigte, auf der er zuerst ein Fleisch trug.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 178, 10]

 

Jesus: „Wer auf dem vorgezeichneten Wege die Kindschaft Gottes nicht erreicht, der wird als ein zwar vollendetes, vernünftiges und immerhin glückseliges Geschöpf auf seiner geistigen Erde bleiben, leben, handeln und wandeln und wird sogar andere nachbarliche Geisterwelten besuchen — ja, er wird seine ganze Hülsenglobe durchwandern können! — aber darüber hinaus wird er ewig nicht kommen, und es wird in ihm auch das Bedürfnis nach etwas Höherem nicht erbrennen.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 112, 9]

 

Der Herr zu den Bewohnern einer Zentralsonne: „Die Kinder aus dieser Sonne haben große Macht, ihr Hauch ist stärker denn der kleinen Erdkörper größter Sturm, und vor ihren Gedanken beugt sich ihre Welt. Die aber Meine Kinder sind und sein wollen, müssen schwach sein, und ihre Schwäche muß erst eine Kraft werden in Mir. Die Kinder der Sonne mögen Mich anbeten in ihrem Lichte; aber Meine Kinder beten Mich an in ihrem Feuer. Die Kinder der Sonne sind, was sie sind; aber Meine Kinder dürfen nicht bleiben, was sie sind, sondern sie müssen verzehrt werden, damit sie in ihrer Vernichtung erst das werden, was sie sein sollen!“

[GS. Bd. 2, Kap. 25, 3]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Da auf dieser Erde allein die wahre Kindschaft Gottes zu erreichen ist, was alle reinen Urgeister in der ganzen Unendlichkeit gar wohl wissen, so könnet ihr es euch gewiß vorstellen, daß gar viele Geister und Seelen aus anderen Weltkörpern zu dem Behufe auf diese Erde kommen, um ihre fremdweltliche Seele in der Materie dieser Erde durchgären zu lassen. Vielen gelingt es beim ersten Versuch und gar vielen nicht. — Wenn die fremde Seele in dem Leibe aus dieser Erde in dieser sie sehr drückenden Materie nicht bestehen kann, dann wird sie von ihrem Geiste wieder dahin gebracht, von wo sie gekommen ist.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 188, 14]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Manche Seelen aus anderen Weltkörpern können den Anblick dieser magersten und wenigst schönen Welt gar nicht ertragen. Daher bilden sie ihre Sinne gewöhnlich sehr nachlässig aus. Solche Seelen halten auf dieser Erde wohl längere Zeit aus und machen so manches den diesirdischen Menschen nach, kehren aber nach einem für sie immer hin bedeutungsvollen Erdenleben wieder in ihre Heimat mit oft bestem Erfolge ihrer großen Mühe zurück und erreichen da schon sicher, was sie suchten.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 188, 15]

 

Der erleuchtete Jünger Johannes: „Manche erdfremden Seelen durchwandern oft viele Weltkörper, bis sie sich, durch ihren Geist geleitet, auf diese Erde wagen. Etliche aus Sonnenwelten kommende Seelen erreichen auf dieser Erde bald die Vollkommenheit; manche von ihnen bekommen auch einen großen Zorn auf alles, was auf dieser Erde vorkommt. Es entstehen daraus für diese Welt sehr böse Menschen, die rauben, morden und stehlen. Auch haben sie keine Liebe zu den Menschen dieser Erde. Solche entgehen hier nur selten der gerechten Strafe für ihre Vergehen wider die erdbürgerlichen Ordnungsgesetze. Sie kehren dann in ihre alte Heimat zurück, wo es ihnen auch nicht am besten geht; denn ihr Geist nimmt sie in eine scharfe, schmerzliche, oft lange dauernde Zucht!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 188, 16]

 

Jesus: „Des Mondes Menschen haben zumeist die Sehnsucht, bald Einwohner der Erde zu werden, was auch ihre Bestimmung ist. Haben sie auf ihrer Welt den Leib abgelegt, so wandern ihre Seelen, wenn sie sich in ihrem Fleischleben dafür würdig gemacht haben, sogleich auf diese Erde und werden hier in einen Mutterleib eingezeugt, als Kinder dieser Erde geboren, wachsen auf und genießen die Erziehung der Erdenmenschen, wodurch sie die Fähigkeit erreichen, entweder hier oder jenseits Kinder Gottes zu werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 120, 7]

 

Jesus: „Die Seelen der Menschen, die vom Monde stammen, bestehen (zum großen Teil) aus der Substanz des Mondweltkörpers und haben darum, besonders in ihrem Traumleben, einen sehr starken Zug dahin, der sich zur Vollmondzeit am stärksten auswirkt, weil sich dann durch das Vollmondlicht größere Mengen substantieller (Mond-) Seelenspezifika zur Erde senken und die bezeichneten Mondseelenmenschen erregen und anziehen. Doch diesem Übel kann leicht abgeholfen werden, und zwar durch die glaubensvolle Auflegung der Hände und durch den Gebrauch von kalten Bädern. Übrigens schadet dem Menschen und seiner Seele die Mondsucht durchaus nicht, denn solche Menschen sind gewöhnlich guter und sanfter Gemütsart, und es ist mit ihnen leicht auszukommen.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 120, 8-9, Kap. 121, 1]

 

Der Herr zu einem Freunde des Neuen Wortes: „Du weißt ja, daß es in der ‚Guten Botschaft‘ lautet: ‚Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt!‘ — Die Berufenen sind Kinder der Welt, können aber, wenn sie der Berufung folgen, Meine lieben Kinder werden. — Aber die wenigen Auserwählten sind Meine Brüder und sind weder der Seele noch dem Geiste nach von dieser Erde, sondern von dorther, woher Ich selbst bin. — Du bist von dannen her, von wannen Ich bin, und deshalb ein rechter Bruder Meines Herzens! Das mache dich aber durchaus nicht eitel; denn siehe, Ich selbst bin ja von ganzem Herzen demütig! Wie sollten es dann Meine lieben Brüder nicht sein!?“

[Hi. Bd. 2, S. 435, 1-3]

 

Jesus: „Seele und Geist Robert Blums stammen von jenem Planeten Uranus, dessen Bewohner mit ihrer Beharrlichkeit ganze Berge versetzen und, was sie leiblich nicht vollbringen, sogar als Geister ins Werk setzen.

[Rbl. Bd. 1, Kap. 1]

 

04.09. Erschaffugung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen

Der Herr beschreibt die seelisch-geistige und leibliche Erschaffung des ersten Erdenmenschen nach der Ordnung Seines eigenen Grundwesens und nach Seinem göttlichen Ebenmaß und fährt fort: „Der erste Mensch auf der Erde, der hervorging aus den Händen und der Kraft der ewigen Liebe, ward benannt aus dem Munde der erbarmenden Gnade ‚Adam‘ oder ‚Sohn der Erbarmung und der Gnade‘.“

[H. Bd. 1, Kap. 7, 7-8]

 

Jesus: „Als der Boden der Erde völlig reif war, wurde eine sehr kräftige Seele aus ihrer freien Luftnatur berufen, sich aus dem fettesten Lehmhumus nach der Ordnung der in ihr vorhandenen Urform Gottes einen Leib zu nehmen. Und die erste reifste Seele tat dies, wie sie von innen heraus durch die göttliche Kraft angetrieben und geleitet wurde.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 215, 12]

 

Jesus schildert die Erschaffung des ersten Menschen durch Urzeugung aus Gott.

[Ev. Bd. 4, Kap. 142, 6]

 

Der Herr schildert die geistig seelische Erschaffung der Urmutter Eva aus dem eigenliebigen Wesensteil des Adam.

[H. Bd. 1, Kap. 7, 9-11]

 

Adam, der erste Mensch, erlebt im Traum die Erschaffung Evas aus dem eigenliebigen Teil seines Wesens.

[H. Bd. 1, Kap. 40, 26-31]

 

Der Herr warnt Adam vor dem Genuß der ungesegneten Frucht des Baumes in der Mitte des Gartens: „Du wirst versucht werden, aber sei standhaft, dann wirst du den Wurm des Todes, der an jenem Baume nagt, verderben, die Eva reinigen und dir und allen, die aus euch werden, ein freies, seliges, ewiges Leben in Gott bereiten. Du hast mit keiner fremden Macht zu kämpfen, sondern mit dir selbst; denn Ich habe dir alles untertan gemacht, aber dich konnte und durfte Ich nicht Meinem Willen unterwerfen, damit das Leben dir eigen werde. Daher mißachte nicht dieses leichte Gebot und erhebe dich über dich selbst, damit du leben mögest ewig!“

[H. Bd. 1, Kap. 40, 32 und 34]

Jesus über die Erschaffung des Weibes: „Der Leib Adams wurde aus den Ätherteilen des feinsten Erschaffung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen Erdlehms durch Meinen Willen nach der gesetzten Ordnung geschaffen. Als Adam zu jener Kraft gediehen war, durch die sich bei ihm eine äußerst starke Außenlebenssphäre gebildet hatte, wurde, während er schlief, eine aus allen Naturstufen zusammengesetzte Naturseele in seine Außenlebenssphäre versetzt. Diese Seele fing sogleich an, aus den ihr sehr lieblichen Außenlebenskräften Adams sich einen ihr entsprechenden Leib nach Meinem Willen und nach Meiner Ordnung zu bilden. Als darauf Adam erwachte, sah er voll Staunen und Freude sein Ebenbild neben sich, das ihm äußerst zugetan war, weil es dem Leibe nach aus seinem Wesen stammte.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 162, 4-6]

 

Jesus: „Beim Anblick der anmutigen Gestalt des Weibes erwachte in Adam die irdische Liebe zu ihr. Er konnte sich nimmer trennen von ihrem Anblick, und wohin er ging, da folgte ihm auch das Weib. Adam fühlte des Weibes Wert und Liebe und sagte darum in einem hellen Augenblick: ‚Wir, ich ein Mann und du ein Weib, mir aus meinen Rippen entwachsen nach dem Willen Gottes, sind sonach ein Fleisch und ein Leib. Du bist meines Lebens lieblichster Teil, und es wird fortan der Mann Vater und Mutter verlassen und hangen an seinem Weibe.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 162, 7]

 

Jesus: „Die ‚Rippe‘ Adams ist ein Entsprechungsbild der starken Außenlebenssphäre Adams, die sein (seelisches und leibliches) Innenleben umhüllte und schützte und aus deren Überfülle auch die Kräfte zur vollen Ausbildung der Naturseele Evas entnommen wurden. Diese ‚Rippe‘ gilt demzufolge auch als Entsprechung für die schützende, treue Liebe eines Weibes.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 162, 8-11]

 

