Warum glauben nur sehr Wenige an das Jesuswerk durch JL?
von Wilfried Schlätz
1.Fragen:
1.1.
Warum lehnen die Kirchen und die Theologen die NO ab?
1.2. Warum lehnen die Naturwissenschaften
die NO ab?
1.3. Warum interessieren sich
nur ganz wenige Menschen für die NO?
2.Antwort;
2.1.
Die Naturwissenschaften haben neue Jahrhundert-Irrtümer entwickelt, so dass es
Jahrhunderte dauern wird, bis diese überwunden sein werden: Unsere Sonne ein
unbewohnbarer Fusionsreaktor mit 20 Millionen Grad Hitze; kein Nachbarplanet
der Erde ist bewohnbar; Die Erde ist kein tierähnlicher Organismus; die Erde
hat keinen Antrieb weder für die Rotation noch für ihren Lauf um die Sonne; die
Rückseiten der Monde und die Saturnringe sind
unbewohnbar Es gibt keinen Äther. Es gibt keine Zentralsonnen. Ebbe und Flut
hängen allein vom Mond (evtl. von der Sonne) ab. Die Erde atmet nicht usw.
2.2. Es gibt Hunderte von
christlichen Theologien, die zum größten Teile die Bibel als Wort Gottes
verwerfen, da sie entweder an den allein echten Gott Jesus-Jehova nicht glauben
bzw. noch nie geglaubt haben, die vor allem die alleinige Gottheit Jesu seit
fast 2000 Jahren verwerfen und bekämpfen. Bultmann: "Die Wunder des NT
sind als Wunder erledigt!" Die Historisch-Kritische Methode( besser.
Theologie) hat die Bibel derart zersetzt, dass von ihr fast nichts mehr übrig
geblieben ist
2.3. Jesus durch Jakob Lorber (JL):
[HiG.02_42.09.10,01
– S.133+134] Was soll es da mit dem „Widerspruche“? – Ich Selbst habe dich ja darauf aufmerksam gemacht! Denn du hast
beim Diktieren fürs erste bei drei Nebenwörtlein
überhört und hast es überhören müssen zufolge der Anschauung und – weil Ich es also gewollt habe.
[HiG.02_42.09.10,02]
Warum aber habe Ich solches gewollt? –
Damit euer Geist einen neuen kleinen Stoß bekommen solle und darum emsiger und
lebendiger suchen solle in dem, was Ich also lebendigst gebe aus Meiner
Liebgnade; und solle Meine Gabe nicht betrachten als eine Alltagskomödie.
[HiG.02_42.09.10,03]
Fürs zweite aber ist da ein kleiner Widerspruch entstanden, weil du bei Meiner
Vorsprache zufolge einiger vorgefallener äußerer Störungen einen Umstand
nachzutragen vergessen hast, da Ich doch laut genug bei der letzten
Bewohnbarkeitsanzeige beigesetzt habe und sagte: „Und zwar besonders einiger Kontinentländer, und zwar deren südlichere Teile.“
[HiG.02_42.09.10,04]
Aber du fragst, warum Ich dich denn
nicht sogleich darauf habe aufmerksam machen wollen? – Siehe, Meine Schule ist
eine andere als die der Menschen auf der Welt! – Ich lasse daher
solches oft geflissentlich zu und lege, wo es immer nur sein kann, den
„verworfenen Eckstein“ auf alle Meine Wege, damit daran die Welt ihr Gericht
finden solle. So aber dann jemand zu Mir kommt und bittet Mich um die
Wegräumung des Ecksteines, so will Ich solches ja auch tun. Aber nur hüte
sich da ein jeder vor Bemerkungen!
[HiG.02_42.09.10,05]
Wohl dem, der korrigiert nach Meiner Angabe! Denn der wird das Licht
überkommen. Wer aber Mir wollte die
Zulassung solch kleiner Widersprüche zum Vorwurfe machen, der soll mit dem
Unglauben bestraft werden!
[HiG.02_42.09.10,06]
Was immer da geschieht, hat seinen weisen und liebevollsten Grund. Daher
soll dir auch an Meinem Urteile mehr als an dem der Welt gelegen sein! – Was
Ich gebe, das gebe Ich nicht der Welt zu einem Vorteile, sondern nur zum
gerichtlichen Anstoße!
