Über das Geld

(Empfangen von Jakob Lorber im Jahr 1840 vom Herrn)

 

Der Herr: „Judas sagt, er sei erst seit wenigen Stunden in der Gesellschaft dieses großen Propheten (womit er den Herrn meint), während Thomas schon etwa ein halbes Jahr bei Ihm ist. Thomas erwidert, dass der Herr ihm (Judas) doch klar und deutlich gesagt habe, welchen Wert das Geld besitzt und wie sehr es dem geistigen Leben des Menschen schaden kann. Judas meint, Geld schade nie, wenn man es lediglich auf Reisen bei sich trägt.“

 

Jesus spricht zu Judas: „Wie viel Geld hatte Mose denn, als er die Israeliten aus Ägypten führte?“ Judas antwortet: „Er hatte Gold, Silber und viele Edelsteine.“ Jesus erwidert: „Das stimmt – doch eben das war der Grund, weshalb er das verheißene Land nicht betreten durfte. Kannst du das begreifen?“ Judas: „Aber jetzt ist doch das Geld vom König in Rom und von der halben Welt als gesetzliches Tauschmittel eingeführt worden, um den notwendigen zwischenmenschlichen Handel zu erleichtern, und wir sind verpflichtet, es zu gebrauchen.“

 

Jesus: „Solange es kein Geld gab, gab es auch keine öffentlichen Frauen wie heute. Erst durch das Geld und allerlei Münzgeld sind – in Jerusalem wie fast überall – zahlreiche Dirnen gekommen, und die Männer sündigen Tag und Nacht mit ihnen. Doch es werden noch Zeiten kommen, schlimmer als jene, in denen Noah die Arche baute. Das Elend dieser Tage wird dem Gold und Silber zuzuschreiben sein – und nur Feuer vom Himmel, das allen Unrat der Hölle verzehrt, wird die Menschen aus dieser größten Not erlösen.

 

Wird das Geld recht gebraucht, so ist es wie alles andere auf Erden – zum Guten wie zum Bösen tauglich. Es ist zwar bequem, doch zugleich überaus verführerisch und ein leichtes Mittel zum Sündigen. Darum hat der Satan es in diese Welt gebracht, damit mehr und leichter gesündigt werde. Weißt du denn nicht, dass Gelegenheit den Dieb macht? Was ein Mensch liebt, das versteht er auch zu preisen. Judas, du liebst das Geld sehr – und darum kannst du es auch gut loben. Ich will darum nichts weiter sagen, denn was man liebt, das weiß man stets zu verherrlichen.“ (Quelle: Großes Evangelium Johannes, Band 1, Kapitel 94–95)

 

Das Geld ist Ausdruck der Gier nach immer größerem Verlangen – der Eigenliebe. Dieses Streben muss in unserem Leben überwunden und zerstreut werden, denn das Geld ist ein Götze geworden. (GJE 1,16)

 

Doch es wird nicht lange dauern, da werden Gold, Silber und Erz die Menschen beherrschen und bestimmen, welchen „Wert“ sie in den Augen der Welt haben. Dann kommt eine böse Zeit: Das Licht des Glaubens wird erlöschen, und die Nächstenliebe wird so hart und kalt sein wie das Erz. (GJE 1,135)

 

Nimm, was man dir gibt, und gebrauche es – aber hänge dein Herz nicht daran! Denn so genau bemessen, wie jede irdische Gabe ist, so unermesslich ist das Leben des Menschen auf Erden. Heute bist du noch Herr deiner Schätze, doch morgen wird man deine Seele fordern. Was wirst du dann geben können, um sie vor dem ewigen Tod zu retten? Darum: Trachte jeder vor allem nach dem Reich Gottes – und alles andere wird ihm dazugegeben werden, soweit es ihm dienlich ist! Was aber empfangen wird, ist nicht zum Horten da, sondern soll mit Weisheit und Liebe zum Besten für sich selbst und für andere verwendet werden. (GJE 2,186)

 

Über das Geld – Worte des Herrn an Judas

(nach GJE 1,94 und 1,135)

 

Doch auch ohne dieses Wissen wird sehr bald eine Zeit anbrechen, in der Gold, Silber und das Geld die Menschen beherrschen und darüber entscheiden werden, wie viel ein Mensch der Welt „wert“ ist. Das aber wird eine schlimme Zeit sein: Das Licht des Glaubens wird verlöschen, und die Liebe zum Nächsten wird so hart und kalt sein wie das Geld!
(GJE 1,135)

 

Da sprach Judas: „Ich meine jedoch, dass es dem Menschen niemals schadet, wenn er auf der Reise etwas Geld bei sich trägt.“ Ich aber erwiderte: „Wer Mich kennt – wie dieser Gastgeber hier, der Mich schon in Sichar empfangen hat –, der weiß auch, dass man bei Mir sehr wohl ganz ohne Geld auskommen kann. Siehe: Obwohl Ich keine Taschen an meinem Mantel trage und nichts bei Mir habe, was auch nur im Geringsten nach Geld aussieht, habe Ich doch für Hunderte gesorgt, die Mir durch Judäa und Samaria gefolgt sind. Frage sie, was diese Reise jeden Einzelnen gekostet hat! Und Ich sage dir darüber hinaus: Schon bald werde Ich Tausende speisen – ohne mehr Geld bei Mir zu haben als jetzt.“

 

Judas sagte: „Ich bin der Ansicht, dass es nicht das Gold und Silber war, welches Mose auf Geheiß Gottes aus Ägypten mitnehmen sollte, das ihn hinderte – sondern vielmehr ein schwacher Moment seines Glaubens, in dem er zu wenig auf die Treue Jehovas vertraute!“

 

