JESUS – unser Heiland
und Retter der Welt
Diese Offenbarungen sind laut Joh. 14.21 durch das Innere Wort
empfangen von Johannes Widmann
und für privaten Gebrauch bestimmt. Alle Rechte vorbehalten!
Mögen diese
Offenbarungen vielen Menschen in unserer Zeit Licht und Kraft geben, den
Heilsplan Gottes zu erfüllen!
Ihr
Bruder Johannes
Es kann keiner sagen: "Der Herr ist JESUS", außer im
Heiligen Geist.
Es gibt verschiedene Zuteilungen von Geistgaben, doch nur einen
Geist; es gibt verschiedene Dienste, doch nur einen Herrn; es gibt verschiedene
Wirkungen, jedoch nur einen Gott, der alles in allen wirkt. (Kor 12,3-4)
INHALTSVERZEICHNIS
Es wird
eine Zeit kommen wie einst zu Noahs Zeit
..........................................
1
Liebet eure Freunde
und liebet auch eure Feinde ........................................... 2
Was löscht die
Sünden der Welt ...................................................................... 4
Ihr
werdet in Meinem Namen große Dinge tun
................................................ 5
Betrachtet
Meine Menschwerdung
.................................................................. 8
Was
würdet ihr sagen, wenn Ich als kleines
Betrachtet
Mich als Meister und euch als Jünger
............................................ 13
Ich bin
von der Erde erhöht und doch komme Ich wieder ............................... 15
Betrachtet
Adam und Eva vor dem Fall
........................................................... 17
Von
Meiner Menschwerdung
........................................................................... 21
Woran
erkennt ihr, daß Ich euch liebe
............................................................. 23
Stehet
auch ihr unter dem Kreuz von Golgatha
............................................... 24
Betrachtet
die Engel und euch Menschen ...................................................... 26
Vom
Geist des Herrn und vom Geist der Welt
................................................. 29
Vom
Wasser und Wein einst in Kanaan
........................................................... 32
Betrachtet
den Heiligen Christophorus
........................................................... 35
Betrachtet
das Wunder von Kanaan
............................................................... 37
Betrachtet
den Fischfang der Apostel ............................................................. 40
Ihr
könntet fragen, wer wohl in Meinem Himmel die Größten sind .................. 41
Vom
Vater und vom Kind
................................................................................. 44
Betrachtet
Krankheiten und ihre Heilung ......................................................... 47
Gut und
Böse ringen um die Menschenherzen
................................................ 49
Einst
trat ein Engel zur Jungfrau Maria -
wie
es heißt, der Engel des Herrn
......................................................... 52
Betrachtet
die Hirten, wie sie einst zu Meiner Krippe kamen ........................... 54
Judas
und Johannes ........................................................................................ 55
Von den
klugen und den törichten Jungfrauen
................................................ 57
Warum
bin Ich einst an das Kreuz gegangen
.................................................. 58
Betrachtet
Johannes am Jordan ...................................................................... 60
Johannes
taufte zur Buße, Ich aber mit dem Feuer des Heiligen Geistes ....... 61
Betrachtet
die Totenerweckung des Lazarus
................................................... 64
Betrachtet
das Selbstgericht des Judas Iskariot
.............................................. 64
G E B E T.
JESUS, göttlicher Meister, Du bist die Wahrheit, Du bist
das Licht, Du bist das Leben selbst. Was sind wir? Wir sind arm an Licht, an
Leben, an Heil, Wir wollen uns tief in Dich versenken, der Du alles in allem
bist. Wir, das Nichts, versenken uns in das Alles, in Dein Alles, in die Fülle
Deines Wesens, in die Fülle Deiner Gnade, in die Fülle Deines Vermögens. Sei Du
ganz in uns, wir ganz in Dir. Sei Du unser Leben und alle Äußerung. Amen
Noah baute sich eine Arche. Darin wurden er und seine
Familie mit allen darin Eingeschlossenen gerettet. Ich aber sage euch: Ich bin
der Leib, in den ihr eingegliedert werden sollt. ICH BIN DIE ARCHE. Alle, die
in Mir sind, werden bewahrt bleiben. Sehet, ihr seid Meine Glieder, Ich bin der
große Leib. Lebet und webet in Mir, Ich lebe und webe in euch. Strebt hin zu
Mir, Ich lebe dann in euch.
Die drei Weisen brachten Mir drei Gaben: ihr Herz, ihren
Verstand und Willen. Fortan war Ich ihre Liebe, ihre Weisheit und ihr Werk.
Schenkt euch Mir hin, und fortan will Ich in euch leben.
Wieviele Menschen sind heute schon die lebendigen Glieder
Meines Leibes? Eine Minderheit, die wirklich auf Mich nur hinleben, damit in
Mir leben, in denen Ich selbst leben kann. Wer von euch kann sagen, daß Ich
allein euer Meister, allein euer Vorbild, allein eure Kraft, allein euer
Gelingen bin?
Wer ganz Mir lebt, in dem will Ich selber leben. Keiner
lebe sich selbst, lebet ihr, lebet Meiner, so will Ich euer Leben sein. Sehet,
Ich habe viele Menschen, die verehren Mich, sie preisen sogar Meinen Namen.
Aber Ich habe Wenige, die so Mir leben, so für Mich leben, so zu Mir hinleben,
daß Ich selbst ihr Leben bin, daß Ich selbst in ihnen auferstehe, sie
1
somit
Teile Meines heiligen Leibes sind.
Ich sagte, Noah und die Seinen wurden gerettet durch die
Einkehr in die Arche, und alles, was in Mir ist und in Mir bleibt, ist bereits
im neuen Himmel und ist, indem es in Mir ist, versiegelt, versiegelt für den
Tag des Heiles. Schenket Mir - wie die drei Weisen - eure dreifache Gabe: Gold
- euer Herz, Weihrauch - eure Gedanken, Myrrhe - Mir dienen auch bis ins Leiden
hin.
Schenkt ihr Mir Herz, Vernunft und Wille, so gebt ihr Mir
die königliche Gabe. Was Mein ist, das erfülle Ich, da setze Ich das Meine
statt dem Euren ein. Ihr habt Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Macht. So
lebe Ich in euch und ihr in Mir.
Ich sage euch, wenn ihr alle Meine lebendigen Glieder seid
- Ich schütze Mein Eigentum, Ich erfülle es, Ich bestimme es, Ich erhalte es
wunderbar -, so beginnt in denen, die in Meinem Leibe sind, das neue
Gottesreich schon hier. Und dieser Mein Leib wird zunehmen an Gliedern und wird
vollendet sein, wenn Ich wiederkomme. Meine Braut, Mein großer Leib, harret
Meiner, und Ich komme als das Haupt selbst in Macht, Kraft und Herrlichkeit zu
Meinem Leib, mit dem Ich Mich vermähle. Und alle, die in Mir sind, werden mit
Mir eines sein. Ich werde der König dieses Reiches sein auf Erden, und dieses
Reich wird kein Ende finden. Amen
B - LIEBET EURE FREUNDE - UND
LIEBET AUCH EURE FEINDE
Liebt ihr wirklich eure Freunde - und liebt ihr auch
wirklich eure Feinde?
Sehet: wer seine Freunde nicht liebt, ist ungerecht, wer
seine Freunde aber liebt, ist gerecht. Wer aber seine Feinde liebt, der ist
barmherzig - und sein ist auch Meine Gnade.
Aber ihr wißt: es gibt Menschen, sie lieben nicht einmal
ihre Freunde und sind damit ungerecht vor Mir. Die aber sogar ihre Feinde
lieben, sind Kinder Meines Erbarmens und allzeit Meines Erbarmens wert. Ihr
seid in Erbarmen selbst aufgenommen von Mir, und erbarmet ihr euch in
Feindesliebe
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der
Feinde, seid ihr Meines Leibes Glied, ihr seid die Meinen.
Scheltet nicht die Feinde, erbarmet euch ihrer, daß ihr
Meine Kinder, Meine Lieblinge seid. Denn die Barmherzigkeit macht euch zu
Meines Leibes Gliedern, macht euch zu Erben des Himmels, macht euch zu Meinen
Bräuten. So liebte Ich euch zuerst auch als Meine Feinde, denn ihr lebtet in
der Sünde, und Ich habe euch Erbarmung geschenkt. Und [so-]wie ihr eure Feinde
auch liebt, ihnen Barmherzigkeit angedeihen lasset, lasset ihr Meine Liebe über
sie kommen, und Meine Liebe bleibt in euch und ihr bleibet in Mir.
Wie aber sollt ihr eure Freunde und eure Feinde lieben?
Freunde geben euch Gutes, gebt ihnen auch Gutes. Das ist gerecht. Feinde geben
euch Schlechtes, so gebt ihnen einseitig Gutes, [auf-]daß ihr Meine Kinder seid
und Meiner Gnade selbst ewig wert. Gutes für Schlechtes - das ist Feindesliebe,
das ist Barmherzigkeit, das macht euch als Meine besonderen Kinder vor Mir
Meiner Barmherzigkeit wert.
Es ist selbstverständlich, daß ihr für Gutes Gutes gebet.
Aber es ist sicherlich nicht ganz selbstverständlich, daß ihr für Böses Gutes
tuet. Aber das macht euch zu Meinen Kindern, zu Meines Leibes Gliedern, zu
Erben Meines Reiches, Wollt ihr Böses mit Bösem vermehren, so ist Meine Liebe
nicht in euch. Wollt ihr Gutes für Böses tun, so nehmt ihr das Reich Gottes mit
großer Gewalt in euch auf, denn Barmherzigkeit ist die große Gewalt, die den
Himmel an sich zieht. Wie ihr zu euren Feinden seid, so muß Ich ewig zu euch
sein.
Tuet Gutes jedermann, und ihr werdet Meine Kinder nicht nur
heißen, sondern sein. Ihr werdet in Meinem Leib Stücke Meines Leibes sein, und
damit ist euch das Himmelreich gesichert, denn wer in Mir ist, ist im
Himmelreich und lebt damit im ewigen Leben.
Sehet, Ich habe auf Erden nur Gutes getan an Freund und
Feind. Nehmt Mich zum Vorbild, wie Ich mit euch verkehre. Ihr wollt doch, daß
Ich euch nur Gutes tue - so tut es in
Meinem Namen auch den Nächsten, und Ich verspreche euch, Ich lasse kein Gericht
über euch zu. Ich werde immer
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voll Erbarmen mit euch sein und euch bewahren vor allem Übel,
denn ihr gebet nur Gutes, sei es Freund oder Feind. Ihr seid barmherzig und all
Meiner Erbarmung wert, und kein Gericht wird euch niederwerfen. Amen
Maria Magdalena liebte die Welt, und die Liebe zur Welt
machte sie zur Sünderin. Maria Magdalena liebte dann Mich, und sie wurde eine
heilige Maria Magdalena. Darin seht ihr den großen Unterschied. Wer die Welt
liebt um der Welt willen, ist ein Sünder. Wer Mich liebt, das Heilige, wird
darin geheiligt, ein Gerechter. Und Ich sage euch, die Liebe zur Welt macht den
Menschen sehr mangelhaft, die Liebe zu Mir macht ihn tugendsam. Und ein Mensch,
der Mich nicht liebt, fürwahr, er lebt in der Sünde, das heißt, er verehrt, er
betet die Welt an, er liebt die Welt aus ganzem Herzen. Wer aber Mich liebt,
schenkt die Liebe Mir und wird Meine Liebe aus Dankbarkeit zurückempfangen. Und
alle, die Mich so lieben, in denen ist Mein Geist, und Ich mache sie somit
gerecht.
Mich lieben, machte eine Magdalena zur Maria, zur heiligen
Maria Magdalena. Und so sage Ich euch: die Liebe, zu Mir gewandt, heiligt euch.
Ihr schenkt Mir eure Liebe, Ich schenke euch Meine Liebe. Ihr schenkt Mir einen
Teil eurer und Meiner Liebe zurück, und so wird eure Liebe in Mir vollkommen.
Habt nicht lieb, was in der Welt ist, denn sonst kann Meine Liebe nicht in euch
sein. Liebet Mich, und ihr werdet vollkommen in Meiner Liebe. Was heißt, die
Welt lieben?
Das heißt es: die Welt an Meine Stelle setzen, der Welt
eine endgültige, endliche Liebe schenken. Liebt Mich als euer erstes und als
letztes Ziel, als Anfang und Ende, liebt Mich als Ausgang, Vater, und als Ziel,
als Bräutigam, und als Beistand, daß Ich mit euch bin. Die Mich lieben, sind
eines mit Mir. Sie geben Mir ihre Liebe, Ich gebe ihnen Meine Liebe zurück, und
Meine Liebe macht sie in allem Guten mächtig.
So sage Ich euch, die die Welt lieben anstatt Mich, sind
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der
Magdalena gleich. Die aber MICH lieben, wie die bekehrte Magdalena, sie
gleichen nun den Heiligen. Sie lieben den Heiligen, und Meine heilige Liebe ist
in ihnen, sie heiligt sie.
Maria Magdalena liebte sich in der Welt. Später liebte sie
Mich als ihr Ich und Leben - das ist ihre Bekehrung. Wer die Welt liebt, liebt
sich in der Welt. Wer Mich liebt, liebt Mich als sein Ich und Leben. So war
Maria Magdalena in ihrer Weltliebe ganz voll Eigenliebe, und diese Eigenliebe
und Weltliebe hatte sie ganz gefangen genommen. Die bekehrte Magdalena liebte
Mich so sehr und alles durch Mich und sich nur in Mir, Mich als ihr Ich und
Leben, Ich bin ihr Haupt, Ich bin ihr Herz, Ich bin ihr Wille, Ich bin alles
ihr geworden.
Und so sage Ich euch, zwischen weltlicher Eigenliebe und
Gottesliebe, die Mich als ihr Ich sucht, schwanken die Menschen.
Selbstverleugnung und Weltverleugnung ist Mein Joch, und das Herz frei zu haben
für Mich, daß Ich euer Ich und Leben werde, daß Ich das Wesen eures Wesens und
das Leben eures Lebens werde, denn dann bin Ich in euch und wirke durch euch
vollmächtig.
Maria Magdalena, die große Sünderin, die soviel Liebe hatte
zur Welt, hat nun diese viele Liebe Mir geschenkt und ist zu einer großen
Heiligen, zu einer gottvollen, in der Ich verherrlicht bin, geworden. Und wer
viel Liebe hat und sie Mir schenkt, wird groß in Meinem Reich, denn große Liebe
kann Mich groß annehmen. Ihr werdet groß und mächtig in ihm erstehen, denn Ich
werde euer Ich und Leben sein. Amen
D - IHR WERDET IN MEINEM NAMEN
GROSSE DINGE TUN
Ihr werdet sagen:
JESUS, rate Du diesem Menschen durch Mich!
JESUS, helfe Du diesem Menschen!
JESUS, richte Du diesen Menschen in Mir auf!
JESUS, lege Du diesem Menschen die Hände auf und segne ihn!
JESUS, richte Du ihn auf zur ewigen Wahrheit!
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JESUS, wehre Du den bösen Mächten in Mir!
JESUS, Du Sieger und Überwinder aller Finsternis, sei Meine
Kraft, Macht und Stärke.
So werdet ihr in Meinem Namen, d.h. Ich in euch, Großes
tun.
Doch lasset ihr Mich in euch zur Auferstehung und zur
Wirkung kommen? Seht ihr eure Schwäche und Mich als eure Stärke? Seht ihr, daß
Ich das Leben eures Lebens sein muß? Ich bin das Haupt eures Hauptes und das
Leben eures Lebens. Mich als Oberhaupt dulden und Mein Leben in eurem Leben
leben lassen, das macht euch zu Jüngern und zu Bräuten.
Sehet, welche Frau duldet noch einen Mann als Haupt ihres
Leibes? Welche Kinder dulden Mich als ihr Haupt, als das Wesen ihres Wesens,
und welch ein Weib läßt ihr Leben bestimmen von dem, der Macht über sie hat?
Ja, welches Gotteskind läßt Mein Leben in seinem Leben erstehen, daß Ich in ihm
Mein Leben lebe.
Ich sage euch, dieses Volk ist ein ehebrecherisches
Geschlecht unter sich und gegenüber Mir. Das Weib will den Mann nicht mehr als
Haupt haben und die Christen Mich nicht mehr als das Wesen ihres Wesens. Und
wie das Weib bestimmt werden soll, zu leben nach dem Willen des Mannes, so soll
Ich das Leben beider sein, Ich soll ihr Haupt und ihr Leben sein. Denn wer
sagt: "JESUS, Du bist mein Wesen und mein Leben" ist Jünger und
Braut, durch Mich selbst gekrönt.
Wo ist heute ein Volk, das sein Oberhaupt ehrt? Und doch
möchte Ich ihr Haupt allgemein sein. Ich, das Haupt, der König aller Völker.
Und Ich möchte auch ihr Leben, ihr ewiges Leben als ihres Lebens Frucht sein.
Wo bin Ich König und wo lebt Mein Wille? Und Ich sage euch, dieses
"MARANATA" heißt: JESUS, MEIN KÖNIG, JESUS, MEIN LEBEN; JESUS, SEI
MEIN HAUPT UND LEBE DEIN LEBEN IN MIR WIE IN ALLEN! Und so sage Ich euch, ihr
seid ein Wesen aus Meinem Wesen, und ihr habt ein Leben aus Meinem Leben. Und
so ist euer Wesen nur vollkommen, wenn es mit Meinem Wesen zusammengeschlossen
ist, und so ist euer Leben auch nur
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dann
vollkommen, wenn euer Leben aus Meinem Leben kommt, Ich in euch lebe. So wese
keiner aus sich selbst, sondern wese aus Meinem Wesen, und so lebe keiner aus
sich, sondern lebe aus Meinem Leben. Mein Leben ist euer neues Leben. Der
Jünger lernt, Mich als Haupt zu dulden, in der Braut vollziehe Ich Mein Leben.
Ich sagte, die Frauen dulden das männliche Haupt über sich
nicht mehr, weil die Männer Mich als ihr Haupt nicht mehr dulden. Die Frauen
lassen ihr Leben von den Männern nicht mehr bestimmen, weil die Männer ihr
Leben von Mir nicht mehr bestimmen lassen. So ist es zu großer Unordnung unter
den Geschlechtern gekommen.
Und so sage Ich, ihr Männer, haltet Mich als euer Haupt und
Leben, und die Frauen werden euch als ihr Haupt und ihr Leben bejahen. Es wird
Friede in der Welt und Friede in den Familien sein und Friede in den Kindern.
Denn wo Vater und Mutter sich also Untertan unter Mir fühlen und sind, da
werden auch die Kinder die Eltern als ihr Haupt betrachten und ihr Leben
ausrichten nach dem Leben und Vorbild der Eltern.
Und so sehet ihr schon, es ist also nicht nur die Frau
schuld, daß sie den Mann als ihr Haupt und Leben nicht mehr duldet; der Mann
ist auch schuld, weil er Mich als Haupt und Leben nicht duldet. Und viele
Oberste der Völker sind schuld, daß das Volk ihnen nicht mehr dient, weil sie
Mich selbst als König und Leben nicht mehr haben.
Und so sage Ich euch, kommt das Reich Gottes, indem
jeglicher Mich als sein Haupt und Leben duldet. So ist Ordnung vom Haupte her
bis hinein in die untersten Glieder. Ich bin euer Haupt, das Wesen eures
Wesens. Mit Meinem Wesen hängt euer Wesen zusammen, und euer Leben kommt aus
Meinem Leben. Mein Leben vollzieht. So lebe jeder aus Meinem Leben und jeder
wese aus Meinem Wesen, denn das Wesen entspricht eurem Herzen, das Leben aber
der Seele. Und der Leib? Der Leib entspricht den dienenden Gliedern, in denen
nun solches tätig wird. Das Herz offenbart sich vor allem im Mund, doch die
Seele in tausend guten Leibeswerken. Und so sehet ihr, werde Ich auf der neuen
Erde eine
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wohlbereitete
Braut finden. Ich werde ihres Herzens Herz, d.h. ihres Wesens Wesen sein, Ich
werde das Leben ihres Lebens sein. Und weil Ich in ihr lebe, hat diese Braut
ewiges Leben, ewige Gemeinschaft mit Mir in Meinem Reiche.
