Bethlehem, Geburt Jesu in einer Höhle
[Empfangen von
Jakob Lorber im Jahr 1840 vom Herrn]:
Laut der „Jugend Jesu“ [34-10] verließen Maria und Josef,
die bereits früh aus Jerusalem [vom Haus des Nikodemus]
aufgebrochen waren, die Stadt und erreichten die Höhle erst eine Stunde vor
Sonnenuntergang. Sie hätten die Strecke problemlos in drei Stunden zurücklegen
können. Die Höhle, in der Jesus geboren wurde, war sehr geräumig. Josef sah den
aufgehenden Vollmond. Er ging anscheinend entlang eines Baches, an dem ein
Wasserfall herunterstürzte – in einem Hügel befand sich eine Höhle, die etwas
abseits des Sandweges lag.
Der heutige Teil von Bethlehem wird Bet
Sahur genannt, das Feld der Hirten, wie die
Archäologie zeigt. Von hier aus ist es nur noch 2 km bis zur Höhle. Von
Bethlehem nach Jerusalem sind es nur 12 km. Die Entfernung von Bethlehem zum
alten Nazareth beträgt 170 km. [Zu Fuß 6 Tage]. Der Gilon,
ein kleiner Fluss, verläuft westlich von Bethlehem. [Gen.
35:19 und Micha 5:1-4]
Bethlehem liegt auf 850 Metern Höhe, und Jesus soll auf
einer Höhe von 777 Metern geboren worden sein. Rahel wurde in
der Nähe von Efrata begraben – das ist Bethlehem.
Auch Rut lebte auf diesen Feldern, ebenso wurde David hier geboren. Das Gelände
ist recht hügelig. Das Davidskloster liegt etwa 1 bis
1,5 Kilometer südöstlich der Geburtsgrotte Jesu, ausgehend vom Haus Davids.
Siehe hierzu Offb. 19,6; Jes. 46,10; Micha 5,1; Gen. 35,21 und 16; Jes. 9,5
sowie Gal. 4,4.
David entstammt der siebten Generation. Bethlehem lag
damals auf einer Höhe von über 850 Metern. Der Zahlenwert von Moab (מואב) ergibt
49 (Mem = 40, Waw = 6, Alef = 1, Bet = 2). Das jüdische
Jahr 3793 nach Adam, also 358 Jahre vor Jesu Geburt, dürfte ein bedeutsames
Jahr gewesen sein. Bethlehem bedeutet ursprünglich Beth Lachama und war einst eine heidnische Siedlung.
David wurde in Bethlehem geboren, und gemäß dem Propheten
Micha wird aus diesem Ort der Herrscher Israels hervorgehen, dessen Ursprung in
der Vorzeit liegt (Micha 5,2). Paulus betont ausdrücklich, dass Gott seinen
Sohn sandte, geboren von einer Frau (Gal. 4,4). Bei Bayt
Sahur werden jene Felder gezeigt, auf denen den
Hirten die Geburt verkündet wurde.
Josef fragt Maria – als sie noch viele Kilometer von
Jerusalem entfernt waren – was in ihr vorgeht, da sie mal voller Schmerzen ist
und dann wieder lacht und vor Freude strahlt...In der Nähe von Bethlehem sagte
Maria plötzlich zu Josef: „Die Wehen haben begonnen. Was in mir ist, drängt
nach außen. Ich kann dem Druck nicht mehr standhalten!“ Josef war völlig verzweifelt und rief: „Um
Gottes willen, Maria! Du siehst doch, dass es hier weit und breit keine
Herberge gibt – wohin soll ich dich bringen?“
Maria erwiderte: „Sieh dort – in dem Berg ist eine Höhle! Sie ist keine
hundert Schritte von hier entfernt. Bring mich dorthin; ich kann unmöglich
weitergehen!“ Maria hatte – kaum hundert Schritte entfernt – eine Höhle
entdeckt und bat darum, dorthin gebracht zu werden. Diese Höhle, von den Hirten
der Umgebung als Notstall genutzt, enthielt etwas Heu
und Stroh. Josef richtete ihr dort sofort eine einfache Ruhestätte ein. Die
Höhle lag abgelegen. (Quelle: Die Jugend Jesu, Kapitel
14) Inzwischen war es
schon recht spät geworden, und die ersten Sterne erschienen am Himmel.
