Der Goldene Schnitt
Moses war sich solcher Wissenschaften durchaus bewusst; er hatte auch in
Ägypten gelernt. Seine von Gott inspirierten prophetischen Aussagen, die er im
6. und 7. Buchteil der Genesis niederschrieb, wurden jedoch von den Pharisäern ausgelassen
– mit der Absicht, das Volk eher im Unwissen zu halten, als es über besondere
Zusammenhänge aufzuklären. Dadurch machten sie das Volk „mundtot“ und behielten
dieses Wissen für sich allein. Der Herr aber hatte dies vorausgesehen und ließ
die beiden fehlenden Bücher durch Jakob Lorber im
„Großen Johannes-Evangelium“, Band 1 bis 11, neu offenbaren.
Jede Form von Wissenschaft darf angewendet werden – unter der Bedingung,
dass wir die Dinge nicht mythologisieren und ihnen keinen menschlichen Wert beimessen,
der nicht aus Gott stammt. „Mythologie“ ist bei Jakob Lorber
z. B. nur eine menschliche Fantasievorstellung ohne göttliche Herkunft.
Wie bereits im vorherigen Rundbrief erwähnt, beginnt jeder hebräische
Buchstabe mit einem „Jod-Zeichen“ – es sieht aus wie ein kleines Komma. So auch
im hebräischen Namen für Mose: משה - Dieses kleine Zeichen
– das kleinste und demütigste im hebräischen Alphabet (Symbol für Demut) – hat
den Zahlenwert 10, da es der zehnte Buchstabe ist. Die Zahl 10 steht für das
Ganze. Symbolisch wird Jod manchmal auch mit dem Zahlenwert 14 in Verbindung
gebracht, weil der Name „Jod“ aus den Buchstaben J (10) und D (4) besteht –
zusammen 14. Dies ist allerdings keine klassische Lehre der hebräischen
Sprache, sondern eine geistige Deutung.
Den Buchstaben „O“ gibt es im Hebräischen nicht, daher hat er auch keinen
Zahlenwert. Das Zeichen für Jod sieht so aus: י – Das hebräische Alphabet besteht insgesamt aus 22 Schriftzeichen.
Der Herr selbst kam auf unseren Heimatplaneten, die Erde – auch Gea genannt – im Zentrum unseres Sonnensystems. Er stammte
aus dem Geschlecht Davids: D = 4, V (bzw. W) = 6, D = 4 → zusammen 14. (ד ו ד)
Der Herr offenbarte Seine Dreieinigkeit auch durch die drei Gruppen von je
14 Geschlechtern, um Seine irdische Verkörperung vorzubereiten! Die Schriften
von Swedenborg und Lorber sind ebenso heilig wie die
Bibel, weil sie den geistigen Sinn der Bibel offenbaren – und zwar von Gott
selbst erklärt.
In diesen wunderbaren Büchern und Schriften wird die geistige Sprache,
unsere Zahlenlehre und diejenige aller Sonnensysteme mit ihren zahllosen
Planeten – ebenso wie die der geistigen Welten – eingehend beschrieben. Unser
Körperbau ist auf wunderbare Weise symmetrisch: Unsere Gliedmaßen, ja unser
ganzer Leib lassen sich in Zahlen ausdrücken. Und doch bleibt uns dieses
Geheimnis fast unbegreiflich.
Die hebräische Sprache –
insbesondere ihr Lautwesen – ist eine göttliche Sprache. Wir dürfen uns
durchaus mit dieser Art der Zahlenkunde befassen, insofern sie in einem
Zusammenhang mit Gott und dem Urwesen Adam steht, wobei sich hier der Bezug zum
Goldenen Schnitt offenbart. Der Mensch ist im tiefsten Sinn ein geteiltes Wesen
– ein in eine gebrochene Ordnung übergegangenes Dasein.
Der goldene Vierkant: der Heilige Geist und der menschliche Geist (𝑎) und (𝑏) als 0,618. Der
göttliche Gesamtgeist (𝑎 + 𝑏) = 1

DER GOLDENE SCHNITT VERHÄLT SICH WIE A ZU B = B ZU (A + B) In Prozentwerten
ausgedrückt entspricht dies etwa dem Verhältnis 62:100 = 100:62. Die Zahl 14,
die sowohl mit David als auch mit dem Wort „Hand“ verbunden ist (beide haben
denselben hebräischen Zahlenwert 14), steht in Beziehung zum hebräischen
Buchstaben Jod, der sowohl mit 10 als auch mit 14 assoziiert wird. Zudem
ergibt die Summe 1 + 2 + 3 + 4 genau 10 – eine symbolische Zahl. Daraus ergibt
sich ein Verhältnis von 1 zu 4. Das erinnert stark an die Zehn Gebote – oder
besser: die „Zehn Worte“ –, die Mose übermittelt wurden. Diese Worte bestehen
im Hebräischen aus exakt 172 Wörtern und 620 Buchstaben, also 10
× 62.