Und so duldet Mich als Haupt und duldet, daß Ich Mein Leben
in euch lebe, so vollzieht sich heute und jetzt, daß ihr Stücke Meines Leibes
seid und Anteil an Meinem ewigen Leben jetzt und immerdar habet. Amen
JW
1.07.1989
JESUS, göttlicher Meister, Du bist das Licht, erleuchte
uns. Du bist auch die Liebe, entzünde uns. Du bist das Leben, belebe uns. Du
bist das Heil, heile und heilige uns. JESUS, Du bist alles, gib Dich selbst, so
haben wir durch Dich alles Heil in Fülle. Wir sind ja nur ein Gefäß, das Du mit
Dir selbst füllen mußt, nur ein Haus, das Du selbst bewohnen mußt, wir sind nur
ein Instrument, das Du selbst verwenden mußt. Wir sind fürwahr nur etwas, das
Dich in uns sein und leben lassen soll. Amen
Gott, der Unfaßliche, der über allen Räumen und doch auch
in allen Räumen ist, wird klein wie ein ganz kleines Kind. Das soll euch
Zeichen Meiner Demut sein: der Unfaßliche wird klein wie ein schwaches Kind.
Das lehrt euch Meine Demut verstehen. Obwohl Ich so klein euch erschien, so
habe Ich doch die Fülle Meiner Liebe geoffenbart. Die Fülle Meiner Liebe wird
offenbar im Zeichen des Kreuzes; ganze Liebe, vollkommene, göttliche Liebe
offenbarte Ich euch dort. So ist Krippe und Kreuz Anschauung Meiner Demut und
Meiner Liebe. Ich wurde klein, um euch nahe zu sein, und Ich habe euch Meine
Liebe geoffenbart, damit Mich selbst und damit auch den Weg zum Himmel.
Wie kann der Unfaßliche faßlich in einem kleinen Kindesleib
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sein?
Sehet, Ich habe euch geliebt, daß Ich selbst wurde, was ihr
seid. Ich wurde ein kleines Kind, wie ihr kleine Kinder vor Mir seid. Meine
Liebe hat Mich zu dem gemacht, was ihr seid. Aber Ich will euch machen zu dem,
was Ich bin, wie ein Bräutigam seine Braut bereitet.
Sehet, am Kreuz zeigte Ich euch die Größe Meiner Liebe. Und
indem Ich euch diese Liebe zeige, mache Ich euch groß und würdig für Meine
Liebe, mache Ich euch Mir ebenbürtig, wenn auch als geheiligte Geschöpfe. In
der Krippe wurde Ich euch gleich, ganz gleich. Am Kreuz sollt ihr MIR gleich
werden, der Größe Meiner Liebe, der Heiligkeit Meines Wesens.
Wenn ein Mensch Mich sucht, so findet er Mich nirgends
leichter und sicherer als in der Krippe, denn da bin Ich so klein geworden, wie
ihr einmal als Mensch anfinget, als Embryo, als Kind ausgeboren. So klein wurde
Ich, so demütig, um dem Kleinsten und Schwächsten nahe zu sein. Das ist das
Geheimnis Meiner Selbsterniedrigung.
Doch wer Mein Inneres, Meiner Gottheit Wesen, die Fülle
Meines Geistes, Meine Vollkommenheit erahnen und auch früher oder später
erfassen will, der schaue auf Mich am Kreuz. Gibt es denn eine größere Liebe
als Mich, der Ich Mein Leben hingab für Freunde und Feinde. Das zeigt euch die
Größe Meines Wesens, die Größe Meiner Liebe, die Größe Meines Geistes. Wenn ihr
Mich so gefunden habt - denn hier seid ihr durch die Pforte gegangen -, so
schauet nun auf Mich, den Erhöhten, so lernt ihr Mein Innenleben kennen, Meine
Herzensabsichten, die Größe und Tiefe Meiner Liebe, und ihr werdet in Mein
Innerstes eindringen, in Mein Vaterherz. Ich bin zu euch gekommen, um Mich euch
selbst zu offenbaren, zu erschließen, um Mich euch auf zutun, daß ihr Mich
aufnehmet und nicht nur bei Mir seid, sondern in Mir und Mir gleich als
geheiligte Bräute.
Sehet, Ich kam zu euch, und Ich blieb bei euch in Meiner
Demut, Meiner Selbstverleugnung. So habe Ich doch gesagt: "Wer Mein Jünger
sein will, verleugne sich selbst!" Ihr seht Meine erste Selbstverleugnung
in Meiner Menschheit, und ihr nehmet, wenn ihr Meine rechten Jünger sein wollt,
auch
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Mein
Kreuz, Meine Kreuzesliebe, in euch auf. So erschließe Ich euch Mein Innerstes,
Mein Innenwesen, und so gehet ihr in Mich ein. Soweit ihr in Meine Liebe
eingeht, geht ihr in Mein Wesen ein: Demut und Liebe ist Krippe und Kreuz. Und
Ich sage euch, in Meiner Menschwerdung bin Ich so klein geworden, so winzig
klein, daß das schwächste Geschöpf Mich finden kann. Denn in der Nähe Meiner
Krippe waren doch auch viele Tiere auf Stroh und Heu und Stein und Holz. Allen
bin Ich ihr Du geworden; Gott kam in sein irdisches Eigentum. In Demut habe Ich
menschliche Natur, auch kreatürliche Natur angezogen und kam zu allem, was auf
Erden ist. Aber am Kreuz habe Ich Mein Innerstes aufgetan, es euch erschlossen,
euch die Größe Meiner Liebe kundgetan, die Größe Meiner göttlichen Absichten.
Ich muß euch zuerst offenbaren, was Meine Liebe ist, um eure
Liebe daran zu entzünden. Machet es immer Meiner Liebe gleich, und ihr macht es
recht. Ich verlange also nicht eine Liebe, die Ich euch selbst nicht zuerst
gegeben habe, nein, Ich zeige euch die Größe Meiner Liebe, und damit entflamme
Ich euer Herz. Sehet, ihr wurdet an Mir schuldig. Und doch gehe Ich für euch
Schuldige an das Kreuz, euch dennoch Meine ganze Liebe schenkend. Seid ihr
schuldig oder unschuldig, Ich liebe euch, und liebt ihr Mich, seid ihr
unschuldig durch den Preis Meiner Kreuzesliebe. Ich liebe Meine Freunde, die
unschuldigen, Ich liebe aber auch die Feinde, die schuldigen. Die Getreuen
mehre Ich durch Meine Liebe, die Schuldigen befreie Ich, daß sie auch in Meinem
Herzen Zuflucht finden. So bin Ich eine Liebe gegenüber den Gerechten, und so
bin Ich auch eine Liebe zu den Ungerechten, um sie im Eigenopfer zu
rechtfertigen, zurückzubringen in das Vaterhaus.
Saget also nicht, daß Ich nur Liebe zum Gerechten bin. Ich
kam um der Kranken willen, der Ungerechten willen, ich bin der Sünder-Heiland,
Sünder-Retter. Ich liebe die Sünder, um sie zu befreien von der Sünde, um sie
gerecht zu machen, um sie in Mein Reich zu versetzen. Ich liebe Gerechte und
Ungerechte. Die Ungerechten mache Ich gerecht, vor allem wenn sie Mich lieben,
wenn sie .Meiner Liebe nacheifern. Sehet, wie wenige Gerechte hatte Ich zu
Meinen Tagen. Sie
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waren
auch getreu unter dem Kreuze. Die Ungerechten flohen vor Meinem Kreuz aus
Angst, denn sie fürchteten die Welt, weil sie die Welt auch liebten. Die die
Welt nicht liebten, fürchteten die Welt auch nicht. Wie habe Ich doch die
Jünger einst wieder versammelt im Abendmahlssaal nach Meiner Auferstehung, sie,
die mit einer Ausnahme alle geflohen waren. Ich habe die Sünder aufgesucht, Ich
habe ihnen Meinen Friedensgruß gegeben. Ich gab ihnen den Geist des Friedens,
Ich kam zu ihnen zurück, um ihre Schuld zu tilgen, das heißt, wo Schuld war,
den Geist des Friedens einzusenken, daß sie Frieden mit Mir haben, die Schuld
sie nicht mehr von Mir trennt, sondern Meine Liebe sie mit Mir vereint. Und
wenn sie Mir die Liebe zurückschenken, dann ist unser Liebesbund vollendet.
So sehet ihr nun, eure Sünde als solches hält Mich von euch
nicht zurück, denn Ich komme, Sünder zu retten. Werft alles auf Mich, euch,
eure Sünden und euer Gutes, und Ich gebe das Meine euch dafür: Ich bin
Sünder-Heiland, Sünden-Heil. Ich fülle mit dem Meinen euch aus, und ihr habt
Frieden und Heil durch Mich in euch. So bin Ich in Meiner Barmherzigkeit der
Sünder Freund, Sünder zu retten, Sündern Frieden zu schaffen. So bin Ich Liebe
den Gerechten, Barmherzigkeit den Ungerechten, da sie doch In Mir und durch
Mich Gerechtigkeit erlangen. Und im Zeichen des Kreuzes sehen nun Gerechte und
Ungerechte das Zeichen ihres Heiles. Im Zeichen des Kreuzes werde Ich die
Gerechten erhalten in Gerechtigkeit, und werde die großen Sünder mit
Barmherzigkeit überhäufen und sie reinwaschen und sie zu jenen machen, die
durch das Blut des Lammes hochzeitliche Gewänder anhaben und sich mit Mir
vereinen im Neuen Jerusalem. Amen
Ihr würdet Mich sicherlich zulassen, ihr würdet sagen: Du
großer Gott als Kind, wie herrlich: Aber was bedeutet es, Herr, wenn Du als
Kind zu Mir kommst? Ich komme als Kind zu Kindern.
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Sehet: ist eure Liebe gediehen zu einem Kind, zu
Kindes-Größe, so komme und so bleibe Ich auch unter euch als ein Kind, denn
mehr würdet ihr von Mir nicht ertragen. Als Kind komme Ich zu Kindern. So groß
eure Liebe zu Mir ist, so groß kann Ich euch nur erscheinen, so groß kann Ich
euch nur begegnen. Und es ist gut so, daß Ich genau eurer Liebe gemäß euch in
jener Größe erscheine, und es ist doch egal, ob Ich euch klein oder groß
erscheine. Faßt ihr Mich vorerst nur klein, so will Ich klein bei euch sein, obwohl
Ich doch alles in allem dahinter bin.
Sehet, es ist doch vorerst einerlei, in welcher Klasse
Meiner Schule ihr seid. Wichtig ist nur,
daß ihr in Meiner Schule seid, daß Ich euer Lehrer bin und daß Ich euch ziehe.
Denn fürwahr, Mich als Begleiter, Mich als Lehrer haben, das ist doch schon
Himmel, einerlei in welcher Höhe des Himmels ihr seid. Es kann durch Mich nur
vorangehen. Ist man klein, hat man auch ein kleineres Herz und ist auch
leichter zu stimmen. Hat man ein größeres Herz, werde Ich euch mehr stimmen,
und jeder ist vorerst glücklich in seinem Stand. Sehet, Ich lebte in Nazareth
als Kind. Ich sprang unter Kindern, Ich war unter Kindern ein Kind; So möchte
Ich unter euch bleiben, bis ihr größer werdet in der Liebe, dann werde Ich euch
auch größer erscheinen. Ich werde euch kindgemäß lehren und kindgemäß euch auch
Vorbild sein.
Ich habe einst gesagt: "Seid untertan eurer Obrigkeit,
denn sie ist euch von Gott dazu gesetzt"; das heißt, seid gehorsam eurer
geistlichen und irdischen Obrigkeit. Denn gehorsam sein wie ein Kind Vater und
Mutter ist geistiger Kindesstand. Seid gehorsam Meinem Wort. Das bin Ich als
Kind, der euch Gehorsam abfordert, euch gehorsam macht, und damit nehmet ihr in
der Liebe zu.
Sehet, als Kind seid ihr untertan dem Vater selbst,
gehorsam dem Gesetz, gehorsam der Wahrheit, im Glauben. Wenn Ich euch erscheine
etwa als der bei der Taufe Befindliche am Jordan, so bin Ich in voller Größe
euch erstanden. Da erwähle Ich euch nun zu Jüngern. Eure Jüngerschaft hängt ab
vom Grad eurer Liebe. Dann werde Ich euch ein großer Meister sein und euch
nicht nur zu Gehorsam und Untertänigkeit anhalten, nein, dann werde ich euch zu
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großen
Dienern machen. Als Ich lehrte, machte Ich Jünger, aber als Ich an das Kreuz
ging, da machte Ich Bräute, denn Meine opfervolle Liebe, Meine Ganzhingabe am
Kreuz ist euch Beispiel, wie ihr Mir reife, würdige, vollkommene Bräute werdet.
So sehet ihr, das Kindlein ist gehorsam und untertan Meinem
Wort, damit Meinem Vater selbst. Dem Jünger bin Ich Meister; Ich lehre ihn die
Hoffnung zu erkennen und danach zu leben! Am Kreuz bin Ich Bräutigam, da ziehe
Ich Mir Kreuzesbräute. Denen eröffne Ich Mein Herz, Mein opfervolles Herz. Und
seid ihr Meinem Herzen gleich, seid ihr die in Meinem Herzblut reingewaschenen
Gottesbräute, mit denen Ich Mich vermähle am Ende der zeit im Neuen,
himmlischen Jerusalem.
So sehet ihr nun, wie Ich euch erscheine, das bestimmt eure
Liebe. Und Ich bin immer der Gleiche, nur eure Liebe nimmt zu. Und so nehmet
ihr zu an Gotteserkenntnis und Gottesanschauung. Sicherlich nehmet ihr so auch
zu an göttlicher Glückseligkeit. Amen
C - BETRACHTET MICH ALS MEISTER - UND EUCH ALS
JÜNGER
Ich gab den Jüngern viele Lehren, und Ich kann auch euch
heute eine Lehre geben.
Betrachtet das Geheimnis des Wassers, wie das Wasser über
ein Wasserrad läuft und das Wasserrad so bewegt, und ihr nun mit der Bewegung
des Wasserrades verschiedene Maschinen antreiben könnt, etwa Weizen zu mahlen,
um daraus nun Brot zu backen, eine rechte Speise zu bereiten. Sehet: das Wasser
entspricht Meinem Geist; Mein Geist fließt über euch. Euer Inneres soll Mir wie
ein Wasserrad sein, das Wasser Meiner Gnade aufnehmend. Und wer Meine Gnade
aufnimmt, der kann nicht anders sein, als daß er bewegt wird - durch das Wasser
der Gnade zu einem bewegten Rad. Das versetzt euch nun in eine Kraft, zu
mahlen, Mein Wort zu verstehen, daraus Brot zu backen, Mein Wort anzuwenden und
so gespeist zu sein, das Leben in Fülle in euch zu tragen.
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Sehet, ihr sollt eure Seele einstellen wie ein Wasserrad,
Meinem Gnadenstrom offen. Ihr könnt also sagen: HERR JESUS, SENDE UNS DEINEN
LIEBESGEIST! Er kommt über euch und bewegt euch, wie das Wasser das Wasserrad
bewegt. Nun habt ihr Kraft, Mein Wort aufzunehmen und aus Meinem Wort, das
Leben erzeugt, Taten hervorkommen zu lassen.
Sehet, Ich habe viele Seelen, sie sind ein Wasserrad, aber
dem Wasser nicht offen, das heißt, sie haben keinen Anschluß an die
Gnadenquelle. Sie stehen still und regungslos. Ihr habt nur eine Quelle, das
bin Ich, und ihr habt nur eine Kraft, das ist Meine Kraft, die in den
Schwachen, dem Wasserrad, mächtig sich erweist, das Rad, die Seele, zu bewegen,
der Seele eine Kraft zu übertragen, daß sie das Wort zermahlt, versteht, Brot
bäckt, lebt, und somit das Leben in der rechten Tätigkeit in Fülle hat.
Woraus kommt das Wasser? Ihr würdet sagen, aus einem Kanal.
Der Kanal bin Ich selbst. Mein Wasser ist der Wasser-Gnadenstrahl, Meine Liebe.
Vertrauet auf Mich und vertrauet auf Meine Gnade, so werde Ich eure Seele
füllen und bewegen, und es geschieht etwas: ihr werdet Mein Wort verstehen,
leben und damit das Leben haben. So habt ihr nur eine Quelle, das bin Ich. Die
gibt euch Wasser, Gnade, die bewegt euch, gibt euch die Kraft des
Gottesverständnisses, des Gottesnachvollzuges, des göttlichen Lebens.
Sehet, warum steht denn geschrieben: "Und es ist in
einem einzigen Namen Heil unter der Sonne!" In einem Einzigen ist Heil,
aus einem Einzigen kommt das Heil: aus JESUS - das ist Mein Name. Aus Mir kommt
Meine JESUS-Liebe, das ist das Wasser. Und wenn es euch erfüllt, bewegt es
euch, kräftigt es euch, Mein Wort zu zermahlen, zu verstehen, aus dem Mehl zu
backen, danach zu leben, es zu genießen und es zum Genießen weiterzugeben. So
habt ihr das gottwohlgefällige Leben.
So begreifet ihr nun, im Namen JESUS, in Meinem Namen* ist
euch allein das Heil geöffnet, euch erfüllend, euch bewegend, euch
bevollmächtigend, Meines Wortes inneren
14
Sinn
zu begreifen, Mein Wort zu leben und damit das ewige Leben selbst, Mich, die
Einheit mit Mir zu erlangen. So ist in einem einzigen Namen der Quell, das bin
Ich selbst, und so ist in einem einzigen Namen Kraft, das ist Meine Liebe.
Öffnet euch Mir und Meiner Liebe, und Ich bewege euch, Ich bevollmächtige euch,
Meines Wortes Geist, Meines Wortes Tat und Meines Wortes Leben in Fülle zu
haben.
So vertrauet nicht vielerlei, nur Einem, und von dem Einen
einem Einzigen, Meiner Liebe. Ich und Meine Liebe ist alles Heil. Und wenn Ich
euch sagte, ihr sollt Mein Wort gleich dem Weizen zermahlen, so erkennt ihr
Mich selbst in Meinem Wort. Im rechten Nachvollzug Meines Wortes lebt ihr Mir
selbst nach, und wie ihr Mein Wort erfüllt nach Meinem Lebensvorbild, lebt ihr,
webt ihr und seid ihr in Mir als Meine lebendigen, geheiligten Glieder. Amen
Ich verlasse Meinen himmlischen Thron und komme als
Auferstandender, Wiederkommender zu euch auf die Erde.
Sehet, Ich bin der Verherrlichte, und so komme Ich auch in
Herrlichkeit, so komme Ich, auch die Erde zu verherrlichen und euch auch zu
krönen. Ich komme als König wieder, als König der Ehren, Mein Reich hier zu
festigen und ein königliches Geschlecht zu erwählen. Ich bin von der Erde
erhöht und komme doch zur Erde zurück aber als Verklärter, als der, der zum
Himmel aufgefahren ist und vom Himmel wieder zurückkommt, um die Seinen zu
bereiten als Brautwerber und als Brautbereiter. Einmal komme Ich als Bräutigam,
Mich mit euch und mit allen zu vermählen, die Ich bereiten konnte zur rechten
Gottesbraut. Ich komme also heute als Bräutigam, als König der Ehren, euch
heute bereitend, schmückend, euch ein königliches, ein bräutliches Gewand
anzuziehen. Liebt Mich als König, als Bräutigam, und ihr habt ein
königlich-bräutliches Gewand, und Ich werde euch einst krönen. Krönen heißt
heiligen. In der Einheit mit Mir, im Brautstand mit Mir, in der Ehre mit
15
Mir
werdet ihr geheiligt sein. Vermählung mit Mir ist Heiligung, ist gekrönt
werden.
So sehet ihr nun, Ich habe Mich euch geoffenbart als
Vater-Schöpfer, im Alten Bund vor allem, Ich habe Mich geoffenbart in der Zeit
als Mensch, vor allem als Lehrer, und Ich werde Mich heute und in Zukunft in
erster Linie offenbaren als Bräutigam und König. Und wer Mich als Bräutigam und
König liebt, hat ein königlich-bräutliches Gewand an und ist für Mich
wohlbereitet. Denn Ich komme als Bräutigam, als königlicher Bräutigam, und
vermähle Mich mit Meinem königlichen, bräutlichen Gottesvolk. So sehet ihr in
der Zeit drei Offenbarungen von Mir: als Vater. König der Ehren; als Meister -
Wahrheit selbst; als Bräutigam - König, König des Herzens, königlicher
Bräutigam der königlich-bräutlichen Gemeinschaft Meiner Bräute. So verstehet
ihr nun: es ist nur ein Gott, einmal mehr als Vater (Schöpfer), einmal mehr als
Meister (Lehrer), und nun mehr als König, der krönt mit Barmherzigkeit, der
sich mit euch vermählt durch sein herzliches Erbarmen. So ist die Zeit, in der
ihr lebt, die Zeit Meines Königtums und Meiner königlich-bräutlichen Werbung.