Der von Jesus erleuchtete Zöllner Kisjonah erläutert die Erschaffung des Weibes aus der Rippe Adams: „So wie die Berge der festere und somit auch hartnäckigere Teil der Erde sind und darum auch die hartnäckigeren Geister in sich fassen, so hatte sich auch im ersten wie in allen nachfolgenden Männern gewisserart der hartnäckigere Teil in die Knochen des Mannes gelagert. Das hartnäckigere Geistige, das mehr Sinnliche, Stolze und Hochmütige des Mannes aber ward durch Gottes Weisheit und Macht aus dem Manne geschieden und in einer ihm ähnlichen weiblichen Form dargestellt, die, als aus dem Manne stammend, mit ihm in einer lebendigen Entsprechung steht und durch den Akt der Zeugung zur Erweckung einer lebendigen Frucht in ihr fähig ist. Da dem Weibe als dem geistig hartnäckigeren Teile des Mannes ein größeres Leiden auferlegt ist, so kann es seinen Geist ebenso vollenden wie der Mann, wodurch es dann nach der Schrift auch geschehen kann und geschieht, daß am Ende Mann und Weib eins werden.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 166, 4-5]

 

Der Herr: „Da jede Seele aus zahllosen substantiellen Intelligenzpartikeln besteht, kann sie geteilt werden. Eine solche Seelenteilung geschah auch bei der Erschaffung des ersten Menschenpaares, da aus einer Seele zwei wurden. Denn es heißt nicht (in der Hlg. Schrift), daß der Schöpfer auch der Eva einen lebendigen Odem in ihre Nüstern blies, sondern die Eva ging samt Leib und Seele aus dem Adam hervor, und in diese zweite Seele wurde auch ein unsterblicher Geist gelegt, und so wurden aus einem Menschen und einer Seele zwei und waren dennoch ein Fleisch und eine Seele.“

[Ed. Kap. 53, 1 und 4]

 

Die erbarmende Liebe Gottes, des Herrn, warnt Adam und Eva vor zu früher, ungesegneter Zeugung.

[H. Bd. 1, Kap. 7, 15]

 

Die erbarmende Liebe des göttlichen Vaters mahnt das erste Menschenpaar: „Befruchtet und mehret euch und erfüllet die Erde mit der lebendigen Frucht Meines Segens! Und allezeit, so oft ihr euch nahet dieses Segens wegen, opfert Mir zuvor eure Herzen. Wenn ihr dieses unterlasset, so wird die Schlange die Frucht in euch verderben, und du, Eva, und alle deines Geschlechts werden statt einer Frucht des Segens eine Frucht des Verderbens zur Welt bringen!“

[H. Bd. 1, Kap. 10, 13]

 

Jesus: „Wenn eine (Natur-) Seele die gehörige planmäßige Konsistenz in der Luft erreicht hat, so steigt sie zu den Wohnungen der Menschen hinab, bekommt dann aus dem Außenlebensätherkreise, den jeder Mensch um sich hat, eine gewisse Nahrung und bleibt, wo sie angezogen wird durch die Gleichartigkeit ihres Wesens. — Wenn nun zwei Menschen eine Begattung begehen, so erhält eine vollreife und dem Gattenpaare nächststehende freie Naturseele davon Kunde und wird durch die vermehrte Kraft des Außenlebenskreises der Gatten als gleichartig angezogen, tritt während der Begattungshandlung in den Strom des Mannes und wird durch diesen in ein kleines Ei gelegt, was man die Befruchtung nennt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 216, 3-4]

Jesus: Das erste Menschenpaar entstand in einer der fruchtbarsten Gegenden der Welt. Es überwinterte in einer Grotte auf den Höhen nordöstlich des gelobten Landes und wurde vom Geiste Gottes im Traum über die Zeugung von Nachkommen belehrt.

[Ev. Bd. 4, Kap. 142, 9-11]

 

Der Herr berichtet, daß dem ersten Menschenpaar bald nach dem Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradiese der erste, ungesegnet gezeugte Sohn geboren wurde, der auf Geheiß Gottes den Namen ‚Cahin‘ = ‚Todbringer‘ erhielt.

[H. Bd. 1, Kap. 11, 4-6, 9-10]

 

Der Herr berichtet, daß dem ersten Menschenpaar nach einer gesegneten Zeugung ein zweiter Sohn geboren ward, der von Ihm ‚Ahbel‘, d.h. ‚Sohn des Segens‘ genannt wurde.

[H. Bd. 1, Kap. 11, 15-18 und 25]

 

Des Herrn ernste Mahnung an Cahin, bei der Mehrung seines Geschlechts sein und seines Weibes Herz zuvor Gott zu opfern. Düstere Prophezeiungen schwerer Folgen der Unterlassung dieses anbefohlenen Herzensopfers vor jeder Zeugung.

[H. Bd. 1, Kap. 17, 15-16]

 

Der Herr berichtet, wie Cahin Ihm träge und mürrisch sein Brandopfer darbringt, das deshalb ungesegnet bleibt, und beschreibt des frommen Ahbel in heiliger Liebe dargebrachte, hochgesegnete Opferung.

[H. Bd. 1, Kap. 18, 3-12, Kap. 19, 1-2]

 

Der Erzengel Raphael erläutert die Zeugung des Menschen, die Entwicklung der Seele und der Frucht im Mutterleibe, sowie die Beschaffenheit der Seele nach der Geburt und ihr zunehmendes Bewußtsein unter dem Einfluß des Geistes.

[Ev. Bd. 4, Kap. 120, 15-18]

 

Jesus belehrt Lichtsuchende über die Urgeschichte der Lebewesen dieser Erde: „Vor den ersten, wahren Menschen dieser eurer Erde gab es — wie auf zahllosen ähnlichen Weltkörpern — Wesen, die mit den gegenwärtigen Menschen der äußeren Form nach eine Erschaffung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen bedeutende Ähnlichkeit hatten. Es gab jedoch auf dieser Erde viele Epochen, in denen ein solches früheres (menschenähnliches) Geschlecht ganz unterging und allmählich ein anderes, vollkommeneres an seine Stelle trat.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 198, 2 und 3]

 

Jesus: „Als die Erde stets humusreicher wurde und durch häufige gewaltige Feuerausbrüche und Erdumwälzungen so gestaltet war, daß auf den größeren Trockenräumen und durch einen reicheren Pflanzenwuchs intelligenzbegabtere Wesen darauf fortkommen konnten, wurden die ersten geschöpflichen Menschen ins Dasein gerufen vom ewigen, allmächtigen und weisesten Geiste Gottes.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 198, 4]

 

04.10. Die Geschichte der Urmenschheit „Kinder der Höhe“ und „Kinder der Tiefe“

Jesus: „Es ward im Anfang von Gott nur ein Menschenpaar auf die Erde gesetzt. Dieses erste Paar wurde von Gott mit allen Fähigkeiten ausgerüstet. Es hatte tiefe Erkenntnisse, einen klaren Verstand und einen machtvollen, freien Willen. Dazu bekam es von Gott eine wohlverständliche Offenbarung, die ihm zeigte, was es zu tun habe, um die ihm von Gott gestellte Bestimmung auf dem kürzesten und gangbarsten Wege zu erreichen. Aber Gott zeigte ihm auch an, daß es dem geoffenbarten Willen Gottes zuwiderhandeln könne, so es nach dem Triebe des Fleisches und der Materie handeln wolle, aber dann werde es sich dadurch selbst ein Gericht und damit den Tod bereiten. Eine Zeitlang ging das gut, aber bald siegte die sinnliche Begierde — von Moses dargestellt im Sinnbild einer Schlange — über die Erkenntnis des Guten und Wahren der göttlichen Offenbarung, und das erste Menschenpaar übertrat das Gebot, um zu erfahren, was daraus werde. Und was das erste Menschenpaar tat, das tun nun beinahe alle Menschen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 121, 7-10]

 

Jesus belehrt eine aus Indien zu Ihm gereiste jüdische Familie: „Seht, euer Land ist das alte Eden, in dem Adam und Eva erschaffen wurden, das sie aber nach ihrer Sünde verlassen mußten, und es ward bis auf euch nie von einem Menschen aufgefunden und bewohnt. Und es wird auch fürderhin von niemandem aufgefunden werden, wenn ihr verharrt in Meiner Liebe. Bildet euch aber darauf nichts ein; denn Erde bleibt Erde, und Land bleibt Land! Von nun an wird es kein irdisches Eden mehr geben, sondern nur ein Eden im Herzen des Menschen. Nach diesem strebet alle und bewahret es vor dem Feinde, der da heißt Weltsinn; denn der ist die Quelle aller Laster und der Untergang aller menschlichen Glückseligkeit.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 115, 7 und 9]

 

Jesus: Die ersten Erdenmenschen wurden durch Not und Mangel zu mannigfacher Tätigkeit und belehrenden Lebenserfahrungen geführt.

[Ev. Bd. 4, Kap. 142, 7-8]

 

Der Herr: Die Erde und alles, was auf ihr war, war untertan dem Willen Adams, und seiner Stimme gehorchten alle Elemente und alle Tiere. Die ewige Liebe aber ermahnte Adam zum weisen Gebrauche dieser Macht nach dem Willen Gottes, da ihm sonst dieses Gnadengeschenk genommen würde.

[H. Bd. 1, Kap. 11, 13, 19-24]

 

Jesus: Die biblische Erzählung vom Paradiese ist nur ein geistiges Entsprechungsbild für Gottes Lehr- und Erziehungsweise am Menschen. Ein materielles Paradies des Müßigganges und des Wohllebens gab es nie.

[Ev. Bd. 4, Kap. 142, 3-5 und 10]

 

Der Herr gibt Adam und den Seinen eine Gottesdienst- und Lebensordnung durch Ahbel, den ersten Priester und Lehrer der Urzeit.

[H. Bd. 1, Kap. 17, 1-11]

 

Cahin hadert mit Gott: „Warum soll ich denn büßen eine Schuld, zu deren Entstehung ich nie etwas beitragen konnte, da ich nur die Frucht der Sünde, nicht aber deren Ursache bin!?“

[H. Bd. 1, Kap. 15, 5]

 

Der Herr berichtet: Mit Herrschsucht und Haß aufwühlenden, tückischen Reden verführte die Schlange den neidvollen Cahin zum Brudermord. Mit einem großen Stein zerschmetterte Cahin seinem Bruder Ahbel das Haupt.

[H. Bd. 1, Kap. 19, 8-29]

 

Der Herr schildert die geistigen Vorgänge nach dem ersten Brudermord; zwischen Cahin und der Schlange entbrennt ein Streit um die Schuld, die Schlange versucht, Cahin durch arglistige Verführungskünste völlig zu verderben, was Gott durch Sein Eingreifen jedoch gnädigst verhütet. Cahin flieht darauf mit den Seinen in ein fernes Land.