Auch in einem erweiterten Sinn zeigt sich der Goldene Schnitt im Verhältnis
62:100 = 100:62. Die Zehn Gebote enthalten also genau jene Wortanzahl, die sich
symbolisch mit dem 172. Tag des Jahres verbinden lässt. Rechnet man vom
1. Januar bis einschließlich 21. Juni, so gelangt man genau zu diesem Datum.
Der 21. Juni – der Tag der Sommersonnenwende – kann symbolisch als 216
gelesen werden.
Um 12:00 Uhr mittags tritt eine Übergangsphase in eine neue
Zeitqualität ein – der höchste Sonnenstand ist erreicht. Das hebräische Wort,
das mit dem Konzept des Goldenen Schnitts in Beziehung steht, ist durch das
Verhältnis 100:62 gekennzeichnet. Interessanterweise verweist genau dieses
Zahlenverhältnis auf das hebräische Wort für „brechen“, das den Zahlenwert
162 trägt:
Be – I – Ts – Sa = 2 – 10 – 90 – 60.
Auch das biblische Buch der Sprüche (hebräisch: „Sprechen“) ist von
Bedeutung. Es wird durch die Buchstaben S(e) – P(h) – R geschrieben: Samech – Pe – Resch =
60 – 80 – 200. Es verweist auf die Wurzel SPhR,
die sowohl Zahl, Buchstabe, Buch als auch Geschichte
bedeuten kann. Die Zahl 1000 spielt hier eine symbolische Rolle, da sich
der Goldene Schnitt auf diese Einheit im Verhältnis 618 zu 382
bezieht. Wie kommen wir zu dieser Erkenntnis?
Leonardo da Vinci interessierte sich dafür, wie die einzelnen Teile des
menschlichen Körpers harmonisch zusammenwirken. Wenn man die beiden Anteile des
Goldenen Schnitts miteinander multipliziert, ergibt sich:
0,618 × 0,382 =
0,236
0,618 × 0,618 =
0,382
================
Summe: 0,618
Wir sehen, dass immer eine der beiden Grundzahlen wiederkehrt. Der kleinere
Teil verhält sich zum größeren Teil so, wie der größere Teil zum Ganzen. Dieses
Verhältnis entspricht ungefähr dem Goldenen Schnitt (618 : 382). Es kann kein
Zufall sein, dass im 618. Wort des 1. Buches Mose [im hebräischen Bibeltext]
beschrieben wird: „und er setzte den Menschen“. Das hebräische Wort für
„setzen“ lautet NoaCh = 50 + 8 [Noah] = 58, was im
Verhältnis 5:8 steht.
In diesem Zusammenhang möchte ich bereits Genesis 6,18 zitieren: „Aber mit
dir will ich meinen Bund schließen; und du sollst mit deinen Söhnen und deiner
Frau und den Frauen deiner Söhne in die Arche gehen.“ Die Erklärung dazu folgt
später. Eine kleine Rechnung zur Einteilung unseres Jahres kann hier vielleicht
etwas Klarheit schaffen:
0,382 × 365 = 139
(genauer: 139,43)
0,618 × 365 = 226
(genauer: 225,57)
==========================
Summe: 365
Um die Verteilung des Goldenen Schnitts richtig zu verstehen, ist hier
stufenweise folgende Zahlenreihe zusammengefasst:
|
Zahlenverhältnis |
Dezimalwert |
|
1
: 2 |
0,500 |
|
2
: 3 |
0,666 |
|
3
: 5 |
0,600 |
|
5
: 8 |
0,625 |
|
8
: 13 |
0,616 |
|
13
: 21 |
0,619 |
|
21
: 34 |
0,618
(0,617647) |
|
34
: 55 |
0,618
(0,618181) |
|
55
: 89 |
0,618 |
|
89
: 144 |
0,618 |
|
144
: 233 |
0,618 |
Berühmte Bauwerke weisen meist das Verhältnis 100:62 auf. Wir können das
Verhältnis als Goldenen Schnitt – also die Zahl 0,618 – hier auch auf 0,620 aufrunden,
sodass wir ebenfalls das Verhältnis von 100:62 erhalten.
Wir erhalten somit ebenfalls das Verhältnis von 100:62. Im Hebräerbrief
6,18 heißt es: „Damit wir durch zwei unveränderliche Dinge, in denen es unmöglich
ist, dass Gott lügt...“ Gott bindet sich hier durch zwei unveränderliche Dinge
unter Eid. Der Eid dient der Bekräftigung aller Widersprüche.
Der hebräische Zahlenwert für „Eid“ (HaShaBoH)
ist 5 + 300 + 2 + 70 + 5 = 382. Genesis 6,18 beschreibt, dass Gott einen Bund
mit Noach (mit dem Zahlenwert 58) schließt und
verspricht, dass er mit ihm in die Arche gehen wird. Die Maße der Arche
betragen exakt 300 × 50 × 30 = 380. Das hebräische Wort für Arche hat sogar den
Zahlenwert 382.