Darum habe Ich Mich in eurer Zeit vor allem als König und
als Bräutigam geoffenbart. Ich habe hier auf Erden das Königtum begründet, und
Ich komme in Mein Königtum, um hier König zu sein. Und Ich komme zu euch als
Bräutigam, um Mich mit euch und euch mit Mir zu vermählen. Die Erde wird Mein
Königtum sein, ihr aber Meine Bräute ewiglich. So wird die Erde heißen
"Königreich Gottes", ihr aber heißet "königliche Bräute des
Allerhöchsten." Und so freuet euch, daß die Erde berufen ist, Königreich
Gottes zu sein, ihr aber seid königliche Bräute und Ich bin der königliche
Bräutigam von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
JW 2,07.1989 – 16 -
JESUS, Du bist das Licht, das in die Welt gekommen ist. Du
bist in die Welt gekommen als das Licht, an das wir glauben sollen. In Dir ist
das Licht, in Dir ist die Gnade. Fürwahr, Du bist das Licht in Gott, Du bist
die Weisheit, Mensch geworden. Du bist in die Welt gekommen, uns zu erleuchten
mit Deinem Wort, vor allem aber mit dem Geist der Wahrheit, daß wir sehen, daß
wir Deine Wege des Lichtes gehen in unsere ewige, lichte Heimat.
Ja, o Herr, Du bist Licht in Deinem heiligen Namen JESUS.
Wir rufen Dich an, gib uns Licht der Weisheit, aber gib uns vor allem auch
Feuer, Feuer Deiner Liebe, und gib uns Kraft, Dir auch zu dienen. Gib uns Dein
Leben, in Dir zu leben und ewig in Dir selig zu sein. O JESUS, wir haben in Dir
die Fülle der Gottheit gefunden, gib uns auch aus Dir die Fülle der Gnade, die
Fülle innergöttlichen Lebens. JESUS, Du bist uns alles geworden, Du bist uns
Tür zum Leben, Du bist uns Quelle alles Guten geworden, öffne Deinen Mund und
offenbare uns Deine Wahrheit, öffne Dein Herz und offenbare uns Deine Liebe,
gib uns Deinen Lebensgeist, und wir werden ewig in Dir leben. Amen
Sie glichen einem Baum voll guter Früchte. Denn als Adam
und Eva Mich als Erstes, Alleiniges liebten, brachten sie gute Frucht hervor,
das Leben. Sie liebten Mich, und das Leben, die rechte Frucht, war das Ihre.
Adam und Eva verfielen in die Eigenliebe, und ihre Früchte wurden faul. Das
heißt, sie sind der Liebe, der wahren Liebe, erstorben, und das ist Keim des
Todes. Wer in der Liebe stirbt, sündigt, er verfällt dem Tod. So ist die Liebe
zu Mir das Leben, die Eigenliebe das Zeichen der Schlange; da erstirbt die
rechte Liebe, und der Tod ist die Folge, die Vertreibung aus der Einheit mit
Mir, das Überlassensein der Eigenliebe, das Überlassensein dem Tod.
Darum fliehet die Eigenliebe und eilet zu Mir, der Liebe.
Denn wer die Eigenliebe flieht, flieht den Tod und das
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Gericht.
Wer zu Mir, der Liebe, hineilt, der wandelt zum Licht. Er hat das Leben in
Fülle, denn Ich bin Liebe, Ich bin Licht, Ich bin Leben.
Warum ist die Eigenliebe so gefährlich? Die Eigenliebe
genügt sich vorerst selbst, betet sich selber an, sucht allein sich selbst.
Gottesliebe sucht nur Mich, sucht in Mir die Quelle, sucht in Mir die Fülle des
Guten. So genüge keiner sich selbst, so liebe keiner sich selbst, suchet ihr,
so suchet Mich und suchet alles Gute in Mir. Sehet, ihr seid Schalen, die Ich
erst füllen muß; denn würdet ihr euch als Schale nur suchen, wäre in euch nur
Leere, und die Leere ist Dunkelheit, ist Tod. So seid Schalen, die Ich fülle,
und nehmt ihr von Mir, so habt ihr in der Fülle, und ihr fließet über in
Überfülle. Mein Leben geht über euch zu vielen. So genüge keiner sich selbst,
Ich allein sei eure Genüge. So suche keiner sich selbst, jeder suche Mich, und
ihr findet in Mir alles in Fülle. Sehet, wenn Adam durch die Eigenliebe und
Aufkündigung der Gottesliebe aus dem Leben, aus dem Paradies getrieben wurde,
so werdet ihr durch die Verleugnung eurer Eigenliebe, durch Hinwendung zur
göttlichen Liebe das Leben in Fülle wiederfinden. Denn fürwahr, das Neue
Jerusalem kommt, der neue Garten Eden wird bereitet. Der Weg dorthin ist
Selbstverleugnung in der Eigenliebe und die Zunahme in der göttlichen Liebe,
die vor allem in Liebe zu Mir und in rechter Liebe zum Nächsten besteht. So
fliehet die Eigenliebe, denn sie ist die Schlange, und eilet hin zur
Gottesliebe, das bin Ich. So eilet ihr zu Mir.
So werdet ihr in der Menschheit hören, daß man der
Eigenliebe frönt, der Eigenliebe Worte leiht, die Eigenliebe als göttlich
hinstellt. Aber ihr wisset; das ist die Erhöhung der Schlange, die Anbetung der
Schlänge. Euch aber heißt es, erhöhet nur Meine Liebe, erhöhet Mich, so werdet
ihr in das Leben eingehen. Die Eigenliebe und die göttliche Liebe scheidet die
Menschen in zwei Gruppierungen, in zwei Herden. Die Eigenliebe gehört dem
Fleische allein an, die Gottesliebe aber Meinem Geist. Und so werden die einen
wie die Tiere sein, die anderen Meine göttlichen Bräute. Vor der Eigenliebe
fliehet wie vor einer
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Schlange
und öffnet euch Mir, der göttlichen Liebe. Und so werde Ich euch empfangen als
die wohlbereiteten Bräute und werde euch einführen in das ewige Gastmahl.
Warum ist die Eigenliebe so gefährlich? Die Eigenliebe
sucht in sich, was in euch nicht sein kann. Ihr seid ein leeres Gefäß. Was kann
in einem leeren Gefäß anderes sein als nichts! So fliehet die Eigenliebe, sonst
findet ihr in euch nur das Nichts, den Tod, die Finsternis. Doch suchet ihr
durch die Liebe in Mir, so findet ihr in Mir die Gottheit, so findet ihr in Mir
die Gnade und das Leben. Wer Mich liebt, findet Mich und in Mir die Fülle der
Gottheit wie auch die Fülle der Gnade.
Die Eigenliebe sucht nur in sich selbst, sucht nur sich
selbst. Und wie ein Zweiglein aus sich nicht das Leben haben kann ohne den
Verband mit dem Baum, so wird kein Mensch in seiner eigenen Natur das Leben als
solches finden. Suchet ihr Mich, so findet ihr nur Mich in euch. Wer nur sich
sucht, findet in sich nur Leere und Schatten. So werdet ihr Menschen finden,
sie sagen, wir sind alles, wir haben nur in uns zu suchen, und sie finden in
sich nur Leere und Schatten und Tod. Wer aber Mich sucht, der wird über Mich
Mich auch in sich finden, über Mich Mich auch im Nächsten. So suchet Mich, und
Ich werde Mich in euch so erst offenbaren.
Es ist also nicht so, wie viele glauben, daß man nur in
sich suchen muß. Nein, suchet Mich, und Ich werde Mich euch in euch erst
offenbaren. Nur wer Mich sucht, kann Mich auch in sich und im anderen finden.
Wer Mich nicht sucht, findet in seinem Inneren nur einen leeren Raum, Schatten
und Tod.
Was hilft es den Heiden, wenn sie in sich suchen. Sie
finden sicherlich ihr Herz wie eine Schale, aber sie ist .leer. Würden sie Mich
suchen, dann würden sie Mich auch m sich finden, denn sie sind dann die Schale
voll Öl, und Mein Geist brennt als Liebe, leuchtet als Weisheit und gibt in der
Wärme Kraft zu allem Guten.
So suchet Mich, und ihr werdet Mich finden in der Zeit, ihr
werdet Mich finden im Himmel, ihr werdet Mich finden in euch, ihr werdet Mich
finden im Nächsten und selbst Meine
19
Spuren in der Kreatur. Darum ist Selbstfindung in keiner
Weise Gottesfindung. Suchet Mich, so findet ihr Mich in allen und euch in Mir
geborgen wie die Ästlein am Baume des Lebens.
So. sage keiner, wer sich selbst findet, findet Gott. Nein,
wer Mich sucht in der Zeit, in Meinem Leben, im Himmel über euch, Im Himmel in
euch, im Himmel im Nächsten, wer Mich sucht, kann Mich finden, denn Ich werde
Mich ihm offenbaren.
Und würdet ihr euch tausendmal und tausend Jahre lang
selbst durchleuchten, ihr fändet, wenn ihr nur euch in eurem Innersten sucht,
Mich nicht, denn Ich sagte doch: "Selig, wer Mich suchet ganzen Herzens,
Ich lasse Mich von ihm finden." Ich bin dann der, der in der Krippe, in
eurem Herzen liegt. Aber nur weil ihr Mich gesucht habt, könnt ihr Mich nun
auch in euch und in allen finden. So ist sich selbst suchen, in sich selber
suchen, gar nichts, MICH suchen aber ist alles. Und sucht ihr Mich, ihr findet
Mich in der Schrift, ihr findet Mich in Meinem Geist, ihr findet Mich in Meinen
Werken, ihr findet Mich vor allem in den Menschen als Meinem Gotteshaus. Ihr
findet Mich auch in den Engeln als den Trägern göttlicher Kraft. Ihr findet
Mich überall, wo ihr Mich auch suchen werdet, ist eure Suche auf Mich
ausgerichtet.
Und so werden Viele irregehen, die sagen, man muß nur in
sich suchen. Nein, das ist kein Weg, man muß MICH suchen, und ihr werdet Mich
überall finden. Wer nur sich sucht, findet nur Hohlraum, findet nur Nacht und
findet nur Tod. Denn sehet, die nur in sich suchen, die kommen in den Stall von
Bethlehem, ehe Ich ihn aufgesucht habe. Wer Mich sucht, findet sein Inneres von
Mir erfüllt. Wer nur sich sucht, hier bin Ich nicht zu finden, denn wer Mich
sucht, bekommt Meinen Geist und kann Mich so erst finden. Wer nur sich selbst
sucht, hat Meinen Geist nicht, denn er hat Eigenliebe und findet sein Inneres
leer, wie eine Krippe ohne Mich. Darum, wer Mich sucht aus ganzem Herzen,
findet Mich in seinem Herzen und in jeglichem Herzen, in jeglichem Meiner
Worte, in Meinem Geist, in Meinen Werken und in allen Meinen Geschöpfen.
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So, sage Ich euch, ist Selbstfindung nicht Gottesfindung.
Wer Mich sucht, findet erst sein wahres Selbst, findet Mich als das Selbst
seines Selbstes. Und darum habe Ich auch die Apostel an Mich selbst gewiesen.
Glaubet an Mich, und ihr werdet Mich auch in euch und in allen finden. Suchet
Mich, und ihr werdet Mich auch in euch und in allen finden. Suchet Mich, und
ihr findet Mich in allen. Ihr findet euch als das Haus, in dem Ich selber
wohne, ihr Mein Reich, Ich euer König. Und wer Mich sucht, er wird Mich in
jeder Stunde finden, er wird Mich bei jeder Gelegenheit in sich finden. Er wird
Mich im Lichtstrahl genauso finden wie im Wassertropfen, im Windhauch genauso
wie in der Flamme, Mich genauso finden unter den Philosophen wie unter den
Theologen, genauso in der Kunst, genauso in der Wissenschaft, die die irdischen
Dinge erforscht. Wer Mich sucht, kann Mich überall finden, denn wer Mich sucht,
dem komme Ich in allem entgegen. Und sucht ihr Mich, werdet ihr Mich selbst in
der Hölle finden, denn denen bin Ich Richter, wie im Himmel euch Seligmacher.
So bin Ich den einen Kraft, sie zu richten, den anderen
Freude und ewige Glückseligkeit im Himmel. Und auf Erden? Da halte Ich den
Schlüssel, um alles zu regieren, um alles zu lenken. Suchet ihr Mich, so findet
ihr Mich im Gräschen genauso wie im Lufthauch, im Sprudeln des Wassers genauso
wie im Singen eines Vogels oder im Wimmern oder Lachen eines Kindes. Wer Mich
sucht, dem werde Ich Mich überall offenbaren. Und nirgends, wo ihr Mich sucht,
werdet ihr sagen, hier ist der Herr nicht. Ich bin alles und darum bin Ich auch
in allem. Und wer Mich sucht, findet Mich und durch Mich alles in allem. Amen
Ihr saget zu Recht: "Vater, der Du bist im
Himmel", und ihr müßtet hinzubitten: "und der Du bist auch auf
Erden". Denn sehet, Ich bin Geist und als solches im Himmel, und Ich bin
Mensch geworden und damit auf Erden geblieben. Ich bin Gott und Menschensohn in
einem, Geist und Fleisch und
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Blut,
doch vergöttlicht. Ich bin Geist über allen Engeln und doch auch euer
Menschenbruder, Ich habe göttliche und menschliche Natur. Und fürwahr, so bin
Ich Gott und Mensch auch heute.
Denn sehet, Ich bin das Lamm, das einst geschlachtet wurde,
und Ich bin Mensch geblieben, wenn auch vergöttlichter Mensch. Und so bin Ich
euer Bruder als Gottmensch geblieben, wie Ich als Gott immer über euch bin. Wer
Mich im Himmel sucht, wird Mich im Himmel finden, wer Mich auf Erden sucht,
wird Mich auch auf Erden finden. Denn Ich bin das Lamm, das geschlachtet wurde,
und wer Mich als das Lamm sucht, wird Mich finden als das Lamm, das
geschlachtet wurde und von dessen Herzen die Ströme des lebendigen Wassers
fließen. Und so saget ihr zu Recht: O Lamm Gottes, gib uns Dein Blut! O Lamm
Gottes, öffne uns Dein Herz, die Quelle alles Guten! Und so bin Ich als Mensch
das Lamm Gottes und als Gott der Herr der Herrlichkeit, König der Ehren, Gott
von Gott und somit Gott und Mensch in einem.
Wie aber konnte Ich als reiner Geist menschliche Natur
anziehen? Ich habe euch so geliebt, daß Meine Liebe Mich zu euch herabgezogen
hat. So hat nicht eure Liebe Mich herabgezogen, sondern Meine Liebe Mich zu
euch. Ich liebte euch, darum bin Ich Mensch geworden, und liebt ihr Mich, so
seht ihr Mich, Gott ins Fleisch gekommen, so ziehe Ich euch mit Meiner
Menschheit und Gottheit zu Mir. Denn liebt ihr Mich in der Doppelnatur, findet
ihr in der Zeit zu Mir als Lamm, und so ziehe Ich euch in Meiner Gottesnatur
bis zum Himmel hinauf.
Also gibt es nur einen Beweggrund, der Mich Mensch werden
ließ: Meine Liebe zu euch. Die ließ Mich werden, was ihr seid, und liebt ihr
Mich als Lamm, findet ihr Mich allezeit in der Welt, denn als Lamm bleibe Ich
bei euch. Und liebt ihr Mich in Meiner Gottheit, so liebt ihr Mich, der Ich auf
dem Throne sitze als der Ewig-Allgewaltige. Und wie ihr Mich findet als Lamm
unter euch, so ziehe Ich euch nun als Herr der Herrlichkeit zu Mir in die Höhe,
und ihr werdet bei Mir, dem Hirten, sein, und ihr werdet Meine Lämmer sein, die
Ich im Himmel weide.
Wer von Mir als dem Lamme spricht, spricht von Meiner
22
Menschheit,
dem Menschensohn, und wer von Mir als Hirten spricht, spricht von Meiner
Gottesnatur. Und fürwahr, durch Mich als Lamm werdet ihr von Sünde gereinigt,
und als Hirte bin Ich euch der Wegführer zum Himmel. Als Hirte bin Ich Gott
über euch und führe euch himmelan. So verehrest Mein Lammsein, denn das ist
Meine Menschheit, von der Gottheit durchdrungen, liebet aber vor allem Mein
Hirtensein, das ist Meine Gottesnatur. Liebet Mich als Lamm und Hirte zugleich.
Als Lamm bewahre Ich euch auf Erden, als Hirte ziehe Ich euch zum Himmel empor.
Als Lamm bin Ich euer Bruder und als Bräutigam, als Hirte, eure himmlische
Zukunft.
So seht ihr, Ich will von euch als Lamm wie als Hirte
geliebt werden, denn Ich sagte doch, Ich bleibe bei euch auf Erden als Lamm,
denn Mein Herz ist demütig und sanftmütig. Das ist Meine Lammesnatur; damit
bleibe Ich, das Lamm, unter euch. Liebt Mich auch als Hirte, liebt Mich als
euren Bräutigam. Da bin Ich der Ewige, der zwar in das Fleisch gestiegen ist,
aber Herr-Herr von Ewigkeit für alle Ewigkeit ist.
So bin Ich als Lamm bei euch auf Erden, als Hirte ziehe Ich
euch himmelan, in den himmlischen Schaf stall. Und wo Ich bin, sollen auch die
Meinen sein, die Mich herzlich lieben als nun selbst Lämmer, Ich aber bin ihr
ewiger Hirte, der sie nun weidet in Gerechtigkeit und Heiligkeit. Amen
Denn wenn Ich Liebe bin, so mußte Ich euch doch diese Liebe
erweisen. Meine Menschwerdung ist das erste Geheimnis Meiner Liebe. Aus Liebe
wurde Ich Mensch, Aus Liebe habe Ich euch auch Mein Evangelium verkündigt vom
Reiche Gottes. Glaube an Mich heißt» nimm Mich an, Ich will deine Befreiung
sein! ; ;s Und noch in einem sehet ihr Meine Liebe: Aus Liebe habe
Ich Mich für euch hingegeben, denn durch den Kreuzweg; den Ich beschritt, habe
Ich euch geliebt bis in den Tod, da habe Ich euch aufgenommen als die Meinen
ganz und gar. In einem weiteren sollt ihr Meine Liebe erkennen: Am Pfingstfest
gab Ich euch Meinen Liebesgeist, der euch
23
heiligt
und auch so zu Bräuten schmückt. So gehet die Zeichen Meiner Liebe noch einmal
durch: Aus Liebe bin Ich Mensch geworden! Ich verkündigte euch das Evangelium
Meiner Liebe. Wer an Mich glaubt, nimmt Mich an. Durch den Tod am Kreuz nahm
Ich aus Liebe euch an, durch den Pfingstgeist gab Ich euch den Geist Meiner
Liebe. Und nun ziehe Ich euch alle zu Mir, daß ihr seid, wo Ich bin. Ich, der
Bräutigam, harre euer als Bräute.
So sehet ihr: Meine Menschwerdung ist herablassende Liebe.
Ich erschien in der Krippe. Ich habe das Evangelium der Liebe verkündigt, und
wer an Mich glaubt, Ich bin sein. Ich habe das Werk der Liebe vollbracht am
Kreuz; ihr seid ganz Mein, ich habe euch den Pfingstgeist gegeben; Meine ganze
Liebe ist euer. Ich habe euch einen ewigen Platz in Meinem Himmel bereitet und
ziehe euch als Bräutigam empor als Meine Bräute, daß, wo Ich bin, ihr auch
seid, und wie Ich bin, auch ihr als Meine Bräute seid.