[H. Bd. 1, Kap. 20, 1-26]

 

Der Herr: Cahin ernennt seinen Sohn Hanoch zum Gesetzgeber und Fürsten seiner großen Familie und läßt für ihn eine Stadt mit einer Zwingburg erbauen.

[H. Bd. 1, Kap. 22, Kap. 23, 1-4]

 

Der Herr berichtet: Hanoch, der ungeratene Sohn Cahins, errichtet bei seinem Herrschaftsantritt sofort eine grausame Despotie.

[H. Bd. 1, Kap. 23, 6-15]

 

Der Herr über Cahins Läuterung und Schicksal: Cahin, der den grausamen Fürsten Hanoch, seinen Sohn, mahnend zur Rede stellt und ihn für sich und sein Weib um Gnade bittet, wird von Hanoch des Landes verwiesen. In seiner Ratlosigkeit im fremden Lande schreit Cahin zu Gott. Der Herr sendet ihm seinen Bruder, den Engel Ahbel, der ihm Gottes Willen kundtut. Cahin erhält nun wegen seiner völligen Willenshingabe an Gott den Namen ‚Atheope‘, d.h. der ‚Willenlose nach dem Willen Gottes‘; er und die Seinen bekommen eine dunkle Hautfarbe und eine neue, vor Hanoch und der Schlange gesicherte Wohnstätte.

[H. Bd. 1, Kap. 24, 1-16]

 

Der Herr berichtet: Durch die gottlose, despotische Regierung des Fürsten Hanoch, der sich als Gott verehren ließ, verfiel sein Reich fast ganz der höllischen Lasterhaftigkeit.

[H. Bd. 1, Kap. 26]

 

Der Herr berichtet: Gott erweckte unter den zehn Vasallenfürsten der gottlosen Lasterstadt den weisen Farak, der alle Mitregenten, auch König Hanoch, zu Gott und einer besseren Regierungsweise bekehrte, die etwa fünfhundert Jahre andauerte.

(H. Bd. 1, Kap. 27-29)

 

Der Herr berichtet: Der gottlose, herrschgierige Lamech erobert den Thron in Hanoch durch die Ermordung seiner beiden thronberechtigten Brüder.

[H. Bd. 1, Kap. 29, 11-20, Kap. 30]

 

Der Herr berichtet: Dem wohlgesinnten Hanochiten Meduhed, der den gewaltsamen Tod der Brüder Lamechs aufklären will, erscheint auf der Felsenhöhe des Gebirges in riesiger Gestalt Seth, der Sohn Adams. Seth nennt dem Meduhed als wahren Mörder der beiden Königssöhne Lamech, den König von Hanoch. Daraufhin bewegt Meduhed die Seinen, mit ihm Hanoch zu verlassen und im Vertrauen auf Gott eine neue Heimat zu suchen.

[H. Bd. 1, Kap. 30 und Kap. 31, 1-7]

 

Der Herr schildert die gottlose, tyrannische Herrschaft des Königs Lamech von Hanoch, der die betörende Schönheit seiner Tochter Naeme und die Künste seiner Söhne Jubal und Thubalkain zur Festigung seines Thrones mißbraucht.

[H. Bd. 1, Kap. 38, 1-7]

 

Der Herr begründet die Urkirche mit den Worten: „Du, Mein geliebter Henoch, sei nun Mein erster Priester, und deine Liebe sei die Gründung der ersten und reinsten Kirche dieser Erde! So du morgen opfern wirst, werde Ich zu dir kommen und dir Worte auf die Zunge legen, die du sprechen wirst vor allen Kindern. Meine Liebe, Meine Gnade und Mein Segen mit euch! Amen!“

[H. Bd. 1, Kap. 144, 17-18]

 

Wunderbare, liebewonnevolle Begegnung der fünf Töchter des Zuriel, genannt ‚Allurahelli‘ = ‚Töchter der Liebe Jehovas‘, mit dem Herrn, der in der Gestalt des hohen Abedam den Bewohnern der Höhe erscheint.

[H. Bd. 1, Kap. 180, 28-34]

 

Abedam-Jehova verheißt der in himmlischer Demut und Liebe erglühten Ghemela, der Tochter des Erzvaters Zuriel: „Ich will dich segnen für alle Zeit. Siehe, du herrliche Ghemela, wie Ich, dein Schöpfer, dein ewiger, heiliger Vater, dich jetzt trage auf Meinem Herzen, welches ist das ewige Fundament alles Lebens und alles Seins der ganzen Unendlichkeit, soll dereinst eine dir völlig ähnliche Tochter aus deinem Blute — höre! — Mich selbst, Mich, den ewigen, unendlichen Gott, das ewige Leben, den allmächtigen Schöpfer aller Kreatur vom Atom bis zum allerhöchsten Engelsgeist unter ihrem Herzen tragen! Dir aber werde Ich einen Sohn geben, den wirst du ‚Noah‘ nennen, und er wird ein Retter deines Volkes werden!“

[H. Bd. 1, Kap. 185, 16-17]

 

Abedam-Jehova belehrt die Kinder der Höhe über die Eisengewinnung und verheißt ihnen Anweisungen ihres Geistes über die Herstellung und den Gebrauch von eisernen Werkzeugen und Geräten.

[H. Bd. 2, Kap. 7, 3-11]

 

Abedam-Jehova schildert den Kindern der Höhe die Greuelzustände der Tiefe in Hanoch unter der Tyrannei des Gott fluchenden Königs Lamech und entsendet zehn erleuchtete, willensstarke Männer aus dem Volke der Höhe in die Tiefe Hanochs als Lehrer, Ordner und Retter.

[H. Bd. 2, Kap. 8]

 

Garbiel, ein Vater der Urzeit, erlebt in einer inneren Schau eine Belehrung über die Schriftzeichen des Alphabets.

[H. Bd. 2, Kap. 57, 16-19]

 

Die Erzväter Garbiel und Besediel werden von Abedam-Jehova zu Geschichtsschreibern und zur Abfassung der Bücher ‚Jehovas Streit, Zorn und Krieg‘ und ‚Jehovas, des großen Gottes, Liebe und Weisheit‘ berufen.

[H. Bd. 2, Kap. 97, 1-27]

 

Der hohe Abedam lehrt zwölf Männer der Höhe, Worte durch entsprechende Schriftzeichen mit gespitzten Griffeln auf steinerne Tafeln zu schreiben und diese auch zu lesen, und gebietet ihnen, solches auch alle andere Brüder zu lehren. — Danach ward ihnen geboten, nach der Eingabe des Geistes jegliches Wort niederzuschreiben, das da gegangen war aus Abedams Munde, wie auch alles, was da einer oder der andere in Seiner Gegenwart geredet hatte, und es solle dann solches alles aufbewahrt werden bei den Hauptstammhaltern bis auf die späten Zeiten. Die Sammlung aber solle dann den Namen haben ‚Das heilige Buch‘ oder ‚Die Kriege Jehovas‘.

[H. Bd. 2, Kap. 142, 2-4]

 

Der hohe Abedam unterweist die Brüder Lamechs von der Höhe in der Gewinnung und Verarbeitung von Metallen.

[H. Bd. 2, Kap. 142, 10]

 

Jehova, der bei den Vätern und Kindern der Höhe in der Gestalt des ‚hohen Abedam‘ drei Tage lang sichtbar verweilte, wird nach Seinem Abschied von den Menschen plötzlich unsichtbar.

[H. Bd. 2, Kap. 142, 16-19]

 

Herzensprüfung der Tempelbesucher durch zwei geisterleuchtete Tempelhüter in der gereinigten Stadt Hanoch.

[H. Bd. 2, Kap. 242, 15-18]

 

Der Herr zu einem bekehrten Verstandesgrübler: „Terhad, Ich kannte dich und wußte es lange schon, daß du ein Mann starken Geistes bist und kräftig in deinem Gemüte; darum verbarg Ich mich auch vor dir und ließ es zu, daß du Mich suchen mußtest. Da du dich aber sogar durch den Kerker Lamechs nicht abwendig machen ließest von Mir, so warst du denn auch ein Hauptgrund, daß Ich Mich der Tiefe erbarmt habe. Und so bist du nun ein Retter der Tiefe und ein Schirm vor Meinem Gerichte!“

[H. Bd. 2, Kap. 266, 1-3]

 

Der Herr weiht den geläuterten, erleuchteten König Lamech von Hanoch zum Oberpriester eines Bergtempels der ‚Weisheit aus Gott‘.

[H. Bd. 3, Kap. 77, 2-10]

 

Durch das alleinige Gebot der Liebe zu Gott und zum Nächsten wurde das einst tiefgefallene Volk von Hanoch von gotterleuchteten, berufenen Führern geordnet und von allen Übeln gereinigt.

[H. Bd. 3, Kap. 82, 3-9]

 

Der Herr beim Abschied von der Höhe: „Kinder, Ich habe nun geordnet die Höhe wie die Tiefe und zwischen beiden wohlgangbare Wege gemacht, auf daß ihr zusammenkommen möget und euch unterstützen in allem, das ihr gegenseitig vonnöten habt. Ich selbst habe euch in einem Zeitraum von mehr als zwei Monaten persönlich wesenhaft gelehrt, Mich als euern wahren Gott und Vater und euch selbst zu erkennen und in Mir zu finden das ewige Leben des Geistes und in diesem Leben alle Liebe, Weisheit, Macht und Kraft. — Ich habe euch kein Gebot gegeben, sondern euch nur gezeigt, daß ihr alle in der Liebe zu Mir so vollkommen frei seid, wie Ich, euer Gott, Herr, Schöpfer und Vater selbst es bin. Dazu habe Ich euch noch die volle Versicherung gegeben, daß die Vollkommenen in der Liebe zu Mir den Tod des Leibes nie sehen, fühlen und schmecken werden, sondern sogleich übergehen werden in das vollkommenste, ewige Leben des Geistes!“

[H. Bd. 3, Kap. 114, 2-3, 6-7]

 

Der Herr: Durch die umfassenden Belehrungen der Menschen auf der Höhe und in der Tiefe aus Meinem Munde wurde auf Erden die erste Kirche gegründet, in der jeder Mensch die innere Welt des Geistes in der reinen Liebe zu Gott finden konnte. Und so war alles vollkommen gut, solange die ersten Urväter lebten; als aber diese abgerufen wurden und einer nach dem andern starb, da ward es bald anders. Die Welt fing an, immer mehr überhandzunehmen, das Geistige verlor sich, und wir erschauen bald ganz materiell gewordene Menschen, welche vom Geiste nicht viel mehr wußten als die Menschen der jetzigen Zeit und sich daher von Meinem Geiste auch nicht mehr führen und strafen ließen.

[H. Bd. 3, Kap. 115, 1-4]

 

Adams Testament, dessen Beachtung und Ausführung durch die Urväter und sein Tod. Sein Leib wird auf einem hohen Berge an geheimer Stelle bestattet.