[HiG.02_42.09.10,07]
Daher tue, was Ich dir sage; und bedenke nie, was dereinst die Welt dazu sagen
möchte! Denn Meine Gabe soll nicht vom Verstande, sondern vom Herzen in den
Geist lebendig aufgenommen sein. Allda wird sich die rechte Ordnung
schon vorfinden! – Verstehet solches wohl und beachtet es! Amen.
2.4.
Jesus durch JL:
[HiG.02_42.10.30,0 – S.137bis 140] Also
schreibe denn, du Sohn Adams, der du noch Feuer vom Himmel rufest, wenn du
irgend bemängelt wirst, darum du aus altem Grund ein wahrer Jakob bist!
[HiG.02_42.10.30,02]
Siehe Mich an! Was alles haben die
Menschen schon aus Mir gemacht! Wie oft wurde Ich ein Betrüger, ein
Volksaufwiegler, ein israelitischer Faulenzer, Vagabund, Sonderling, Narr, ein
Zauberer, ja sogar ein Diener Beelzebubs genannt! Ja
selbst in dieser jetzigen Zeit geht es Mir auf der Erde um kein Haar besser.
Man verhöhnt, verlacht und verspottet Mich allerorts. Oder man leugnet Mich
ganz und vernichtet dadurch auch sicher bis aufs letzte Häkchen Mein Wort und
somit auch alle Meine Gnade und Erbarmung. Wo Mir aber noch allenfalls
zum Scheine gedient wird, da brauche Ich dir nicht näher zu bezeichnen, wie ein
solcher Dienst an und für sich zu allermeist bestellt ist. Denn solches kennst
du wohl schon zum meisten Teile!
[HiG.02_42.10.30,03]
Und siehe, dennoch lasse Ich nicht Schwefel und Feuer vom Himmel regnen! –
Also sei auch du sanft und bescheiden und sei allezeit voll Liebe, Sanftmut und
Geduld gegen deine Brüder und Schwestern, so wirst du allezeit mehr richten mit
ihnen als durch Schwefel und Feuer vom Himmel!
[HiG.02_42.10.30,04]
Wenn der Ans. H.-W. hier und da so manches beanstandet, so müssen wir ihm darum
noch nicht gram werden. Er tut es ja nicht, um dich zu verdächtigen; sondern
nur des Lichtes wegen tut er es. Darum also, Jakob, noch kein Feuer vom Himmel!
Darum also ist es noch nicht nötig, dass du Mir deshalb das Amt der Gnade
zurückgeben willst. Sondern fahre du nur fort! Es wird das rechte Licht über
einen jeden äußerlich scheinenden Widerspruch schon zu rechter Zeit und am
rechten Platze vorkommen.
[HiG.02_42.10.30,05] „Denn so jenes, das erste, untadelhaft
gewesen wäre, würde nicht Raum zu einem andern gesucht!“ (Hebr.8,7) – Solches
sollst du wohl verstehen und beachten, warum das Alte Testament getadelt und
ihm gesetzt wird ein Neues! – Siehe also auch hier! – Drei Körner werden ins Erdreich gesetzt und bringen zehnfältige Frucht. Warum nicht
dreifältige? Warum müssen die drei
gesetzten Körner in der Erde ehedem „vertadelt“
werden, ja warum zu Grunde gehen, um den neuen zehn Kindern freies Emporwachsen zu gewähren?
[HiG.02_42.10.30,06]
Bei euch widersprechen sich drei und
zehn wohl eurer Härte willen;
aber nicht also ist es bei Mir. Denn in Meinem Reiche sind tausend wie eins,
und eins gleich unendlich vielen!
[Es ging hier hauptsächlich um den Widerspruch zwischen: NS 1,4: "Der damals noch unbekannte
Planet Neptun hat 3 Monde" und NS 53,7: "Der Neptun hat 10
Monde". Aufklärung: Der Neptun hat 3 Hauptmonde, die insgesamt noch 7 Mondsmonde haben.]
[HiG.02_42.10.30,07]
Daher warte du auch nur geduldig ab und traue es Mir zu, dass Ich im Ernste allerhöchst weise bin. So wird sich am rechten Platze wohl
zeigen, warum da im ersten „Testamente“ drei,
und im jetzigen, gleichsam neuen,
zehn Monde stehen!