So schließt sich im Geheimnis Meiner Liebe alles auf: daß
Ich Mensch wurde, daß Ich durch den Glauben selbst euer Anteil werde, daß Ich
durch das Kreuz euch ganz annehme als Mein Eigentum, daß Ich euch den
Pfingstgeist gebe, Meine Liebe, und daß Ich euch zu Mir ziehe, daß, wo Ich bin,
auch ihr seid und ihr Mir ganz gleich werdet als die Bräute, die sich mit Mir
auf ewig vermählen. Amen
Ihr könntet nun sagen: Herr, das ist doch vorbei, das ist
doch Vergangenheit! Aber habe Ich nicht vom Kreuz herab gesagt: "Vater,
vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun". Das heißt, nur unter
dem Kreuz werdet ihr Sündenvergebung erlangen, nur unter dem Kreuz werdet ihr
Mein Blut empfangen, denn Mein Blut löscht Sünden aus und reinigt euch von
allem Übel und Ungemach. Und nur vom Kreuze herab hört ihr Meine Worte:
"Vater, in Deine Hände empfehle Ich sie alle - mit Mir". Das heißt,
vom Kreuze her hört ihr euren Freibrief, euren Ruf, in den Himmel einzugehen.
Hier ist euer Ruf: "Kommet zu Mir, ihr
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Gesegneten,
in Mein ewiges Reich!"
So sehet ihr, ist das Kreuz fürwahr die offene Türe. Hier
werdet ihr entlastet von Sünde und Schuld. Hier werdet ihr begnadigt und
angetan mit neuen Gewändern. Hier eröffnet sich die Himmelspforte. Da gehet
hindurch in das Himmelreich.
Und wie Ich gesagt habe: "Niemand kommt zum Vater,
denn durch Mich", so kann Ich auch sagen, niemand kommt in das
Himmelreich, denn durch die Pforte, die das Kreuz darstellt: Durch das Kreuz
hin zur Krönung! Hier gehet ihr ein in das ewige Leben.
So wisset ihr nun, Ich versammle die Menschheit neu unter
dem Kreuze. Hier werdet ihr Freispruch von euren Sünden erlangen, hier werdet
ihr eure Berechtigung empfangen, das Himmelreich anzunehmen. Denn gedenket
Meiner Worte: "Vater, in Deine Hände empfehle Ich sie alle - mit
Mir!" Und diese Worte sind die Kraft, die euch den Himmel öffnet und ewig
zu eurem Eigentum macht. Ich habe euch damals in den Himmel empfohlen, und Ich
trage euch in diesem Worte in den Himmel. Darum ist euer das Himmelreich. So
nehme Ich euch am Kreuz Sünde und Schmach, hier gebe Ich euch den Freibrief für
den Himmel. Durch Kreuz zur Erwählung des ewigen Lebens im Himmel!
Und so verstehet ihr nun: abermals versammle Ich alle
Völker unter dem Kreuz. Die einen werden Mich annehmen als ihre Loslösung von
Sünde und Schuld und Erwählung zum ewigen Leben, die anderen werden Mich
verwerfen und Ärgernis an Mir nehmen. Sie sind die unklugen Jungfrauen, und sie
werden in ihren Sünden untergehen. Sie pochen, und die Himmelspforte bleibt zu,
weil nur Ich der Weg bin, nur Ich die Pforte, nur Ich das Leben. Und wer Mich
verachtet; mag er auch suchen, wie suchen die törichten Jungfrauen, außer Mir
findet er das Öl nicht, außer Mir findet er nicht die Pforte, außer Mir findet
er das Leben nicht. Und so sage Ich euch: Ich bin in die Welt gekommen aus
Liebe; durch den Glauben nehmt ihr Mich an, durch das Kreuz nehme Ich euch an,
durch den Pfingstgeist nehmt ihr das Zeichen eurer Erwählung für den Himmel an.
Und Ich habe doch gesagt: „Ich gehe euch voran, euch ewige
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Wohnungen
in Meinem Reiche zu bereiten." Nun bin Ich dabei, die Meinen ins ewige
Gastmahl einzuladen. Ich komme zu euch, um euch dorthin zu bringen, daß, wo Ich
bin, auch ihr seid, immer und ewig.
UM so sehet ihr nun, Liebe bin Ich selbst, Liebe geht von
Mir aus, Liebe ist Meine Lehre, Liebe ist Mein Geist, Liebe Ist Mein Werk. Ich
habe euch gesagt: "Wer an Mich glaubt, Ich bin sein." Durch das
Kreuzopfer seid ihr Mein. Durch die Liebe zu Meiner Liebe habt ihr Meinen
Pfingstgeist empfangen. Und aus Liebe, wo Ich bin, sollen auch die
Meinen sein, daß unsere Liebe nun ganz, vollkommen sei, ihr in Mir und Ich in
euch, wir ewig eins. Amen
JW 8.07.1989
JESUS, sei Du das Licht, das uns erleuchtet, sei Du das
Feuer, das uns entzündet, sei Du die Kraft, die uns stärkt, denn fürwahr, aus
uns sind wir finster, aus uns sind wir elend, aus uns sind wir allem Guten
gegenüber schwach. Ja Herr, sei Du in uns und wirke Du in Uns, denn was Du
nicht tust, es ist nicht gut, denn wir sind aus uns Schwäche, und Du bist die
Stärke. Und wie kann in die Schwachen Stärke kommen? Doch nur durch Dich, der
Du die Stärke in den Schwachen, das Licht in der Dunkelheit, das Leben in den
Toten bist! So sei, o Herr, in uns und durch uns, wirke Du selbst, denn wir
sind elend, ein Häuflein Elend, Du aber bist alles Gute und wirkst auch alles
Gute, und das allein zu Deiner Ehre und zu unserem Heile. Amen
Die Engel sind eure Diener in Meinem Namen; einmal Meine
Boten, zum anderen auch Meine Helfer an euch und eurem Leben, von Mir zu euch
gesandt, daß sie euch Brücke zu Mir sind, Ich durch sie an euch wirke. Denn
sehet, ihr lebet
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doch
auf dieser Welt im Leibe, und daß ihr auf dieser Welt in diesem Leibe Wohlfahrt
habt, dazu habe Ich euch speziell die Engel gesandt. Sie sind Meine Hüter auf
Erden bei euch, sie sind Meine starke Hand, die euch im irdischen Leben führt
und rettet.
Damals, zu Mose Zeit, habe Ich dem Volk Israel einen
starken Engel mitgegeben, der sie begleitete in Meinem Namen und in Meiner
Kraft. Ist doch euer Weg durch die Zeit ein ähnlicher wie der des Volkes
Israels. Ihr gehet aus Ägypten in eine neue, bessere Zeit, aber vorerst durch
eine Wüste, durch eine Bewährung, und würde Ich nicht mit euch sein und nicht
mit euch durch die Engel, wie wollte Ich euch auf Erden retten, recht führen
und so eure Stärke sein!
Sehet, durch die Anwesenheit der Engel ist Meine Kraft auf
Erden vorhanden, ist Meine Wirksamkeit auf Erden gegenwärtig. Indem Ich die
Engel zu euch sende, ist göttliche Kraft direkt bei euch, euch durchdringend,
euch ermunternd zum Guten, euch antreibend zu allem Heile. So sind die Engel
jene heiligen Boten, die Göttliches euch mitteilen, die göttlichen Schutz euch
gewähren, göttliche Führung, göttliche Antriebe; alles dies in Meinem Namen.
Und Ich sage euch, Ich habe den gleichen starken Engel - Michael - euch
zugestellt wie einst dem Volke Gottes. Er ist Wächter und Wegführer, er ist
Schützer und Nothelfer in Meinem Namen. Denn ihr werdet alle noch bewährt
werden müssen, ihr werdet noch mancher Not ausgesetzt. Aber wie die Gerechten
des Volkes Israel glücklich das rechte Ziel des Gelobten Landes erreichten, so
wird auch ein gewisser Teil von euch dieses Ziel siegreich und glorreich
erreichen in der starken Hand, jenes großen Engels, der Meine Hand darstellt
bei euch auf Erden.
Sehet, Ich habe eine zweifache Möglichkeit, auf Erden bei
euch zu sein: Durch die Engel oder indem Ich euch Meinen Geist eingieße; dann
bin Ich ja selbst wesenhaft in euch. Die Engel sind somit die Wächter und Hüter
und Boten vor allem jener, in denen Ich noch nicht auferstanden bin. In denen
Ich erstanden bin, hier wohne Ich ja selbst in ihrem Fleische, bin damit selbst
in der Welt gegenwärtig, bin
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selbst
in ihrem Leibe wie wieder gegenwärtig. Und somit gibt es die geistigen Kindlein
und die geistigen Jünger. Die Engel sind vor allem für die geistigen Kindlein
gedacht und gesandt, auf daß Ich in Meinem Geiste in ihnen auferstehen möge. In
denen Ich auferstanden bin, hier sind die Engel große Stützen und Helfer, aber
Ich selbst bin in ihrem Fleische gegenwärtig, und damit lebe Ich in den Jüngern
der Endzeit heute weiter als Meinen neuen Gliedern, Meinem großen Leib, den Ich
verherrlichen will und in dem Ich glorreich erstehe. So sehet ihr, trifft das
Bild des Engels, der dem Volke Gottes vorausgeht, auch heute zu.
Doch ihr wisset, der Erzengel Michael ist vor allem Künder
Meines Willens. Nehmen die Menschen Meinen Willen an, stärkt Mein Geist diese
Menschen, Michael führt und schützt sie in Meinem Namen, und sie werden allen
Prüfungen und Gefahren zum Trotz sicher und siegreich das Ziel erreichen. So
strebet vor allem immer nach Meinem Willen, und Mein Wille wird euch eingegeben
und damit wird Michael die Macht verliehen, euch zu erleuchten, zu retten, zu
leiten und schließlich auch zum Sieg, zur rechten Heimankunft zu führen. Wer
heute nach Meinem Willen fragt, ist somit in der besonderen Obhut des heiligen
Wächters Michael.
Aber Ich habe ja gesagt, daß Ich auch im Menschen
auferstanden bin, in ihrem Leibe gegenwärtig bin. Wie werden sie sich Meiner
allzeit in ihrem Leibe bewußt bleiben? Indem sie auch nach Meinem Willen
fragen. Denn Mein Geist auf Erden entspricht Meinem Willen, und wer auf Meinen
Willen achtet, ist Meinem Geist im Fleische offen und er ist ansichtig Meines
Engels, Meines starken Helden bei sich, und er wird so sicher von innen wie von
außen geführt; von innen erleuchtet und von außen geleitet durch die Zeit,
durch Trübsal, aber nun zur Bewährung, zum Sieg und somit zur Vollendung.
Wenn nun der heilige Michael Träger des göttlichen Willens
ist und alle, die Mir willig sind, führt, zum rechten Ziele leitet, so ist auch
Mein Geist Mein Wille hier und Mein heiliger Wille auf Erden. Und wer hier nach
Meinem Willen fragt, ist auch von Meinem Geist erfüllt, von Meinem
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starken
Engel begleitet, und er geht so sicher, bewahrt und geschützt, über den
Gefahren stehend in eine bessere Zeit, in die Zeit der wahren Morgenröte.
So sehet: Mein Wille ist, daß euer Weg ein Weg zur
Vervollkommnung, zur Heiligung, zur Ähnlichwerdung mit Mir ist. WERDET
VOLLKOMMEN, WIE ES EUER VATER IM HIMMEL IST— DAS IST MEIN WILLE! Danach
strebet, und der Engel des Herrn ist bei euch, und die Kraft des Höchsten ist
in euch. Und wer kann euch Mir nun entreißen, da ihr doch im äußeren und
inneren Schutz Meiner stehet! Ja, nun seid ihr stark gegen Sünde, gegen Teufel
und Tod. Amen
Sehet: die Menschen werden sich deswegen in zweierlei
Herden scheiden, weil die einen auf den Geist des Herrn achten, die anderen auf
den Geist der Welt, den Weltgeist. Mein Geist ist Mein wesenhafter Geist, ist
Mein Wesen als Geist, der Geist der Welt ist der Geist des Fleisches, ist der
Geist Luzifers. Mein Geist ist Meine Kraft aus Meinem Wesen, ist Meine
göttliche Salbung, Mein göttliches Geschenk, Meine göttliche Segnung. Wer auf
Mich schaut, Meine Segnung, Meinen Geist erwartet, wird diesen Geist bekommen
und wird darin gesalbt und neugeschaffen. Doch wer den Segen der Welt, den
Segen des Fleisches, den Segen des Sterblichen sucht, vorn irdischen Götzen
erwartet, der bekommet den Weltgeist, die Weltsegnung, den Geist, der einst
Adam und Eva im Paradies verführt. Denn sie haben Meine Gnade ausgeschlagen und
nach dem Geist der Welt getrachtet und sind so in ihren Bann, in ihre Sünde, in
ihre Strafe und ihr Gericht gefallen.
Erbittet alles von Mir, erbittet nichts von der Welt! Das
ist die große Scheidung. Erbittet von Mir Meinen Segen und erbittet nicht von
der Welt ihre Huld, denn der Welt Huld ist der Weltgeist, Meine Huld ist Mein
Geist, der euch erneuert. Und darum betet ihr doch: "Vater uns, der Du
bist im Himmel, gib...", und ihr saget nicht: "Vater Luzifer, gib
mir". Und so werden sich die Geister scheiden.
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Und Ich sage euch, wer zu Mir blickt und Mich anruft, wird
Himmlisches, ja selbst Göttliches, empfangen. Er wird es aus Meinem Geist
getreulich erlangen. Doch wer sich von Mir abwendet und dem alten Verführer
huldigt, ihn anbetet, ihn um seine Gabe bittet, dieser wird ihn mit Finsternis
schlagen, mit dem Geist der Welt, ihn zu seinem Sklaven, ihn zu seinem
Leibeigenen machen, ihn zu einem machen, dem das Blut, d.h. die Gnade
ausgesaugt wird. So soll euer Gebet "Vater unser im Himmel" heißen,
nicht ''Vater der Lüge", nicht "Vater des Abgrundes", nicht
"Vater der Bosheit".
Und so seht ihr schon, die einen stellen vor jede Tat und
jeden Wunsch "Vater unser, der Du bist im Himmel" und die anderen,
sie nennen das, was sie suchen, Weltgunst, Weltgeist, Weltlehre und rufen doch
den Vater des Verderbens, und er gibt ihnen die Huld und raubt ihnen die Gnade,
das übernatürliche Leben, jenen Geist der Seele, der die Seele zum Gottesbild
machte. Doch durch den Verlust dieser Gnade ist der Mensch nun mehr dem Tier
denn dem Menschen ähnlich.
Seht ihr, "Vater unser" beten alle, die einen
"der Du bist im Himmel", die anderen setzen hinzu "der du bist
auf Erden oder in der Hölle." Und so wird es unter den Menschen zweierlei
Väter geben, so wird es zweierlei Ziele also auch des Gebetes geben und somit
zweierlei Gaben gleich Geist, zweierlei Resultate, Segen oder Fluch, Leben oder
Tod. Und wie Adam Mir widerstritt und sich durchstritt zum Vater der Lüge, so
werden es heute auch Menschen machen, sie werden dem alten Adam gleich sein.
Ihr aber, ihr werdet Mir nachfolgen und ihr werdet mit Mir "Vater unser,
der Du bist im Himmel" beten, und Mein Geist wird euch erleuchten, ihr
geht himmelan, und ihr werdet das Himmelreich erben.
So seht ihr die Väter, die ungleichen Väter, den Vater der
Lichter und den Vater der Finsternis, den Vater des Himmels und den Vater der
rein irdischen Dinge nur. So lasset alle Dinge im Gebet, zu Mir kommen, und was
Ich euch gebe, ist gesegnet, und Ich werde es euch wunderbar erhalten. Doch die
den Fürsten der Welt anbeten, er wird ihnen sicher auch
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einen
Köder geben, um sie hinabzuziehen in den höllischen Abgrund. Aber der Welt
Güter vom Weltgeist allein zu bekommen, ist ein Köder, der den Menschen in den
Abgrund des Feuerpfuhls stürzt.
Ist euch nun klar, daß die große Scheidung der Geister
durch zweierlei Väter geschieht? "Vater" ist gleich Ursprung, gleich
Schöpfer. Ihr seid von Mir als eurem Ursprung, und Ich bin euer Schöpfer, Ich
bin euer Herrscher, Ich bin euer Ziel und bin eure Vollendung. Aber Ich sage
euch, es gibt nun Menschen, sie sehen den Bösen als ihren Vater, ihren
Ursprung, ihren Schöpfer und huldigen ihm, sind ihm zu Diensten, ja eifern für
dessen Ehre. Aber ihr wißt, der alte Drache wird gebunden und mit seinem Anhang
hinabgestürzt und die Pforten der Hölle werden verschlossen und versiegelt
werden.
"Vater unser, der Du bist im Himmel", betet ihr,
betet ihr zu Recht. So betet, und ihr werdet Mich rufen, denn Mein Reich ist
der Himmel. Ich bin doch nicht von der Welt, Ich bin vom Himmel in die Welt
gekommen, um euch für den Himmel, für das Leben in Meiner Gnade zu bereiten.
Die aber nur in den irdischen Gütern ihr Glück, ihr Vergnügen, ihren Reichtum
suchen, o Ich sage euch, sie beten den Mammon, den Geist des Herrn der Welt an,
den, der das Gericht darstellt und jene, die ihm huldigen, ins Gericht schlägt,
in den Bann der Vertierung.
So wisset, wie wichtig es ist, daß ihr zu Mir in den Himmel
blicket und wisset, hier ist Mein Reich, und von dort kommt auch die neue Erde
her. Denn der Himmel kommt herab und wird diese Erde zu einer neuen Erde
verwandeln. Es kommen die himmlischen Bewohner mit Mir an der Spitze herab, und
nur so wird eine neue Erde und ein glückseliges Leben hier werden. Und der
Geist der Welt mit seinem Anhang, mit der alten Weit der Finsternis, geht hinab
in den Pfuhl, und der Deckel wird geschlossen und versiegelt, und das Böse wird
das Tageslicht nicht mehr schauen.
So sehet ihr, "VATER UNSER, DER DU BIST IM
HIMMEL", da sei euer Blick hingewandt, dorthin sei eure Bitte gerichtet,
dort sei eure Hoffnung, von dort kommt der Geist, jegliche Segnung und alles
Gute. Und der Weltgeist?
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Der Weltgeist hat Mich einst in der Wüste versucht, wie er
auch heute die Menschen versucht. Wie soll eure dreifache Antwort sein?
JESUS, Du bist mein König!
JESUS, Deine Reichsordnung ist meine
Reichsordnung!
JESUS, Dein Reich ist mein Reich!
Und jene, die dem Weltgeist huldigen? Sie werden Luzifer zu
ihrem vermeintlichen Erlöser erheben, sich seiner Lüge übergeben und sein Reich
zu mehren suchen. Aber ihr wißt, was dem bösen Geist für ein Ende beschieden
ist: Er wird überwunden von Mir als Wiederkommendem, und er wird in den Abgrund
gestürzt, und die Pforten der Hölle werden verschlossen und versiegelt.
So wisset: im Zeichen des Kreuzes ist der Vater der Welt,
des Weltgeistes, überwunden und alle, die ihm anhangen, werden auch mit ihm
gebunden. Und so möge euer Blick zum Himmel, zum Geist, zu Mir gerichtet sein
und bittet: "Vater unser! Vater unser, der Du bist im Himmel", und
Ich gebe euch Meinen Geist, Ich gebe euch Meine Segnung, Ich gebe euch Mein
Leben, Ich gebe euch Mein Heu,
So seht ihr, wird es am Ende der Zeit Gotteskinder geben
und Satanskinder. Kinder reifen zur Braut, zu Gottesbräuten und Satansbräuten.
So habe Ich doch selbst gesagt: "Bereitet euch, Meine Bräute, Ich komme,
um Mich mit euch zu vermählen auf ewig. "Auch der böse Feind sucht sich
Bräute zu bereiten, um mit ihnen eine Einheit einzugehen, aber eine Einheit,'
um ' mit ihnen in den Abgrund zu stürzen, um verbannt, d.h. verdammt zu werden.
So sehet, Ich bin die Auferstehung, der Geist der Welt ist aber das Gericht. Wer
an Mich glaubt, ist gerichtet zum Leben, wer aber Mir nicht glaubt, er wird
doch dem Feind der Seelen huldigen und fällt durch ihn in das Gericht. Amen
Betrachtet eine Seele, denn diese stellt das Wasser dar.
Ich
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gebe
Meinen Geist hinein, dann ist die Seele kein Wasser mehr, sondern Wein, d.h.
die Seele ist keine Kreatur mehr, sondern sie ist ein göttliches Kind. Und
darum sagte Ich doch: Ich will euch neu schöpfen; daß ihr göttlicher Natur
werdet; daß ihr in Mir lebet, weset und seid. Neuschöpfung heißt Heiligung oder
Vergöttlichung der Schöpfung.
