„Woher und woraus werden also diese Kinder der
Erde geboren? Die Erde besitzt eine Vielzahl solcher Geburtskanäle. Der
Hauptgeburtskanal befindet sich mitten im Stillen Ozean, unweit des Äquators,
in der Gegend der sogenannten Inselgruppe Tahiti und Otahaiti.
Von diesem Ort aus wurde einst der Mond von der Erde getrennt, ebenso wie
später eine große Anzahl noch existierender Kometen. Dies ist somit der
Hauptgeburtskanal der Erde.
Weitere Geburtskanäle sind
zahlreiche Meere, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen mitunter kleine
planetenartige Körper durch eine polare Kraft weit hinausgeschleudert werden.
Da sie jedoch über zu wenig Volumen verfügen, wird ihre geringe Menge
gegensätzlicher Polarität durch die überlegene polare Kraft der Erde aufgelöst.
Dadurch werden sie von der Erde wieder angezogen und fallen bald darauf in Form
einer schneckenartigen oder auch oft als steinerne Masse zur Erde zurück. Als
Steine stürzen sie allerdings nur dann herab, wenn sie zuvor im Ätherraum
explodiert sind und als Bruchstücke eines einstigen Ganzen wieder zur Erde
gelangen.
Dies ist eine Form der Zeugung,
bei der die Erde lediglich als Weib auftritt. Im Folgenden wollen wir jedoch
die weitaus merkwürdigere, tausendfache Zeugung betrachten, bei der die Erde
zugleich als Mann und Weib erscheint.“
(Die Erde 13)
(Der
HERR:) „Vor vielen tausendmal tausenden Erdenjahren war die Erde deutlich
schwerer, und ihre Geister standen unter großem Druck. Doch die bösen Geister
gerieten in großen Zorn, lösten sich mit viel grober Materie von der Erde ab
und umkreisten sie viele tausend Jahre lang in einer äußerst unregelmäßigen
Bahn.
Da die Masse – mit Ausnahme
einiger fester Brocken – vollkommen weich und zum Teil flüssig war und sich
alles fortwährend drehte, bildete sich schließlich eine große Kugel. Ihre
Eigenrotation war jedoch angesichts ihres kleinen Durchmessers viel zu langsam,
um auf ihrer immerhin beträchtlichen Oberfläche für eine gleichmäßige
Verteilung der Flüssigkeit zu sorgen. Ihre Umlaufbahn um die Erde war dagegen
sehr schnell, sodass sich die gesamte Flüssigkeit beständig auf der von der
Erde abgewandten Seite sammelte – infolge des ursprünglichen Ausstoßgewichts.
Dadurch verlagerte sich das
eigentliche Schwerezentrum dieser Kugel zunehmend auf jene Seite, auf der sich
die Flüssigkeit ständig befand. Mit der Zeit kam die langsame Eigenrotation
schließlich vollständig zum Erliegen, da die Masse der Kugel fester wurde und
das Wasser nicht mehr so leicht durchsickern konnte. Die mitgeführten Wellen
schlugen gegen die entstehenden Hochgebirge und stießen auf zunehmenden Widerstand.
So begann die ganze Kugel, der Erde, die sie einst ausgestoßen hatte, nur noch
eine und dieselbe Seite zu zeigen.
Und das war gut so, denn nun
konnten die besonders hartnäckigen Geister erfahren, wie es ist, in einer sehr
trockenen, beinahe völlig nahrungsfreien Materie eingeschlossen zu sein. Dieser
Teil des Mondes – denn jene Kugel ist der Mond – dient seit der Erschaffung der
Menschheit auf Erden auch dazu, Seelen, die sich zu sehr an die Welt klammern,
dorthin zu verweisen. Viele tausend Jahre lang können sie von dort aus, mit
einem feinstofflichen Gewand versehen, die schöne Erde aus einer Entfernung von
über hunderttausend Wegstunden betrachten – und dabei ihren Verlust beklagen,
da sie nicht mehr zu den habgierigen Bewohnern der Erde zählen.
Dass sie trotz ihres Verlangens
nicht wieder zur Erde zurückkehren können, dafür ist aufs Beste gesorgt. Doch
im Laufe unzähliger Äonen von Erdenjahren werden schließlich selbst die
hartnäckigsten Geister zur Einsicht kommen!
Ihr habt nun gesehen, wie die gesamte
materielle Schöpfung der Welten entstanden ist – bis hin zu den Monden der
Planeten, die, wo immer man sie findet, auf ähnliche Weise entstanden sind,
dieselbe Beschaffenheit aufweisen und demselben Zweck dienen. In gleicher Weise
und aus demselben Grund, wie einst die gesamte stoffliche Schöpfung – samt der
Monde – aus sich verdichtenden Geistern hervorging, bildeten sich im Lauf der
Zeit auf den festen und schweren Himmelskörpern auch die Berge als erste
riesige „Pflanzen“ einer Welt. Später entstanden dann allerlei Pflanzen, Tiere
und schließlich der Mensch selbst.