[HiG.02_42.10.30,08]
Damit du Mir aber nicht wieder in ein unnötiges Feuer gerätst, so sage Ich dir im voraus, dass da in der Veroffenbarung
der „Sonne“ noch ein paar Beschaffenheitswidersprüche vorkommen und noch ein
paar vorkommen werden. Wenn aber die „Sonne“ wird vollendet sein, so werden
sich alle Widersprüche lösen!
[HiG.02_42.10.30,09]
Daher sollst du nicht feurig und der Ans. H.-W. nicht ängstlich werden! Denn
was du empfängst, ist Meine Sache. Und Ich werde schon in allem Sorge zu tragen
wissen, dass sie die Sache wird, wie sie sein soll. Du aber tust hinreichend,
so du Meinen Willen erfüllest.
[HiG.02_42.10.30,10]
Mit dem Verstande aber bleibe ein jeder hübsch ferne von Meiner Gabe!
Sonst gleicht er dem Samen, der da aus der Hand des Sämanns fiel unter Dornen
und Disteln. Denn im Verstande ist die Wohnung von allerlei Sorgen. Wer demnach Mein Wort mit seinem
Verstande statt mit seinem Herzen bemisst, der wird schwerlich je die Früchte
aus Meinem Samen ernten.
[HiG.02_42.10.30,11]
Bedenke zum Beispiel: Beim Matthäus kommen zwei Weiber zum Grabe; ein Erdbeben
geschieht; ein Engel erscheint, wälzt den Stein vom Grabe, setzet sich darauf
und gibt den zwei Weibern Bescheid von Mir.
[HiG.02_42.10.30,12]
Beim Markus kommen drei Weiber, kümmern sich des Steines wegen; dieser wird
durch eine unsichtbare Macht hinweg getan, und sie gehen dann ins Grab, finden
da einen Jüngling mit einem weißen Hemde zur Rechten sitzen, welcher sie
tröstet und ihnen über Mich Auskunft gibt.
[HiG.02_42.10.30,13]
Beim Lukas kommen mehrere ungenannte Weiber, mit Spezereien sogar, und finden
den Stein schon abgewälzt, gehen sogleich ins Grab hinein, finden da noch
niemanden; nach einer Weile, da sie sich schon gekümmert hatten, treten zu
ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern und geben ihnen Auskunft über Mich.“
[HiG.02_42.10.30,14]
Beim Johannes kommt nur ein Weib, die Magdalena nämlich, findet das Grab offen,
aber niemanden darinnen. Darum läuft sie zu Petrus.
Der Petrus und die andern Jünger kommen eiligst zum Grabe, finden außer den
zusammengelegten Leichentüchern nichts und gehen sodann wieder nach Hause.
Nachher erst guckt die weinende Magdalena ins Grab und erblickt zum Kopfe und
zu den Füßen zwei Engel in weißen Kleidern, die bloß nur fragen: Weib, was
weinest du? – Und nach der Beantwortung dieser Frage bin auch Ich schon hinter
ihr!
[HiG.02_42.10.30,15]
Wer da äußerlich, rein weltgeschichtlich nach seinem Verstande urteilt, was muss
der bei diesen vier sehr verschiedenen Angaben wohl notwendig finden, so er
recht spitzkritisch zu Werke gehen will!?
[Siehe auch: 3.HiG vom 27.März 1842, S.146 – 152: "Die vier
Evangelien über die Auferstehung des Herrn"
[HiG.02_42.10.30,16]
Ich sage dir: Entweder den Tod seines Verstandes oder den Tod seines Glaubens!
– Den Tod seines Verstandes, so er da
ein göttliches Geheimnis ahnet und stellt solches Meiner Weisheit und Allmacht
anheim. Den Tod des Glaubens aber, so er spricht: „So das Faktum authentisch
wäre, da müssten über dasselbe nicht nur vier, sondern hundert
Geschichtszeichner in der Zahl, in der Art, in den Worten und überhaupt in
allem völlig übereinstimmen. Von den vier Geschichtszeichnern aber sagt jeder
etwas ganz anderes! Welcher hat recht? Keiner! Und somit glaube ich auch
nichts!“
[HiG.02_42.10.30,17]
Siehe, es soll aber weder der Verstand noch der Glaube getötet werden! – Wie
aber kann solches geschehen? – Ich sage dir: Allein durch Liebe, Demut,
Sanftmut und Geduld!