[Anmerkung: Gegen 20 Uhr ist es dort bereits Nacht.]
In der
Stadt Davids wurde der Retter geboren. Dort findet sich eine Inschrift mit dem
Namen: „Shepherds Field“ (= Hirtenfeld) – auf der
Rückseite des Stadtkerns. Im heutigen Dorfteil Bet Sahur – laut Archäologie das
ursprüngliche Feld der Hirten – befinden sich die traditionellen Stätten. Vom
Hirtenfeld bis zur Geburtsgrotte oder der Höhle sind es nur wenige Kilometer. Bethlehem
wird auch gelegentlich als „Haus der Wissenschaft“ gedeutet – eine weniger
verbreitete, symbolische Interpretation.
Der Weg
von Jerusalem nach Bethlehem beträgt, wie bereits erwähnt, etwa 12 Kilometer.
Eine schöne Wanderstrecke verläuft hoch oben auf einem Höhenrücken – auf einer
gut ausgebauten Straße genießt man von dort eine wunderbare Aussicht. Heute zählt
Bethlehem etwa 3.500 Einwohner und verfügt über einen militärisch gesicherten
Kontrollpunkt. Ein großer Teil der Bevölkerung ist christlich. Die Stadt ist
stark befestigt – mit Betonbarrieren, Stacheldraht und einer acht Meter hohen
Sperrmauer.
Zur Zeit der Geburt Jesu lebten dort etwa 100 Menschen.
Rahel, die Frau Jakobs, wurde an der Straße nach Efrata
– also Bethlehem – begraben. Siehe 1. Mose (Genesis) 35,19 sowie Micha 5,1–4:
Ihr Ursprung reicht zurück bis in die Urzeit, bis in die Tage der Ewigkeit. Die
Entfernung zwischen Bethlehem und Nazareth beträgt rund 150 Kilometer – eine
Strecke, die man zu Fuß in knapp vier Tagen zurücklegen kann.
Noch einmal die Reise von Nazareth nach Bethlehem – Die
Ankunft - Die fromme Reisegemeinschaft – Josef, Maria und die Söhne
Josefs – hatte Bethlehem bereits bis auf weniger als sechs Stunden Fußweg
erreicht. Unter freiem Himmel legten sie eine kurze Rast ein. Danach ließ Josef
die Reise fortsetzen, und sie zogen weiter Richtung Bethlehem.
Unterwegs fragte Josef Maria, was sie innerlich bewegte,
denn mal klagte sie vor Schmerzen, dann wieder lächelte sie und strahlte vor
Freude, während sie auf dem Esel ritt. Maria antwortete: „Ich sehe zwei Völker
vor mir: Das eine weinte – und so musste auch ich weinen. Das andere zog
lachend vor mir her, und das machte mich fröhlich – ich konnte nicht anders,
als mitzulachen.“ Solche Visionen hatte Maria nicht
zum ersten Mal. Doch als sie sich Bethlehem näherten, rief Maria plötzlich aus:
„O Josef, können wir hier nicht anhalten? Der, der in mir ist, bedrängt mich
nun auf furchtbare Weise – bitte, lass uns Halt machen!“ Josef war von diesem
plötzlichen Hilferuf völlig überrumpelt. Er spürte, dass sich nun das
ereignete, was er am meisten gefürchtet hatte. Sofort ließ er anhalten. Maria
bat hastig: „Bitte hilf mir vom Esel herunter – das, was in mir ist, will
hinaus, und ich kann dem Druck nicht länger standhalten!“ Josef war verzweifelt
und rief: „Um Gottes willen, Maria! Du siehst doch selbst – hier ist weit und
breit keine Herberge zu finden. Wohin soll ich mit dir gehen?“
Die anderen drei kümmerten sich um den Ochsen und den
Esel und brachten den Karren in die Höhle, da diese dort ausreichend Platz bot.