Swedenborg beschreibt nicht ohne Grund, dass alle Dinge in der Natur eine
Entsprechung zu geistigen Dingen haben, ebenso alle einzelnen Teile des
menschlichen Körpers. Was genau diese Entsprechungen bedeuten, ist heute oft
nicht mehr bekannt. Früher galt die Wissenschaft der Entsprechungen als die
Wissenschaft der Wissenschaften. Sie war so universell, dass die Alten alle
Codes und Bücher mittels Entsprechungen (Äquivalente) schrieben. Die
wundersamen Geschichten der Alten sind nichts anderes als die Hieroglyphen der
Ägypter; auch das Buch Hiob, ein klassisches Buch der Urkirche, ist voller
Entsprechungen.
Swedenborg betont daher, dass in der Antike viel mit Codierungen gearbeitet
wurde, die in Büchern durch entsprechende Fakten beschrieben sind.
Nummerierungen schaffen Ordnung in einer großen Menge an Informationen. Die
Bibel ist gewissermaßen „nummeriert“, ebenso sind die Bücher von Jakob Lorber und Swedenborg in Versen nummeriert.
Heutzutage ist das selbstverständlich, geistlich gesehen aber oft nicht
mehr im Einklang damit. Berühmte Bauwerke weisen meist das Verhältnis 100:62
auf. Bei der Geburt Henochs war sein Vater Jared (der
spätere Engel Gabriel) 162 Jahre alt.
Die Zahl 162 steht in Verbindung mit LICHT. (1-6-200) – Die Aussprache von
„hour“ als „our“ kann in
Verbindung gebracht werden mit Josua 16,2: „und es kommt aus Bethel“ (Haus Gottes) nach Luz = Licht.
In Jesaja 16,2 wird das Wort „Arnon“
beschrieben (AR-NOON – 12:00 Uhr mittags!). Immer wieder sehen wir dies in
Verbindung mit 162 und dem Verhältnis zu 61,8.
Unser Weihnachtsfest, die „Heilige Nacht“ (hebräisch „Chanoeka“),
stammt noch von Henoch ab und bedeutet Lichtfest.
In 1. Chronik 8,16 wird schließlich „Joha“
beschrieben: Im Hebräischen steht dort „Joach“ =
10-20-8 [visuell 1618].
Die Zahlen verhalten sich hier etwa wie 382 : 618 zu 1000 : 1618. In Genesis
1,14 [in der hebräischen Bibel] beginnt der 618. Buchstabe; dort werden die
Lichter als Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre bezeichnet. Das 618. Zeichen ist
außerdem das 172. Wort in der hebräischen Bibel. So entsprechen 144 Stunden
genau 6 Tagen und 18 Stunden.
In Israel beginnt der Sabbat (Freitagabend) genau um 18:00 Uhr – mit 6
Tagen und 18 Stunden. Hier zeigt sich – tiefgründig betrachtet – der Goldene
Schnitt als 618.
Die ersten sechs Schöpfungstage in der hebräischen Bibel haben jeweils
genau 144 Verszeilen, und der siebte Tag, der Sabbat (Samstag), hat genau 144
Buchstaben. Die hebräische Bibel macht hier sehr deutlich, dass kein einziges
Schriftzeichen, nicht einmal ein Jota, verloren gehen darf.
Swedenborg schreibt über den Himmel:
„Ich habe Schrift aus dem Himmel gesehen, die regelmäßig und in Ordnung
angeordnet war, ebenso wie Schrift aus Buchstaben und Worten, und ich wurde
belehrt, dass diese Zahlenschrift Geheimnisse enthält, die von vielen nicht
verstanden werden und nicht in Worte gefasst werden können. Mehrfache Zahlen
bedeuten dasselbe wie einfache Zahlen, da sie durch Multiplikation entstehen.“
All dies sah Swedenborg in einer Vision über Zahlenschrift. Zahlreiche
Texte von Swedenborg, Jakob Lorber und auch in der
Bibel beschreiben die Strukturen der Zahlen.
In Genesis 15 [365 hebräische Wörter!] sagt Gott zu Abraham: „Zähle die
Sterne!“ Hier bedeutet die Anzahl der Sterne die Anzahl der Liebe im gesamten
universellen Sein.
Erst durch die Sprache werden wir Mensch. Wir haben von Gott die Sprache
erhalten, jeder nach seiner Art. In der Sprache sind Zahl und Menge zahlreich
verborgen.
Swedenborg sagt, dass alle einzelnen Dinge in der Natur ihre Entsprechungen
in den geistigen Dingen haben.
[Quelle: „Die himmlischen
Geheimnisse und wunderbaren Dinge“ – Swedenborg u.a. Nr. 2284]