Ein Leser schrieb uns [Dezember 2015]
Ich gehe davon aus, dass mich ein alter Freund einst bei Giuseppe aus
Italien angemeldet hat, dem ursprünglichen Initiator der Zeitschrift Jakob-Lorber-International. Ich hatte ihm allerdings bereits vor
einigen Jahren zu verstehen gegeben, dass die Lorber-Philosophie
schon vor 2000 Jahren durch die Botschaft Jesu übertroffen wurde. Eigentlich
hatte ich nicht die Absicht, mich auf eine ausführliche theologische Diskussion
einzulassen. Damals habe ich in sehr langen Gesprächen viel über die Lehre Lorbers gehört. Sie schien mir eher der Lehre der Gnostiker
zu ähneln als der Botschaft des Neuen Testaments.
Ich konnte bei meinem Freund beobachten, dass er sich mit der Zeit immer
tiefer in äußerst detaillierte, seltsam verschlüsselte Lehren über Politik,
männliche und weibliche Prinzipien sowie frühere Wiedergeburten vertiefte –
auch über meine angeblichen Wiedergeburten.
Der Stil mancher E-Mails war äußerst verworren. Das alles erschien mir
reichlich kompliziert, besonders im Vergleich mit der Erlösung, die ich
schließlich durch Jesus Christus erfahren durfte. Besonders stieß es mir auf,
dass die Erlösung offenbar nicht geschenkt, sondern durch Werke zu erwerben war
– und dass das Böse und die Materie auf merkwürdige Weise verherrlicht wurden,
sodass es dem Teufel einigermaßen gut, dem Schöpfer hingegen eher schlecht ging
und Christus und der Teufel mitunter miteinander verwechselt wurden. All das
entsprach in keiner Weise der Lehre des Neuen Testaments. Und die Erlösung, die
ich durch Jesus erlebt und erfahren hatte, war so tiefgreifend, dass ich die
Lehre Jakob Lorbers nur als einen Schritt zurück
empfinden konnte.
Dies nur in Kürze. Aber wie gesagt – ich habe das Thema Lorber
für mich abgeschlossen und möchte daher nicht weiter teilnehmen. Den Rundbrief
möchte ich gerne abbestellen und ihn so betrachten, als hätte ich ihn nie
bestellt.
Viele Grüße,
T.D.
Antwort:
Vielen Dank für deine klare Stellungnahme. Du hast deinen Weg bereits
gefunden – und das ist gut so. Jeder findet seinen eigenen Weg. Natürlich muss
man an sich selbst arbeiten – ganz genau, das hast du richtig geschrieben. Im
Grunde ist es nicht entscheidend, auf welche Weise man zu unserem Herrn Jesus
gelangt. Es gibt direkte und indirekte Wege. Es ist schade, dass dich jener
„Freund“ damals verwirrt hat. Ich werde dich jetzt aus dem E-Mail-Verteiler
nehmen. Falls du später doch noch neugierig werden solltest, kannst du
jederzeit unter www.göttliche-neue-offenbarungen.de
unter dem Stichwort Jakob Lorber nachschauen – dort
findest du die monatlichen Rundbriefe.
Ich wünsche dir alles Gute und Gottes Segen.
Herzliche Grüße,
G.
Anmerkung zur obigen Mail und Antwort:
Vielleicht hätte es zu Verstimmung geführt, diesen Leser davon „überzeugen“
zu wollen, dass die Lehre Jakob Lorbers das GRÖSSTE
GESCHENK seines Lebens hätte werden können – wenn er nicht so „blind“ gewesen
wäre. Doch möglicherweise hat er zwei verschiedene Erfahrungen gemacht: eine
negative, die ihn aus der Bahn warf, und eine positive, die ihn auf den rechten
Weg brachte.
Die Lehre Jesu durch Jakob Lorber ist für jeden
Menschen auf Erden geschrieben. („Ich werde wiederkommen auf den Wolken des
Himmels“, sagte Jesus zu Seinen Jüngern.) Für jene, die diese Lehre noch nicht
erreicht hat, hat der Herr – wunderbarerweise – sicherlich noch andere Wege,
wie wir wohl aus seinem Bericht ersehen konnten.
Die Bibel dazu: „Ich habe euch mit Milch getränkt und nicht mit fester
Speise; denn ihr konntet sie damals noch nicht vertragen; ja, ihr könnt sie
auch jetzt noch nicht.“ (1.
Korinther 3,2)
