Liebe Liste,
Jesus hat am Beispiel eines großen Vogelzugs (Kraniche)
die Außenlebenssphäre der Lebewesen erklärt und vor allem auch offenbart, dass
hoch entwickelte Tiergattungen ein sehr weitreichendes und umfangreiches
Vermögen der Witterung von positiven (und damit auch von negativen)
Seelenzuständen anderer Lebewesen haben. Siehe hierzu das vorherige
Kapitel 226 aus dem 10. Band von "das große Evangelium Johannes".
Im hier eingefügten Kapitel 227 setzen sich die
Ausführungen von Jesus über die Kraniche fort, insbesondere über ihre
Wasseraufnahme für den Weiterflug.
[GEJ.10_227,01] Darauf
fragte Mich der Oberstadtrichter: „O Herr und Meister, der Du in allen
Dingen allerhöchst kundig bist, wie brauchen denn diese Vögel das Wasser zu
ihrem Weiterfluge? Denn meines Wissens habe ich wohl allzeit bemerkt, daß die
Vögel im Verhältnis zu ihrer Größe zehnmal mehr Wasser zu sich nehmen als ein
anderes Tier, und doch lassen sie keinen Urin von sich; ich wenigstens habe es noch nie bemerkt, daß irgendein
Vogel gepißt hätte, und Du hast nun gesagt, daß diese Vögel des Wassers zum
Weiterfluge sehr benötigen, während ich der Meinung war, daß das Wasser sie
samt der zu sich genommenen Nahrung nur mehr beschweren und somit ihren
Weiterflug beschwerlicher machen werde!“
[GEJ.10_227,02] Sagte Ich: „Ja siehe, du Mein Freund, der
Meister Seiner Werke muß auch am allerbesten wissen, was sie zu ihrer
zeitweiligen Erhaltung benötigen, und wie ihre Körper eingerichtet sein müssen,
damit sie das verrichten können, wozu sie bestimmt sind. Über das aber, wie ein
Vogel des Wassers zum Fliegen benötigt, wende dich an Meinen, wie du siehst,
noch anwesenden Raphael!“
Jesus bittet den Engel Raphael, der in
Menschengestalt anwesend ist, zu erklären, weshalb die Vögel (hier die Kraniche)
einen großen Wasservorrat in ihren Leibern benötigen.
[GEJ.10_227,03] Auf diese
Worte wandte sich der Oberstadtrichter an den Raphael und bat ihn, daß er ihm
darüber eine kleine Erklärung geben möchte.
[GEJ.10_227,04] Und Raphael sagte: „Das will
ich dir recht gern und in möglichster Kürze tun. Siehe, so ihr ein Lamm oder
eine Ziege, ein Kalb oder auch einen Ochsen schlachtet, so nehmet ihr seine
Eingeweide heraus – das heißt seinen Magen, seine Gedärme und seine Urinblase
–, reinigt alle Teile in eurer Weise und blaset sie dann auf, damit sie aus-
und inwendig trocken werden! Die größeren dieser Hohlorgane gebraucht ihr zu
kleineren Schläuchen und Säcken, und die kleineren gebraucht ihr auch zur
Aufbewahrung von allerlei Samenkörnern und noch andern kleinen Dingen.
[GEJ.10_227,05] So du nun eine solche ausgetrocknete
Urinblase oder auch einen andern Schlauch hier besäßest, so würde ich dir um so
leichter zeigen, wie die Vögel zum Fliegen sich des Wassers bedienen müssen;
aber ich werde schon dafür sorgen, daß zu meiner Erklärung die nötigen
Hilfsmittel zu Gebote stehen werden! Und siehe, da haben wir schon einen
ziemlich großen, mit Wasser gefüllten Schlauch, und in diesen Schlauch wollen
wir nun einige Ingredienzien hineintun, welche die Eigenschaft in sich haben,
den Kohlen- und Sauerstoff im Wasser in sich zu saugen, den reinen Wasserstoff
aber frei zu machen. Und da sind auch schon die Ingredienzien, die dir sicher
bekannt sind; es ist etwas Eisen, Schwefel, Kalk, Salz und Kohle.
Der Engel Raphael erklärt, dass das von den Vögeln
getrunkene Wasser von ihnen chemisch bearbeitet wird: dabei wird der
Wasserstoff isoliert; dieser hat - es ist ein Gas - die Tendenz sich
auszuweiten, d.h. zu steigen. Das kann mit erhitztem Wasser verglichen
werden, das zu stark treibenden Wasserdampf wird.
[GEJ.10_227,06] Nun gebe ich diese (Eisen, Schwefel, Kalk, Salz, Kohle) in das Wasser, – sie befinden sich nun
schon im Wasser, und du vernimmst auch sogleich ein eigentümliches Sausen und
Brausen im Schlauche. Nun nehmen wir eine trockene Blase her; wir werden sie
mit dem leicht aufsteigenden Wasserstoff füllen, – und siehe, die eine Blase
ist schon gefüllt! Nimm sie in deine Hand unten bei der Mündung, und du wirst
es sogleich verspüren, wie sie nach oben zieht; und jetzt laß du sie los, und
beobachte, was sie machen wird!“
In diesem chemischen Prozess wird Wasserstoff frei,
der einen damit gefüllten leichten Behälter wie einen
Luftballon nach oben treibt.