Ich aber sprach: „Und was war die Ursache seiner Schwäche an jenem Tag? Der, der Mose damals schwach werden ließ, weil er zu sehr an Silber und Gold dachte, steht nun vor dir – und sagt es dir. Zwar ist es in der Schrift sinnbildlich dargestellt, doch was Ich dir sage, ist die volle Wahrheit!“

 

Judas sprach: „Gut, ich nehme an, dass es sich damals so zugetragen hat. Doch heutzutage ist das Geld vom römischen Kaiser und der halben Welt als gesetzliches Tauschmittel eingeführt worden – zur Erleichterung des notwendigen menschlichen Verkehrs. Wir sind verpflichtet, es zu gebrauchen. Und so denke ich: Wenn es keine Sünde ist, dem Tempel Geld zu opfern, dann ist es auch keine Sünde, dasselbe Geld einem Armen zu geben, damit er sich davon einige Tage erhalten kann. Gerade um der Armen willen ist es also gut, etwas Geld mit auf die Reise zu nehmen – denn es ist ja vom Staat als rechtmäßiges Zahlungsmittel eingeführt worden. Gastgeber Koban hätte also das wenige Geld wohl bei sich behalten können.“

 

Ich entgegnete: „Du trägst wohl eine reich gefüllte Geldbörse bei dir – doch gestern hast du dennoch jenen drei Armen, die dich um ein Almosen baten, nichts gegeben. Darum meine Ich: Du selbst machst keinen rühmlichen Gebrauch vom Geld, das du Mir hier so sehr empfiehlst!

 

Durch das Aufkommen des Geldes und vielerlei Münzen sind in Jerusalem – wie auch in fast allen anderen Städten – viele Dirnen eingezogen. Und die Männer sündigen mit ihnen Tag und Nacht. Und wenn jene aus dem eigenen Land denen mit viel Geld nicht mehr gut genug erscheinen, so lassen sie Jungfrauen aus den Bergen kommen, kaufen welche in Griechenland und treiben dann in Judäa die schändlichsten Unzuchten mit ihnen! Und glaube Mir: All das – und noch tausendfach Schlimmeres – ist die Folge des von dir so gepriesenen Geldes! Und dies ist nur der Anfang des Fluches, der auf dem Geld lastet.

 

Denn es werden Zeiten kommen, schlimmer noch als jene, in denen Noah die Arche baute – und das Elend jener Tage wird dem Gold und Silber zuzuschreiben sein. Nur ein Feuer vom Himmel, das all dieses teuflische Werk verzehrt, wird die Menschen von dem bittersten aller Übel erlösen!“

 

Da sprach Judas: „Ja, ja – Du bist ein Prophet ohnegleichen und kannst all das wissen. Doch wenn man das Geld recht gebraucht, kann daraus doch nichts Schlechtes entstehen?“

 

Ich aber sagte: „Wahrlich, wenn man es recht gebrauchen würde, dann wäre es ebenso nützlich wie alles andere auf Erden, das man sowohl zum Guten als auch zum Bösen gebrauchen kann. Doch liegt der große Unterschied hierin: Wenn du eine Stadt betrittst, musst du allerlei Waren mit dir führen – Werkzeuge etwa oder Lebensmittel. Dafür erhältst du etwas anderes, das du brauchst – oder eine bereitet Mahlzeit. Das ist zwar mühsam und nicht sehr bequem – doch es verführt nicht leicht zur Sünde. Denn wenn du mit deiner Ware oder einem schwer beladenen Wagen zu einer Dirne gehst und ihr für ein paar Töpfe oder Schalen deine Sünde anbieten willst, wird sie dich auslachen und fortjagen – und du bleibst verschont von der Sünde.

 

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Gehst du jedoch mit Gold- oder Silberstücken zu ihr, dann wird sie dich nicht auslachen, sondern dich sogleich in ihre Kammer führen und dich mit allerlei Reizen zur Sünde verleiten – nur um dir umso mehr Gold und Silber zu entreißen. Darum ist das Geld wohl bequem – doch zugleich überaus verlockend und ein leichtes Mittel zur Sünde. Und deshalb hat der Satan es in die Welt gebracht – damit durch das Geld leichter und häufiger gesündigt werde! Weißt du denn noch immer nicht, dass die Gelegenheit den Dieb macht?“ (GJE 1,94)

 

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 Enorme Teuerung der Lebensmittel und massive Geldentwertung

 

Nach dem Werk Die geistige Sonne von Jakob Lorber stehen der Menschheit gewaltige Gerichte bevor – wie Hungersnöte, Seuchen und verheerende Feuer. Der Herr spricht dort: „Wo das Feuer kommt, da wird es alles verzehren, und selbst die härtesten Steine werden schmelzen wie Wassertropfen auf glühendem Eisen. Auch große Wasserfluten, vermengt mit allerlei Ungeziefer, werden sich in die Tiefen der alten Erde ergießen und dort alles ersticken. Ein großer, feuriger Drache stürzt, gebunden und gefesselt, in den endlosen Abgrund eines unaufhörlich wogenden Feuermeeres.“ (Die geistige Sonne, Band 1, Kapitel 16, Vers 18)

 

Doch fährt der Herr im selben Kapitel tröstlich fort: „Siehe, eine alte, dunkle Zeit greift nach einer neuen, lichten. Deshalb werden die Dinge nicht vergehen, sondern es wird uns lediglich ‚eine neue Zeit‘ gegeben werden. – Und wie die erste Zeit eine Zeit des Untergangs war, eine Zeit der Nacht, so wird die kommende eine Zeit des Aufstiegs und des Tages sein!“
(Die geistige Sonne, Band 1, Kapitel 16, Vers 16)

 