[HiG.02_42.10.30,18]
Wenn diese vier eins werden im Menschen, da wird auch des lebendigen Lichtes in
größter Menge werden im Herzen, in welchem sich alle Widersprüche lösen werden!
[HiG.02_42.10.30,19]
Beachtet das, so werdet auch ihr ins Reine und Klare kommen! – So ihr aber mit eurem Verstande wollet
Meine Schatzgräber sein, wahrlich, dann sollet ihr nichts denn Unrat finden!
[HiG.02_42.10.30,20]
Denn Meine Gaben sind nur fürs Herz, nicht aber etwa vorerst für den
Verstand bemessen! – Wer da will
sein Herz aber durch den Verstand wecken, der sei versichert, dass er es nur
tötet. Denn schwächer ist wohl keine Liebe als die des Verstandes!
[HiG.02_42.10.30,21]
Wer aber das Leben überkommen will,
der liebe und glaube sanft und geduldig! Und er fordere von Mir nicht wie von einem
schlechten Sachverwalter eine unzeitige Rechenschaft! Denn wahre Kinder lieben
den Vater und hadern nicht mit Ihm!
[HiG.02_42.10.30,22]
Solches verstehet wohl! Amen.
2.5.Jesus hat also bewusst und
absichtlich in die NO durch JL kleine Widersprüche und sogar Fehler eingebaut bzw, zugelassen (siehe auch den Aufsatz: A3255 plus A3058a
und die Widersprüche zwischen JJ 298 und DTT 32), um dem Weltverstand
einen Eckstein in den Weg zu legen, an dem er zerschellt und darin sein Gericht
finden soll! Der Weltverstand will ein äußeres mathematisches, völlig
fehlerfreies Werk! Jesus aber gab ein Himmlisches Werk für den GEIST und hat
geflissentlich Stolpersteine eingebaut, damit unser GEIST immer wieder einen
kleinen Stoß bekommen soll, um desto lebendiger und emsiger zu suchen. Der
Weltverstand stößt sich an diesen kleinen Widersprüchen und Fehlern und nimmt
diese als Anlass, die gesamte NO zu verspotten und zu verwerfen. Aber
dadurch wird er mit dem UNGLAUBEN bestraft und geht für lange Zeiten an seinem
Heil vorbei!
2.6.Weil die NO Jesu durch JL ein
echtes Wort Jesu ist, daher wird sie von Satan mit allen Mitteln bekämpft, um
sie unglaubwürdig und lächerlich und somit wirkungslos zu machen, weil
die NO für Satan die größte Gefahr darstellt! Genau so, wie Satan damals Jesus
bekämpft hat, so bekämpft er jetzt diese geistige Wiederkunft Jesu mit allen
Mitteln.
2.7. Die
naturwissenschaftlichen Wahrheiten der NO stehen im größten Widerspruch zu den
heutigen Jahrhundert-Irrtünern der heutigen
Naturwissenschaften, so dass der Weltverstand, der sich allein auf die heutige
Schulweisheit gründet, die NO als absurd und als Quatsch verwerfen kann!
2.8. Die geistigen und
göttlichen Wahrheiten der NO stehen nicht im Widerspruch zu der Bibel,
insbesondere nicht zum bilblischen Joh-Ev. , wohl aber im diametralen und größten Gegensatz zu
den heutigen Bibel-Interpretationen! Gerade das einzig echte bibl. Joh. Ev wird als unechtes Machwerk von griechisch Theologen 100
Jahre nach Jesus von den heutigen Theologen als das unechteste und falscheste
Evangelium verworfen!
2.9. Jesus durch JL:
1.RB 35. Kapitel – Doppeltes Erkenntnisvermögen des Menschen. Nur
das Licht des Geistes verschafft wahren Glauben. Übung und Sittenreinheit.