Sehet, Ich möchte die Seelen wie Wasser in Wein verwandeln,
und Ich will es euch erklären: Euer Leib ist der Krug, und in eurem Leibe ist
eine Seele wie Wasser. Und wenn ihr euer Sehnen nach Mir richtet - das ist nun
die Öffnung der Seele für Meinen Geist -, so will Ich euer Sehnen stillen, denn
Ich bin selbst eurer Sehnsucht Stillung.
Selig, die sich da sehnen nach Mir, gleich dürsten nach
Mir, Ich will sie stillen, Ich will sie in Wein, in ein neues Leben, in ein
neues Wesen verwandeln. Selig, die da dürsten, die sich da sehnen nach Mir, Ich
werde ihrer Seele Verlangen, ihre Stillung sein. Ich werde sie aus Wasser in
hochzeitlichen Wein umgestalten. So sehne sich eure Seele nach Mir, und Ich
komme als eure Sehnsucht, eurer Sehnsucht Stillung. Ihr seid nicht mehr nur
Kreatur, ihr seid eine göttliche Schöpfung, eine durch den Geist erneuerte
Schöpfung, ein Gotteskind, ein göttlich Kind, ein Vaterkind! Die Sehnsucht nach
Mir bringt Mich, eurer Sehnsucht Stillung, in eure Seele. Ich komme als
Bräutigam zu der Mich ersehnenden Seele, Ich vermähle Mich mit der sehnenden
Seele, und so ist aus Wasser, Kreatürlichkeit, ein göttliches Leben, ein durch
Meinen göttlichen Geist verwandeltes Wesen geworden, eine Wesensverwandlung wie
Wasser in Wein. So sehet ihr, wie sich der Hirsch sehnt nach frischem Wasser,
so möge sich eure Seele nach Mir sehnen. Ich bin eure Sehnsucht, eurer
Sehnsucht Stillung, und Ich will auch eure Erquickung sein, Ich will euch
erlaben. Ihr seid Wein; hochzeitlicher Wein, ihr seid Meine Braut, wie Ich euer
Bräutigam bin. Und wenn nun der Leib der Krug ist, so soll sich der Leib der
Seele bewußt sein, des Wassers, und die Seele sich bewußt sein ihrer wahren
Sehnsucht. Die Seele soll sich vereinigen mit Mir, dem Bräutigam, durch
Sehnsucht, denn Ich habe auch Sehnsucht nach Meiner
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Braut.
Und kommt unsere Sehnsucht zusammen, stimmt sie überein? so komme
Ich, der Ersehnte, die stillende Sehnsucht zu euch, Ich vereinige Mich mit
euch, und ihr seid jener hochzeitliche Wein, jene hochzeitlich-bräutliche
Seele. Sich sehnen, sich sehnen nach Mir heißt, sich Mir öffnen, Mich
herabflehen: KOMM, HERR JESUS, KOMM! ICH SEHNE MICH NACH DIR. DU BIST MEINE
ERQUICKUNG!
So ist der Seele Haupteigenschaft Sehnsucht. Mich
herbeisehnen, ist Eigenschaft der Braut. Und wo der Bräutigam, in dem Fall Ich,
das sehe, komme Ich und erfülle die Sehnsucht. Ich bin der Ersehnte, der
Sehnsucht ewige Erquickung. Seele und Sehnsucht fällt zusammen. Sehnet euch
aber nach Mir, und Ich bin eurer Sehnsucht, eurer Seele, Stillung, euer
Bräutigam.
Was ist nun für ein Unterschied zwischen Wasser und Wein?
Wasser wird nicht nur verwandelt etwa in einen Traubensaft, Wasser wird
verwandelt durch Meinen Geist, und Mein Geist ist gegenwärtig. Liebesgeist wird
sich in euch vorfinden, da ihr euch in Liebe nach Mir sehnend richtet.
Sehnsucht nach Mir ist Liebe, und weil ihr Meiner Sehnsucht, Meiner
Liebessehnsucht, nachgegeben habt - auch Meine Liebe heißt Sehnsucht -, so will
Meine Sehnsucht euch Genüge tun, indem Ich Mich mit euch vereinige. Ich will
eurer Sehnsucht Genüge, in dem Fall Seligkeit sein.
So wisset ihr, daß eurer Seele höchstes Vermögen Sehnsucht
- ein anderes Wort für Liebe - ist, und auch Mein Geist ist Sehnsucht nach
euch, Liebessehnsucht. Und wo Ich eine sehnsüchtige Seele Mir gegenüber finde,
wie komme Ich doch schnell als selbst sehnsüchtig Liebender, euch mit Meiner
erquickenden Liebe zu füllen, euch mit Mir zu einen. Nun ist Wasser - Wasser
gleich geschöpflicher Kreatur - zu einer himmlischen Schöpfung, zu einem
himmlischen Menschen geworden, wie es geschrieben steht: "Der Geist Gottes
schwebte vorerst über dem Wasser." Nun aber ist er im Wasser selbst
innewohnend, das Wasser ist zum Wein geworden, steigt zum Himmel auf, ist Teil
Meines Blutes, Meines Wesens geworden: Sie wesen in Mir und Ich wese in ihnen;
sie sind in Mein Wesen eingegangen! So begreifet ihr nun, eure Sehnsucht zieht
Mich herab, und
34
Ich
wohne in euch und verwandle euch und hebe euch zu Mir selbst empor. Denn es
heißt: Ich werde euch einführen in das himmlische Jerusalem und werde Mich dort
für ewig mit euch vermählen. Ich bin das Haupt, ihr aber seid Meine glorreich
erstandenen Glieder. Amen
JW 22.07.1989
JESUS, laß Dich bitten in dieser Stunde, daß Du einkehrst
mit Deinem Segen. An Deinem Segen ist alles gelegen, ohne Deinen Segen, Deinen
Geist sind wir nur ein irdenes Gefäß, eine tönerne Schelle. So gib uns von
Deinem Geist, von dem Hauch des Lebens, und wir werden durch die Liebe zu allem
Guten fähig, zur Liebe, der Grundgabe alles Guten. Wo Dein Geist, Deine Liebe
wirkt, sind alle guten Gaben. Komm, Herr, mit Deinem Geist, entzünde in uns Deine
Liebe, und alle Gaben des Geistes werden in uns erstehen, Dein ewiges Leben.
Amen
Er trug Mich, und ihr sollt Mich auch tragen! Christophorus
fühlte sich stark. Doch als er Mich trug, sah er, daß er aus eigener Kraft Mich
doch nicht tragen kann. So gab Ich ihm, obwohl er stark war, in seine Schwäche
Meine Stärke, und er konnte Mich tragen. Er wurde damit zum Christusträger, zum
Gottesträger, zum wahren Kreuzträger.
Wer Mich trägt, trägt sein Kreuz recht, denn Ich und Meine
Kreuzliebe ist das gleiche. Und wer Meine Kreuzliebe, damit MICH selbst, Meine
Herzensliebe, trägt, der trägt Mir recht Mein Kreuz nach. Er wird wahrhaft Mein
Jünger sein, und er wird da sein, wo auch Ich bin und die Meinen.
Christophorus fühlte sich stark, als er noch nicht versucht
hatte, Mich zu tragen. Doch als er Mich zu tragen begann,
35
schwand seine Kraft. Ich mußte ihn stärken. Ich muß euch
alle stärken, denn ohne Meine Kraft könnt ihr Mich nicht tragen, nicht
ertragen. Und so sage Ich euch: wer Mich zu tragen begehrt, muß auch von Mir
Meine Gnade begehren. Ihr vermöget ohne Mich nichts, und so auch nicht, Mich zu
tragen recht und stark. So hat Christophorus ein Zweifaches getan: Er begehrte,
Mich zu tragen und flehte Mich um Meine Kraft an. Glauben ist Mich tragen
wollen, Hoffnung ist flehen um Meine Gnade. Und er trug Mich in Meiner Kraft.
Er hatte Mich lieb gewonnen. Er hat Mich als sein Leben, seine Liebe, gewonnen.
Alle, die glauben, machen es wie Christophorus, sie wollen
Mich tragen. Aber Glaube ohne Werke ist tot. Wer aber kann euch die Kraft zu
Glaubenswerken geben, Mich nicht nur tragen zu wollen, sondern es auch zu
vermögen? Wiederum nur Ich! Ihr glaubet und vertrauet oder hoffet, was das
gleiche ist. Glaubet und betet um Meinen Beistand, und es wird euch als ein
Drittes gelingen, Mich wahrhaft zu tragen, Mich, den Gekreuzigten, Meine
Kreuzesliebe. So nehmt ihr euer Kreuz recht auf euch, folget Mir, könnt Meine
rechten Jünger sein, und ihr werdet sein, wo Ich selber bin. Denn wo der
Meister ist, werden auch seine Jünger sein.
Sehet, die Weisen aus dem Morgenland begehrten, Mich als
Erlöser kennenzulernen, und sie beteten, und Mein Geist stärkte sie und führte
sie durch den Stern. Sie suchten betend und gelangten zu Mir liebend, zur Liebe
selbst, von der Liebe umschlossen.
Und wenn ihr nun in den Urwald ginget und ihr fändet einen
Menschen dort, der da sagt wie Christophorus: Ich möchte Christus beherbergen,
ich möchte Christus in mir tragen, so hat Mein Geist in ihm Glauben gewirkt.
Aber ihr müßt ihm sagen, Glaube ohne Hoffnung ist wie ein Glaube ohne Kraft.
Wer glaubt und betet, der bekömmt zum Glauben die Kraft des Vollbringens. Er
glaubt und bringt gute Früchte. Er bekommt zum rechten Wollen das rechte
Vermögen. Und wenn er nun mit Meiner Kraft Mich wirklich trägt, den
Gekreuzigten, Meine Kreuzesliebe, so wird er seinen Weg vollenden. Denn die
Mich tragen, trage Ich. Und wo kommen sie hin? Zu dem, den sie tragen, denn er
wird sie selbst zu
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sich
ziehen!
Und so sage Ich, es wollen manche Mich tragen, aber sie
beten zu wenig. Sie beten zu wenig um Meine Gnade, und so bleiben sie im
Glauben stehen, und sie sind eine Hütte, die Mich doch nicht umschließen kann.
Denn ohne Meine Gnade, Meinen Segen, vermöget ihr nichts, Glauben und beten,
hoffen auf Meine Gnade, das sind die zwei Stufen zum dritten, Mich besitzen,
zum rechten Ziel, zu Mir selbst zu gelangen. Denn in denen Ich lebe, die leben
in Mir, und sie werden ewig bei Mir bleiben. Amen
Betrachtet nun die Menschen als die Krüge; betrachtet darin
Wasser, die menschliche Seele. An Meinem Segen ist es gelegen, daß aus Wasser
Wein wird, aus einer armen, geistarmen Seele eine geistvolle Seele, eine
geistige Seele wird.
Sehet, Ich habe den Aposteln den Auftrag gegeben, die
leeren Krüge mit Wasser zu füllen. Das heißt, wenn ihr lehret, lehret die
Menschen, daß sie nicht nur Leib gleich einem Kruge sind, sondern ihre Seele
dem Wasser gleicht, und sie in ihrer Seele Meinen Segen über sich selbst oder
über andere erflehen. Denn was Mein Segen am Wasser bewirkte, nämlich die
Verwandlung In Wein, das gleiche wirkt Mein Segen auch an den Seelen. Sie
werden nicht dem Wasser gleich geistarme Seelen bleiben, nein, sie werden dem
Wein entsprechen, sie werden von Meinem Geist durchdrungene Geister Gottes
sein. Sie werden ein neues, im Geiste neugeborenes Geschöpf: Gotteskinder,
Gottesglieder, Gottesfreunde, Gottesbräute.
Die meisten Menschen heute gleichen den Krügen ohne Wasser.
Sie sind sich ihrer Seele nicht bewußt, sie glauben, nur Leib zu sein. Und daß
sich der Mensch seiner Seele bewußt wird und des Segens, der die Seele nur zu
einem reinen Geist umwandelt, ist Voraussetzung, um wahrhaft gläubig auf Meinem
Wege zu wandeln.
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Sehet, der irdische Leib gleichet dem Krug. Der Wein ward
zu Kanaan ausgetrunken, das heißt für Menschen, die Gnade war verwirkt,
verlorengegangen. Ich kam in die Welt, euch eurer Seele bewußt zu machen. Und
was glaubt, hofft und liebt, das ist nicht der Leib, das sind
Haupteigenschaften der Seele. Durch Glaube, Hoffnung und Liebe nehmt ihr Meinen
Segen auf, und ihr, die ihr ehedem Wasser, d.h. eine kreatürliche Seele ohne
Geist wäret, ohne Licht und Leben, ihr werdet durch Meinen Geist erfüllt, ihr
werdet geistig wie die Engel in der Seele, ihr werdet Bewohner des Himmels, ihr
werdet den Geistern Gottes ähnlich. Und so müsset ihr von neuem wiedergeboren
werden im Heiligen Geist. Und wie der Hirsch sich sehnt nach frischem Wasser,
so möge sich eure Seele nach Mir sehnen: Im Glauben, gleich Wahrheit; in der
Hoffnung, bezogen auf Meine Gnade; durch die Liebe, Mir dienen, Mich
verherrlichen, Mich so besitzen, in Mir selbst das Leben zu besitzen.
Die Menschheit gleichet heute dem großen Hochzeitsfest von
Kanaan. Die Krüge sind leer, die Menschen fühlen sich als leibliche Geschöpfe
und kennen ihre Seele nicht, um wieviel weniger den in ihnen wirkenden Geist,
Meinen Geist.
Und so sage Ich euch, müssen die leiblich und fleischlich
gesinnten Menschen sich ihrer Seele, dem wasserähnlichen Element in sich bewußt
werden. Denn es steht doch geschrieben: UND DER GEIST GOTTES SCHWEBTE ÜBER DEM
WASSER, über den Seelen. Die Seele glaubt. Die Frage ist nur, an was sie
glaubt. Die Seele hofft und begehrt. Die Frage ist nur, nach was sie sich sehnt
in Glaube und Sehnsucht. Die Seele liebt, will sich einen, will sich hingeben,
will also Braut werden. Die Frage ist nur, wo ihr letztes Sehnen, ihr letztes
Ziel ist. Sehet, der Glaube der meisten Menschen ist diesirdisch, ihr Sehnen
auch diesirdisch, ihre Liebe auch nur diesirdisch, und sollte doch auf Mich als
Wahrheit, auf Mich als den Gnadenvollen, auf Mich als die Liebe selbst
gerichtet sein! Das erweckt die Seele zu neuem, geistigem Leben.
Es heißt, bei der Hochzeit von Kanaan War ein Brautpaar,
das sich vermählte, und ihnen fehlte der Wein. Ist die Menschheit heute nicht
gleich jenem Hochzeitspaar von einst
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bei
Meinem ersten großen Wunder? Ihnen geht der Wein aus, das heißt für die Seele,
sie hatte Meinen Geist verwirkt, Meine erste Gnade, und sie soll sie durch Mich
neu bekommen. Wie? Man hat Mich gebeten, daß Ich die Krüge mit Wasser füllen
lasse, und man bat Mich, es zu segnen. Dann schöpfte man daraus - und es war
Wein geworden!
Hat nun Maria als Person Mich darum gebeten oder haben die
anderen Maria gebeten, daß sie diese Gebete zu Mir bringe?
Sehet, die nun Bräutigam und Braut waren, sahen sich in
großer Verlegenheit. Sie fragten, wer ihnen Wein besorgen könne. Die Jünger,
die zugegen waren, wußten von Meiner Wundermacht. Wer aber war der Sprecher,
der Mich bat, doch das erste Wunder zu wirken und Wasser in Wein zu verwandeln?
Es war Meine Mutter. Und so wurde sie Sprecherin der Apostel. Sicher hätten
Mich auch die Jünger darum bitten können, aber sie wagten es nicht. Da hat
Meine Mutter dem Leibe nach Mich darum gebeten, und Ich sagte: FÜLLET MIT
WASSER, GLAUBET UND HOFFET, SO WIRD MEIN SEGEN EUCH NICHT MANGELN! Und Mein
Wunder wirkt die große Verwandlung, Mein Geist macht alles neu. Es ist guter
Wein, kostet, wie gut er mundet! So ist auch die Menschheit heute. Sie will
sich vermählen, sie geht in eine neue Zeit, aber ihr ging der Wein Meiner Gnade
aus. Ich heiße euch, Wasser in die Krüge zu tun, das heißt zu glauben, und dazu
hoffe Ich, daß ihr auch Meine Gnade erbetet, Meinen Segen, denn Glaube ohne
Meine Gnade bleibt fruchtlos. Wer glaubt und auf Meine Gnade vertraut, wird das
Wunder schauen. Denn Ich mache in Meinem Geist alles neu, eine neue Erde und
einen neuen Himmel.
Und so füllet eure Herzen mit Wasser, mit Glauben, und es
kommt durch die Hoffnung über euch Mein Segen, Und Glaube und Hoffnung, was
Segen wirkt, wird die Verwandlung bringen. Mein Liebesgeist verwandelt euch in
Wein, in eine neue Kreatur, in Meine vielgeliebten Kinder, in Meine an das Herz
gedrückten Jünger, in die in Meinem Herzen wohnenden Bräute. Amen
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Sie hatten eine ganze Nacht umsonst gefischt. Warum? Ihr
eigenes Streben hat ihnen dieses Ungemach bewirkt. Dann aber habe Ich sie
gesandt, und Meine Gnade war mit ihnen, und die Netze sind fast zerborsten.
Tuet nichts im eigenen Namen und in eigener Ohnmacht, sonst wird euer Fischfang
leer ausgehen. Ihr habt zwar die Arbeit, aber nicht den Segen.
Was aber heißt, im Namen des Herrn und in Meiner Gnade
etwas zu tun?
Seht, als die Jünger diesen leeren Fischfang erlebten, da
hat der Mensch aus sich selbst gestrebt, gefischt. Der reiche Fischfang kam,
indem die Jünger Mich baten: "Herr, sende Du uns. Sei Du mit uns. Also
fische Du und sammle Du die Fische für und mit uns ein." Ich sende und
bevollmächtige dazu, daß die Sendung gut erfüllt wird, das heißt, die Jünger
traten vor dem reichen Fischfang vor Mich und sagten: "Herr, sende uns und
segne unser Werk." Und so zogen sie hinaus.
Fürwahr, Ich habe die Netze ausgelegt. Ich habe innen die
Fische zugezogen. Ich war Wollen und Vollbringen mit der Fülle des Segens.
Immer wenn die Jünger ausgezogen sind, etwas für Mich zu tun, haben sie sich
von Mir aussenden lassen und sagten: "Herr, sende uns und sei mit Deiner
Gnade mit uns!" Sie liefen dann nicht in eigener Vollmacht, nicht in
eigener Dienstbeflissenheit, sie baten Mich, daß Ich sie sende wie Lämmer unter
die Wölfe, daß aber Ich als Hirte in Meinem Geist, in Meiner Kraft mit ihnen
sei und sie bewahre.
So seht ihr, laßt Mich euch senden. Und wo Ich euch sende,
wird es euch an Gnade nie gebrechen, denn die Gnade zeigt sich im Beistand der
Engel, und daß Ich euch sende, daß Ich euch die Wege ebne, Ich euch die Türen
zum Heile selber öffne. Und wenn ihr sehen würdet, wie die Engel einst die
Fische in die Netze getrieben haben, so hättet ihr wirklich erkannt, wie groß Meine
Kraft ist, die Ich denen offenbare, die auf Meine Gnade hoffen, denn die Engel
werden sie in den meisten Fällen an euch auswirken.
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Sehet, die Jünger taten alles im Namen des Herrn. Sie baten
jeweils Mich, sie auszusenden und durch Meine Gnade mit ihnen in allem zu sein.
So brachten sie nicht nur eine gute Fischernte ein, sie waren auch gute
Menschenfischer. Durch die Anempfehlung an Mich, Ich möge sie senden, waren sie
Glieder Meines Leibes geworden, und Meine Kraft war in ihnen, den eigentlich Schwachen,
doch nun mächtig geworden. Denn bleibet ihr an Mir, so werde Ich alle Macht in
euch offenbaren.
Und wie es einst war, so soll es auch heute sein. Erflehet
bei jeder großen Tat erstens Meine Sendung und dann Meine Gnade, und ihr werdet
sehen, Ich öffne die Türe und begradige die Wege und gebe die Vollmacht, das
Werk auch recht zu vollenden, So liegt in Mir der Anfang, so liegt in Mir auch
der Beistand und somit auch die Vollendung. Amen
D - IHR KÖNNTET FRAGEN, WER WOHL
IN MEINEM HIMMEL
DIE GRÖSSTEN SIND
Sind es die Klügsten oder sind es die Liebsten?