Auch im Werk Himmlische Gaben, Band 2, spricht der Herr am 16. Mai 1847 zu Jakob Lorber: „Siehe, zu allen Zeiten war und wird es so bleiben, dass die äußeren Lebensumstände stets im Einklang mit dem geistigen Zustand der Menschen stehen. – Die Israeliten wurden oft durch Misswuchs, hohe Preise, Hungersnöte und Seuchen gestraft, wenn ihr Herz und Geist Mich verließen und sich anderen Göttern zuwandten. In den heutigen Ländern des Götzendienstes herrschen ständig – mehr oder weniger – Not, Pest, allerlei Plagen und Entbehrungen. – Warum? – Wegen des Mangels an Meinem Geist!“

 

„Solange sich die Menschen im sektiererisch-christlichen Europa noch ernstlich um Mich bemühten und nach Meinem Geist strebten, solange waren auch zahllose Engel unter ihnen. Das war nicht nur ein Segen für die Menschen, sondern auch für die Erde, die reiche Ernten hervorbrachte. Doch diese Ernten führten die Menschen bald zu rein industriellen Gedanken – und der Gedanke an Mich versank im Dunkel!“

 

„Anstelle wahrhaft geistiger Schriften, die sowohl von Rom als auch von weltlicher Staatsgewalt zunehmend – ja buchstäblich als ketzerisch – verboten wurden, hat man die Welt nun mit Legionen sinn- und inhaltsloser Zeitungen und anderer Schriften überflutet. Man hängt wieder Reliquien auf, verordnet erneut Wallfahrten, gründet Orden und betreibt noch viele andere Gräuel. So ist eine große Hungersnot für den Geist eingetreten – bedingt durch den vorhergehenden, immer weiter steigenden Preis der geistigen Nahrung. Die Engel haben sich deshalb zunehmend von der Erde zurückgezogen, weil ihnen die wachsende Finsternis nicht mehr gefällt – ebenso wenig wie die immer schamloser werdende Unzucht der Menschen, besonders innerhalb der römischen Kirche. Daher ist es nur allzu verständlich, dass die Erde – je mehr es ihr an himmlischen Arbeitern mangelt – auch nur noch magere Ernten jeglicher Art hervorbringen kann.“

 

Im Jahr 1846 hat der Herr die Kartoffelernte in fast ganz Europa zu mehr als der Hälfte vernichtet. Und Er spricht – auch mit Blick auf unsere Zeit – eindringlich: „Was wird geschehen, wenn Ich außer den Kartoffeln auch den Weizen, den Mais und die Gerste schlagen wollte – und sehr wahrscheinlich auch schlagen werde, wenn die Menschheit in ihrer geistigen Finsternis, ihrer Hurerei, Unzucht und ihrem rastlosen industriellen Streben verharrt und Meiner noch mehr vergisst?! Dann erst werdet ihr von großem Wehklagen, bitterer Armut und tiefem Elend lesen und hören – und euer Haar wird sich vor Entsetzen sträuben!“

 

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„Ich wollte die Cholera bereits nach Europa senden. Doch es tat Mir leid, denn in manchem Volk fand Ich tatsächlich viele Wohltäter. Zugleich entdeckte Ich aber auch eine noch größere Schar von Wuchern, die direkt aus der Hölle stammen und in denen diese voll und ganz wirkt. Diese Teufel in menschlicher Larvenform müssen Meine Zuchtrute entsprechend dem Maß ihrer Vergehen spüren. Darum werden allerlei Krankheiten die Erde heimlich gemäß Meiner Ordnung befallen. Erst wenn dieses Gezücht vernichtet ist und es auf der Erde wieder heller wird, werde Ich den Erdboden segnen – und zwar nur örtlich, dort, wo Menschen wohnen, die Mich wahrhaft im Herzen tragen und glauben, dass Ich bei ihnen bin und sie auch mit wenig Brot wohl ernähren kann.“

 

In einem anderen Abschnitt spricht der Herr am 25. April 1864 zu Lorber und versichert, dass die wahren Anhänger Christi nichts zu fürchten haben: „Denn sie werden in allem vielfach gestärkt werden, wodurch auch für die noch weniger Gläubigen ein Licht aufgehen wird, das sie nicht mehr löschen können. Und Ich, der Herr, der dies durch den Mund des Johannes zu euch sprach, werde die Erde an allen Orten und Punkten mit allerlei Gerichten und Heimsuchungen heimsuchen: durch gewaltige Kriege, große Teuerung und Hungersnöte, allerlei Seuchen unter Menschen und Tieren, schwere Erdbeben und andere Erdstürme, gewaltige Überschwemmungen und auch durch Feuer. Doch die Meinen werde Ich in der Liebe bewahren, und sie werden an nichts Mangel leiden.“

 

„Wer aber versuchen wird, Mich bei Meiner zweiten Wiederkunft zu verfolgen – wie und wo auch immer –, dem werde Ich wissen, wie Ich ihn von dieser Erde hinwegraffen kann.“ „Nur wenn unter den werdenden Menschen so grobe Vergehen gegen die göttliche Ordnung auftreten, dass die angestrebte, absolute Lebensfreiheit ernsthaft gefährdet wird, müssen wohl da und dort kleine, aber äußerlich erschreckende Gerichte geschehen – wie Kriege, Teuerung, Hunger und Pest. Doch keines dieser Strafgerichte darf je mehr als höchstens ein Zehntel der Menschheit treffen; denn eine stärkere Strafe könnte allzu leicht die Wirkung eines echten Vernichtungsgerichtes entfalten.“ (Himmel und Hölle, Band 1, Kapitel 95:10)

 

In einem anderen Teil der Neuoffenbarung sagt Jesus: „Aber niemand denkt daran, dass all das Leid, alle Krankheiten, Kriege, Teuerung, Hunger und Pest nur entstehen, weil die Menschen nicht nach Gottes Ordnung für ihre Seele und ihren Geist handeln, sondern lediglich für ihren Leib.(Großes Evangelium Johannes, Band 3, Kapitel 12:6)