[RB.01_035,01] Rede Ich: „Mein Freund, solange der Mensch bloß aus
seinem Verstande heraus Definitionen macht, kann er vom Glauben und vom Gebet
auch keine andere Meinung haben, als du sie Mir sehr unumwunden kundgegeben
hast. Denn des Menschen Kopfverstand hat keinen andern Weg, als den der materiellen
Anschauung und sinnlichen Betastung. Ein geistig
lebensvoller Glaube aber kann in einem sinnlichen Gemüt ebenso wenig Wurzeln
fassen, wie ein Weizenkorn auf einem Granitfelsen. Wohl hat es da eine feste
Unterlage; aber weil der harte Fels keine Feuchtigkeit hat, die das Weizenkorn
auflöst und den Keim frei macht, so bleibt das Korn auf dem harten Felsen eine
Zeitlang was es war. Mit der Zeit jedoch stirbt es dann gänzlich ab, weil es
keine Nahrung hat. Was nützt dir all dein Wissen und deines Verstandes Gehorsam,
den du Glauben nennst, so dein Geist keinen Anteil daran nimmt?
[RB.01_035,02] Siehe, jeder
Mensch hat ein doppeltes Erkenntnisvermögen: ein äußeres, das ist der Kopf-
oder eigentliche äußere Seelenverstand. Mit diesem Erkenntnisvermögen lässt sich
nie das göttliche Wesen erfassen und begreifen, weil es der Seele gerade nur
darum gegeben ward, um den Geist in ihr von der Gottheit vorderhand zu trennen
und ihm diese auf eine Zeitlang verborgen zu machen. Will nun eine Seele mit
diesem alleinigen negativen Vermögen Gott suchen und finden, entfernt sie sich
stets desto weiter vom Ziele, je hartnäckiger sie auf diesem Wege dasselbe
verfolgt.
[RB.01_035,03] Aber die Seele hat noch ein anderes Vermögen,
das nicht in ihrem Kopfe, sondern in ihrem Herzen wohnt. Dieses Vermögen heißt
inneres Gemüt und besteht aus einem ganz eigenen Willen, aus der Liebe und aus
einer diesen beiden Gemütselementen entsprechenden Vorstellungskraft. Hat diese
einmal den Begriff vom Dasein Gottes in sich aufgenommen, so wird er dann
sogleich von der Liebe umfaßt und durch ihren Willen
festgehalten, – welches Festhalten dann erst ,glauben‘ heißt.
[RB.01_035,04] Durch
diesen Glauben, der lebendig ist, wird der wahre Geist erweckt. Der beschaut
dann seinen Erwecker, erkennt und ergreift ihn
sogleich, richtet sich darnach auf wie ein mächtig
Licht aus Gott und durchdringt dann die Seele und umwandelt in ihr alles ins
Licht. Und dieses Licht ist dann der eigentliche Glaube, durch den jede Seele
selig werden kann.
[RB.01_035,05] Hast du je von diesem allein wahren Glauben etwas
vernommen? Du sprichst in dir: Nein, diese Art des Glaubens ist mir völlig
fremd; denn ein Denken im Herzen kommt mir völlig unmöglich vor! – Ja, so ist
es auch! Es muss dir diese Sache unmöglich vorkommen.
[RB.01_035,06] Um im Herzen denken zu können, muss man eine eigene
Übung haben; diese besteht in der stets erneuerten Erweckung der Liebe zu Gott.
Durch diese Erweckung wird das Herz gestärkt und erweitert, wodurch dann des
Geistes Bande lockerer werden, so daß sein Licht
(denn jeder Geist ist ein Licht aus Gott) sich stets mehr und freier entwickeln
kann. Fängt dann des Geistes Licht an, die eigentliche Lebenskammer des
Herzens zu erhellen, so werden auch die zahllosen Urtypen in rein-geistigen
Formen an den ebenfalls zahllosen Wänden des Lebenskämmerleins stets deutlicher
ausgeprägt und der Seele beschaulich gemacht. Und siehe, diese Beschauung der
Seele in ihrem Herzen ist dann ein neues Denken. Die Seele gelangt da zu neuen
Begriffen und zu großen und klaren Vorstellungen. Ihr Sehkreis erweitert sich
mit jedem Pulsschlag. Die Steine des Anstoßes verschwinden nach dem Maße, wie
der Kopfverstand verstummt. Da ist dann kein Fragen nach Beweisen mehr. Denn
das Licht des Geistes erleuchtet die inneren Formen also, daß
sie nach keiner Seite hin einen Schatten werfen. Somit wird auch alles, was
einem Zweifel nur wie im leisesten Hauche ähnlich wäre, für ewig verbannt.