Sehet, die Weisheit kommt aus der Liebe. So ist die Liebe
größer als die Weisheit. Und wie das Feuer Licht erzeugt, kommt die Weisheit
aus der Liebe hervor. Darum ist die Liebe das Mir Nächste, und wer die größte
Liebe außer Mir hat, ist somit der Mir Nächste. Somit werde Ich nicht nach dem
Grad der Weisheit die Wesen, die Menschen, an Mich ziehen, denn Weisheit ist
ein Weg zu Mir, Liebe ist ein Bei-Mir-Sein. Darum ist nur die Liebe des
Gesetzes Erfüllung, das heißt den Lebensweg bei Mir vollenden. Die Weisen sehen
den Weg vor sich, die Liebenden aber gehen ihn durch die Liebe. Ein Weiser kann
den Weg vor sich sehen, aber ihn nicht gehen. Was die Weisheit sieht,
vollbringt die Liebe. Die Liebe geht den Weg. Darum ist sie des Gesetzes
Erfüllung, das Gehen des Weges. Es gibt viele Weise, aber sie stehen vor dem
Ziel und kommen nicht voran, weil nämlich nur die Liebe Schritt für Sehritt den
Weg zu Mir hin vollendet. ICH BIN LIEBE UND WEISE DEN
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WEG ZU MIR!
Sehet die drei Weisen aus dem Morgenland. Sie waren Weise,
indem sie den Stern sahen, aber drei Liebevolle, indem sie den Weg gingen,
geführt vom Stern, zu Mir, der Liebe selbst.
Viele kennen den Weg zum Leben, die nennet alle weise, aber
die Liebevollen, die lieben, sie gehen den Weg Meiner göttlichen Weisung und
gelangen zu Mir, der Liebe selbst. Die Weisen sind von Meinem Licht erleuchtet,
die Liebenden von Meiner Liebe entzündet.
Sehet, die Cherubinen weisen euch zu Mir, die Seraphinen,
die ganz in Meiner Liebe brennen, sie entzünden euch in Meiner Liebe, daß ihr
in Mein Wesen eingeht und nicht nur durch die Weisheit bei Mir, vielmehr durch
die Liebe in Mir seid. So habt ihr Weise in der Welt, sie sehen Mich durch
Licht an, 'wie fern stehend. Wie anders sehen jene, die Meine Wege wandeln, die
Mich durch die Liebe erleben! Und so werdet ihr sehen, es gibt einen
theoretischen Weg zu Mir, die Weisheit, und Ich sage, es, ist viel Wahres
daran. Doch wer den Weg durch die Liebe geht, wird sehen, in der Liebe ist dann
doch manches anders, von Stufe zu Stufe anders. Die Weisheit ist, daß euch ein
Weg gezeigt wird. Aber wenn ihr diesen Weg geht, so vollzieht sich an euch eine
Liebes- und Wesensverwandlung, ihr bekommt ein neues Herz, neue Sinne und damit
ein neues Leben.
Darum heißt es: Kein Auge hat gesehen, kein Ohr gehört,
kein Herz gefühlt, was Gott jenen bereitet, die ihn lieben, die in der Liebe
auf Meinen Wegen Mir entgegenwandeln. Mag die Weisheit noch so klug in der
Anschauung des Weges sein, die Liebenden aber gehen in Mich selber ein. Sie
sehen Mich nicht wie Einen, der außer ihnen ist, nein, sie gehen in Mich ein,
und Ich erstehe auch in ihnen. Sicher ist die Weisheit als Weg zu Mir gut, aber
die Liebe geht diesen Weg. Die Liebe erfüllt diesen Weg. Die Liebe eint euch
mit Mir. Darum habe Ich schon zu Meinen Erdentagen gesagt: Was den Weisen der
Welt verschlossen ist, ist den einfältigen Herzen, den liebenden Herzen fürwahr
offen dargelegt. Wer Demut und Liebe im Herzen hat, dem offenbart sich das
Geheimnis Meines Wesens, weil er eine
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Wesensverwandlung durchgeht, denn Liebe ist
Wesensverwandlung.
Mögen die Weisen in manchem recht haben, wie Moses den Weg
in das Gelobte Land sah, aber ihn selbst nicht beschreiten durfte, wer jedoch
durch die Liebe den Weg der Wahrheit beschreitet, sieht Mich mit den Augen der
Liebe, und zwar durch eine Wesensverwandlung. Darum heißt es ja, ihr müsset von
neuem wiedergeboren werden im Wasser, Weisheit, und gewiesen werden in die
Wahrheit, und im zweiten durch das Feuer, durch Liebe, durch Wesensverwandlung.
Sehet, die Cherubinen weisen zur Liebe hin, die Liebe aber weiset in Mein Wesen
ein.
So sehet ihr, soll kein Widerstreiten sein zwischen den
Weisen, die den Weg sehr wohl sehen, und den Liebenden, die den Weg gehen. Denn
kein Auge hat gesehen, d.h. kein Weiser hat gesehen, was jenen geoffenbart
wird, die Mich lieben. Die große Weisheit liegt nicht in der Weisheit als
solches, alle Fülle der Weisheit liegt letzten Endes in der Liebe. Wer Mich
liebt, weiß Mich. Er weiß, wer Ich bin, und er weiset recht zu Mir, sicher
durch Weisheit zur Liebe. Aber er weiß auch, Weisheit ist ein Weg, den nur die
Liebe aber geht und so in Mich, die Liebe selbst, eingeht. So ist die Liebe
unendlich weiser als alle Weisheit der Welsen, denn die Weisen sehen in Meinem
Licht, die Liebenden aber brennen im Feuer Meines Herzens. Und so sind den
Weisen helle Augen gegeben, den Liebenden aber feurige Augen. Und wie steht es
doch geschrieben: ICH BIN EIN ZEHRENDER GOTT, EIN GOTT DER LIEBE, EIN
FLAMMENDER GOTT! Sehet, die Cherubinen verschließen ihre Augen vor Meinem
Feuer, die Liebenden, die Seraphinen jedoch, indem sie selbst Feuer von Meiner
Liebe in sich tragen, schauen Mich als Liebe. ,
Und so sehet ihr, was die Weisheit nicht erahnt, erfaßt die
Liebe doch. Weisheit ist sicherlich theoretisch der Weg zu Mir, aber wenn ihr
bei Mir seid, d.h. durch die Liebe Mir nahe gerückt seid, wie in eine Sonne
gerückt, dann seid ihr nicht nur licht, weise, sondern liebe Kinder, liebe
Jünger, liebe Bräute. Dann seid ihr durch die Liebe neu gezeugt. Ihr seid
Feuer, ihr seid Meinem Wesen ähnlich geworden. Ich
-43–
bin Liebe und Meine Liebe hat euch gezündet. Ihr seid der
feurige Leib Meiner unendlichen Gottheit. Amen
JW 27.08.1989
O JESUS, Du Urquelle alles Guten, schenke uns Deine Liebe,
Deinen Geist, der direkt aus Deinem Herzen kommt, der unser Herz entzündet,
unseren Verstand erleuchtet, unseren Willen zum Guten stark macht. Gib uns,
Herr, den einen, reinen, heiligen, gewissen Geist und nimm ihn ewig nie von
uns. Laß Deinen Geist in uns wirken, denn ohne diese Liebe wäre alles nur tot
und ohne Wert. Laß Deine Liebe in uns wirken, o Herr, und alles wird gut sein,
denn die Liebe ist die Mutter alles Guten. So komm, o Geist, und gib uns eine
vielfache Frucht Deines Geistes. Amen
Ein Vater gedenkt seines Kindes, und das Kind gedenkt
seines Vaters.
Gedenket ihr immer Meiner, wie ich euer gedenke, so sind
wir im ständigen Band als Vater und Kind vereint.
Was heißt Kind? Von Gott geliebt!
Was heißt Vater? Gott, die Liebe, der Liebende!
Kind ist, wer sich bewußt ist und bleibt, daß er also von
Mir geliebt ist, von Liebe umfangen.
Und was bin Ich euch? Der Liebende! Der liebende Vater, der
euch Liebende! Würde euch kein Mensch lieben, so liebe doch Ich euch. Und weil
Ich euch liebe, seid ihr Meine geliebten Kinder. Und weil ihr Mich liebt, die
Liebe selbst, bin Ich euer liebevoller Vater, die Liebe selbst.
Wieviele Menschen haben euch in der Liebe enttäuscht?
Mußten sie euch doch enttäuschen, daß die eine treue Liebe, Meine Liebe, euer
Herz umfange und erfülle und besitze. Meine Liebe ist treu; treu ein anderes
Wort für ewig. Meine Liebe ist ewig und treu. Wenn auch eine
- 44 -
Mutter ihr Kind verlassen könnte, in Meiner Liebe verlasse
Ich euch nie. Meine Liebe ist getreu, sie ist ewig. Ist auch eure Liebe zu Mir
getreu, dann ist sie ewig. Dann ist eure Liebe getreu, wenn ihr sie nie mehr
von Mir zurücknehmt, wenn ihr sie bei Mir laßt in ewiger Treue. Dann sage Ich
zu euch: Ewig seid ihr die Meinen und ewig bin Ich euer!
Habet eine treue, eine ewige Liebe, die sich nicht abhängig
macht von Launen, von Gütern, von Stimmungen. Seiet in eurem Entschluß fest,
ein für allemal fest, Mich treu, Mich ewig zu lieben, denn Meine Liebe ist eine
ewige zu euch, und treu bin Ich über alle Ewigkeit hinweg. Wer treu ist,
wandelt auch treu Meine Wege, stetig mehr dem Lichte zu, von Treue zu Treue,
die Treue vollendend, Mir immer getreu nachfolgend bis zum Treuesten, bis zum
Vertrauten, bis zur Vertrauung - Trauung.
Sehet, manche Menschenkinder geben Mir Liebe und nehmen sie
gleich wieder zurück. Sie sind ungetreu. Ihre Liebe hat keinen Bestand, sie ist
nicht ewig. Doch wo ein Herz fest ist, wo es getreu ist, da wird es seine Liebe
bei Mir halten. Und das Herz wird ruhig, es wird ruhig in Mir. Und so ihr einen
Menschen findet mit einem treuen Herzen, Ist das Himmelreich in ihm, ist Mein
Friede in ihm. Denn so wahr eine treue Liebe Mir gegenüber zu Mir gewandt ist,
ist Meine Liebe euer Friede und euer Segen. Und Ich sage euch, Ich muß eure
einzige, eure ewige und treue Liebe sein, denn es steht doch geschrieben:
LIEBET GOTT ÜBER ALLES UND DEN NÄCHSTEN EUCH GLEICH! Mich über alles lieben,
bis Ich euch da habe und da getreu und ewig Mich liebend - das ist euer Weg.
Suchet nicht, was eure menschliche Natur suchen will, nehmet das an, was Ich
für euch suche. Ich suche für euch, daß ihr Mich suchet, Mich findet und so
alles findet. Sehet, alle Menschen sind wie Äcker, die ihr mit; Meinen Gnaden
erfüllen sollt. Ich nur bin die Quelle, die Menschen sind die Blumen, die ihr
begießet. Von Mir nehmet ihr allein, den Menschen könnt ihr nur geben von
Meinem. Und so verwechselt nicht die Quelle und das Land, das ihr beregnen
sollt. Liebe gehört Mir, der Quelle. Lasset eure ganze Liebe bei Mir sein, der
Quelle, und teilet nun Meine Liebe, die
- 45 –
Ich euch schenke auch dem Nächsten mit, daß das Land
beregnet wird mit der Gnade und die Welt fruchtbar wird.
Liebe heißt, sich einen, heißt, sich übergeben, heißt, ganz
zu eigen sein. So soll eure Liebe Mir gegenüber sein: Ganz Mein eigen, Ich eure
Quelle, ihr von Mir voll das Meine nehmend, um nun treu auch Mir zu dienen am
Nächsten, Meine Gnaden ihnen weiterzureichen, vor allem Meine Liebe. Denn wer
Meine Liebe den Menschen schenkt, schenkt ihnen Meinen Geist, und dieser Geist
zeitigt viele gute Früchte. Sehet, ihr könnt einem Menschen Mein Wort schenken,
aber ihr könnt ihm genausogut auch Meine Liebe schenken. Wie? Ihr könnt in das
Mittel treten, ihr könnt zu einem Menschen sagen: "JESUS liebt auch
dich!" Ihr haltet das im Bewußtsein fest, und Meine Liebe und damit Mein
Geist fließt durch euch zu ihnen.
Und Ich sage euch, so könnt ihr auch Meine Liebe über eure
irdischen und geistlichen Feinde schicken: "JESUS liebt auch euch!"
Haltet es im Bewußtsein, und Mein Geist fließt zu ihnen; den Guten zur
Erbauung, den Schlechten zur Abwehr. So seid euch bewußt, wie Ich alle Menschen
liebe. Solange ihr in diesem Bewußtsein bleibt, fließt Meine Liebe durch euch
zu ihnen, ihr salbt sie mit dem öl des Geistes, Mein Geist kommt über diese
Menschen. Gibt es einen Menschen, den Ich nicht liebe? Ich habe einst auch
Judas geliebt, denn Ich bin Liebe und kann nur lieben. Und wie Ich damals Judas
auch liebte, in Feindesliebe, so liebe Ich heute auch alle Menschen. Und
bleibet ihr im Bewußtsein, daß Ich alle Menschen liebe, so werdet ihr
mithelfen, Meinen Geist zu allen zu senden, und Mein Geist kommt über alles
Fleisch. Ihr und viele sollen Kanäle dazu sein.
Und wie ist Meine Liebe zur Natur, zur Pflanze, zum Tier,
zum Stein, zum Mineral? Ich segne sie. Mein Segen kommt über sie. So könnt ihr
zur ganzen Natur sagen: JESUS segnet euch, wie er euch einst nach der
Erschaffung gesegnet hat und im Segen erhält! So saget über alle Kreatur:
"JESUS segnet euch", und Mein Segen fließt über sie. Wie ist Meine
Stellung gegenüber den Geistern der Bosheit?
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Sehet, auch wenn sie Mich verachten, so ist Mein Herz
brennend, aber im Widerspruch. Und so heißt es, widerstehe Ich dem Bösen. Und
so könnt ihr über die Bösen, die Geister der Bosheit, im wahren Sinne sagen:
"JESUS widersteht euch!" Und damit wird Meine Kraft des Widerstandes
wider sie sichtbar und wirksam, und sie werden Meinen Widerstand spüren und
werden abgetrennt und damit unschädlich.
So lasse Ich Meine Liebe über die Menschen kommen, Meinen
Segen über die Kreatur und Widerstand wider die Geister der Bosheit.
Und die Engel? Sie ehren Mich und Ich ehre sie. Die Ehre
gehört den Engeln, weil auch bei ihnen die Ehre gegenüber Mir wie das Atmen
ihrer Seele ist. Und so könnt ihr über die Engel sagen: "JESUS ehrt euch
alle!" Und der himmlische Geist, Meine Ehrung wider sie, fließt über sie
noch mehr und verstärkt. So könnt ihr selbst Meine Ehre unter den Engeln noch
verstärken. Sie ehren Mich mehr, und Meine Ehre kommt noch stärker über sie. So
sehet ihr, sollt ihr Kanäle Meiner Gnade sein. Amen
Ihr könntet doch sagen: "JESUS, hier ist ein Kranker,
besuche ihn doch als der ewige Arzt und gib diesem Menschen Deine Arznei."
Und sehet, Meine Arznei zerfällt in zwei Teile, in Mein Blut und Meinen Geist.
Mein Blut nimmt das Böse weg, und Mein Geist stärkt alles Gute. Fürwahr, sendet
Mich zu den Menschen, zu den Kranken, und fleht Mich an in ihrem Namen, daß Ich
sie mit Meinem Blut beträufle und mit dem Feuer Meines Geistes erfülle. Denn
Mein Blut reinigt euch nicht nur von Sünden, sondern auch von allen Schlacken
und Dunkelheiten der Seele, und Mein Geist erhellt euch, macht euch lebendig
und feurig zugleich. Er schafft euch neu und heil.
Ihr wisset, wie Menschen heute hundert-, tausend-,
millionenfach in Leid und Krankheit sind. Ich will zu ihnen kommen, wenn ihr
Mich darum bittet. Das ist ein Werk Meiner Barmherzigkeit. Und wenn Ich bei den
Menschen bin,
- 47 –
ist das Heil zu ihnen gekommen. Aber das Heil in der
Wirksamkeit besteht in der Gabe Meines Blutes, das nimmt das Böse weg, und Mein
Geist gibt alles Gute hinzu. So wird der Mensch befreit von allem Übel und
gesegnet mit allem Heile.
Nun gibt es aber Kranke, die einen sind schuld an ihrem
Leiden, die anderen sind unschuldig. O Ich sage euch, es ist nicht an euch,
Schuldige oder Unschuldige zu suchen. Sendet Mich zu jedem Kranken. Und wenn
auch eine Seele krank wäre, ohne selbst in der Seele Schatten zu haben, so
werden jene, die diese Seele krank machen, durch Mein Blut gereinigt und durch
Meinen Geist erneuert. Damit ist dann beiden geholfen, den Kranken und den
Krankmachenden.
So will Ich zu den Menschen kommen, und euer Bewußtsein:
"JESUS, gehe zu ihnen", ist jene Einladung, auf die Ich höre. Ich
komme und bringe die Salbe, die in zwei Teile zerfällt: Blut, Reinigung, und
Geist, Erneuerung, Heiligung. Nur Mein Blut wäscht euch rein, weißer als
Schnee, und nur Mein Geist erneuert, heiligt euch. Und wenn Ich zu Menschen
komme - Ich bin doch die Quelle alles Guten -, so kommt aus Meinen Wunden Mein
Blut und kommt Mein Geist. Und Mein Geist kommt aus Meinem Herzen, kommt aus
Meinem Haupte und vornehmlich aus Meinen Händen. So reinige Ich im Blute die
Welt, damit nehme Ich die Ursache der Krankheit weg, und im Heiligen Geist
erneuere Ich den Menschen. Ich mache ihn nicht nur frei von Krankheiten, Ich
erneuere den Menschen in dem Sinne, daß Ich ihn vergeistige. Ich schaffe ihn
neu, Ich schaffe ihm einen Auferstehungsleib.
Und so sehet ihr, was den Menschen heute not tut: Mein
Blut, vor allem am Kreuze vergossen. Aus Meinen Wunden fließt Mein Blut, und
aus Herz, Haupt und Händen strahlt vorherrschend Mein Geist als feurige Glut.
So reinige Ich die Menschheit und heilige sie zugleich.
Wißt ihr nun, wie wichtig euer Auftrag ist! Bittet Mich zu
den Kranken, und Ich werde kommen und werde Meine Gaben austeilen: Reinigung
und Heiligung. Amen
-
48 –
Sehet, ihr werdet einen Herrn annehmen und den anderen
hassen; Licht oder Finsternis, Lieben oder Hassen! Dadurch daß die Menschen
dieser Welt in einer großen Finsternis leben, hat vorerst das Böse eine gewisse
Übermacht. Aber betet für jene Gottsucher oder überhaupt suchenden Menschen, so
wird Mein Geist, wo Finsternis in der Welt vorherrschend ist, die Menschen
erfüllen. So kann als Einfluß nun der Geist über einem Menschen vorherrschend
sein, und wie die vorherrschende Kraft ist, so wird sich weltgehend der Mensch
auch ergeben. Würde ein Mensch nur schlechte Einflüsse haben, wird er sich dem
Schlechten so gut wie sicher ergeben. Kommen vorherrschend gute Einflüsse, wird
der Mensch sich dem Guten, weil es eine Übermacht ist, ergeben.
Und Ich sage euch, durch euer Gebet für alle Sucher macht
ihr jenen Gnadeneinfluß stärker, daß das Licht stärker wird als die Finsternis,
die auf die Menschen einfließt, und die Menschen sind zum Guten geneigt. Und
bleibt diese Vormacht des Guten, bleiben sie auch im Guten getreu. Es wird viel
geflucht, aber wenig gebetet, darum herrscht vorerst die Macht des Bösen über
die Menschenherzen vor. Wird mehr gebetet, was ja dem Segnen gleich ist, so
wird der lichte Einfluß über Menschen stärker, und ihr wundert euch über die
Bekehrungen und über die Treue und Beständigkeit in allem Guten.