 

Weiter heißt es: „Schon bald nach dieser Zeit wird es für das Leben der Menschen sehr schlecht aussehen. Die Erde wird unfruchtbarer, große Teuerung, Krieg und Hungersnot werden entstehen, und das Licht des Glaubens an die ewige Wahrheit wird vielerorts schwinden. Das Feuer der Liebe wird verlöschen und erkalten – und dann wird das letzte Feuergericht über die Erde kommen!“ (GEJ 3, 33:4)

 

Im Band 6 des Großen Evangeliums Johannes erklärt Jesus: „Von nun an werden fast zweitausend Jahre lang unzählige Seher und Propheten erweckt, denn noch mehr falsche Propheten sowie hochmütige, herrschsüchtige und aller Liebe entbehrende falsche Christusse werden auftreten. Auch die Gerichte werden fortbestehen, und es wird selten einen Herrscher geben, der mit seinem Volk nicht wegen der Finsternis ein strenges Gericht erleiden muss.“ (GEJ 6, 150:14)

 

„Gegen Ende der genannten Zeit werde Ich immer größere Propheten erwecken, und mit ihnen werden sich auch die Gerichte mehren und ausweiten. Es wird schwere Erdbeben, verheerende Stürme, große Preissteigerungen, Kriege, Hungersnöte, Seuchen und viele andere Übel geben. Und, wie Ich bereits sagte, wird unter den Menschen – abgesehen von wenigen – kein Glaube mehr bestehen; denn sie werden im Eis ihres menschlichen Hochmuts völlig erkaltet sein, und ein Volk wird gegen das andere ziehen.“
(GEJ 6, 150:15)

 

„Die Menschen werden durch Seher und besondere Zeichen am Himmel gewarnt werden. Doch nur Meine wenigen wahren Nachfolger werden darauf achten, während die weltlichen Menschen all dies nur für seltene Naturphänomene halten und allen, die noch an Mich glauben, das als Aberglauben ausreden wollen. Danach wird die größte Offenbarung durch Mein zweites Kommen auf diese Erde stattfinden. Diese Offenbarung wird von einem sehr großen und scharfen Gericht eingeleitet und von einer allgemeinen Sichtung der weltlichen Menschen durch Feuer und seine Geschosse gefolgt werden. Danach werde Ich selbst eine ganz andere Schule für wahre Menschen auf dieser Erde errichten, die bis zum Ende der Zeiten dieser Erde bestehen wird.“

„Ich sage euch dies jetzt im Voraus, damit ihr nicht glaubt, dass nach Mir alles ebenso vollkommen sein wird wie in Meinen Himmeln. Einige wenige werden wohl Meinen Engeln gleich sein – aber viele werden noch weit schlimmer sein als die Menschen zu Meiner Zeit.“ (GEJ 6, 150:14–18; vgl. Matthäus 24)

 

„Wer nicht tun wird, was die große Hure Babylon verlangt, wird es sehr schwer haben. All diese Dinge müssen zuerst geschehen – ungefähr siebenhundert Jahre vor dem Gericht –, damit niemand später sagen kann, er sei nicht ausreichend gewarnt worden. Von jetzt an werden keine vollen zweitausend Jahre mehr vergehen, bis das große Gericht auf der Erde stattfinden wird. Dieses wird dann ein deutliches, jüngstes und letztes Gericht über diese Erde sein.“  (GEJ 6, 174:6–7)

 

„Ich selbst, als urgöttliche Person, werde jedoch niemanden richten – sondern Mein Wort, das Ich zu euch gesprochen habe, wird es tun.“ (GEJ 6, 174:12)

 

Der Herr sagt: „Dieses Feuer wird großes und allgemeines Leid, Elend und Trauer bringen, von einem Ausmaß, wie die Erde es noch nie gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen, die Liebe erkalten und alle armen Geschlechter werden klagen und verkümmern. Doch die Großen, Mächtigen und Könige dieser Welt werden den Bittenden nicht helfen, wegen ihres übergroßen Hochmuts und der daraus resultierenden Härte ihres Herzens.“ (Großes Evangelium Johannes, 8,185:2)

 

„So wird ein Volk gegen ein anderes aufstehen und mit Feuerwaffen kämpfen. Dadurch werden die Herrscher in große, nicht abzutragende Schulden geraten und ihre Untertanen mit unmöglich hohen Steuern quälen. Es wird übermäßige Teuerung, Hungersnot sowie viele bösartige und ansteckende Krankheiten und Epidemien unter Menschen, Tieren und sogar Pflanzen geben! Auch heftige Stürme auf dem Festland und auf dem Meer, Erdbeben, und das Meer wird an vielen Stellen über die Ufer treten. Dann werden die Menschen in große Furcht und Angst geraten wegen der Dinge, die über die Erde kommen werden!“
(GJE 8,185:3–4)

 

All das wird erlaubt werden, um die Menschen von ihrem Hochmut, Egoismus und ihrer großen Trägheit abzubringen. Die Großen und die, die sich mächtig wähnen, werden durch Langeweile gezüchtigt und so gezwungen sein zu handeln, um von dieser Qual befreit zu werden. Dies ist das erste Feuer, durch das die Menschen für Mein Wiederkommen geläutert werden.“
(GJE 8,185:5–6)

 

Schließlich sagt der Herr weiter: „Seht, von solchen Herodesen gibt es heute viele auf der Welt; sie verursachen Not und alles Elend unter den Menschen und bringen durch ihre nie zu stillende Gier Teuerung und Hunger. Doch dafür werden sie jenseits ihres Lebens ihren Lohn erhalten, über den sie sich wahrlich nicht freuen werden. Wahrlich, wahrlich, eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr, als dass ein solcher Herodes das Himmelreich betreten wird!“ (GJE 8,190:11)