Bessere Geister befreien sich
gewaltsam aus dem wachsenden Druck der Materie, indem sie mit der Kraft ihres
Willens ihre eigene Materie auflösen. Sie könnten sofort in die Ordnung der
reinen Geister eingehen – doch die alte Triebkraft wirkt noch nach. Die
Eigenliebe erwacht von Neuem: die Pflanze saugt, das Tier frisst, und die
Menschenseele – kaum zur göttlichen Form zurückgekehrt – verlangt gierig nach
stofflicher Nahrung und einem ungestörten, trägen Genuss. Daher muss sie sich
sogleich wieder mit einem materiellen Körper umhüllen, der jedoch nicht mehr so
hart ist wie einst die sündhafte Materie.
Trotz des weicheren Leibes wächst
darin die Eigenliebe so stark an, dass die Seele erneut in die härteste Materie
zurückfallen würde – wenn Ich nicht in ihr Herz einen Wächter gelegt hätte: ein
Fünkchen Meines Liebesgeistes.“ (GJE 4,
107)
Zu Beginn jener Urperiode erhielt
die Erde den Mond als Begleiter und Regulator ihrer Bewegung um die Sonne sowie
um ihre eigene Achse. Natürlich hatte der Mond zunächst nicht die Gestalt, die
er heute besitzt. Bevor er diese annahm, musste er selbst große, stürmische
Umwälzungen durchleben, die jedoch nicht so lange andauerten wie jene der Erde.
Aber fragt Mich jetzt nicht, warum es für die Entwicklung eines Himmelskörpers
eine so unvorstellbar lange Zeit braucht – denn das liegt in Meiner Weisheit
und Ordnung beschlossen. (GJE 8-73)
Forscher haben eine neue Theorie
zur Entstehung des Mondes vorgestellt. Demnach sei der Mond vor etwa 4,5
Milliarden Jahren aus der Erde herausgeschleudert worden – so berichten zwei
niederländische Wissenschaftler in der populärwissenschaftlichen Zeitschrift Natuurwetenschap
& Techniek.
Laut moderner Wissenschaft
entstand der Mond durch eine „außer Kontrolle geratene Kernreaktion“ tief im
Inneren der Erde. Berechnungen zeigen, dass solche spontanen Reaktionen in der
Frühzeit der Erde tatsächlich möglich waren. Dabei wurde das Gestein gasförmig,
und es entstand eine riesige Gasblase in einer
flüssigen Gesteinsschicht – ähnlich wie bei einem Topf Suppe, in dem Blasen
aufsteigen.
Kurz nachdem der Mond aus der
Erde geschleudert worden war, befand er sich der Erde noch viel näher als
heute. Auch heute entfernt sich der Mond Jahr für Jahr um etwa 3,5 Zentimeter
weiter von der Erde.
Wie genau der Mond entstanden
ist, bleibt weiterhin ein Rätsel. Die gängigste Theorie besagt, dass der Mond
vor 4,5 Milliarden Jahren durch eine Kollision der Urerde
mit einem marsgroßen Planeten entstand. Diese Theorie ist jedoch keineswegs
abschließend bewiesen, denn der Mond besteht fast vollständig aus demselben
Gestein wie der Erdmantel – was vermuten lässt, dass Erde und Mond einst ein
einziger Körper waren.
Forscher vermuten, dass sich jene
Kernreaktion an der Grenze zwischen Erdkern und Erdmantel abspielte – in etwa
3000 Kilometern Tiefe. Dort liegt die sogenannte D-Schicht, eine unregelmäßige
Grenzregion um den inneren Erdkern. In ihr finden sich hohe Konzentrationen von
Uran und Thorium – beides Brennstoffe für sogenannte Georeaktoren. Man hofft,
bald nachweisen zu können, ob solche Reaktionen auch heute noch in der Erde
stattfinden. Die einzige Möglichkeit, solche Georeaktoren aufzuspüren, besteht
im Nachweis der von ihnen ausgesandten Antineutrinos – winzigste Teilchen, die
mit Detektoren aufgefangen werden können.
Laut Natuurwetenschap & Techniek ist es jedoch ausgeschlossen, dass ein
zweiter Mond aus der Erde herausgeschleudert wird – dafür fehlt schlichtweg die
erforderliche Energie.
Lorber erwähnt, dass der Mond
geistig betrachtet in größerer Entfernung zur Sonne steht als die Erde. Unsere
Erde umkreist die Sonne – nicht den Mond. Durch diese Bewegung wird jeweils ein
anderer Teil der Erde von der Sonne beschienen: eine Seite liegt im Dunkeln,
die andere im Licht.
Der Mond bewegt sich zwar auf
derselben Umlaufbahn, jedoch wesentlich langsamer. Deshalb kann er nicht zur
gleichen Zeit vollständig von der Sonne bestrahlt werden – ein Teil bleibt
stets im Licht. Die Erde steht dem Mond dabei nicht im Weg, sondern empfängt
das Licht der Sonne und gibt es an den Mond weiter. Die am wenigsten entwickelten
Geisterwesen wohnen auf dem Mond. Auch sie besitzen das Potenzial zur
Verwandlung.
(Anmerkung: In
„Schöpfungsgeheimnisse“ 1–7 beschreibt Lorber, dass
in der Urzeit – in grauer Vorzeit und im Zentrum des Stillen Ozeans – der Mond
einst von der Erde abgespalten und aus ihrer Gefangenschaft befreit wurde.
Danach ging der Mond in eine leichtere, beweglichere Luftsubstanz über, um von
dort aus seine weitere Entwicklung zu beginnen – bis hin zu seinem heutigen
Zustand.)