[H. Bd. 3, Kap. 115, 19-27]

 

Nach dem Tode König Thubalkains von Hanoch, der keine Leibeserben hinterließ, wird Uraniel, der Sohn Muthaels und der Purista, vom Herrn zum neuen König von Hanoch erwählt und von dem Hohepriester Lamech der Höhe durch Handauflegung und Salbung geweiht.

[H. Bd. 3, Kap. 127, 1-15]

 

Sittlicher Niedergang im Königreiche Hanoch vor der Sintflut mit nachteiligen Auswirkungen auch auf die Völker der Höhe.

[H. Bd. 3, Kap. 129, 130, 131, 132]

 

Die Nachkommen der Höhenweiber aus ihrer Verbindung mit den Hanochiten wurden zumeist sehr begabte Techniker, Forscher und Künstler, welche in Hanoch, der glänzenden Riesenstadt, eine hohe, verhängnisvolle Zivilisation erzeugten, das Volk irreführten und von Gott entfernten.

[H. Bd. 3, Kap. 133]

 

Durch zunehmende politische und kriegerische Wirren in und um Hanoch zerfällt das äußerlich zwar glanzvolle, aber völlig entgottete und allen Lastern frönende Gewaltreich in viele von grausamen Herren regierte Fürstentümer.

[H. Bd. 3, Kap. 134-137]

 

Streit der ‚Hohen Räte‘ von Hanoch um eine mystische oder rationalistische Religion.

[H. Bd. 3, Kap. 143, 13-14, Kap. 144, 1-4]

 

Die beiden Boten Jehovas, deren wahre Gotteslehre von den ‚Hohen Räten‘ Hanochs verschmäht wird, verlassen diese gottlose Stadt und kehren auf die Höhe zurück.

[H. Bd. 3, Kap. 144, 5-16]

 

04.11. Von den Verführungskünsten Satans

Jesus warnt die Seinen vor den Fallstricken und Verführungskünsten Satans: „Der böse Geist ruht nie, weder bei Tag noch bei Nacht. Er läuft umher wie ein hungriger Löwe, seine bösen Einflüsterungen stimmen die Seele hartherzig, unkeusch, ehebrecherisch, selbstsüchtig, herrschgierig, meineidig, geizig, gegen alles Wahre und Göttliche gleichgültig, gegen Arme und Leidende gefühllos und für allen Weltgenuß gierig! — Wenn ihr so etwas an euch merket, dann gedenket Meiner Lehre! Richtet eure Seele auf und tut gerade das Gegenteil von dem, wonach es euch zu gelüsten anfängt, so werdet ihr Meister des bösen Geistes! Und wenn ihr ihn in allen Stücken besiegt habt, dann wird er euch fürderhin in Ruhe lassen. Denn der Satan kann und darf nur in die Sinne der Seele, nie in ihren Willen einwirken. So ihr aber nur in einem Stücke euch fangen lasset oder leichten Sinnes nachgebt, dann werdet ihr seiner bis an euer irdisches Lebensende nicht los.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 217, 3-6]

 

Der Herr: „Es wäre leichter möglich, einen Stummen sprechen zu machen als den Satan den Namen Meiner Liebe. Die bösen Geister können nur weltlich agieren und zahllose Menschen zu allen erdenklichen Leidenschaften, als da sind: Herrschsucht, Hochmut, Habgier, Neid, Haß, Hurerei, Tanz, Prasserei usw. verführen. Und dazu ist den Teufeln Mein Name ganz überflüssig. — Wer aber da bekennet und liebet ohne Furcht Meinen Namen, welcher ist Jesus, der ‚Sohn‘ des lebendigen Gottes oder das ‚Wort‘ oder die ‚Liebe‘ des Vaters, und von dem Heiligen Geist erfüllt ist durch und durch, wie und was soll denn mit einem solchen Bekenner der Satan im Zorne und in aller Falschheit zu schaffen haben, wo der Geist der Ewigen Liebe alles neu schaffet?! 0 sehet dies ein und seid allezeit ohne Furcht! Denn Mein Reich muß unter mancher Prüfung an sich gerissen werden. Und es muß die rechte Liebe stets die Feuerprobe bestehen wie das reine Gold; denn ohne solche Probe ist sie Meiner nicht wert!“

[Hi. Bd. 1, S. 249, 6-8]

 

Der Herr: „Soviel es möglich war, wurde Luzifer die Macht des Willens genommen. Darum habet ihr ihn auch nicht im geringsten mehr zu fürchten, sondern euch allein in Acht zu nehmen vor seiner List; diese aber hat keine Gewalt, sondern ist an sich so ohnmächtig, daß ihr sie allzeit leichter als eine Fliege mit eurem Hauche abwehren könnt, so ihr es nur wollet! Wenn aber ein Mensch sich von seinem eigenen Herzen berücken läßt und wird hochmütig, herrschsüchtig, fleischsinnig, weltsüchtig und eigenliebig, dann nähert sich ja der Mensch selbst eigenwillig dem Feinde des Lebens und wird selbst ein Feind alles Lebens.“

[H. Bd. 2, Kap. 158, 17 und 22]

 

Satan hat den mächtigen himmlischen Geistern gegenüber keine andere Macht als die der Lüge und der arglistigen Überredungskunst.

[BM. Kap. 197, 12]

 

Jesus zu dem Mägdlein Jarah: „Es werden in etlichen Jahren auch über dich so manche Versuchungen kommen, mit denen du trotz des größten Vertrauens zu Mir zu kämpfen haben wirst. Aber durch die Kraft Meines Namens wirst du alle Versuchungen besiegen und von da an erst frei wandeln in Meinem Lichte!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 210, 15]

 

Satan schmiedet in der Urzeit einen neuen Plan: „Ich will dem Menschengeschlecht einen Köder legen, da ich zu versuchen das Recht habe. Ich will bei den Zeugungen der Töchter in der Tiefe zugegen sein und die Töchter so schön und reizend in ihrem Fleische werden lassen, daß jeder, der eine solche Tochter ansieht, ganz von ihrem großen Zauber gefangen wird. Neben diesen schönen Töchtern wird noch immer einer, der stark ist und tugendhaft, Gott wohlgefällig einhergehen können. Ist er aber das nicht, da soll er an den schönsten Töchtern wenigstens einen tüchtigen Probestein finden und eine mächtige Gelegenheit, seine Tugend entweder zu festen oder zu schwächen! — Also, diese Sache, zu beiden Seiten abgewogen, ist an und für sich weder böse noch gut zu nennen; es ist so die Mitte, also eine Schwebe zwischen Gut und Böse!“

[H. Bd. 3, Kap. 32, 4-11]

 

Der Herr beauftragt den zweiten Hohenpriester der Urzeit Lamech, die Kinder der Höhe vor den fleischlich verführerisch-schönen Weibern der Tiefe zu warnen, durch welche ihnen Satan Fallstricke legen will.

[H. Bd. 3, Kap. 122, 3-9]

 

Jesus: „Der Satan, als der Fürst der Finsternis, läßt die Menschen hier auf Erden zu Göttern erhöhen, um sie dereinst — im Geisterreich — zu den niedrigsten Scheusalen hinab zu demütigen. — Gott aber verlangt hier ein weises und demutsvolles Herz, um dereinst den Menschen desto höher zu heben und seliger zu machen!“

[Ev. Bd. 3, Kap. 207, 8-9]

 

Auf den Wunsch des Griechen Philopold, mehr von der ersten Lehramtszeit des Herrn zu erfahren, berichtet Jesus: „Ich wurde vom Geiste des Vaters in Mir in eine Wüste im Jordan geführt, wo Ich 40 Tage lang fastete und Mich nur zur Not mit Wurzeln und wildem Honig ernährte. Als es Mich nach 40 Tagen solchen Fastens sehr zu hungern begann, wurde Ich von einem bösen Geiste, einem Teufel ersten Ranges, dreimal versucht. Davon rede Ich nicht gern näher; denn ob die Menschen darüber auch Näheres wüßten, so gereichte ihnen dies nicht zu ihrem Seelenheil.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 134, 5]

 

Jesus berichtet eingehend die Ihm von einem Teufel in Gestalt eines Magiers in der Wüste widerfahrene dreifache Versuchung.

[Ev. Bd. 9, Kap. 134, 11-23]

 

Auf die Frage des erleuchteten Griechen Philopold: ‚Herr und Meister, wie mochtest denn Du Dich in der Wüste von einem Erzteufel versuchen lassen, und wie konnte er sich Dir nahen?!‘, antwortet Jesus: „Es gibt keine urgeschaffenen Erzteufel, wir ihr sie euch vorstellet, — aber dennoch ist alles Materielle der Welt in seinem Urelement ebensoviel wie ein urgeschaffener Erzteufel. Es ist darum eines, ob man sagt, man werde von der Welt und von den materiellen Gelüsten des Fleisches oder von einem Erzteufel versucht. Wer sich von der Welt und von seinem Fleische zu sehr gefangennehmen läßt, dessen Seele ist ein persönlicher Teufel und lebt nach dem Tode des Leibes mit den argen, noch ungegorenen Materiegeistern im steten Vereine fort, und ihr Streben ist fortan wie ihre Liebe ein böses, und sie sucht ihre arge Liebe zu befriedigen. Diese Art Teufel können freilich über die unermeßliche Kluft zwischen Mir und sich nicht kommen. Aber da ich nun selbst in diese Welt, die voll Gericht und Teufel ist, gekommen bin, so habe Ich auf eine Zeitlang aus der Tiefe Meiner Erbarmung durch die Annahme des Fleisches eine Brücke über diese Kluft erbaut, ohne welche kein Mensch dieser Erde je zur wahren, vollen Seligkeit gelangen könnte. Daher versteht es sich von selbst, daß sich nun auf dieser Brücke Mir ein Teufel gleich wie ein Mensch, wenn er auch noch so böse ist, nahen, in seiner Blindheit Mich versuchen und aufs grimmigste verfolgen kann — wenn schon ohne Wirkung gegen Meine Macht, sondern nur zur Vermehrung seines eigenen Verderbens.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 134, 6-8]

 

Jesus in der Geisterwelt: „Satan kann alle Gestalten annehmen, wie er sie gerade zu seinem vermeintlichen Vorteil zu brauchen wähnt.“

[BM. Kap. 114, 2]

 

Ein erfahrener Synagogenoberster: „Laß es dich nicht gelüsten, den Satan zu einem Kampf aufzufordern; denn er ist endlos erfinderisch, kann alle Gestalten, selbst die eines Lichtengels, annehmen und ist in einem himmlischen Gewande bei weitem gefährlicher als in seiner wahren, höllischen Gestalt.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 89, 2]

 

Ein Engel: „Der Feind (Satan) hat tausend Ohren, und man muß in der Rede von ihm sehr auf der Hut sein, wenn man ihn nicht noch ärger machen will, als er schon ist!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 61, 3]

 

Des einstigen Bischofs Martin große Auseinandersetzung mit Satana, der tückischen Widersacherin, endet mit seinem Versagen in einer schweren Prüfung, da er den Reizen des in ein wunderschönes Weib verwandelten Drachen erliegt, und zwar zufolge seiner ihm noch anhaftenden starken Sinnlichkeit.