 

Geld in unserer Gesellschaft

Zum Thema Geld sagt der Herr: „Meine Ämter sind keine Wechselstuben und keine Geldgeschäfte! Denn wer Mir wegen des Geldes dient, der dient Mir nicht aus Liebe. Wer Mir nicht aus Liebe dient, dessen Dienst ist Mir fremd, so wie Ich ihm vollkommen fremd sein muss, weil er Mir nicht aus Liebe dient. Mit ihm habe Ich die Rechnung bereits abgeschlossen. Doch wie kann jemand ein treuer Knecht sein, der die Schätze des Herrn, ohne dazu berechtigt zu sein, wie ein Dieb zu den schändlichsten Preisen verkauft!“

 

Iskariot verkaufte Mich für dreißig Silberlinge, ohne vorher zu wissen, was mit Mir geschehen würde; denn er war blind und verlor sich. Aber jetzt werde Ich gemartert, getötet und wieder auferstanden für die schändlichsten Spottpreise jederzeit verfügbar. O ihr schändlichen Diebe, ihr Mörder, womit soll Ich euch vergleichen? Ihr Kinder des Drachen, ihr Schlangenbrut! Dient ihr Mir so, soll Ich euch so antreffen!“

 

„Denn durch Meinen geliebten Paulus ließ Ich sagen: Wer den Altar dient, wird auch vom Altar leben, aber nur durch Werke der Liebe, die alles zum Guten verändern. Doch ihr habt keine Werke der Liebe – deshalb seid ihr Räuber, Diebe und heimliche Mörder des Evangeliums und aller Wahrheit. Nach dem Werk wird der Lohn sein! Liebe ist nicht käuflich, sondern nur durch Gegenseitigkeit zu erlangen. Ich bin die Liebe selbst und nur durch Gegenseitigkeit zu bekommen. Mit Liebe habe Ich euch alle gekauft; darum fordere Ich Gegenseitigkeit von euch allen. Wer Mir also dienen will, der soll Mir aus der Liebe dienen, in der Ich für ihn am Kreuz starb; und wer zu Mir kommen will, der komme in der Liebe zu Mir, der am Kreuz für ihn blutete.“
(Haushaltung Gottes, Teil 1, Kapitel 2:11 und weitere)

 

„Seht euch eure Industrie und alle Geldangelegenheiten an, die eigentlich das zentrale Element des ganzen staatlichen Lebens sind. Wer darin nicht die Aktivität eines ständigen Auf und Ab erkennt, der muss siebenfach blind sein. Ihr werdet überall – sowohl allgemein als auch in einzelnen Fällen – ein Aufschwingen und ein schnelles Zurückfallen beobachten. Das eine Land schwingt auf, das andere fällt zurück und erreicht wieder den tiefsten Stand seiner Schwankung. So oft ihr gesehen habt, dass ein Reich sich zur höchsten Spitze hochgearbeitet hatte, war das stets ein klares Zeichen für seinen Fall, der noch viel schneller als sein Aufschwung geschah.“ (Geistliche Sonne, Teil 1, Kapitel 13:12)

 

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„Weiter heißt es im Wort des Evangeliums: ‚Wer mit Mir das Leben betreten will, nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir!‘ Sag einmal, Meine liebe Frau, wann haben wir so etwas auf der Erde getan? Ich habe nie ein Kreuz getragen, und du erst recht nicht; unser ganzes Kreuz bestand lediglich aus weltlichen Geldsorgen.“ (Geistliche Sonne, Teil 1, Kapitel 37:7)

 

„Weiter steht im Evangelium, dass der Herr zu dem reichen Jüngling sagt: ‚Verkaufe all dein irdisches Gut, verteile den Erlös unter die Armen und folge mir; dann wirst du das ewige Leben besitzen.‘ Aber was sagt der große Lehrer zu dem Jüngling – oder eigentlich zu seinen Aposteln –, als dieser sich nach dieser Verkündigung weinend von ihm entfernte? Sieh, diese Worte sind voller besonderer Bedeutung, und meines Erachtens durchleben wir gerade die traurige Bedeutung dieser Worte, die lauten: ‚Es ist leichter für ein Kamel, durch das Nadelöhr zu gehen, als für einen Reichen, in das Reich Gottes einzutreten.‘“
(Geistliche Sonne, Teil 1, Kapitel 37:8)

 

„… Und die Menschen wurden durch den Tempel so irregeführt, dass sie den Herrn der Herrlichkeit nicht erkannten und sogar im Tempel beschlossen, ihn zu kreuzigen. Auch Judas wurde im Tempel mit Geld bezahlt und warf dieses Blutgeld schließlich selbst wieder in den Tempel zurück – als starkes Zeugnis dafür, dass der Tempel seit altersher ein Mordnest des Geistes Gottes war.“
(Geistliche Sonne, Teil 1, Kapitel 70:4)

 

„Aber ein solcher Geldbesitzer kann sich nicht entschuldigen, wie er an das Geld gekommen ist – sei es durch spekulatives Setzen, durch Lottogewinn oder durch Erbschaft. Er steht vor Gott jedenfalls als Hehler neben einem Dieb. Warum das so ist, könnte sich mancher fragen.“ (Geistliche Sonne, Teil 2, Kapitel 91:8)

 

„Was bedeutet es, durch Glücksspekulation reich zu werden? Das ist nichts anderes als das Wuchern der legitimen Verdienste vieler, wodurch die meisten dieser Verdienste beraubt und nur von wenigen angeeignet werden. In diesem Fall ist ein Mann, der durch Zufall und Spekulation reich geworden ist, ein erbarmungsloser Dieb. Er gewinnt die Lotterie da er nur von den Anstrengungen vieler anderer profitiert. Im Fall einer Erbschaft ist er jedoch ein Hehler, der sich auch des illegalen Besitzes seiner Vorfahren bemächtigt hat, die diesen nur auf die zwei genannten Arten erwerben konnten.“ (Geistliche Sonne, Teil 2, Kapitel 91:9)