[GEJ.10_227,07] Der
Oberstadtrichter tat das, und die Blase stieg alsbald überaus rasch zu einer
solchen Höhe in die Luft empor, daß sie von niemandem mehr erschaut werden
konnte; imgleichen ward darauf eine andere, größere Blase gefüllt und mit einem
Baumzweige an der Mündung behängt, ward darauf losgelassen und flog sogleich
mit gleicher Raschheit in die Höhe.
[GEJ.10_227,08] Darauf wurden bei zwölf
Blasen mit dem noch vorrätigen Wasserstoff gefüllt und an einen etwas größeren
und schwereren Baumzweig gehängt, mit dem sie ebenfalls in aller Raschheit in die
Höhe flogen.
[GEJ.10_227,09] Als das
Experiment beendet war, sagte Raphael zum Oberstadtrichter: „Hast du nun schon
so einen kleinen Begriff, warum die Vögel sich des Wassers hauptsächlich zum
Fliegen bedienen?“
[GEJ.10_227,10] Sagte
der Oberstadtrichter: „Es geht mir nun schon so ein kleines Lichtlein auf; aber
das Wie, – wie sich die Vögel des Wassers zum Fliegen bedienen, ist mir
natürlich nochunklar.“
[GEJ.10_227,11] Sagte
Raphael: „Siehe, jeder Vogel ist inwendig so eingerichtet, daß er von dem zu
sich genommenen Wasservorrat ebensoviel des reinsten Wasserstoffes, der an und
für sich eine äußerst leichte und feine Luftart ist, erzeugt, als er zum
Fliegen notwendig hat, – was er aus dem Gefühle seines Instinkts auf ein Haar
zu berechnen vermag. Mit diesem feinen Wasserstoff füllt er in einem Augenblick
alle seine größeren und kleineren Federkiele und Knochenröhren und wird darauf
so leicht wie ein Menschenhaar, welches kleine Gewicht er dann mit seinem
Flügelpaare immer leicht besiegt und sich dann in die Höhe erheben kann nach
seinem Belieben.
Bei den Vögeln sind die Behälter für den erzeugten
Wasserstoff die Hohlräume der Federkiele und die Röhrenknochen der Beine und
Flügel. Und der Instinkt der Vögel (die Intuition durch Gott, ihren
Schöpfer) sagt ihnen, wie viel von dem aufgenommen Wasser zur
Erzeugung reinen Wasserstoffs im Körper für ihren Weiterflug benötigt
wird.
[GEJ.10_227,12] Wenn du
dieses nun so recht beachtest, so wirst du auch leicht einsehen, auf welche Art
das Fliegen bei allen jenen Tiergattungen ermöglicht wird, die sich von der
Erde nach ihrem Belieben in die Luft erheben können.
Schaut man in moderne Lexika (Google,
Wikipedia) wird offensichtlich, dass der hier vom Engel Raphael geschilderte
Prozess der Krafterzeugung (Wasserstoff) der Vögel für das Fliegen nicht
bekannt ist. Es wird nur von Aerodynamik geredet, die von den Vögeln
genutzt wird, obwohl jeder Laie sieht, dass Vögel auch gegen die herrschende
Windströmung fliegen können. Die Flugfähigkeit der Vögel wird von der
Wissenschaft nur mit dem Segelflug der Menschen (Gleitflug) verglichen, obwohl
kein Segelflugzeug seine Flügel mit einer eigenen Kraft bewegen kann.
Es herrscht noch immer großes
Unverständnis in den Naturwissenschaften über die Flugfähigkeit der Vögel mit
Eigenantrieb durch einen Wasservorrat im eigenen Körper und der chemischen
Erzeugung von Wasserstoff im eigenen Leib: es ist der
"Treibstoff" der Vögel.
Nur die Technik des Zeppelin zeigt
Ansätze zur Flugtechnik der Vögel, aber der Zeppelin (ein Luftballon) wird
von außen (= künstlich) mit einem Gas gefüllt, damit er fliegen kann: er
erzeugt nicht selbst das Gas, das ihm den Auftrieb für das
Fliegen erlaubt.
Der Vogelflug ist ein sehr illustratives Beispiel
für die großen Wissenslücken, die noch immer überall in den
Naturwissenschaften bestehen.
Dieses Unverständnis hält aber die
Naturwissenschaftler nicht ab zu behaupten, sie hätten die Natur schon gut
ergründet. Das ist Arroganz aller Materialisten in allen Zweigen der
Naturwissenschaften, denn sie ignorieren noch immer den Geist Gottes, der alles
bewirkt, was als Natur und der Kräfte in ihr in Erscheinung tritt. Das ist
sehr gut sichtbar in der Physik der Elementarteilchen (Mikrokosmos) und
auch in der Astrophysik (Makrokosmos).
Nach dieser Offenbarung über die von den Vögeln selbst
erzeugte Energie für ihr Fliegen mit einem eigenen "Kraftstoff"
folgt eine Aussprache über die Flugfähigkeit des Menschen.
Siehe hierzu das folgende Kapitel 228 aus dem 10. Band
von "Das große Evangelium Johannes" der Neuoffenbarung von Jesus
durch Jakob Lorber, Seinem Schreiber nach dem inneren Wort, diktiert von Gott
dem Herrn ab dem Jahr 1840.
Herzlich
Gerd