Es war bereits spät, und die ersten Sterne waren am Himmel zu sehen. In der Nähe
von Bethlehem sprach Maria plötzlich zu Josef, dass die Wehen eingesetzt
hätten. Was in ihr war, bedrängte sie und wollte hinaus, sagte sie. Sie konnte
dem Druck nicht länger standhalten. Maria entdeckte in den Bergen, kaum hundert
Schritte entfernt, eine Höhle und bat, dorthin gebracht zu werden. In dieser
Höhle, die die Hirten der Umgebung als Notunterkunft nutzten, fand man Heu und
Stroh. Josef richtete sofort eine einfache Ruhestätte für Maria her. Die Höhle
war abgelegen und schwer zugänglich.
Josef machte sich auf die Suche nach einer Hebamme und
traf zu Beginn der Nacht eine Frau, die ihm entgegenkam. Sie sagte: „Gesegneter
Mann, welch ein Glück! Der Hauptmann Cornelius aus Rom wohnt nämlich bei mir im
Haus, einem der ersten Häuser der Stadt!“
Josef und Maria verbrachten einige Tage in der
Schafshöhle. In der Stadt Davids wurde der Retter geboren. Es gibt eine
Inschrift: Shepherds Field = Hirtenfeld – auf der
Rückseite des Stadtzentrums. Im heutigen Dorfteil Bet Sahur (Haus der Magier) – das
Feld der Hirten laut der Archäologie. Vom Hirtenfeld bis zur Geburtsgrotte oder
der Höhle oberhalb des Dorfes sind es nur zwei Kilometer. Dies könnte auch
nordöstlich liegen! Efrata, was „die Fruchtbare“
bedeutet, war der ursprüngliche Name von Bethlehem. Am achten Tag bereiteten
sie sich vor, nach Jerusalem zu gehen, um gemäß dem Gesetz von Mose zwei
Turteltauben zu opfern.
Gleichzeitig musste das Kind Jesus beschnitten und gemäß
dem Gesetz registriert werden – dies geschah am 15. Januar 2 v. Chr. Es wurde
eine Volkszählung im römischen Reich durchgeführt, die von Kaiser Augustus
angeordnet wurde. Alle Völker unter römischer Herrschaft mussten gezählt und
registriert werden, sowohl für steuerliche Zwecke als auch für die Rekrutierung
von Soldaten. Für die Juden, einschließlich der Familie Jesu, gab es keine
Ausnahme, und so war Josef gezwungen, nach Bethlehem zu gehen, der Stadt
Davids, wo die römische Registrierungskommission ihren Sitz hatte.
Bethlehem wird oft als „Haus des Brotes“ übersetzt, ein
Hinweis auf die Bedeutung des Ortes in der hebräischen Tradition. Der Weg von
Jerusalem nach Bethlehem beträgt etwa 12 Kilometer, und die Route verläuft
durch hügeliges Gelände. Heute hat Bethlehem etwa 3500 Einwohner, die
vorwiegend christlich sind. Die Stadt ist von einer hohen Mauer umgeben, und es
gibt einen Kontrollpunkt. Zur Zeit der Geburt Jesu war Bethlehem jedoch ein
kleines Dorf mit nur wenigen hundert Einwohnern.
Rahel, die Frau Jakobs, wurde an der Straße nach Efrata begraben, was der alte Name von Bethlehem ist. Diese
Stelle wird in Genesis 35,19 und Micha 5,1-4 erwähnt, und ihre Bedeutung reicht
weit in die frühen Tage der Geschichte Israels zurück.
Die Entfernung von Bethlehem nach Nazareth beträgt
ungefähr 150 Kilometer, was zu Fuß mehrere Tage in Anspruch genommen hätte,
abhängig von den Wetterbedingungen und dem Gelände. Der Weg von Jerusalem nach
Bethlehem war nur etwa 12 Kilometer lang und führte auf einer gut ausgebauten
Straße, die den Reisenden einen schönen Blick auf die umliegenden Hügel bot.
Laut geographischer Lage sollte westlich von Bethlehem ein Bach namens Gilon existieren – vermutlich hat Josef diesen Fluss
gesehen.

Eine alte historische Straße oder ein Weg durch das antike Bethlehem, der
mehr als 2000 Jahre alt ist und in seiner Form bis heute unverändert geblieben
ist.