Klaget nicht über die Menschen, die dem Bösen verfallen. So
müssen sie doch dem Bösen verfallen, wenn ihr nicht das Licht verstärkt in
ihrem Leben, wenn ihr sie nicht in einen besseren Einfluß versetzt! Denn wenn
ihr für Menschen betet, wird der Lichteinfluß stark und stärker, und ist er
stärker und mächtiger als der Einfluß der Finsternis, werden sich die Menschen
bekehren, denn das Vorherrschende wird sie bestimmen. Und so liegt es an euren
Gebeten, wer fällt, wenn ihr nicht betet, und wer aufersteht, wenn ihr betet,
denn der stärkere Einfluß kommt zum Durchbruch.
Wie aber sollt ihr beten?
Sehet, Ich habe einst als Erhöhter den Pfingstgeist
gesandt.
- 49 –
Flehet Meinen Pfingstgeist, jene feurigen Zungen, über die
Menschen herab, denn es muß ein neues Pfingsten kommen, und in diesem Einfluß
Meines Geistes werden die Seelen sich zum Guten wenden. Und auch die, die ihr
vordem schon dem Bösen ergeben wißt, werden sich noch zum großen Teil zum Guten
wenden, denn je stärker der Einfluß, desto sicherer die entsprechende
Entscheidung. So erflehet jenen Pfingstgeist, jene Feuerzungen über die
suchenden Menschen herab. Licht kommt dann vom Himmel, und dieses Licht ist
stärker als die Finsternis und wird ein neues Pfingsten in der Menschheit
erzeugen.
Sehet, auch die Jünger baten damals um Meinen Geist, und Er
wurde ihnen gesandt. Und sie erbaten ihn später über die Völker, die sie
belehrten, und darum haben sie sich bekehrt. Und so betet ihr nun neu für die
Völker um diesen Pfingstgeist, denn er ist stärker als die Finsternis, die
Völker werden sich im großen bekehren, und es wird Friede und Heil sein.
So sage Ich euch, durch euer Gebet bestimmt ihr, daß das
Gute im Menschen obsiegt. Und würdet ihr lau sein im Gebet, läge es im
wesentlichen an euch, daß ihr das Finstere stärker sein laßt als das Gute, und
wird doch jeweils das Übergewicht mit großer Sicherheit den Sieg und damit die
Entscheidung bringen.
Sehet, ihr, die ihr nach Meinem Kreuzopfer lebt, habt vor
allem im Pfingstgeist den Geist der Geisteserneuerung. Und wie notwendig habt
ihr doch diesen Pfingstgeist! Wie damals die Jünger in Bedrängnis waren und
Mein Pfingstgeist sie zu Helden des Glaubens machte, so braucht auch ihr jene
Feuerzungen, die Liebe, die feurig aus Meinem Herzen brennt, und sie macht euch
zu Helden des Glaubens, nimmer wankend und Feuerregen über die Welt bringend,
das Feuer Meiner Liebe bringend.
Und so flehet den gleichen Geist, den Ich einst am
Pfingstfest über die Jünger ausgoß, über die Menschen herab. Das gibt
Geisteserneuerung, das gibt Menschenerneuerung! Es wird die Apostel der Endzeit
geben, die Glaubenshelden, jene, die es durch ihr Gebet bewirken, daß viele
gerettet werden. Denn wo der Geist stärker ist, ist die Bekehrung stärker, und
wo das Gebet unterlassen
-
50 -
wird,
wird die Finsternis siegen über die Herzen.
Und so ist es eurem Gebet überlassen - das ist euer Anteil
am Erlösungswerk -, daß ihr im rechten Maß, im hohen Maß, Meinen Pfingstgeist
über alle Gottsucher, über alle Sucher überhaupt herabfleht. Und ist dieser
Einfluß über ihnen nicht nur stark, sondern bleibend, so wird eine neue
Jüngerschaft auf Erden erweckt. Es sind die Jünger am Ende der Zeit, die
Heiligen am Ende der Zeit, die Gottesbräute, die auf Mich harren.
Warum habe Ich euch vor allem anempfohlen, Meinen
Pfingstgeist über die Menschen herabzuflehen? Es ist doch die Kraft Meiner
Auferstehung, es ist die Kraft der Überwindung des Bösen. Es ist die Kraft der
Erneuerung, die Kraft des Endsieges.
Sehet, habe Ich doch durch das Kreuz euch den Pfingstgeist
als Gabe verdient, und Ich gebe vom Kreuze her euch den Pfingstgeist: durch
Kreuz zur Krönung im Pfingstgeist! Und da ihr an Mein Kreuz glaubt, so könnt
ihr auch Meinen Pfingstgeist herabflehen mit Kraft, und Mein Pfingstgeist wird
die gleichen Wirkungen haben wie in der Zeit der Apostel: Ihr werdet den
Menschen die Augen öffnen, ihr werdet sie salben mit Geist, ihr werdet ihnen
die Augen öffnen für den Himmel, ihr werdet die Herzen durch Meinen Geist
prüfen und erneuern.
Und so sage Ich euch, die Kraft Meiner Auferstehung, die
Kraft Meines Sieges liegt im Pfingstgeist. Flehet diesen Geist herab! Er macht
die Apostel am Ende der Zeit, die Heiligen der Endzeit, die Gottesbräute, das
Volk der Auserwählten.
So bittet, und es wird ihnen durch euch gegeben. Und wie es
ist, wenn die Sonne stark leuchtet und die Kraft des Mondes dadurch schwindet,
so wird das Schlechte auf der Erde zurückgedrängt, das Gute nimmt zu, stetig zu
zu eurer Freude, zu vieler Freude, vor allem aber auch zu Meiner Freude. Amen
JW 30.09.1989
- 51 –
O JESUS, wir sind aus uns Staub dem Leibe nach und der
Seele nach ganz arm. Alles aber, was wir erwarten, das bist Du und Deine Gabe.
Nichts haben wir aus uns, weil Du alles bist und allein alles Gute geben
kannst. In keinem wollen wir auf unsere Schwäche bauen, auf Dich wollen wir
vertrauen. Du bist alles, Du weißt alles und vermagst alles. So gib uns Deinen
Geist und schaffe uns neu, daß unser Wesen mit Deinem Wesen einig ist, daß unser
Denken Deinem Denken entspricht und daß unser Wollen eingegliedert ist in Dein
Wollen und Schaffen. Wirke in uns, o Herr, durch Deinen Geist, und alles
geschieht nach Deinem Wohlgefallen. Amen
A - EINST TRAT EIN ENGEL ZUR
JUNGFRAU MARIA,
WIE ES HEISST, DER ENGEL DES HERRN
Was geschah
bei Eva? Es trat ein Engel der Versuchung an sie heran, und Eva wurde
überwunden durch den Fürsten der Finsternis. Maria wurde verkündigt, daß Ich
Mensch werden will.
In Eva haben alle gesündigt, in Maria bin Ich Mensch geworden.
So hat sich der Name Eva in AVE umgewandelt. Eva, die Mutter der Sünder - AVE,
gegrüßt seist du, du Lobbereite!
Sehet, der Engel kommt auch zu euch. Er will euch
verkündigen, daß Ich in euch geboren werden will, um in euch aufzuerstehen,
denn ihr sollt Meine Mutter sein, und Ich will die Frucht in euch sein. Und so
wahr Ich in euch erstehe, erstehet ihr zum ewigen Leben. In Eva bin Ich klein
und kleiner geworden, bis zu einem Fünklein zusammengeschrumpft. Sie war fast
ohne Gnade. In Maria nahm Ich zu voll der Gnade. In euch will Ich zunehmen in
voller Gnade,
Das heißt, zu jedem kommt Mein Engel, und wie er zu Maria
sagte: "Willst du Mutter des Herrn werden?" - so sagt der Engel auch
zu euch: "Willst du deinen Herrn empfangen durch den Glauben?" Durch
den Glauben werde
- 52 -
Ich in euch wohnen, durch die Hoffnung nehme Ich in euch
zu, durch die Liebe werde Ich in euch ausgeboren. Zwei Frauen: Eva, die Mich
aus sich hinaustrieb durch die Sünde, und Maria, die Mich aufnahm in voller
Gnade! Und Ich sage euch, auch heute werden die einen Mich wie Eva aus sich
treiben und die anderen werden Mich aufnehmen voll Meiner Gnade. Und so werden
diese voll der Gnade sein, voll Meiner Gnade.
Bevor Ich komme, kommt Mein Engel, denn der Engel bereitet
Mir den Weg. Und wenn der Engel zu euch kommt, werdet ihr hören: Willst du
deinen Herrn nicht empfangen? Willst du ihn nicht in dir aufnehmen, daß er groß
in dir werde? Willst du ihn nicht lieben und vollkommen in dir erstehen lassen
und ihm lebendiges Werkzeug sein? So stellt der Engel das Gewissen dar. Darin
werdet ihr gefragt: Willst du nicht Tempel, willst du nicht Wohnstätte deines
Herrn sein? Willst du ihn nicht durch den Glauben aufnehmen, durch die Hoffnung
gedeihen lassen, durch die Liebe der Welt schenken?
Ich sage euch, der Engel des Herrn geht zu den Menschen,
und er fragt sie: Willst du nicht deinen Herrn aufnehmen durch den Glauben?
Willst du ihn nicht stark machen durch deine Hoffnung zu ihm? Willst du ihn
nicht gebären durch deine vollkommene Liebe? So werdet ihr der zweiten Frau,
der Ave, gleich, und so seid ihr voll der Gnade, und so bin Ich mit euch.
Aber ihr werdet sehen, daß es auch Frauen und Männer gibt,
die der Eva entsprechen, voll Nacktheit, die sich völlig Meiner entledigen -
und die Gnade ist nicht mehr in ihnen. Und das sind die Eva-Kinder.
Durch den Glauben werdet ihr Mich aufnehmen, durch die
Hoffnung werde Ich in euch erstarken, durch die Liebe werde Ich herrlich in
euch erscheinen. So sage Ich euch, werdet nicht eurer ersten Mutter gleich,
sondern nehmt Mich auf, denn der Engel wird Mich euch verkünden. Und er wird
euch verkünden, daß Ich eure Hoffnung bin, und darum hoffet auf Mich, daß Ich
die Liebe selber bin, und darum liebet Mich. Und Ich werde Mich in euch
offenbaren, und Ich werde eure Stärke und euer Heil ewig sein.
- 53 –
So habt ihr in Eva das Zeichen, wie ein Mensch Mich
verliert, zum Sünder wird. In der Ave habt ihr das Zeichen, wie ein Mensch Mich
aufnimmt und Ich damit erstehe, Ich der Welt neu geschenkt werde. Ihr alle
sollt gegrüßt werden, ihr sollt die Gegrüßten sein. Ihr alle sollt Mich heute
aufnehmen und Mich in euch erstarken lassen, Mich durch eure Liebe als die
Liebe offenbaren. Muß Ich doch in euch allen auferstehen, denn durch Mich
ersteht das Himmelreich in euch. Und so wahr Ich in euch erstanden bin, werdet
ihr auch vor Mir erstehen in Meinem Reiche. Amen
B - BETRACHTET DIE HIRTEN, WIE SIE
EINST ZU
MEINER KRIPPE KAMEN
Hirten! Sehet, jene Hirten waren getreu über ihre Herden.
Und war doch Ich der Hirte der Hirten und der wahre Hirte aller Schafe. Die
Hirten waren getreu in ihrem Dienst mit ihren Schafen, und darum sind sie auch
zu Mir, dem guten Hirten, gekommen. Sie sind auch Meine Schafe, und Ich habe
sie selbst über viele Schafe gestellt. Gute Hirten kommen zu Mir, dem guten
Hirten! Was haben die Hirten Mir gebracht? Ihre Schafe! So ist es recht. Ein
guter Hirte bringt seine Schafe Mir, dem göttlichen Hirten, denn nichts
Schöneres - Besseres - Lieberes kann er Mir schenken.
Bringt ihr Mir Seelen, bringt ihr Mir den kostbarsten
Schatz; dafür will Ich euch alles geben. Brächtet ihr Mir die Welt, alle
Schätze der Welt, aber nicht die Seelen, Meine Lämmlein, o ihr brächtet Mir
wenig. Doch bringt ihr Mir Meine Schafe ans Herz, so will Ich euch reich
belohnen mit den ewigen Schätzen des ewigen Lebens.
Somit seid gute Hirten als Eltern gegenüber euren Kindern,
als Vorgesetzte seid gute Hirten gegenüber euren Untergebenen, als Hirten im
Amt seid gute Hirten gegenüber euren Schäflein, lehret sie und bringt sie zu
Mir. Und auch die Staatslenker mögen gute Hirten sein über Meine Schafe, und
Ich will ihnen den Lohn des ewigen Lebens geben. Ihr schenkt Mir das
Wertvollste aus eurer Liebe, Meine
- 54 -
Lämmlein. Das ist Mir alles wert, Meine ganze Liebe wert.
Sehet, es gibt auch Mietlinge. Sie erwürgen Meine Schafe und sie töten so Meine
Schafe, und sie verlieren so Meine Schafe für Mich. Und wie sie Mir Seelen
rauben, Meine Schafe, so tun sie Mir das Furchtbarste an außer dem, daß sie
Mich hassen. Sie verderben Seelen. Es gibt nichts Furchtbareres, als Meine
Seelen, Meine Schafe, zu verderben, und es gibt nichts Beglückenderes für Mich,
als Meine Schafe Mir wieder zurückzubringen. Ewiges Leben jenen aus Meiner
Dankbarkeit, die Mir Meine Schafe als gute Hirten zurückbringen. Aber
fluchwürdig der, der Meine Schafe verdirbt als Mietling. Wehe ihnen! Sie haben
Mir das Furchtbarste getan, sie haben Mein Herz zerrissen. Und diese Sünde
wider den Geist fordert Rache. So wahr wie sie den Tod des Leibes und der Seele
dieser Meiner Schafe bewirkt haben, werden Sie einen zweiten Tod sterben.
Somit seid gute Hirten, und ihr werdet zu Mir, dem guten
Hirten, gelassen. Wer Mir getreu ist im Kleinen, den weide Ich im Großen. Und
Ich sage euch, würdet ihr Tote erwecken, würdet ihr Mir die schönsten Paläste
bauen, es ist wenig gegenüber dem, wenn Ihr Mir eine Seele bringt. Und auf der
anderen Seite ist nichts strafwürdiger, nichts fluchwürdiger, als Seelen zu
verderben als Mietlinge. Und so sammelt Meine Schafe, so liebt ihr Mich in der
Tat, so bringt ihr gute Frucht. Und jeder von euch ist ein Hirte, ein Hirte
über das Seine und die Seinen. Und seid ihr Mir getreu im Kleinen, setze Ich
euch über Großes; vor allem aber kommen gute Hirten zu Mir, dem göttlichen
Hirten, und Ich weide sie in Glückseligkeit. Und was ihr Mir an Meinen Schafen
tut zu ihrem Heile, lobwürdig, gottselig werdet ihr sein, mit Mir die ewigen
Schätze teilen. Hochgelobt der, der Mir Meine Schafe zurückbringt, denn seiner
ist das Himmelreich und die Krone der Herrlichkeit. Amen
Judas liebte den Geldbeutel. Johannes liebte Mich so sehr,
daß er Mein Lieblingsjünger war. Judas liebte den Mammon,
- 55 –
Johannes Mich, die Liebe, und Mein liebevolles Herz. Ich
war ihm seine Liebe - darum Mein Liebesjünger. Ich sage euch, liebet als
Gegensatz zu Mir nicht die Welt, nicht ihre Güter, vor allem das Geld, den
ungerechten Mammon. Denn die das Geld und das, was man mit dem Gelde schaffen
kann, so sehr lieben, stehen in der gleichen Gefahr wie Judas: daß sie Mich
verkaufen um des Geldes willen!
Euch aber heißt es: Liebet Mich, die Liebe, und Mein
liebevolles Herz! Ihr habt den Herrn erwählt, und Meine Gnade ist mit euch!
Johannes stand mit unter dem Kreuz. Er war Mein Liebesjünger. Und Judas
erhängte sich in der gleichen Stunde. Der Mammon hat ihn aufgehängt.
Und so liebt nicht die Welt und ihre Gaben, vor allem nicht
das Geld, liebet Mich, die Liebe, Mein Herz und die daraus fließende Liebe, und
euer ist das Himmelreich. Ihr werdet dann wie Johannes sein, der seinen Meister
liebt, der sein Herz liebt, die Stätte alles Guten, der eben die Liebe Meines
Herzens liebt. Er liebt alles und hat alles Heil. Er wird den Himmel offen
sehen, wie Johannes auf Patmos den Himmel und Mich darüber sah. Habet nicht
lieb die Welt und nicht lieb die Weltschätze, vor allem nicht das Geld, denn um
des Geldes willen vor allem hat Judas Mich nicht nur verraten, sondern sogar
verkauft, veräußert. Mich verkauft um des Geldes willen! O Ich sage euch, die
das Geld so sehr lieben, werden Verräter an Mir. Sie verkaufen Mich und kaufen
sich dafür eine Schlinge, und diese Schlinge wird sie erhängen.
So habt nicht liebt die Welt und ihre Schätze, vor allem
nicht das Geld, denn Ich soll eure Liebe sein, Mein liebevolles Herz soll euer
Zutrauen, soll euer Schatz sein. Mein Herz ist der Born alles guten
Lebenswassers, Mein Herz ist die Quelle aller Liebe und Meines Geistes, und ihr
seid wie Johannes, ihr werdet heute schon den Himmel offen sehen, wie er es
tat, und ihr werdet Mich sehen als den glorreichen Richter. Und was Ich sage,
sage Ich als glorreicher Richter, daß Ich euch richte zum ewigen Leben.
Die aber die Welt, ihre Güter, vor allem das Geld lieben,
sie werden Mich verachten, verraten und verkaufen wie
- 56 -
Judas. Und sie werden das gleiche Schicksal haben; die
Schlange wird sie erwürgen. Wer aber Mich liebt, Mein Herz und Meine Liebe, ihm
sage Ich alles Gute zu. Er hat seinen Herrn, er hat die Quelle alles Guten in
Mir geliebt und alle Meine guten Gaben. Was kann es Höheres geben, was kann es
Beglückenderes geben als das! Und so sage Ich, habet nicht lieb die Welt,
sondern Mich und Meine gute Gabe. Amen
Ich sage euch, ihr werdet Menschen finden, sie sind kluge
Jungfrauen, und es gibt auch törichte Menschen unter euresgleichen.
Wißt ihr, wer die klugen Jungfrauen sind? Jene, die zu Mir
beten um Mich und Meine Gnade vornehmlich, eben um Meinen Geist. Sie sammeln
das Öl, und sie sammeln damit die Grundlage des ewigen Lebens. Denn wer Mich
und das Meine besitzt, hat das ewige Leben im Zeichen der Flamme; er wird mit
Mir vereinigt.
Die aber zu Mir nicht beten um Mich und das Meine, sie
haben zwar Lampen, in ihnen ist aber kein Öl. Sie besitzen Mich nicht. Darum
ist in ihnen das Leben nicht. Darum werden sie auch nicht Meine Bräute und
somit nicht Anteil an Mir, an Meinem Reich und Meinem Leben haben. Sie gehen
leer aus, sie sind des Guten bar.
Und wenn Ich sagte BETET, so betet nicht um die Schätze der
Welt, sondern betet vor allem, wie Ich euch gesagt habe, um drei Dinge: UM
MICH, UM DEN GNADENBORN, MEIN HERZ, UND DAS GNADENWASSER MEINER LIEBE! Damit
besitzt ihr das Öl, das in euch wirkt als Besitztum, als Besitz alles Guten,
aller guten Gabe, alles guten Lebens, aller Glückseligkeit. Wer Mich besitzt,
besitzt alles, wer Mich nicht besitzt in Meiner Dreieinigkeit, besitzt nichts
als den Tod, denn alles außer Mir ist wie tot. So nehmt Mich auf als Öl, und
Ich bin euch die Flamme, Ich bin euch das Leben, Ich bin euch die Seligkeit,
Ich bin euch alles Heil - auch für andere. Habt nicht lieb die Welt,
- 57 –
ihre
Schätze und das Geld, habt Mich lieb - und Ich will euch von allem einen Anteil
geben, vor allem den Anteil, daß ihr Liebe, daß ihr Feuer habt. Meine Liebe
wird das Band sein, das euch mit Mir vermählt, und eure Liebe ist das Band, das
euch mit Mir vermählt, und wir werden durch die gemeinsame Liebe eins sein in
Meinem Reiche.