[BM. Kap. 117, 9-18]

 

Des einstigen Bischofs Martin wunderbare Errettung aus der verführerischen Gewalt Satans durch die Gnade und Macht des Herrn.

[BM. Kap. 118, 5-6]

 

Satana-Minerva zu Cado, einem bekehrten Teufel, der sie zu Jesus führen will: „Nur diesen Namen (Jesus) nenne mir nimmer — sonst ist es gleich aus mit uns beiden! — Denn dieser Name ist mir ein Greuel!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 173, 20]

 

Borem, ein erleuchteter Geist, zu dem einstigen Bischof Martin im Geisterreich: „Mit Satan kann kein Engel für sich es aufnehmen, sondern allein mit Hilfe des Herrn; denn diesem Urdrachen stehen tausende der feinsten Trugmittel zu Gebote, durch die er alle Himmel berücken könnte, wenn es ihm vom Herrn zugelassen würde!“

[BM. Kap. 118, 2]

 

04.12. Die Sintflut und die neue Menschheit

Jesus: „Die ersten Menschen hatten die beste Erziehung von Gott. Aber sie fühlten in sich auch den Trieb, den Geboten Gottes zuwiderzuhandeln, weil dies ihrem Fleische behagte. Sie sanken dadurch in große Gottvergessenheit und Lebensverderbnis. Am Ende machten sich die von Gott abgefallenen Menschen sogar an die Zerstörung der Erde, und da ward ihr Maß voll. Sie selbst öffneten die Schleusen der unterirdischen großen Gewässer, die sich über die Frevler ergossen und sie ersäuften.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 121, 12-14]

 

Jesus: „Die Bewohner der großen, lasterhaften Stadt Hanoch haben durch ihren zügellosen Ungehorsam die Sündflut über sich gebracht, in der sie alle übel umkamen. Wie viele Male sind sie von Mir durch Meine Seher gewarnt worden! Allein niemand achtete darauf. Sie schwelgten und sündigten auf alle mögliche Weise; sie freiten und hielten große Hochzeitsmähler, bis die Flut von allen Seiten her über sie hereinbrach.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 10]

 

Des Urvaters Kenan Vorausschau der Sintflut und des Wirkens des treuen, gottergebenen Noah.

[H. Bd. 1, Kap. 42, 87-97]

 

Der Herr erwählt zehn reine, junge Männer der Höhe, rüstet sie mit Feuergewalt aus, sendet sie als Bußprediger in die Tiefe und erklärt: „Ich aber werde wegwenden Mein Angesicht von der Tiefe, auf daß Ich nicht sehe, was da geschehen wird!“

[H. Bd. 3, Kap. 145, 5-9]

 

Da die Könige und das Volk von Hanoch den Willen Gottes hartnäckig verachteten, wandte der Herr Sein Antlitz von ihnen und gab ihren Willen völlig frei bis zu einer von Ihm festgesetzten Zeit.

[H. Bd. 3, Kap. 191, 7-13]

 

Durch die zeremonielle Gesetzbuchreligion des eitlen, prunksüchtigen Priesterkönigs Kinkar von Hanoch, der sich „Statthalter Gottes auf Erden“ nennen ließ, konnte der geistige und moralische Verfall der Riesenstadt Hanoch und das vom Herrn angedrohte Gericht, — die Sintflut, — nicht aufgehalten werden.

[H. Bd. 3, Kap. 193]

 

Die hohe Blüte der industriellen und künstlerischen Erfindungen in Hanoch unter den Königen Kinkar und Japell erzeugt eine materielle, unheilvolle Verblendung und Lebensführung der Hanochiten.

[H. Bd. 3, Kap. 194-197]

 

Verhängnisvolle Herrschaft und höllische Pläne der völlig heidnisch gewordenen, macht- und geldgierigen Priesterkaste unter König Japell von Hanoch und dessen Nachfolgern in der Zeit vor der Sinflut.

[H. Bd. 3, Kap. 197-225]

 

Kriegerische Unterminierung des Gebirges durch die Hanochiten zwecks Angriff auf die Hochlandsbewohner. Niederlage der Hanochiten.

[H. Bd. 3, Kap. 226, 5-13]

 

Ein Bote Noahs rät den Hochländern, von allen kriegerischen Handlungen gegen das gottlose, unbelehrbare Hanoch abzusehen und selber ein Leben in der göttlichen Ordnung zu führen, dann werde Gott sie segnen und vor dem kommenden Gericht bewahren.

[H. Bd. 3, Kap. 228, 4-8)

 

Höllische Machtkämpfe der Oberpriesterpartei in Hanoch mit dem diktatorischen König Gurat vom Hochland.

[H. Bd. 3, Kap. 229-239]

 

Unter dem diktatorischen, gottlosen König Gurat von Hanoch kommt es zum völligen Erlöschen des Glaubens an einen Gott im ganzen Reiche Hanoch.

[H. Bd. 3, Kap. 240, 5-15]

 

Verkündigung und Aufbau einer neuen, völlig heidnischen Religion mit vielen Götzentempeln im ganzen Reiche Hanoch.

[H. Bd. 3, Kap. 243-249]

 

Des Herrn Aufforderung an Noah, nachdem dieser jahrelang vergeblich zahlreiche Boten in das gottlose Reich Hanoch entsandt hatte: „Noah, ziehe mit deinen Leuten in den Wald und laß tausend schlanke, gerade Tannenstämme fällen und diese fein behauen ins Viereck, lege die behauenen Stämme zusammen und laß sie also liegen fünf Jahre lang! Dann will Ich dir sagen, was du damit tun sollst!“

[H. Bd. 3, Kap. 251, 14]

 

Letzte warnende Botschaft Noahs an die Hochlandbewohner: „Kehret euch wieder vollernstlich zum Herrn, wollt ihr dem Gerichte entgehen! Denn sobald das zwanzigste Jahr — von heute an— abgelaufen ist, wird der Herr die Schleusen und die Fenster öffnen und mit großen Fluten töten alles Fleisch der Erde! Solches habe ich zu euch geredet, und solches redet mein Bruder (Mahal) jetzt in Hanoch; wohl dem, der sich danach kehren wird!“

[H. Bd. 3, Kap. 251, 16-17]

 

Der Prophet Mahal schildert die Zustände im Reiche Hanoch kurz vor der Sintflut: „So, wie es nun steht auf der Erde, kann sie keine zehn Jahre mehr bestehen! Ein Mensch ist wider den andern, ein Volk zieht wider das andere; jeder will herrschen und achtet keines Vorstandes und keines Königs! — Besonders arg verfahren fortwährend im Verborgenen schon seit vielen Jahren die ausgewanderten Kinder der Höhe mit den Kindern der Tiefe. Diese werden gar nicht mehr als Menschen, sondern nur als vernunftfähige Tiere betrachtet und behandelt; niemand will sich mehr vom Geiste Gottes leiten, ziehen und strafen lassen! Seit der höllischen Erfindung der Sprengkörner, der Erdbohrer und der Steinerweichungsbeize ist kein Berg mehr sicher vor der Zerstörungswut der Menschen! Saget, — kann Gott solch einem Wüten, Treiben, Morden, Zerstören, Lügen, Heucheln, Betrügen und Rauben und einer allerartigen Hurerei länger noch gelassen zusehen?!“

[H. Bd. 3, Kap. 331, 5-6 und 10-12]

 

Die völlige Isolierung der Hochländer durch Abtragung ihrer Bergabhänge auf Befehl des gottlosen und herrschsüchtigen Königs Gurat von Hanoch. In ihrer Verzweiflung beschließen die zehn Fürsten des Hochlands die gesetzliche Einschränkung der Kinderzeugung.

[H. Bd. 3, Kap. 242, Kap. 250, 7-14]

 

Der Prophet Mahal zu dem gottlosen Feldherrn Fungar-Hellan in Hanoch: „Zage und bebe ob deines Frevels an der unantastbaren Heiligkeit Gottes, die du in meinem Angesichte geschändet hast! Hättest du gesagt, Gott sei unbarmherzig und habe keine Liebe zu Seinen Geschöpfen, so wäre das ein menschlicher Vorwurf gewesen, der zu verzeihen ist; aber du hast die göttliche Weisheit und ewige Ordnung angegriffen und hast Gott als einen Narren erklärt! Siehe, das war ein Angriff auf die göttliche Heiligkeit und somit eine unverzeihliche Sünde!“

[H. Bd. 3, Kap. 297, 4-6]

 

Noah erzählt seinem Bruder Mahal den Verfall der Menschheit auf der Höhe und in der Tiefe und die Geschichte der Arche.

[H. Bd. 3, Kap. 333 und 334]

 

Noah zu seinem Bruder Mahal, der trauert, weil er nicht mit in die Arche gehen darf: „Weißt du denn nicht, wie gut der Herr ist, und kennst du denn nicht Seine endlose Geduld und Seine unbegrenzte Erbarmung?! Sage mir, — wann hat der Herr je noch jemanden nicht erhört, wenn er sich reuig in der wahren Liebe seines Herzens wieder an Ihn gewendet hatte wie ein rechtes Kind an seinen wahren Vater?! Tue du desgleichen, und du wirst sicher nicht nötig haben, so zu trauern!“

[H. Bd. 3, Kap. 335, 1-4]

 

Mahals, des Bruders Noahs, schwerer Hader mit Gott, dem er die Sünde der Ungerechtigkeit und Willkür vorwirft.

[H. Bd. 3, Kap. 336, 6-11]

 

Noah zeigt seinem Bruder Mahal dessen Gerechtigkeitsdünkel als die Wurzel seines Hochmutes auf. Mahal erwidert ihm, den Herrn herausfordernd: „Gott muß es mir erweisen, wann ich vor Seinem Angesichte gesündigt habe!“

[H. Bd. 3, Kap. 337, 2-14 und 16]

 

Der Herr schildert Noah und dessen Bruder Mahal die kommende Sintflutkatastrophe.

[H. Bd. 3, Kap. 338, 14-17]

 

Entsendung eines Engelheeres in die Tiefe als letzte, erfolglose Warnung vor der Sinflut.

[H. Bd. 3, Kap. 343-344]

 

Der Zug der Engel Gottes mit der gesammelten Tierwelt durch Hanoch zur Arche Noah und ihr letzter, vergeblicher Bußruf an die Bewohner Hanochs.