                                                                                                                                                    

„Nehmen wir an, ein Millionär lebt in einem Dorf. Wird er das Dorf glücklich machen oder ihm Unglück bringen? Wir werden sehen. Der Millionär sieht, wie es an den öffentlichen Geldbanken schwankt; was tut er? Er verkauft seine Anleihen und kauft Immobilien. Die Regierung, der er früher nur Untertan war, steckt wie üblich in großen finanziellen Schwierigkeiten. Unser Millionär wird gebeten, dem Staat Geld zu leihen. Er tut es zu einem guten Zinssatz und auf die sichere Hypothek des Staates. Seine Nachbarn, die anderen Dorfbewohner, brauchen auch Geld. Er leiht es ihnen ohne Einwand eines offiziellen Schriftstücks. So geht das jahrelang. Der Staat wird immer ärmer, die Dorfbewohner nicht reicher. Was ist geschehen? Unser Millionär greift bei den Machthabern, den Staatsmännern ein, sie bekommen keinen Cent mehr und müssen sich der Gnade oder Schande hingeben; höchstens erhalten sie aus reiner Großzügigkeit Reisekostenerstattung. Unser Millionär wird nun zum (Staats-)Herrscher und zugleich zum Meister über die Nachbarn, die ihm Geld schulden. Diese werden ihm untertan sein, weil sie ihm weder Kapital noch Zinsen zahlen können.“ (Geistliche Sonne, Teil 2, Kapitel 103:14)

 

„Hier haben wir die ganz natürliche Folge von Glücksgeschäften, die ein Millionär oder Besitzer überschüssiger Selbstliebe den Dorfbewohnern gebracht hat. Mehr muss man dazu nicht sagen.“ (Geistliche Sonne, Teil 2, Kapitel 103:15)

 

„Wo zwei oder drei in meinem Namen oder aus meiner Liebe (das versteht sich von selbst) tätig zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen; aber sicher nicht dort, wo nur über weltliche, militärische und finanzielle Angelegenheiten beraten wird, statt über mein Wort und meine Liebe – und auch nicht dort, wo diejenigen, die sich meine Priester nennen, Festungen, Maschinen und Eisenbahnen planen.“ (Verborgene Bibeltexte, Kapitel 14:11)

 

„Und schau weiter auf Wucher, Neid und Habgier! – Diese drei sind von oben bis unten die ‚Seele‘ der menschlichen Larven (denn der Name Mensch ist für solche toten Diener des Todes ja viel zu erhaben!). Ja, sie können nicht einmal mehr ‚Sünder‘ genannt werden. Denn ein Sünder ist (zumindest hin und wieder) reuig und hat (manchmal) wenigstens den Wunsch, sein Leben zu bessern. Nur diese dreifach weltliche Seele, die den Wert jedes Menschen einzig nach dem ewig verfluchten Geld bemisst, kennt keine Reue.“

 

„Wo ist der Reiche, der es bereut, reich zu sein! Wenn jemand schon so viel hat, dass er, wenn er jährlich fünftausend Gulden ausgeben würde, nur von seinem Kapital hundert Jahre und länger leben könnte, will er immer noch reicher und reicher werden. Und wenn er einem Armen einmal hundert Gulden geben muss, wie ungern tut er das! – Wie wenige Reiche sind mit frohem Herzen reich für ihre armen Brüder und Schwestern – das weiß ich mit Sicherheit am allerbesten. Ich sage dir, wenn du sie an deinen Fingern zählen würdest, blieben für diese Stadt noch einige Finger übrig, obwohl es mehr als fünfhundert Reiche gibt!“
(Himmlische Geschenke 2 – 17.12.1841)

 

„Ich sage dir: Wenn mancher hochmütige, reiche weltliche Narr sehen könnte, was hinter seinem Geld und seinen anderen Gütern steht, so würde er sofort so heftig erschrecken, dass er von endlos großer Angst zu einem Punkt verzehrt würde – was aber aus einem höchst wichtigen Grund niemals zugelassen werden kann und darf, was du jetzt noch nicht verstehen kannst.“
(Himmlische Geschenke 2, S. 280:9)

 

„Aber betet für all jene Reichen an weltlichen Schätzen! Denn sie sind (wegen ihrer Geldgier und ihres Hochmuts) diejenigen, die am schwersten zu helfen sind; und deshalb sind sie geistlich gesehen auch die allerärmsten Wesen. Sie werden mich, den Vater, in alle Ewigkeit nur schwer sehen können, weil sie sich mit ihren Schätzen selbst zur Speise des Satans gemacht haben und von ihm verschlungen werden und ewig in seinem Bauch wohnen!“ (Himmlische Geschenke 2, S. 290:10)

 

„Siehe, die Arbeiter wollen bezahlt werden, weil sie sonst nichts hätten, womit sie bei den geldgierigen Bäckern (und diesen bei den Müllern und den Bauern usw.) Brot bekommen könnten.“

 

„Der Handwerker will ebenfalls gut bezahlt werden; denn sonst könnte er sich keine Werkzeuge kaufen, mit denen er etwas herstellen kann, und auch kein Brot. Denn die Habgier der Menschen gibt jetzt kein Brot mehr umsonst.“
„Der Händler und der Kaufmann wollen vor allem viel Geld, denn ohne Geld bekommen sie nichts, womit sie handeln könnten. Und ohne Geld gibt es für sie auch kein Brot.“