Und so sage Ich euch, betet. Betet um Mich selbst, und
alles andere wird euch hinzugegeben. Wer um Mich selbst bittet, gleichet der
klugen Jungfrau; sie hat Öl, die Grundlage für alles Gute. Denn was bin Ich
euch doch alles: Kraft, Liebe, Heil, Leben, Reichtum, alles. Wer Mich hat, hat
alles.
Und so sollt ihr im Vaterunser gedenken: "Unser Vater,
ich bitte um Dich", und damit ist alles, was Mein ist, auch euer, der
Himmel und das ewige Leben. Amen
Einst erschien Eva im Baum der Erkenntnis die Schlange.
Darum wollte Ich erscheinen im Baum des Kreuzes als der lebendige Gott. Und Ich
sage euch, auch heute gibt es zweierlei Bäume: der Glaube an die Wissenschaft
und der Glaube an den Baum des Lebens, an die Wahrheit Gottes. Judas ist in
seiner Wissenschaftlichkeit verlorengegangen. Johannes, da er an die Wahrheit,
an Mich glaubte, hat schon im Fleische den Himmel offen gesehen, Mich im
Fleische schon besessen. Und wie nahe ist er Mir im Himmel; wie einst im
Abendmahlssaal, an Meiner Brust ruhend! Und so sage Ich euch, wie Johannes
alles auf Mich setzte, so bin Ich sein Besitz, und er ruht in dem, der seine
Liebe gewann.
So heißt das nun für euch: Ich bin euch nahe. Durch die
Liebe bin ich euer, und ihr seid in Mir. Und wie ihr hier in der Zeit Mich durch
Liebe gewinnt und so an Meiner Brust seid, werdet ihr es auch in Ewigkeit sein.
Ihr werdet wie Bräute an Meiner Brust liegen, an Meiner Vaterbrust, am Born
alles Heiles, am Born alles Lebens.
So sehet ihr nun, wie ihr es auf Erden übt, wie ihr es auf
Erden gewinnt, so werdet ihr es in Ewigkeit in Meinem
- 58 -
Reiche haben. Setzt in eurer Liebe auf Mich, und Ich werde
euch an Meine Brust ziehen, und ihr werdet heute schon an Meiner Brust sein.
Und Ich habe doch gesagt: NIEMAND KOMMT ZUM VATER DENN DURCH MICH! Ja, wer zu
Mir kommt und Mich liebt, vor allem Mein Herz liebt, der ist an der Quelle
alles Guten - denn wo ist der Vater? Mein Herz ist es! Und was ihr hier auf
Erden gewinnt, das gewinnt ihr für die Ewigkeit.
So sammelt vor allem die Schätze, die Mich selbst angehen,
denn alles, selbst im Himmel, ist nur durch Mich, und wer Mich hat, gleicht den
Königen. Ich aber bin der König der Könige, und er hat durch Mich das Leben,
weil Ich das Leben aller Lebendigen bin, und er hat durch Mich das Heil, well
Ich alles Heil auch selber bin.
Und so sage Ich euch, setzt auf Mich, denn ihr betet doch:
"Vater unser" - Vater, sei unser! Fürwahr, dann ehret ihr Meinen
Namen, dann ist euer Mein Reich, dann kommt Mein Geist, und Mein Wille erfüllt
sich. Ich bin heilig und Ich heilige euch, denn was bei Mir ist und von Mir
selbst erfüllt ist, das ist heilig bei Mir. Amen
JW 14.10.1989
JESUS, Du liebst uns. Aus Liebe wurdest Du Mensch, und um
uns Deine Feindesliebe zu zeigen, bist Du an das Kreuz gegangen. Denn als wir
die Sünde noch liebten, waren wir Deine Feinde, und Du gingst dennoch aus
Feindesliebe an das Kreuz, um Deine Feinde alle zu Dir zu ziehen. Du bist der
Sünderheiland; Du liebst zwar nicht die Sünde, aber den Sünder, und Du willst,
daß der Mensch sich bekehre und lebe. Ja, o Herr, Du liebst den Gerechten und
liebst den Sünder, und Du machst den Sünder gerecht durch Deine Gnade. Hilf
uns, Herr, daß Du uns nicht nur mit Feindesliebe vom Kreuze her umfangen mußt,
sondern mit einer Liebe als Bräutigam uns umschließt, mit einer Liebe, die eben
Deinen himmlischen Bräuten entspricht. O Herr, laß uns nicht nur als Sünder Dir
begegnen in
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Deiner
Barmherzigkeit, laß uns doch als Bräute Dir begegnen, als Gerechtfertigte, als
Deiner irgendwo durch die Gnade Würdige, daß Du uns endlich Freunde nennst, daß
Du uns vielleicht Jünger nennst oder gar Deine vielgeliebten Bräute. Gib uns, o
Herr, Deine Liebe und laß Deine Liebe wirken, daß wir Dich hören und Dir folgen
und so gerecht zu Dir selber kommen. Amen
Was würdet ihr heute sagen, so Johannes am Jordan das
Evangelium der Buße verkünden würde: KEHRET UM! KEHRET EUER HERZ ZU GOTT!
Hat der Mensch sich umzukehren von der Welt zu Mir? Wo sind
Menschen, deren Herz allein auf Mich gewandt ist, Mir offen und Mir willig?
Es muß eine große Bekehrungswelle kommen, eine Umkehr der
Herzen, eine Weitabgewandtheit und eine Zugewandtheit zu Mir selbst. Denn auch
heute ist es wahr: Das Himmelreich ist nahe! Mein Tag ist nahe! Habet nicht
lieb, was in der Welt ist, denn wer die Welt liebt, in dem ist nicht Meine
Liebe. Habet Mich lieb, die Liebe selbst, denn lieben heißt, dem gleich werden,
dem zu eigen sein. Das ist euer Besitz und dem seid ihr zum Besitz. Wer die Welt
liebt, ist der Welt Teil. Die Welt ist zwar euer, aber auch deren Gericht.
So liebet nicht die Welt und was in der Welt ist, denn
Liebe ist Anbetung. Nur die Liebe selbst ist wert, von euch geliebt zu werden.
Und ihr seid Meine Geliebten, und Meine Liebe ist in euch, und Meine Liebe wird
euch vollenden als die Vielgeliebten. Umkehr heißt Abwendung von der Welt,
heißt Zuwendung zu Mir, Hinwendung zu Meiner Liebe und in Meiner Liebe Mich und
alles lieben um Meinetwillen. Habet nicht lieb, was in der Welt ist, denn sonst
seid ihr der Welt Knechte und der Welt Glieder. Habt Mich lieb, und Ich bin
euer Teil und ihr seid Meine Glieder, ihr gehört zu Mir und Ich zu euch. Liebt
ihr Mich, bleibt ihr in Mir und Ich in euch.
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Was ist LIEBE? Wer ist euer Vater? Wer ist euer Erhalter?
Wer ist euer Regent? Wer ist euer Leben? Wer ist euer Lebensziel?
Wenn ihr dreimal sagt: Du, o Herr, Du ewige Gottheit, bist
Mir Anfang, Mitte und Ende, Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher, so liebt ihr
Mich wahrhaft! Wer die Welt liebt, nennt die Welt seinen Schöpfer, seinen
Vater, nennt die Welt seinen Regenten und sein Ziel. Ich aber habe euch gesagt,
Ich bin Anfang, Mitte und Ende. Nehmt Mich als solches an, und ihr liebt Mich
wahr und vollkommen. Nennt nicht eure Eltern Vater und Mutter und nicht irgend
jemand euren Regenten und niemanden an Kreaturen euer Ziel. Dehn es steht doch
geschrieben: Der, der auf dem Throne sitzt, sagt: ICH BIN DAS A UND DAS O,
ANFANG UND ENDE, DER EWIG IST UND EWIG WAR!
Und laßt ihr Mir das Recht, euer Vater, Schöpfer, euer
Erlöser, Heiland, euer Vollender und Bräutigam zu sein, so liebt ihr Mich. Ihr
gebt Mir die rechte Wertschätzung, und ihr liebt Mich wahrhaft und gerecht. Wer
die Welt seinen Schöpfer, die Welt seinen Erhalter, die Welt seinen Bräutigam
nennt, in ihm ist fürwahr nicht Meine Liebe, sondern die Liebe des Weltgeistes.
Und wieviele sind, die heute sagen, Luzifer ist ihr Schöpfer, Luzifer ist der
Herr, Luzifer ist ihr Bräutigam! O Ich sage euch, solchen ist das Heil ganz
ferne.
So ist der, der auf dem Throne ist, der Ewige; Anfang,
Mitte und Ende, Schöpfer, Regent, Erlöser und Heiligmacher.
So schenkt Mir eure Liebe, der Ich Mich dreieins offenbare,
und ihr schenkt Mir die vollkommene Liebe. Ihr schenkt Mir Glaube als Schöpfer,
Hoffnung als Erlöser und Liebe als ewiger Bräutigam. Amen
B - JOHANNES TAUFTE ZUR BUßE, ICH
ABER MIT
DEM FEUER DES HEILIGEN GEISTES
Johannes machte die Gottsucher bußfertig, daß sie ihre
Sünden bereuen, ihre Abkehr von Mir, daß sie sie beweinen und den Willen in
sich stark machten, nicht mehr der Welt
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zu
huldigen, denn die Welt ist Mein Knecht, vielmehr Mir allein zu dienen um
Meinetwillen an der Welt oder an was auch immer.
So hat Johannes durch die Bußtaufe die Herzen für Mich
gereinigt. Nun konnte Ich einziehen, Ich mit dem Feuer Meines Geistes, und
somit war Ich ihr Leben und ihre Auferstehung. Johannes hat den Tempel der
Bußfertigen gereinigt wie einen neuen Stall von Bethlehem; und wo die Herzen
rein für Mich bereitet waren, da bin Ich eingekehrt wie bei Meiner ersten
Herabkunft als Heiland, als Retter, als Erlöser.
So ist Johannes der, der die Tenne fegte, und Ich kam in
das gereinigte Haus als König. Und wer Mich aufnahm, war und ist Mein
Königreich, So ist Johannes der, der hinaustrieb, was im Gottestempel nicht
sein sollte, er brandmarkte das Böse, und er bereitete den Weg für Mich. Er
bereitete die Herzen, daß sie Mir allein offen seien, Ich ihre Hoffnung allein
sei. Und wie sie hofften auf Mich, hatten sie Mir die Tür geöffnet, und Ich
ging als guter Hirte ein, und Ich bin ihr guter Hirte, der sie bewahrt vor
allem Bösen.
Auch heute sollt ihr zur Buße gerufen werden: Kehret um!
Wendet euer Herz weg von der Welt, wendet es himmelwärts, zu Mir! Denn liebt
ihr Mich, seid ihr in Mir und Ich bin in euch. Und Ich sage euch, es ist gut,
wenn ihr wie Adam und Eva Reuetränen weint, denn die Reuetränen der ersten
Menschen waren die Grundlage ihrer Erlösung. Erst auf die Reuetränen hin wurde
ihnen verkündigt, daß Ich selbst zu ihnen komme als guter Hirte, um sie
zurückzuführen in das Vaterhaus. Wo Reuetränen sind, wascht ihr die Sünden ab,
und Ich trockne sie euch ab, und Ich salbe euch neu mit Meinem Geist.
So sehet ihr, Johannes ließ am Jordan die Tränen fließen,
er erweckte Reueschmerz. Und es wurde hinausgestellt, hinausgeworfen aller
Schutt der Welt, und die Herzen waren Mir offen und zugetan. Wie die Reuetränen
von Adam und Eva die Erlösung einleiteten, so werden die Reuetränen euch rein
vor Mir machen, und Ich komme als der König und Heiland, und ihr seid Mein
Königtum.
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Sehet, Im Garten von Gethsemane habe Ich Bluttränen für
euch geweint. Und ist es für den Menschen gut, wenn er Reuetränen weint? Hat
nicht Maria Magdalena zu Meinen Füßen Reuetränen geweint und Meine Füße damit
benetzt und sie dann gesalbt mit bestem Nardenöl? Ich sage euch, durch die
Tränen der Maria Magdalena war sie fürwahr keine Sünderin mehr, sondern eine
Gerechtfertigte. Sie salbte Mich mit Öl, das heißt, sie wurde lauter Liebe zu
Mir, Mein geliebtes Kind. Ja, sie wurde ganz Liebe zu Mir, Mein vielgeliebtes
Kind, und sie war durch die Reuetränen keine Sünderin mehr, sondern durch die
Liebe, durch das Öl, die Vielgeliebte des ewigen Meisters.
Ich sage euch, wenn einmal die Gerichte über die Welt
kommen, so mögen die Menschen neu getauft werden im Wasser ihrer Tränen. Denn
viele, die Johannes am Jordan einst hörten, weinten vor Reueschmerz, und das
hat sie rein gemacht für Mich, und Ich kam, und sie nahmen Mich auf. Und so
sind die Jünger des Johannes schließlich Meine Jünger geworden. Johannes hat
sie gereinigt, Ich aber geheiligt.
Warum habe Ich einst im Garten von Gethsemane Tränen
geweint, die als Blut herabflossen auf den Boden? Um euch Tränenbäche zu geben.
Weinet über eure Sünden, und sie sind euch von Mir nachgelassen. Und liebet
Mich, und Ich werde euch den Geist Meiner Liebe geben, und ihr werdet geheiligt
werden. Durch die Tränen, die ihr um Meinetwillen vergießt, seid ihr fürwahr
keine Sünder mehr, und durch die Liebe, die ihr Mir zollt, seid ihr
gerechtfertigt und werdet den Heiligen Gottes zugezählt.
So sage Ich euch, wenn Ich schon für euch weinte, wie Ich
auch weinte über Jerusalem, so wollte Ich euren Tränen einen Lauf geben. Und
wer Meiner Tränen gedenkt, wird auch leicht weinen. Und diese Tränen waschen
eure Sünde und Schuld und das Gericht ab. Denn sehet, wer reumütig ist, den
reinige Ich durch Mein Blut, und wer Mich liebt, den heilige Ich durch das
Feuer Meiner göttlichen Liebe. Amen
- 63 –
Lazarus, Mein Freund - und doch ist er dem Leibe nach
verschieden! Aber er war Mein Freund und sollte Meine Freundschaft in der Art
erfahren, daß Ich ihn aus dein Tode wieder zum Leben erwecke. Er war wirklich
tot, und Ich habe ihn zu einem neuen Leben erweckt.
Wieviele Menschen sind heute tot dem Geiste nach, und Ich
will sie zu einem neuen Leben erwecken, wie Ich Lazarus zu einem zweiten Leben
erweckt habe. Sehet, durch die Sünde ist der Mensch tot. Und weil Ich euch
liebe, und wenn ihr eine Sehnsucht auch nach Mir habet, so rufe loh euch neu
ins Leben, Ich schenke euch Meinen Geist. Und wie Mein Geist den Lazarus vom
Tode erweckte, so will Ich euch Meinen Geist senden. Er erweckt euch zu einem
neuen Leben, Der alte Lazarus ist vorbei, der Zustand in Sünde und Tod, und der
neue Zustand des Lazarus ist voll Meines Geistes sein, im Himmel wandeln, Glied
Gottes sein, - des Höchsten Gemahl. Und so will Ich das Menschengeschlecht wie
Lazarus aus dem Tod zu neuem Leben erwecken.
Sehet, Lazarus liebte Mich, er war Mein Freund. Und Ich verspreche
allen, die Mich wie er oder ähnlich wie Lazarus lieben, Ich werde sie zu einem
neuen Leben erwecken. Wie Ich Lazarus durch den Lebenshauch zu neuem Leben
erweckte, zu einem ewigen Leben, so werde Ich euch ob eurer Liebe zu Mir zu
einem neuen himmlischen Leben erwecken. Und euer Leben hat kein Ende in Mir.
Somit stellt Lazarus jenen dar, der zwar verschieden ist, aber da er Mich
liebte, habe Ich ihn neu erweckt zu einem neuen, unzerstörbaren Leben in
Einheit mit Mir. Liebet Mich, und Ich sorge für den Rest. Ich erwecke euch zu
neuem, ewigem Leben. Ihr werdet an Meinem Tische sitzen und mit Mir speisen im
ewigen Mahle. Amen
Warum hat Judas Mich verraten und verkauft? Warum wurde er
zum Verräter unter den Jünger.
Sehet, über ihn gilt das Wort: Er hatte lieb die Welt, und
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die Welt war sein Gott. Und sein Gott war ihm feil für 30
Silberlinge. Er hatte lieb die Welt, und Ich war ihm feil für 30 Silberlinge!
O habt nicht lieb die Welt und was in der Welt ist, habt
Mich lieb und Meine Gnade und Mein Reich und Mein Leben, so werdet ihr sein
gleich den nun gerechtfertigten Jüngern. Sie gaben um Meinetwillen alles
Irdische her, daß Ich ihr Haupt und ihr Leben sei. Judas sammelte nur irdische
Schätze, und Ich war ihm selbst feil für 30 Silberlinge. Er liebte das Geld,
jenes Mittel, womit man die Welt gewinnen kann, er liebte das Geld und die Welt
vielmehr als Mich. Er veräußerte Mich. Er verkaufte Mich um Geld, um die Welt
zu gewinnen.
Und als Ich gebunden war und er sah, daß er seinen Meister
verraten hatte, hatte er einen Reueschmerz. Er sah, daß er seinen Meister
wirklich verkauft hat und warf die Silberlinge zurück in den Tempel. Und Ich
sage euch, Judas ist nicht verloren. Judas ist zwar ein Zeichen für viele, die
verlorengehen, aber Judas hatte einen rechten Reueschmerz. Denn hätte er das
Geld behalten und es umgesetzt in Alkohol oder sonstige Güter, so wäre es das
Zeichen seiner Unreuigkeit gewesen, aber er sagte zu Recht: Gebt mir meinen
JESUS zurück, nehmt dieses Blutgeld von mir! Man spottete seiner, und er starb
in Verzweiflung, aber im Reueschmerz.
Und so sehet ihr den Reueschmerz von Judas Iskariot, denn
er warf das Geld weg, das er für den Verrat an Mir bekam. Er warf weg das Böse,
er hatte bereut seine Untat. Sicherlich ist Judas in ein Gericht gefallen, aber
in eine läuternde Art des Gerichtes. Er weinte und weinte in der Ewigkeit, und
seine Tränen haben ihn einst reingewaschen. Ohne Reue von Mir keine wahre
Gnade, keine Ewigkeitsgnade. Erst Reue macht. Mein Verdienst am Kreuz für euch
wirksam. So hat auch der gute Schacher Reuetränen geweint, und darum versprach
Ich ihm das Paradies, daß er "heute schon" mit Mir in Meinem Reiche
ist. Die Reuetränen haben eine Maria Magdalena zu einer Gottesbraut gemacht,
denn so hat sie sich Meiner Liebe, Meinem Feuer bereitet.
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Und wenn ihr Sünder seid, es gibt keinen schnelleren Weg,
eure Sünden wegzuwaschen: Schauet auf Meine Tränen, die wie Blut zu Boden
fielen im Garten von Gethsemane, und Ich werde euren Augen und eurem Herzen
Tränen geben. Ihr bereut, und Ich spreche zu euch die gleichen Worte wie einst
zum guten Schacher: Noch heute, noch jetzt wirst du in Meinem Reiche, wirst du
In Meiner Gnade, wirst Du in Meiner Gemeinschaft, wirst du in Meiner Einigkeit
sein, wirst du ein lebendiges Glied Meines Leibes sein!
So verstehet ihr nun, die Reuetränen haben bei Adam und Eva
die Erlösungsperiode eingeleitet. Die Reuetränen eines Petrus haben ihn
gerechtfertigt vor Mir und er wurde fortan gerecht in Mir gesehen, denn er
hatte allzeit Reuetränen in seinen Augen und blieb so allzeit gerecht als ein
Fels des Glaubens. Und nun ihr?
Seht auf Meine Tränen im Garten Gethsemane, beweinet sie;
denn Ich weine über die Hartherzigkeit Sovieler! Über Jerusalem habe Ich
geweint, aber sie hatten keine Tränen für Mich. Darum ist Jerusalem zerstört
worden. Und Ich sage euch, das Volk Israel wird weinen um Meinetwillen, und
damit wird es gerechtfertigt. Und darum bin Ich auch das Heil Israels!
Reuetränen sind eure Gabe mit eurer Liebe. Und die
Reuetränen machen wirksam Mein Blut und eure Liebe und schaffen euch in Meinem
Geiste neu. Amen
JW 21.10.1989
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