[H. Bd. 3, Kap. 346]

 

Der Herr zu Noah: „Die Menschen der Tiefe haben trotz des drohenden Gerichts keine Furcht! Sie beleuchten ihre Städte mit Fackeln und mit großen Öllampen und sind lustig dabei; sie freien noch und lassen sich freien und halten Gastmähler mit Spiel und Tanz, während Ich, ihr Schöpfer, um sie traure! 0 Noah, das ist ein harter Stand für einen Vater, der Seine Kinder vor dem Abgrunde sieht und ihnen nicht helfen kann und darf —‚ außer durch eine neue schroffste Gefangennehmung, welche da ist das bevorstehende unausweichliche Gericht!“

[H. Bd. 3, Kap. 325, 5-6]

 

Der Herr zu Noah: „Bevor Ich die Wasser aus den Wolken zur Erde fallen lasse, will Ich sieben Tage lang die Menschen in der Tiefe durch allerlei Erscheinungen schrecken und sie womöglich dadurch hierher zur Flucht nötigen. Sieben Tage also wollen wir noch harren in dieser Dunkelheit, und Ich will eine schwache Helle ziehen von hier bis Hanoch und weiter noch, auf daß niemand den Weg verfehle hierher, der sich noch retten will, und jeder, der herkommt, soll in die Arche aufgenommen werden!“

[H. Bd. 3, Kap. 352, 9-10]

 

Trotz letzter mahnender Donnerrufe und warnender Schrecknisse verschmähten alle Bewohner des Reiches Hanoch den Rettungsweg zur Arche. Da brach dem Herrn die Geduld und Er führte den Noah zur Arche.

[H. Bd. 3, Kap. 352, 12-14]

 

Als Noah mit all den Seinen und dem anbefohlenen Getier sich in der Arche befand, da nahm der Herr selbst das große Tor der Arche, schloß es mit eigener Hand und segnete dadurch den Kasten; also ward Noah nun gesichert, und der Herr selbst bewachte den Kasten. Als aber der Noah so gesichert war, da hob der Herr Seine allmächtige Hand auf und gebot den Wolken, den Regen in mächtigsten Strömen auf die Erde fallen zu lassen, und also auch den mächtigen Brunnen in der Erde, daß sie ihre Gewässer herauftrieben auf der Erde Oberfläche. Da brachen auf die Brunnen in der Tiefe und taten sich auf die Schleusen der Himmel.

[H. Bd. 3, Kap. 353, 12-15]

 

Der Herr angesichts der tosenden Sintflut: „Ich habe bis jetzt bei zweitausend Jahre lang Meine Kinder gerufen, aber sie wollten sich Meine liebgerechte Warnung nimmer gefallen lassen, sondern legten ihr Ohr und Herz nur an den alten Lügenmund Satans, und dieser hat ihnen die Wege zum Verderben gezeigt. Und sie wandelten so lange auf diesen Wegen, bis sie sich das erbeuteten, was nun über sie und über diesen ganzen Erdkreis gekommen ist! Nicht Ich rief dieses Gericht über die Erde und bin nicht dessen Schöpfer, — sondern die drei letzten Herrscher von Hanoch sind die Hauptschuldigen! Sie haben tollkühn aus Zorn gegen Mich, ihren Schöpfer, in die Erde gestochen, und der Satan führte sie geraden Weges auf jene Punkte der Erde, wo ihre Pulse am seichtesten liegen. Da rissen sie mit ihren Körnern aus der Hölle die feste Haut von den Adern der Erde, und die mächtigsten Dämpfe und Ströme fingen an empor zu brechen.“

[H. Bd. 3, Kap. 355, 6-8]

 

Der Engel Mahal wird berufen als Schutzgeist der Arche Noah. Das Ansteigen der Flut. Mittelasien als Hauptort der Sintflut. Der Aralsee und das Kaspische Meer sind Überbleibsel der Flut und das Riesengrab der gewaltig ausgedehnten Städte des großen Reiches Hanoch. Nähere Angaben über die Ausbreitung der Sintflutgewässer.

[H. Bd. 3, Kap. 357-359]

 

Dauer und Ablauf der Sintflut. Die Arche Noah wird auf den Ararat geleitet von dem mächtigen, seligen Geiste Mahals. Noahs Auszug aus der Arche nach einem Jahr und etlichen Wochen.

[H. Bd. 3, Kap. 360, 2-20]

 

Der Herr beim ersten Dankopfer Noahs nach der Sintflut auf der gereinigten Erde: „Ich werde hinfort die Erde nicht mehr verfluchen der Menschen wegen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an! Und so will Ich hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie Ich es nun getan habe; und solange die Erde Erde sein wird, soll nicht aufhören Same und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter und Tag und Nacht!“

[H. Bd. 3, Kap. 361, 2]

 

Der Herr zu Noah nach der Sintflut: „Meinen Bogen habe Ich gesetzt in die Wolken, der soll sein das Zeichen des Bundes zwischen Mir und der Erde; und wenn es sich fügen wird, daß Ich Wolken über die Erde führen werde, so soll man diesen Meinen Bogen erschauen in den Wolken! Alsdann will Ich gedenken an diesen Meinen Bund zwischen Mir und euch und allem lebendigen Getier in allerlei Fleische, auf daß hinfort nicht mehr Sündflut kommen solle und verderben alles Fleisch!“

[H. Bd. 3, Kap. 362, 3-4]

 

Jesus: „In der Noachischen Kirche standen die Menschen noch im festen Verbande mit den Engeln bis zu den Zeiten Abrahams — mit Ausnahme der Nachkommen Nimrods, die zuerst sich mit der Welt zu tun machten und dadurch gesunken sind.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 182, 12]

 

04.13. Wer war Melchisedek?

Der Herr offenbart Noah Seinen Willen, sich auf Erden eine Stadt mit Namen ‚Salem‘ zu erbauen, und verheißt Sein sichtbares Verweilen und Wirken dort als König und Hohepriester ‚Melchisedek‘.

[H. Bd. 3, Kap. 362, 12-17]

 

Das Jesuskindlein zu Joseph: „Weißt du wohl, wer Melchisedek, der König von Salem, war? — Es war der Herr selbst; aber außer Abraham durfte es niemand ahnen. Darum verneigte sich Abraham bis zum Erdboden vor Ihm und gab Ihm freiwillig von allem den zehnten Teil. Joseph, wisse, Ich bin derselbe Melchisedek!“

[Jug. Kap. 169, 11-14]

 

Jesus enthüllt den bekehrten Juden von Abila die Entstehung und Bedeutung ihrer durch Ihn wunderbar wiederhergestellten alten Wohnburg: „Dies war des großen Königs und Hohenpriesters von Salem Burg, die, so wie die Berge mit ihren wunderbaren Höhlen und Grotten, nicht von Menschenhänden, sondern durch dieselbe Macht, durch die sie nun wieder neu aufgebaut wurde, hergestellt ward. Denn Ich allein bin der wahre König von Salem und Hohepriester Melchisedek in Ewigkeit!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 59, 6]

 

Jesus gibt den bekehrten Juden von Abila Kunde über Wesen, Herrschaft und Zeit Melchisedeks, des Königs von Salem: „Was die Zeit des Königs von Salem betrifft, so war Er schon ewig vor aller Kreatur da. — Was aber die Erdenzeit anbelangt, in der Er in der Gestalt und Persönlichkeit eines Engels aus den Himmeln die Menschen über sich selbst und ihre ewige Bestimmung unterwies, so war Melchisedek zwar schon zur Lebzeit des Noah öfter da und redete mit Noah, doch ein eigentliches König- und Hohepriestertum auf Erden ward erst einige Hunderte von Erdjahren nach Noahs Aussteigen aus der Arche errichtet. — In dieser Zeit war die Erde schon wieder stark bevölkert, und die Stammväter von kleinen Völkern, Könige genannt, brachten alljährlich ihre Opfer nach Salem und wurden von Melchisedek unterwiesen. — Aber als sich dann die Völker auf der Erde weiter ausbreiteten, vergaßen sie des Königs der Könige und trennten sich von Ihm. Auch die, welche in Seiner Nähe wohnten, zogen nicht mehr nach Salem. Da verließ der König Seine Burg und besuchte nur noch selten wenige Ihm treu gebliebene Patriarchen, später die großen und kleinen Propheten und ist nun in Fleisch und Blut zu euch gekommen.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 60, 3-4]

 

Jesus führt die bekehrten Juden von Abila in der alten Burg des Melchisedek zu mächtigen Kellern mit uralten, wunderbaren Weinvorräten und erklärt ihnen: „Sehet, dieser Wein ist von Trauben, welche in diesem Lande gewachsen sind, gepreßt; es ist ein Zehentwein, wie ihn die Könige, über die der König von Salem herrschte, Ihm zum Opfer brachten. Er mußte bis jetzt erhalten werden, auf daß Ich nun, als derselbe König, davon trinke mit denen, die an Mich glauben und Mir folgen! — Solange diese Burg in Meinem Namen bestehen wird, solange wird auch der Wein nicht versiegen. Aber dennoch wird in dreihundert Jahren nach Meiner Auffahrt durch die Macht unserer Widersacher diese Burg und ein großer Teil dieser Stadt derart zerstört werden, daß man nicht mehr erkennen wird, wo sie einst gestanden hat. — Ich aber erbaue Mir dann eine neue Burg in den Herzen der Meinen, die nimmerdar zerstört werden kann!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 59, 5-12]

 

Jesus schildert das gute Verhältnis des Erzvaters Abraham zu dem göttlichen Priesterkönig Melchisedek.

[Ev. Bd. 10, Kap. 217, 1-3]

 

Der zwölfjährige Jesus deutet im Tempel zu Jerusalem die Worte ‚Jerusalem‘ und ‚Melchisedek‘ nach Maßgabe althebräischer Sprachwurzeln mit den Worten: „Dies ist die Wohnstätte für den König“ und „Sitz Meines Lichtes“.

[Dr. T. Kap. 19, 1-3]

 

04.14. Geistig Bedeutsames aus der Geschichte der Erdenmenschheit

Der Herr: „Der Ort, der Adam und Eva gegeben ward zur Wohnung auf den Festen des Landes, war ein Tal und ein Garten und ward benannt das Paradies; das war das Land, das später von Milch und Honig überfloß, und war die Stelle, die in der großen Zeit der Zeiten der größten der Taten der ewigen Liebe ‚Bethlehem‘ hieß und so heißen wird ewiglich.“

[H. Bd. 1, Kap. 8, 1]

 

Der Herr: Cahins Stamm belebt bis auf die heutige Zeit alle Kleinlande in den Gewässern und nach der großen Schlangenvertilgung durch die Flut aus den Himmeln auch die großen Festlande, die ihr ‚Afrika‘, ‚Amerika‘ und ‚Australien‘ nennt. Und sein Stamm ist nicht getötet worden durch die Fluten und ist noch derselbe bis zur Stunde.