„Der Weber will auch Geld, der Schmied ebenso. Denn ohne Geld gibt es fast nirgendwo mehr Brot, nicht einmal für den Bettler.“
„Der Staat will sehr viel Geld, wie sollte er sonst die vielen Beamten bezahlen und ihnen Brot geben für oft nicht sehr schwere Arbeit, wenn sie sich das Geld, das sie vom Staat erhalten, nicht leisten könnten?“


„Du kannst jetzt denken, was du willst; in der weltlichen Welt geht es heute keinesfalls mehr ohne Geld! Ja, ich sage dir, jetzt ist das Geld der Welt genauso notwendig wie ich für den Himmel. Denn so wie ohne Gott kein Ding denkbar ist, so ist auch ohne Geld weder heute noch je eine Welt denkbar.“


„Denn jede Welt lebt und existiert aus ihrer Gottheit heraus. So wie alle Himmel aus mir bestehen und leben, so besteht und lebt auch die ganze Welt aus dem Geld und lebt aus diesem Weltgott.“

 

„Oder sucht nicht jeder das, was noch kein Geld ist, so schnell wie möglich zu Geld zu machen, damit der Gott der Welt sowohl bei jedem Einzelnen als auch insgesamt umso mächtiger wird?“ (Himmlische Geschenke 2, S. 301:2-9)

 

„…Denn siehe, wir müssen ihnen dieses elende, kurze Glück wirklich gönnen für ihre geldlichen Tugenden, da sie doch mit diesem einen einzigen richtigen Leben für sie in der Welt alles entscheiden!“ (Himmlische Geschenke, Teil 2)

 

„Siehe, solche reinen Materialisten sind immer die lauwarmsten geistlichen Menschen! Ja, sie sind so träge wie die Materie selbst, an die sie gebunden sind – und deshalb können sie sich auch nicht über die tote Natur von sich selbst und aller anderen Materie erheben.“

 

„Weil die Materie für sie etwas Festes und das einzig Verständliche ist, geht auch ihr Geist ganz darin auf, ergibt sich völlig der Materie und denkt ausschließlich von dort aus, solange noch ein Lebensfunke in ihm glimmt. Und alles Geistige ist ihnen deshalb nichts anderes als reine Torheit.“ (Himmlische Geschenke 2, S. 311:3-4)

 

„Der Pächter Herodes hatte bei vielen Rechten auch das Recht, Münzen mit seinem Namen und Bild zu prägen. Das Geld war damals, wie heute, ein Tauschmittel, und alle Kaufleute, Händler und Wechsler benutzten dasselbe als etwas absolut Notwendiges. Um dieses Tauschmittel in die Hand zu bekommen, mussten sie es gegen Rohmetall oder andere gute und edle Materialien eintauschen, die bei der herodianischen Münze verwendet wurden. In diesem Fall wurden sie dann für fünfzig Jahre vollkommene Eigentümer des herodianischen Geldes.“

 

Das Jesuskind in Ägypten sagte zu Josef und Cyrenius: „Ich sage also immer wieder: Auf Gold und Silber ruht immer noch Gottes Fluch!“ Und das Kind, das ganz in der Nähe von Josef stand, fügte lachend hinzu: „Darum kannst du das stolze Gold und das hochmütige Silber nicht besser beschämen, als indem du es angemessen an Bettler verteilst! Du, lieber Josef, machst das ja schon immer; darum wird dich jener alte Fluch kaum schädigen, ebenso wenig wie Cyrenius. Ich selbst habe mit diesem Geld gar nichts zu tun; hier ist es genau richtig aufgehoben!“ (JJ.01-234:23-27)

 

Jesus sagte in seinem ersten Lehrjahr: „Was das Geld im Tempelschatz betrifft, darüber will ich dir ganz offen sagen: Es ist etwas Abscheuliches, das durch den Verfall entstanden ist, nicht so sehr für einige geistig Arme, die glauben, damit den Himmel erwerben zu können, sondern umso mehr für diejenigen, die das Geld aus der Schatzkammer nehmen und es nachts bei den Dirnen verpulvern!
Solange es kein Geld gab, gab es auch keine öffentlichen Dirnen wie heute. Mit dem Geld und allerlei Zahlungsmitteln sind in Jerusalem, wie fast in allen anderen Städten, viele Dirnen gekommen, und die Männer sündigen Tag und Nacht mit ihnen!
Und wenn die Mädchen aus dem eigenen Land den reichen Männern nicht mehr genügen, so holen sie Jungfrauen aus den Bergländern, kaufen sie in Griechenland und treiben dann in Judäa die schändlichste Hurerei mit ihnen!
Und glaub mir, all das und noch tausendmal Schlimmeres ist die Folge von dem von dir so hochgelobten Geld!“
(GJE1-94:12)

 

„Aber das ist erst der Anfang des Fluchs, der am Geld haftet. Es werden Zeiten kommen, die schlimmer sein werden als jene, in denen Noah die Arche baute, und ihr Elend wird dem Gold und Silber zuzuschreiben sein – nur ein Feuer vom Himmel, das alle Höllenprodukte verbrennt, wird die Menschen von dem schlimmsten aller Elende erlösen!“ (GJE1-94:13-14)

 

Thomas sagt zu Judas: „Du willst doch hoffentlich heute nicht schon alles wissen, um morgen wieder heimzugehen!? Es ist gut, dass der Herr endlich wieder aufgebrochen ist, sonst wärt ihr morgen noch lange nicht über dein dummes Geld fertig gesprochen! Der Herr hat Recht; dieses verfluchte Geld wird dir noch den Tod bringen, weil du es so besonders anziehend findest!
Der Herr hat dir doch deutlich genug gesagt, welchen Wert das Geld hat und wie schädlich es für das geistliche Leben des Menschen ist; aber du hältst dich schon lange für weiser als Gott und kannst dir darum auch die Krone auf deine Weisheit setzen! Pass nur auf, dass du nicht eines Tages an purer Weisheit erstickst!“
(GJE1-95:04)

 

(Der Herr:) „Wer von euch viel Geld hat, soll es nicht immer nur denen leihen, die ihm das Kapital mit hohen Wucherzinsen zur vereinbarten Zeit zurückzahlen können, sondern auch den Armen, die weder Kapital noch Zinsen zurückgeben können. Dann wird er sein Geld von mir gutgeschrieben bekommen, und ich werde ihm schon hier das Zehnfache und im Jenseits das Hundertfache von Kapital und Zinsen zurückzahlen.