[RB.01_035,07] Und so ist denn auch ein Glaube, der so gestaltig im Herzen und nicht im Kopfe seinen Sitz hat, ein
wahrer und lebendiger Glaube zu nennen: wahr, weil er dem untrüglichen Licht
des Geistes entstammt, und lebendig, weil im Menschen nur der Geist im wahrsten
Sinne lebendig ist!
[RB.01_035,08] In diesem Glauben aber liegt dann auch jene
außerordentliche Kraft, von der in den Evangelien zweimal die Rede ist.
[RB.01_035,09] Um aber zu diesem alleinseligmachenden Glauben zu
gelangen, muss man bei vorerwähnter Übung aufs ernsteste bestrebt sein, darin
sobald als möglich eine rechte Fertigkeit zu erlangen. Denn wenn der Mensch zu
sehr und zu lange nur für die Ausbildung des Kopfverstandes und durch diesen
nur für irdische Zwecke und Wohlfahrten gesorgt hat, da muss es einem solchen
Menschen völlig unmöglich vorkommen, auch im Herzen denken zu können.
[RB.01_035,10] Ferner muss man sich auch der Sittenreinheit zu
erfreuen vollen Grund haben. Man darf kein Schwelger und hauptsächlich kein
fleischlicher Unzüchtler sein. Denn Unzucht und
Hurerei tötet entweder beinahe ganz den Geist, oder, wenn sie schon den Geist
nicht zu töten vermag, so verhindert sie doch für alle Zeiten die freie
Entwicklung seines Lichtes. Woher es denn auch kommt, dass solche Unzüchtler, besonders in vorgerückten Jahren ganz
stumpfsinnig werden und ihrem matten Leben nur dann noch ein heiteres Augenblickchen abgewinnen, so sie ein wenig geschwelgt und
irgendeine Maid angegafft und betastet haben.
[RB.01_035,11] War solches bei dir etwa gar nicht der Fall in der
späteren Zeit, da du doch das weibliche Geschlecht ohnehin als nur zum alleinigen
Lustzweck bestimmt ansahst. Fandest du nicht auch in solchen unlautersten
Genüssen die eigentliche irdische Glückseligkeit? Und wenn du nun zu einer rein
geistigen Seligkeit übergehen sollst, da gibt es in dir nun beinahe keinen
Grund, auf dem man etwas bauen könnte. Denn siehe, rings um dich herum ist
alles leer, so leer wie in deinem Herzen und ebenso wesenlos wie in deines
Herzens Lebenskammern.
[RB.01_035,12] Sage, woher werden wir nun Stoff nehmen, um in dir
einen ganz neuen Menschen aufzubauen? Rede nun wieder und schaffe Rat!“
2.10. Die Studenten sind von
Schule und Uni mit allen diesen Irrtümern sowohl der Naturwissenschaften als
auch der heutigen Theologie voll gestopft worden und
sind daher nicht mehr in der Lage, an die für sie unglaublichen
Wahrheiten der NO zu glauben! Jesus hat Seine NO zunächst nur für den
Herzensverstand gegeben und nicht für den Kopfverstand, der ja nach 1.RB 35,1
ff nur dazu da ist, um den Menschen zunächst von Gott, d.h. von Jesus zu
trennen. Der Kopfverstand ist die Basis für unseren Hochmut und unsere
Besserwisserei! Je mehr sich die Menschen in die Grundirrtüner
der Naturwissenschaften und der Theologie begründen, desto mehr entfernen sie
sich von Jesus und von Seiner NO! Und es wird noch Jahrhunderte brauchen, bis
sich diese Grundwahrheiten der NO durchsetzen werden! Denke allein nur an die
falsche Trinitätslehre, die seit fast 2000 Jahren die Menschen an einem wahren
Glauben an die alleinige Gottheit Jesu hindert! Jesus Selbst hat in drei Jahren
schwerster Arbeit, nur wenige Dutzend Menschen aufklären und bekehren können.
Judas war drei Jahre lang dabei und hat nichts begriffen, weil er das
GOLD also die WELT über alles liebte! Er wollte Jesus provozieren und in eine
echte Lebensgefahr bringen, damit Jesus endlich gezwungen ist, der neue
römische Kaiser zu werden, auf dass dann Judas wenigstens Vizekaiser werden
kann!