[H. Bd. 1, Kap. 25, 2]

 

Jesus: Das von den Nachkommen Kains bewohnte Hoch- und Gebirgsland Abessinien wurde von der Sintflut verschont.

[Ev. Bd. 4, Kap. 179, 2]

 

Der Herr: „Atheope, früher Cahin, lebt noch heute natürlich und geistig verborgen auf einem Kleinlande in der Mitte der großen Gewässer, das nie ein Sterblicher finden wird, als Beobachter eures Tuns und Treibens. Er aß und trank und zeugte noch sieben hundert Kinder. Nach tausend Jahren wurde Atheope von Mir erneut und aß und trank nicht mehr, da er gesättigt wurde von Meiner Liebe, die da ist die beste Speise für die Ewigkeit. Und so gesättigt lebt Atheope noch im Angesichte der Erde, schaut aller Menschen Tun und Treiben und ist demnach ein Zeuge aller Meiner Taten.“

[H. Bd. 1, Kap. 25, 3-5]

 

Der Herr berichtet: Der von Gottesfurcht, Dank und Liebe erfüllte Meduhed, ein Flüchtling aus der Lasterstadt Hanoch, führt die Seinen, der Stimme Gottes folgend, zum großen Gewässer, heute der ‚Stille Ozean‘ genannt.

[H. Bd. 1, Kap. 31, 8-17]

 

In vielen nach Gottes Anweisung erbauten ‚Wasserkästen‘ fuhren die Meduhediten unter Gottes Schutz und Leitung in ein fernes, großes, fruchtbares Inselland, genannt ‚Ihypon‘ (Japan), wo sie, nach den durch ihren Propheten Meduhed verkündeten göttlichen Gesetzen lebend, ein friedliches, glückliches Volk wurden.

[H. Bd. 1, Kap. 31, 18-22, Kap. 32, 1-6, Kap. 33, 1-18, Kap. 34, 1-30]

 

Der Herr: Ungefähr zur Zeit Abrahams vergaßen die Nachkommen der Meduhediten in Ihypon (Japan) Gottes, ihres großen Retters und Wohltäters, und verfielen der ihnen vom Herrn angedrohten Versklavung durch mongolische Völker.

[H. Bd. 1, Kap. 34, 31-35]

 

Der Herr offenbart die Urgeschichte des von Ihm geordneten und belehrten chinesischen Volkes und schildert seinen späteren Verfall durch Machtwahn, Gewalt, Streit und Unglauben.

[H. Bd. 1, Kap. 36, 40-46, Kap. 37]

 

Die Berauschung Noahs durch den ihm unbekannten Wein; das verschiedene Verhalten seiner Söhne beim Anblick des in der Weinbetäubung entblößten Vaters. Noahs Segen für seinen Sohn Japhet, sein Fluch über Ham.

[H. Bd. 3, Kap. 363, 7-13]

 

Hams Ansiedlung im Lande Kanaan, sein Segen über Noah, der ihn verfluchte, und über seine Brüder erwirbt ihm Gnade und Segen Melchisedeks, dem er bereitwillig den Zehnten opfert.

[H. Bd. 3, Kap. 364, 8-17]

 

Kurze Geschichte der Nachkommen Noahs bis zu Abraham, dem ‚Vater der Kinder Gottes‘.

[H. Bd. 3, Kap. 365, 1-17]

 

Im altägyptischen Felsentempel von Ja-bu-sim-bil (Ich war, bin und werde sein) wurde die wahre, ewige Urgottheit angebetet.

[Ev. Bd. 4, Kap. 193, 9]

 

Jesus schildert die Entwicklung der im Tempel ‚Jabusimbil‘ gelehrten Eingottreligion der alten, noachischen Ägypter und deren Entartung zur Vielgötterei durch die symbolhafte Ausdeutung der einzelnen Kraftausflüsse der Urgottheit und durch deren bildliche Darstellung.

[Ev. Bd. 10, Kap. 192, 1-11]

 

Der Erzengel Raphael: „Ägypten war eine tüchtige Vorschule für die Darniederkunft Gottes zur Erde.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 204, 4 und 5]

 

Der große, weise Hirtenkönig Shivinz und sein Wirken in Altägypten.

[Ev. Bd. 4, Kap. 204-205]

 

Der Erzengel Raphael: „Der große ägyptische Hirtenkönig Shivinz hat mit unsäglicher Mühe aus seinem wilden Nomadenvolke eines der gebildetsten und weisesten Völker der Erde gemacht.“

[Ev. Bd. 4 Kap. 207, 3]

 

Der Erzengel Raphael: Lange nach der Zeit des altägyptischen Hirtenkönigs Shivinz, des Erbauers der „Piramidai“ = „Gib—mir—Weisheit“, entstanden unter den Pharaonen zu Abrahams, Isaaks und Jakobs Zeiten im weiten und überaus langen Niltal eine Menge von Pyramiden und allerlei Tempeln. In diesen Bauwerken waren Schulen der hohen Weisheit eingerichtet, die bald auch bei fremden Völkern einen guten Ruf erlangten.

[Ev. Bd. 4, Kap. 206, 3-7]

 

Der Erzengel Raphael schildert den geistigen Niedergang des altägyptischen Volkes unter den fremdländischen Pharaonen, welche die verweichlichten Nachkommen des großen Hirtenkönigs Shivinz vom Throne stürzten.

[Ev. Bd. 4, Kap. 207, 4-6]

 

Jesus schildert einem römischen Herbergswirt die Entstehung des ‚Toten Meeres‘ durch vulkanische Feuerausbrüche und durch eine von Gott bewirkte Erdsenkung, welche die gottlosen, sündhaften Städte Sodom und Gomorrha begrub.

[Ev. Bd. 10, Kap. 235, 2-4, 8-10]

 

Glückliche Geschichte des wohlgeordneten und gut regierten Urvolkes von Abessinien.

[Ev. Bd. 4, Kap. 179, 3-10]

 

Flüchtlinge aus Abessinien siedelten sich zu Mosis Zeiten in Oberägypten an. Ihr neues Heimatland wurde ‚Noua Bia‘, später ‚Nubien‘ genannt.

[Ev. Bd. 4, Kap. 179, 11-21, Kap. 180, 3-4]

 

Große Verheißung Jesu an den Nubierführer Oubratouvishar für die geschichtliche und geistige Zukunft seines Volkes und dessen künftiger Heimat Abessinien.

[Ev. Bd. 4, Kap. 190, 4-6]

 

Der Erzengel Raphael über Religions- und Lebensverhältnisse im alten Indien.

[Ev. Bd. 5, Kap. 42]

 

Der Erzengel Raphael über die religiöse Verbindung Indiens mit China und die Verpflanzung der altindischen brahmanischen Religion nach China.

[Ev. Bd. 5, Kap. 43]

 

Jesus prophezeit die Zerstörung Jerusalems und die einige Jahrhunderte später erfolgende Verwüstung und Unterwerfung vieler Länder Asiens, Afrikas und Europas durch ein Volk aus dem tiefen Morgenlande (Hunnen).

[Ev. Bd. 5, Kap. 107, 4]

 

04.15. Vergangenheit und Zukunft des jüdischen Volkes

Jesus: „Warum sind die Juden trotz vieler Belehrungen durch Engel und Propheten Gottes nicht im Glauben an Gott und in der Liebe zu Ihm verblieben und somit auch nicht in Seiner lebensvollen Ordnung? Seht, das machte die bei vielen überhandnehmende Eigen- und Weltliebe, von der sich die Menschen durch ernste Ermahnungen und auch durch scharfe Züchtigungen nicht abwendig machen ließen. Sie versanken dadurch in das alte Gericht der Materie und ihres Fleisches und verloren das innere Lebenslicht ihrer Seele so sehr, daß sie nun nicht mehr wissen, was eine Seele ist, und daß sie eine Seele haben! Wie sollten sie da Gott erkennen und lebendig an Ihn glauben!?“

[Ev. Bd. 9, Kap. 157, 4-7]

 

Jesus zu reumütigen jüdischen Schriftgelehrten: „Wie eine Henne ihre Küchlein lockt und sie unter ihren Flügeln schützend zu verbergen strebt vor den Feinden, so habe Ich die Kinder Abrahams allzeit mit Meiner Vaterstimme gelockt und wollte sie versammeln unter Meinen Flügeln des Lichtes, der Wahrheit und des ewigen Lebens. Und als Ich redete durch den Mund der Propheten, da sagten sie: ‚Wir erkennen wohl Jehovas Wort und Stimme, aber warum kommt Er nicht selbst zu uns wie einst zu Abraham, Isaak und Jakob und redet mit uns, Seinen Kindern?‘ — Darauf geschahen wieder Verheißungen, daß Ich in dieser Zeit selbst kommen werde mit all Meiner Macht und Kraft und Mein ewiges Lebensreich mit Mir. Die geweissagte Zeit ist gekommen und Ich mit ihr, genau nach der Weissagung. Warum nehmen die Juden Mich denn nicht an, warum erkennen sie Mich denn nicht, warum glauben sie nicht an Mich, da Ich doch vor ihren Augen Zeichen wirke, die außer Gott niemandem möglich sind?! Für alle Meine Liebe, Güte und Barmherzigkeit hassen und verfolgen sie Mich mit aller Wut! Sind das demnach die gepriesenen Kinder des Lichts!? 0 mitnichten! Das sind Kinder der Hölle, und nicht Gott, sondern der Teufel ist ihr Vater! — Ist es bei solchen Umständen denn unrecht von Mir, wenn Ich nun die Heiden zu meinen Kindern mache und die Kinder des Teufels dahin verweise, wo das Reich ihres nunmaligen Vaters und Herrn ist?! Sage Mir nun, du Schriftgelehrter, ob Ich da unrecht handle, wenn Ich die zu argen Juden fahren lasse nach ihrem freien Willen und den Heiden zukommen lasse Macht und Licht!?“

[Ev. Bd. 9, Kap. 194, 12-18]

 

Jesus: „Die alten, frommen Patriarchen des israelitischen Volkes hatten eine so starke Außenlebenslichtsphäre, daß sie in der Nacht, auch irdischen Augen sichtbar, Vergangenheit und Zukunft des jüdischen Volkes leuchteten. Vornehmlich war dies bei Moses der Fall, dessen Angesicht nach Empfang der Gesetzestafeln auf dem Berge Sinai vor Liebe zu Gott so herrlich und hell strahlte, daß er es vor dem Volke mit einer dreifachen Decke verhüllen mußte.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 262, 1]

 

Der gläubige Besitzer des alten Davidshauses bei Bethlehem berichtet aus einer alten Chronik, daß Bethlehem und seine Umgebung dereinst von den Babyloniern wegen der friedlichen Bescheidenheit der Bewohner eine milde Behandlung erfahren habe.