Wer aber sein Geld nur denen leiht, die ihm zur festgesetzten Zeit Kapital und Zinsen zurückzahlen können oder es gerichtlich durchsetzen lassen, der hat seinen Lohn schon hier ganz genossen und hat von mir nichts mehr zu erwarten; denn er hat dadurch nicht mir, sondern nur der Welt und sich selbst gedient.“


„Ihr werdet zwar sagen: ‚Wenn man jemandem in Not Geld gegen Zinsen leiht, ist das doch auch eine gute Tat; der Leihnehmer hat sich so aus der Not befreit, ist reich geworden und kann dann ganz leicht Kapital und Zinsen zurückzahlen!
Denn der Geldgeber hat ja das Risiko getragen, sein Geld bei einer ungünstigen Spekulation zu verlieren!‘
Aber wenn der Leihnehmer davon profitiert hat, kann kein Gott mit all seiner Weisheit etwas dagegen haben, dass er, der Leihnehmer, dem Geldgeber das Kapital inklusive der vereinbarten Zinsen zurückzahlt! Denn der Geldgeber ist erstens auch ein Mensch, gegenüber dem ein anderer die gleichen Verpflichtungen hat wie dieser gegenüber ihm, und zweitens kann das verliehene Geld ja das gesamte Vermögen des Geldgebers ausmachen, von dem er leben muss, wie der Landmann von seinem Boden!
Wenn der Geldgeber sich jedoch das geliehene Geld samt den Zinsen zurückzahlen lässt, wovon soll er dann leben? Oder hat der Leihnehmer auch nur annähernd das Recht zu verlangen, das geliehene Geld zu behalten, obwohl er damit viel verdient hat und gut wissen muss, dass es das einzige Vermögen des freundlichen Geldgebers ist?“


Dazu sage ich: „Jeder, der Geld hat, soll, wenn ein Freund kommt und Geld benötigt, ihm die Leihe nicht verweigern. Wer ihm das Geld zu gesetzlichen Zinsen leiht, hat ihm schon eine gute Tat getan, die auch im Himmel gewürdigt wird. Aber genauso ist es die Pflicht des Leihnehmers, dem Geldgeber das Geliehene zusammen mit den vereinbarten Zinsen gewissenhaft zurückzuzahlen und noch mehr: Wenn er viel Gewinn gemacht hat, soll er aus freiem innerem Bedürfnis den Gewinn mit dem Geldgeber teilen, denn er hat den Gewinn nur mit dessen Geld erzielt. Aber der Geldgeber darf das nicht auf irgendeine Weise fordern! Das könnt ihr alle aus Freundlichkeit tun, aber dafür braucht ihr nicht das andere völlig aufzugeben!“
(GJE4-98:1-3)

 

Geld, Währungen

„Wenn jedoch ein sehr armer Mann kommt, dem man nicht zutrauen kann, dass er eine größere geliehene Summe sinnvoll und gewinnbringend nutzt, dann ist niemand verpflichtet, ihm das Geld zu leihen, weil er so sein Geld mutwillig wegwirft, ohne dass es jemandem wirklich nützt, und den Geldnehmer nur in eine Lage bringt, in der er sich unnötigen Ausschweifungen hingibt, denen er naturgemäß erliegen würde. Ein solches Vorgehen wäre daher höchstens dumm – zwar nicht böse, aber doch sehr unklug, was weder meiner Liebe noch meiner Weisheit gefallen könnte.“

 

„Ganz anders verhielte es sich, wenn ein armer Mann von euch Geld leihen möchte und ihr wisst, dass er gut mit Geld umzugehen weiß und nur durch unglückliche Umstände arm geworden ist. Dem sollt ihr das Geld besonders nicht verweigern, auch nicht ohne Zinsen und ohne die Sicherheit, das Kapital je zurückzuerhalten! Wenn der Mann das Geld gut genutzt hat, wird er als euer Bruder wissen, was er danach tun muss; denn er hat dieselben Verpflichtungen euch gegenüber wie ihr ihm.“

 

„Wenn er aber nicht in der Lage ist, das Geliehene zurückzuzahlen, sollt ihr ihm nicht böse sein oder von seinen Nachkommen das Geld eintreiben wollen; das wäre hart und ganz gegen meine Ordnung. Wenn die Nachkommen und besonders die Kinder oder ältesten Verwandten wohlhabend geworden sind, tun sie gut daran, und es wäre mir lieb, wenn sie die Schuld begleichen, die ihr armer Vater oder Großvater bei einem Menschenfreund gemacht hat. In einem solchen Fall wird der Menschenfreund wissen, was er mit diesem Geld aus Liebe zu mir und zum Nächsten tun soll!“

 

„Wenn ich also sage, dass ihr euer Geld auch denen leihen sollt, die es euch zurückzahlen können, will ich nur sagen, dass ihr mit eurem Geld oder anderen Vorräten nur so handeln sollt, wie ich es euch jetzt gezeigt habe; alles, was ihr mehr oder weniger tut, wäre entweder dumm oder sehr schlecht und somit eine schwere Sünde gegen die wahre Nächstenliebe!“
(GJE4-98:4-7)