[Ev. Bd. 8, Kap. 123, 1-3]

 

Jesus: „Die Juden waren das erwählte Volk Gottes, — haben sie sich aber danach benommen, um das zu sein und zu verbleiben, wozu sie seit Abrahams Zeiten berufen waren? Sie hielten wohl dem Äußern nach ganz trocken das Gesetz und priesen Gott mit den Lippen, aber ihre Herzen blieben verstockt und ferne von Mir, ihrem Gott!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 187, 1]

 

Der Erzengel Raphael schildert eingehend die Entsittlichung des jüdischen Volkes in Ägypten, dessen ernüchternde Führung durch die Wüste und Ernährung durch Manna, das Brot aus den Himmeln.

[Ev. Bd. 9, Kap. 191, 1-7]

 

Jesus schildert ausführlich den Abfall des Volkes Israel bei der Gesetzesverkündung an Moses auf dem Berge Sinai und das tödliche Strafgericht an den Haupträdelsführern.

[Ev. Bd. 10, Kap. 52, 2-7]

 

Mit ernster Eindringlichkeit schildert Jesus die an Abtrünnigkeit und Sünden reiche Geschichte des jüdischen Volkes bis zu Seinem Auftreten in Palästina.

[Ev. Bd. 10, Kap. 187, 2-7]

 

Auf dem Hügel Araloth bei Jericho berichtet Jesus den Jüngern die Wundertaten des israelitischen Propheten und Heerführers Josua, dem an dieser Stelle Jehova in Gestalt eines Engels erschienen war.

[Ev. Bd. 8, Kap. 188, 2, 8-15]

 

Jesus zu jüdischen Schriftgelehrten, die vom Messias die Befreiung der Juden vom Römerjoch und die Gründung eines jüdischen Weltreiches erwarten: „Ich bin nicht gekommen, um den Juden ein irdisches, vergängliches Reich zu gründen, sondern ein geistiges Reich des Lichtes und aller Wahrheit in der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wer da meint, daß Ich ein irdisches Reich gründen werde, der irrt sich groß! Die Römer sind nun eure irdischen Herren und werden es auch in Zukunft solange verbleiben, als es Gott gefallen wird. Wenn ihr euch aber wider sie auflehnet, dann werden sie euch zerbrechen und zermalmen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 85, 25-26]

 

Jesus zu jüdischen Schriftgelehrten: „Wenn ihr nicht in Meiner Lehre verbleiben und nach ihr leben und handeln werdet, dann werden euch die Heiden an Verstand und in allen Künsten, Kenntnissen und Wissenschaften übertreffen, euch völlig unterjochen und in den Staub treten das ganze gelobte Land. Das schöne Jordantal mit seinen vielen Städten, Flecken und Dörfern wird zu einer Wüste werden, in der neben Dieben und Räubern wilde Tiere wohnen. Ich bin gekommen in diese Welt und als selbst Jude zu euch Juden, um euch zu retten aus jeglicher Not! Zählet aber die Juden, die an Mich glauben, — wie klein ist ihre Zahl gegen die, welche Mich hassen und verfolgen! Zählet aber auch die Heiden, die von nah und fern hierher kommen und mit vieler Freude Meine Lehre annehmen und Mich als den, der Ich bin, anerkennen und lieben!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 193, 9-10]

 

Der zwölfjährige Jesus im Kreise der Tempelpriester und Schriftgelehrten zu dem anwesenden römischen Richter und Regierungsvertreter: „Hätten die, so da sitzen auf den Stühlen Mosis und Aarons, stets nach Gottes Gesetzen gehandelt, so wären die Juden nie von den Römern unterjocht worden; aber da sie nicht mehr dem alten Gesetz treu blieben, das für alle Menschen gleich gegeben ward, sondern sich eigene Satzungen machten nach ihren Gelüsten, so hat Gott denn auch Sein Angesicht von ihnen abgewendet und sie gegeben unter die scharfe Zuchtrute der Heiden.“

[Dr. T. Kap. 22, 8]

 

Jesus: „Es ist nicht der Wille des Vaters, die böse Brut der Templer zu Jerusalem mit einem Gedanken zu vernichten; sondern sie sollen handeln, bis ihr Maß voll wird. Dann erst wird das große Gericht über sie kommen; denn sie werden sich in ihrer Herrschsucht und ihrem Hochmut gegen die Römer empören und diese werden ihnen den Tod geben. Kein Stein wird in Jerusalem auf dem andern bleiben, und die Nachkommen werden die Stelle nicht mehr finden, wo es gestanden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 41, 3-4]

 

Weissagung eines Babyloniers über Gericht und Landlosigkeit der Juden.

[Ev. Bd. 2, Kap. 23, 2]

 

Jesus: „Ich sage es euch: Es wird Jerusalem und der Tempel in längstens 50 Jahren von den Römern derart zerstört werden, daß man gar nicht wissen wird, wo der Tempel gestanden. Das wird eine mächtige Zuchtheimsuchung Gottes sein, und die Juden werden vertrieben in alle Welt, werden nimmerdar ein Volk sein und, von aller Welt verachtet, sich unter den Heiden ihr Brot verdienen müssen. Dieses Land wird ihnen für immerdar genommen und von den Heiden zu einer Wüste umgewandelt werden.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 153, 5]

 

Jesus: „Dieses jetzt so hochmütige Judenvolk wird in alle Welt zerstreut werden und wird kein Land und keinen König aus seinem Stamme mehr besitzen bis ans Ende der Zeiten.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 234, 4]

 

Jesus zu einem jüdischen Rabbi in der Heidenstadt Pella: „Ich bin gekommen, um diese Stadt zu fegen, auf daß sie, wenn in etwa vierzig Jahren das finstere Jerusalem von den Römern bis auf den letzten Grundstein zerstört wird, für alle, die Ich die Meinen nennen werde, ein sicherer Zufluchtsort werden möge!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 34, 9]

 

Jesus zu einem strenggläubigen Altjuden: „Ich habe bei Meinen Lehrreisen bei den Heiden weit und breit stets mehr Glauben und Liebe gefunden als bei den Juden, die Mich für einen falschen Propheten, Betrüger, Volksaufwiegler und für einen mit dem Satan im Bunde stehenden Zauberer halten, als solchen vor dem Volke darstellen und Mir gleichfort nach dem Leben trachten! — Darum wird den Juden das Licht der ewigen Wahrheit genommen und den Heiden gegeben. Die Juden werden zerstreut in alle Welt und nimmerdar ein eigenes Land besitzen, sondern als verhaßte Sklaven unter den Königen heidnischer Völker alle Schmach und Verfolgung zu ertragen haben zum bleibenden Zeugnis ihres Unglaubens und ihrer Lieblosigkeit. Sie werden den verheißenen Messias wohl immer erwarten, aber vergebens; denn der bin Ich und sonst keiner mehr in Ewigkeit!“

[Ev. Bd. 10, Kap. 146, 3-4]

 

Jesus: „Die hochmütige Schlangenbrut der Templer zu Jerusalem wird sich in ihrem Machtwahn über die Römer erheben und sie aus diesem Lande treiben wollen. Doch das wird ihr Ende sein. Der Feldherr und spätere Kaiser ist schon geboren, der dieser Stadt und ihrem Volke den Garaus machen wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 11]

 

Des zwölfjährigen Jesusknaben Weissagung über das spätere furchtbare Schicksal des Tempels, der Stadt Jerusalem und des jüdischen Volkes.

[Dr. T. Kap. 26, 5-9]

 

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Inhaltsverzeichnis

 

 

01. Waltet ein liebender Vatergott?. 9

01.01. Vom Gottsuchen und von Gottes Offenbarung. 9

01.02. Vom Wesen Gottes. 19

01.03. Die „Sieben Geister Gottes“. 29

01.04. Die Allgegenwart und Sichtbarkeit Gottes. 34

02. Was dünket euch um Jesus Christus. 41

02.01. Jesus, wahrer Mensch. 41

02.02. Jesus, wahrer Gott 46

02.03. Die göttliche Dreieinigkeit in Jesus. 55

02.04. Die Menschwerdung Gottes, ihr Grund und Zweck. 62

02.05. Menschen um Jesus. 72

02.06. Die Messias Frage. 81

02.07. Zeugnisse über Jesus. 85

03. Das göttliche Schöpfungswerk. 97

03.01. Grund und Zweck der Schöpfung. 97

03.02. Die geistige Urschöpfung. 99

03.03. Vom Wesen und Werdegang der Engel Gottes. 101

03.04. Luzifers Herrlichkeit und Sturz. 108

03.05. Luzifer-Satan, der große Widersacher 113

03.06. Das Weltall, eine Seelenläuterungsschule. 117

03.07. Der große materielle Schöpfungsmensch. 119

03.08. Die geistigen Urlebensfunken der Äther 125

03.09. Neues geistiges Leben in den Atomen. 127

03.10. Die Lebensstufen der Naturreiche bis zum Menschen. 128

03.11. Rückführung der gefallenen Seelen funken zur göttlichen Ordnung. 137

03.12. Engel und Geister als Schöpfungsdiener 138

03.13. Das geistige Wesen aller Materie. 145

03.14. Der Gottesfunke in jeder Kreatur 150

03.15. Ursprung, Wesen und Zweck der Widerordnungskräfte. 155

03.16. Unsere Erde und ihr Mond. 160

03.17. Unser Planetensystem.. 164

03.18. Saturn, die Perle unseres Planetensystems. 167

03.19. Die Sonne, ihr Licht und ihre Bewohner 169

03.20. Raum, Zeit und Ewigkeit 174

04. Der Mensch und sein Lebensziel 177

04.01. Der Mensch — Ebenbild Gottes und Endform aller Wesen. 177

04.02. Der Mensch, eine Dreieinheit von Geist, Seele und Leib. 181

04.03. Des Menschen Geist 185

04.04. Des Menschen Seele. 194

04.05. Des Menschen Leib. 199

04.06. Ziel und Sinn des Menschlebens. 202

04.07. Die Erde, Hochschule der Gotteskinder 207

04.08. Erdenseelen und Sternenseelen. 214

04.09. Erschaffugung und Fortzeugung der ersten Erdenmenschen. 222

04.10. Die Geschichte der Urmenschheit „Kinder der Höhe“ und „Kinder der Tiefe“. 226

04.11. Von den Verführungskünsten Satans. 233

04.12. Die Sintflut und die neue Menschheit 237

04.13. Wer war Melchisedek?. 243

04.14. Geistig Bedeutsames aus der Geschichte der Erdenmenschheit 245

04.15. Vergangenheit und Zukunft des jüdischen Volkes. 249

 

 

 

 

 

 

 

 

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[VH-LIF 2008]